Wer Interesse an Bandfotos (Promotion/Live), einem privaten Shooting, o.Ă€. hat, kann mich gerne unter info@metal-impressions.de kontaktieren. Preis nach Absprache.

PROPHECY FEST

Posted by Radu On August - 1 - 2017

Prophecy Fest

Zum dritten Mal in Folge lĂ€dt Prophecy zum fest in die Balver Höhle ein. Neben einem abwechslungsreichen Billing und atmosphĂ€rischer Umgebung gibt es auch wieder kurze Wege zu den Fressbuden, zum CampinggelĂ€nde und zu den BierstĂ€nden. Warum das Festival dennoch nicht mehr jĂ€hrlich stattfindet, welcher Wahnsinn in der Höhle getobt hat und was fĂŒr coole Sonderaktionen im Einsatz waren lest ihr in den folgenden Zeilen.

Bei sonnigem Wetter kommen wir in Balve an. Fix unsere Standardpension besucht, Auto vor der Höhle geparkt und dann ab zum GelĂ€nde. Alles wie gehabt: unterschiedliches Publikum (von Kutten, ĂŒber seltene Shirts bis zu Alternativen sind alle da), bekannte StĂ€nde und natĂŒrlich der Merch-WĂŒhltisch, den wir als erstes ansteuern. Eben bei den Neuerscheinungen schauen, dann noch durch die KĂ€sten schauen und schon beginnt sich die Höhle im Nu zu fĂŒllen. Wir bekommen kaum mit, daß irgendwann der Soundcheck zu ende ist und NHOR bereits zu spielen beginnen. Was wĂ€hrend des WĂŒhlens durch die Shirthaufen wie eine nette Hintergrundmusik klingt, soll sich als ausgefallene Idee entpuppen; mit dem RĂŒcken zum Publikum spielt NHOR auf seinem BĂŒhnendebĂŒt einige dezente PianoklĂ€nge, wĂ€hrend neben ihm eine Dame an einem Bild arbeitet, welches auf der Leinwand auf der BĂŒhne projiziert wird. Das Zusammenspiel zwischen den leisen KlĂ€ngen und dem Entstehen des GemĂ€ldes verfehlt seine Wirkung nicht, denn man sieht bereits einige Leute andĂ€chtig der Performance lauschen. Es hat etwas intimes dabei zu zu sehen, wie in Begleitung simpler KlĂ€nge ein Bild Gestalt annimmt und somit ist der Gig bedĂ€chtig und mit Ruhe vollzogen worden, ehe es ohne Verbeugung oder Worte an das Publikum von der BĂŒhne geht. Ein etwas anderer Start in ein Festival und eine sehr coole Idee.

Solor DolorosaStar AllĂŒren sind auf dem Prophecy Fest kaum zu finden. So wundert es auch nicht, daß mal eben einige Mitglieder der musikalischen Familien von Alcest und Les Discrets durch die Reihen spazieren. Man kennt sich halt, macht gemeinsam Musik und quatscht lĂ€ssig auf dem Fest. SOLOR DOLOROSA wurde von Andy Julia, der ein enger Freund von Neige ist, aus der Taufe gehoben. Optisch und musikalisch frönt die Truppe den 90er Jahren Gothic Rock, wobei Sisters of Mercy fĂŒr die EinflĂŒsse der Band dabei Pate standen und hier auch zur Schau gestellt werden. Der SĂ€nger post um sein Leben und sein HĂŒftschwung und der Versuch einen verletzlichen und gleichzeitig hartgesottenen Rockstar zu mimen ist zwar nicht neu, wird aber lĂ€ssig in Szene gesetzt. Auch bei technischen Problemen lĂ€sst er sich nicht von seinem Konzept ablenken und zieht sein Ding durch, was auch bei den Zuschauern gut ankommt. FĂŒr einige Damen das Sahneschnittchen, fĂŒr den Rest ein solider Auftritt bei gutem Sound und amtlicher Wirkung. TitelmĂ€ĂŸig spielt man auf Sicherheit und spĂ€testens bei „American Chronicle“ dominiert der Daumen nach oben. LĂ€uft bei den Jungs.

Auch dieses Jahr stellt traditionsgemĂ€ĂŸ ein KĂŒnstler in der Balver Höhle aus. Dieses Mal ist es Irrwisch, der seine Werke ausstellt. Dabei befinden sich sowohl Malereien, als auch zusammengeschnittene Bilder oder mit Garn kreierte AusstellungsstĂŒcke in der Ausstellung.

Sun Of The SleeplessIm (erneut liebevoll gestalteten) Programmheft findet man nĂŒtzliche Infos zu den Bands. So auch zu SUN OF THE SLEEPLESS; zwei Alben, 20 Jahre Zusammenarbeit mit dem Prophecy und bisher ein einziger Live Auftritt. Recht dĂŒrftig, möchte man meinen, wenn das Soloprojekt nicht vom Mastermind Schwadorf (Empyrium, The Vision Bleak) ins Leben gerufen sein wĂŒrde. Intensiver und abwechslungsreicher Black Metal steht auf dem Programm und neben atmosphĂ€rischem BĂŒhnenbild gibt es auch derbe auf die Fresse. Beginnt alles noch leicht melancholisch, bricht schnell der brachiale Gitarrenwahnsinn aus den Boxen, untermalt von einer knarzigen Stimme und einer bösen Soundwand. FĂŒr den zweiten Auftritt ist es beachtlich, wie selbstverstĂ€ndlich das Zusammenspiel funktioniert. Mir war die Band bis dato nur kurz in Erscheinung getreten, aber der live Auftritt ist der beste Beweis dafĂŒr, daß Schwadorf etwas konsequent und mit vollem Elan durchzieht. Auch wenn die Abwechslung ganz oben auf dem Programm steht, so hat er anscheinend vor dem Gig eine gehörige Packung Aggression getankt, um sich live ĂŒbelst aus zu scheißen. Sehr schön.

ArcturusMein persönlicher Hauptgrund fĂŒr das diesjĂ€hrige Prophecy Fest heißen eindeutig ARCTURUS. Aber kann man die GenialitĂ€t der Alben auch live atmosphĂ€risch umsetzen? Eine Frage, die sich viele wĂ€hrend der 40 minĂŒtigen Umbaupause stellen dĂŒrfen, ehe der Vorhang aufgeht und der Wahnsinn beginnt. Der Startschuss ist eine Mischung aus Faszination und FremdschĂ€men, denn Captain ICS Vortex hat nicht nur einen Clown gefrĂŒhstĂŒckt, sondern anscheinend sich mental die Lichter ausgeknipst. Gefangen im Körper eines erwachsenen Mannes hĂŒpft ein verspieltes Kind auf der BĂŒhne in bester Hodor- Manier rum und wirft mit Posen um sich, wobei ich mir als Zuschauer verarscht vorkomme. Warum tu ich mir so eine Scheiße eigentlich an? Die Antwort ist simpel: weil die musikalische Darbietung einfach nur genial ist! So bescheuert sein Gebaren auf der BĂŒhne auch aus, seine Stimme ist ĂŒber jeglichen Zweifel erhaben und liefert vom allerfeinsten die Bestellung ab. Der Sound ist herrlich und trĂ€gt Klassiker wie „The Chaos Path“ oder „Shipwrecked“ durch sanfte Gefilde und kosmische StĂŒrme, wĂ€hrend die intensive Lichtershow diese Grenzerfahrung unterstreicht. Irgendwann hat man sich an das seltsame Gehoppel auf der BĂŒhne gewöhnt und spĂ€testens bei der smootheren Version von „Crashlands“ ĂŒberrollt einen die GĂ€nsehaut, die man sich von dem Gig erhofft hatte. Keine Frage, diese Band polarisiert, von außen wie von innen und auch wenn ich mir von der BĂŒhnenshow mehr Ernsthaftigkeit gewĂŒnscht hĂ€tte, passt es um so besser zu ARCTURUS, den Erwartungen des Hörers schlichtweg mit ihrer Performance ins Gesicht zu schlagen. Dieser Gig trĂŒmmert sich in allen Facetten durch die Höhle und ist einfach nur krank, wahnsinnig und richtig genial!

Gler ArkurNach ARCTURUS den Boden aufwischen ist keine leichte Aufgabe. Hier wurde von der Running Order auf Sicherheit gesetzt und GLER ARKUR eingesetzt. Bereits im letzten Jahr hat die Truppe mit ihrem Gitarren-Overkill und dem Drohne geschwĂ€ngerten Sound die Massen hypnotisiert. Dieses Jahr soll es nochmal sein und wer sie letztes Jahr verpasst hat, wird mit einer Top Performance belohnt. Besucher des letzten Jahres erleben eine solide Wiederholung des letztjĂ€hrigen Gigs mit einem zusĂ€tzlichen Gastauftritt; Songs kann ich keine hervorheben, allerdings ist es erstaunlich, welche Soundcoullagen man aus vier Gitarren zaubern kann und diese zu einem harmonischen Zusammenspiel vereinen kann. Gerade die Techniker und Gitarrennerds unter den Besuchern hatten nach dem Gig einiges zu philosophieren und nach dem Gig gingen einige Platten ĂŒber den Merchandise Thresen.

SolstafirSOLSTAFIR sollen an diesem Abend den Sack zumachen. Sie stehen einer gut gefĂŒllten Höhle, mit von dem Festival sichtbar gezeichneten Meute gegenĂŒber und legen (nach einer etwas lĂ€ngeren Umbaupause) los. SĂ€nger und Gitarrist Tryggvason lebt seine Songs sehr intensiv und vermittelt das GefĂŒhl, sich in einer anderen Welt zu befinden. Trotz mehrfachen Live Versuchen kann ich dieser Band nichts abgewinnen und so verpuffen sowohl Musik, als auch BĂŒhnenperformance bei mir gĂ€nzlich. Nach zwei Songs verlassen wir die vollgestopfte Höhle und erfahren am nĂ€chsten Tag, daß eingefleischte SOLSTAFIR Fans anscheinend den Gig ihres Lebens erlebt haben.

Lotus ThiefNeuer Tag, neues GlĂŒck. PĂŒnktlich zur Mittagszeit dĂŒrfen LOTUS THIEF ran, um den Besuchern den Schlaf aus den Augen zu spielen. Die Höhle ist bereits amtlich gefĂŒllt und die Vorbereitungen lassen auf einen umfangreicheren Gig schließen. Soundcheck fertig uns sofort gehtÂŽs los; wĂ€hrend die Band spielt, lĂ€uft im Hintergrund ein optimal zusammengeschnittener Film aus Szenen von „Dantes Inferno“ aus den 20er Jahren, aktuellen Nachrichten, Naturaufnahmen und historischen Bildern eines Atombombentests. Das Zusammenspiel mit der Musik funktioniert sehr gut und zaubert eine AtmosphĂ€re, der man sich nur schwer entziehen kann. Leider kann man die zweite Gitarre mehr erahnen als hören, aber das tut dem Gig in keinster Weise einen Abbruch. Das gesangliche Zusammenspiel der Damen fesselt, die Soli reißen die Aufmerksamkeit des Publikums an sich und wĂ€hrend man noch zwischen dem Film und der Live Performance hin- und hergerissen ist, kann sich die GĂ€nsehaut bereits als Stammgast anmelden. Eine audiovisuelle Vollbedienung die gegen Ende des Gigs in einem aggressiven Growling der SĂ€ngerin mĂŒndet, was die große Bandbreite an Abwechslung und Überraschungsmomente dieser Band unterstreicht. Überragender Auftritt und ein mehr als gelungener Start in den Tag!

Moon And The NightspiritTHE MOON AND THE NIGHTSPIRIT haben einige AnhĂ€nger mitgebracht, denn die Höhle fĂŒllt sich rasch. Der leicht melancholisch angehauchte,Pagan Folk aus Ungarn wird heute durch einen Bassisten live unterstĂŒtzt. Nachdenkliche Stimmung, introvertierte BĂŒhnenshow und nur Hintergrundmusik? Vergiss es, die Truppe ĂŒberrascht mit einem sehr guten Draht zum Publikum und wird entsprechend gefeiert. Das charismatische Geigenspiel und der Gesang auf der einen Seite und das stimmungsvolle Percussion Set (inklusive Solo) und weitere Instrumentenvielfalt lassen die Meute klatschen, staunen und die Stimmung anheizen. Der Gig ist geprĂ€gt von einem gegenseitigen Geben und nehmen und das Publikum feiert es glĂŒcklich ab, wĂ€hrend die Band einen weiteren Erfolg fĂŒr sich verbuchen kann.

„Jedes Shirt hat eine Geschichte“ mit diesem Satz beginnt ein interessantes GesprĂ€ch mit Alexander Prinz , den einige unter dem Pseudonym DER DUNKLE PARABELRITTER kennen dĂŒrften. Nun steht er bei dem Stand seines Fair-Trade-Labels VON TILLING und bringt eine neue Shirt Kollektion unter die Leute. Heutzutage gibt es viele Shirts von Bands, die in der Massenproduktion hergestellt werden. Als der Metal noch nicht salonfĂ€hig war, war es entsprechend schwierig an solche Sachen ran zu kommen. Grund genug, sich die Frage zu stellen, warum die Leute eigentlich Shirts kaufen. Ist es die Zugehörigkeit zu einer Band, weil das Cover cool aussieht, oder was ist es dann? Eine tiefschĂŒrfende Antwort dĂŒrfte man bei der Auswahl finden, wobei jedes Shirt ein anderes Thema und eine andere Geschichte aufweist. Hinzu kommt der auf Naturbasis hergestellte Stoff, der sich von der Massenproduktion abhebt. Einen genaueren Eindruck bekommt ihr auf der VON TILLING Website.
Von Tilling
Neben seinen Shirts, ist Alex im Auftrag seines Online Magazins SILENCE MAGAZIN unterwegs. An dieser Stelle ist es nur fair auf den ursprĂŒnglichen Spirit des Metals hin zu weisen, der die gemeinsame Leidenschaft sieht und sich gegenseitig unterstĂŒtzt, statt um Besucherzahlen zu konkurrieren. Checkt unseren Kumpel Alex online mit seinem Label und seinem Magazin an, es lohnt sich!

Spiritual FrontSPIRITUAL FRONT scheinen ebenfalls viele AnhĂ€nger zu haben, denn die Höhle wird voller. Mir ist die Band bis dato völlig unbekannt und so gehe ich ohne Erwartungen in die vordersten Reihen. Der Mix aus Country, Blues und irgendwas anderes inklusive eingĂ€ngigen Gesangslinien reißt mich aber nicht wirklich vom Hocker. Auch die ĂŒbermĂ€ĂŸig zelebrierte Johnny Cash Performance geht spurlos an mir vorbei, so daß ich die Höhle zugunsten eines Mittagessens verlasse. Das Publikum erfreut sich derweil und feiert den Auftritt amtlich ab.

NoetaKeinen Grund zum feiern dĂŒrften NOETA bei ihrem Gig haben, denn erstmals erlebe ich hier den Tiefpunkt eines Festivals. Bereits im Vorfeld scheint es technische Probleme zu geben und wĂ€hrend des Auftritts wird es nicht besser. Aus der Dose kommen sphĂ€rische KlĂ€nge, wĂ€hrend der Gitarrist seinen Part zu spielen versucht und gleichzeitig im Minutentakt eine neue Einstellung an der Elektronik vornehmen muss. Das scheint die SĂ€ngerin ebenfalls zu verunsichern, denn sie versucht krampfhaft in den Song einzusteigen, was nur stellenweise gelingt. Peinliche Pausen und schiefe Gesangslinien sind das Ergebnis, die viele Anwesenden zu einer Pinkel- und Bierpause animieren. Hier hĂ€tte ich mir Kommunikation mit dem Publikum gewĂŒnscht, denn Pannen können immer passieren. So betrachtet man jedoch einen gequĂ€lten Auftritt, der nach knapp 40 Minuten Spielzeit den Gnadenstoß erhĂ€lt. Fans der Band unterstĂŒtzen durch aufmunternden Applaus, aber es war schlichtweg nicht ihr Tag. Sehr schade.

DornenreichEs sollte besser werden, denn als nĂ€chstes stehen DORNENREICH auf dem Programm. Wer sich jedoch auf die rabiate Vollbedienung, inklusive „Trauerbrandung“ gefreut hat, wird ernĂŒchtert feststellen, daß es ein Akustik Set wird. Gitarre, Geige, Gesang und fertig. Die Höhle ist allerdings bis zum Anschlag mit DORNENREICH Fans gefĂŒllt und so treffen die akustischen Interpretationen der eigenen StĂŒcke auf offene Ohren. Dabei wird sowohl eine große Bandbreite von “In Luft geritzt“, als auch die erste Demo angesteuert. NatĂŒrlich dĂŒrfen auch Klassiker wie „Reime faucht der MĂ€rchensarg“ nicht fehlen und so spielt man sich mit Inbrunst durch ein Set, das staunen lĂ€sst; wo andere Kapellen Schlagzeug und elektrische Gitarren benötigen, um Aggression zu erschaffen, genĂŒgt hier das minimalistische Modell und verarbeitet Aggression gekonnt in Dynamik. Fans feiern es ab, andere Hörer werden stellenweise an Goethes Erben erinnert bzw. empfinden den Gig als etwas zu sehr in die LĂ€nge gezogen. Wie viele andere Bands polarisieren DORNENREICH und gerade Fans, die eine weite Anreise auf sich genommen haben, werden heute sichtlich belohnt.

Vision BleakNach so vielen GefĂŒhlen und abwechslungsreichen Darbietungen braucht man mal wieder etwas Deftiges. Mittlerweile haben sich die Spielzeiten durch teils lĂ€ngere Soundchecks nach hinten verschoben, so daß wir pĂŒnktlich zu Beginn von THE VISION BLEAK in der Höhle sind. Heute sind sie mit einem kleinen Orchester am Start, wĂ€hrend Fursey Tessier am Bass aushilft. Endlich gibt es das Kontrastprogramm zu den vorangegangenen Bands, nĂ€mlich herrlich in die Fresse! Der Soundcheck hat sich gelohnt, denn sowohl die Gitarrenwand, als auch die GesĂ€nge pflĂŒgen sich durch eine volle HĂ€tte, die frenetisch abfeiern will. Die Bestellung wird vernommen und auch prompt abgeliefert, denn „Carpathia“ und „ By Our Brotherhood with Seth“ werden abgebangt und mitgesungen, wĂ€hrend der HĂ€rtegrad sich weiter nach oben schraubt. WĂ€hrend man sich fragt, ob man das noch steigern kann, feuert man mit „Deathship Symphony“ einen Klassiker in die Menge, die sich mit dem brachialen Soundgewand derbe austobt. Kreisende MĂ€hnen, singende Fans und abschließender Beifall krönen einen herrlich aggressiven und leider viel zu kurzen Gig. Inmitten all der unterschiedlichen Bands hat es gerade zu diesem Zeitpunkt eine Packung Arschtritte gebraucht. Sehr gute Wahl!

HexvesselRastermĂ€hnen, eindeutige DĂŒfte und intensive Songs; HEXVESSEL locken viele Fans der Krautrock und Stonermucke in die Höhle und beeindrucken mit einer eleganten Show. Hier ist alles da, wo es hingehört; nickende Fans, eingĂ€ngige Gesangslinien und lĂ€ssige AtmosphĂ€re. Zum Runterkommen und gemĂŒtlichem GĂ€nsehautfaktor laden Songs wie „Thiev Of The Mountain“ ein und erfreut die Menge. Nicht meins, aber dennoch gut.

DoolDOOL sind wahrscheinlich die Band der Stunde. Werden sie zur Zeit von vielen gehypt und das erste Album ist in aller Munde. Die Truppe aus Holland hat ebenfalls einige Fans mitgebracht und so ist die Vorfreude (wĂ€hrend einer weiteren, lĂ€ngeren Umbaupause) groß. Vorhang auf und los gehtÂŽs mit gemĂŒtlich, doomigen Riffs, wobei sich die Truppe schnell in Ekstase spielt. Das Album wurde bereits mit vielen Bands verglichen, was ich mir an dieser Stelle erspare. Leider springt der Funke bei mir in keinster Weise ĂŒber. Ich scheine mit meiner Meinung komplett alleine zu stehen, denn um mich herum tobt der Mob, wĂ€hrend sich neben mir eine Moshpit auftut. Fakt ist, daß die Band sich den Arsch nicht auf, sondern definitiv abreißt! Ryanne van Dorst spielt sich in Ekstase und nimmt die begeisterte Menge mit auf einer Achterbahnfahrt der GefĂŒhle. Mal balladesk, dann wieder als Kampfansage spielt sich die Truppe in einen Rausch, den sonst nur Drogenfreunden vorbehalten sein dĂŒrfte. Krasse Stimmung, 200% Herzblut, dennoch nicht meine Baustelle.

HypnopazuzuAls Rausschmeißer sollen dises Jahr HYPNOPAZUZU ran. Die Höhle hat sich mittlerweile sichtbar gelichtet und lediglich Die Hard Fans sind noch in unterschiedlichen KörperzustĂ€nden anwesend. Das Intro „Chirpy Chirpy Cheep Cheep “ wird durch den instrumentalen Fleischwolf gedreht, ehe wenige Minuten spĂ€ter die Truppe auftritt. Synthesizer, eine Quetschkommode und Geige lassen mich Schlimmes erahnen. Als der SĂ€nger im Penner Auftritt und einer Pulle irgendwas auf die BĂŒhne kommt, knallen bei mir sĂ€mtliche Klischeeschubladen auf; entweder ist es ein Imagespiel, daß ich nicht brauche, oder der Mann ist derbe fertig. Seine Stimme ist jedoch das genaue Gegenteil und so staune ich nicht schlecht, was er da vom Stapel lĂ€sst. AtmosphĂ€risch und beeindruckend, aber letzten Endes gewinnt die Erschöpfung der letzten Tage die Oberhand und ich verlasse die Höhle.

Normalerweise wĂŒrde ich jetzt alles zusammenfassen und mich auf nĂ€chstes Jahr freuen. Allerdings steht das Prophecy Fest , wie es bisher statt fand, auf der Kippe. Nach dem erfolgreichen Einstieg vor drei Jahren, wurden immer weniger Besucherzahlen verzeichnet. Trotz eines vielfĂ€ltigen Programms (Kunstausstellung, TheaterstĂŒck, liebevoll gestaltetes Programmbuch), eines charismatischen Ambientes und vielfĂ€ltigen Bandauswahl kommt man nicht auf die erhofften Besucherzahlen. Daher hat sich der Veranstalter nach langer Überlegung dazu entschlossen, daß Prophecy Fest nicht im jĂ€hrlichen Rhythmus fort zu fĂŒhren. Die Entwicklung des Festivals steht in den Sternen und so stellt man sich als Fan die Frage, womit man rechnen muss; kein Prophecy Fest mehr, oder an einem anderen Ort? Wieder zurĂŒckstufen auf das Eintagsfestival? Es dĂŒrfte mehrere Möglichkeiten geben, aber hier ist der Veranstalter auf eure Hilfe angewiesen. Was hat euch gefallen, was hat euch gefehlt? Was wĂŒrde ihr euch wĂŒnschen, um das Festival zu besuchen? Hier ist konstruktive Kritik gefragt und daher ist es an den Fans, den Veranstalter durch konstruktives Feedback zu unterstĂŒtzen. Schreibt eure Anregungen auf der FACEBOOK Seite des Veranstalters und tragt euren Teil fĂŒr die Zukunft des Prophecy Festes bei!

Jetzt kommt aber unser Fazit:
Es war erneut ein herrliches Fest mit gemĂŒtlichem Ambiente, vielfĂ€ltigen Bands und einer familiĂ€ren AtmosphĂ€re! Dieses Jahr kannte ich weniger Bands, konnte aber meinen Horizont um einiges erweitern (danke LOTUS THIEF, SUN OF THE SLEEPLESS). Auch die unerwartete Erfahrung von ARCTURUS, die mich anfangs schockiert und im Nachhinein immer noch schwĂ€rmen lĂ€sst und der herrliche Schlag in die Fresse von THE VISION BLEAK gehören definitiv zu meinen Jahreshighlights. Auch hat man dieses Jahr den WĂŒhltisch besser gestaltet, so daß die Shirts geordnet waren. Mit einigen Bands konnte ich wenig anfangen, aber es war ein Blick ĂŒber den Tellerrand hinaus. Die freundliche Security gehört mittlerweile genauso zum Kult, wie die coolen Leute, die das Festival besuchen. Schade fand ich die lĂ€ngeren Soundchecks, wobei sich die Shows nach hinten gezogen haben und die Spielzeit einiger KĂŒnstler (logischerweise) verkĂŒrzt wurde. Auch die kulinarische Auswahl ist recht begrenzt, was aber am Veranstaltungsort liegt. Unterm Strich ist es allerdings seit dem Startschuss ein ungebrochenes Kultfestival, bei dem wir gerne weiterhin Stammgast sind. Große Abwechslung, nette Leute und coole Ideen wie Ausstellung, TheaterstĂŒck und eine Live Zeichnung machen das PROPHECY FEST zu einem Erlebnis, das fest eingeplant ist. Egal wann, wir sind wieder dabei!

Radu

Fotos von Heike Groß- Gerenkamp

REVIEW: BELTEZ

Posted by Radu On Juni - 23 - 2017

EXILED, PUNISHED…REJECTED

Beltez-Exiled-Punished...Rejected-ArtworkBlack Metal muss immer Staubsaugersound haben und schnell sein. Wer diese Formel bevorzugt, kann hier aufhören zu lesen und sich eine alte Burzum Scheibe gönnen. BELTEZ setzen auf tiefgrĂŒndige Songs und zwar richtig tiefgrĂŒndig. WĂ€hrend andere Kapellen nachdenkliche Elemente in ihrer Raserei verstreuen, begeben sich die RheinlĂ€nder auf eine auditive Reise der Seelen. Mal eben abmoshen ist hier nicht, denn die Songs sind im Schnitt ca. 7 Minuten lang und fordern den Hörer und seine Aufmerksamkeit heraus.

Nachdenkliche Momente im Stile alter Katatonia sind ebenfalls an der Tagesordnung, wie emotionale AusbrĂŒche im Stile von Dark Funeral. Im Laufe des Albums kann ich weder ein Riff, noch eine Passage nennen, die mich besonders gepackt oder gefesselt hat. Das Gesamtkonzept hat die Wirkung eines Drogenrausches, die mich durch die Soundkorridore wie in Trance gleiten lĂ€sst, ohne wirklich zu verstehen, was mit der KĂŒnstler damit sagen will. Ironischerweise platzt der Knoten spĂ€testens beim letzen StĂŒck `Soulweaving`, das durch cleane Passagen eingeleitet wird. Unterschwellig spĂŒrt man, wie sich die innere Zerrissenheit immer mehr in AggressivitĂ€t steigert, ehe sich vulkanartig ausbricht. Getragen von Gitarrenpassagen im Midtempo wird alles durch aggressives Drumming in einen Malstrom gezogen, ehe sich nach 13 Minuten die Einstiegspassage erneut zu erkennen gibt und der Song langsam in seine Einzelteile zerbricht.

Klingt komplex, ist es auch. Klassische 90er Jahre Schwarzkunst und Post- Elemente werden hier gekonnt zu einer dichten AtmosphĂ€re zusammengefĂŒhrt und bilden einen dicken Teppich, in dem man sich mental einfach reinfallen lassen muss, ohne Hoffnung auf eine schnelle RĂŒckkehr. Eine charismatische, intensive und komplexe Reise durch die Korridore der Seele.

4/6 Punkten

Radu

Jahrespoll 2016

Posted by Radu On Dezember - 13 - 2016

Ihr kennt das; Weihnachten steht vor der TĂŒr, das Jahr neigt sich dem Ende zu und man freut sich schon auf die ruhigen Tage bzw. auf den Ausklang des Jahres. Doch was hatte das Jahr 2016 eigentlich am Start? Die eine oder andere Platte, intensive Konzerterfahrungen und auch die eine oder andere Pleite. Einmal die nostalgische Schiene schieben, ehe es mit Volldampf ins neue Metal-Jahr 2017 geht- die Mission unserer Redaktion: nenne deine persönliche drei besten Platten, das intensivste Konzert und die grĂ¶ĂŸte Pleite des Jahres.

Here we go:

Uli
Uli

1. Album des Jahres:
TESTAMENT ‘Brotherhood Of The Snake’

2. Konzerte des Jahres:
Winery Dogs Matrix Bochum

3. Reinfall des Jahres:
Metallica

Radu

Radu

1. Album des Jahres:
TREES OF ETERNITY – `Hour Of The Nightingale`
Eine tragische Entstehungsgeschichte, ein abgrundtief atmosphÀrisches Album und auch schnell mit persönlichen Erinnerungen behaftet. Weltklasse.

2. Konzerte des Jahres:
Blind Guaridan auf dem Rock Hard Festival. Bei allen feuchten TrĂ€umen und wĂŒnschen kloppen sie `The last Candle` live raus und katapultieren mich mal eben in meine Jugend zurĂŒck.

3. Reinfall des Jahres:
Trotz umfangreicher XXL Black Sabbath Story keine Chance auf eine Akkreditierung bekommen. DafĂŒr ein top Angebot fĂŒr ein Meet & Greet fĂŒr lauschige 1300 €. Meine Begeisterung fĂŒr die Band ist ungebrochen, auch wenn ich die Plattenfirma fĂŒr geldgeile Hobbyhuren halte.

Samir

Samir

1. Album des Jahres:
KORN – The Serenity Of Suffering

2. Konzerte des Jahres:
Alcest Prophecy Fest

3. Reinfall des Jahres:
Auflösung von Bolt Thrower


Thomas

Thomas

1. Alben des Jahres:
KATATONIA – The Fall Of Hearts -
FLOTSAM AND JETSAM – Same -
OPETH – Sorceress

2. Konzerte des Jahres:
Opeth in Köln (E-Werk)
My Dying Bride beim Summer Breeze 2016
Kataklysm in Bochum (Matrix)

3. Reinfall des Jahres:
Beyond The Black beim Summer Breeze 2016

Hendrik

Hendrik

1 Alben des Jahres:
a) SANZU mit “Heavy over the home” Was die Australier hier als DebĂŒt (!) abliefern, ist in der Tat eine schwere Dampfwalze, die da zĂ€hflĂŒssig aus den Boxen rollt. Was fĂŒr ein genialer Midtempo-Brocken! Mehr davon!
b) MESHUGGAH mit “The Violent Sleep of Reason”. Nach eher durchwachsenen Scheiben wie “Chaosphere” endlich wieder die ganze polyrhythmische GenialitĂ€t auf hohem Niveau! Wer braucht schon ein Metronom?
c) Auch wenn es ein Remaster ist, gehört es fĂŒr mich zu den Veröffentlichungen des Jahres: SOUNDGARDENS “Badmotorfinger” als 25th Anniversary Remaster mit Bonus CD, wo hörenswerte Studio Outtakes und Liveaufnahmen zu hören sind. Der Meilenstein des Grunge erwacht hier im Remastering unter den wachsamen Augen von Kim Thayil zu neuem Leben!

2. Konzerte des Jahres:
Iron Maiden live auf der WaldbĂŒhne Berlin. Die Band meiner Jugend, die immer noch ĂŒber die Bretter turnt wie damals. Werden die eigentlich nicht Ă€lter? Bruce Dickinson klingt nachdem er den Krebs ĂŒberwunden hat, besser als auf dem Album, sie albern live immer noch herum wie kleine Jungs und Eddie lebt auch noch. Also alles im Metal-Lot!!

3. Reinfall des Jahres:
Gemessen an den hohen Erwartungen und dem PR-Brimborium und dass sie zu den “Big Four” gehören (was ich sowieso albern finde…) und dass eine Lemmy-Hommage darauf zu finden ist und und und … ist das Metallica-Album irgendwie durchwachsen geworden. Es ist nicht wirklich schlecht, aber nach der ersten CD fange ich an, mich zu langweilen. Im Arbeitszeugnis wĂŒrde vermutlich stehen: Sie haben sich bemĂŒht.

Lin

Lin

1. Album des Jahres: nope
2. Konzerte des Jahres: nope

3. Reinfall des Jahres: Spider Murphy Gang vor ein paar Jahren (schlimmster Reinfall ever)


Petra

Petra

1. Album des Jahres: PRIMAL FEAR – Rulebreaker
2. Konzerte des Jahres: Paul Gilbert

3. Reinfall des Jahres: Rock im Revier

REVIEW: ALCEST

Posted by Samir On Oktober - 24 - 2016

alcestkodamaKodama

StĂ©phane „Neige“ Paut ist und bleibt einfach ein VisionĂ€r, bei dem man niemals den nĂ€chsten Schritt voraussagen kann. Mit „Shelter“ aus dem Jahre 2014 hatte er mit seiner Band ALCEST einen mehrjĂ€hrigen musikalischen Wandel vom schwarzmetallischen Shoegaze der Anfangstage hin zum Post Rock abgeschlossen und verkĂŒndet, dass auch keine RĂŒckkehr zu hĂ€rteren KlĂ€ngen vorstellbar sei. Zwei Jahre spĂ€ter soll diese RĂŒckbesinnung jedoch stattfinden, doch eins nach dem anderen.

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PROPHECY FEST 2016

Posted by Radu On August - 2 - 2016

Was habt ihr so am Wochenende gemacht? „Wir waren auf einer Kunstausstellung, im TheaterstĂŒck und haben eine Höhle besichtigt. Außerdem haben wir zwei Tage lang Konzerte (von zart bis hart) gehabt und viele nette Leute in einer entspannten AtmosphĂ€re kennen gelernt.“ Soweit die kurze Zusammenfassung vom diesjĂ€hrigen PROPHECY FEST in der Balver Höhle. War es letztes Jahr bereits sehr schön, konnten die Veranstalter dieses Mal sogar noch eine Schippe drauflegen. Aber lest selbst…

Vernisage

Das Ambiente der Balver Höhle ist einzigartig und bietet neben der AtmosphĂ€re auch weitere Vorteile: alles liegt eng beieinander und man hat nur kurze Wege zu Fressbuden, Toiletten und Campingplatz. In Sachen Abwechslung wird erneut Gas gegeben; im hinteren Teil der Höhle stellt Fursy Teyssier von LES DISCRETS seine Malereien aus. Er dĂŒrfte vielen bereits als Covergestalter von seiner Band, sowie von ALCEST bekannt sein. Auch der heiß umkĂ€mpfte Merchandise WĂŒhlstand ist dieses Jahr am Start und bietet neben Schallplatten auch Shirts (zu Schleuderpreisen) und liebevoll aufgemachte CD BĂŒcher an. Hier wurde dieses Mal eine Absperrung eingebaut, damit die Meute in kleinen Gruppen wĂŒhlen können. Auch vor der BĂŒhne haben die Veranstalter eine Absperrung eingebaut, so das man sich jederzeit verkrĂŒmeln kann, was einiges an Massenchaos raus nimmt. Nach einem entspannten Rundgang durch Fursys Galerie geht es auch schon los mit dem ersten Gig.

HEKATE eröffnen das Fest und sorgen anfangs fĂŒr verhaltene Blicke und neugierige Ohren. Der Mix aus experimentellen ElektronikklĂ€ngen und mittelalterlicher Folklore braucht seine Zeit, entfaltet dann jedoch eine packende AtmosphĂ€re. Viele Besucher sehen es Ă€hnlich und so wird im Laufe des Sets aus wohlwollendem Klatschen eine immer grĂ¶ĂŸere Gemeinde, welche der Band aus der Hand fressen. Getreu dem Motto „Keine Ahnung was es ist, aber sie haben es“ zieht die Truppe ihren Siegeszug fort und macht neugierig auf mehr. Ein optimaler Start und charismatischer Opener fĂŒrs Fest.

Hekate1

Ganz andere Töne schlagen dagegen GERM an. Mit den Alben hat man sich schnell eine Fangemeinde aufgebaut, die aber weitestgehend auf eine Live PrĂ€senz verzichten musste. Eingebettet in wuchtigem Soundgewand und eingestreuten, sphĂ€rischen KlĂ€ngen, pflĂŒgt man sich durch das Set. Die aggressive Stimme durchbricht dabei die Schönheit (jedoch nicht die Erhabenheit) der StĂŒcke und hinterlĂ€sst bei der Audienz unterschiedliche EindrĂŒcke. Rastet ein Teil mit GĂ€nsehaut auf der Pelle hemmungslos dazu aus, so wĂŒrde sich der andre Teil ebenfalls freuen, wenn das Kreischen am Mikro nicht wĂ€re, aus dem kein menschliches Wort zu verstehen ist. UnterstĂŒtzt wird GERM von Andreas Schiffmann am Bass, David Conrad von Heretoir und Audrey Sylvain am Gesang, wobei „Just For A Moment“ erstmals live dargeboten wird.

Germ1

Es ist bereits einige Zeit her, dass LES DISCRETS live von sich Reden gemacht haben. Auch das letzte Album hat bereits vier Jahre auf dem Buckel und so ist die Erwartungshaltung an Fursy groß. Hat man sich in der Vergangenheit mit Neige und Winterhalter von ALCEST live ausgeholfen, ist man nun mit einer komplett neuen Truppe am Start. Leider hört man es ihnen auch an, denn man stolpert sich mehr oder weniger durch das Set. NatĂŒrlich krachen Klassiker wie „L’Ă©chappĂ©e“ und “Les Feuilles de l’olivier“ live immer noch schön mĂ€chtig, aber man merkt halt, dass es an einigen Ecken noch hapert. Auch die Entscheidung zwei neue Songs direkt hintereinander zu prĂ€sentieren sollte hinterfragt werden, aber OK. Das neue Material vom 2017 erscheinenden Album „Predateurs“ klingt ruhiger und birgt eine Mischung aus 80er Jahre und Ambient EinflĂŒsse, die auch die Marschrichtung der neuen Katatonia verfolgen. Wie es sich insgesamt macht, wird man dann noch sehen; fest steht, dass es hier „nur“ ein guter Auftritt war und man die Band auch schon in besserer Form erlebt hat. Bleibt zu hoffen, dass man sich aufeinander einspielt und die Magie nĂ€chstes Mal wieder besser ĂŒbertragen wird.

Les Discrets1

A propos Magie: zugunsten des Merchandise Standes und der Fressbuden, muss der erste Teil von IRON MOUNTAIN eher im Hintergrund fĂŒr mich laufen. Frisch gestĂ€rkt „nur mal eben rasch reinhören und danach zum Bierstand“ ist aber nicht, denn das komplett instrumentale Material proggt sich munter durch die Audienz. Eine derart zusammengewĂŒrfelte Mischung aus Prog, Psychedelic, und Post Rock zu vereinen ist mutig, aber irgendwie funktioniert es auch live besonders gut. „Bonfires“ entfaltet eine packende AtmosphĂ€re aus introvertierten Momenten, ehe es einen Abstecher zum Irish Folk macht, ohne den Zuschauer los zu lassen. Man kann in vielen Augen erkennen, dass sich ganze Gedankenwelten wĂ€hrend der Darbietung öffnen und jeder seinen eigenen Trip fĂ€hrt, wĂ€hrend sich die Iren auf der BĂŒhne fleißig abmĂŒhen. Die Kritik, nichts Halbes und nichts Ganzes zu sein, lassen sich die Jungs locker gefallen, denn fest steht, dass sie mit ihrem Auftritt fĂŒr große Überraschung gesorgt haben.

Iron Mountain2

Professionell, atmosphĂ€risch und charismatisch; SECRETS OF THE MOON haben auf dem Prophecy Fest ein Heimspiel und können mit einer fetten Setlist punkten. Im Hintergrund werden auf einer Leinwand die einzelnen Songtitel mit kleinen ErlĂ€uterungen aufgefahren, wĂ€hrend man sich eines mĂ€chtigen Sounds erfreuen kann. Wenn alles perfekt ist, warum haut mich die Band an diesem Abend nicht vom Hocker? Vielleicht ist alles zu perfekt oder es ist auch der MĂŒdigkeit geschuldet, aber irgendwie springt der Funken bei mir nicht ĂŒber. Die Fangemeidne freut sich, scheint aber teilweise auch vom Tag angeschlagen zu sein. Nichtsdestotrotz machen die Jungs mit Schwergewichten wie „Man Behind The Sun“ alles richtig und pfeffern alles in die Meute, um zufriedene Gesichter zu hinterlassen.

Secrets Of The Moon3

Der Soundcheck von HELRUNAR lĂ€sst bereits staunen, denn auf die Bitte des Tontechnikers mal zu screamen, eröffnet Skald Draugir eine große Bandbreite an AggressivitĂ€t, ehe sein tiefes Stimmorgan auch im cleanen Bereich die Höhle erzittern lĂ€sst. Vorhang auf und nochmal alle Kraftreserven mobilisiert, denn man wird gefordert. Schnell folgt die Audienz der Truppe und auch die charismatischen Ansagen Skalds verfehlen ihre Wirkung nicht. Wehende MĂ€hnen, staunende Blicke und euphorischer Beifall begleiten den Gig, den ich leider wegen der MĂŒdigkeit nicht ganz zu Ende schaffe. Sehr gelungen und eine guter Grund sich die Alben nochmal in Ruhe in den Kopf zu schaufeln.

Helrunar

Der nĂ€chste Tag beginnt relativ frĂŒh, denn unter dem Namen WÖLJAGER hat Marcel „Skald Draugir“ Dreckmann ein TheaterstĂŒck geschrieben, das ebenfalls in meiner Heimatstadt LĂŒdinghausen vor zwei Wochen aufgefĂŒhrt wurde. Nun dient die SchĂŒtzenhalle Beckum als Ort des Geschehens fĂŒr das StĂŒck, dem auch das Album „VanÂŽt Liewen und Stiawen“ („Vom Leben und Sterben“) gewidmet ist. Ein seltsamer Anblick, viele Black Metaller lieb und artig in einer voll besetzten Halle sitzen zu sehen, aber das TheaterstĂŒck ist ein sehr guter Grund dafĂŒr. Packend und extrem atmosphĂ€risch dargeboten wird die Geschichte des jungen Wilhelm aus dem MĂŒnsterland erzĂ€hlt, der die Gabe hat, in die Zukunft zu blicken. Diese Gabe lĂ€sst sich nicht kontrollieren und beschrĂ€nkt sich darauf, den Tod einiger Mitmenschen zu erblicken, weshalb ihn die Leute meiden. Marcel Dreckmann verhilft mit seinem Projekt WÖLJAGER der plattdeutschen Sprache zu seinem Erben, da diese vom Aussterben bedroht ist. Das TheaterstĂŒck unterstreicht sowohl die MĂŒnsterlĂ€nder MentalitĂ€t und baut gleichzeitig die BrĂŒcke zum morbiden Geist der Metalszene. Musik und Theater sind KĂŒnste, die hier auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen und zeigen, das der Zeitgeist der Metaller nicht ausschließlich auf dem rebellischen Aufbegehren limitiert ist, sondern gleichzeitig den Geist eines Freidenkers fördert. Dabei kommt viel KreativitĂ€t rum, die hier sehr eindrucksvoll inszeniert wird und das Prophecy Fest in Sachen VielfĂ€ltigkeit um einen großen Beitrag bereichert.

Wöljager

ZurĂŒck zur Balver Höhle, rasch etwas zum Essen reingeballert und ab zur BĂŒhne, wo bereits VÖLUR einen massiven Klangteppich zelebrieren. Auf der BĂŒhne eine Gestalt in schwarzer Kutte mit Bass, eine Violistin mit gefĂŒhlten 100 EffektgerĂ€ten auf der BĂŒhne und ein Schlagzeug im Hintergrund. Mit Leidenschaft bricht ein musikalischer Brocken spirituellen Trance/Dooms auf die Audienz ein, der Staunen lĂ€sst. Unglaublich, was man aus drei Instrumenten rausquetschen kann und auch wenn es fĂŒr mich zu schwer verdaulich ist, so sieht man viele glĂŒckliche Gesichter nach dem Gig mit einer VÖLUR Platte aus der Höhle strömen.

Völur

WĂ€hrend man sich kurz ĂŒber den italienischen Eiswagen am Eingang der Höhle wundert (und sich spĂ€ter ĂŒber ein Vanilleeis hermacht), brummt eine Eruptionswelle von Bass aus der Höhle und macht neugierig auf die nĂ€chste Band. Dunkle BĂŒhne, zĂ€hflĂŒssiger Sound und Ansagen mit Helge Schneider Humor; BOHREN & DER CLUB OF GORE nehmen sich nicht all zu ernst und was ich ursprĂŒnglich fĂŒr den Soundcheck gehalten hatte, stellt sich bereits als Performance heraus. „Wir bringen euch Abwechslung“ lautet die selbstironische Ansage, ehe der Doom/Jazz auf die Audienz unterschiedliche Wirkungen hat. Die einen entfachen im Kopfkino sofort eine Film Noir Szenerie, bei der eine verregnete Straßenecke den Weg zu einem alten DetektivbĂŒro ebnet, in der eine Femme Fatale den Raum betritt. Die anderen wundern sich, wie man eine Stunde Spielzeit mit maximal fĂŒnf Tönen ĂŒberbrĂŒcken kann; da ich zur letzten Kategorie gehöre, verschließt sich mir das Kopfkino und ich ĂŒberbrĂŒcke die Zeit mit einem MittagsschlĂ€fchen, zu dem mich diese Band gut inspiriert hat.

Bohren und Club of Gore

Es fĂ€llt mir schwer, aus meinem hypnotischen Zustand herauszukommen, aber ANTIMATTER dĂŒrften nach der vorangegangenen Band leichtes Spiel bei mir haben. Und tatsĂ€chlich, die ĂŒberwiegend ruhigeren StĂŒcke entfalten rasch ihre Wirkung auf die Audienz und fĂŒllen die Höhle mit jeder Spielminute mehr. Die dunklen Songs beherbergen stets einen Hoffnungsschimmer und gehen schnell in den Gehörgang. Viele Fans haben sich zusammengefunden und feiern frenetisch ab und freuen sich auf die Abwechslung zwischen introvertierten Elementen, Aufbegehren und romantisch, akustischen Momenten. Ich kannte sie bis dahin nicht,aber live kann man ANTIMATTER eine dichte AtmosphĂ€re nicht absprechen.

Antimatter2

Es wird eng auf der BĂŒhne, wenn sich die komplette Belegschaft von GLERAKUR auf die BĂŒhne drĂ€ngelt. Warum zum Teufel hat man drei Gitarristen, zwei Bassisten und zwei Schlagzeuger am Start, wenn der Grundrhythmus doch eigentlich kaum variiert? Und warum kann man sich nicht auf einen Stil einigen? Und warum zum Teufel geht einem der Scheiß auch Minuten spĂ€ter nicht mehr aus dem Kopf, obwohl man es gar nicht so intensiv erlebt hat? Die Antwort ist simpel: was nach nicht viel aussieht oder auf den ersten Blick klingt, entfaltet seine Langzeitwirkung nach mehreren Minuten. Mit chirurgischer PrĂ€zision werden unterschiedliche Gitarrenarrangements untereinander vermischt und zu einem großen Ganzen zusammengefĂŒgt, um es in ruhigen Momenten sanft auseinanderbrechen zu lassen, damit man die einzelnen Elemente raus hören kann. Bestaunt man diese Schönheit gerade fasziniert, ebnet man einen geraden Weg, der den Song in einen Moshpart verfallen lĂ€sst, und damit endgĂŒltig das Siegel der Langlebigkeit drauf klatscht. Klingt verschachtelt, ist es auch. Aber verdammt genial inszeniert und der Audienz dargeboten.

Glerakur

Über ALCEST im Livemodus muss man nicht viele Worte verlieren, denn sie haben sich seit der Veröffentlichung von „Écailles de Lune“ schnell im Sektor verbreitet. Grund genug das Album in kompletter LĂ€nge live zu wĂŒrdigen und um ein Best Of Set zu ergĂ€nzen. Bevor man das Best Of Set auf „2 Mal „Écailles de Lune“ live spielen“ limitiert, gibt es doch noch vier weitere Songs, die dargeboten werden. GĂ€nsehaut pur, schmusende Paare oder Fasziniation in den Blicken der Anwesenden, die Wirkung von ALCEST ist sehr facettenreich. Das nutzt man natĂŒrlich schamlos aus, um eine astreine Performance zu zaubern und der sonst eher schĂŒchterne Neige lĂ€sst sich sogar zu Danksagungen und einigen LĂ€chlern hinreißen. Warum allerdings der Gesang bei `Delivrance` aus der Dose kommt, ist mir ein RĂ€tsel; entweder man spielt alles live oder lĂ€sst es komplett. Das tut dem Auftritt jedoch keinen Abbruch und sei dieses Mal verziehen, denn es wurde nach allen Regeln der Kunst abgerĂ€umt.

Alcest2

Der Tag hinterlĂ€sst seine Spuren und man wird mĂŒde, Dennoch werden nochmal alle Kraftreserven gesammelt, um sich SOL INVICTUS anzuschauen, die mir bis dahin unbekannt sind. Prog Folk mit irischen Momenten oder doch eher eine Mischung aus nachdenklichen und fröhlichen Elementen? Mein Kopf kann die Schublade zu dieser spĂ€ten Stunde nicht mehr finden; fest steht, dass Tony Wakeford an der Akustik Klampfe und Gesang alles gibt und die Menge damit auf seine Seite zieht. Das muss er auch, denn der Auftritt ist leider von Pannen ĂŒberschattet: die zweite Violine fĂ€llt aus, beim Duett wollen die Stimmen nicht harmonieren und auch die Flöte rutscht in schiefe Gefilde rein. Dennoch macht man seine Sache gut, kann man schließlich auf die Diskographie von gefĂŒhlten 30 Alben zugreifen. Die Dame am Cello geht steil, der dritte Geiger fĂ€llt mit seine arhythmischen Verrenkungen auf, Tony spielt locker weiter und schafft es noch dazu, das Publikum mit seinem trockenen Humor zu begeistern. Trotz (oder gerader wegen?) dieser Pannen reißt man einen charismatischen Gig runter, der sich gewaschen hat.

Sol Invictus

Letztes Jahr VEMOD verpasst, dieses Jahr soll es aber sein. Nachdem sie letztes Jahr einen epischen Auftritt gehabt haben, stehen die Zeichen dieses Jahr auf Wiederholung. Nach einem langgezogenen Intro, das alleine schon fĂŒr sich das Warten wert ist, ballert man sich auch schon durchs Black Metal Programm. AuffĂ€llig der Gesang, der nicht klassisch gescreamt, sondern eher tief ist. Leider schluckt der Bass einiges an Sound weg, so dass es fĂŒr mich „nur“ ein guter, aber halt kein epischer Gig ist. Auf jeden Fall ein guter Grund sich nĂ€her mit dem Album zu beschĂ€ftigen.

Vemod2

Fazit:
Das warÂŽs dieses Jahr also leider schon wieder mit dem PROPHECY FEST. Was also bleibt noch zu sagen? Es gab tolle KĂŒnstler, ein sehr vielfĂ€ltiges Programm und eine tolle AtmosphĂ€re. Die Veranstalter haben alles richtig gemacht und aus dem letzten Jahr gelernt. Das Besondere an der ganzen Sache: die herzlichen und familiĂ€ren Rahmenbedingungen ebnen den Weg fĂŒr die vielen Kleinigkeiten, die dieses Festival zu etwas ganz Besonderem machen. So ist es ein ĂŒberschaubares Festival, bei dem man seine Kumpels immer wieder ĂŒber denn Weg lĂ€uft (ca. 1300 Leute). Ein aufwendig gestaltetes Programmbuch (inkl. Soundtrack und Video) fĂŒr lau und die Vorabshow am Donnerstag von Troll Music (leider nicht geschafft) sind ebenfalls ein echtes Schmankerl. Auch die freundliche und hilfsbereite Security, sowie entspannten Feuerwehrleute tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die GĂ€ste wohl fĂŒhlen. Und die GĂ€ste sind das, was diesem Festival zum Highlight verhelfen: hier kommen die Leute gerne hin, um Freunde zu treffen, sich ĂŒber unterschiedliche Musikstile auszutauschen, ihren Horizont zu erweitern (WÖLLJAGER TheaterstĂŒck) und neue Leute aus unterschiedlichen LĂ€ndern kennen zu lernen. Musik verbindet halt unterschiedliche Nationen und gerade in diesen Tagen, in denen sich die Nachrichten ĂŒber Terror ĂŒberschlagen, ist es schön zu sehen, wie die Leute respektvoll und freundschaftlich miteinander umgehen. Mittlerweile wurde auch der Termin fĂŒrs nĂ€chste Jahr (28./29.07.2017) und erste Bands (DORNENREICH, SUN OF THE SLEEPLESS, DOOL, THE VISION BLEAK, THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT) bestĂ€tigt. Letztes Jahr waren wir neugierig, ab diesem Jahr steht fĂŒr uns fest: PROPHECY FEST ist fester Bestandteil unseres Sommers und hat sich zum Kult gemausert.

Thanx PROPHECY, it was a blast!!!

PROPHECY FEST NEWS

Posted by Radu On Juli - 10 - 2016

Prophecy ProductionsDas Prophecy Fest 2016 rĂŒckt nĂ€her und die Veranstalter freuen sich auf ein großes Zusammentreffen mit vielen Fans und Freunden zu einem einzigartigen musikalischen Programm. Zur Eröffnung findet bereits am Donnerstag ein Konzertabend des  Trollmusic-Labels statt. Am Samstagvormittag wird zudem das Wöljager-MusiktheaterstĂŒck(!) “Vom Leben und Sterben” aufgefĂŒhrt! Hier die genaue Running Order der kompletten Veranstaltung:

Donnerstag, 28.07. (Hönnetalhalle, Balve):
19.00 Trollmusic Konzertabend
Alvenrad / Mirna’s Fling / The Good Hand

Freitag, 29.07. (Balver Höhle, Balve):
15.20 Hekate
17.10 Germ
18.30 Les Discrets
20.15 Iron Mountain
21.45 Secrets of the Moon
23.30 Helrunar

Samstag, 30.07. (Hönnetalhalle, Balve)
11.00 Wöljager (Musik-Theater, SitzplÀtze)

Samstag, 30.07. (Balver Höhle):
13.50 Völur
15.10 Bohren & der Club Of Gore
16.50 Antimatter
18.30 GlerAkur
20.00 Alcest
21.50 Sol Invictus
23.20 Vemod

DarĂŒber hinaus erhĂ€lt jeder Besucher des Festivals gratis ein exklusives
Programmbuch im Festeinband (Format: 18×18 cm, 72 Seiten) mit 2(!)
Audio-CDs und einer DVD. Das Buchcover mit einer Illustration von Fursy
Teyssier, dem Art Director des diesjÀhrigen Prophecy Fests, findest Du im
Anhang. Hier die Titellisten der DVD und CDs:

Live-DVD “Prophey Fest 2015″
1. Crone – Perfect Army
2. Lifelover – Mitt Öppna Öga
3. Amber Asylum – Autonomy Suite
4. Camerata Mediolanense – Canzone All’Italia
5. Darkher – Hollow Veil
6. Empyrium – The Franconian Woods In Winter’s Silence
7. Tenhi – Uuvu Oravan Luu
8. Vemod – Ikledd Evighetens Kappe

CD1
1. Germ – An Overdose On Cosmic Galaxy
2. Alcest – PercĂ©es De LumiĂšre
3. GlerAkur – Can’t You Wait
4. Iron Mountain – Enthralldom
5. Antimatter – Leaving Eden
6. Les Discrets – VirĂ©e Nocturne
7. Bohren & der Club Of Gore – Prowler

CD2
1. Völur – Es wĂ€chst aus seinem Grab
2. Secrets Of The Moon – Man Behind The Sun
3. Helrunar – Magdeburg brennt
4. Vemod – Venter PĂ„ Stormene
5. Wöljager – Up’n LikwĂ€g
6. Sol Invictus – Kneel To The Cross
7. Hekate – Die Sonne im Geiste

Weitere Informationen zum Prophecy Fest und Kartenvorverkauf gibt es auf hier.

Prophecy Fest

VORBERICHT: WACKEN

Posted by Samir On Mai - 18 - 2016

Wacken_2016_FlyerEin neues Jahr, eine neue Ausgabe WACKEN. Das Kultfestival geht in die 27te Runde und hat sich lĂ€ngst zum SelbstlĂ€ufer entwickelt, bei dem jedes Jahr erneut innerhalb weniger Stunden “ausverkauft” gemeldet werden kann, ohne ĂŒberhaupt eine Band des Billings zu kennen. Doch auch 2016 enttĂ€uschen die Veranstalter die treuen Fans nicht und zimmern ein Line-Up, das sich durchaus sehen lassen kann.

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DORNENREICH NEWS

Posted by Radu On MĂ€rz - 25 - 2016

DORNENREICHEs tut sich einiges im Hause DORNENREICH; dieses Jahr erscheint eine prall gefĂŒllte Vinyl Box, die alle acht Studioalben, sowie ein umfangreiches Begleitbuch enthalten wird. Weitere Details folgen in KĂŒrze.

Eviga zum Arbeitstitel eines möglichen neuen Albums:

“Im Februar 2014 kĂŒndigte ich an, dass „Freiheit“ das letzte Dornenreich-Studioalbum fĂŒr lĂ€ngere Zeit bleiben wĂŒrde. Nun, gut zwei Jahre spĂ€ter, kann ich sagen, dass mein GefĂŒhl in jeder Hinsicht
bestĂ€tigt wurde.Viel neue Dornenreich-Musik ist in den vergangenen beiden Jahren entstanden, doch insbesondere mein Herz und mein Horizont haben sich geweitet und genau das brauchte ich so sehr und das wird Dornenreich vielleicht eines Tages konkret zu Gute kommen. Auch wenn nach wie vor nicht absehbar ist, wann genau, im welchem Umfang und in welchem Rahmen wir wieder ein Tonstudio aufsuchen werden, so begleitet mich seit etlichen Monaten eine Wortfolge, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Bitte versteht sie als einen vagen Arbeits- oder Orientierungstitel, der aber viel von dem in sich trĂ€gt, was mich seit geraumer Zeit beschĂ€ftigt, mich inspiriert und motiviert, was Grund genug ist, all dem weiter nachzuspĂŒren. Aber, wie auch immer,  das Leben vollzieht sich, ist groß, vielschichtig und fĂŒhrt uns alle immer wieder auf unvorhergesehene Pfade, weswegen es letztlich unsicher bleibt, wann und ob wir dieses Album/Projekt/Abenteuer werden verwirklichen können, doch allein schon der Gedanke gibt mir Kraft, dass wir an der Umsetzung dieses Albums arbeiten, dieses Albums mit dem Arbeitstitel: DU WILDE LIEBE SEI”

PROPHECY FEST NEWS

Posted by Radu On Januar - 11 - 2016

alcest pro fest_smNach dem Erfolg des 1. Prophecy Fests in der Balver Höhle (siehe Live Bericht) folgt am 29. und 30. Juli 2016 der zweite Streich. Erneut werden sich Bands und KĂŒnstler unterschiedlicher Stilrichtungen versammeln, um mit uns eine vielseitige Party abzufeiern. BestĂ€tigt wurde bereits Fursy Teyssier (LES DISCRETS), der seine Malereien dort ausstellen wird. Auch SECRETS OF THE MOON werden vor Ort sein, um eine Weltpremiere abzuliefern in Form eines Akkustik- Sets. Freunde Ă€lterer ALCEST Alben dĂŒrften rasch die Hose wechseln, denn das komplette “Écailles De Lune” Album wird durchgespeilt und durch ein Best Of Set ergĂ€nzt werden. Weiterer BestĂ€tigungen sind in Vorbereitung. Stay tuned.

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LIVE REVIEW: PROPHECY FEST 2015

Posted by Radu On September - 20 - 2015

Im Jahr 2006 gab es bereits die Prophecy Konzertnacht, danach herrschte erstmal Funkstille. Dieses Jahr wurde das erste Prophecy Fest ins Leben gerufen und wartete nicht nur mit vielen schönen Details, sondern vor allem mit dem gelebten Grundgedanken eines authentischen Festivals auf.

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