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Northern Silence LABELPORTRAIT

Posted by Radu On Juni - 14 - 2019

Northern Silence Banner

Metalheadz des Ă€lteren Semesters kennen noch die Zeiten, in denen es kein Internet, YouTube und Social Media gab. EMP und NUCLEAR BLAST waren unsere Bibel, bei denen man regelmĂ€ĂŸig seine Sammlung aufstockte. Fans des erlesenen Black Metals erfreuen sich seit 2003 an dem Label NORTHERN SILENCE, das neben einem extrem abwechslungsreichem Angebot (von rĂ€udig, bis symphonisch sind alle Black Metal Arten vertreten) auch noch den alten Spirit lebt: mit Herzblut prĂ€sentierte Bands, teilweise limitierte SammlerstĂŒcke und ein schöner Mix aus Vinyl, CD und Shirts. Wir sprachen mit dem Chef Torsten ĂŒber sein langjĂ€hriges Soloprojekt, Sammelleidenschaft und einigen Bands.

Hallo Torsten und erstmal vielen Dank fĂŒr deine Zeit! Bitte stell den Leuten, die Northern Silence noch nicht kennen, kurz vor.

Das Label wurde 2003 von mir gegrĂŒndet und wird seitdem als „Soloprojekt“ betrieben. Die ersten beiden Releases waren ein exklusives NĂ„strond Shirt und Endstille’s «FrĂŒhlingserwachen» Album auf Vinyl in 2003. Danach ging es stetig bergauf, mit etwa 10-15 Neuveröffentlichungen pro Jahr. Zu den nennenswertesten Releases der Anfangsjahre gehören u.a. Katatonia’s „Brave Murder Day“ Album auf Vinyl sowie die Debut-Veröffentlichungen von Amesoeurs, Fen und Nasheim.

ErzĂ€hl uns bitte noch etwas ĂŒber die Entstehungsgeschichte; wie kam es zur GrĂŒndung und wie hat sich alles entwickelt?

Ich war seit Mitte der 1990er Jahre Vinylsammler und hatte durch viel Tauscherei und SchnĂ€ppchenjagd auf eBay und anderswo eine beachtliche Menge an Black Metal TontrĂ€gern gesammelt, die ich zum Teil doppelt besaß und wieder verkaufen oder tauschen konnte. Als Sammler ist man ja darauf bedacht, RaritĂ€ten im bestmöglichen Zustand zu ergattern, und nicht ganz so schöne Exemplare wieder loszuwerden. So hatte sich im Verlauf einiger Jahre ein kleiner Mailorder entwickelt, der vor allem als Anlaufstelle fĂŒr Sammler von Black Metal RaritĂ€ten galt. Dadurch, dass ich Gewinne immer wieder in neue EinkĂ€ufe steckte, wuchsen sowohl Bestand als auch Kundenstamm immer weiter. 2003 fasste ich schließlich den Entschluss, kĂŒnftig mein eigener Chef zu sein und schlug den Weg in die SelbstĂ€ndigkeit ein.

katatonia-danceBei dem Namen Northern Silence musste ich direkt an die Katatonia EP „Jhva Elohim Meth“ und den Song `The Northern Silence` denken. War das der Grund fĂŒr die Namensgebung? Schließlich passt es von der AtmopshĂ€re und den Bands sehr gut (extrem vielschichtiger Black Metal mit tonnenweisen melodischen EinflĂŒssen).

Das war tatsĂ€chlich der Grund. Katatonia waren Mitte der 90er meine absolute Lieblingsband, und „Dance of December Souls“ ist nach wie vor fĂŒr mich das beste Album aller Zeiten. Wie sich im Laufe der Zeit herausstellte, hat „Northern Silence“ noch eine weitere signifikante Bedeutung fĂŒr mein Leben, auf die ich hier jedoch nicht nĂ€her eingehe, weil sie nichts mit Musik zu tun hat.

Ihr habt eine eine große Palette von Bands, die sich unterschiedlichen Subgenres des Black Metal verschrieben haben. Wie kommt der Kontakt zustande? Klopfen die Bands bei euch mit den Demos an?

Entweder schicken die Bands ihr Material, oder ich frage an, wenn mir ihre Musik gefÀllt. Das lÀuft sicher bei den meisten Labels nach diesem Schema ab.

Es gibt meiner Meinung nach keine einzige Veröffentlichung, die nicht mit jedem Tropfen Herzblut gefĂŒllt ist. Sei es bei den Shirts, den limitierten Digipacks oder den extrem schön aufgemachten Schallplatten!

Soweit ich Einfluss darauf nehmen kann, versuche ich, die Releases auch optisch aufzuwerten. Ich habe erst im Laufe der Zeit erkannt, wie extrem wichtig gute Cover Artworks fĂŒr den Erfolg einer Veröffentlichung sind. In den letzten Jahren habe ich deshalb auch angefangen, ab und zu ein Veto einzulegen, und Releases optisch teilweise komplett umzukrĂ€mpeln. Ein Beispiel wĂ€re das ziemlich hochkarĂ€tige Debutalbum von Malist, das nach RĂŒcksprache mit dem KĂŒnstler ein neues Logo, ein neues Artwork und einen neuen Albumtitel verpasst bekam. Auch die unglaublich geile EP von Haimad, fĂŒr mich persönlich die beste VÖ 2019, musste ich mit anderem Artwork veröffentlichen, als die Band ursprĂŒnglich vor hatte, um der genialen Tonkunst gerecht zu werden. Der Erfolg bestĂ€tigte diese Entscheidungen und hat mich darin bestĂ€rkt, noch mehr auf meine Intuition zu hören.

Auch unabhĂ€ngig vom Erscheinungsbild halte ich eine hochwertige Verpackung und mithin eine strenge Limitierung fĂŒr wichtig, speziell in einer Zeit, wo mehr und mehr Musik digital verkauft wird. Ein Sammler sollte immer etwas Wertiges fĂŒr seine hart verdiente Kohle bekommen, das idealerweise im Laufe der Jahre an Sammlerwert gewinnt, und einem nicht irgendwann an jeder Ecke fĂŒr Dumpingpreise hinterhergeworfen wird.

Der Vertrieb lĂ€uft sowohl physisch (CD und Vinyl), als auch digital ĂŒber Bandcamp. Was bevorzugst du als Musikliebhaber persönlich eher?

Ganz klar physische Releases. Aus Sicht eines Sammlers natĂŒrlich Vinyl, aus Sicht des Pragmatikers, der ich im Laufe der Zeit geworden bin, CDs. Northern Silence hat deshalb auch erst im Oktober 2018 eine eigene Bandcamp-Seite bekommen, Jahre spĂ€ter als die meisten anderen Labels.

Lass uns einen Blick auf einige KĂŒnstler werfen: ELDAMAR liefern mit „A Dark Forgotten Past“ eine sehr atmosphĂ€risches Album ab, das zwar im Black Metal verwurzelt ist, sich durch seine Innovation allerdings vom reinen aggressiven GeknĂŒppel abhebt. Wie empfindest du das Album und was hast du gedacht, als du es das erste Mal gehört hast?

Ich dachte, es klingt wie das Debut, haha. Im Ernst, viele Fans hatten mit einer Weiterentwicklung gerechnet, aber der KĂŒnstler zog es vor, den Stil, der sein Projekt so beliebt gemacht hat, einfach noch etwas zu verfeinern. Eldamar war definitiv eine Überraschung, was den Erfolg angeht. Zumindest in dem Ausmaß war ich davon absolut positiv ĂŒberrascht.

Ich weiß noch, als ich damals aus dem Bauch heraus die „Aura“ von SAOR bestellt habe und mich der Mix aus Highland Feeling, Raserei und AtmosphĂ€re (Flöte, Dudelsack, Frauenstimme; hier war einfach alles dabei) an die Wand getackert hatte. Leider ist Andy Marshall nicht mehr bei euch an Bord. Wie war die Kooperation mit ihm und könnte es zu einer weiteren Zusammenarbeit kommen?

Die Kooperation lief im Grunde ausgezeichnet. Leider kam es im Zuge zweier Veröffentlichungen zu Verzögerungen und Problemen im Presswerk, auf die ich keinen Einfluss hatte. FĂŒr Andy, der es nicht gewohnt ist, dass es mit Presswerken eigentlich stĂ€ndig Probleme gibt, war das vielleicht einer der Punkte, die zum Fortgang fĂŒhrten. Avantgarde ist jedoch ein großartiges Label und Andy weiß genau, was er tun muss, um den Erfolg seiner Band weiter zu vergrĂ¶ĂŸern. Von daher hat er sicherlich die richtige Entscheidung getroffen. Ich verstehe das vollkommen und bin dankbar dafĂŒr, dass ich drei seiner Alben veröffentlichen durfte.

EMYN MUIL klang fĂŒr mich mit „TĂșrin Turambar Dagnir Glaurunga“ im ersten Augenblick wie eine billige Summoning Kopie. Nach einigen DurchlĂ€ufen dieser gefĂŒhlten 100. Tolkien Band packte mich allerdings der Charme von den StĂŒcken und irgendwann hatte ich mir das Album schön gehört, das es immer noch ein Geheimtipp fĂŒr mich ist. Wie empfindest du das Album heute?

Es ist ein Stil, der inzwischen viele Atmospheric Black Metal Fans anspricht. Nicht umsonst entstanden nach der Veröffentlichung von Caladan Brood’s „Echoes of Battle“ so viele Bands mit Summoning-Einfluss. Die Österreicher haben zweifellos eine eigene Nische geschaffen, und fĂŒr mich gehört Emyn Muil zu den Bands, die am ehesten das Potential haben, in die Fußstapfen von Summoning zu treten.

Ein Ă€hnliches Schönhören hatte ich auch bei ERED WETHRIN mit „Tides Of War“. Irgendwie fehlte mir das die eigene IdentitĂ€t, obwohl die Melodien packten und die Summoning Wurzeln unverkennbar waren. Wie kam es damals zur Zusammenarbeit?

Zur Zusammenarbeit kam es infolge der Caladan Brood Veröffentlichung. Die IdentitĂ€ten von Shield Anvil und Mortal Sword sind inzwischen wohl ein offenes Geheimnis. Am direkten Vergleich zwischen Caladan Brood, Gallowbraid und Ered Wethrin erkennt man jedoch, wem von beiden ein Übermaß an songwriterischem Können in die Wiege gelegt wurde, und wer es sich erarbeiten muss.

Caladan BroodCALADAN BROOD spielten sich bereits mit den ersten Tönen von „Echoes of Battle“ direkt in mein Herz. Unfassbar, was diese Truppe mit ihrem DebĂŒt abgeliefert hatte; Summoning haben Jahre gebraucht, um derart atmosphĂ€risch zu klingen, was Caladan Brood mal eben so gelingt. Auch die Vinyl Version ist einfach zum Niederknien und es fĂ€llt mir schwer, jetzt nicht erneut in JubelgesĂ€nge auszubrechen. Wie kam es zur Zusammenarbeit, wird es noch Nachschub geben und falls ja ab wann? Gab es viele positive Reaktionen auf diese Scheibe?

Da ich bereits durch Gallowbraid mit Jake Rogers, neben Steven Smith von Ered Wethrin dem Genie hinter Caladan Brood, zusammenarbeitete, und ich außerdem seit „Minas Morgul“-Zeiten großer Summoning-Fan bin, musste ich nicht lange ĂŒberlegen, als Jake mir von Caladan Brood erzĂ€hlte, und nahm die Band sofort unter Vertrag. Interessanterweise hatte ich auch die bis dahin erschienenen BĂ€nde von Steven Erikson’s „Malazan Book of the Fallen“ allesamt verschlungen, so dass ich auch inhaltlich bestens mit dem Konzept der Band vertraut war.

Ob da irgendwann noch ein weiteres Album erscheint, steht leider in den Sternen. Steven wĂŒrde vermutlich gern noch eins veröffentlichen, aber ohne Jake wĂ€re es nicht Caladan Brood. Bis es vielleicht irgendwann soweit ist, mĂŒssen sich die Fans jedenfalls mit „Echoes of Battle“ begnĂŒgen. FĂŒr mich persönlich ist es DAS Epic Black Metal Album schlechthin, an dem sich alle anderen Bands messen mĂŒssen. Die positiven Reaktionen darauf waren und sind ĂŒberwĂ€ltigend, und das Album ist auch die bei weitem erfolgreichste Northern Silence Veröffentlichung.

Ich weiß noch, als ich DÄMMERFARBEN mit „Im Abendrot“ zum ersten Mal aufgelegt hatte. Eine romantische Antwort auf Empyrium, allerdings ohne nur kopieren zu wollen. Gibt es die Band ĂŒberhaupt noch?

Habe schon lange nichts mehr von ihnen gehört.

Ich hatte das GlĂŒck einmal die Jungs von HERETOIR live zu treffen, als sie mit Alcest in Oberhausen gespielt haben. Soweit ich weiß, ist die Band immer noch bei euch an Bord. Wie lĂ€uft es bei euch und wie kam es eigentlich zur langjĂ€hrigen Zusammenarbeit?

Heretoir wurde gesignt, als es noch ein Soloprojekt von David war. Inzwischen hat sich Heretoir zu einer vollwertigen und musikalisch wie konzeptionell herausragenden Band entwickelt, was mit „The Circle“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde. Es steht noch ein weiteres Album aus, das bereits in Arbeit ist, dann ist der Vertrag mit Northern Silence erfĂŒllt und ich gehe stark davon aus, dass die Band im Anschluss bei einem grĂ¶ĂŸeren Label unterschreiben wird – vielleicht Prophecy Productions, wo sie vom Stil her gut passen wĂŒrden.

MÖRKER haben mich damals mit ihren packenden Riffs sofort in den Bann gezogen. Ich glaube, daß es auch damals fĂŒr mich eine weitere BestĂ€tigung war, dass ich mit den Bands von Northern Silence generell sehr gut klar kam und fast jeder Kauf ein Volltreffer war. GibtÂŽs die Band eigentlich noch?

Auch von Mörker habe ich schon lange nichts mehr gehört. Das letzte Lebenszeichen war vor einigen Jahren eine Anfrage, ob ich eine 7“ mit neuem Material veröffentlichen wĂŒrde, wozu es aber augenscheinlich nie kam. Ich nehme an, dass die Band in ihrer damaligen Form nicht mehr existiert.

Einen weiteren Kniefall vor meiner Anlage können GALLOWBRAID bei mir verzeichnen, wo „Ashen Eidolon“ endlich wieder veröffentlicht wurde (sogar auf Vinyl). DafĂŒr erstmal ein fettes DANKE, da ist ein Traum fĂŒr mich in ErfĂŒllung gegangen (inklusive geilem Longsleeve). ErzĂ€hl uns bitte darĂŒber, wie die Veröffentlichung zustande gekommen ist.

Wie vorher schon angedeutet, halte ich Jake Rogers, der sowohl Gallowbraid als auch Caladan Brood zu dem gemacht hat, was sie sind, fĂŒr einen begnadeten und absolut herausragenden KĂŒnstler. Das war mir sofort bewusst, als ich seinerzeit die Demosongs von Gallowbraid auf Myspace hörte, weshalb ich ihn auch ohne zu zögern unter Vertrag nahm. Der einzige Nachteil ist, dass es Jake völlig egal zu sein scheint, wie gut seine Werke ankommen, und er sich von Erfolg nicht im Geringsten beeinflussen lĂ€sst. Das spricht einmal mehr auch fĂŒr seine Persönlichkeit, jedoch zum Leidwesen aller Fans, die seit Jahren auf neues Material von Gallowbraid oder Caladan Brood warten. Im Moment scheint jedenfalls seine Heavy Metal Band Visigoth die unangefochtene Nr.1 zu sein, in die er am meisten Zeit investiert. DarĂŒber hinaus ist er aber in anderen Bands aktiv und schreibt auch ab und zu neues Material fĂŒr Soloprojekte. Eines davon ist Tower Wraith, ein traditionelles Black Metal Projekt im Stile der 90er. Das Debut ist bereits unter Dach und Fach, stilistisch natĂŒrlich wie geschaffen fĂŒr Northern Silence, und erscheint voraussichtlich irgendwann in den nĂ€chsten 10 Jahren ;)

Erebos, Ruadh, Haimad, die Liste der letzten Neuveröffentlichungen ist lang und ich entdecke immer noch Neues auf diesen Scheiben. Auch die Tatsache, dass es sich um limitierten Digipacks handelt lÀsst bei mit die unbezÀhmbare Sammelwut nicht stillstehen. Was lÀuft eigentlich besser, Bandcamp/digital oder physische Alben?

Mein Fokus liegt weiterhin auf physischen Releases. Downloads sind Zusatz und einfach der gegenwĂ€rtigen Entwicklung geschuldet. NatĂŒrlich gehen die Verkaufszahlen von CDs immer mehr zurĂŒck, was neben dem extremen Überangebot vielleicht auch ein wenig durch den Vinylboom der letzten Jahre verursacht wurde, aber da werden einfach die Limitierungen entsprechend verringert, damit kein Überangebot entsteht. Als Sammler macht man beim Kauf der neueren Northern Silence Releases bestimmt nichts falsch, egal ob CDs oder Vinyl, und als Fan hoffentlich auch nicht.

Caladan Brood vinylIch habe generell das GefĂŒhl, das Northern Silence sich noch in den 90ern befindet, wo man Alben unbekannter Bands noch nach Cover, wenigen Worten Promotext oder BauchgefĂŒhl kauft, ohne großartig Reviews lesen zu mĂŒssen oder bei YouTube reinhört (was mir sehr gut gefĂ€llt). Ist es das, was du auch mit dem Vertrieb der Musik erreichen möchtest?

Ich lege nicht viel Wert auf Reviews, weil sie immer nur die subjektive Meinung eines Einzelnen widerspiegeln. Das Caladan Brood Album z.B. landete seinerzeit auf dem drittletzten Platz im Soundcheck des Rock Hard. Wieso soll man da als Fan nicht lieber Youtube nutzen, um sich selbst ein Urteil zu bilden, anstatt Reviews von Leuten zu lesen, die vielleicht einen ganz anderen Geschmack haben? Das ist aber auch eine Frage der Persönlichkeit. Mich tangieren andere Meinungen kaum, wenn es um subjektive Dinge wie Musikgeschmack geht. Dennoch ist mir klar, dass der Mensch ein Herdentier ist, und viele Fans von der Meinung anderer beeinflusst werden. Von daher freue ich mich ĂŒber positive Reviews von Northern Silence Releases, betreibe aber keine exzessive Promo in dieser Richtung. Von den etwa 300 EmpfĂ€ngern in der Promoliste verfassen am Ende vielleicht 10 ein Review. Ich frage bei den anderen 290 nicht nach, ob sie das nicht auch tun möchten. Wer nicht will, der hat schon.

Wie lĂ€uft es eigentlich mit der Website? Du hattest einen Aufruf gestartet, dass die Website neu gestaltet werden sollte, nachdem eine ursprĂŒngliche Zusammenarbeit nicht geklappt hat. Wie ist der aktuelle Stand und gibt es weitere PlĂ€ne fĂŒr die Zukunft?

Es ging dabei um den Online-Shop, der mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Die Anzahl an Bestellungen und der damit verbundene Arbeitsaufwand haben mittlerweile Dimensionen angenommen, wo ich als EinzelkĂ€mpfer jedes Mal in arge BedrĂ€ngnis komme, wenn einige hochkarĂ€tige Veröffentlichungen anstehen. 2019 herrschte von Januar bis Mai fast durchweg Ausnahmezustand, und das ist auf Dauer nicht gesund. Ein moderner Webstore wird mir durch Automatisierung sehr viel Arbeit abnehmen, und meinen Kunden ein angenehmeres Einkaufserlebnis bescheren. Der neue Shop ist inzwischen in Arbeit und wird voraussichtlich im August online gehen. Mehr Infos gibt’s zu gegebener Zeit auf Facebook und via Newsletter.

Was denkst du eigentlich ĂŒber die Entwicklung von KATATONIA? Ich gehe zumindest mal stark davon aus, dass du auch ein Fan bist; hörst du sie immer noch, obwohl sie den atmosphĂ€rischen Black Metal abgestreift haben und sich eher der progressiven Schiene verschrieben haben? (Meiner Meinung ist das „Dance of December Souls Album“ eines der genialsten Alben, das je auf die Menschheit losgelassen wurde. Falls du Bock auf ein Katatonia Special hast, gönn es dir hier.)

Ich liebe die ersten drei Veröffentlichungen ĂŒber Alles. Von „Brave Murder Day“ war ich seinerzeit so enttĂ€uscht, dass ich die „Autumn Wilderness“ Tour, die Katatonia damals mit In The Woods spielten, boykottieren musste – eine Sache, die ich noch heute sehr bereue. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mit dem Album warm geworden bin. Inzwischen mag ich es ganz gern. Dennoch ist es fĂŒr mich meilenweit von den vorherigen Meisterwerken entfernt. An die spĂ€teren Releases ab „Discouraged Ones“ bin ich erst nach der Jahrtausendwende herangekommen, und alles, was nach „Viva Emptiness“ erschien, gibt mir einfach gar nichts mehr. Zum GlĂŒck haben sie in den 90ern ihr Logo geĂ€ndert.

Dead LimbsFrĂŒher kamen die Black Metal Bands ĂŒberwiegend aus Norwegen, Skandinavien und aus Schweden. Mittlerweile gibt es viele geniale Bands aus Amerika. Wie siehst du diese Entwicklung?

NatĂŒrlich gab es auch damals schon zahlreiche gute Black Metal Bands in anderen LĂ€ndern, aber Skandinavien war schon aufgrund der Masse an hochkarĂ€tigen Bands eine Macht. Viele andere LĂ€nder haben lĂ€ngst aufgeholt, nicht zuletzt durch die Möglichkeiten der modernen Aufnahmetechnik, wo KĂŒnstler praktisch alles selbst machen können, und der Verbreitung ĂŒber das Internet. Es gibt mittlerweile fast ĂŒberall gute und großartige Bands. Am meisten umgehauen hat mich seinerzeit „Spiritus/Sulphur“ von Dead Limbs, drei 17-jĂ€hrigen Teenagern aus Brasilien, die auf dem Album einen ultragenialen Black Metal zelebrieren, den ich eher aus Schweden oder Polen erwartet hĂ€tte. Ich habe gelernt, die Herkunft völlig außer Acht zu lassen, und einfach nur die Musik auf mich wirken zu lassen. Dennoch werden Norwegen und Schweden fĂŒr mich immer die Wiege des Black Metals sein, den ich am meisten schĂ€tze. Nicht umsonst nehme ich gern Bands unter Vertrag, die den Geist der damaligen Zeit in sich tragen, seien es „alte Hasen“ wie Haimad, oder Newcomer wie NornĂ­r oder Malist.

Vielen Dank fĂŒr deine Zeit und das Interview! Noch einige abschließende Worte an unsere Leser?

Ich bedanke mich fĂŒr die Möglichkeit, einen Einblick in das Schaffen von Northern Silence geben zu können, und dass ich den Lesern einige der Bands nahebringen durfte. Northern Silence wird bis auf weiteres als Soloprojekt im Untergrund tĂ€tig sein und hoffentlich ab und zu mit aus der Masse herausragenden Releases auf sich aufmerksam machen. Bei dieser Gelegenheit noch ein kleiner Tipp fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte – das Debutalbum von Arctos aus Kanada. Genialer, melodischer Black/Death Metal, der auch zu Schweden’s Glanzzeiten hĂ€tte entstanden sein können. Unbedingt anchecken! Infos und Hörproben gibts bald.

Wer auch nur ansatzweise etwas mit Black metal anfangen kann, sollte unbedingt einen Blick auf die Homepage von NORTHERN SILENCE werfen. ACHTUNG: nach dem Betreten und den ersten Hörproben besteht (besonders fĂŒr Sammler physischer TontrĂ€ger und Shirts) schnell Suchtgefahr! Wir haben euch gewarnt…

In diesem Sinne: viel Spaß beim Stöbern und support Northern Silence!

Radu

WILDFEST 2019 (Nachbericht)

Posted by Andrea On Juni - 12 - 2019

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Das WILDFEST 2019 fand am 25.05.2019 in Geraardsbergen in Belgien statt. Jedes gute Festival beginnt schon mit der Fahrt dorthin, so auch dieses. Am frĂŒhen Samstagmorgen machte ich mich mit meiner “Reisegruppe” auf nach Belgien. Von Hamburg aus ist es ein wenig weiter, allerdings hat sich jeder Kilometer, jedes Lied im Radio und jedes GesprĂ€ch auf dem Weg dorthin schon alleine gelohnt. Dieses sollte aber mit einem verdammt guten Festival noch gekrönt werden. Nachdem wir nach sechs Stunden Fahrt unser Zimmer bezogen und uns “glitternd gestyled” haben, sind wir losgefahren zur Location. Der Club “JC de Spiraal” war wirklich leicht zu finden, denn es liefen ja genug “Wildlings” durch den Ort. Also Parkplatz suchen und bei schönstem Wetter die belgische Kleinstadt genießen. Am de Spiraal angekommen, ging es ĂŒber einen Hinterhof in die Eventlocation.

RAIDER1Durch die gute Organisation verlief der Einlass zĂŒgig und wir waren pĂŒnktlich zur ersten Band vor Ort. Diese wollte ich auf keinen Fall verpassen, denn RAIDER hatte ich schon einmal sehen dĂŒrfen. RAIDER lieferten die volle Ladung Old School Hard Rock ab. Sie waren ein wĂŒrdiger Opener fĂŒr dieses wundervolle Fest. FĂŒr die frĂŒhe Stunde, standen schon einige vor der BĂŒhne und feierten RAIDER in ihrer 40-minĂŒtigen BĂŒhnenzeit. Ich denke, von dieser Band werden wir in Zuklunft noch einiges hören – irgendwie so ein BauchgefĂŒhl von mir.

DSC00552 (1) (1)Nach einer Umbaupause von 20 Minuten folgte nun gleich das zweite Highlight des Tages. SNAKEBITE betraten die Bretter der BĂŒhne. Sie sind immer wieder jede Reise wert. Auch an diesem Nachmittag erfĂŒllten sie alle meine Erwartungen. Die Halle fĂŒllte sich so auch deutlich und man merkte, dass SNAKEBITE auch hier beim WILDFEST ihre Fans haben. So wurden vom Publikum die Songs mitgesungen und die Band gut bejubelt. Dominik Wagner, der SĂ€nger, versprach zu Beginn des Auftrittes ein hartes und schnelles Set und genau dieses servierten SNAKEBITE. Mit „Princess of Pain“, „Two Desperate Hearts“ oder aber „Heros oft the Unknown“ fĂŒhrten sie durch ihr Programm. Außerdem gab es auch etwas Besonderes zu hören. SNAKEBITE spielten einen Song namens „Feels like Fire“. Mit diesem Song haben sie ein ziemlich altes StĂŒck rausgekramt. Es stammt noch aus der Zeit vor SNAKEBITE. FĂŒr diesen Song legte Dominik Wagner sogar seine Gitarre beiseite. Ein sonst eher seltenes Bild.

AERODYNENach diesem Slot war ich dann doch schon recht verschwitzt und brauchte erst einmal ein kĂŒhles GetrĂ€nk. Weiter im Programm ging es erst einmal mit eher unbekannteren Bands (also fĂŒr mich), die jedoch den bisherigen Bands in keinster Weise nachstanden. So spielte z.B. AERODYNE als dritte Band. Auch sie hatten eine BĂŒhnenzeit von wiederum 40 Minuten. AERODYNE kommen aus Schweden und brachten schön scheppernden 80er- Jahre-Heavy Metal. Bis zu diesem Moment wirklich die hĂ€rteste Band des Tages. Keine Ruhemoment fĂŒr ihre Fans. Man sah deutlich, dass Sie richtig viel Spaß hatten.  Das Bier floss sowohl auf der BĂŒhne (also eben auch bei den Bands) und auch bei den Besuchern des WILDFEST. Nach ihren Gigs mischten sich die Bands auch gerne spĂ€ter mit unter das Publikum und es war einfach “PARTY” angesagt.

FĂŒr Verpflegung gab es einen Imbisswagen. Hier konnte man richtig gute Burger bekommen, aber auch viele andere Speisen, so dass fĂŒr jeden etwas dabei war. Die Ecke um den Imbiss herum war sehr gemĂŒtlich, denn hier trafen sich die Leute und man kam beim Essen in GesprĂ€che mit Bands und Festivalbesuchern. Wie ich feststellen durfte, war das Publikum international gemischt. Die Besucher mit der weitesten Reise, kamen aus den USA. Die Stimmung war durchgĂ€ngig weit oben.

WILDHEART2Nun aber weiter mit der nĂ€chsten Band. Jetzt sollten die Lokalmatadoren von WILDHEART folgen. Sie nutzten den Auftritt auf dem WILDFEST als Albumrelease-Party. Ihr neues Album heißt „No Love“. Mit dieser Scheibe heizten sie dem Publikum ordentlich ein und spielten, als gĂ€be es kein Morgen mehr. Man sah ihnen die Freude an, dass sie endlich ihr neues Album auf die Menschheit loslassen konnten. Ihr Sound erinnert ebenso an den Hard Rock der 80er Jahre wie auch ihre Outfits. Trotzdessen sind sie jung, dynamisch und hungrig nach Erfolg. Alles in allem sollte man, wie eigentlich bei jeder der Bands des WILDFEST, auch hier weiterhin ein Auge auf die weitere Karriere der Band werfen und sie nicht aus den Augen verlieren.

MIDNIGHTDer Zeitplan an diesem Tag war sehr straff und um diesen auch weiterhin einzuhalten folgte nun auch schon MIDNITE CITY. FĂŒr diese Band war es der erste Auftritt in Belgien. MIDNITE CITY kommen aus England und brachten Melodic Rock mit. Sie lieferten angenehme Melodien zum Bewegen und Mitgehen. Teilweise sehr eingĂ€ngige Melodien, die im Ohr hĂ€ngen blieben. Diese Band gibt es erst seit zwei Jahren, allerdings spielen sie schon auf sehr gutem Niveau. UnterstĂŒtzt wird ihr Rocksound mit guten KeyboardklĂ€ngen. Es hat sehr viel Spaß gemacht dieser Band zuzuhören. So verging auch dieser Auftritt wie im Fluge.

SHIRAZAls nĂ€chstes folgten nun SHIRAZ LANE. Hier sollte uns nun etwas ganz Besonderes serviert werden. 24 Stunden vor der Show musste der Gitarrist der Band krankheitsbedingt absagen und so entschied man sich, gemeinsam mit dem Veranstalter, ein Akustik-Set zu viert zu spielen. Bei mir löste es Bedenken aus, ob das so klappen kann auf einem Festival. Aber was soll ich sagen, ja es klappte! Diese Entscheidung war absolut richtig. Mit dem ersten Ton hatte die Band das Publikum im Griff und ob man wollte oder nicht, man ging automatisch mit. Es war laut und leise zugleich. Keine Ahnung, wie diese Band das geschafft hat, aber es war so. Sie sind definitiv meine Helden des Tages. Der SĂ€nger, Hannes Kett, ließ es sich auch nicht nehmen, zu performen, als wĂŒrden sie nicht nur unplugged spielen. SHIRAZ LANE nahmen die gesamte BĂŒhne ein und vereinnahmten nebenbei auch noch das gesamte Publikum. Die Finnen haben sich meinen höchsten Respekt verdient. Absolut geflashed von der Performance erwartete ich nun Großes von den letzten Bands des Abends und sollte – um es einmal vorweg zu nehmen – auch nicht enttĂ€uscht werden.

NEWROSESAls nĂ€chstes folgen nun THE NEW ROSES. Sie sollten eigentlich schon 2018 ihr WILDFEST-Debut geben, hatten dann aber die Chance mit den DEAD DAISIES auf Europa Tour zu gehen. Aus diesem Grund wurde der Auftritt auf dieses Jahr verlegt. Es hatte sich gelohnt zu warten. THE NEW ROSES lieferten guten alten Rock mit einer professionellen Performance ab. Auch hier gab es keine Zeit zum Durchatmen und THE NEW ROSES rockten fĂŒr und mit dem Publikum. Es war extrem heiß in der Halle, und die Band sorgte dafĂŒr, dass es noch wesentlich heißer wurde. Es waren wehende Haare zu sehen, wohin das Auge reichte. THE NEW ROSES schenkten uns eine Stunde lang puren Rock, sauber gespielt ohne viel Geschnörkel drumherum. Daumen nach oben !

CRAZYLIXXGanz zum Ende galt es dann noch eine letzte Runde mit CRAZY LIXX zu drehen und auf den “Forever Wild”-Zug aufzusteigen. „Forever Wild“ ist auch der Name des erst eine Woche zuvor veröffentlichten Albums der Band. Um ehrlich zu sein, war ich zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 18 Stunden auf den Beinen und verdammt mĂŒde. Sie haben es aber wirklich geschafft, mich noch bis zuletzt abzuholen. CRAZY LIXX waren ein absolut wĂŒrdiger Headliner und haben auch noch einmal alles aus dem schon merklich erschöpften Publikum herausgeholt. Es wurden textsicher die Songs mitgesungen und so vergingen auch die letzten 90 Minuten des Festivals schneller als gedacht.

Völlig fertig, aber absolut glĂŒcklich, dieses geile WILDFEST 2019 miterlebt zu haben, bin ich dann in meinem Hotelzimmer auch sofort in  den tiefsten Schlaf gefallen. Ein großer Dank geht an die Veranstalter und alle Beteiligten, die dieses Festival möglich machten und fĂŒr einen reibungslosen Ablauf sorgten. Man darf schon jetzt auf die 5. Ausgabe des WILDFEST am 23.05.2020 gespannt sein. NatĂŒrlich sind wir wieder mit dabei und bis dahin sage ich “Dear Wildlings – stay young and wild. See us next year!”

Berichterstattung / PhotoCredits: Andrea Da Silva Nolasco

knightfest7 (1 von 1)Samstag, der 13. April 2019 – Auf ging es fĂŒr uns zum diesjĂ€hrigen KNIGHTFEST – dem Benefizfestival zugunsten der Stiftung Kinder Hospiz SternenbrĂŒcke. FĂŒr gute Festivals und gute Musik sind wir ja immer gerne zu haben – fĂŒr den guten Zweck oben drauf allemal. Also, dem Aprilwetter getrotzt, in mehrere Schichten Klamotten gehĂŒllt und ab ging die Fahrt nach Hamburg. Schon auf dem Weg aus Schleswig-Holstein kommend fuhr man durch diverse Wetterzonen -  Schnee, Regen, Sonnenschein und Hagel. Alles war dabei. Aber egal, wir sind ja schließlich nicht aus Zucker – nicht wahr?!

knightfest15 (1 von 1) (1)Das KNIGHTFEST findet in diesem Jahr zum dritten Male statt und wird alljĂ€hrlich organisiert vom KNIGHTS OF THOR HMC CHAPTER GERMANY. Was vor drei Jahren im Jugendzentrum in Hamburg-Stellingen indoor stattfand, wurde dank der Partnerschaft zu den TIPSY APES (dem Ă€ltesten Musikclub weltweit), auf deren GelĂ€nde Am Radeland in Hamburg-Harburg, seit 2018 zu einem Outdoor-Festival. Von daher hatte man (sah man sich die Tage zuvor das Wetter an) BefĂŒrchtungen, es wĂŒrde eine Veranstaltung im Regen werden. Aber dem war nicht so. Um 14:30 Uhr erreichten wir das FestivalgelĂ€nde und mit uns kam der Sonnenschein. Perfekt!

Schon am Einlass wurden wir sehr nett begrĂŒĂŸt, denn Freunde kamen schließlich zu Freunden. Wir vom Metal Impressions Magazine waren heute mit einem Team von drei Leuten angereist. Schon am Einlass trafen wir auf die beiden Presis der KNIGHTS OF THOR, Sören Behrens und Rene Kohlmann. Unsere Chefredakteurin Stefanie ĂŒbergab den Spendenscheck unseres Magazines und nun war auch gar nicht mehr viel Zeit um großartig Freunde und Bekannte zu begrĂŒĂŸen, denn bereits um 15:00 Uhr legten PARITY BOOT aus Hamburg los.

57101632_2167840186618995_5410530277418074112_oPARITY BOOT waren uns schon im Vorwege positiv durch unsere Recherche im Internet aufgefallen. Sie kommen daher mit einer Mischung aus Thrash Metal, Industrial und Hardcore. Eigentlich ist die Band mit vier Musikern auf der BĂŒhne, an diesem Tage fiel jedoch der Bassist der Band krankheitsbedingt aus und es galt fĂŒr die Opener nun, das Ding zu Dritt zu rocken – was sie auch taten. Sie profitierten noch vom trockenen, sonnigem Wetter. Bereits zu diesem Zeitpunkt waren schĂ€tzungsweise 200 Besucher auf dem GelĂ€nde und man genoss nun die ersten satten KlĂ€nge von PARITY BOOT. Wir mĂŒssen sagen, die zogen schon mal richtig gut durch und auch wenn – bedingt durch ein paar kleine Tonprobleme – SĂ€nger  Mathias ein wenig gegen die  Soundwand der restlichen Band gegenanzugehen hatte, fanden wir die Hamburger echt super. In ihrem 45minĂŒten Set gab es Songs ihres Albums „Into Nothing“. Gleichnamiger Song zum Album wurde ebenfalls gespielt und ist unsere persönliche Lieblingsnummer. Dieser Song wird fĂŒr das diesjĂ€hrige KNIGHTFEST noch eine wichtige Rolle spielen. Was genau damit verbunden ist, werdet Ihr in kurzer Zeit erfahren. Insofern danken wir schon einmal PARITY BOOT fĂŒr diesen geilen Auftakt beim KNIGHTFEST 2019.

knightfest10 (1 von 1) (1)Nun kam – wie man es ja kennt – eine kleine Umbauphase von ca. 20 Minuten, bevor es dann um 16:05 Uhr weitergehen sollte mit RELATIONS. Als kleine Überraschung gab es beim diesjĂ€hrigen KNIGHTFEST wĂ€hrend der Umbauzeiten musikalische Pausen-Untermalung durch den FEUERTEUFEL. Mit seinen Pipes begeisterte er von der ersten Minute an und unterstĂŒtzt wurde er von zwei MĂ€nnern an den Trommeln. Eine schöne Idee, die damit in diesem Jahr gezĂŒndet wurde, denn so waren auch die Wartezeiten bis zum nĂ€chsten Act immer super ĂŒberbrĂŒckt und brachten Spaß sowie gute Laune mit sich.

Relations3 (1 von 1) (1)16.05 Uhr – Das Wetter immer noch trocken und sonnig, mehr und mehr fĂŒllte sich das GelĂ€nde mit Besuchern. Zeit fĂŒr RELATIONS aus dem Sauerland. Hardcore bzw. Metalcore war angesagt. Die fĂŒnfköpfige Band geht zweigesanglich in die Vollen. BAMM, wie es beim Core sein muss, die Halsschlagadern der SĂ€nger traten hervor und man bekam von den FrontmĂ€nnern Roman Lorusch und Florian Schmidt die totale Breitseite an Growls and Shouts. Das Publikum nĂ€herte sich nun mehr der BĂŒhne und man ging total ab. RELATIONS gibt es seit 2014. Die Songs ihres Albums „From Birth To Death“ bildeten die Setlist. RELATIONS ĂŒberzeugten das Hamburger Publikum und es bildete sich sogar schon ein kleiner Moshpit vor der BĂŒhne. Nach 45 Minuten war auch fĂŒr RELATIONS der Slot zu Ende gespielt und wir zogen erst einmal – wĂ€hrenddessen der FEUERTEUFEL wieder musikalisch unterhielt – in Richtung GetrĂ€nkestand bzw. BBQ-Burger-Bruzzel-Station, denn langsam knurrte ein wenig der Magen.

KN4Aber hey, hier gab es oberleckere Pommes und die holten wir uns auch. Die Burger die im Hintergrund vom SMOKING-BULLS-BBQ gebruzzelt und zu kulinarischen TĂŒrmen geschichtet wurden, sahen ebenfalls total lecker aus. Da es ja auch von den Temperaturen her noch ein wenig wintermĂ€ĂŸig war, war man dankbar, dass heisser Kaffee oder Tee mit oder ohne Schuss angeboten wurde. Ein Kaffee musste auf jeden Fall schon einmal her. NatĂŒrlich floss das Bier auch bei den Norddeutschen. Wir können ja auch eiskaltes Bier  bei eiskaltem Wetter trinken. Man traf ĂŒberall auf liebe alte Bekannte,  mit denen kurz geschnackt werden konnte und zusammen wartete man auf Band Nr. 3.

SurgicalSchnell zur BĂŒhne, auf der nun gegen 17:10 Uhr SURGICAL STRIKE aus Hannover spielten. Next Stop: Thrash Metal! Jo, und den konnten die Hannoveraner. Auch wenn nun zu ihrem Slot Odin es nicht mehr so gut mit uns meinte und oben die Lampen ausknipste und ein bisschen Regen hinterherschob, tat das dem hartgesottenen Hamburger Publikum keinen Abbruch. Jetzt flogen – wie wir es lieben – die Haare und man trainierte die Nackenmuskelatur. SURGICAL STRIKE gibt es bereits seit 1993. Frontmann Jens Albert (auch „Korken“ genannt) brachte den amerikanischen Thrash Metal nach Hannover und die Band spielte sich 1997 mit ihrer EP `OverruledÂŽ in die Rubrik „Demo des Monats“ im Metal Hammer. Dann gab es eine lange Pause und 2015 kehrten die Mannen von SURGICAL STRIKE mit fettem Riffing und thrashendem Gitarrenspiel und ihrer EP „V∙II∙XII“ im Januar 2015 zurĂŒck. Wir waren von der Band an diesem Abend echt geflashed, denn die brutale HĂ€rte in der Stimme von SĂ€nger Korken und das schnelle Gitarrenspiel des Gitarreo Marcelo Vasquez Roch ließen die Menge vor der BĂŒhne selbst zum Ende des Sets hin, im prasselnden Regen, nicht stillstehen. Geile Sache! SURGICAL STRIKE gerne wieder – Thrash Metal der 80er Jahre. We love it!

knightfest13 (1 von 1) (1)Nach diesem Gig brauchte man dann aber dringend ein trockenes PlĂ€tzchen zum Rasten und unsere Kollegin Andrea zog sich nun auch schon den ersten Tee mit Rum rein, damit die HĂ€nde die Kamera wieder fassen konnten. Die Temperaturen fanden einen Tiefpunkt. Schnell zum Auto gelaufen, eine weitere Lage Klamotten ĂŒbergeworfen und schnell wieder zurĂŒck zum Ort des Geschehens. Immer wieder traf man Bekannte, so auch unsere Kollegen Maren und Kay vom Magazine TIME FOR METAL, mit denen wir hier oben im Norden so manche Festivals und Konzerte zusammen rocken. Auch unser allerliebster “Wacken Opa” GĂŒnni kam zum KNIGHTFEST und prĂ€sentierte seine Kampagne „LAUTSTARK GEGEN KREBS“. Wir lieben den GĂŒnni ja wirklich und treffen ihn auch auf so vielen Events. Tolle Sache, die er da macht. Vielleicht schaut der eine oder andere von Euch einmal auf die Seite von „Lautstark gegen Krebs“ und spendet 5,00 Euro – dafĂŒr gibt es dann auch so ein schickes SolidaritĂ€tsarmband mit dem Wacken-Slogan „Faster Harder Louder Against Cancer“.

KN13GegenĂŒberliegend von der BĂŒhne aus gelegen, fand man ein etwas grĂ¶ĂŸeres Zelt. Dies war der Stand von „Metalheads Against Bullying“. Dieses Projekt unter FĂŒhrung von Leif Munkelien hat es sich zur Aufgabe gemacht zusammen mit Euch Metalheads gegen Mobbing zu kĂ€mpfen. Ganz aus Norwegen kamen sie angereist und man konnte sich zu diesem Thema direkt im GesprĂ€ch mit Leif Munkelien treffen. Schaut auch hier einmal auf der offiziellen Seite der METALHEADS AGAINST BULLYING vorbei und informiert Euch, worum es hier im Detail geht. Wie wir finden, eine absolut unterstĂŒtzenswerte, wichtige Sache.

CoC1 (1)ZurĂŒck zur Musik: Als nĂ€chstes standen CALL OF CHARON aus Duisburg auf dem Plan. Sie waren spontan einen Tag zuvor ins Billing gerutscht, da eine Band krankheitsbedingt am Freitag absagte. FĂŒr so eine gute Sache sind sie gerne zu haben und da war es fĂŒr sie eigentlich ĂŒberhaupt keine Frage, sich so kurzfristig auf die Reise nach Hamburg zu machen, erzĂ€hlte SĂ€nger Patrick Kluge. Auch mit CALL OF CHARON waren wir wieder im Core-Genre gelandet. Diesmal Metalcore / Deathcore. CALL OF CHARON gibt es seit 2007. Sie performen klasse, sind gut aufeinander eingespielt und haben “Bock” – wie man so schön sagt. SĂ€nger Patrick weiß das Publikum zu unterhalten und anzufeuern. Der Plan geht auf, die Stimmung ist gut, das Publikum steht auf CALL OF CHARON. Ihr habt uns alle noch einmal so richtig warm werden lassen, denn da war Power im Sound.

KN1Kommen wir nun einmal zu Spenden und Co. – denn darum ging es hier ja schließlich. Alle Bands an diesem Tage spielten fĂŒr lau und alles an Gewinnen aus VerkĂ€ufen wanderte ebenfalls in den Spendentopf zugunsten der SternenbrĂŒcke Hamburg. Weiter gab es einen Stand an dem Lose verkauf wurden. FĂŒr jeweils 2,50 Euro oder 5,00 Euro wurden einige Lose verkauft – wie wir beobachten konnten. Entsprechend des Loseinsatzes gab es tolle Sachen zu gewinnen, die vorher von diversen Sponsoren dem KNIGHTFEST zur VerfĂŒgung gestellt wurden. Auch jede Eintrittskarte hatte eine Gewinnzahl und mit GlĂŒck konnte man auch hier noch einen tollen Preis nach Hause nehmen. Schon im letzten Jahr reisten die KRAWALLOS aus der Eifel an. Sie sammeln im Angelverein und in ihrer Stammkneipe alljĂ€hrlich fĂŒr die Freunde vom KNIGHTFEST oder besser gesagt fĂŒr die Stiftung Kinder Hospiz SternenbrĂŒcke. In diesem Jahr ĂŒberachten sie einen Spendenscheck ĂŒber eine Summe von 1.200,00 Euro. Super Sache !

Ragn1WĂ€hrenddessen ĂŒberall nun aufgestellte Feuertonnen den Besuchern des KNIGHTFESTES WĂ€rme und schönes Licht brachten, konnte man auf der BĂŒhne  erkennen, dass RAGNARÖEK aus Schwerin aufbauten. Auf diese Band freuten wir uns heute ganz besonders und das feiernde Volk brauchte ebenfalls langsam mal Musik zum Tanzen und Mitsingen. RagÂŽn-Roll war angesagt. Herrlich geschminkt, die Sackpfeife im Arm, stieg Charon der FĂ€hrmann mit Gefolge auf die BĂŒhne. Vor der BĂŒhne baute Bernd der Schmied seinen Amboss auf und zusammen mit seiner zauberhaften Assistentin Pria, eröffnete er feuerspuckend die Show von RAGNARÖEK.

Ragnaröek1 (1 von 1) (1)Vor der BĂŒhne war es rappelvoll. Die Hamburger sangen, schunkelten und auch wir ertappten uns dabei, die Kameras ab und an beiseite zu packen – einfach um mitzufeiern. Die Schweriner Band gibt es seit 2005 und bisher war es uns nie vergönnt gewesen, sie live zu sehen. Eine Band, die durch ihr gesamtes Set an diesem Abend mit so viel Lust, Leidenschaft  und vor allem Spaß, fĂŒhrte. Auch Ark der Schnitter und Sigar der Schinder, die beiden Gitarristen der Band, glĂ€nzten perfekt in Spiel und Tun. Immer wieder stieg der Schmied innerhalb der Songs mit in das Programm ein und versorgte so z.B. auch das Publikum ĂŒber eine Pipeline mit Schnaps. Der Schnaps, direkt in einen Trichter am Ende der Pipeline gegossen, landete ĂŒber die Pipeline direkt im Munde der Besucher. Geile Showeinlage! Songs, wie z.B. der `SpielmannÂŽ, `Man(n) liebt DichÂŽ oder aber `Trinkfest 5-4-3-2-1ÂŽ ließen die die viel zu kurze Spielzeit von gut 40 Minuten wie im Fluge vergehen. Gerne hĂ€tten wir diese Truppe lĂ€nger genossen. Sie waren definitiv unser Favorit des diesjĂ€hrigen KNIGHTFESTES. Nach der Spielzeit konnte man noch das von RAGNARÖEK handsignierte Drum-Fell von  Rondall dem SchlĂ€ger ersteigern. 100,00 Euro brachte dieses gute StĂŒck ebenfalls noch an Spendensumme.

knightfest27 (1 von 1) (1)Die KĂ€lte ging nun doch mehr und mehr durch und Hamburg entschied sich fĂŒrs Warmtrinken und Feiern. Die Stimmung war immer noch Bombe und so nutzte Björn Schreiber, der die gesamte Anmoderation auf der BĂŒhne an diesem Tage durchfĂŒhrte, die erneute Umbauphase zur Spendenaktion. Unter die Besucher gemischt, mit einem Mikrofon in der Hand, zog er durch das Publikum und ein jeder, der mitspenden wollte bei dieser Auktion, musste 5,00 Euro in die Spendendose stecken. Dies hatte innerhalb einer Zeit von 20 Minuten zu erfolgen und derjenige, der die letzten 5,00 Euro kurz vor Spielzeitende eingeworfen hatte, gewann. Aber was gab es denn ĂŒberhaupt zu gewinnen, fragt Ihr Euch sicherlich? Eine eigens fĂŒr das KNIGHTFEST durch COLORGUN TATTOO – Marco Propp mit Airbrush aufbereitete Gitarre war zu gewinnen. Dieser fertigte ebenfalls noch ein Sitzfass mit Airbrushes von Lemmy Kilmester und James Hetfieldt, die am Ostersonntag noch im Nachhinein ersteigert werden kann (beide PrĂ€sente absolute Unikate). Kurzum: Die Auktion war zu Ende, die Zeit war abgelaufen und diese geile Gitarre ging nach Pinneberg.

BLACK14 (1)Als vorletzte Band kam nun die Band mit der weitesten Anreise. Aus Niederösterreich kamen BLACKENING. Diese Band ist ein weiterer Act aus der Schublade Thrash Metal. Ihre Vorbilder Metallica sind in ihrem eigenen Sound unverkennbar. Diese doch recht junge Band bringt dem KNIGHTFEST noch einmal zum Ende hin sauber gespielten Old-School Thrash. Schön immer wieder anzusehen, dass der Metal immer weiter, auch in der jungen Generation, lebt. BLACKENING fetzten mit Songs aus ihrem Album „Mental Disorder“ durch ein Set von 30 Minuten. Daumen nach oben.

Dirk Jacobs – Pressefotograf aus Heide, der an diesem Tage ebenfalls fĂŒr uns vom Metal Impressions Magazine mit am Start war, als auch unsere Chefredakteurin Stefanie Preuß, setzten nun zur Heimfahrt an. Unsere liebe Kollegin, Andrea Da Silva Nolasco, hielt bei EiseskĂ€lte die Stellung fĂŒr unser Team und blieb noch zum Auftritt von FORGOTTON NORTH, die nunmehr mit viel Feuer auf der BĂŒhne dem Publikum die notwendige WĂ€rme bringen sollten.

57209144_2169259886477025_3534726611087654912_oFORGOTTEN NORTH sollten bereits gegen 22:00 Uhr auf der BĂŒhne stehen. Durch Ă€ußere UmstĂ€nde verzögerte sich das Ganze erheblich und so begann die Band mit dem Aufbau gegen 22.30 Uhr. Mit auf die BĂŒhne sollte ein Schiff, doch das passte nicht auf die BĂŒhne. So zog sich der Aufbau ein wenig hin. ZusĂ€tzlich wurde vor der BĂŒhne abgesperrt, um das Publikum vor der Feuershow zu schĂŒtzen. Es versprach also heiß zu werden. Um 23:00 Uhr ging es dann los. FORGOTTEN NORTH heizten dem Publikum noch einmal als letzter Showact des Festivals so richtig ein. Das Quintett kommt aus Schleswig-Holstein und sie sind im Norden gern gesehene GĂ€ste zum Feste. Fantasie Winkinger Rock – so schreiben sie selbst – machen sie. Ihre Musik und die Feuershow lockten alle Besucher noch einmal vor die BĂŒhne. Dieser Auftritt beim KNIGHTFEST war zugleich der letzte Auftritt des derzeitigen Bassisten Ansgar. Das Publikum zollte ihm großen Respekt, indem es gemeinsam vor der BĂŒhne auf die Knie ging. Alles in allem ein wirklich schöner musikalischer Ausklang fĂŒr ein wundervolles Festival. Welche Spendensumme zum Ende des Festivals tatsĂ€chlich erzielt werden konnte, erfahrt  Ihr in KĂŒrze. Wir werden hierĂŒber berichten.

knightfest3 (1 von 1) (1)Zusammenfassend: Ein großartiges Festival, mit einer tollen Organisation, eifrigen Spendern, sehr guten Bands und einem hartgesottenem geilen Publikum, das einfach bei jedem Wetter feiern kann. Die KNIGHTS OF THOR haben mit den TIPSY APES einen genialen Partner gefunden und sogleich eine wunderbare Location. Man fĂŒhlte sich wie in jedem Jahr herzlich willkommen und dieses Event ist,  wie in jedem Jahr, so auch im kommenden Jahr unser Festival-Tipp fĂŒr Euch! Metalheads, Rocker, Biker – sie feiern alle zusammen fĂŒr einen guten Zweck. FĂŒr uns vom Metal Impressions Magazine wie immer eine Herzensangelegenheit. Wir sehen uns 2020 wieder!

Berichterstattung: Stefanie Preuß

PhotoCredits: Andrea Da Silva Nolasco, Dirk Jacobs, Stefanie Preuß


Heathen Rock 2019: Das 10jÀhrige wurde ordentlich gefeiert!

Posted by Andrea On MĂ€rz - 21 - 2019

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Seit nunmehr 10 Jahren gibt es das HEATHEN ROCK Festival und so wurde natĂŒrlich in diesem Jahr zum 10jĂ€hrigen JubilĂ€um auch ordentlich gefeiert. Das Heathen Rock findet statt in Hamburg-Harburg, gut gelegen im Innenstadtbereich. So ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ebenfalls gut zu gestalten und man erreicht in 5 Minuten Fußweg den “Rieckhof”, das Kulturzentrum Harburgs, in dem das Heathen Rock Festival Jahr fĂŒr Jahr stattfindet.  Los ging es bereits mit dem Heathen Rock mittags gegen 12 Uhr.

53121523_358746558063159_2996928617511911424_oFĂŒr mich hieß es pĂŒnktlich sein, um nicht die erste Band zu verpassen, denn AXID RAIN sind schon etwas Besonderes. Nachdem ich dann pĂŒnktlich in der Location war, wurden die ersten Leute begrĂŒĂŸt, man konnte sich im Innenbereich an der Bar schnell etwas zu trinken besorgen und dann ging es auch schon los. AXID RAIN lockten umgehend alle Zuschauer vor die BĂŒhne, die sich jetzt schon um die Mittagszeit im Rieckhof aufhielten. Es wurde gleich richtig losgelegt. Ihre Musik bezeichnen sie selbst als Flatrock. Darunter konnte ich mir bisher nichts vorstellen. Es ist eine Mischung aus sexy dahin geschmetterten Texten und einer gepflegten Rock’n’Roll-Attitude. Sie machten irre Spaß und es ging leider viel zu schnell zu Ende.

52964734_360492361221912_1739843057781571584_oAls zweite Band folgte nach einer kurzen Umbaupause (an dieser Stelle sei dem gesamten Team ein großes Lob fĂŒr die ProfessionalitĂ€t und Schnelligkeit ausgesprochen) ASATOR. Sie ĂŒberzeugten mit einer guten Portion Melodic Black Metal. Auch ASATOR gaben eine dreiviertel Stunde Vollgas. Ich bin immer wieder ĂŒberrascht, ĂŒber die Vielseitigkeit dieses kleinen Tagesfestivals. Es sind viele Sparten des Rock und Metals vertreten und alle feiern gemeinsam. Sollte man eine Band mal dazwischen haben, die einem vom Genre so gar nicht liegt, gibt es genug an weiterer Auswahl. Das Heathen Rock ist immer noch so ein kleiner Geheimtipp. Viele GĂ€ste treffen sich hier Jahr fĂŒr Jahr und lernten sich bereits in den Vorjahren kennen – denn man kommt ja immer wieder – oder schließt an diesem Tage neue Bekanntschaften. Nette GesprĂ€che und das eine oder andere GetrĂ€nk verhelfen dazu. Zwei Bands hatten bereits die BĂŒhne bestiegen, nun schritt der Nachmittag fort.

53150435_360632447874570_5555266577894473728_oZeit fĂŒr Band 3 und es blieb im dĂŒsteren Bereich. HERBSTSCHATTEN waren als nĂ€chster Act an der Reihe. Diese Band kommt aus Hamburg und schenkt den GĂ€sten gleich die nĂ€chste Nummer an Black Metal. SpĂ€testens jetzt sind so manche kreisende Köpfe vor der BĂŒhne zu sehen. Konnte man bei HERBSTSCHATTEN noch ansatzweise etwas von Texten verstehen, fiel es bei der nĂ€chsten Band dann schon schwerer.

53069468_360247817913033_7638347874190753792_oBand Nr. 4, die RumĂ€nen von BUCOVINA, zog auf die BĂŒhne. Sie sind den weiten Weg nach Hamburg gekommen, um uns ihr neuestes Werk „Septentrion“ zu prĂ€sentieren. Hörte man zuerst ein wenig verhalten zu, war dann die sprachliche Barriere auch schnell beiseite gepackt, denn jetzt setzte das Headbangen ein – das geht ja bekanntlich “international” und dazu bedarf es nur einer guten Nackenmuskulatur und keiner guten Sprachkenntnisse. Die Besucher des Heathen Rock versuchten stellenweise mitzusingen, summten oder gröhlten; so sehr rissen die RumĂ€nen das Publikum mit.

52980035_360311911239957_8271091381179514880_oWeiter ging es nach einer wiederum kurzen Umbausphase mit FIRTAN. Sie kommen aus dem SĂŒden Deutschlands und brachten uns den Pagan Metal und den gab es in deutscher Sprache. Mit dabei hatten sie ihr im letzten Jahr erschienenes Album „Okeanos“. FIRTAN ĂŒberzeugten mit einer wirklich guten Performance. Mittlerweile ging es schon deutlich auf den Abend zu. Das Bier floß in erfreulicher Menge und die Stimmung war hervorragend. Somit war es an der Zeit, die dĂŒstere Black Metal und Pagan Szenerie zu verlassen, um sich nun von HARDBONE eine gepflegte Packung Hardrock abzuholen.

53414987_360495164554965_2937480708152623104_oDie Lokalmatadoren Hamburgs leben den RockÂŽnÂŽRoll und können das immer wieder bestens ĂŒbermitteln. Sie sangen bzw. spielten die Zuschauer regelrecht mit ihrem Sex, Drugs & Roll-Geballere an die Wand. Das Bier floss nun noch besser und die Band animierte das Publikum zum Mitsingen. So verflogen weitere 45 Minuten ziemlich schnell. Von HARDBONE hĂ€tte ich definitiv noch ein wenig lĂ€nger etwas haben können. Sie hatten auf jeden Fall die Meute vor der BĂŒhne gut auf den Rest des Abends eingestimmt.

53495673_360496704554811_9140326898566430720_oJetzt folgte mit SUIDAKRA Celtic Metal. Sind sie doch zuletzt eher akustisch unterwegs gewesen, haben sie zum Geburtstag des Heathen Rock etwas Spezielles mitgebracht, denn auch sie haben ein 10jĂ€hriges JubilĂ€um zu feiern. Ihr Album „CrĂłgacht“ ist auch fast auf den Tag genau 10 Jahre alt und so haben sie noch einmal Songs dieses Albums zum Besten gegeben. Die Stimmung kochte immer höher und so ist es auch kein Wunder, dass der erste kleine Circle Pit an diesem Abend entstand. Von dort ab an war wirklich Party angesagt.

53298640_360444001226748_3385401747940835328_oDie nun folgende Band ließ das Publikum gleich auf der Eskalationsstufe. So bekommt man nun mit MOTORJESUS die nĂ€chste Portion RockÂŽn Roll. Sie machten an dem Punkt weiter, an dem HARDBONE uns haben stehen lassen. So servierten sie uns Klassiker, aber auch  Songs aus ihrem neuen Album. Zu diesem Zeitpunkt machte es wirklich nur noch Spaß auf dem Heathen Rock. Eine riesen Party-Sause, die jeder Besucher wahrlich genoß. Auch MOTORJESUS schwanden dann eigentlich viel zu schnell von der BĂŒhne, war man doch gerade so in den Vollen mit dieser Band.

52977049_360493344555147_4980627166602461184_oAber jetzt war es fĂŒr den Headliner des Abends soweit. EINHERJER reisten aus Norwegen an und hinterließen noch einmal feinsten Rock fĂŒrs Heathen Rock. Auch die letzten, die bisher noch in einer Ecke des Rieckhofes verweilten, waren nun am “Abhotten”. Das Heathen Rock Publikum in diesem Jahr war echt der Hammer.

53071360_360637724540709_7873790911841304576_oDas Schlusslicht zu spĂ€ter Stunde bildeten NIGHT LASER aus Hamburg. Diese Glam Metal-Band kennt man hier beim Heathen Rock, diese Band kennt man in Hamburg und sie ist ein Garant fĂŒr Stimmung “on top”. Und so heizten die heißen Laserheads das restliche Publikum noch einmal an. Beim Song ÂŽLaserheadÂŽ brachten NIGHT LASER abschließend noch eine Überraschung auf die BĂŒhne.

53238235_360498234554658_1684855106886959104_oMit einem Mal stand dort KAI HANSEN “on stage” und brachte diesen Song zusammen mit der Band noch einmal zum Besten. Das war wirklich fĂŒr jedermann eine Überraschung zu Schluß und um kurz vor Mitternacht war das Ende eines super tollen Festivaltages erreicht.

Alles in allem ist das Heathen Rock ein kleiner Diamant unter den Festivals. Die Stimmung ist großartig, Sound und Licht lassen keine WĂŒnsche offen und die Bandauswahl kann sich wirklich Jahr fĂŒr Jahr sehen lassen. So kann es gerne weitergehen! HEATHEN ROCK - Auf die nĂ€chsten 10 Jahre !!!

Berichterstattung / PhotoCredits: Andrea Da Silva Nolasco

Rockharz Open Air 2019 (03.-06.07.2019)

Posted by Stefanie On MĂ€rz - 10 - 2019

rhz2019_plakat_a1_januar2019_v2a_web_1800pixFĂŒr viele ist das ROCKHARZ OPEN AIR mit eines der liebsten Festivals 
 so auch fĂŒr uns vom Metal Impressions Magazine. Man freut sich alljĂ€hrlich auf die Reise zur Teufelsmauer und auf das eine Sommerfestival, das immer wieder so geile Bands aufweisen kann – so auch in diesem Jahr – und es trotzdem schafft bei einer Besucherzahl von rund 17.000 familiĂ€r und total entspannt zu sein. FĂŒr uns immer eines der Festivals, das ein stĂŒckweit Urlaubs-Festival vermittelt. Man kommt total entspannt nach 3-4 Tagen Festivalzeit wieder nach Hause. Im letzten Jahr konnte das ROCKHARZ Festival bereits sein 25jĂ€hriges JubilĂ€um feiern. Wir waren ebenfalls dabei und haben ordentlich mitgefeiert. Nun ein Jahr spĂ€ter schauen wir auf das Billing 2019 und sind schlichtweg begeistert.

Das ROCKHARZ OPEN AIR  findet in diesem Jahr in der Zeit vom 03. – 06. Juli 2019 auf dem GelĂ€nde des  Flugplatzes Ballenstedt im wunderschönen Harz statt. Dieses Festival zeichnet sich immer wieder durch einen  excellenten Geschmack des Veranstalters in punkto Bands aus, aber auch, wie zuvor schon erwĂ€hnt, durch eine entspannte familiĂ€re AtmosphĂ€re. Hier insbesondere durch die Freundlichkeit im Service-Bereich, ein gutes barrierefreies GelĂ€nde, eine absolut geniale Security-Mannschaft, durch kurze Wege zwischen Campingground und Festival-Area und auch kulinarisch ist es immer wieder bestens bestĂŒckt. Hier darf man auch noch seinen Pkw direkt neben seinem Campingplatz parken, was ja auf vielen Festivals gar nicht mehr möglich ist. Im großen Biergarten des Festivals, dem sogenannten „Mutanten-Stadl“, kann man verweilen auf Sitzgarnituren aus BaustĂ€mmen (schön massiv) und sich der Sonne unter großen Sonnenschirmen ggf. entziehen. Ja, auch das ist bisher immer wieder ein großer Pluspunkt des ROCKHARZ Festivals in all den Jahren gewesen. Soweit wir uns erinnern können und auch von den davor liegenden Jahren hörten, hatte das ROCKHARZ immer wieder bestes Festival-Wetter.

Wer sich zwischen all dem Treiben auf dem GelĂ€nde ein wenig sportlich betĂ€tigten möchte, nimmt den kleinen Anstieg zur Teufelsmauer auf sich, die jedoch schnell erreicht ist. Von dort oben hat man dann den allerbesten Ausblick auf die wunderschöne Harzlandschaft und natĂŒrlich auf das FestivalgelĂ€nde.

Kommen wir aber nun zu den Bands des diesjĂ€hrigen ROCKHARZ Festivals. Bisher bestĂ€tigt wurden 45 Bands. Diese haben wir hier fĂŒr Euch kurz aufgefĂŒhrt:

AMON AMARTH / ANVIL / BURNING WITCHES / CHILDREN OF BODOM / COMBICHRIST / COPPELIUS / CRADLE OF FILTH / DIMMU BORGIR / DRAGONFORCE / ELVELLON / ELVENKING / EPICA / FEUERSCHWANZ / FREEDOM CALL / GRAND MAGUS / GRAVE / HÄMATOM / HELL BOULEVARD / HYPOCRISY / J.B.O / KÄRBHOLZ / KORPIKLAANI / LACRIMAS PROFUNDERE / LEGION OF THE DAMNED / LORDI / MILKING THE GOATMACHINE / MONO INC. / MR. IRISH BASTARD / NAILED TO OBSCURITY / NERVOSA / OMNIUM GATHERUM / OVERKILL / RUSSKAJA / SALTATIO MORTIS / SOILWORK / THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA / THE O‘REILLYS & THE PADDYHATS / THE UNGUIDED / U.D.O. / VAN CANTO / VISIONS OF ATLANTIS / WARKINGS / WINTERSUN / WITT

Einige werden mit Sicherheit noch hinzukommen, aber das, was bisher bestĂ€tigt wurde, ist aus unserer Sicht schon einmal so richtig gut und es ist vor allem fĂŒr Rock- and Metalheads gleichermaßen etwas dabei. Am Mittwoch beginnt das ROCKHARZ OPEN AIR offiziell und schon an diesem Tage gibt es mit einigen Bands zum spĂ€tem Nachmittag hin, das sogenannte Warm-Up des Festivals. Die ROCKHARZ-ZwillingsbĂŒhne sorgt fĂŒr kurze Wege zwischen den Show-Acts und es gibt keine Überschneidungen. Man wechselt so gesehen von rechts nach links und andersherum. Auch dies sorgt fĂŒr einen ruhigen Ablauf und bringt eine entspannte AtmosphĂ€re mit sich.

Weitere Informationen zum ROCKHARZ Festival könnt Ihr der offiziellen Seite des ROCKHARZ OPEN AIR entnehmen.

Hier erfahrt Ihr dann NÀheres zu Mietzelten (inkl. Aufbau mein-zelt-steht-schon), Miettoiletten, CampingflÀchenreservierungen, Anreisezeiten, weiteren Bands, Autogrammstunden und Running Order.

Das Gesamt-Ticket inkl. Camping gibt es fĂŒr 109,80 Euro (inkl. Camping und PKW-Parken) und ist hier erhĂ€ltlich > TICKETS ROCKHARZ OPEN AIR 2019.

Liebe Rock- und Metal-Gemeinde, EINMAL sollte man auf jeden Fall beim ROCKHARZ OPEN AIR gewesen sein, warum also nicht schon in diesem Jahr?! Schnell noch ein Ticket besorgen und eine kleine Festival-Urlaubsreise in den wunderschönen Harz “buchen”. Man sieht sich somit 
 Bis dahin !


KEEP IT TRUE 2019

Posted by Peter Marquardt On MĂ€rz - 7 - 2019

52590420_2358397570877486_7811225191232569344_oKEEP IT TRUE FESTIVAL 2019 Das Highlight fĂŒr alle True- und Oldschool Metaler findet am 26. – 27. April 2019 in LAUDA-KÖNINGSHOFEN statt. Bereits zum 22. Male ist die heilige Tauberfrankenhalle das Ziel von tausenden kuttenbehangenen Headbangern aus der ganzen Welt. Wie auch in den vergangenen Jahren liegt der Schwerpunkt auf Kultbands, die es kaum oder noch gar nicht auf deutsche BĂŒhnen geschafft haben. Auch fĂŒr hoffnungsvolle Newcomer wird es eine Plattform geben!!

Das Billing dieses Jahres steckt voller Überraschungen. Da wĂ€re zum Beispiel AGENT STEEL, die mit ihrem Original SĂ€nger John Cryiis anreisen, CITIES, ANTHEM, JUGGERNAUT, SACRED RITE und SORTILEGE die exklusiv ihre Premieren in Deutschland feiern. Es wird eine MARK SHELTON (MANILLA ROAD) Tribute Show geben und ein TEXAS METAL SPECIAL!!

CANDLEMASS haben SĂ€nger Johan LĂ€ngqvist an Bord und VICIOUS RUMORS werden das 1988 erschienene “Digital Dictator”-Album am StĂŒck spielen. Als SĂ€nger wird Keven Gorski, Sohn vom legendĂ€ren Carl Albert fungieren. Oliver Weinsheimer und sein Team haben wieder ein tolles Billing zusammengestellt, welches jeden Metaller glĂŒcklich machen sollte. Wir vom METAL IMPRESSIONS MAGAZINE werden vor Ort sein und natĂŒrlich ausfĂŒhrlich berichten!!

BILLING 2019:

CANDLEMASS, ARIA, CULPRIT, AGENT STEEL, CITIES, SOLSTICE, JUGGERNAUT, SORTILEGE,  SATAN, SACRED RITE, IDLE HANDS, VICIOUS RUMORS, MIDNIGHT, WITHERFALL, TRAVELER, ANTHEM, SABIRE, TEXAS METAL LEGION, A Tribute to MARK SHELTON (MANILLA ROAD)

Das Festival ist ausverkauft !!


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Es steckt noch immer in ganz „jungen“ Schuhen – das neueste Wacken-Kind. Doch in diesem Jahr konnten sich die Veranstalter bereits ĂŒber eine Besucherzahl von rund 5000 Besuchern erfreuen. Wir vom Metal Impressions Magazine – das erste Mal vor Ort bei den WACKEN WINTER NIGHTS – waren sichtlich angetan vom winterlichen Treiben dort.

52561396_2092217567514591_3410727881595158528_oWer also das große Wacken Open Air im Sommer im Kopf hat, möge diese Gedankenwelt einmal komplett zur Seite packen. Die WACKEN WINTER NIGHTS sind das jĂŒngste Kind der Wacken-Event-Family und hier ist es um einiges kleiner, einfach muggeliger und trotzdessen sehr vielseitig.Hier wurde ein kleines Winter-Wunderland geschaffen. Sozusagen eine Mischung aus MĂ€rchen, Metal und Mittelalter. Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren, konnte in diesem Jahr sogar schon eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che genutzt werden. So wurde beispielsweise der MYSTIC WOOD vergrĂ¶ĂŸert und das große Zelt des ICE-PALACE wurde ein stĂŒckweit entfernt auf einer Wiese platziert. Durch kurze Wege war alles in 10 Minuten erreichbar. Die HĂ€ndlermeile war mit zauberhaften StĂ€nden versehen.

52591474_2093779380691743_8168458009450643456_oOb es nun MarktstĂ€nde mit Töpfergut, TĂŒchern, Fellen oder aber mittelalterlicher Gewandung, Schmuck, Steampunk-Accessories oder Lampen war, man blieb einfach im Vorbeigehen immer wieder stehen (wie auf einem kleinen Weihnachtsmarkt) und schaute sich das eine oder andere an oder kaufte sich etwas HĂŒbsches als Erinnerung. Auch kulinarisch wurde man bei den WACKEN WINTER NIGHTS bestens versorgt. Hier luden VerkaufsstĂ€nde mit Fleischspießen, Pilzpfannen, Kartoffelspießen, KĂ€se-SpĂ€tzle, Crepes, Baumstrietzel oder aber eine gute ThĂŒringer Bratwurst zum Verzehr. Im MYSTIC WOOD waren in diesem Jahr viel mehr Sitzgelegenheiten geschaffen worden, die teils mit Fellen versehen waren und auch in der Dunkelheit – hĂŒbsch ausgeleuchtet – zum Verweilen einluden.

NatĂŒrlich gab es – wie sollte es auf einem Festival auch sonst sein – jede Menge Musik. So spielten bereits am Donnerstagabend im „Wackinger“ die nordischen Berserker FORGOTTEN NORTH als Warm-Up fĂŒr die kommenden Tage.

52863939_2092867210782960_3776759172247322624_oAm Freitag spielten auf den beiden HauptbĂŒhnen des THEATRE OF GRACE und des ICE-PALACE Bands, wie z.B. KORPIKLAANI, ARKONA, APOCALYPSE ORCHESTRA, SKILTRON, HEILUNG, BANNKREIS, TROLLFEST, TURISAS and many more.

Überschneidungen waren bei diesen beiden BĂŒhnen nicht gegeben. Derweil auf den kleinen „ZwischenbĂŒhnen“ (hier sprechen wir wirklich von kleinen geschaffenen HolzbĂŒhnen im MYSTIC WOOD oder aber im OLD VILLAGE CHAPEL gaben Akustic-Sets ihr Bestes. Hier z.B. gefielen uns die immer gerne gesehenen COMES VAGANTES oder aber auch das Duo HYTTIS. Zwischen all dem Treiben konnte man den wunderschönen, auf Stelzen laufenden Zauberfeen begegnen, kleine RitterkĂ€mpfe bestaunen oder aber am spĂ€teren Abend die Feuershows genießen. Wie schon gesagt, an jeder Ecke gab es etwas zu sehen, zu hören, man tanzte, man war ausgelassen und es floss jede Menge Met und Bier. Zu all dem kam positiv hinzu, dass die Sonne tagsĂŒber die WACKEN WINTER NIGHTS drei Tage lang begleitete. Zwar wurde es dann mit untergehender Sonne auch wieder bannig kalt und man benötigte doch das eine oder andere KleidungsstĂŒck mehr, aber bei sternenklarem Himmel, mit all dieser wunderschönen Beleuchtung und dem ganzen Zauber auf dem GelĂ€nde, konnte man bis in die Nacht hinein so einiges mitnehmen.

Wer nach dem Headliner noch immer Bock auf mehr Musik hatte, machte sich noch einmal auf den Weg ins Dorf und schaute sich im „Wackinger“ die Band SKALDENMET aus Hamburg an. Sie beendeten sozusagen den Freitagabend, obwohl es zu Beginn ihres Auftrittes schon 0:30 Uhr schlug.

Am Samstag war der Ablauf natĂŒrlich im Groben und Ganzen der gleiche wie am Tage zuvor. An diversen SchauplĂ€tzen spielten kleine Combos wie z.B. PRESSGENG, THE DREADCREW OF ODDWOOD oder aber MAC CABE & KANAKA. An diesem Tag schafften es die trinkfreudigen Wacken-Besucher die Veranstaltung komplett bis zum spĂ€ten Abend „leer zu trinken“. Das gab es zuvor so auch noch nicht.

52852300_2094924630577218_2351233413303762944_oDas Billing der beiden HauptbĂŒhnen am Samstag glĂ€nzte durch Bands, wie MOONSORROW, die aus Sicht des Metal Impressions Magazines das Highlight des Festivals waren, aber auch ELUVEITIE und EREB ALTOR gefielen uns sehr gut. Weiter spielten TROLLFAUST, HARPYIE, VOGELFREY, HAGGEFUG und GRIMNER.

Wer Lust hatte konnte am Samstag auch die beiden Konzerte in der VILLAGE CHURCH im Dorf genießen. Dort spielten SERENITY und HOLLY LOOSE in traumhaft ausgeleuchteter KirchenatmosphĂ€re.

52534576_2092217650847916_7853983287176331264_oZu spĂ€terer Stunde, um 22.45 Uhr, konnte man im OLD VILLAGE CHAPEL noch die Feuerspektakel- und VarietĂ©-Show anschauen, um dann entweder glĂŒckselig in die Zelte bzw. Wohnwagen-Betten zu fallen – denn ja, gecampt wurde bei den diesjĂ€hrigen WACKEN WINTER NIGHTS auch wieder – oder aber in nahegelegene UnterkĂŒnfte zurĂŒckzufahren, um den Tag zu beenden. Die Harten, die noch „mehr“ brauchten, konnten auch an diesem Tage den Abend zusammen mit der Hamburger Band INCANTATEM im „Wackinger“ ausklingen lassen.

Am Sonntag waren wir vom Metal Impressions Magazine dann nicht mehr vor Ort. Der Sonntag war grĂ¶ĂŸtenteils Familien und Kindern gewidmet und es gab umso mehr an RitterkĂ€mpfen, Magier- und Feuershows zu sehen. Auf den HauptbĂŒhnen spielten am dritten Tag der WACKEN WINTER NIGHTS Bands, wie FAUN, FEUERSCHWANZ, CEMICAN, HULDRE, THE DREADCREW OF ODDWOOD und THE O`REILLEYS AND THE PADDYHATS.

Abschließend unser Fazit zur III. Ausgabe der WACKEN WINTER NIGHTS 2019:

53323482_2094970270572654_5888850133654700032_oDas Billing in diesem Jahr war in Ordnung, aber im Vergleich zum Vorjahr war das Billing 2018 aus unserer Sicht deutlich stĂ€rker. Es gab hier ein paar Perlen, die absolut sehenswert waren und wir wĂŒnschen uns im kommenden Jahr vielleicht auch ein zwei, drei Acts der hĂ€rteren Gangart dazwischen. Vom AmbientĂ© her gefielen die WACKEN WINTER NIGHTS wirklich sehr gut. Die großen aus Holz gearbeiteten, wirklich tollen, Skulpturen könnten hier und da noch ein wenig ausgeleuchtet werden, so dass sie auch nachts noch von jedermann gesehen werden können und auch dem Weg zum ICE-PALACE darf an einigen Stellen noch etwas mehr Licht geschenkt werden. Kulinarisch war wirklich fĂŒr alle etwas dabei und auch das Service-Personal an den StĂ€nden war – genauso wie die Security – freundlich und hilfsbereit. Hier also der Daumen nach oben.

Wenn man es im kommenden Jahr noch schafft, vielleicht das THEATRE OF GRACE etwas anders zu platzieren (denn diese Halle war einfach zu voll und man mochte schon deshalb einige Bands gar nicht mehr ansehen) und den Weg zwischen Tagesparkplatz und Area zu verkĂŒrzen, besser auszuleuchten und vor allem dort Securities zu postieren, wĂ€ren die WACKEN WINTER NIGHTS absolut perfekt.

Wir haben uns auf jeden Fall bei den diesjĂ€hrigen WACKEN WINTER NIGHTS wohlgefĂŒhlt und werden mit Sicherheit im kommenden Jahr, bei der IV. Auflage, wieder mit am Start sein. Bis dahin !

Berichterstattung/PhotoCredits: Stefanie Preuß

PhotoCredits: Dirk Jacobs

https://www.facebook.com/Fotos.Dirk.Jacobs/


IMPERICON FESTIVAL 2019

Posted by joel On Februar - 27 - 2019

6640-impericon-festival-2019-20191025_imp_fest_2019_poster_leipzig_lgSchon im letzten Jahr durften wir vom Metal Impressions Magazine  uns einen Überblick ĂŒber das Indoor-Festival in Leipzig verschaffen.  Auch in diesem Jahr steigt in Leipzig das Metalcore-Festival in eine vielversprechende neue Runde. Wir werden fĂŒr Euch in Leipzig vor Ort sein. Das Impericon Festival hat 5 Stationen mit unterschiedlichen Bands in den jeweiligen StĂ€dten Leipzig, MĂŒnchen, Oberhausen und Wien sowie ZĂŒrich.

Bisher bestĂ€tigte Bands fĂŒr Leipzig:
HOLLYWOOD UNDEAD (mit der einzigen Deutschland Show in 2019), STICK TO YOUR GUNS / DONOTS / CALIBAN / CALLEJON / BEING AS AN OCEAN / EMMURE, NASTY / DEEZNUTS (10 Jahre Stay True Set) / DEFEATER / THE BLACK DAHLIA MURDER /  RISE OF THE NORTHSTAR / NORMA JEAN / COUNTERPARTS / OBEY THE BRAVE / GET THE SHOT / FIT FOR A KING / ALPHA WOLF und die Gewinnerband des Next Generations Bandcontests.

Ob in diesem Jahr am Vorabend des Festivals wieder eine “Warm Up-Party” mit einer Band stattfinden wird, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Derzeit sind in Leipzig schon ĂŒber 60% aller Tickets vergriffen. Auch in den anderen Festival-Locations geht es in punkto Tickets auf die Zielgerade zu. Also beeilt Euch!

Weitere Stationen des Impericon-Festivals wÀren innerhalb Deutschlands am

20190104_imp_fest_2019_poster_ober_lg_148397471_1479046148898829_3542168187388821504_o-1088x61213.04.2019  Oberhausen Turbinenhalle

27.04.2019 MĂŒnchen Backstage

Das Festival-Ticket könnt Ihr zu einem Preis von 67,90 € im Online-Shop von IMPERICON erwerben.

Weitere Infos zum Festival, der An- und Abreise sowie alles rund um den Ticketverkauf gibt es unter www.impericon.de


7. Metal Up Your Life Festival – Melodie ist Gebot !

Posted by Lukas E. On Februar - 13 - 2019

51505918_1821611157943557_6883301784719196160_oDass als Hauptveranstalter einiger Festivals eine Band auftritt, kommt insbesondere bei kleineren und mittelgroßen Veranstaltungen gar nicht allzu selten vor. Ein solches Festival ist auch das METAL UP YOUR LIFE, das seit 2016 in der Oetinger Villa in Darmstadt stattfindet und von der Band ALL WILL KNOW durchgefĂŒhrt wird.

Spielen die Veranstalter selbst eine Mischung aus Melodic Death und Modern Metal, so folgen auch die anderen teilnehmenden Bands mehr oder weniger derselben Marschrichtung. Zur (ersten) diesjĂ€hrigen Auflage am 09. MĂ€rz 2019 spielen daher beispielsweise die NĂŒrnberger M.I.GOD. mit ihrem „Sophisticated Metal“ und die Formation HALF PAST EIGHT. Außerdem werden die MeloDeath-Metaller von PENTARIUM die Halle erbeben lassen. Als großer Headliner sind dieses Mal VINEGAR HILL aus Österreich gebucht, die in Darmstadt ihren ersten Gig des Jahres spielen werden.

Das ist allerdings noch nicht alles. Als große Besonderheit fĂŒr ein Festival dieser GrĂ¶ĂŸe – wir sprechen im Schnitt von einigen hundert Besuchern – wartet das METAL UP YOUR LIFE mit einer zweiten BĂŒhne auf. WĂ€hrend es auf der ersten Stage ordentlich ballert, geht es auf der zweiten allerdings deutlich ruhiger zu. Bei dieser handelt es sich schließlich um die AkustikbĂŒhne, auf der drei Bands ihre Shows unplugged prĂ€sentieren werden. NatĂŒrlich lassen es sich ALL WILL KNOW nicht nehmen, auch auf dieser BĂŒhne ihr Heimspiel zu feiern. Daneben dĂŒrfen aber auch die Akustik-Rocker THE JUKES sowie das Post/Prog-MeloDeath-Geschwader PRECIPITATION zeigen, was sie auf dem Kasten haben.

Mit diesem Tagesfestival habt Ihr die perfekte Chance, die lange Zeit bis zum Auftakt der Open-Air-Festivalsaison zu ĂŒberbrĂŒcken und einen tollen Abend in angenehmer AtmosphĂ€re zu verbringen.

Tickets fĂŒr das Festival sind erhĂ€ltlich im VVK fĂŒr 13,00 EUR oder an der Abendkasse fĂŒr 15,00 EUR.

Fuck Cancer Festival 2019

Posted by Stefanie On Februar - 10 - 2019

181105_fc2019-shirt-rueckBereits zum vierten Male findet am 09.03.2019 das FUCK CANCER FESTIVAL im „42“ in Ahrensburg statt. Diese im Jahre 2016 ins Leben gerufene Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Kinderhospiz SternenbrĂŒcke e.V. in Hamburg und der Organisation “Inklusion Muss Laut Sein” hat sich zwei Punkte zur Aufgabe gemacht: Zum Einen soll jungen Metal- und Hardrock-Bands eine Plattform gegeben werden vor einem breitem Publikum zu spielen und zum Anderen soll Geld fĂŒr das Kinderhospiz sowie andere soziale Einrichtungen gesammelt werden. Bei der Auswahl der Bands ist es den Veranstaltern des Fuck Cancer Festivals sehr wichtig, möglichst viele Metal-Genres an einen Tag auf die BĂŒhne zu bringen, um so auch ein breitgefĂ€chertes Publikum ins “42″ nach Ahrensburg zu ziehen. Die Bands verzichten auf Gage oder Fahrtkostenerstattungen, so dass die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern fast komplett gespendet werden können. Zudem gibt es eine Tombola, in der Sachspenden von Bands, Festivals, Radiosendern, Konzertveranstaltern, die versteigert werden. Schon bei der damals ersten Veranstaltung konnten dem Kinderhospiz 3.500,00 EUR ĂŒbergeben werden. 2017 gab es dann schon die ersten Festival-Shirts kĂ€uflich zu erwerben und in diesem Jahr gab es dann eine Spendensumme von knapp 5.500,00 EUR, die im Jahre 2018 dermaßen getoppt wurde mit einer Spendensumme von 9.000,00 EUR.

Am 09.03.2019 ist es also wieder soweit! Da man uns aus diversen Kreisen schon vom FUCK CANCER FESTIVAL und seiner einmalig familiĂ€ren AtmosphĂ€re berichtete, werden auch wir vom Metal Impressions Magazine in diesem Jahr das erste Mal vor Ort sein und spĂ€ter ausfĂŒhrlich berichten.

Ab 15:00 Uhr geht es los (Einlass 14:00 Uhr / Tageskasse ab 13:00 Uhr). Es spielen 7 Bands fĂŒr den guten Zweck. Hier fĂŒr Euch die Bands in der Übersicht:

NERO DOCTRINE – Sie begeisterten das Publikum schon beim ersten Fuck Cancer Festival im Jahre 2016. NERO DOCTRINE kommen aus Greifswald und im GepĂ€ck haben sie Melodic Death / Trash Metal.


TORTURE GUT- Mit dieser Band hÀlt das Festival an seiner Tradition fest, dass jedes Jahr eine Band aus dem Kreise des 42 spielt. Unter dem 42 befinden sich nÀmlich ProberÀume in denen diverse Bands ihr zu Hause haben und proben können. TORTURE GUT bringen Death Metal zum Festival.


SAMSARA CIRCLE - Mit dieser Band kommt der MetalCore zum Festival. Samsara Circle kommen aus DĂŒsseldorf und haben somit die weiteste Anreise in diesem Jahr.


DEVARIEM – Eine ordentliche Portion Thrash Metal gibt es von den LĂŒbeckern von DEVARIEM auf die Ohren. Wie sie selbst auf ihrer Facebookseite schreiben: Wutentbrannter, ungezĂ€hmter Modern Thrash Metal.


TOTAL VIOLANCE – Old School Thrash aus Kellingenhusen. Diese Band gibt es seit 2012 und teilten bereits die BĂŒhne mit namenhaften Bands, wie Asphyx, Suicidal Angels, Master, Rezet u.v.m. “Harte Riffs und schnelle Beats … und manchmal Blut” so stellen sie sich selbst auf ihrer Seite vor. Wir sind gespannt !


DIVIDE – Eine 2-Mann-Death-Metal Band aus Kiel. Ein Muss fĂŒr jeden Metal-Fan! Die beiden haben es im Oktober im Metal-Hammer zu den Helden der Zukunft geschafft.


PARAGON – Als Headliner des diesjĂ€hrigen FUCK CANCER FESTIVALS kommen die Hamburger Metal-Legenden. PARAGON gibt es bereits seit 1990; sie tourten mit namenhaften Bands, wie z.B. Iron Savior und Gamma Ray. Ebenfalls traten sie auf bei namenhaften Festivals, wie z.B. dem Sweden Rock, Wacken Open Air oder aber dem Summer Breeze. Sie sind somit “alte Hasen” der Metal-Branche und auch ein sicherer Garant fĂŒr einen metalischen Abschluss des Festivals!

Tickets gibt es im VVK fĂŒr 12,00 EUR auf der Seite des FUCK CANCER FESTIVALS oder aber an der Abendkasse fĂŒr 15,00 EUR.