Archive for the ‘News’ Category

RHF 2025 NACHBERICHT

Posted by Uli On April - 6 - 2026

IMG_7061Über Pfingsten wurde das Amphitheater in Gelsenkirchen einmal mehr zum Treffpunkt der europäischen Metal-Szene. Beim ROCK HARD FESTIVAL 2025 trafen sich rund 7.000 Fans aus ganz Europa, um drei Tage lang klassischen Heavy Metal in seiner ganzen Bandbreite zu feiern. Mit seiner einmaligen Kulisse, nur einer Bühne und kurzen Wegen bleibt das Festival auch nach vielen Jahren ein Gegenentwurf zu überdimensionierten Großveranstaltungen – und genau das macht seinen besonderen Reiz aus.

Der Freitag startete bereits stark: SANHEDRIN eröffneten das Wochenende mit klassischem Heavy Metal und viel Spielfreude. Danach übernahmen ATTIC, die mit ihrem düsteren, stark vom Mercyful-Fate-Spirit geprägten Sound sofort für eine intensive Atmosphäre sorgten. Spätestens als MUNICIPAL WASTE die Bühne enterten, gab es im Amphitheater kein Halten mehr – ihr Crossover-Thrash sorgte für die ersten großen Moshpits des Wochenendes. Mit DEATH ANGEL folgte anschließend eine Thrash-Institution, die das Publikum mit einer energiegeladenen Performance mühelos im Griff hatte. Nostalgischer wurde es beim Set von GEOFF TATE, der mit Songs aus seiner QUEENSRŸCHE-Zeit viele Fans zurück in die späten Achtziger katapultierte. Den Abschluss des ersten Tages übernahmen schließlich EXODUS, die mit einem brachialen Thrash-Gewitter für einen würdigen Headliner-Moment sorgten.

Der Samstag präsentierte sich wie gewohnt als der abwechslungsreichste Festivaltag. Nachwuchsbands wie AMETHYST und THE NIGHT ETERNAL nutzten ihre Chance und überzeugten mit frischem, klassisch geprägtem Metal. Danach wurde es stilistisch breiter: DOOL begeisterten mit ihrem atmosphärischen Dark Rock, während THRESHOLD die Prog-Metal-Fans im Publikum bedienten. Einen massiven Kontrast dazu lieferten NILE, die mit technisch extrem anspruchsvollem Death Metal das Amphitheater ordentlich durchschüttelten. Für viele Besucher gehörte jedoch der Auftritt von CRIMSON GLORY zu den emotionalen Höhepunkten des Wochenendes – die US-Metal-Legende lieferte eine intensive Show voller Klassiker. Den Abschluss des Tages übernahmen die schwedischen Death-Metal-Veteranen DISMEMBER, die mit ihrer wuchtigen Performance für einen eindrucksvollen Headliner-Moment sorgten.

Auch der Sonntag hielt noch einige starke Auftritte bereit. TAILGUNNER eröffneten den Tag mit traditionellem Heavy Metal, bevor HIRAES und DESERTED FEAR die härtere Fraktion mit modernem Melodic Death bedienten. Mit VICTORY wurde es anschließend klassischer Hard Rock, während MYRATH mit orientalisch gefärbtem Progressive Metal eine besonders atmosphärische Note ins Programm brachten. Am Abend folgte schließlich ein echtes Stück deutscher Metal-Geschichte: DIRKSCHNEIDER präsentierten eine Setlist voller Accept-Klassiker und sorgten für lautstarke Mitsing-Momente im Amphitheater. Den großen Abschluss lieferten W.A.S.P., die mit einer intensiven Show und zahlreichen Hymnen ein starkes Finale für das Festival setzten.

Abseits der Bühne zeigte sich einmal mehr, warum das ROCK HARD FESTIVAL für viele Fans einen besonderen Stellenwert besitzt. Kurze Wege, faire Preise, hervorragender Sound und eine entspannte Atmosphäre schaffen ein Festivalerlebnis, das man in dieser Form nur noch selten findet. Auch 2025 bewies das Event wieder eindrucksvoll, dass Leidenschaft für Metal und ein sorgfältig kuratiertes Line-up oft mehr zählen als Größe – und genau deshalb pilgern jedes Jahr tausende Fans nach Gelsenkirchen.

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RHF 2026

Posted by Uli On April - 6 - 2026

IMG_9285 2Das Rock-Hard Festival geht vom 22.-24. Mai 2026 in die nächste Runde, wie immer im wunderschönen Amphitheater in Gelsenkirchen.

Hier hat man wirklich von allen Plätzen aus einen hervorragenden Blick auf die Bühne, die Wege sind kurz, eine freundliche Security und humane Preise sorgen dafür, dass man das Festival in vollen Zügen genießen kann. Hochkarätige Acts versprechen ein abwechslungsreiches Festival.

Was 2003 als einmalig geplantes Jubiläumsfestival anlässlich des 20-jährigen Bestehens des ROCK HARD gedacht war, ist inzwischen ein “MUSS”. Ob es an dem musikalisch abwechslungsreichen Programm, dem traumhaft gelegenen Veranstaltungsort, der Stimmung oder an allem zusammen lag – die Fans sind begeistert! Nicht etwa nur „zufrieden“, sondern wirklich „aus dem Häuschen“, wie die zahlreichen Besucher- und Pressereaktionen zeigen.

Das Rock Hard Festival findet selbstverständlich wieder in der wohl schönsten Kulisse des “Reviers” statt. Direkt am Rhein-Herne Kanal gelegen, bietet das Amphitheater nicht nur einen malerischen Ausblick, sondern sorgt mit seinen aufsteigenden Rängen auch für die perfekte Sicht aufs Bühnengeschehen und optimalen Sound.

Mit dem ROCK HARD Festival hat sich innerhalb kürzester Zeit ein emotionsgeladenes Festival-Highlight im Ruhrgebiet etablieren können, das mit seinem urbanen Flair und den erstklassigen Rahmenbedingungen aus der Masse der Wald- und Wiesenveranstaltungen heraussticht. Seid mit dabei, wenn der Pott überkocht!

Die Running Order:

Freitag, 22. Mai

21:30 – 23:00 ARMORED SAINT
19:45 – 21:00 CORONER
18:15 – 19:15 ANGEL WITCH
17:00 – 17:50 NECKBREAKKER
16:10 – 16:40 PROPHETS OF THE RISING DEAD
15:20 – 15:50 MAAMUUT
14:30 – 15:00 MAJAK

Samstag, 23. Mai

21:30 – 23:00 PARADISE LOST
19:45 – 21:00 DARK TRANQUILLITY
18:10 – 19:15 SLIME
16:45 – 17:45 HÄLLAS
15:25 – 16:20 HIRAX
14:10 – 15:00 AMBUSH
13:00 – 13:45 WYTCH HAZEL
12:00 – 12:40 THE GREAT SEA

Sonntag, 24. Mai

21:30 – 23:00 SAXON
19:45 – 21:00 MIKKEY DEE (With Friends Playing Motörhead Classics)
18:10 – 19:15 ULI JON ROTH („Virgin Killer“-Set)
16:45 – 17:45 LUCIFER
15:25 – 16:20 GUS G. & RONNIE ROMERO
14:10 – 15:00 NAILED TO OBSCURITY
13:00 – 13:45 THE NEPTUNE POWER FEDERATION
12:00 – 12:40 SMORRAH

Die 3-Tages-Tickets kosten 155,00 Euro inklusive aller Gebühren und sind hier erhältlich: www.shop.rockhard.de

Außerdem sind Tagestickets zu folgenden Preisen erhältlich:

Freitag: 65,00 € VVK inkl. VVK-Gebühr
Samstag: 75,00 € VVK inkl. VVK-Gebühr
Sonntag: 75,00 € VVK inkl. VVK-Gebühr

Vier Tage Camping kosten 49,50 Euro inklusive VorverkaufsgebĂĽhren und sind ebenfalls ĂĽber den Shop verfĂĽgbar.

R.I.P. A HEAVY METAL FANZINE

Posted by Uli On April - 20 - 2025

IMG_5804R.I.P. – A Heavy Metal Fanzine“ von Peter Marquardt & Marc Isebügel

Mit „R.I.P. – A Heavy Metal Fanzine“ liefern Peter Marquardt und Marc Isebügel ein leidenschaftliches, authentisches und wunderbar nostalgisches  Werk ab, das nicht nur für eingefleischte Metalheads interessant ist, sondern auch für alle, die sich für DIY-Kultur, Musikjournalismus und die Geschichte des Undergrounds begeistern können.

Das über 300 Seiten dicke Buch dokumentiert die wilde, rohe Welt des 1980er Fanzine-Undergrounds, in dem Schreibmaschinen, Klebstoff, Scheren und Kopierer genauso wichtig waren wie Kutten und Kassetten. Im Mittelpunkt steht dabei das namensgebende Fanzine R.I.P., das in seiner Blütezeit mehr war als nur ein Heft – es war Sprachrohr, Sammelstelle und Treffpunkt für die Szene.

Peter und Marc lassen ihre Leser tief eintauchen in eine Ära, in der der Metal noch anrüchig und vor allem echt war. Interviews mit Bands, Konzertberichte, Leserbriefe, handgezeichnete Logos – all das wird liebevoll dokumentiert. Die Texte sind pointiert, oft mit einem Augenzwinkern, aber nie ohne Respekt vor der damaligen Szene. Man spürt auf jeder Seite, dass hier zwei Autoren schreiben, die nicht nur dabei waren – sie haben mitgemacht, mitgeformt und mitgefeiert.

Besonders stark ist das Buch, wenn es aufzeigt, wie viel Herzblut und Hingabe nötig waren, um ein Fanzine auf die Beine zu stellen – lange vor dem Internet, als Kontakte noch per Brief geknüpft wurden und internationale Tape-Trades zur Selbstverständlichkeit gehörten. Das Buch ist vollgepackt mit Originalseiten, Fotos, Anekdoten und Interviews, die den Charme und den Wahnsinn dieser Ära lebendig werden lassen.

Fazit:
„R.I.P. – A Heavy Metal Fanzine“ ist eine echte Liebeserklärung an die DIY-Mentalität, den Underground und den Heavy Metal an sich. Für Fans, Sammler und Nostalgiker ein absolutes Muss – aber auch für Jüngere eine spannende Zeitreise in eine Ära, in der Musik mehr war als Streaming und Likes. Dieses Buch schreit: Metal ist mehr als Musik – es ist Haltung.

Das Buch kann man hier fĂĽr 35 Euro bestellen!!

Nachbericht RHF 2024

Posted by Uli On April - 20 - 2025

IMG_5793Festivalbericht: Rock Hard Festival 2024

Freitag:

Wie fast in jedem Jahr zu Pfingsten fand im wunderbaren Amphitheater in Gelsenkirchen das Rock Hard Festival 2024 von Freitag bis Sonntag statt, nicht umsonst wird es unser großes Familientreffen genannt, denn hier herrscht immer eine sehr entspannte familiäre Atmosphäre mit einem abwechslungsreichen Line Up. Und es ist immer wieder schön, so viele Freunde, Bekannte und Fotografenkollegen zu treffen, die man leider nur einmal im Jahr sieht.

Den Anfang machte DREAD SOVEREIGN, die irische Doom-Metal-Band um PRIMORDIAL Frontmann Alan Averill. Mit düsteren Riffs und drückender Atmosphäre legte die Band eine beeindruckende Show hin. Die tiefen, melancholischen Klänge sorgten für eine bedrohliche Stimmung, die das Publikum langsam in die richtige Festival-Stimmung brachte.

Als nächstes betraten THRONEHAMMER die Bühne und setzten die Doom-Offensive fort. Die Band ist für ihren massiven Sound und schwere Riffs bekannt, und auch hier wurden die Erwartungen nicht enttäuscht. Die wuchtigen Songs und die markante Stimme von Sänger Kat Shevil trieben die Energie im Amphitheater weiter in die Höhe.

Mit MYSTIC PROPHECY wurde es melodischer. Die deutsche Power-Metal-Band um Frontmann Lia brachte eine frische, energiegeladene Dynamik ins Line-up. Ihre eingängigen Songs mit kraftvollen Gitarren-Soli und hymnischen Refrains sorgten für ordentlich Bewegung im Publikum. Besonders der Hit „Ravenlord“ riss die Menge mit und brachte einige Fans dazu, ihre Kehlen lautstark mitzusingen.

Danach wurde es deutlich härter, als UNLEASHED, die schwedischen Death-Metal-Pioniere, die Bühne betraten. Mit brutalen Riffs und kompromisslosen Vocals übernahmen sie das Zepter und sorgten für die erste richtige Moshpit des Tages. Klassiker wie „Before the Creation of Time“ und „Death Metal Victory“ durften natürlich nicht fehlen und brachten die eingefleischten Fans zum Toben.

Eine erfrischende Abwechslung bot anschließend die belgische Band BRUTUS, die mit ihrem einzigartigen Mix aus Post-Hardcore, Metal und Indie-Rock eine beeindruckende Performance hinlegten. Die Energie der Band, angeführt von der charismatischen Schlagzeugerin und Sängerin Stefanie Mannaerts, war förmlich greifbar. Ihr Set brachte eine emotionale und gleichzeitig kraftvolle Dynamik auf die Bühne.

Den krönenden Abschluss des Tages lieferte die finnische Metal-Institution AMORPHIS als Headliner. Mit ihrem einzigartigen Stil, der Elemente aus Death Metal, Folk und Progressive Metal vereint, zogen sie die Menge komplett in ihren Bann. Songs aus ihrem gefeierten Album „Queen of Time“ sowie Klassiker wie „Black Winter Day“ sorgten für Gänsehaut-Momente. Die Band schaffte es, eine magische Atmosphäre zu kreieren, die das Publikum bis zum letzten Ton in den Bann zog.

Samstag:

Die finnische Progressive-Metal-Band WHEEL eröffnete den Tag und setzte die Messlatte mit einer dynamischen und kraftvollen Show hoch. Die Band, bekannt für ihren experimentellen Sound und tiefgehende Texte, überzeugte mit atmosphärischen Riffs und beeindruckender musikalischer Präzision. Ihr Set war geprägt von einer düsteren und intensiven Stimmung, die das Publikum direkt in den Bann zog. Songs wie “Movement” und “Dissipating” zeigten die technische Raffinesse der Musiker und ließen keinen Zweifel daran, dass diese Band auf dem besten Weg ist, sich einen festen Platz in der Progressive-Metal-Szene zu sichern.

Als Nächstes folgte die schwedische Heavy-Metal-Band AIR RAID. Mit ihrem klassischen NWOBHM-Sound heizten sie das Publikum weiter an. Luftige Gitarrensoli und kraftvolle Gesangslinien versetzten die Zuhörer direkt in die 80er Jahre zurück. Besonders Tracks wie „Hold the Flame“ und „Across the Line“ kamen beim Publikum extrem gut an. AIR RAID bewiesen, dass traditioneller Metal auch heute noch lebendig ist und sorgten für reichlich Headbangen und laute Mitsing-Chöre.

Die dänischen Death-Metaller von BAEST brachten die Stimmung anschließend auf ein brutaleres Niveau. Mit schweren Riffs, donnernden Drums und dem markanten Growl-Gesang von Frontmann Simon Olsen war die Band eine Naturgewalt auf der Bühne. Ihre kompromisslose Performance und energiegeladene Show ließen keinen Zweifel daran, dass sie zu den aufstrebenden Größen im Death Metal gehören. Songs wie “Genesis” und “Necro Sapiens” wurden vom Publikum frenetisch gefeiert und sorgten für den ersten großen Moshpit des Tages.

Als nächstes stand die finnische Crossover-Band WALTARI auf der Bühne, die für ihre genreübergreifende Mischung aus Metal, Industrial, und sogar Pop-Elementen bekannt ist. Ihr Set war eine erfrischende Abwechslung, da die Band nahtlos zwischen harten Riffs, eingängigen Melodien und elektronischen Elementen wechselte. Besonders mit Klassikern wie “Atmosfear” und “Eccentric Man” bewiesen sie ihre Experimentierfreudigkeit. Waltari überraschte das Publikum immer wieder mit unerwarteten Wendungen und zeigte, dass sie auch nach vielen Jahren im Geschäft nichts an Kreativität verloren haben.

Mit VANDENBERG, der Band um den legendären niederländischen Gitarristen Adrian Vandenberg, betrat nun eine echte Hardrock-Ikone die Bühne. Die Band, die in den 80ern große Erfolge feierte, ist bekannt für ihre melodischen und dennoch kraftvollen Songs. Adrian Vandenbergs Gitarrenarbeit stand natürlich im Mittelpunkt, und er lieferte ein meisterhaftes Set ab. Klassiker wie „Burning Heart“ und „Your Love is in Vain“ weckten nostalgische Gefühle bei den Fans, während auch neues Material wie „House on Fire“ überzeugte. Es war eine leidenschaftliche und feurige Performance, die sowohl alte als auch neue Fans begeisterte.

Die irischen Pagan-Metal-Pioniere PRIMORDIAL waren als nächste an der Reihe und sorgten für eine atmosphärisch dichte Performance. Mit ihrer Mischung aus Black Metal, Folk-Elementen und epischen Melodien schufen sie eine erhabene, fast schon spirituelle Stimmung. Frontmann Alan „Nemtheanga“ Averill beeindruckte nicht nur mit seinem markanten Gesang, sondern auch mit seiner charismatischen Bühnenpräsenz. Stücke wie „Empire Falls“ und „Where Greater Men Have Fallen“ wurden vom Publikum mit Gänsehaut und voller Inbrunst aufgenommen, was die Performance zu einem der emotionalen Höhepunkte des Tages machte.

Nach einigen Jahren Pause sind die amerikanischen Thrash-Legenden FORBIDDEN zurück auf der Bühne. Ihr Comeback wurde von den Fans lange erwartet, und sie enttäuschten nicht. Mit einem kraftvollen Set und einem ungebrochenen Enthusiasmus heizten sie dem Publikum ordentlich ein. Klassiker wie „Chalice of Blood“ und „Through Eyes of Glass“ ließen die Thrash-Metal-Herzen höher schlagen und sorgten für frenetisches Moshing und Headbangen. FORBIDDEN zeigten eindrucksvoll, dass sie auch nach so langer Zeit nichts von ihrer Energie und Aggressivität verloren haben.

Den krönenden Abschluss des zweiten Tages bildete die Performance von KK’s PRIEST, der Band um den ehemaligen Judas-Priest-Gitarristen K.K. Downing. Die Erwartungen waren hoch, und die Band lieferte ein spektakuläres Set ab, das sowohl Priest-Klassiker als auch Material aus ihrem eigenen Repertoire beinhaltete. Stücke wie „Hellfire Thunderbolt“ und „Raise Your Fists“ begeisterten die Menge, aber es waren die Judas-Priest-Hits wie „Breaking the Law“, die das Publikum in Ekstase versetzten. K.K. Downing zeigte, dass er nach wie vor zu den besten Gitarristen der Metal-Szene gehört, und lieferte eine leidenschaftliche und energetische Show ab, die dem Festivaltag einen würdigen Abschluss verlieh.

Sonntag:

Der dritte und letzte Tag des Rock Hard Festivals 2024 begann, allerdings ohne die erste Band WINGS OF STEEL, die wir leider verpasst haben. Dennoch war es ein Tag voller beeindruckender Auftritte und groĂźartiger Musik.

MAGGOT HEART betraten die Bühne und lieferten eine energiegeladene Performance ab, die das Publikum sofort mitriss. Die Mischung aus Post-Punk, Hard Rock und einer Prise Metal hat für eine einzigartige Atmosphäre gesorgt.

Weiter ging es mit JOHN DIVA & THE ROCKETS OF LOVE, die diesmal mit einem neuen Gitarristen, Carsten Stepanowicz, auftraten. Die Band versprĂĽhte Glam-Rock-Energie pur und brachte die Menge zum Tanzen und Mitsingen. Der neue Gitarrist fĂĽgte sich nahtlos in die Gruppe ein und lieferte eine erstklassige Show ab.

Es folgte CHAPEL OF DISEASE, die mit ihrem düsteren und atmosphärischen Death Metal die Bühne in ein wahres Inferno verwandelten. Die harten Riffs und die brutalen Vocals ließen keinen Zweifel daran, dass die Band sich weiterentwickelt hat und dennoch ihre Wurzeln nicht vergessen hat.
Mit DEMON kam dann eine wahre NWOBHM-Legende auf die Bühne. Die Band hat bewiesen, dass sie auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Power eingebüßt hat. Klassiker wie „Night of the Demon“ sorgten für Nostalgie und pure Begeisterung bei den Fans.

EXHORDER brachte dann den Thrash in seiner rauesten Form auf die BĂĽhne. Die Band aus New Orleans zeigte sich in absoluter Bestform und lieĂź die Fans in einem Moshpit der Extraklasse aufgehen.

Als einer der Highlights des Tages trat RIOT V auf, die mit ihrem kraftvollen und melodischen Heavy Metal für Gänsehautmomente sorgten. Die Mischung aus alten Klassikern und neueren Songs war perfekt abgestimmt und die Band wurde vom Publikum frenetisch gefeiert.
Den krönenden Abschluss des Tages und des Festivals machte D-A-D, die als Headliner die Bühne zum Beben brachten. Mit ihrer charismatischen Performance und einer Setlist, die sowohl Hits als auch Fan-Favoriten beinhaltete, sorgten sie für den perfekten Abschluss dieses Festivals. Die Show war ein echtes Highlight und hat die Festivalbesucher mit einem Lächeln im Gesicht in die Nacht entlassen.

Das schönste Familientreffen ist nun schon wieder Geschichte. Schön euch alle wieder getroffen zu haben und freuen wir uns auf das nächste Jahr. Meine persönlichen Highlights dieses Jahr waren allen voran PRIMORDIAL, AIR RAID, JOHN DIVA & THE ROCKETS OF LOVE, MYSTIC PROPHECY, CHAPEL OF DISEASE und FORBIDDEN…

Hier geht es zu den Gallerien:

Galerie 1

Galerie 2

Uli

Castle Rock 2024

Posted by Andre On April - 29 - 2024

Auch in diesem Jahr findet wieder auf SchloĂź Broich in MĂĽhlheim an der Ruhr das Castle Rock Festival vom 05.07. – 06. 2024 statt, mit zahlreichen Bands aus der Dark Rock Szene.

Seid mit dabei, wenn diese Bands die BĂĽhne im Schlosshof stĂĽrmen:

Subway To Sally, Orden Ogan, Gothminister, Vision of Atlantis, Unzucht, A Live Divided, Skiltron, League Of Distortion, Böse Fuchs, Double Crush Syndrom, Still Patient?, Kaizer und Another Tale Read the rest of this entry »

Nachbericht RHF 2023

Posted by Uli On April - 6 - 2024

Wie fast jedes Jahr zu Pfingsten fand im wunderbaren Amphitheater in Gelsenkirchen das Rock Hard Festival von Freitag bis Sonntag, bei diesmal bestem Wetter statt. Nicht umsonst wird es „Unser großes Familientreffen“ genannt, denn hier herrscht immer eine sehr entspannte, familiäre Atmosphäre mit einem abwechslungsreichen LineUp. Und es ist immer wieder schön, so viele Freunde, Bekannte und Fotografenkollegen zu treffen, die man leider nur einmal im Jahr hier sieht.

Schon im Vorfeld wurde in den sozialen Medien gemeckert, das es zum 20jährigem Jubiläum des Festivals kein so richtig großer Top Acts (und die Kosten richtig Geld) verpflichtet worden ist. Wenn man aber mal im Gegenzug bedenkt, wieviel logistische Arbeit dahintersteckt und vor allem welche Bands zu diesem Zeitpunkt, gerade in dieser schwierigen Zeit mit Inflation, Krieg, horrend hohen Lebensmittelpreisen zur Verfügung stehen, sollte man überhaupt froh sein, das so ein Festival in dieser Art noch existieren kann! Sieh das BJH, oder diverse abgesagte Tourneen und Festivals. Dann schon lieber nicht so hochkarätige Bands engagieren und auch kleineren Bands eine Chance zu geben, sich live auf dem RockHard zu präsentieren.

Dazu kam dann noch die kurzfristige Absage von EXODUS, die ihre komplette Tour krankheitsbedingt canceln mussten und durch SODOM ersetzt wurde (auch hier  gab es natürlich auch wieder viel Gemecker). DISCHARGE cancelten ebenfalls ihren Auftritt. Dafür sprang  VOIVOD ein, die ihren Gig in Ulm dann „aus organisatorischen Gründen“ abgesagt haben (bestimmt waren die Besucher dieses Konzertes nicht sehr erfreut darüber). Und zu guter letzt gab noch TESTAMENT bekannt, das Alex Skolnik aus familiären Gründen (Phil Demmel wurde dafür verpflichtet) nicht spielen konnte.

Und! Leider muss ich hier wirklich in Namen aller sagen, das die Truppe um die CCS-Security nicht mehr anwesend war, die jahrelang dieses Festival mit Freundschaft, Charme, Herzblut und Muskelkraft begleitete. Sie fehlten einfach!! Wir wollen hoffen, das sich das im nächsten Jahr wieder ändert, denn sie wurden von allen Seiten vermisst. Die Security, die vor Ort war, muss aber noch einiges lernen, was die Kontrolle am Eingang der Rucksäcke und Taschen betrifft, was hier sehr lasch betrieben wurde. Ebenso das Annehmen der Crowdsurfer vor der Bühne, da war so einiges aus meiner Sicht schief gelaufen.

Freitag:

Die Bands vom Freitag konnten sich sehen lassen. SCREAMER aus Schweden eröffneten mit ihrem lupenreinen Heavy Metal, das schon gut gefüllte Rund und hinterließen ein zufriedenes Publikum.

Danach hatten es die Mönchengladbacher Jungs von MOTORJESUS leicht, mir ihrem Hard Rock die Stimmung zu steigern.

Weiter ging es mit den Aachenern Thrasher von HOLY MOSES um Frontfrau Sabina Classen, die hier zum ersten Mal auf dem Festival spielten. Die Band kann über eine 40jährige Bandhistorie zurückblicken, verabschieden sich aber Ende des Jahres aus der Metal Szene mit einer letzten Tour und dem finalen Abschlusskonzert in Hamburg. Man konnte Sabina wirklich anmerken, wie sehr ihr der Auftritt Spaß machte. Die Band war in Höchstform und ließ das Publikum gut ausrasten.

VICIOUS RUMORS konnte das hohe Level mit ihrem neuen Sänger Ronnie Munroe (METAL CHURCH, TSO) halten. Ihr kraftvoller PowerMetal kam gut in der Menge an, der wirklich keine ruhige Minute gegönnt wurde, denn jetzt ging es Schlag auf Schlag weiter.

Die britischen Death Metaler von BENEDICTION walzten alles nieder und hinterließ nach ihrem Gig eine erschöpfte Meute.

Als letzte Band im Reigen betrat dann TRIPTYKON (Performing Early CELTIC FROST) die Bühne. Die Band um Mastermind Tom Gabriel Fischer bot neben einer phantastischer Lightshow (für uns Fotografen eher schlecht) den krönenden Abschluss des ersten Festivaltages.

Samstag:

Der zweite Tag begann turbulent, denn der Flug der schwedischen Band NESTOR war gecancelt worden und somit musste einiges an der Running Order geschraubt werden! MIDNIGHT RIDER habe ich nicht gesehen, schlug aber dann zur zweiten Band, den deutschen Speed/Blackmetalern von KNIFE auf, die schon frĂĽh ĂĽberzeugen konnten.

Mit den wiedervereinigten Thrashern von DEPRESSIVE AGE aus Berlin ging es weiter in die nächste Runde. Die Band hatte kleine Soundprobleme, es gab den einen oder anderen minimalistischen Verspielern und einige Fans beklagten (auf hohem Niveau) den einen oder anderen Gesangspart. Aber mal Hand aus Herz! Hier wurde mit vollem Herzblut gespielt, man hatte eine extrem gute Setlist und das Adrenalin und die Gänsehaut haben sich hier die Klinke in die Hand gegeben. Alle Daumen hoch!!

VOIVOD, die Band um Sänger Lips aus Kanada konnten auch voll punkten. Ihre krude Mischung aus progressivem Rock (PINK FLOYD, RUSH lässt grüßen), wunderbaren vertrackten, teilweise dissonanten Thrash Metal ist nicht jedermanns Geschmack, aber man konnte jetzt schon sagen, das sie definitiv für viele der „Tagessieger“ des Samstages waren.

Nostalgisch ging es mit BRAIN DOWNEYˋS ALIVE AND DANGEROUS weiter. Der ehemalige THIN LIZZY Drummer lieferte mit seiner jungen Band ein wunderbares Potpourri an alten Hits der Band. Wenn man die Augen zumachte, wurde man zurück in die die Vergangenheit katapultiert. Der fast identische Gesang, während die beiden Gitarristen, die so typischen Twingitarrensounds von THIN LIZZY spielten. Eine gute Entspannung für die Seele.

Viele waren  danach genauso gespannt wie ich auf die schwedische Band NESTOR, die für ihren so typischen Sound der Hairmetal-Ära bekannt worden sind. Tja, mein Dingen war es so nicht, denn der Auftritt wirkte statisch, zu durchkalkuliert und eher steril, während der Backgoundgesang vom Band kam. Aber! Den Leuten hat es aber gefallen! Denn spätestens beim letzten Song mit der Coverversion von Whitney Houstons ´I Wanna Dance With Somebody` gab es im Publikum kein halten mehr, denn der Song wurde lautstark mitgesungen. Auch so kann Metal sein! Und das ist doch die Hauptsache. FUN!!

Danach wurde es Zeit fĂĽr das Heimspiel von SODOM, die fĂĽr die ausgefallenen EXODUS eingesprungen waren. Entweder man hasst oder liebt sie! Aber was hier abgezogen worden ist war ganz oberste Klasse. Mit dem besten Sound des Tages (dank Jacky Lee Man) und einer groĂźartigen Oldschool Setlist, hinterlieĂź die Band ein dankbares und zufriedenes Publikum.

Konnten die Bay Area Thrasher von TESTAMENT als Headliner das noch toppen? NEIN!! Denn der Sound war vom Beginn her so leise, das „lauter“ Rufe aus dem Publikum hörbar wurden. Was dann auch der Soundengineer  tat und den Sound so laut aufdrehte, dass das Publikum in Scharen das Rund verließ. Warum bekommen es TESTAMENT einfach nicht hin, einen einigermaßen guten Sound aus der PA kommen zu lassen? Enttäuschung des Tages!!!! Da hätte man auch ruhig SODOM mit TESTAMENT tauschen können. Denn das wäre es wirklich gewesen!!

Sonntag:

Am Sonntag bekam ich leider nur das letzte Stück von IRON FATE den Coversong ˋWalk In The Shadowˋs` von QUEENSRYCHE mit, der gar nicht mal so schlecht klang. Weiter ging es nun mit den Groove-Metalern von UNDERTOW aus Ellwangen, die hier für richtig gute Stimmung im Rund sorgten.

Mit WUCAN betrat nun eine Band die Bühne, die musikalisch im Krautrock, Psychedelic und Blues angesiedelt sind. Mit ihrer Frontfrau Francis Tobolsky, die auch Querflöte spielt, wird ihre Musik als „Heavy Flute Rock“ beschrieben. Hier kann man auch sagen, dass sie gut beim Publikum ankamen und für eine entspannte Atmosphäre sorgten.

LEGION OF THE DAMNED sind bestimmt kein Garant für eine entspannte Atmosphäre. Denn die holländischen Death/Trasher sorgten nun für mächtig Randale und knüppelten sich durch das Set, was mich dazu bewog, mich ein wenig in das hintere Areal des Amphitheaters zurückzuziehen und etwas zu essen und zu trinken.

Mit ENFORCER aus Schweden wurde es entspannter, denn die Jungs zogen eine gute Live-Show ab, konnten mit ihrem klassischen Heavy Metal, trotz diverser Soundprobleme, beim Publikum punkten. Über die nächste Band muss man nicht viel schreiben.

TANKARD auf dem Rock Hard Festival ist stimmungstechnisch ungefähr so, wie der beste Kumpel, der immer gute Laune und massig Bier am Start hat! Man weiß, was man bekommt und die Band liefert zuverlässig und heftig. Es ist eigentlich schon fast egal, welchen ihrer Bierhits sie in die feierwütige Meute werfen, es fällt sofort auf fruchtbaren Boden und sowohl auf und vor der Bühne ist das Stimmungsbarometer konstant im roten Drehzahlbereich. Die Matten fliegen, die Crowdsurfer und „die Security“ haben Dauerstress. Mit TANKARD kann man auf dem Rock Hard Festival definitiv nichts falsch machen.

Die Umstände konnten für KATATONIA kaum schlechter sein, kein Backdrop, kein Blakkheim an der Leadgitarre, ein verletzter Roger an der zweiten Gitarre, Spielzeit bei Tageslicht und obendrauf noch Soundprobleme. Viele andere Bands hätten dabei in den Sack gehauen oder stumpf ihren Stiefel durchgezogen und wären angepisst nach Hause gefahren. Zwar ist die Abwesenheit von Blakkheim immer noch ein Rätsel und der Gitarrensound kam aus der Konserve, aber dennoch gelang es KATATONIA, einen guten entspannten Gig abzuliefern.

Mit der MICHAEL SCHENKER GROUP wurde dann der Endspurt des Festivals eingeläutet. Mit Ronnie Romero am Gesang, dem wohl besten Sänger des Festivals, spulte die Band ein Feuerwek an UFO-Klassikern ab. Doch auch hier konnte man sehen, das schon etliche Besucher das Amphitheater verließen. Auch ein falscher Headliner? Nein, das war er bei weitem nicht! Eher ein würdiger Abschluss! Obwohl…………….na, ich lasse das lieber! ;)

Tja, nun ist es auch schon wieder vorbei und der Schreiber/Fotograf denkt mit Wehmut zurück, schaut aber auch gleichzeitig wieder nach vorne und sagt: Auf zum nächsten Familientreffen 2024 nach Gelsenkirchen!

Danke an die Truppe vom Rock Hard Team, der es wieder einmal gelungen ist, ein hervorragend entspanntes Festival auf die Beine zu stellen.

Wir sehen uns nächstes Jahr!!

Uli

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CASTLE ROCK 2023

Posted by Andre On Juni - 12 - 2023

Castle-Rock-2023Auch in diesem Jahr findet wieder auf SchloĂź Broich in MĂĽhlheim an der Ruhr das Castle Rock Festival vom 30.6.-1.7.20023 statt, mit zahlreichen Bands aus der Dark Rock Szene. Read the rest of this entry »

RHF 2022

Posted by Uli On April - 24 - 2023

INTERVIEW DARKNESS

Posted by P e t e r On November - 27 - 2020

Darkness by Marcus KöstersZur aktuellen EP „Over And Out“  hat unser Peter ein Interview mit Lee, seines Zeichens Sänger der Ruhpott/Thrasher von DARKNESS.

Moin Lee!

Moin Pedder! Read the rest of this entry »

TRAVELER OBERHAUSEN

Posted by P e t e r On März - 20 - 2020

1573243463Das Coronavirus ist allgegenwärtig, stetig neue Infos beeinflussen auch das Konzertverhalten vieler Menschen. Wie also siehts heute Abend mit dem Gig der jungen Wilden TRAVELER / RIOT CITY den wohl hoffnungsvollsten Kanadischen Metalbands und ihrem Special Act MIDNIGHT FORCE aus Schottland aus?

Da die Anreise mit Bus und Bahn zur Location ne totale Katastrophe ist, steig ich ausnahmsweise mal ins Auto. Nach gut 20 Minuten, Ankunft in Oberhausen-Holten und direkt zweimal am Jugendzentrum “Emscherdamm” vorbeigefahren. Von aussen und im Nieselregen betrachtet sieht das JZ wie n Parkhaus aus. Also voll der Betonklotz, egal die inneren Werte zählen. Also rein in die optisch an einen Oldschool Partykeller erinnernde, 150 Personen fassende Location. In einer Ecke finden wir direkt mal einige Bandmitglieder die fleissig Merch verkaufen. Bei der Auswahl zu echt fairen Preisen wird fleissig geshoppt.

So, Zeit für die erste Band, MIDNIGHT FORCE bestehend aus drei Schotten und dem Gitarristen Ansgar aus Oberhausen. Also Heimspiel, was aber gerade für ihn nicht so positiv verläuft, da man seine Gitarre während des gesamten Gigs überhaupt nicht wahrnimmt, ein echtes Problem für eine Band mit nur einem Gitarristen. Musikalisch wird ein bisserl kauziger Metal gespielt mit hohem Folk Anteil. Das heisst, schön schunkelige Mittelteile. die mit genügend Gertsensaft zum mitgrölen einladen. Der Sänger trifft zwar kaum einen Ton, unterhält aber mit seinen ausführlichen Geschichten zu jedem Song das Publikum.

Dann Umbaupause und warten auf RIOT CITY. Ich hab ja in letzter Zeit viele gehypte Newcomer live erleben dürfen, aber das was jetzt folgt pulverisiert mehr als die Hälfte von denen. Mit einer Energie, die sich auch direkt nach wenigen Minuten aufs Publikum überträgt, starten RIOT CITY ihren Siegeszug. Am meisten bin ich ja auf Neu Sänger Jordan Jacobs gespannt. Der ist bekanntlich nach der Scheibe “Burn The Night” eingestiegen, die noch Gitarrist Cale Savy überragend eingesungen hat. Nach den ersten Tönen ist jede Skepsis verflogen. Man was hat der Typ ne Stimme und wo verdammt findet man nur solche Talente?

IMG_7601Bei bei der Bühnenpräsenz gibts die volle Punktzahl, hier wird gebangt, gepost und das Publikum animiert als wäre das hier nicht Oberhausen-Holten sondern Rock In Rio. Respekt, so eine Glanzvorstellung habe ich, abgesehen von den Kaliforniern HAUNT selten von einer Newcomerband gesehen. Auch die beiden Coversongs “The Sentinel” (PRIEST), mit Verstärkung von TRAVELER Sänger J.P. Abboud und “See You In Hell” (GRIM REAPER) passen wie die Faust aufs Auge. RIOT CITY sind Live eine Bank, jetzt müssen sie nur noch ein fantastisches zweites Album nachlegen und dann entscheidet sich wohin die Reise geht. Ich drück die Daumen!!!

Die Umbaupause nutzt Drummer Chad Vallier, der auch gleich bei TRAVELER hinter den Kesseln sitzen wird, zum Energie auftanken. Kurze Zeit später steht dann TRAVELER Sänger Jean Pierre Abboud, den man ja auch von GATEKEEPER kennt, mit seinen Jungs auf der Bühne. Um das zuvor gesehene zu toppen braucht die Band aber schon einen Sahne Tag. Leider wird das Niveau von RIOT CITY heute nicht ganz erreicht, obwohl TRAVELER sich voll ins Zeug legen. Meine Faves “Speed Queen”, ”Street Machine” und der kleine Hit “Starbreaker” werden ordentlich abgefeiert, aber zwischendurch geht ihnen immer mal wieder die Puste aus. Aber ich jammere hier natürlich auf hohen Niveau ;-)

Ich glaube jeder der anwesenden Fans geht zufrieden nach Hause und wird per Mundpropaganda dafür sorgen, dass die Bands auch demnächst wieder vor vollen Häuser spielen.

Großer Dank geht auch an den Veranstalter From Beyond Events, der mit solchen und ähnlichen Veranstaltungen (demnächst SABIRE) den wirklich talentierten Newcomern eine Plattform schenkt.

Also nun mein Fazit: Fantastische RIOT CITY, wirklich gute TRAVELER und leider vom schlechten Sound bestrafte MIDNIGHT FORCE.

Peter