REVIEW: PSOA 2018

Posted by Samir On August - 26 - 2018

ImpressionsPSOA2018_02Sommer, Sonne, GeknĂŒppel. Endlich ist wieder August und das Lieblingsfestival von ca. 8000 Fans steht wieder an. Merchandise StĂ€nde, entspannte Leute und 3 Tage Extrem Metal garantieren einen Ă€hnlichen Erholungsfaktor, wie ein All inclusive Urlaub am Strand. Auf gehtÂŽs zum Party San 2018, das von GeprĂŒgel, Sturm und Ehrfurcht geprĂ€gt war.

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INTERVIEW: ARKUUM

Posted by Radu On Juli - 18 - 2018

Es hat sich einiges bei ARKUUM getan; aus einem Soloprojekt wurde eine feste Band und mit “Die Letzte Agonie” steht die zweite Langrille einer atmosphĂ€rischen Black Metal Band im Regal. Wir spachen mit David ĂŒber die fĂŒnf Sterbephasen, die auf dem Album vertont wurden.

Arkuum Tour

Hallo und erstmal herzlichen GlĂŒckwunsch zu „Die letzte Agonie“! Wie geht es euch jetzt, da die zweite Platte im Kasten ist?

Danke! Ich kann die Songs leider schon bald selbst nicht mehr hören, aber da geht es wohl jedem Musiker nach so einem langen Schaffensprozess Ă€hnlich. Trotzdem freuen wir uns natĂŒrlich, nach der langen Zeit das Endresultat in den HĂ€nden zu halten.

Seit „Trostlos“ hat sich einiges bei euch getan; es ging vom Soloprojekt in eine richtige Band ĂŒber. Wie kam es zu dieser Entscheidung und nach welchen Auswahlkriterien wurden die Bandmitglieder rekrutiert?

Mit dem jetzigen Bassisten Max habe ich schon in meiner frĂŒhen Jugend zusammen Musik gemacht und Gitarrist Timo war eine Bekanntschaft aus meiner vorherigen Band, deshalb kenne ich Timo auch schon einige Jahre. Ehrlich gesagt kamen einige ZufĂ€lle aufeinander und die Bandmitglieder haben sich schon fast von selbst ergeben. Simon ist aus seiner alten Band ausgestiegen und hat dann nach einiger Zeit seinen alten Bandkollegen zu  Arkuum ĂŒberfĂŒhrt.

Bereits beim ersten Lesen der Songtitel sprang mich das Konzept der fĂŒnf Sterbephasen an. Gerade im Hinblick auf Black Metal und unser Leben ein sehr intensives Thema, das man nicht einfach nur nebenbei vertont. Bitte erzĂ€hl uns, warum dieses Thema es auf das Album geschafft hat.

Aus persönlichen GrĂŒnden beschĂ€ftige ich mich schon sehr lange mit dem Tod. Oftmals kommen mir die Gedanken beim Schlafengehen oder in Situationen, in denen ich mit mir alleine bin. Wie wird der Moment kurz vor dem Eintreten des Todes sein und wie fĂŒhle ich mich dabei? Nicht selten enden solche Gedanken in panische ZustĂ€nde, in denen ich dann Ablenkung suche. Mir macht der Gedanke Angst, dass ich nach dem Leben fĂŒr unendliche Zeit nicht mehr existieren werde, in welchem VerhĂ€ltnis steht dazu ein kleines und kurzes Menschenleben?

Im Gegensatz zu frĂŒheren Zeiten, wird in unserer Gesellschaft mit dem Tod nicht offen umgegangen, er wird sogar vielmehr ignoriert. Mit wem soll man ĂŒber seinen bevorstehenden Tod reden? Aus meiner Sicht gibt es da eine große Hemmschwelle, die viele nicht ĂŒberschreiten können. Das macht die Angst vor dem Ungewissen nur noch viel grĂ¶ĂŸer.

Aus der Schulzeit war mir noch Elisabeth KĂŒbler-Ross und einige ihrer Schriften aus dem Ethik Unterricht bekannt. Ich habe mir kurzerhand ihr Buch „Interviews mit Sterbenden“ gekauft, in der sie Interview mit Sterbenden veröffentlichte und daraus fĂŒnf Phasen ableitete, die jeder Sterbende mehr oder weniger durchleben muss. Jede Phase habe ich in einem Lied umgesetzt und versucht, die Stimmung und Thematik einzufangen.

ARKUUM smallWenn man sich die Texte durchliest, fĂŒhlt man sich irgendwo zwischen  Romantik und Expressionismus gefangen, mit einer guten Portion morbider (und atmosphĂ€rischer) Eigeninterpretation. Wie wĂŒrdest du jemandem den Stil deiner Texte erlĂ€utern?

Ich wĂŒrde mich selbst nicht als großen Lyriker bezeichnen. Ich schreibe meine Texte aus dem Bauch heraus, unabhĂ€ngig von irgendwelchen Epochen oder Leitlinien. Allerdings mag ich Reimformen sehr gerne, ohne Reime geht bei mir nichts. Und Anapher.

Wie sind die Texte entstanden? Sind sie aus dem Bauch heraus geboren, oder musst du in einer bestimmten Stimmung zum Schreiben sein?

Verglichen mit meinem ersten Album „Trostlos“, was ja komplett eigenstĂ€ndische Texte hatte, habe ich das Grundkonzept von dem jetzigen Album aus dem Buch von KĂŒbler-Ross entnommen, aber mit meinen eigenen Gedanken neu interpretiert. Es ist eigentlich nie so, dass ich mir fest vornehme, einen bestimmten Text zu schreiben. Das kommt mal hĂ€ufiger oder mal weniger einfach spontan, wenn sich eine meiner kĂŒnstlerischen Phasen aufbaut. Die haben oft auch keinen mir bewussten Ursprung. Ich denke da spielt das Unterbewusstsein auch eine große Rolle, wann und wie ich kĂŒnstlerisch tĂ€tig bin.

Bereits nach den ersten Minuten hatte ich das GefĂŒhl, das sich im Bezug zum Songwriting bei ARKUUM einiges getan hat. Gerade im Hinblick auf die zĂ€hflĂŒssigen Doom Passagen gibt es sehr viele davon. Auch werden einige Riffs in die LĂ€nge gezogen und einiges ist bereits vorhersehbar. Was hat sich im Vergleich zum VorgĂ€nger in Sachen Songwriting verĂ€ndert und wie seid ihr an die Songs ran gegangen?

Im Songwriting Prozess hat sich nicht viel geĂ€ndert. Ich schreibe immer noch alles selbst und die Band hat auch eigentlich keinen großen Einfluss darauf. Eine Ausnahme ist hierbei allerdings das Schlagzeug. Die Schlagzeugspuren schreibe ich meist sehr grob und die kleinen Feinheiten ĂŒberlasse ich einem anstĂ€ndigen Schlagzeuger, der dann meine vorhandene Idee besser umsetzen kann.

Was die langen Doom Passagen angehen, aktuell stehe ich einfach auf den Musikstil, was sich natĂŒrlich auch im Songwriting widerspiegelt.

Denny von „Zeugen der Leere“ hatte auf „Trostlos“ einen guten Job abgeliefert. Warum ist er dieses Mal nicht dabei? (RenĂ© hat einen Top Job abgeliefert)

Ich habe Denny sogar schon sehr frĂŒhzeitig gefragt, ob er als SĂ€nger einsteigen möchte. Allerdings hatte er leider kein Interesse an einer Livebesetzung, zumal auch die Entfernung fĂŒr kontinuierliche Proben ein Hindernis darstellte.

Arkuum Tour IIWenn ich die Songs analytisch betrachte (Riffs, Wiederholungen usw.) rauscht die Platte an einigen Stellen an mir vorbei. Die positive Überraschung von „Die letzte Agonie“ war fĂŒr mich, als ich das Denken abgestellt und einfach das GefĂŒhl auf mich wirken gelassen habe. Euer Album fordert Zeit ein (nicht zuletzt wegen der langen Songs), hat mich aber dann mit einer sehr intensiven AtmosphĂ€re belohnt. Hattet ihr dieses Ziel beim Songwriting vor Augen oder ging es in erster Linie darum, das Innere nach außen zu kehren, ohne RĂŒcksicht auf die Wirkung auf den Hörer?

Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass das neue Album an einigen „Trostlos“ Fans vorbeigehen wird. Musikalisch ist es doch etwas hĂ€rter, roher und ambientlastiger, alles in allem also viel spezieller. Ich möchte mich aber auch ganz und gar nicht auf einen bestimmten Stil festlegen, nur weil die Nachfrage dahingehend grĂ¶ĂŸer oder kleiner ist. Ich mache einfach das, was mir gerade gefĂ€llt. Die nĂ€chste Scheibe wird bestimmt wieder ganz anders.

Du hast auf alle FĂ€lle recht, dass das Album seine Zeit braucht, aber meiner Meinung nach, kann man sich erst so richtig in die AtmosphĂ€re eintauchen, wenn die Songs nicht schon nach fĂŒnf oder sechs Minuten vorbei sind. „Einfach das GefĂŒhl auf mich wirken lassen“ beschreibt das Konzept schon recht passend. Die Songs sind tatsĂ€chlich sehr von mir durchdacht und ich habe mir fĂŒr jede Phase, mir passende Stilmittel ĂŒberlegt. Ich möchte hier nicht alles benennen, das gehört schließlich auch zur Interpretation des Hörers, darĂŒber könnte ich aber wohl auch einen eigenen Artikel verfassen. Aber einige Beispiele:

Zorn – Schnelles, hartes Intro mit langer und gleichbleibenden Riffs, um den Rausch des Zornes zu verdeutlichen. Die Ruhe vor dem Sturm im mittleren Songteil und das anschließend ausartende Ende.

Verzweiflung – Die zwei langsamen Doom Riffs, die den Abfall der Stimmung in die Depression verdeutlichen.

Akzeptanz – Das lange Outro, das sich nach jeder Wiederholung um fĂŒnf BPM (beats per minute) verlangsamt, was das Ende des Lebens und die Akzeptanz des Todes darstellen soll.

Also es gibt sehr viele Stilmittel zu entdecken.

Zur Zeit lasse ich das Album immer noch einige DurchlĂ€ufe auf mich wirken. Gerade das atmosphĂ€rische `Verleugnung` hat mich schnell in die ARKUUM AtmosphĂ€re eingesogen. Mit `Akzeptanz` habt ihr einen intensiven Emotionstrip bei mir ausgelöst. Die versöhnliche Einstiegspassage, das letzte Aufbegehren und das langsame Sterben des Songs mit der Textpassage „Alle TĂŒren sind verschlossen“ (beim Autofahren inklusive Sonnenuntergang zum ersten Mal gehört) bescheren mir eine konstante GĂ€nsehaut, danke dafĂŒr!

Sonnenuntergang, eine eintönige Autofahrt und mit sich alleine sein. Das sind gute Voraussetzungen, um das Album auf sich wirken zu lassen. Danke fĂŒr das Lob und gern geschehen.

Einige Worte zur Aufmachung des Albums; wie kam es zu der Idee des Covers und wie ist es entstanden? Das Booklet sieht ebenfalls schön atmosphĂ€risch aus (außer das Foto mit dem Geist in der Kirche, der Rest ist um LĂ€ngen atmosphĂ€rischer).

Die Ideen zum Artwork habe ich grĂ¶ĂŸtenteils mit meiner Freundin zusammen ausgearbeitet. DafĂŒr sind einige Stunden drauf gegangen, da ich nicht nur einfache und bedeutungslose Bilder machen wollte. Mein Anspruch war da auf jeden Fall um LĂ€ngen höher, als fĂŒr das Debut. Es sollte auch stets eine kĂŒnstlerische Bedeutung haben und Spielraum fĂŒr Interpretationen bieten. Auch hier gibt es auf jedem Bild viel zu deuten, wie auch schon im musikalischen Bereich. Das Gesamtkonzept basiert auf einer Protagonistin, welche die Phasen durchleben muss.

Das Cover beschreibt meiner Meinung nach mit seiner Wirkung das Album in seinen vollen ZĂŒgen. Eine unschuldige Person in Weiß verleugnet ihren Tod, was vor allem durch die verbundenen Augen und den zugehaltene Ohren bewusst gemacht wird. Innerlich hat ihr Verfall allerdings schon lĂ€ngst begonnen, Maden regen sich in ihren HĂ€nden und das blutige Geschmiere deutet auf das kommende Ende hin.

Gibt es aktuell bereits weitere PlĂ€ne? Da ihr nun eine Band seid, bieten sich weitere Live Shows ja quasi an. Mit wem wĂŒrdet ihr gerne mal zusammen auftreten?

Ich arbeite aktuelle schon an einem neuen Konzept und an neuen Werken, aber wĂ€hrend dem Debut Release war die Situation Ă€hnlich und es hat trotzdem seine drei Jahre bis zur neuen Veröffentlichung gedauert. Live gibt es uns natĂŒrlich auch das ein oder andere Mal zu sehen, allerdings leider noch zu selten fĂŒr meine Vorstellung.

Die Release Show am 04.08 in Crailsheim und das Spirit of Black & Doom am 08.09 in Karlsruhe sind aber auf alle FĂ€lle gute Anhaltspunkte fĂŒr Fans des atmosphĂ€rischen Black Metals.

Danke fĂŒr „Die letzte Agonie“ und deine Zeit. Die abschließenden Worte an unsere Leser gebĂŒhren dir.

Danke an alle Helfer, die das Album möglich gemacht haben. Es sind immer viele Freunde und Bekannte involviert, an die ich mich fĂŒr alle möglichen Arbeiten wenden kann und natĂŒrlich ein großes Dankeschön an jeden Fan, der die Band und mich unterstĂŒtzt. Und selbstverstĂ€ndlich an dich!

Radu

REVIEW: DIE LETZTE AGONIE

Posted by Radu On Juli - 18 - 2018

ARKUUMWas macht ein Album zu etwas Besonderem? Man könnte sich ĂŒber raffiniertes Songwriting freuen, ĂŒber atemberaubende Spieltechniken oder auch an bombastischen Produktionen. ARKUUM backen hier kleinere Brötchen und setzen gleich auf zwei andere HerzstĂŒcke: AtmosphĂ€re und AuthentizitĂ€t.

Satte drei Jahre mussten sich die Fans gedulden, um den Nachfolger von „Trostlos“ in den Player zu schieben. Ein erster Blick auf die Tracklist zeigt, dass man sich thematisch auf die fĂŒnf Sterbephasen eingespielt hat, was fĂŒr eine atmosphĂ€rische Black Metal Band eigentlich eine Steilvorlage ist. Bereits die ersten Sekunden von `Verleugnung` entfĂŒhrt die Fans direkt nach hause, in das typische ARKUUM Wohnzimmer: cleane Gitarren, charismatische Riffs und eine dichte AtmosphĂ€re. Dennoch fĂŒhlt es sich irgendwie auch etwas fremd an, was sich im Laufe der 10 minĂŒtigen Spielzeit auch bestĂ€tigen soll. Am Gesang gab es VerĂ€nderung und auch die Riffs sind extrem doomiger ausgefallen. Egal, mit `Zorn` bekommt man es zur Abwechslung schnell und hart im Intro, wĂ€hrend sich die Riffs ebenfalls wiederholen. Betrachtet man es von der analytischen Songwriting Sicht, merkt man bereits jetzt, dass der Nachfolger von „Trostlos“ eine völlig andere AtmosphĂ€re besitzt und dĂŒrfte den einen oder anderen Fan nachdenklich stimmen. Der Eindruck setzt sich mit `Verzweiflung` weiter fort, auf denen zwei Riffs zĂ€hflĂŒssig zelebriert werden. Doom Fans werden aufhorchen, Black Metal JĂŒnger könnten sich abwenden und Freunde atmosphĂ€rischer Musik bekommen hier sehr viel Diskussionsstoff.

Und genau hier liegt die eigentliche Bedeutung des Albums (tief) begraben: nachdem man sich einmal durch die Scheibe gearbeitet hat ist klar, dass man sich songtechnisch keinen technischen Höhenflug geleistet hat. Auch die Erwartungshaltung an die Fans wurde nicht erfĂŒllt und man fragt sich, welche Daseinsberechtigung die Platte hat. Die Antwort ist so simpel wie effektiv: Kopf ausschalten und sich einfach fallen lassen, dann funktioniert die Platte nicht nur, sondern sie belohnt auch mit einer intensiven und schon fast intimen AtmosphĂ€re. Besonders ĂŒber Kopfhörer oder bei einer einsamen Autofahrt zĂŒndet spĂ€testens `Akzeptanz` und beschert einen emotionalen Trip in die AbgrĂŒnde menschlicher Ängste, der vom wĂ€rmenden Mantel des Unausweichlichen schon fast liebevoll erstickt wird. Wenn man einmal das Geheimnis der Platte ergrĂŒndet hat und seine Zeit ganz der Musik widmet, spielt jeder Song seine TrĂŒmpfe aus und die (teils zĂ€hflĂŒssige) Doom AtmosphĂ€re unterstreicht das Nachdenkliche, dem wir uns selbst im Alltag nur teilweise widmen. Der Gedanke an den eigenen Tod ĂŒbt eine erschreckende Wirkung auf uns aus und „Die Letzte Agonie“ ist ein hingebungsvoller Soundtrack, um sich dem Thema in einer persönlichen Stunde zu widmen. FĂŒr mich ist es genau das, was Black Metal ausmacht: AtmosphĂ€re, keine Erwartungshaltung erfĂŒllen und fernab jeglicher Konventionen sein Ding kompromisslos durch zu ziehen. Die Platte hatte viele Ecken und Kanten und belohnt nur diejenigen, die sich darauf einlassen. Wenn man sich darauf einlĂ€sst, bekommt man allerdings seine persönliche, auditive Nahtoderfahrung.

4 von 6 Punkten

Radu

Weitere Details zur Platte lest ihr in unserem INTERVIEW

REVIEW: NORTHERN CHAOS GODS

Posted by Radu On Juli - 1 - 2018

ImmortalDie große Frage, ob IMMORTAL ohne Abbath funktionieren können, wird auf „Northern Chaos Gods“ mit einem klaren „Ja!“ beantwortet. Nach dem Abgang von Abbath haben sich Demonaz und Horgh intensiv zusammen gesetzt und nach acht Jahren Stille einen herrlichen Hassbrocken auf den Teller geknallt. Das Cover deutet an, was der Titeltrack als Opener abliefert; keine selbstverliebte Band oder episches Fantasygeschrammel, sondern direkt und ohne Vorwarnung mit Volldampf in die Fresse! IMMORTAL spielen Black Metal, und zwar intensiver an den Anfangstagen orientiert, als jemals zuvor. Auch der zweite Track `Into Battle RideÂŽ unterstreicht die Marschrichtung und lĂ€sst schnell den Gedanken aufkommen, man hĂ€tte eine WeiterfĂŒhrung des „Battles In The North“ Albums auf dem Plattenteller. Das wĂ€re allerdings zu stumpf und so öffnet `Gates To Blashyrk` mit lĂ€ssigeren Riffs und einer cleanen Gitarrenpassage seine Pforten und erweist sich als epischer Erbe des anno 1995 veröffentlichten Kultsongs. Man wird einige Male auf dem Album ĂŒberrascht, ohne dass auch nur eine Sekunde das Feeling abgeschwĂ€cht wird; `Grim And Dark` zeigt die Balance zwischen Blastbeats und griffigen Riffs, was seit jeher die StĂ€rke dieser Band ist. `Called To Ice bedient die Fans epischerer KlĂ€nge und lĂ€sst klar erkennen, dass Demonaz ein großer Bathory Fan ist, ehe `Where Mountains Rise` dieses GefĂŒhl nochmal untermauert. Mit `Blacker Of Worlds` gibt’s nochmal schön auf die Fresse, ehe `Mighty Ravendark` auf neun Minuten verteilt allen IMMORTAL Fans eine GĂ€nsehaut inklusive Dauergrinsen aufs Gesicht zaubert.

NatĂŒrlich fehlt das Knurren von Abbath in den Songs, was allerdings bereits nach wenigen Textzeilen keine Rolle mehr spielt. Demonaz hat einen optimalen Job am Mikro abgeliefert, denn er versucht erst gar nicht wie Abbath zu klingen, sondern bedient den Hörer mit krĂ€chzendem und kreischendem Gesang, was den StĂŒcken sehr gut zu Gesicht steht. Über das Schlagzeugspiel muss man sich bei Horgh sowieso keine Gedanken machen, schließlich kennt man ihn sowohl bei IMMORTAL, als auch bei Hypocrisy, was fĂŒr top QualitĂ€t steht. Songtechnisch hat Demonaz ebenfalls seit den Anfangstagen das Ruder in der Hand und so wird man den (sehr hohen) AnsprĂŒchen mehr als gerecht. Abgerundet wird das ganze von der wuchtigen Produktion, bei der Mastermind Peter TĂ€gtgren die Regler in die Hand nahm und den Bass einspielte. Das minimalistische Cover zeigt ebenfalls klar, dass es sich bei „Northern Chaos Gods“ um ein neues Kapitel bei IMMORTAL handelt, das eindrucksvoll eingelĂ€utet wird.

Fazit: IMMORTAL werden mĂŒhelos den hohen AnsprĂŒchen gerecht und haben es obendrein geschafft, eine weitere Schippe draufzulegen. Aggression, epische Momente und intensivste Blashyrk AtmosphĂ€re werden hier hemmungslos zelebriert und lassen Zweifler der Band schnell verstummen. Abbath ist zwar nicht mehr an Bord, aber IMMORTAL sind stĂ€rker denn je zurĂŒck. Fans werden die Scheibe lieben und sich in Zukunft eine Frage stellen: ist dies vielleicht sogar die beste Scheibe dieser Band?

Blashyrk mighty Ravendaaark!

5 von 6 Punkten

Radu

VORBERICHT: PSOA 2018

Posted by Samir On Mai - 24 - 2018

party san 18Das Party San Open Air hat sich nicht nur bei Szenekennern bereits fest etabliert. Kaum ein Festival besticht durch so viel BestĂ€ndigkeit und AtmosphĂ€re wie dieses beschauliche Festival im Herzen ThĂŒringens. Was ihr alles vom 9. bis 12. August in auf dem Flugplatz Obermehler in Schlotheim geboten bekommt, erfahrt ihr von uns.

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REVIEW: DIMMU BORGIR

Posted by Radu On Mai - 24 - 2018

REVIEW: EAONIAN

Eonian

Ehrlich gesagt hatte ich DIMMU BORGIR komplett aus meinem Radar verloren. Das mag an der Zeit nach der letzten Veröffentlichung sein (ca. sportliche sieben Jahre) oder auch an der Entwicklung. Es wurden immer perfektionistische Alben abgeliefert, aber irgendwie fehlten mir auf der letzten Platte die Dauerbrenner, die sich ins LangzeitgedĂ€chtnis frĂ€sten (abgesehen natĂŒrlich vom Song `Dimmu Borgir`, der ist einfach genial). Um so erfreuter war ich, nach langer Zeit wieder etwas von der einst wegweisenden Black Metal Institution zu hören. Das Video zu `Interdimensional Summit` enttĂ€uschte mich auf der ganzen Linie: das sollten die großen DIMMU BORGIR sein, die mich seit den 90ern so fasziniert haben? Zu straightes Songwriting, eierloses Riffing und wo ist die Aggression hin? OK, die Chöre haben schon etwas und rennen bei mir offene TĂŒren ein, aber der Rest? Selbst das Solo konnte meinen ersten Eindruck nicht retten und so verschwand die Band erneut fĂŒr mich in der Versenkung. Einen Monat spĂ€ter wurde das Video zu `Council Of Wolves And Snakes` veröffentlicht. Die Band war fĂŒr mich eh im Arsch, also konnte ein kurzes Reinhören nicht schaden. Etwas schamanistisch angehaucht und wie eine kommerzielle Antwort zu Ruins Of Beverast war mein erster Eindruck, ehe das Break mit den Akustikgitarren, den atmosphĂ€rischen Landschaftsaufnahmen und den Chören mich völlig unerwartet traf. Eine GĂ€nsehaut, einfach so? Ich habe mir die Akustikpassage immer wieder und wieder angehört, ehe ich mir den Song einige Male gegeben habe; das war der AufhĂ€nger sich einmal an das neue Album heran zu trauen.

Bereits die ersten industriellen KlĂ€nge von `The Unveiling` deuten an, daß man hier kaum etwas im Vorfeld erahnen kann. Baut es sich majestĂ€tisch auf, ehe die Gitarren sich (mehr oder weniger) aggressiv durch die Boxen schlĂ€ngeln. Besonders die Chorpassage hatte mich schnell im Griff, auch wenn mir die brutale Black Metal Keule gefehlt hat. Der Eindruck wird durch das erneute Hören von `Interdimensional Summit`verstĂ€rkt; die Zusammenarbeit mit dem Orchester fĂŒr das Live Album „Forces Of The Northern Night“ hat tiefe FußabdrĂŒcke im Songwriting hinterlassen. Statt HĂ€rte und AggressivitĂ€t, setzt man auf ein symbiotisches Zusammenspiel von Bombast und AtmosphĂ€re. Das funktioniert auch ĂŒberraschend gut, allerdings muss man sich mit dem Gedanken anfreunden, daß es eher einen Soundtrack Charakter, als das Feeling eines (Black) Metal Albums hat. SpĂ€testens mit `Aetheric` haben mich DIMMU BORGIR geknackt; das Einstiegsriff ist zwar belanglos, danach prescht man allerdings dynamisch nach vorne und wiegt sich in einem groovenden Riff in Sicherheit. Die hohen Gitarrenmelodien mĂŒnden in eine Chorpassage, die GĂ€nsehaut garantieren. „All is eternal“ erschallt es bombastisch aus den Boxen und aus meiner Kehle, wĂ€hrend meine Boxen in voller LautstĂ€rke geflutet werden. Gerade beim Zusammenspiel zwischen Bombast und episch spielt man hier alle TrĂŒmpfe auf und zaubert emotionale Momente auf die mentale Festplatte, das man nach dem Song freudig grinst.

`Lightbringer` erinnert mich an die alten Tage der Band, als Aggression noch mit Bombast gepaart waren, auch wenn man sich durch die ersten anderthalb Minuten durchkĂ€mpfen muss. Fixes Drumming, knackige Riffs sprinten nach vorne, um sich einem epochalen Refrain zu entfalten. Weit entfernt von der Aggression der alten Tage, spĂŒlt es jedoch alte GefĂŒhle der „Stormblast“ Ära nochmal aus dem Unterbewusstsein an die OberflĂ€che. `I Am Sovereign` könnte als das progressivstes StĂŒck hervorgehen, besticht es jedoch in der Mitte mit seinen Groove Passagen, bei denen Gitarren und Synthesizer gleichzeitig um die Wette eifern. Letzten Endes gewinnt die Gitarre mit ihren Tapping Passagen die Oberhand, ehe der Song in die orchestrale Zielgerade abbiegt. Auch `Archaic Correspondence` deutet die Aggression nur an, ehe die Textpassage „Life is a trial and the passage is death“ sich in das LangzeitgedĂ€chtnis krallt. Sollte man sich vielleicht mal intensiver mit den Texten beschĂ€ftigen, wĂ€hrend man die Scheibe hört? Der Song ist ein guter AufhĂ€nger dafĂŒr und verdichtet die diabolische AthmosphĂ€re, ohne auch nur ansatzweise ins Klischee abzudriften. Egal was man ĂŒber dieses Album denken mag, aber `Alpha Aeon Omega` verteidige ich von Anfang bis Ende, denn mit diesem Song haben DIMMU BORGIR meiner Meinung nach den besten Song ihrer Karriere geschrieben: es deutet bereits atmosphĂ€risch eine mentale Wanderung auf den Gipfel an, ehe (endlich) aggressives Drumming und Gitarren den Weg zur reise ebnen. Die Gesangspasssage kĂŒndet von der ewigen Suche, die in uns stattfindet, ehe ein GĂ€nsehautsolo die Vorlage fĂŒr den geilsten Orchesterrefrain bietet, den ich mir bei dieser Band vorstellen kann. Nur noch einmal diese Passage hören, nur noch ein wenig lauter, vielleicht doch nochmal den gesamten Song? Ich kann nicht anders, als ehrfĂŒrchtig vor diesem Song auf die Knie zu sinken, denn das Kopfkino ist einfach zu groß, als das ich es mit irgendwelchen Kritiken auch nur ansatzweise unterbrechen möchte. So muss der perfekte DIMMU BORGIR Song klingen! Am Ende gibt es mit `Rite Of Passage` noch den instrumentalen Rausschmeißer, der atmosphĂ€risch die TĂŒr zu macht.

Insgesamt kommt die neue Scheibe sehr athmosphĂ€risch rĂŒber, man muss sich nur im Klaren darĂŒber sein, daß es ein epischer Soundtrack, ohne Fokus auf Aggression oder BrutalitĂ€t ist. Man kann der Band nun vorwerfen, alte Fans zu vergraulen, aber sie ziehen kompromisslos ihr Ding durch ohne darauf zu achten, ob man ihnen folgt oder sie hasst. Genau das macht den rebellischen Geist des Black Metal meiner Meinung nach auch aus, statt ausschließlich brutales Geballer oder schlechte Produktion. A propos Produktion: Jens Bogren hat hier ganze Arbeit geleistet, denn „Eonian“ drĂŒckt sich wuchtig aus den Boxen. Besonders die Symbiose aus Metal und Orchester ist hier sehr gut ausbalanciert worden., auch wenn Dynamik statt Aggression regiert. Sehr zu empfehlen ist die Mailorder Edition von Nuclear Blast, denn die Box lĂ€sst das schöne Artwork nochmal sehr gut zur Geltung kommen und die Picture Vinyls sehen sehr edel aus.

Fazit: Entweder man liebt oder hasst „Eonian“, dazwischen gibt es nicht viel Platz. Wer mit einer gewissen Erwartungshaltung herangeht, wird von der fehlenden Aggression schwer enttĂ€uscht sein. Wer sich einem diabolischen Soundtrack mit dichter Orchester AthmosphĂ€re in den Hades reißen will, kommt an der Scheibe nur schwer vorbei. Man muss Geduld und Zeit mitbringen, aber sobald sich das Album auch nur einen Spalt geöffnet hat, betritt man eine Welt, aus der man lĂ€ngere Zeit nicht mehr rauskommen möchte. Nach vielen DurchlĂ€ufen und einigen hart erarbeiteten Passagen komme ich zu dem Schluss, daß ich seit der „Enthrone Darkness Triumphant“ nicht mehr so intensiven Spaß mit DIMMU BORGIR hatte. Noch eine Passage aus den Songs rauskitzeln, noch etwas neu entdecken oder einen ganzen Song frenetisch abfeiern, hier bin ich nach vielen Jahren endlich wieder nach hause gekommen.

5 von 6 Punkten

Radu

INTERVIEW: EIS

Posted by Radu On MĂ€rz - 25 - 2018

Mit ihrer EP “Stillstand und Heimkehr” gehen EIS einen Schritt weg vom Kopf und widmen sich ganz dem Kopf- und HerzgefĂŒhl. In unserem Interview sprachen wir ĂŒber das Innehalten im Moment, ausgewĂ€hlte Konzerte und Wanderern ĂŒber dem Nebelmeer.

Hallo und herzlichen GlĂŒckwunsch zu eurer EP „Stillstand und Heimkehr“! Wie geht es euch zur Zeit?

Alboin: Ehrliche Antwort? Allen ist kalt, alle haben immer zuviel zu tun. Torrent hat Grippe, Abarus schiebt 12-Stunden-Schichten und wartet darauf, dass die Angelseen wieder auftauen, Dante musste gerade aus einer Sauna an einem dĂ€nischen See wieder zurĂŒck nach Deutschland
 und ĂŒber mich reden wir mal ausnahmsweise nicht. ;)
Und jetzt die standardisierte Promo-Antwort: Heeeey, alles total großartig, wir sind so happy, dass unsere neue EP endlich veröffentlicht und sind wir sind ready to take the world und alles.

Die EP ist eine Hommage an das Bild von Caspar David Friedrich – „Dem Wanderer ĂŒber dem Nebelmeer“ Wie kam es zu der Vertonung des Bildes?

Alboin: Ist sie eigentlich nicht, nur das TitelstĂŒck habe ich ganz allgemein allen Wanderern ĂŒber dem Nebelmeer gewidmet, was natĂŒrlich metaphorisch gemeint ist. Auch haben wir nicht das Bild vertont, es hat mich nur in gewissen Dingen inspiriert. Beispielsweise habe ich mich gefragt, wie wohl der Weg hoch ĂŒber das Nebelmeer gewesen sein mag, und im Zuge dessen auch vieles ĂŒber meinen eigenen Lebensweg und wie ich dorthin gekommen bin, wo ich jetzt stehe. Oft sieht man ja nur das Ergebnis, selten aber, wie es dazu kam. Von daher ist das Bild wirklich nur ein Ausgangspunkt und eine Inspirationsquelle gewesen.

Nebelmeer

Wie seid ihr an das Songwriting ran gegangen? Hattet ihr im Vorfeld eine grobe Idee, oder ist das meiste spontan im Proberaum entstanden?

Alboin: Letzteres. Torrent und ich haben uns, ohne den beiden Gitarristen davon zu erzĂ€hlen, fĂŒr ein Wochenende im Proberaum eingeschlossen und einfach drauflos gespielt, und was man jetzt hören kann ist das, was nach zwei Tagen dabei herausgekommen war. Wir wollten auch gar nicht unbedingt Musik fĂŒr EIS machen, sondern einfach nur zusammen spielen und uns von ein paar Dingen ablenken. Das Ergebnis war dann tatsĂ€chlich fĂŒr uns alle so ĂŒberzeugend, dass wir uns entschieden haben, die beiden StĂŒcke noch vernĂŒnftig aufzuarbeiten und zu veröffentlichen.

Die EP zeigt sehr gut, daß Black Metal mehr kann, also sinnlos dahin zu feuern oder nur verschachtelte Songstrukturen eigenbrödlerisch zu verteilen. Besonders die Emotionen kommen meiner Meinung nach hier sehr eindrucksvoll zur Geltung. Was war euch wichtig, beim Erschaffen dieser EP?

Alboin: Ich kann da nur fĂŒr mich sprechen, aber mir war tatsĂ€chlich nur wichtig, musikalisch aktiv zu sein, mich abzulenken, irgendetwas herauslassen zu können, das ich zu dem Zeitpunkt gefĂŒhlt habe. Textlich habe ich versucht, Botschaften zu formulieren, Gedanken zu verpacken, die ich gequĂ€lt haben, und irgendwie auch loszuwerden. Ja, diese Aufnahme ist fĂŒr mich tatsĂ€chlich die pure Emotion, da ist kein StĂŒck Kopf dabei, keine Ratio, die mich zensiert oder mir etwas verboten hat, und ich freue mich, dass du das offenbar so auch hören kannst.

Gerade im Bezug des Abwendens von der Menschheit und den RĂŒckzug in die innerer Isolation hat mich die eure Musik sehr berĂŒhrt. Da stellt man sich natĂŒrlich die Frage; welche LebensumstĂ€nde veranlassen den KĂŒnstler dazu, diese Art (in der IntensitĂ€t) von Musik zu schreiben?

Alboin: Ich fĂŒrchte, diese Frage wirst du dir, genau wie alle anderen Hörer, die das beschĂ€ftigt, auch weiterhin stellen mĂŒssen. DarĂŒber möchte ich nicht sprechen. Allerdings glaube ich, dass man durchaus verstehen kann, was das fĂŒr eine Situation gewesen sein muss. Es war eine der schlimmsten meines nicht mehr ganz so jungen Lebens, und ich wusste zu diesem Zeitpunkt tatsĂ€chlich nicht weiter. Deshalb habe ich die Musik in diesem Moment mehr denn je gebraucht.

Stillstand ist bekanntlich der Tod fĂŒr die Weiterentwicklung; sei es fĂŒr die Seele oder die Gesellschaft an sich. Was bedeuten fĂŒr dich persönlich die Worte „Stillstand“ und „Heimkehr“? Ist Heimat ein Ort, oder ein GefĂŒhlszustand fĂŒr dich?

Alboin: Stillstand ist aber auch ein Innehalten im Moment. Ich musste lernen, und kann es vermutlich immer noch nicht so richtig, in jeder einzelnen Situation auf mich zu hören, zu fĂŒhlen, wie es mir gerade geht, was ich brauche, was ich will und was ich nicht möchte. Immer nur weiterzumachen im Leben, Anforderungen zu erfĂŒllen, AnsprĂŒchen zu genĂŒgen, Dinge zu „mĂŒssen“ und sich immer irgendwo unwohl zu fĂŒhlen
 das ist kein Zustand. Am Ende stehst du in einer Sackgasse, fragst dich, wo du falsch abgebogen bist in deinem Leben und warum du das nicht gemerkt hast. Das möchte ich nicht. Bevor ich immer weiterlaufe, bleibe ich lieber stehen und versuche, den Moment wahrzunehmen.

Heimkehr ist im Gegenzug eher ein Ankommen an einem richtigen Ort, aber keinem geografischen Ort, sondern wohl eher einem Inneren. Ich glaube nicht, dass man das mit „Heimat“ ĂŒbersetzen kann, das ist fĂŒr mich absolut nicht dasselbe. Es ist mehr ein GefĂŒhl, zu etwas zurĂŒckzukehren oder etwas zu erreichen, das einem GlĂŒckseligkeit verspricht, oder auch nur Zufriedenheit. Ich hatte das einmal, da bin ich mir sicher, aber habe es irgendwo verloren. Das GefĂŒhl kennen wahrscheinlich die meisten von euch Lesern auch, oder? Letztlich ist diese EP (m)ein Versuch, damit irgendwie umzugehen, das zu verarbeiten.

EIS VorschauDa es sich um eine EP handelt, wurde die Messlatte fĂŒr ein Album sehr hoch gelegt. Wie ist aktuell der Stand? Seid ihr dabei und was könnt ihr uns ĂŒber die Entwicklung des Albums sagen?

Alboin: Die Messlatte liegt bei mir nach jeder Veröffentlichung hoch. Ich bin eigentlich immer der Ansicht, dass ich das Beste abgeliefert habe, dessen ich fĂ€hig bin und weiß meist nicht, was ich danach noch besser machen kann. Was anderes kommt fĂŒr mich auch nicht infrage, dann brauche ich auch einfach gar nichts zu veröffentlichen. Von daher: Ja, die EP ist sicherlich gut, aber das heißt fĂŒr die nĂ€chste Veröffentlichung nichts.

Ein Album ist aktuell nicht in Sicht. Im letzten Herbst habe ich mich mehrere Wochen in eine HĂŒtte in Norwegen zurĂŒckgezogen und dort Musik gemacht. Es sieht danach aus, als liefe es auf Material fĂŒr zwei ganz verschiedene Alben hinaus. Eines wird sehr norwegisch und nach den 90ern klingen, aber anders als „Wetterkreuz“ eher warm, weich und melancholisch. Das andere Album wollte ich schon vor „Bannstein“ machen, war aber dann musikalisch nicht inspiriert, oder vielleicht auch technisch noch nicht soweit. Das ist konzeptionell und musikalisch sehr ungewöhnlich und eine echte Herausforderung fĂŒr mich.

Von beiden Alben ist knapp die HĂ€lfte fertig, und ich weiß noch nicht, wann ich daran weiterarbeiten werde. Ich denke, 2018 werden wir nichts weiter veröffentlichen.

Im Internet liest man in erster Linie von euch als Duo, obwohl ihr mittlerweile mehr Leute seid. In wie weit tragen die anderen bei euch zum Songwriting bei?

Alboin: Das liegt daran, dass wir offiziell immer noch mit Dante und Torrent als Live-Musikern arbeiten. Eigentlich ist die Unterscheidung aber hinfĂ€llig, wir machen derzeit wirklich fast alles zusammen und sind eine echte Band. MĂŒssten wir einfach mal bei Facebook posten, denn was bei Facebook steht, ist bekanntlich wahr.
Was wir nachwievor nicht zusammen machen, ist die Musik. Die mache ich weiterhin alleine, und das wird wohl auch so bleiben. Wobei
 fĂŒr die EP hat Torrent einen großen Teil der Drumtracks und damit teilweise auch die Struktur der Songs beigesteuert, das ist ein Novum. Alles andere habe ich nachwievor unter meiner Fuchtel, um ehrlich zu sein halte ich das auch fĂŒr eine Idee, wenn eine Vision eines StĂŒckes oder Albums rein und klar bleibt. Dante hat ja mit Infesting Swarm, theoretisch, sein eigenes BetĂ€tigungsfeld, und Abarus ist mit Ferndal als zweiter Band ausgelastet, denke ich.

Eine Frage an Dante: Infesting Swarm wurde vor kurzem aufgelöst. Wie geht es dir aktuell damit und wirst du dein Hauptaugenmerk auf EIS konzentrieren, oder gibt es noch weitere Projekte?

Dante: Hey Radu, aufgelöst haben wir Infesting Swarm so direkt nicht. Die Band gibt es schon noch, aber wir haben uns dazu entschieden gerade erstmal eine Pause einzulegen. Unser SĂ€nger Tim und Drummer Johnny haben sich aus persönlichen GrĂŒnden dazu entschlossen die Band zu verlassen.
Da wir in dieser Konstellation nun schon sehr lange Musik zusammen gemacht haben, ist es fĂŒr uns als verbliebenen Mitglieder nicht einfach sich direkt wieder auf neue Menschen einzulassen. Daher nehmen wir uns jetzt einfach die Zeit, die wir brauchen um das ganze zu verarbeiten und neue Musik zu schreiben.
Zur Zeit habe ich viel mit EIS zu tun ja, aber ich werde definitiv weiter Musik machen. In welcher Form und mit welcher Band, das ist noch nicht ganz klar.

Welche Live AktivitÀten sind bei euch geplant?

Alboin: Eine ganze Menge einzelner Konzerte und Festivals in diesem Jahr (unter anderem Ende MĂ€rz in der Schweiz, auf dem Dark Easter Metal Meeting, dem Metal Frenzy, dem Rock for Roots, dem Barther Metal Open Air, dem Black Fall Fest in Bremen usw.), wobei wir keine Band sind, die jedes Wochenende ĂŒberall spielen kann. Wollen wir auch nicht. Das geben unsere Jobs und privaten Situationen aber auch einfach nicht her, und wir haben nicht den Anspruch, mit der Band unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Wir freuen uns ĂŒber tolle Konzerte, wissen aber auch, dass das sehr anstrengend ist und wir diese Band letztlich machen, um Spaß daran zu haben. Deshalb rennen wir nicht jedem Angebot hinterher.

Ihr seid bei Prophecy unter Vertrag; bis letztes Jahr gab es noch das Prophecy Fest, das leider zur Zeit auf Eis liegt. Falls es wiederkommt, könntet ihr euch vorstellen, dort zu spielen? Was wĂ€re das perfekte Setting fĂŒr euren Live Auftritt?

Alboin: Das Label hat den Anspruch, dass das Festival nach Möglichkeiten ausverkauft sein sollte, was natĂŒrlich auch finanzielle GrĂŒnde hat, und das war nach dem ersten Jahr dann nicht mehr der Fall. Daher ist die Entscheidung verstĂ€ndlich, ein Jahr auszusetzen und vielleicht mit einem ĂŒberarbeiteten Konzept 2019 weiterzumachen. Wir wĂŒrden, wie in allen anderen Jahren zuvor, gerne spielen. Leider sind wir bis jetzt nicht berĂŒcksichtigt worden.

Danke fĂŒr deine Zeit und die Antworten. Die letzten Worte an unsere Leser gehören dir.

Alboin: Ich bin kein Mensch fĂŒr letzte Worte und „jetzt sag mal das und das“-Situationen. Danke fĂŒr deine Zeit, MĂŒhe und UnterstĂŒtzung! Wir freuen uns ĂŒber jeden, der sich mit unserer Musik beschĂ€ftigt, dem oder der sie etwas bedeutet, und auch ĂŒber RĂŒckmeldungen jeder Art. Wir sind eine der Bands, die darauf auch noch antworten. ;)

Radu

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REVIEW: EIS

Posted by Radu On MĂ€rz - 6 - 2018

Stillstand und Heimkehr

EisLohnt es sich ĂŒberhaupt, eine EP mit zwei Songs zu veröffentlichen? Kann so eine EP die QualitĂ€t eines potentiellen Albums erahnen lassen? GenĂŒgen 20 Minuten Spielzeit bei zwei StĂŒcken, um eine dichte AtmosphĂ€re zu erzeugen? Die simple Antwort lautet: ja, der Trip in die postapokalyptische Welt in Richtung Einsamkeit lohnt sich!

Wenn die Seele in einem Meer von Einsamkeit ertrinkt und Hoffnung und das Leben selbst gleichermaßen fern sind , spĂŒrt man den KĂ€fig der Isolation lediglich als unangenehmen Beigeschmack. Dieses GefĂŒhl in Gedichtform trĂ€gt bereits eine schwere Last, wird hier in Form von `An Den Schwarz Besandeten Gestaden` eindrucksvoll zelebriert. Sanfte Wellen umgarnen die Ohren und tragen tiefe Geheimnisse in sich, die sich in verzweifelten Screams entladen. TiefgrĂŒndig, aber ohne zu viel musikalischen Ballast legen EĂŻs die Black Metal Karten auf den Tisch und ergĂ€nzen durch leichte Ambient EinschlĂ€ge. Die Emotionen werden sehr stark transportiert, ehe sie in einer TodesdĂ€mmerung sanft erfrieren.

Der Titeltrack ist das beste Beispiel, daß Black Metal gleichzeitig introvertiert und wutentbrannt sein kann. Die Gitarren stampfen wĂŒtend auf dem Boden, wĂ€hrend eine schon fast ruhige Stimme die Textzeilen krĂ€chzt. Insbesondere die leisen Zwischentöne lassen den Song in unterschiedlichen Facetten erstrahlen, und entfĂŒhren die Gedankenreisen irgendwo zwischen Agonie und Einsamkeit. Besonders in Kombination mit dem Albumcover, entfaltet der Song seine gesamte Kraft und brettert sich erbarmungslos durch unterschiedliche GefĂŒhlsebenen. Gerade das GefĂŒhl, das hier transportiert wird, ist das, was vielen Black Metal Bands heute abhanden gekommen ist und hier sehr hoch im Kurs steht.

Fazit: Hier wurden Emotionen auditiv eingefangen und durch Nihilismus, Einsamkeit und Abkehr („fort von den Menschen“) verstĂ€rkt. Der inneren Rebellion gegenĂŒber dem Gesamtbild der Menschheit und der Fokus auf das eigene Selbst wurde hier ein eindrucksvoller Soundtrack verpasst, der auf das Album neugierig macht. Die EP ist definitiv Pflicht fĂŒr jene, die Black Metal nicht nur mögen, sondern die Emotionen intensiv erleben möchten.

4 von 6 Punkten

Radu

REVIEW: SUMMONING

Posted by Radu On Januar - 20 - 2018

WITH DOOM WE COME

summoning_doomSchnelle Veröffentlichungen waren noch nie die StĂ€rke von Protector und Silenius. Auch die Orientierung an Erwartungshaltungen gehen den beiden Herren seit der GrĂŒndung gepflegt am Arsch vorbei. So nimmt man sich die Zeit die es braucht, um den Nachfolger zu „Old MorningÂŽs Dawn“ einzuspielen und schon sind die Fans 5 Jahre Ă€lter geworden.

„With Doom We Come“ hat hat gleich zwei große StĂ€rken im GepĂ€ck: einerseits sind alle bekannten Eigenheiten (sĂ€gende Gitarren, Ambient Songwriting und Herr der Ringe Thematik) mit an Bord. Gleichzeitig wurde hier sehr detailverliebt zu Werke gegangen und einige Neuerungen eingespielt. Dies merkt man bereits beim Opener ÂŽTar-Calion`, der nicht gewohnheitsmĂ€ĂŸig als Intro herhalten muss, sondern direkt als vollwertiger Track auf den Tisch gepackt wird. Die gesprochenen Passagen lassen schnell Hörspielfeeling aufkommen und die Balance zwischen Ambient,Folk und Black Metal wird vom Beginn bis Ende des Albums auf intensivster Ebene durchgezogen. `Silvertine` schleicht sich mit Schellen und Pauken an, ehe die griffigen Gitarrenlinien einsetzen. Besonders schön die Steigerung mit Keyboards und Chören, bei denen 100%iges Bathory Feeling aufkommt. Auf knapp 9 Minuten haben SUMMONING hier ihre gesamten StĂ€rken gebĂŒndelt und den Nachfolger zu `Passing Of The Grey Company` geschaffen, den ich bisher mit der Band verbunden hatte. Dezente PianoklĂ€nge,Posaunen und sowohl krĂ€chzender,als auch cleaner Gesang ergießen sich zu einem epischen Mittelerde – Moment, der seit Tagen nicht mehr aus meinen Boxen (oder dem LangzeitgedĂ€chtnis) weichen will.

`Carcharoth ` kommt sehr viel knarziger und old school mĂ€ĂŸiger einher, versöhnt jedoch durch seine sphĂ€rischen Keyboards und den (beinahe cleanen) Gesang.`Herumor `hĂ€tte auch problemlos auf dem VorgĂ€ngeralbum seinen Platz gefunden; eigentlich nichts besonderes, aber irgendwie wohnt auch diesem StĂŒck ein Zauber inne, dem ich mich nicht entziehen kann. `Barrow-downs ` ist der instrumentale LĂŒckenfĂŒller, ehe `Night Fell Behind `uns irgendwo zwischen der „Dol Guldur“ und bisher Unbekanntem trĂ€umen lĂ€sst. Der Ambient Einschlag kommt hier besonders zur Geltung, ohne seine schwarzen Krallen zu verlieren. `Mirklands `ist ein weiterer Langzeitgast in den Ohren; geht es gemĂ€chlich mit einem Pianopart los, wĂ€chst der Song im Laufe seiner 11 Minuten, wĂ€hrend sich in seinem Schatten das Black Metal Feeling der 90er, Doom Elemente und FolkeinschlĂ€ge widerspiegeln. Die Spielzeit vergeht wie im Flug und auch nach mehrfachen DurchlĂ€ufen gibt es Neues zu entdecken. Am Ende der Reise wartet der Titeltrack und bleibt besonders aufgrund seiner charismatischen Gesangslinien und den FlöteneinsĂ€tzen hĂ€ngen. Man sieht vor dem inneren Auge eine Schar von Elben auf ihrem letzten Marsch in Richtung Meer ziehen und im nĂ€chsten Augenblick einen jungen Mann alte Schriften entdecken, in denen von fernen Zeitaltern aus Mittelerde berichtet wird.

Insgesamt sind die Zutaten bereits bekannt und bewĂ€hrt. Faszinierend ist, wie geschickt SUMMONING alle Elemente vereinen, ohne auch nur ansatzweise in irgendwelchen Kitschwassern zu fahren. Eigentlich könnte man das Album als „gut“ abnicken und fertig. Allerdings hat „With Doom We Come“ etwas, was mir seit vielen Jahren gefehlt hat: die AtmosphĂ€re, die mich einnimmt und die Außenwelt komplett abschirmt. Das Album hat auf mich etwa die Wirkung, wie der Ring auf Gollum: ich weiß, was mich darauf erwartet und es gibt bestimmt massig bessere Alben. Allerdings lĂ€sst mich die AtmosphĂ€re nicht los und ich will mich einfach nicht von der Platte lösen. Die Liebe zum Detail, das Herzblut und das GefĂŒhl sind hier zu intensiv, um das Album im CD Regal oder auf der Festplatte versinken zu lassen. Wer sich das Rundum-Sorglos-Paket gönnen will, dem sei das Box Set empfohlen, in dem mal eben eine Bonus CD (2 Songs), Flagge, Patch und ein Ring beiliegen.

Fazit: Ein Mittelerde Soundtrack im schwarzmetallischen Ambient Gewand. Dazu die intensivste SUMMONING AtmosphĂ€re, die ich seit Jahren vermisst habe und eine wertvolle Erkenntnis: auch wenn wir in der heutigen (schnelllebigen) Zeit mit Musik gefĂŒttert werden, gibt es noch Bands, die kompromisslos ihr Ding durchziehen und entsprechend viel Zeit in ihr Album investieren. Wenn man als Hörer auch entsprechend viel Zeit in das Album steckt, wird man mit einem intensiven Trip belohnt, der old school Fans erfreuen und neugierige Ohren definitiv aufhorchen lassen wird.

5/6 Punkten

Radu

REVIEW:SAMAEL

Posted by Radu On Oktober - 23 - 2017

HEGEMONY

samaelhegemonycdWer hĂ€tte gedacht, daß SAMAEL auf ihre Ă€lteren Tage noch einmal eine richtige großtat begehen können? Nicht daß ich sie abgeschrieben hĂ€tte, allerdings fehlte mir auf ihren letzten Alben etwas, das ich nicht definieren konnte. Aber was ist es genau, was mir fehlte? Die Alben waren alle gut produziert, von der Instrumentierung war alles OK, aber doch fehlte mir das gewisse etwas. Nach einigen DurchlĂ€ufen der „Hegemony“ weiß ich, was ich auf den letzten Alben vermisst habe: die bösartige Finsternis.

Die Schweizer Garde lĂ€sst sich nicht lange bitten, und lĂ€sst gleich zu Beginn den Titeltrack von der Kette, wobei die AtmosphĂ€re einem schwarzen Loch gleicht, das alles verschlingt. Vorph grollt seine Vocals haßerfĂŒllt wie seit Jahren nicht mehr, der Drumcomputer ist steril und tight, wird jedoch perfekt von unheilvollen SynthesizerklĂ€ngen ergĂ€nzt, wĂ€hrend sich knackige Riffs durch den Gehörgang stampfen. Der Gesangspart bleibt bereits nach dem ersten Durchlauf kleben, verbeißt sich gleichzeitig ins LangzeitgedĂ€chtnis. `Angel of Wrath` schleicht sich bedrohlich wie ein grollendes Gewitter heran, ehe es in seinem eigens geschaffenen Kosmos detoniert. Die Lyrics sind ebenfalls herrlich unkonventionell und bezeichnen den Satanismus ausschließlich von seiner kosmischen Freidenkerseite, fernab von klischeehaften WaldschratattitĂŒden, die im Winter durch den Wald rennen. `Rite Of Renewal` lĂ€sst SAMAEL in all seinen Facetten durchscheinen, ehe mit `Red Planet` mein persönlicher Favorit die Boxen ausblutet. Mit angezogener Handbremse versucht man sich gegen immune GehörgĂ€nge zu kĂ€mpfen, ehe man mit knackigen Riffs und leicht verspielten Synthesizern wĂŒtend aufstampft und seinen Hass mit Hilfe von gĂ€nsehautartigen Stakkato Passagen brutal durchdrĂŒckt. Mit `Black Supremacy`schafft man den Spagat zwischen elektronischen Elementen und Black Metal Raserei (deren Riffs anscheinend noch von dem „Above“ Album ĂŒbrig geblieben sind), garniert alles jedoch mit bedrohlichen Keyboards und einem Gesang, der die Faust kontinuierlich in die Fresse schlĂ€gt.

Ich könnte jetzt die anderen Songs weiter analysieren, doch beschrĂ€nke ich mich mich auf die Kernelemente; einige Schnipsel kommen einem teilweise bekannt vor, weil sie den Flair alter Tage atmen und in neues Gewand gepackt wurden. Die Mischung aus sterilem Drumcomputer, Synthersizern, Riffs und aggressiven Vocals gehen auf, wie seit langem nicht mehr und erschaffen endlich die AtmosphĂ€re, die ich in den Anfangstagen liebte und endlich wieder zurĂŒckbekommen habe. SAMAEL scheren sich wie frĂŒher einen Dreck, was die Welt ĂŒber die denkt und ziehen kompromisslos ihren Stiefel durch. Herausgekommen ist das „Passage 2.0“ Album, das ich mir immer gewĂŒnscht habe.

5/6 Punkten