NACHBERICHT RHF 2018

Posted by Uli On Juni - 14 - 2018

ROCK HARD FESTIVAL 2018 Zum fĂŒnfzehnten Mal rockt nun schon der Pott am Pfingstwochenende beim diesjĂ€hrigen Rock Hard Festival 2018 im traumhaften Amphitheater in Gelsenkirchen, direkt am Rhein Herne Kanal und wieder einmal es ist dem Rock Hard Team gelungen, ein spannendes Billing auf die Beine zu stellen. Headliner wie SAXON, OVERKILL und SODOM, sowie andere namhafte Bands wie ARMORED SAINT, LEATHERWOLF, AXEL RUDI PELL und ULI JOHN ROTH, sorgten fĂŒr redlichen Publikumsandrang, aber ausverkauft war kein einziger Tag!

Voller Vorfreude ging es endlich am Freitag los zum ersten Festivaltag, das Wetter war einfach ideal, nicht zu heiß, das erste Festivalbier wurde auf dem GelĂ€nde vernichtet, die Kollegen der fotografierenden und schreibenden Zunft wurden begrĂŒĂŸt. Kurz vor fĂŒnfzehn Uhr ging es dann wieder los in Richtung Fotograben, wo wir natĂŒrlich wie jedes Jahr von den Jungs der CCS-Security herzlich begrĂŒĂŸt wurden.

IMG_6651Freitag 1. FestivaltagDen Reigen eröffneten Punkt 15 Uhr die OsnabrĂŒcker Melodic Deather von DAWN OF DISEASE. Das Rund war zwar nicht so ganz gefĂŒllt, die Band gab aber ihr Bestes, um die Anwesenden anzuheizen!

ATTIC aus Gelsenkirchen hatten heute ihr Heimspiel, dementsprechend war auch dieIMG_6646Publikumsreaktion, denn die Band wurde lautstark gefeiert. Leider sprach mich die Musik nicht so an, denn fĂŒr KING DIAMOND und MERCYFUL FATE konnte ich mich noch nie erwĂ€rmen.

IMG_6680DOOL aus den Niederlanden waren nun angesagt. Ich hatte die Band im letzten Jahr live im Dortmunder Musiktheater Piano im Rahmen der ersten Rock Hard Nights gesehen, wo sie mich regelrecht umgehauen haben. Dementsprechend war meine Erwartungshaltung sehr hoch. Das Set begann mit ‚The Alpha‘, dem Titeltrack ihres hochgelobten DebĂŒtalbum „Here Now, There Then“. Die Band um Frontfrau Ryanne van Dorst, die gesanglich sehr gut drauf war, war hervorragend eingespielt und lieferte eine tolle Performance auf der BĂŒhne. Die Musik eine Mischung aus Psychedelic/Doom und Progessive Rock kam gut beim Publikum an und sorgte fĂŒr eine entspannte AtmosphĂ€re. FĂŒr mich war die Band wirklich das Highlight des Freitags!IMG_6612

DIAMOND HEAD, eine der fĂŒhrenden Bands des NWOBHM aus England, gegrĂŒndet 1976, stand als nĂ€chste Band auf dem Programm. FĂŒr METALLICA hatte diese Band damals einen bedeutenden Einfluß auf ihre eigene Musik gehabt, denn ab und zu spielen sie noch live Songs der Band. In der aktuellen Besetzung ist Gitarrist Brain Tatler nur noch als das einzige GrĂŒndungsmitglied mit von der Partie. Zum Gig ist soviel zu sagen, dass er gut beim Publikum ankam, auch wenn die Musik nicht so richtig zĂŒnden wollte. Richtig Stimmung kam erst bei ‚Am I Evil‘ am Schluss auf, wobei das Publikum lautstark mitsang.

IMG_6691TIAMAT aus Schweden, die zu den MitbegrĂŒndern des Gothic Metals zĂ€hlen, spielten heute ihr Special Clouds und Wildhoney Set im Amphitheater. Immer wenn eine Band einen Special Set spielt, muss das ja eigentlich immer was besonders sein! Aber was TIAMAT bot, war nicht Fisch nicht Fleisch! Die Musik kam gut rĂŒber, aber langweilte auf einigen Strecken ziemlich! Frontmann Johan Edlund wirkte sehr motivationslos, sang aber gut! Alles in allem ein sehr zwiespĂ€ltiger Auftritt!

Über SODOM muss man nicht viel erzĂ€hlen! Entweder man liebt oder hasst sie. Der heutige Gig der Ruhrpottthrasher war eine Premiere der besonderen Art, denn die Band trat zum erstem Mal als Quartett auf. Nach dem Rausschmiss vom Bernemann und Akka holte sich Bassmann Tom Angelripper gleich zwei Gitarristen mit an Bord, Frank „Blackfire“ Gosdzik, Yorck Segatz, sowie den neuen Drummer Stefan „Husky“ HĂŒskens. Dementsprechend war die Erwartungshaltung im Publikum sehr hoch!

IMG_6581Und was soll ich sagen?! Heute zum ersten Mal kochte dann das Amphitheater ĂŒber. Denn am Rande erwĂ€hnt war bis jetzt die Stimmung zu diesem Gig eher seltsam verhalten, was man eigentlich so gar nicht vom Rock Hard Festival kennt. Aber egal! Jetzt ging das Publikum ab, es wurden Heerscharen von Crowdsurfern gesichtet und die Security hatte jetzt alle HĂ€nde voll zu tun.

Da es der erste Gig in dieser Besetzung war, war er wirklich nicht perfekt, es klang stellenweise sehr holprig und der Gitarrensound war nicht gerade was man druckvoll nennen konnte. Ich hoffe, bei den nÀchsten Gigs sind diese Fehler ausgemerzt. Als SODOM vor zwei Jahren hier auf dem Rock Hard spielten, gefielen sie mir weitaus besser!!

Samstag 2. Festivaltag

Den zweiten Festivaltag eröffneten die deutschen Thrasher TRAITOR aus Balingen bei Sonnenschein, die schon von Anfang an fĂŒr mĂ€chtig Stimmung sorgten.

IMG_6556Die schwedischen Power Metaler von NOCTURNAL RITES gingen gleich in die Vollen und konnten mit ihren Hymnen ĂŒberzeugen. Frontmann Johnny Lindkvist hatte sichtlich Spaß in den Backen und scherzte mit der Security und den KameramĂ€nnern von der ARD. Die Band war in guter Spiellaune und hinterließ ein zufriedenes Publikum, welches die Band gut abfeierte.

Die Wiesbadener Rocker von THE NEW ROSES um Frontmann Timmy Rough standen alsIMG_6661nĂ€chstes auf der BĂŒhne. Jetzt wurde es voller hier im Amphitheater und jetzt kam zum ersten Mal so richtig Stimmung am heutigen Tag hier auf. Nicht gerade euphorisch, aber die Band verstand es wirklich das Publikum zu unterhalten. Hier wurde eine solide Rockshow geboten, die auch in grĂ¶ĂŸeren Arenen oder auf Festivals zĂŒnden könnte. Daumen hoch!

Zur nĂ€chsten Band muss erwĂ€hnt werden, dass das letzte Album der Band „New World Asylum“ im Jahre 2007 erschienen ist. Ich spreche hier von der amerikanischen Metalband LEATHERWOLF. Sie war die erste Band, die mit drei Gitarristen auf der BĂŒhne standen, welches spĂ€ter noch von Bands wie IRON MAIDEN zu grĂ¶ĂŸerer Bekanntheit gefĂŒhrt wurde.

IMG_6669Die Band um Frontmann Michael Olivieri zeigte von Beginn an was ne Harke ist. Schnörkellos spielten sie sich souverÀn durch ihr Set und jagten ihre Klassiker hier ins Rund bei bestem Sound. Hier brillierten die Gitarrensoli und die Rhythmussektion trat ganz schön Arsch! Das Publikum war völlig aus dem HÀuschen und feierte die Band lautstark! Daumen hoch!!!!

CIRITH UNGOL, die nĂ€chste Metalband aus den Staaten, waren fĂŒr mich etwas zwiespĂ€ltig, da mich der Gesang von Tim Baker ziemlich nervte, ich gönnte mir eine kleine Verschnaufpause, um pĂŒnktlich

.

IMG_6514bei der schwedischen Abrissbirne MARDUK zu sein, die ihren fiesen Black Metal bei strahlendem Sonnenschein hier zelebrierten. MARDUK hin und MARDUK her, die Band knĂŒppelte alles in Grund und Boden, wĂ€hrend SĂ€nger Mortuus sich die Seele aus dem Leib keifte. Aber das Publikum war nicht so euphorisch, wie bei LEATHERWOLF. Lag es an der Sonne

.oder!?

Über den Bochumer Saitenhexer AXEL RUDI PELL muss man nicht viele Worte sagen, denn er ist wirklich ein Garant fĂŒr guten Hardrock. Und das bewies er auch an diesem Abend. Die Band war in super Spiellaune, allem voran der hervorragende SĂ€nger Johnny Gioeli (der Beste des gesamten Festivals), der hier auf der BĂŒhne eine hervorragende Show bot und etliche Kilometer zurĂŒcklegte. IMG_6502

NatĂŒrlich durften die ausufernden Soli von Axel nicht fehlen, ebenso das obligatorische Drumsolo von Bobby Rondinelli. Das Publikum dankte der Band mit lautstarkem Applaus. Nur was mich störte: Die Band hat so viele geile Songs auf Lager und dann spielt man die besten Songs wie `The Masquerade Ball` und `Casbah` als Medley am Ende des Konzertes!

Der Samstagsheadliner OVERKILL ist immer ein gern gesehener Gast auf dem Rock Hard Festival. Die Amis sind immer ein Garant fĂŒr ausrastendes Publikum, was sie auch an diesem Abend bewiesen. Punkt 21.30 enterten die New Yorker Jungs die BĂŒhne und legten fulminant mit `Coma`los. Thrash At It Best! Der Focus des Konzertes lag auf den beiden Alben „Feel The Fire“ und „Horrorscope“. Die Songs wurden nur so ins Publikum geballert und wurden vom Publikum lautstark mitgegrölt. Rotten To The Core!!!

IMG_6486Was fĂŒr ein Fest. Ich fand, dass Bobby nicht so gut drauf war, denn er machte einen etwas angeschlagenen Eindruck, aber gesanglich war er top wie immer. Alles in allem war es aber ein super Abschluss des zweiten Tages.

Sonntag 3. Festivaltag

Die vier Schwedinnen von THUNDERMOTHER eröffneten den dritten Festivaltag beiIMG_6471strahlendem Sonnenschein im schon gut gefĂŒllten Amphitheater in Gelsenkirchen. Die Band um Frontfrau Filippa NĂ€ssili zeigte sofort dem Publikum was ne’ Harke ist und konnte somit in kĂŒrzester Zeit das Publikum auf ihre Seite ziehen. Fetzige Riffs, rotzige Vocals und eingĂ€ngige Refrains sind das unverwechselbare Trademark dieser jungen sympathischen Band. Daumen hoch!

IMG_6689YES!!! Kommen wir nun zu der britischen Band MEMORIAM, deren SĂ€nger kein geringerer ist als Karl Willets, ehemaliger Frontmann der Death Metal Legende BOLT THROWER, die sich leider zum Leidwesen der Fans im Jahre 2016 auflöste. Doch was die Band hier zelebrierte war zwar nicht BOLT THROWER, doch hier passte alles! Death Metal ist nicht so richtig mein Ding, aber was die Band hier zeigte, fand ich so gut, dass selbst ich meine Matte schĂŒtteln musste. Der zĂ€hflĂŒssige Death Metal kam regelrecht wie Lava aus den Boxen gekrochen und ĂŒber allem die Stimme von Karl Willens. Rock Hard, das habt ihr richtig gemacht! Daumen Hoch!!

Kommen wir nun zu den Senkrechtstartern von NIGHT DEMON, die auch schon im letzten Jahr als erste Band hier am Sonntag aufgetreten ist, aber durch einen verzögerten Einlass konnten viele die Band nicht sehen. Deshalb wurden sie fĂŒr dieses Jahr noch einmal gebucht und bekamen dafĂŒr in diesem Jahr einen spĂ€teren Slot.

IMG_6687Ja, das Powertrio machte seine Sache heute sehr gut und konnten auf ganzer lĂ€nge ĂŒberzeugen. Das Powertrio um SĂ€nger/Bassist Jarvis Leatherby, der auch gestern noch nebenbei bei CIRITH UNGOL den Bass bediente, zog alle Register um ein völlig verausgabtes Publikum zu hinterlassen. Hits wie `Welcome To The Night`, `Maiden Hell`und `Black Window`durften nicht fehlen. Von dieser Band wird man definitiv noch mehr zu hören bekommen!

Mit ULI JON ROTH konnte man ebenfalls eine Gitarrenlegende verpflichten. Der ehemaligeIMG_6688SCORPIONS-Gitarrist, der auf den Alben „In Trance“, „Virgin Killer“ und „Tokio Tapes“ mitwirkte, spielte heute sein spezielles „Scorpions Revisited“-Set, wo auch Hits wie `In Trance`und `Pictured Life`gespielt wurden. Seine Begleitband war erste Sahne und spielte sich sehr souverĂ€n durch das Set. Die langen improvisierten Gitarrensoli boten geradezu an, sich fallen zu lassen und sich komplett der Musik hinzugeben. Höhepunkt fĂŒr viele war ÂŽAll Along The Watchtower`von Jimi Hendrix, wo Uli nochmal alle Register zog, um sein Können unter Beweis zu stellen. Ganz klarer Fall! Das Beste bisher am heutigen Tag!

CORONER aus der Schweiz habe ich mir nicht gegönnt, denn man muss sich auch mal neŽ Pause gönnen.

IMG_6433Die nĂ€chste Band, die BACKYARD BABIES aus Schweden kamen mit ihrem Rotzrock nicht so gut beim Publikum an. In den RĂ€ngen war es eher verhalten, wĂ€hrend das Publikum vor der BĂŒhne gut abging. Die Band schien nicht ganz so motiviert bei der Sache zu sein
..na ja abgehakt! DafĂŒr hĂ€tte ich gerne HARDCORE SUPERSTAR gesehen!

Bei der vorletzten Band sollte es endlich anders werden. ARMORED SAINT spielen hier beim RockIMG_6663 Hard Festival eine ihrer raren Shows und wir können uns glĂŒcklich schĂ€tzen, dabei gewesen zu sein. Die Band um Frontmann John Bush und Überbasser Joey Vera spielten sich heute Abend in einen wahren Spielrrausch. Das Set begann mit ‚March Of The Saint‘, gefolgt von ‚Rain Of Fire‘. Bei dieser Band merkt man deutlich, dass sie schon sehr lange zusammen spielen. Eine wahnsinnige HomogenitĂ€t kommt von dieser Band
von der BĂŒhne. Angefangen vom Bush‘s markantem Gesang, der großartigen Gitarrenfraktion mit ihren geilen Gitarrensoli und nicht zuletzt die hervorragende Arbeit von Mr. Vera am Bass! Die Band spielte ein Feuerwerk an Hits ab, es blieben keine WĂŒnsche ĂŒbrig, Das Publikum bekam die volle Vollbedienung ab und das komplette Amphitheater feierte die Band lautstark!
Alle Daumen hoch!!

IMG_6693Kommen wir nun zur letzten Band an diesem Abend! SAXON! Wenn die britische NWOBHM-Legende eine BĂŒhne irgendwo auf der Welt betritt, dann heißt das: Die totale Vollbedienung und ein Feuerwerk an Hits!! Und genauso war es heute Abend auch hier im Amphitheater! Was hier Biff und Co. zelebrierten, war einfach Weltklasse, denn nicht umsonst zĂ€hlen sie zu den besten Livebands dieser Erde. Hier stimmte alles, der großartige druckvolle, klare Sound, der aus den Boxen schallte, die geniale Lightshow und natĂŒrlich darf man die Musiker nicht vergessen zu erwĂ€hnen, die hier wirklich alles gaben und sichtlich Spaß in den Backen hatten! Das Publikum dankte es ihnen mit frenetischem Applaus und einer Masse an Crowdsurfern! Alle Daumen hoch!!!

Meine persönlichen Highlight dieses Festivals waren: SAXON, LEATHERWOLF, ARMORED SAINT, ULI JON ROTH, OVERKILL, MEMORIAM und DOOL!

Tja, leider ist es nun auch schon wieder vorbei und der Schreiber denkt mit Wehmut zurĂŒck, schaut aber auch gleichzeitig wieder nach vorne und sagt: Auf zum nĂ€chsten Familientreffen 2019!

Danke an die Truppe vom Rock Hard, der es wieder einmal gelungen war, ein hervorragend entspanntes Festival mit tollen Bands auf die Beine zu stellen!

Wir sehen uns nÀchstes Jahr!!

Uli

ROCK HARD FESTIVAL 2018

Posted by Uli On November - 10 - 2017

App-Anzeigen_Festival_2018_156da51900Das Rock-Hard Festival geht in die nĂ€chste Runde, welches auch im Jahre 2018, vom 18.-20. Mai (Pfingsten), wie immer im wunderschönen Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen stattfindet. Hier hat man wirklich von allen PlĂ€tzen aus einen hervorragenden Blick auf die BĂŒhne, die Wege sind kurz, eine freundliche Security und humane Preise sorgen dafĂŒr, dass man das Festival in vollen ZĂŒgen genießen kann. Abgerundet wird das Ganze noch von einem Metalmarkt.‹ HochkarĂ€tige Acts versprechen ein abwechslungsreiches Festival.

Was 2003 als einmalig geplantes JubilĂ€umsfestival anlĂ€sslich des 20-jĂ€hrigen Bestehens des ROCK HARD gedacht war, ist inzwischen ein “MUSS”. Ob es an dem musikalisch abwechslungsreichen Programm, dem traumhaft gelegenen Veranstaltungsort, der Stimmung oder an allem zusammen lag – die Fans sind begeistert! Nicht etwa nur „zufrieden“, sondern wirklich „aus dem HĂ€uschen“, wie die zahlreichen Besucher- und Pressereaktionen zeigen.

Das Rock Hard Festival findet selbstverstĂ€ndlich wieder in der wohl schönsten Kulisse des “Reviers” statt: dem Amphitheater Gelsenkirchen im Nordsternpark. Direkt am Rhein-Herne Kanal gelegen, bietet das Theater nicht nur einen malerischen Ausblick, sondern sorgt mit seinen aufsteigenden RĂ€ngen auch fĂŒr die perfekte Sicht aufs BĂŒhnengeschehen und optimalen Sound.

Mit dem ROCK HARD Festival hat sich innerhalb kĂŒrzester Zeit ein emotionsgeladenes Festival-Highlight im Ruhrgebiet etablieren können, das mit seinem urbanen Flair und den erstklassigen Rahmenbedingungen aus der Masse der Wald- und Wiesenveranstaltungen heraussticht. Seid mit dabei, wenn der Pott ĂŒberkocht! Read the rest of this entry »

LIVE REVIEW: RHF 2017

Posted by Uli On Juni - 18 - 2017

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ROCK HARD FESTIVAL 2017 Zum fĂŒnfzehnten Mal rockt nun schon der Pott am Pfingstwochenende beim diesjĂ€hrigen Rock Hard Festival 2017 im traumhaften Amphitheater in Gelsenkirchen, direkt am Rhein Herne Kanal und wieder einmal es ist dem Rock Hard Team gelungen, ein spannendes Billing auf die Beine zu stellen. Headliner wie OPETH, BEHEMOTH und BLUES PILLS sowie andere namhafte Bands wie EXODUS, DIRKSCHNEIDER, CANDLEMASS und FATES WARNING sorgten fĂŒr redlichen Publikumsandrang.

Voller Vorfreude ging es endlich am Freitag los zum ersten Festivaltag, das Wetter war einfach ideal, schon ein wenig zu heiß, das erste Festivalbier wurde auf dem GelĂ€nde vernichtet, die Kollegen der fotografierenden und schreibenden Zunft wurden begrĂŒĂŸt. Kurz vor fĂŒnfzehn Uhr ging es dann wieder los in Richtung Fotograben, wo wir natĂŒrlich wie jedes Jahr freudig von den Jungs der CCS-Security herzlich begrĂŒĂŸt wurden.

FREITAG 1. Festivaltag

P6020071Als erste Band betraten die deutschen Thrasher DUST BOLT die BĂŒhne und konnten das schon zahlreich erschienene Publikum voll begeistern. Das bayrische Trio entfesselte auf der BĂŒhne einen wahren Hexenkessel, konnte mit doppellĂ€ufigen Gitarrensoli und Midtempopassagen voll ĂŒberzeugen. Ein gelungener Auftakt.

Auf zur nĂ€chsten Truppe. ROBERT PEHRSSONÂŽS HUMBUCKER aus Schweden, gaben sich ein wenig schwer auf der BĂŒhne. Eine Mischung aus Classic Rock Ikonen wie THIN LIZZY, UFO, RAINBOW oder DEEP PURPLE kann ja eigentlich nicht verkehrt sein, aber was Herr Pehrsson dort auf der BĂŒhne mit seiner Band zelebrierte war wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Die Musik hatte keine Höhen und Tiefen, kam ziemlich lustlos und langweilig daher. Dementsprechend war die Publikumslaune auch nicht sehr euphorisch.

P6020226Ganz anders sollte es nun bei MANTAR werden. Hier gab es heute zum ersten Mal richtig Stimmung im Publikum. Was die beiden Musiker, Hanno (v./g.) und Erinc (dr.) hier zelebrierten, war schon ganz harter Tobak.

Mit einer Mischung aus Black-, Death-, Punk- und Doom-Elementen sorgten sie hier fĂŒr einen wahren Hexenkessel. Die Musik wurde mit einer immensen brachialen Kompromisslosigkeit vorgetragen, wĂ€hrend Hanno sich gesanglich im wahrsten Sinne des Wortes auskotzte. Ein sehr intensives Konzert, das man nicht jeden Tag zu sehen und hören bekommt!! Daumen hoch!!!

P6020321Über die DEAD DAISIES muss man nicht viel berichten, denn wer sie fĂŒr ein Konzert oder Festival bucht, der weiß wirklich was einem erwartet. Hard Rock at its best.

Die 2012 gegrĂŒndete All-Star Band um Gitarrist Davy Lawy hat 2016 ihren dritten Longplayer „Make Some Noise“ auf den Markt geworfen, ein Live-Album folgt in KĂŒrze. SĂ€nger John Corabi (ex-MOTLEY CRÜE), Gitarrist Doug Aldrich (ex-DIO/WHITESNAKE), Bassist Marco Mendoza (ex-WHITESNAKE, THIN LIZZY) und Brain Tichy (ex-WHITESNAKE) boten hier ganz großes Rock`n Roll Kino der Extraklasse nach dem Motto: Make Some Noise. Und das Publikum dankte der Band hinterher mit krĂ€ftigem Applaus!!!!! Ein kleiner Abzug noch am Rande: Es wurden zwei oder drei Coversongs zu viel gespielt!

P6020455Ein Höhepunkt folgte nun dem nĂ€chsten. CANDLEMASS, die Doom Metal Götter aus Schweden, betraten die BĂŒhne und zelebrierten hier wirklich eine Messe vom Allerfeinstem. Die Band um Mastermind Leif Edling (b) zog hier alle Register, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Das Gitarrenduo Lars Johansson und Mats Björkman schmissen ihre zĂ€hen Lavariffs ins Publikum, wĂ€hrend SĂ€nger Mats Leven ĂŒberaus mit seiner geilen Stimme ĂŒberzeugen konnte und seine Rolle als Frontmann gekonnt in Szene setzte. Die Setlist ließ nichts zu wĂŒnschen ĂŒbrig, die Band hinterließ ein vollkommen zufriedenes Publikum, welches die Band von Anfang an lautstark abfeierte.

P6020633So, nun zum Headliner am Freitag. Die BLUES PILLS aus Schweden hatten danach keinen leichten Stand, den Auftritt von CANDLEMASS zu toppen. Auch schon im Vorfeld wurde schon viel darĂŒber diskutiert, ob diese Band ĂŒberhaupt Headlinerstatus hier auf diesem Festival hĂ€tte. Nun ja, die Band ist mittlerweile zu einer wichtigen neuen Classic Rock Band geworden, aber ich finde, sie wird dennoch ein wenig zu hoch gepusht. Nichtsdestotrotz kam sie hier im Rund gut an.

SĂ€ngerin Elin Larsson ist natĂŒrlich der Blickfang der Band, wĂ€hrend die Musiker eigentlich nur im Hintergrund agieren. Der sehr junge Gitarrist Dorian Sorriaux ist ohne jeden Zweifel einer der besten kommenden Gitarristen in seinem Genre. Die Rhythmussektion der Band ist perfekt. Aber trotzdem kommt bei mir nicht so richtig die Stimmung auf. Als die Band 2014 hier auf dem Rock Hard Festival im Sonnenschein spielte, hatte ich noch einen GĂ€nsehauteffekt, heute aber war es eher ein fader Nachgeschmack!

Uli

SAMSTAG 2. Festivaltag

Snapseed_22Der Samstag startete mit einer gepflegten Runde NWOBHM. Wer sich auf eine gemĂŒtliche Runde rumstehen mit einem Kontrabier gegen den Kater eingestellt hatte, wurde mit dem Auftritt von MONUMENT schnell eines besseren belehrt. Die Truppe legte einen regelrechten Senkrechtstart hin, der das Amphitheater schnell fĂŒllte. Ex- White Wizzard-SĂ€nger Peter Ellis` Organ lockte einfach vor die BĂŒhne und die Spielfreude entfachte schnell einen FlĂ€chenbrand im Publikum, der sich ausbreitete.

Die Songs von „Hair Of The Dog“ funktionieren live nicht nur, sie haben bei der Audienz die Wirkung eines Schleudersitzes, wobei auch die Pyroshow den Jungs in die Karten spielte. Erstaunte Blicke, breites Grinsen und eine fette Party waren die Folgen des Sounds, der in bester Maiden/Thin Lizzy Manier zelebriert wurde. Trotz der frĂŒhen Startposition legten MONUMENT die Messlatte fĂŒr diesen Tag schon sehr hoch und wurden bei einigen bereits schnell als heimlicher Headliner gehandelt.‹‹WĂ€hrend die feierwĂŒtige Menge sich an die BierstĂ€nde drĂ€ngte, begann der Umbau fĂŒr KETZER. Ob sie den Stimmungspegel halten konnten? Sie legten ohne große Vorwarnung los und brachten die Menge schnell auf Betriebstemperatur. Obwohl sie durchaus aggressiver zugange waren, rockten die Riffs tapfer, ohne in GeknĂŒppel zu verfallen. WĂ€hrend des Gigs blieb der Energiepegel zwar oben, aber eine weitere Steigerung gab`s leider nicht. Egal, die Songs funktionierten und der Gig wurde abgefeiert.

Snapseed_20THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA brauchten ein wenig, um das Publikum aus der Reserve zu locken. Auch wenn zwei nette Stewardessen im Hintergrund tanzten und sangen, so frisst der Keyboardsound zu Beginn stellenweise Björn Strids Vocals gnadenlos auf. Im Laufe des Gigs wurde die Meute zutraulicher fĂŒr den AOR Sound und so verfehlten Schwergewichte wie `Living For The Lifetime` ihre Wirkung nicht. Keine tobende Meute, sondern eher eine entspannte, lĂ€ssige Stimmung dominierte hier auf und vor der BĂŒhne und sorgte fĂŒr eine gemĂŒtliche UrlaubsatmosphĂ€re.

Snapseed_19Die Pechvögel des Festivals waren eindeutig SKYCLAD; mĂŒssen sie bei Hardcore Fans bereits leichte Ablehnung wegen des fehlenden Original SĂ€ngers ĂŒber sich ergehen lassen, fehlte ihnen gerade beim Gig ihre Violinistin Georgina Biddle, die kurzfristig krank geworden war. Und so begann der Gig einer generell unterbewerteten Band pĂŒnktlich zum Regeneinsatz. Zum GlĂŒck war das den Jungs scheißegal, denn sie hatten richtig Bock auf ihren Gig und spielten sich schnell in einen Partyrausch, der ansteckte.

Getreu dem Motto „Wenn alles schon scheiße ist, genießen wir es richtig“ schmissen sie mit Songs um sich, dass der Moshpit kochte. `Parliament Of Fools` ließ die Meute mitsingen, `Inequality Street` wurde hart abgefeiert, wĂ€hrend `Another Drinking Song` den Stimmungspegel ĂŒberkochen ließ. Neben Party und Wortspielchen fanden SKYCLAD auch kurz Zeit fĂŒr ernste Worte und so lautet ihre Antwort auf die politische Gesamtsituation `Thinking Allowed`, ehe sich die Truppe verabschiedete. Schlechte Voraussetzungen, unterbewertete Band, richtig fetter Gig!

Snapseed_17Ein leichtes Kontrastprogramm zur fröhlichen Stimmung bot das hollĂ€ndische Flaggschiff ASPHYX. Zumindest musikalisch, denn stimmungsmĂ€ĂŸig wurde hier aus allen Rohren gefeuert, bis das Amphitheater aus allen Poren von den Besuchern blutete. Martins SprĂŒche („Unser Drummer weigert sich seit Jahren nackt zu spielen“), die kompromisslose BrutalitĂ€t und das vollgestopfte Amphitheater harmonierten perfekt miteinander. Songauswahl, QualitĂ€t und Stimmung, konnte man folgendermaßen beschreiben:‹DEEAAAAATH HAAAMMEER!!!!! BOW DOWN TO THE DEATH HAMMMER!!!‹ON YOUR KNEES!!!!!

Oldschool mĂ€ĂŸig die RĂŒbe abschrauben lassen und danach völlig zerstört aus dem Moshpit in Richtung Bierstand kriechen. ASPHYX lieferten zuverlĂ€ssig ab und hinterließen eine schwitzende und glĂŒckliche Meute.

Radu

Snapseed_16Die nĂ€chste Abrissbirne stand nun schon in den Startlöchern, um dem Publikum zu zeigen was ne Harke ist. Die Bay Area Thrasher EXODUS sind immer wieder ein Garant fĂŒr hochexplosive Konzerte. Auch heute war es der Fall. Vor allem mit dem zurĂŒckgekehrten SĂ€nger Steve „Zetro“ Sousa, ging es hier im Rund mĂ€chtig zur Sache. Die beiden Gitarristen Gary Holt und Lee Altus ballerten ihre Riffs und aberwitzigen Gitarrensoli ins Publikum, wĂ€hrend die Rhythmusfraktion mĂ€chtig Dampf abließ und das Publikum ausrasten ließ. Die Setlist war vom Allerfeinsten, somit war EXODUS an diesem Wochenende wirklich einer der Höhepunkte.

Snapseed_14PARTYTIME


.D-A-D aus DĂ€nemark hatten es trotzdem nach EXODUS leicht, das Publikum auf seine Seite zu ziehen, denn sie sind wirklich Garant fĂŒr gute Laune Konzerte. Angefangen vom genialen BĂŒhnenbild: Ein komplettes Wohnzimmer wurde auf die BĂŒhne gebracht. Auf einer riesigen blauen Couch stand das Schlagzeug von Laust Sonne. Links und rechts der BĂŒhne standen zwei ĂŒberdimensionale VerstĂ€rkerattrappen, wĂ€hrend im Hintergrund zwei riesige Wandteppiche hingen, drapiert von zahlreichen Stehlampen. Also DAS BĂŒhnenbild schlechthin vor dem Herrn!!

Die Show wie immer spaßig, mit lustigen Ansagen von Herrn Binzer, Mitsingspielchen und natĂŒrlich einer deftigen Prise RockÂŽn Roll. Ausnahmebassist Stig Pedersen, der mit seinen absolut genialen zweiseitigen BĂ€ssen immer ein Hingucker ist und heute mit Astronautenanzug und Helm bekleidet war…ein Mordsgaudi. Das Publikum war außer Rand und Band und feierte die Band lautstark, besondern zum Schluß, als die Bandhymne `Sleeping My Day Away` ertönte. Alle Daumen hoch!

Snapseed_12Nun wurde es bitterböse. BEHEMOTH, das polnische Black/Death Abrisskommando, gab sich die Ehre, den Samstag abzuschließen. FĂŒr die Fotografen hieß es nach dem ersten Song in den Fotograben, nur zwei Songs fotografieren und dann ganz schnell wieder daraus zu verschwinden. Manchmal muss man das nicht verstehen.

Das Konzert begann dĂŒster mit `Blow Your Trumpets Gabriel`. Frontmann Nergal erschien mit Fackeln auf der BĂŒhne, zĂŒndete einige Lampen an, warf die Fackeln zur Seite und fast hĂ€tte das Backdrop Feuer gefangen, hĂ€tte nicht ein beherzter Roadie eingegriffen. Die Band spielte sich konsequent durch ihre Setlist, die kaum WĂŒnsche ĂŒbrig ließ. NatĂŒrlich durfte eine deftige Pyroshow nicht fehlen, ebenso der obligatorische Weihrauch. SĂ€nger und Gitarrist Nergal ĂŒber alles erhaben zog das Publikum in seinen Bann. Alles in allem war es ein sehr intensives Konzert, so wie man es von BEHEMOTH kennt
..und dem Publikum gefiel es.

Sonntag 3. Festivaltag

Snapseed_11Sonntag, der wohl beste Tag auf diesem Festival, startete leider mit einer derben VerspĂ€tung des Einlasses und somit konnten nicht alle den Anfang des Gigs um 12 Uhr des US-Trios NIGHT DEMON sehen oder zumindest nur die letzten Songs hören. Trotzdem konnte ich noch glĂŒcklicherweise pĂŒnktlich den Graben betreten. Die mittlerweile sehr erfolgreiche Newcomer Band aus Ventura um SĂ€nger und Bassisten Jarvis Leatherby, John Anthony (g.) und Dusty Squires (dr.) kamen mit ihrem klassischen Heavymetal, einer erlesenen Prise NWOBHM gut beim Publikum an und konnten somit die ersten Pluspunkte dieses Festivaltages fĂŒr sich einstecken. Daumen hoch!!

Snapseed_10BLOOD CEREMONY aus Kanada stand als nĂ€chste Band auf dem Programm. Die Band um Frontfrau Alia OÂŽBrain (voc., fl., keyb.) zelebrierte hier Psychedelic Rock, gemischt mit einer Prise Doom Metal, gewĂŒrzt mit ein wenig Folk und Progressive Rock! Die Band erinnerte ein wenig an Jethro Tull und Jefferson Airplane, wobei der Gesang der Frontfrau Alia nach einiger Zeit etwas nervig wurde. Die Musik war gut, keine Frage! Aber solche eine Band wĂŒrde ich lieber in einem Club sehen, als bei hellem Tageslicht. Nicht ganz so prickelnd!!

Snapseed_8SECRETS OF THE MOON bei hellstem Tageslicht. Yes!!! Endlich konnte man sie fotografieren. In den Clubs waren sie kaum auf der BĂŒhne zu sehen, da das Licht meist von hinten kam. Die Band bot hier wirklich ein allerfeinstes Konzert. Mit ihrem dĂŒsteren Black Metal zog die Band alle Register, konnte auch am Tage ihre intensive Musik voll entfalten. Auch fĂŒr mich gab es GĂ€nsehauteffekte, denn diese Band kann einen wirklich in ihren Bann ziehen. Mitreißend!!!!!!!!! Alle Daumen hoch!!

Snapseed_7Es folgte nun DEMON, 1979 in England gegrĂŒndet, schossen hier wirklich ein Feuerwerk an Hits ins Publikum. Eigentlich ist die Band ja immer noch ein Geheimtipp und konnte sich bis dato nicht so richtig an der Spitze der Bands ihres Genres setzen. Aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch. Dem Publikum gefiel es und feierte die Band lautstark.

Snapseed_5ROOS THE BOSS war nun angesagt, mit dem ehemaligen MANOWAR Gitarristen Ross Friedman. Auf dem „Keep It True 2016“ und „Headbangers Open Air 2016“ sollen sie mĂ€chtig abgesahnt haben. Dementsprechend war die Vorfreude hier im Publikum sehr hoch und zum ersten Mal war hier das Amphitheater brechend voll, was dann hier geschah war unglaublich! Das komplette Publikum rastete vollkommen aus. Hier wurde lautstark zu dem „Early Days MANOWAR Set“ mitgesungen, gebangt

..Stimmung hoch drei, auch wenn der Gesang ein wenig enervierend war! Obwohl ich kein MANOWAR Fan bin, war das wirklich klasse!!!

Snapseed_4Nun kam fĂŒr mich einer meiner persönlichen Höhepunkte des Festivals. FATES WARNING, die MitbegrĂŒnder des progressiven Metal. Das Set begann mit `From The Rooftops` vom aktuellem Album „Theories Of Flight“, gefolgt von `Live In Still Water` und eines meiner Lieblingssongs der Band `Seven Stars`. Was soll ich zu dieser Truppe noch sagen! Eine begnadete Band, die es live wirklich schafft, fast alle in ihren Bann zu ziehen. Angefangen mit Ray Alders fantastischem Gesang, der einmaligen Gitarrenfraktion mit Jim Matheos und Frank Aresti, Joey Vera, dem Bassisten vor dem Herrn und Bobby Jarzombek an den Drums. Was diese Herren hier in einer Spielzeit von siebzig Minuten zelebrierten, war ganz großes Kino. Hier stimmte alles, es war ein komplettes Gesamtpaket voller großartigen Songs. Danke!!!

Jetzt folgte DER Höhepunkt des gesamten Festivals!!!! DIRKSCHNEIDER!!! Soll ich sagen: Er kam sah und siegte!? DEFINITIV.

Snapseed_2Was jetzt hier im Amphitheater geschah, kann man schlecht in Worten beschreiben. ROSS THE BOSS haben schon mĂ€chtig abgerĂ€umt. Aber Udo hat es geschafft hier wirklich alles zu toppen! Udo Dirkschneider, eigentlich die ehemalige Stimme der deutschen Metalschmieder ACCEPT, hat nach U.D.O. den Schritt gewagt mit DIRKSCHNEIDER alte ACCEPT-Klassiker ein letztes Mal live zu spielen, nach dem Motto: Back To The Roots – Farewell to Accept
. Ok kommen wir nun zur Sache! Die Setlist ließ absolut keine WĂŒnsche offen. Songs wie: `London Leatherboys`, `Midnight Mover`, `Breaker`, `Princess Of The Dawn`, `Restless And Wild`, `Metal Heart` und und und




Die Band in absoluter Spiellaune, machte aus dem Ganzen eine riesige Metalparty. Matten wurden geschĂŒttelt, jeder Refrain wurde lautstark mitgesungen und Crowdsurfer ohne Ende
..das Amphitheater kochte förmlich ĂŒber! So muss ein Metalkonzert sein. Laut! Ehrlich! Mitreissend! Das war wirklich nicht mehr zu toppen!! Selten habe ich so einen energiegeladenen und emotionsvollen Gig erlebt!! Alle Daumen hoch!! Danke Udo und Band!!

SnapseedKommen wir nun zum Sonntagsheadliner, die Melodic Death Metaler OPETH aus Schweden, die nicht wirklich den Auftritt von DIKSCHNEIDER toppen konnten. Die Band hatte zwar einen phĂ€nomenalen Sound, die Fans der Band waren natĂŒrlich entzĂŒckt und feierten somit die Band mĂ€chtig ab. Aber zahlreiche Metalheads verließen schon frĂŒhzeitig das Rund um sich noch ein letztes Bier zu genehmigen, Party auf dem Campingplatz zu machen oder den Heimweg anzutreten.

Tja, leider ist es nun auch schon wieder vorbei und die Schreiber denken mit Wehmut zurĂŒck, schauen aber auch gleichzeitig wieder nach vorne und sagen: Auf zum nĂ€chsten Familientreffen 2018!

Danke an die Truppe vom Rock Hard, der es wieder einmal gelungen war, ein hervorragend entspanntes Festival mit tollen Bands wie DIRKSCHNEIDER, ROSS THE BOSS, FATES WARNING, EXODUS, MONUMENT, ASPHYX und und und auf die Beine zu stellen.

Wir sehen uns nÀchstes Jahr!!

Uli und Radu

RHF 2017 KOMPLETT

Posted by Uli On MĂ€rz - 26 - 2017

Facebook_500___500_Pixel_26d7f4cf52Das diesjÀhrige Rock Hard Festival 2017 ist nun komplett! Mit DICKSCHNEIDER, DEMON, THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA und MONUMENT sind die letzten Bands bestÀtigt worden.

RHF 2016 RUNNING ORDER

Posted by Uli On MĂ€rz - 7 - 2016

RHF_Logo_2_w420Mit TURBONEGRO ist heute der Samstagsheadliner bestĂ€tigt worden. Und so sieht nun die Running Order fĂŒr das Rock Hard Festival 2016 im Amphitheater in Gelsenkirchen aus: Read the rest of this entry »

RHF 2016 ZUWACHS

Posted by Uli On Februar - 16 - 2016

rock-hard_bannerZuwachs gibt fĂŒr das diesjĂ€hrige Rock Hard Festival ihn Gelsenkirchener Amphitheater am Rhein Herne Kanal zu berichten. Vier weitere Bands wĂŒrden bestĂ€tigt: METAL CHURCH (Yeahhh), SATAN, ORDEN OGAN und DISCREATION.
EMP Katalog

LIVE REVIEW: RHF 2015

Posted by Uli On Juni - 6 - 2015

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Zum dreizehnten Mal rockt nun schon der Pott am Pfingstwochenende beim diesjĂ€hrigen Rock Hard Festival 2015 im traumhaften Amphitheater in Gelsenkirchen direkt am Rhein Herne Kanal und wieder einmal es ist dem Rock Hard Team gelungen, ein spannendes Billing auf die Beine zu stellen. Headliner wie VENOM, KREATOR, BLACK STAR RIDERS, sowie andere namhafte Bands DORO, OVERKILL und MICHEAL SCHENKER`S TEMPLE OF ROCK, sorgten fĂŒr redlichen Publikumsandrang.

Voller Vorfreude ging es endlich am Freitag los zum ersten Festivaltag, das Wetter war einfach ideal, das erste Festivalbier wurde auf dem GelĂ€nde vernichtet, die Kollegen der fotografierenden und schreibenden Zunft wurden begrĂŒĂŸt. Kurz vor fĂŒnfzehn Uhr ging es dann wieder los in Richtung Fotograben, wo wir natĂŒrlich wie jedes Jahr freudig von den Jungs der CCS-Security herzlich begrĂŒĂŸt wurden.

IMG_1867 KopieDie Thrash Metal Band SPASE CHASER aus Berlin durfte in diesem Jahr das Festival eröffnen. Es war schon wieder bemerkenswert, wie voll das Amphitheater bei der allerersten Band war! In ihrem vierzig MinĂŒtigen Auftritt zog die Band alle Register, knĂŒppelte sich durch ihr Set und hinterließ ein zufriedenes Publikum. Ich denke, von ihnen wird es noch einiges zu hören geben, denn die Jungs haben hier ihr Bestes gegeben. Frisch! Unverbraucht! UND! Geile Songs!!

IMG_1989 KopieNach einer kurzen Umbaupause ging es mit den ARCHITECTS OF CHAOS weiter, deren SĂ€nger kein geringerer ist als der ehemalige IRON MAIDEN SĂ€nger Paul Di`Anno, der die ersten zwei Maiden Longplayer „Iron Maiden“ und „Killers“ eingesungen hatte. Da er momentan mit Knieproblemen zu kĂ€mpfen hatte, musste er im Sitzen den Gig absolvieren, was der Sache aber keinen Abbruch tat! Er sang sehr sehr souverĂ€n, ĂŒberzeugte in jeglicher Hinsicht und war gut gelaunt! Da Ende Mai das neue Werk „The League Of Shadows“ veröffentlicht wird, wurden natĂŒrlich einige Sachen daraus vorgestellt. Seine deutsche Begleitband spielte sich hier auf dem Festival den Arsch ab, gab ihr Bestes und kam sehr gut beim Publikum an. Zum Schluss durfte natĂŒrlich der Song `Killers` nicht fehlen!!! Daumen hoch.

IMG_2058 KopieKommen wir nun zu einer Band, auf die ich mich so richtig gefreut habe! FLOTSAM & JETSAM, die Speed/Thrash Metaler aus Arizona, die mit ihren ersten beiden Alben „Doomsday For The Deceiver“ und „No Place For Disgrace“ zwar einen Beachtungserfolg erzielten, aber es nie wirklich schafften, an die Spitze zu gelangen. Was man wiederum von ihrem Ex-Bassisten Jason Newsted nicht behaupten kann, denn dieser wechselte 1986 zu METALLICA, um Cliff Burton zu ersetzen. So, nun zurĂŒck zum Geschehen. Also, was die Band dort abzog war schon wirklich allererster Sahne!!! BĂ€mm! Voll eins auf die zwölf! Granaten um Granaten wurden ins Rund geballert. Hauptaugenmerk lag auf den ersten beiden Alben und Songs wie `Hamerhead`, `Doomsday For The Deceiver` oder `She Tooke An Axe` durften hier nicht fehlen. Das Publikum war total aus dem HĂ€uschen und feierte die Band lautstark, die in absoluter Spielfreude war!!!! FĂŒr mich DER Highlight des Tages!

IMG_2099 KopieMit den hollĂ€ndischen Deathern GOD DETHRONED ging es nun weiter. Nachdem sich die Band im Jahre 2012 trennte, reformierten sie sich aber letztendlich wieder im Jahre 2014 und standen ein Jahr spĂ€ter nun auf der BĂŒhne in Gelsenkirchen, um dort ein Best-Of Programm zu prĂ€sentieren. Die Band war zwar hochmotiviert, doch der Sound ließ zu wĂŒnschen ĂŒbrig, denn er kam teilweise undifferenziert aus den Boxen. Doch dem Publikum hat es mĂ€chtig Spaß gemacht, denn im Rund ging es mĂ€chtig einher.

IMG_2180 KopieDie vorletzte Band kann man wirklich als Kult bezeichnen. Sie wurde 1971von SĂ€nger Bobby Liebling gegrĂŒndet! Hier ist natĂŒrlich die Rede von PENTAGRAM! Also Doom Metal an BLACK SABBATH angelehnt. Ich hatte bis dato PETAGRAM nicht auf meinem Schirm und wurde heute zum ersten Mal mit ihnen konfrontiert. Ich hatte keine Ahnung was mich da erwartete. Es war schon ein merkwĂŒrdiger Anblick Fronter Liebling auf die BĂŒhne kommen zu sehen. In seinem rosafarbenen Outfit, seinem starren Blick und Bewegungen erinnerte er mich eher an eine Marionette, als an einen SĂ€nger. Die Band spielte tight einher und Bobby sang fĂŒr meinen Geschmack gar nicht mal so schlecht. Was die Songauswahl betrifft kann ich leider ĂŒberhaupt nichts sagen, denn wie schon erwĂ€hnt, kannte ich die Band bis heute gar nicht. Aber dem Publikum hat es jedenfalls gefallen! Und mir auch! Im Nachhinein!

IMG_2237 KopieKommen wir nun zum Hauptact! VENOM! Und hier kann ich Gott sei Dank sagen, dass ich sie schon einmal gesehen habe. 1985 auf dem Metal Hammer Festival auf der Loreley, zusammen mit METALLICA, WARLOCK und einigen anderen Bands! Vor dem Einlass in den Fotograben wurde uns mitgeteilt, dass wir erst nach dem ersten Song wegen der Pyros den Fotograben betreten dĂŒrften, dann aber auch nur fĂŒr zwei Songs!! Alsdann legten VENOM fulminant mit `Rise` los, gefolgt von `Hammerhead`, um danach mit `Bloodlust` einen ihrer ersten Klassiker zu prĂ€sentieren.

So, das erst einmal dazu! Stop! Zur Band! VENOM habe ich als ruppig spielende Band kennengelernt, mit vielen Nieten, Ledergedöns, wie so eine Band in den achtziger Jahren eben halt war! Heute dagegen erschien der Gitarrist Dante in einem schönen roten Hemd, wĂ€hrend SĂ€nger Cronos ein zerrissenes T-Shirt trug, welches aber eher wie ein BH ausschaute und sein Bauch darunter eher unvorteilhaft zum Vorschein kam! Leute! Wenn ich VENOM sehen möchte, dann auch schon bitte wie vorher beschrieben. Ich will Klischee sehen!!! Genauso verhielt es sich mit dem Sound, der eher weichgespĂŒlt aus den Boxen kam und nicht ruppig wie frĂŒher! Wo ist er nur geblieben!?

Die Songauswahl war eher an den neueren Sachen angelehnt. Gott sei Dank wurden auch aber Klassiker wie `Welcome To Hell`, `Countess Bathory`,`Warhead` und `Black Metal` gespielt. Alles in allem war es trotzdem ein sehr geiler Gig mit viel Pyrotechnik, denn dem Publikum hat es sichtlich und hörbar Spaß, sehr viel Spaß gemacht!

Highlight des ersten Tages: FLOTSAM & JETSAM, VENOM

RHF 2015 2. Tag. Auf zum zweiten Tag nach Gelsenkirchen ins Amphitheater. Das Wetter war nicht so dolle wie am Vortag, es war zwar bewölkt, aber Gott sei Dank blieb der Tag trocken, wĂ€hrend am Nachmittag der Wind sehr auffrischte. Aber nun genug mit dem Wettergedöns, auf zur ersten Band. Die Death Metaler DESERTED FEAR aus ThĂŒringen standen heute als erste Band auf der BĂŒhne und zogen schon zur frĂŒhen Stunde die Zuschauer vor die BĂŒhne.

IMG_2309 KopieDESERTED FEAR haben in der Szene fĂŒr NewcomerverhĂ€ltnisse schon einen hohen Status, denn die ersten beiden Alben „My Empire“ und „Kingdom Of Worms“ schlugen bei Fans und Presse mĂ€chtig ein. Außerdem wurden sie 2014 als einer der drei besten Newcomer Bands gewĂ€hlt. Und was die vier Jungs hier um Gitarrist und SĂ€nger Fabian Hildebrandt abzogen war wirklich allererste Sahne. FĂŒnfundvierzig Minuten erstklassiger melodischer Death Metal, von dem sich manche Bands gut eine Scheibe abschneiden können. PrĂ€zise wie ein Uhrwerk spielte die Band tight einher und kam beim Publikum großartig an, welches die Band lautstark abfeierte. Alle Daumen hoch!!!!!

IMG_2373 KopieMOTORJESUS waren als nĂ€chste Band am Start. Nicht nur ich habe mich gefragt, warum die sympathischen Jungs aus Mönchengladbach so frĂŒh spielen mussten, denn wer die Band kennt, weiß wie gut sie beim Publikum zĂŒnden. Die Band um Frontmann Chris Birx war auch an diesem Tag wie immer in mĂ€chtiger Spiellaune und begannen das Set mit `Motor Discipline`. Ihr deftiger RockÂŽN Roll mit einer Prise Hard Rock kann einfach nur gute Laune machen, denn das Publikum fraß der Band von Anfang an aus der Hand. Herr Birx hatte wie immer ein paar flotte SprĂŒche auf den Lippen, durfte aber an diesem Tag wie vor drei Jahren keine SchnapsflĂ€schchen oder Dosenbier ins Publikum werfen, sondern musste sich heute mit SĂŒĂŸigkeiten begnĂŒgen. Die beiden Gitarristen Guido Reuss und Andreas Peters posten eifrig um die Wette, wĂ€hrend die Rhythmusfraktion Vollgas gab und merklich den Arsch kickte. RockÂŽN Roll pur, ohne großes Stargehabe!!! Alle Daumen hoch!

IMG_2472 KopieVOIVOD, die Thrashlegende aus Kanada, stand als nĂ€chste Band auf dem Programm. Mit ihrem unverwechselbaren Sound, den vertrackten Rhythmen und dem Gesang von Denis „Snake“ Belanger erreichte die Band ziemlich frĂŒh schon Kultstatus. Da sie eine kurze Spielzeit hatten, beschrĂ€nkte sich ihre Setlist auf ein quasi Best Of Programm. Die Band war gut gelaunt, viel in Bewegung und hatte sichtlich Spaß auf der BĂŒhne. Da ich mich noch nie fĂŒr diese Band begeistern konnte, zog ich mich zurĂŒck, um etwas zu essen und ein Bier zu trinken.

IMG_2503 KopieGestĂ€rkt zurĂŒck im Fotograben standen nun die schwedischen Doomer AVATARIUM auf der BĂŒhne. Die wurde von Leif Endling Ex-CANDLEMASS 2012 gegrĂŒndet und zog sich renommierte Musiker wie Ex-EVERGREY Gitarrist Marcus Jidel, TIAMAT Drummer Lard Sköld, KRUX Keyboarder Carl Westholm und zu guter letzt Jennie-Ann Smith als SĂ€ngerin, die in einer ABBA-Tribute-Band singt, mit an Land. Und ich kann dazu nur sagen, das hat der Leif aber alles richtig gemacht!!!! Allerdings passte die Musik meiner Meinung nicht so recht hier auf das Festival, denn ich denke gerade, die VielfĂ€ltigkeit der Musik mit ihren leisen Passagen und die teilweise sehr zarten Stimme von Jennie, die hier auch akustische Gitarre spielte, gehört eher in einen Club! Der Auftritt war absolut nicht schlecht. Songs wie `Moonhorse` oder `Avatarium` sind geniale Songs…..aber der Funke sprang beim Publikum leider nicht soo recht ĂŒber! Ich werde aber die Band im Auge behalten! Und hoffe, sie auch mal in einem Club in der NĂ€he sehen zu dĂŒrfen.

IMG_2610Mit der kanadischen Abrissbirne KATAKLYSM ging es dann weiter! Hier bekam jetzt die Todesbleifraktion mĂ€chtig eins auf die MĂŒtze. Die Band um SĂ€nger Maurizio Iacano begann ihren Set mit dem Nackenbrecher `To Reign Again, gefolgt von `If I Was God…..I`d Burn It All`. Die Band knĂŒppelte sich erbarmungslos durch ihr Set, das Publikum geriet völlig aus dem HĂ€uschen und die CSS-Security hatte alle HĂ€nde voll zu tun, die Crowdsurfer in Empfang zu nehmen. Die Setlist bot einen guten Querschnitt durch fast ihre Alben, der Sound kam ausgewogen aus den Boxen und nach einer Spielzeit von fĂŒnfundvierzig Minuten hinterließ die Band ein ausgepowertes Publikum.

IMG_2712 KopieWeiter ging es nun mit den US-Metalern von SANCTUARY aus Seattle, wiedererstarkt nach der Trennung von NEVERMORE, die im GepĂ€ck ihr drittes neues Album „The Year The Sun Died“ hatte, das in den Medien gute Kritiken erhielt. Die Band um SĂ€nger Warrel Dane, bestand fast aus allen Originalmitgliedern, nur Gitarrist Nick Cordle (Ex-ARCH ENEMY) stieß dieses Jahr zur Band. Nun durfte man wirklich gespannt sein, wie sich die Band hier prĂ€sentierte, wie Mr. Dane gesanglich und körperlich in Form war. Das Set begann mit dem Opener ÂŽArise And Purify` vom letzten Album und man konnte jetzt schon deutlich erkennen, dass die Band in Topform war! Dane war vorzĂŒglich bei Stimme und machte eine gute Figur. Hauptmerk der Setlist bestand zum grĂ¶ĂŸten Teil aus den Nummern des letzten Longplayers, aber das tat keinen Abbruch, denn die Band wurde lautstark vom Publikum gefeiert, wĂ€hrend Warrel Dane das Publikum immer wieder dazu animierte, Crowdsurfing zu machen! In ihrer einstĂŒndigen Performance konnte SANCTUARY voll und ganz ĂŒberzeugen!! Daumen hoch!!

IMG_2794 KopieJa, was soll ich nun zum vorletzten Act noch sagen! DORO! Unsere deutsche Metalqueen! Auf dem Programm stand fĂŒr heute ein WARLOCK Klassik Set, auf das man wirklich gespannt sein durfte. Das Set begann mit `Touch Of Evil`, gefolgt von `I Rule The Ruins`und `Burning Witches`, wobei hier mĂ€chtige FeuersĂ€ulen in den Himmel geschossen wurden. Das war natĂŒrlich fĂŒr die fotografierende Zunft erneut nervig, da man wieder vorzeitig aus dem Fotograben verschwinden musste!! Aber man hat ja eh keinen Einfluss drauf. DOROs Backing Band spielte wieder einmal göttlich. Ich denke, ich muss sie hier nicht namentlich erwĂ€hnen, denn sie sind schon jahrelange Mitstreiter ihrer Chefin, die selber heute erstaunlich wenig mit ihren teils nervigen Ansagen geizte. Deshalb war es heute ein wirklich runder Auftritt nur mit Augenmerk auf die Musik. Die Setlist war einfach nur Klasse. Granaten wie `True As Steel, `Hellbound`und `Eartshaker Rock` wurden zum Besten gegeben, aber natĂŒrlich durfte ihre Überballade `FĂŒr Immer`nicht fehlen. Ich habe das Konzert vom VIP Bereich her verfolgt und bei `FĂŒr Immer`wurde es hier oben leiser, denn viele GesprĂ€che verstummten. Das heißt schon was!! Ergo! DORO hat heute wirklich in allen Linien voll ĂŒberzeugen können! Musik pur!!! True As Steel!! Alle Daumen hoch!!!

IMG_2858 KopieMille! Sami! Speesy! Ventor! = KREATOR!! Hauptact des 2. Tages!! BĂ€mm!!!! Soll ich gleich in die Superlative gehen! Ja! Kaum eine andere Band hat es je auf dem Rock Hard Festival geschafft, derartige Energien freizusetzen! Keine Band außer KREATOR hat es hier wirklich geschafft, dass hier das Publikum derart kollektiv ausrastete. Die absolute Mega Abrissbirne, die hier das Amphitheater in Schutt und Asche legen konnte und das zum zweiten Male! Der Ruhrpott Vierer legte an diesem Abend fulminant mit `Enemy Of Gods` los……`Terrible Certainty` und `Phobia` folgten. Ja, auch hier muss wieder gesagt werden, dass die Fotografen wieder wegen der Pyrotechnik auf einen Song verzichten mussten!! Grrrr!!! Aber egal, denn was hier heute Abend geliefert wurde, war wirklich ganz großes Kino! Screen LeinwĂ€nde untermalten optisch jeden Song, wĂ€hrend Konfettikanonen, NebelsĂ€ulen und Pyros den Auftritt abrundeten. Die Band spielte in absoluter Höchstform, wĂ€hrend der Sound laut, druckvoll und transparent aus dem Boxen schallte. Die Setlist ließ keine WĂŒnsche ĂŒbrig, Klassiker an Klassiker gaben sich die Hand. Mit `Flag Of Hate`und `Betrayer` endete dann dieses einmalige Konzert, was einmal wieder zeigte, dass KREATOR wirklich zu den Speerspitzen des Thrash Metals gehören, nicht nur national, sondern noch vor SLAYER und Konsorten! Denn diese Band ist wirklich bis heute nicht abgehoben, hat keine StarallĂŒren, sondern sie sind immer noch die Jungs von nebenan!! ALLE DAUMEN HOCH!!!!! Superlative!!! Der Pott rockt!!! KREATOOOOR!!!!! Also fĂŒr mich DAS Highlight des Rock Hard Festivals 2015!!

RHF 2015 3. Tag. IMG_3026 KopieAuf zum letzten Tag des Festivals. Auf der BĂŒhne standen nun als erste Truppe AIR RAID aus Schweden, genauer gesagt aus Göteborg, auf dem Programm. Mit ihrem 80er Jahre Metal wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST und ACCEPT konnte die muntere Meute schon frĂŒh beim zahlreich erschienenen Publikum ganz groß punkten! Angefangen von ihrem Outfit mit Kutten, Leder und Nieten, den doppellĂ€ufigen Gitarrensoli bis hin zur aktionsreichen BĂŒhnenshow! Hier wurde was fĂŒr Auge und Ohr geboten, was vom Publikum dementsprechend honoriert wurde! Es war wirklich wie eine Zeitreise in die AnfĂ€nge des Heavy Metals, wo er noch unverbraucht und ehrlich klang. Eine Band wie AIR RAID können wir heute gut gebrauchen, denn sie waren wirklich eine der Überraschungen hier auf dem Festival! Alle Daumen hoch!!

IMG_3116 KopieMit den SPIDERS kam die nĂ€chste schwedische Band auf die BĂŒhne, die heute aber leider nicht beim Publikum gut punkten konnte. Ihre Mischung aus RockÂŽn Roll, Hard Rock und Blues erinnerte etwas an die berĂŒhmten THE RUNNAWAYS, waren aber heute hier fehl am Platz, was auch Fontfrau Ann-Sofie Hoyles durch ihren Gesang leider nicht wettmachen konnte. Die Band machte auf mich, besonders Gitarrist Jon Hoyles, einen ziemlich uninspirierten Eindruck, da waren die BLUES PILLS im vergangenen Jahr schon eine ganz andere Marke!

IMG_3255 KopieAuf die nĂ€chste Band freute ich mich schon lange, denn SINNER aus Deutschland machte sich in letzter Zeit rar auf den BĂŒhnen. Grund dafĂŒr, dass Namensgeber, SĂ€nger und Bassist Mat Sinner mit vielen Sideprojekten involviert ist und fĂŒr SINNER im Moment wenig Zeit hatte. Aber das sollte sich heute Ă€ndern. Frisch und voller Elan stand dann die Band mit ihren drei Gitarristen auf der BĂŒhne und zog ein Best Of Programm vom Stapel. Ihr melodiöser Hard Rock und Heavy Metal konnte beim Publikum bei strahlendem Sonnenschein groß punkten. Hits wie `Born To RockÂŽ und `Danger Zone`durften natĂŒrlich nicht fehlen, ebenso wie das BILLY IDOL Cover `Rebell Yell`, bei dem das Publikum zu Mitsingspielchen animiert wurde, welches es auch lautstark mitmachte. Endlich kam wieder Stimmung ins Amphitheater!! Klasse!!

IMG_3332 KopieCHANNEL ZERO aus Belgien hatte ich bis dato nicht auf dem Schirm, waren mir also voll unbekannt. Aber konnten sie mich ĂŒberzeugen? Ja, kann ich nur sagen! Der Anfang begann fulminant, driftete dann ein wenig in Richtung Langeweile ab, um dann dem Publikum danach voll eins auf die MĂŒtze zu geben. Frontmann Franky de Smet Van Damme kann man als wahres EnergiebĂŒndel bezeichnen, stĂ€ndig in Bewegung, machte er Kilometer auf der BĂŒhne, wĂ€hrend der Rest der Band die Thrash-Salven ins Publikum schleuderte. Alle Achtung!!!

IMG_3393 KopieJetzt wurde es spannend, denn mit REFUGE, vor einem Jahr aus der Taufe gehoben, stand als nĂ€chste Band ein Trio mit Peavy Wagner, Manni Schmidt und Chris Efthiamadis besser bekannt als RAGE auf der BĂŒhne, dessen Line-Up von 1988 bis 1993 existierte und zahlreiche Longplayer veröffentlichte! Das Trio begann fulminant mit ÂŽFirestorm`, gefolgt von `Solitary Man` und `Nevermore` und schon konnte man merken, dass Band und Publikum absolut tierischen Bock auf die alten Sachen von RAGE hatten. Die Songs wurden lautstark vom Publikum mitgesungen und die Band strahlte vor Freude um die Wette. Leider gab es einige Soundprobleme, die aber wirklich keinen heute störten, denn was hier in dieser Stunde geboten wurde, war Energie pur und hinterließ am Ende ein glĂŒckliches und zufriedenes Publikum. Mal sehen was die Zukunft bringt, denn Peavy will in KĂŒrze das neue Line-Up von RAGE verkĂŒnden und was aus REFUGE wird, steht wohl noch in den Sternen. Wait and See!! Wir werden euch auf dem Laufenden halten! Kurze Randnotiz: Manni erinnerte noch wĂ€hrend des Gigs an unseren vor kurzem verstorbenen Foto-Kollegen Jörg Litdges…… Ich hatte GĂ€nsehaut!! Jörg! Du bist trotzdem immer bei uns! Alle Daumen hoch!

IMG_3540 KopieKommen wir nun zur drittletzten Band dieses Abends! Mit MICHAEL SCHENKER`S TEMPLE OF ROCK kam nun eines der absoluten Highlights des Festivals auf die BĂŒhne. Einer der wirklich großen Rockstars, der mit den SCORPIONS und UFO berĂŒhmt geworden ist und spĂ€ter mit seiner eigenen Band MSG große Erfolge erzielte. In seiner heutigen Band sind ebenfalls sehr bekannte Musiker mit an Bord, Francis Buchholz und Hermann „The German“ Rarebell, die ehemalige Rhythmusfraktion der SCORPIONS, SĂ€nger Doogie White (ex-RAINBOW/TANK), sowie Gitarrist und KeyboarderWayne Findlay. Eröffnet wurde das Set mit ÂŽDoctor Doctor` von UFO und was soll man dazu noch großartig sagen, das Amphitheater rockte gewaltig mit! Ein perfekt eingespieltes Team lieferte heute Abend einen Querschnitt durch Michael Schenkers Schaffensphasen. Songs wie `Love Drive`, `Natural Thing`oder `Rock You Like A Hurricane` durften nicht fehlen, wĂ€hrend Michael Schenker dazu mit seinen genialen Gitarrensoli brillierte. SĂ€nger und Frontman Doogie White war bei guter Stimme und machte einen guten Job. Mit `Rock Bottom` endete dann das Konzert mit einer ausufernden Jam-Session, die eindeutig zu lange dauerte und nach einiger Zeit ziemlich nervig wurde, was leider einen leichten faden Geschmack hinterließ. Im Gesamten betrachtet, war es ein guter solider Gig, der ganz gut beim Publikum ankam! Mehr aber auch nicht!

IMG_3664 KopieDas sollte sich jetzt mit der vorletzten Band schlagartig Ă€ndern, denn wenn die News Yorker Thrasher OVERKILL die BĂŒhnen der Welt betreten, gibt es im Publikum kein Halten mehr, was auch heute Abend der Fall war. Blitz und Co schlugen wie eine Bombe ein. Angefangen mit dem Opener `The ArmoristÂŽ ging es gleich schon vor der BĂŒhne im Publikum massiv zur Sache! SĂ€nger Bobby Blitz hatte von Anfang die FĂ€den in der Hand, poste was das Zeug hielt, legte einige Kilometer auf der BĂŒhne zurĂŒck, wĂ€hrend der Rest der Band das Amphitheater in Schutt und Asche legte. Die Setlist war sehr ausgewogen! Songs wie `Electric Rattlesnake`, `Hammerhead`, `In Union We Stand`, `Rotten To The Core`, `Bring Me The Night`, `Ironbound` gaben sich die Klinke in die Hand. Dem Publikum gefiel es und honorierte es der Band mit zahlreichen Circle-Pits und massivem Crowdsurfing, wobei natĂŒrlich die Mannen der Security einiges zu tun hatten. Was soll man noch eigentlich zu dieser Band sagen. Da wo OVERKILL draufsteht! Ist auch OVERKILL drin! Fakt! Eigentlich DER heimliche Headliner des Tages!

IMG_3771 KopieKommen wir nun ZUM Headliner des Tages. Den BLACK STAR RIDERS mit einem THIN LIZZY Classical Set! Also, ehrlich gesagt war diese Band heute Abend meiner Meinung nach völlig fehl am Platz. Es fĂ€llt mir sehr schwer darĂŒber zu schreiben, denn ich war nie der große THIN LIZZY Fan. Mir wĂ€re es lieber gewesen, wenn OVERKILL die Rolle als Headliner ĂŒbernommen hĂ€tte. (waren die nicht sogar so angekĂŒndigt!?) Aber das liegt ja nicht in unserem Ermessen. Was ich zum Gig sagen kann? Die Musik ist wirklich nicht schlecht. Der Opener `Bound For Glory` kam mĂ€chtig rĂŒber. Frontmann Ricky Warwick (THE ALMIGHTY) ist wirklich eine Rampensau, der genau weiß was er kann und er erinnerte mich ein wenig mit seinen Gesten an Bono von U2. Die Band spielte sehr homogen, doppellĂ€ufige Gitarrensoli harmonierten ĂŒber allem, womit der Spirit von THIN LIZZY allzugegen war! Hits wie `The Boys Are Back In Town`, `The Emerald` sowie Gassenhauer `Whiskey In The Jar`, durften nicht fehlen. Ein solider Gig!

Tja, leider ist es nun auch schon wieder vorbei und der Schreiber denkt mit Wehmut zurĂŒck, schaut aber auch gleichzeitig wieder nach vorne und sagt: Auf zum nĂ€chsten Familientreffen 2016!

Danke an die Truppe vom Rock Hard, der es wieder einmal gelungen war, ein hervorragend entspanntes Festival mit tollen Bands wie KREATOR, OVERKILL, SANCTUARY, REFUGE, FLOTSAM & JETSAM, AIR RAID und DESERTED FEAR auf die Beine zu stellen.

Meinen besonderer Dank geht wie immer an die 11111795_989638107722455_8693284917566267546_oCCS-Security, die hier wirklich wie in jedem Jahr einen tollen Job gemacht haben! Ihr rockt!!!

Und natĂŒrlich meinen Dank an das tolle Festivalwetter!

Hier geht es zu den Fotos!

Uli Bechstein

RHF 2015 Running Order

Posted by Uli On April - 15 - 2015

rock-hard-2013Nun stehen also die Spielzeiten fĂŒr das diesjĂ€hrige RH-Festival im Amphitheater in Gelsenkirchen fĂŒr das Pfingstwochenende fest! Wir sehen uns dort!!!!

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RHF RUNNING ORDER

Posted by Uli On MĂ€rz - 20 - 2015

rock-hard_bannerSo Leute, die Running Order fĂŒr das diesjĂ€hrige Rock Hard Festival 2015 in Gelsenkirchen steht! Und die sieht folgendermaßen aus: Read the rest of this entry »

RHF 2015 BILLING KOMPLETT

Posted by Uli On MĂ€rz - 7 - 2015

rock-hard_bannerDas Rock Hard hat die letzten beiden Bands fĂŒr das diesjĂ€hrige Rock Hard Festival in Gelsenkirchen bestĂ€tigt! Und das sind die BLACK STAR RIDERS (Headliner mit einem speziellen THIN LIZZY Classic Set) und VOIVOD, die kanadische Progessive Thrash Legende!!! Über die Running Order halten wir euch auf dem Laufenden! Watch This Space!!