Wer Interesse an Bandfotos (Promotion/Live), einem privaten Shooting, o.Ă€. hat, kann mich gerne unter info@metal-impressions.de kontaktieren. Preis nach Absprache.

Archive for the ‘CD-Reviews’ Category

KNIGHTFEST SAMPLER

Posted by Stefanie On Oktober - 10 - 2017

KNIGHTFEST SAMPLER 2017

knightfest_cd_cover_bundle_2018_smDas Knightfest in Hamburg wurde in diesem Jahr erstmalig durchgefĂŒhrt. Diverse regionale Bands standen im April 2017 bereits auf der BĂŒhne des Jugendzentrums Hamburg-Stellingen. Das Knightfest ist eine Benifizveranstaltung. Alle Erlöse gehen zugunsten des Kinder-Hospiz SternenbrĂŒcke. Im Mai diesen Jahres konnte hier bereits ein Spendenscheck in Höhe von 3.600 EUR ĂŒberreicht werden.

Das nĂ€chstes KNIGHTFEST wird am 14.04.2018 stattfinden. AngekĂŒndigte Bands:
Rezet, Warpath, Drunken Swallows, Warchild , SleepersÂŽGuilt und Sector.

Um die SternenbrĂŒcke nunmehr auch anderweitig neben dem eigentlichen Fest zu unterstĂŒtzen, taten sich 15 Bands zusammen und spielten den KNIGHTFEST SAMPLER 2017 ein.

Metal Impressions hat einmal fĂŒr Euch reingehört und wir sind der Meinung, dass man hier fĂŒr einen absolut guten Zweck eine tolle Metal-Mischung zusammenstellte. Speziell die Death Metaller unter Euch kommen hier auf ihre Kosten. Hier fielen uns inbesondere GUT ABSORBER mit `The ButcherÂŽauf, die den Death Metal melodiös mit RockeinflĂŒssen verpacken, was wirklich gut gefĂ€llt. Daumen hoch! Aber auch MAVORT, die Metaller aus Essen geben mit `Blue SkyÂŽ dem Sampler eine absolute gute klare Metal-Note hinzu. Die Doomgazer ASATOR aus Bremen steuern aus ihrem Album Gehzeiten den fast 11minĂŒtigen Track `NebelÂŽbei. Eine doomige Nummer, gepaart mit BlackMetal-Parts. Die Mannen von DRIVE AGAINST THE STONE spielten bereits beim diesjĂ€hrigen Knightfest und packten sogleich 2 Songs auf die Scheibe. BlackMetal Freuden bringen Bands wie IMMORTAL ABYSS und MOMENT OF SALVATION.

Kurzum: Eine gute Headbangers Mixtur regionaler Bands fĂŒr einen absolut
GUTEN ZWECK !!!

Der Sampler ist erhĂ€ltlich fĂŒr eine Mindestspende von 5,– EUR zugunsten des Kinder-Hospiz SternenbrĂŒcke. Die Kinder werden Euch aber mit Sicherheit jeden weiteren Euro mehr danken und wir wĂŒnschen uns von EUCH Metalheads:

Zeigt Euer Metal-HEART und spendet fĂŒr eine absolut gute Sache !

Metal Impressions wird sodann auch im April 2018 vor Ort sein und Euch spÀter berichten und mit Fotos versorgen. Am Besten seid Ihr jedoch gleich mit dabei !!!

HIER gehts zu den Tickets!

REVIEW:EXIT EDEN

Posted by Radu On September - 18 - 2017

RHAPSODIES IN BLACK

exit-eden-rhapsodies-in-black-coverEine neue All Female Metalcoverband werden nun viele vermuten. Hinter dem sehr fett promoteten Release “Rhapsodies In Black” von Exit Eden, versteckt sich eine gelungene Zusammenfassung von insgesamt elf Welthits bekannter GrĂ¶ĂŸen aus dem Popgenre, wie zum Beispiel Rihanna (”Unfaithful”), Adele (”Skyfall”), Backstreet Boys (”Incomplete”) oder auch “Heaven” von Bryan Adams, um nur einige zu nennen, die von einer weiblichen, ich bemĂŒhe mal wieder den so viel zitierten Begriff „AllFemaleSingersSupergroup”, gecovert und neu als femal fronted Symphonic Metal Kompositionen auf die Zuhörerschar losgelassen werden.

Exit Eden sind vier Damen aus den Fahrwassern des Metal/Symphonic Metal und mit der Amerikanerin Amanda Somerville (Trillium, Avantasia, Epica, Kamelot), der Brasilianerin Marina La Toracca (Phantom Elite, Avantasia) und der Französin Clementine Delauney (Visions of Atlantis, Serenity, Melted Space) wahrlich keine Unbekannten. Als Vierte gesellt sich noch die deutsch-amerikanische Rockröhre Anna Brunner hinzu und auf zwei Songs, nĂ€mlich “Frozen” von Madonna und eben “Skyfall” gibt sich zudem Simone Simons von Epica die Ehre.

Mit Rick Altzi, dem aktuellen Shouter von Masterplan, bei “Total Eclipse Of The Heart” von Bonnie Tyler darf auch mal ein mĂ€nnliches Mikro ran. Kraftvoll, hoch melodisch und im typischen Symphonic Metal Gewand mit einem tollen Sopran eröffnet der Longplayer mit “A Question Of Time” von Depeche Mode. Klasse Celli und stampfende Rhythmen frischen auch Rihanna`s “Faithful” noch richtig auf, wĂ€hrend bereits bei “Incomplete” von den britischen Poprockern Backstreet Boys eine gewisse Abnutzung der klassisch – symphonischen ErgĂŒsse schon nicht mehr verkannt werden kann. Epica, Within Temptation oder auch Xandria klingen ĂŒberall durch und gerade “Impossible” von Shontelle wirkt wie ein Plagiat von Nightwish. Das nun derbe “Frozen”, im Original von Madonna schon richtig fett, birgt nochmal ein Highlight aber mit “Heaven” (Bryan Adams) und “Firework” von Kate Perry und insbesondere dann “Skyfall” und der Bonnie Tyler Nummer “Total Eclipse Of The Heart” geht dann die Kurve wieder in die Horizontale oder mit leichtem Schwenk nach unten. “Paparazzi” im Original von Lady Gaga gibt im Intro den schwarzmetallischen Riffer, ehe auch Selbiges in die zigfach konsumierten Symphonic Gefilde abschwingt. “Fade To Grey”, im Original von den New Romantic Rockern Visage, veröffentlicht 1980 – ich weiß gar nicht ob jĂŒngere Hörer diesen Song ĂŒberhaupt noch kennen – ist bereits im Original so stark, dass jegliches Cover daran nur passen kann.

Exit Eden machen es ganz gut, bringen kraftvolle Nuancen aus dem EBM-Genre hinein und verzichten bei dem Rausschmeißer weitestgehend auf hymnische Eskapaden. Jeder einzelne Song fĂŒr sich genommen, lĂ€sst aufhorchen und macht auch Spaß, so ist es ja nicht, die Songs kommen allerdings nicht an die Vorbilder heran. Insgesamt ist die Produktion zu sehr auf den Gesang abgestimmt, etwas mehr Wums und Metal hĂ€tten der Scheibe gut getan. In der Summe stellt sich recht zĂŒgig ein gewisse Langeweile ein und bei mir erwecken die “Rhapsodies in Black” eher ein Interesse an den originalen Aufnahmen, wenn sie denn nicht schon im Sammelsurium ihr berechtigtes Dasein fristen. Ich warte nun gespannt auf eine Scheibe mit Eigenkompositionen von Exit Eden. Wer nun regen Appetit auf femal fronted Symphonic Metal bekommen hat, der sollte besser zu den Originalen von Within Temtation, Epica, Nightwish & Co. Greifen.

3 von 6

Dirk Heggemann

REVIEW: ARCH ENEMY

Posted by Radu On September - 17 - 2017

WILL TO POWER

Arch Enemy Cover

SpĂ€testens seit dem Live Mitschnitt „Burning The Stages“ dĂŒrfte Alissa bewiesen haben, daß sie (sowohl am Mikro, als auch als Perfomerin) eine mehr als wĂŒrdige Nachfolgerin von Angela ist. Hinzu kommt die Tatsache, daß Jeff Loomis erstmlas als festes Bandmitglied beim Songwriting mit beteiligt ist. Entsprechend hoch wird die Messlatte angesetzt und um so schöner ist es, wenn diese auch voll erfĂŒllt wird, denn das Album platzt in Sachen Innovation und Liebe zu Detail. Nach einem typischen Intro rast auch `The Race` durch die GehörgĂ€nge, wo Punk und Death Metal symbiotisch verschmolzen wurden. `Blood In The Water` entblĂ¶ĂŸt den ARCH ENEMY typischen Groove, die durch melodische Parts umgarnt wird.

AushĂ€ngeschild und veröffentlichtes Video zu `The World Is Yours` ist eine Hymne ĂŒber die innere StĂ€rke, die durch ausbalancierte Riffs undkurzen Blastelementen eingeleitet und mit variablen Vocals, geschicktem Keyboardpart und atemberaubenden Soli zelebriert wird. Gutes AushĂ€ngeschild, aber es ist noch mehr drin; Amon Amarth standen beim Beginn von `The Eagle Flies Alone` wohl Pate, werden jedoch schnell von Alissas eingĂ€ngigen Vocals schnell verdrĂ€ngt und gegen Ende durch Überraschungsmomente in Form eines Pianos ausgewechselt. Erstmals in der Diskographie hat man sich entschlossen, cleane Vocals einzusetzen, ohne dabei ins Klischee abzudriften.

`Reason To Believe` ist das Ergebnis der Mischung, die bereits frĂŒher von Pantera (`Cemetary Gates`) und Metallica (`Fade To Black`) erfolgreich zelebriert worden sind. Wer einen tiefen Schlag in die Magengrube bevorzugt, wird mit `First Day In Hell` verköstigt, der sich bedrohlich und nackenbrechend aus den Boxen wĂ€lzt. Das Konzept BrutalitĂ€t, einprĂ€gsame Momente, atemberaubende Solis und GĂ€nsehautmomente zieht sich durch das gesamte Album und wird von der fetten Produktion und einem schlichten und gleichzeitig vielfĂ€ltigen Cover abgerundet.

Zu perfekt und massentauglich? Kann daran liegen, daß man den Songs sowohl das Herzblut, als auch die jahrelang Erfahrung anhört. Egal ob einmal oder mehrfache DurchlĂ€ufe, das Album ist eine Hymne an die innere StĂ€rke, die mit Leidenschaft, EingĂ€ngigkeit und BrutalitĂ€t gleichermaßen zelebriert wird. „Will To Power“ dĂŒrfte der neue Maßstab sein, an dem sich ARCH ENEMY und aufstrebende Bands des Genres messen werden.

6/6 Punkte
Radu

Review: EKTOMORF

Posted by Radu On September - 11 - 2017

ektomorf-warpath-300300EKTOMORF sind ohne Frage eine der bestĂ€ndigsten Bands der Metal-Welt. Nicht zuletzt, weil der GrĂŒnder und Kopf der Band Zoli immer mit eisernem Willen an die Band geglaubt hat. GegrĂŒndet im Jahre 1993 und mit insgesamt 14 Langrillen blickt die Band auf viele Höhen und Tiefen zurĂŒck. Oftmals als wenig Einfallsreiche Band belĂ€chelt, schaffen es EKTOMORF live, eine gewaltige Soundwand auf das Publikum loszulassen und fĂŒr eine Stimmung zu sorgen, die Ihresgleichen sucht.

Was liegt da nĂ€her, als diese Stimmung (nach der letzten Live-Veröffentlichung aus dem Jahre 2005) auf dem grĂ¶ĂŸten Metal-Festival der Welt einzufangen?  ”Warpath (Live and Life on the Road)”  heißt das Ergebnis und prĂ€sentiert die Groove-Metaller in knapp 60 Minuten von ihrer besten Seite.

11 Songs quer durch die Band-History werden dem geneigten Hörer hier vor den Latz geknallt, dass es eine wahre Freude ist. HierfĂŒr verantwortlich ist einmal mehr Tue Madsen, seit einigen Jahren bei EKTOMORF der Garant fĂŒr den fetten Sound. Zoli feuert die Meute an und man merkt, welche Energie von ihm ausgeht. Auch der Gastauftritt von George “Corpsegrinder” Fisher von CANNIBAL CORPSE beim Song “Evil by Nature” ist ein Brett.

Der CD beigelegt ist noch der komplette Auftritt im DVD-Format, auf der ebenfalls die ĂŒber 60-minĂŒtige Doku “Live and Life on the Road” enthalten ist. Diese lagen mir zur Rezension leider nicht vor.

FĂŒr mich eine klare Kaufempfehlung! Nicht zuletzt wegen der 3 Übertracks “Fuck You All”, “I Know Them” und “Outcast”. Welch ein Zufall, dass diese 3 Songs direkt hintereinander gespielt werden. Ganz gross!

5/6 Punkte

Kai

REVIEW: ICED EARTH

Posted by Petra On August - 5 - 2017

INCORRUPTIBLE

Iced EarthNach ziemlicher Mitgliederfluktuation scheinen ICED EARTH nun ein Line-up gefunden zu haben, das hervorragend funktioniert. So lieferten sie jetzt ihr 12. Studioalbum “Incorruptible” ab. Ich mach’s kurz, mir gefĂ€llt “Incorruptible” wirklich gut.Was unter anderem aber auch daran liegt, dass Frontmann Stu Block mich mit seinem Gesang in den Bann zieht.

Der Opener `Great Heathen Army` startet schonmal vielversprechend mit monumentalem symphonischen Auftakt und geht gut nach vorn. Mit `Black Flag`, `Raven Wing` und `The Veil`, folgen drei eher langsamere Tracks, dennoch sehr abwechslungsreich, mit stimmigen Details.Auf dem Album sind die Gitarrenriffs solide und klar, wenn auch eben nicht ganz so schnell, wie in manchen ICED EARTH Klassikern. Leicht zugĂ€ngliche eingĂ€ngige Melodien in Midtempo, selbstverstĂ€ndlich ist der typisch markant Schaffer Sound vorhanden.Beim ein oder anderen Song hab ich allerdings den Eindruck, hier wĂŒrde gitarrentechnisch noch ein kleines bisschen mehr gehen.

`Seven Headed Whore` ist das schnellste und aggressivste StĂŒck des neuen Albums, `Ghostdance` ist ein indianisch angehauchtes Instrumental, der Schlagzeugsound passt perfekt und geht ins Ohr. Mit `Clear The Way (December 13th, 1862)` begibt man sich mit den irischen Brigaden auf eine mehr als 9-minĂŒtige Reise in die Schlacht von Fredericksburg. Fesselnden Riffs, ausgezeichneter Gesang und einem fantastischen Chor. SĂ€nger Stu Block ĂŒberzeugt mich mit seiner Stimmvielfalt.

5/6 Punkten

Petra

REVIEW:MR BIG

Posted by Petra On August - 5 - 2017

DEFYING GRAVITY

MR BIGSeit 1991 liebe ich diese Band und war natĂŒrlich entsprechend gespannt auf die neue Scheibe. Muss aber zugeben, dass ich das neue Album doch zwei oder drei Mal durchhören musste. Das neue und somit 9. Mr.Big Album, hat mich doch ein bisschen ĂŒberrascht.

“Defying Gravity” wurde in nur 6 Tagen aufgenommen. Dabei klingt das Album so komplex, dass man es kaum glauben mag. Andererseits sind alle diese Musiker so virtuos an ihren Instrumenten, das es schlußendlich dann doch normal erscheint.
Warum sollte es auch lĂ€nger dauern, man trifft sich im Studio und spielt mal eben so in einer Woche ein Album ein. Wo ist das Problem? Die Band weiß genau was sie will und auch wenn jeder Nebenprojekte hat, und dabei lĂ€ngere Pausen entstehen, in denen man sich nicht sieht, so ist der enge Zusammenhalt und das perfekt Zusammenspiel doch immer wieder erstaunlich. ErwĂ€hnenswert ist sicher auch die Tatsache, dass Kevin Elson bei der neuen Scheibe wieder als Produzent fungiert hat. Er hat schon die ersten vier Mr.Big Alben abgemischt und vielleicht erklĂ€rt das, warum ich mich beim kompletten Album irgendwie an ein frischeres “Lean Into It” (2. Mr. Big Album, 1991) erinnert fĂŒhle.

Zu den Songs in Einzelnen:
`Open Your Eyes` ist ein typischer Mr.Big Opener, ebenso wie das TitelstĂŒck des Albums, sehr catchy, mit groovigem Bass und Gitarre, genau das was man von der Band erwartet. Bei `Everybody Needs A Little Trouble` ertappe ich mich sofort beim Mitwippen. Das StĂŒck macht sofort gute Laune. `Damn I’m In Love Again` ist ein sehr charmanter Song, der mich an in gewisser Weise an Mr.Big’s Nr 1 Hit `To Be With You` erinnert. Sicher wegen der lockeren Akustikgitarre. Der Song hat viel Leichtigkeit und ebenfalls Gute Laune Potential. Sicher nix fĂŒr Metaller, aber ein eingĂ€ngiges solides StĂŒck. Weiter geht es mit `Mean To Me`, fĂŒr mich einer der besten Songs des Albums. Hier zeigen Gilbert und Sheehan mal eben ganz locker aus dem Handgelenk, was sie so drauf haben. Das StĂŒck strotzt vor Power und ich kann es regelrecht vor mir sehen, wie da live auf der BĂŒhne die Post abgeht, beim “Duell” zwischen Bass und Gitarre. Das Ganze getragen von Eric Martins fantastischen Gesang. Zugegeben, Martin könnte das Telefonbuch von San Francisco rauf und runter singen und ich wĂŒrde auch diese CD kaufen und lieben. FĂŒr mich ist er einer der besten SĂ€nger ĂŒberhaupt, auch wenn er gar nicht so eine klassische Rockstimme hat, sondern eher im R’n’B Bereich einzuordnen ist. Aber damit wĂŒrde ich ihn in eine Schublade stecken, die fĂŒr ihn zu klein ist.

`Nothing Bad` holt einen dann wieder ein bisschen aus dem Saitenhimmel zurĂŒck. Ein solides StĂŒck ĂŒber glĂŒcklich und verliebt sein. `Forever and Back` und `She’s All coming back To Me Now`. Zwei Midtempo StĂŒcke mit Gitarrensolos, genauso wie sie sein mĂŒssen, und so wie man Mr.Big kennt und gewohnt ist. `1992` war der Track auf den ich am meisten gespannt war, denn gerade an 1992 war fĂŒr mich Zusammenhang mit Mr.Big ein ganz besonderes Jahr. In dem StĂŒck kommt der typische Mr. Big Humor zum Tragen. Eine RĂŒckschau auf 1992, eins der erfolgreichsten Jahre der Band. Ihr mĂŒsst unbedingt auf den Text achten.”Record company said to us ‘thank you man’, then they threw us right into the garbage can”. Aus dem Nichts starten, in den Charts auf Nummer eins schießen, auseinander brechen und jetzt wieder am Ball sein wegen der Fan-UnterstĂŒtzung. Aber das Alles heute ohne Bitterkeit und eher mit einem Augenzwinkern.`Nothing At All` und `Be Kind` runden ein abwechslungsreiches Album hervorragend ab.Wobei `Be Kind` ein altmodischer bluesiger Heartwarmer ist, die den Zuhörer mit einem LĂ€cheln loslĂ€sst. Allerdings nur bis zum letzten Viertel des StĂŒcks und nachdem man denkt, der Song sei zu Ende und nachdem Eric Martin ein “is that too much to ask” in die Runde wirft, geht’s noch mal Gitarren und Basstechnisch richtig zur Sache. Ein absolut wĂŒrdiger Abschluss eines hervorragenden Rockalbums.

6 von 6 Punkten

Petra

REVIEW: END OF GREEN

Posted by Stefanie On August - 5 - 2017

End OF GreenVOID ESTATE

Am 18. August 2017 erscheint nun das neunte END OF GREEN Album „Void Estate“ pĂŒnktlich zum 25jĂ€hrigen BandjubilĂ€um via Napalm Records. So viel schon einmal vorweg genommen: Das Warten hat sich gelohnt!

Fangen wir gleich einmal mit dem ersten Song des Albums an, in dem es um den Clown geht, der Clown, der in schweren Zeiten, in Zeiten von Verlust, Ängsten, Schmerz, oftmals derjenige ist, der uns ein LĂ€cheln ins Gesicht zaubert. ÂŽSend in the clowns‘ – fĂŒr mich eine wahnsinnig traurig berĂŒhrende Nummer, die sehr tief geht und dennoch mit einer gewissen rockigen LĂ€ssigkeit zum Ende fĂŒhrt und einem das GefĂŒhl gibt, dass alles gut wird. Bei ‚Darkside of the sun` höre ich nur die ersten KlĂ€nge und der dann einsetzende Gesang von Michelle Darkness haut mich komplett um. Wow! WĂŒsste ich nicht, dass Peter Steele schon lĂ€nger nicht mehr unter uns weilt, wĂ€re ich davon ausgegangen, dass ich Type O Negative höre. Ich bin eh ein großer Fan von dieser rauchig tiefen Stimme of „Mr. Darkness“. Der Bass spielt ebenso dazu, als sei hier Peter Steele am Werke. GĂ€nsehaut pur dieser Titel und eine Stimme die ihresgleichen sucht.

Naja, dann denkste, nachdem diese Nummer endet, da geht ja fast nicht mehr, da kommt „BAMM“ Track 3 daher. ‚The Door‘ beginnt mit einem unbeschwerten und leichten Sound. Man schließt die Augen und ich ertappe mich, dass mich schon der Anfang komplett mitnimmt. Heißt es hier doch so schön „Wenn du gehst, dann schließe auch die TĂŒr“. Ich interpretiere diesen Song in der uns immer wieder von End of Green ĂŒbermittelten Botschaft: „Jede Dunkelheit hat am Ende ein Licht“. In diesem Fall wĂ€re es vielleicht: „Wenn du mich verlĂ€sst, schließe die TĂŒr, damit ich bereit und offen bin fĂŒr Neues“. FĂŒr mich der EINE Song dieses Albums, den ich nun schon gefĂŒhlte 50mal gehört habe und der nicht wirklich Melancholie transportiert, sondern kraftvoll zum Ende hin in den Gitarrenparts mitreißt.

Drei Hammer-Songs an den Anfang des Albums gesetzt und ich hatte fast Angst weiter zu hören, denn oftmals folgt dann eine EnttĂ€uschung. Aber nein, es geht gut und rockig weiter. Hier Songs wie die dann folgende Ballade `Head Down` oder der im American Rock-Style daherkommende Song ÂŽCrossroads‘, bei dem man das GefĂŒhl hat in einem offenen Cabriolet eine lange, niemals endende Straße zu befahren und der Wind pustet durch das Haar.

Fasse ich einmal zusammen: Es ist wieder alles drin und verschiedenste Genrebereiche wurden angefasst und verarbeitet. Einfach so, wie man es von End of Green gewohnt ist und vor allem wie man sie liebt. Sie waren nie eine Schubladen-Band und sind es auch mit diesem Album nach 25 Jahren nicht geworden. Ich verneige mich vor diesem Album und auch vor der göttlichen Stimme von Michelle Darkness. Ich vergebe guten Gewissens nachstehende Punkte-Bewertung und freue mich auf die kommende Deutschland-Tour im November 2017.

5 / 6 Punkten

Stefanie

REVIEW: SUN OF THE SLEEPLESS

Posted by Samir On August - 1 - 2017

SOTS_-_ToTheElements_2000x2000To The Elements

Man könnte meinen, dass manche Menschen einfach vor KreativitĂ€t platzen könnten. Bestes Beispiel ist Markus Stock aka Ulf Theodor Schwadorf, der den meisten aus seinen Hauptbands EMPYRIUM und THE VISION BLEAK bekannt sein sollte und die hĂ€rteren Gefilde des deutschen Metal seit Jahren begleitet und prĂ€gt, sei es als Vordenker besagter Kapellen oder als Produzent von beispielsweise HELRUNAR und DORNENREICH. Als ob das alles nicht genug ist, prĂ€sentiert er mit „To The Elements“ das DebĂŒtalbum seiner seit Ender der 90er Jahre bestehenden Band SUN OF THE SLEEPLESS und wird damit so manchem Schwarzmetaller zum Grinsen bringen.

Read the rest of this entry »

REVIEW: IN THIS MOMENT

Posted by Stefanie On Juli - 23 - 2017

RITUAL

In_This_Moment_Ritual_Album_CoverWidmen wir uns also heute dem sechsten Album von IN THIS MOMENT, welches am 21.07.2017 erschien.

Mit `Salvation` – einem dĂŒsteren Intro (wie auf allen Alben von IN THIS MOMENT) beginnt das „Ritual“. Nahtlos geht es weiter mit `Oh Lord`. Schon mit dem Refrain hat mich dieser Song gepackt. Nimmt er einen doch sofort mit auf eine okkultig klingende Reise. Gleiches gilt auch fĂŒr die Nummer `Ring of Fire`. Stark stimmlich besungen von Maria Brink. Klasse auch in beiden Songs der Einfluss des Background-Gesanges.

Bei `Black Wedding` wird zusammen mit Rob Halford von Judas Priest gearbeitet und im Refrain angelehnt an Billy Idols `White Wedding`. Dieser Song beginnt klavierspielend, als wĂŒrde man gleich in einem Western die SalontĂŒr öffnen, um einen Drink zu sich zu nehmen, geht aber danach steil in eine rockige Duettnummer ĂŒber. Das Phil Collins Cover `In the Air tonight` startet anfangs etwas monoton (ohne links und rechts stimmlich abzubiegen), punktet aber im letzten Refrain durch den stark stimmlich rauhen Höhepunkt der Frontfrau.

Bei den Songs `Joan of Arc`, `Witching Hour` und `No me Importa` ertappe ich mich, gedanklich Marilyn Manson und Lady Gaga im Bett zu erwischen. Nun ja, eben „In This Moment like“. Drei Songs, die nun auf Album sind, aber bei denen man auch gerne nur mal weiter zappen mag. Bei den beiden ruhigeren Nummern `Twin Flames` und `Lay your gun down` wurde ich ehrlich gesagt sehr mĂŒde. Beide ein Hauch von Nichts, die dahinplĂ€tschern und am Ende entschwinden. Kurz eingenickt, wache ich dann aber bei `Half God Half Devil` wieder auf. Nu-Metal Einfluss und es erinnert ein wenig an den Stil von Korn. Eine absolut klar ĂŒberzeugende Nummer, die mir im Kopf bleibt. Gleiches gilt fĂŒr `Roots`.

Versuche ich einmal zusammenzufassen: IN THIS MOMENT Fans, die zuvor die Alben wie „Beautiful Tragedy“ oder aber auch „Blood“ feierten und dem Metalcore frönten, werden bei diesem Album enttĂ€uscht sein. Denn der Metalcore wurde hier komplett beiseite gepackt. Oftmals erkenne ich Blues EinflĂŒsse. IN THIS MOMENT haben experimentiert und sind musikalisch gereift. Das Album startet anfangs wahnsinnig stark, fĂ€hrt stabil weiter und endet etwas dahin siechend.

4,5 / 6 Punkten

Stefanie

REVIEW: NARNIA

Posted by Peter Marquardt On Juli - 23 - 2017

Narnia_2016Zu NARNIA muss man ja nicht allzu viel erzÀhlen. Fans von Melodic Power Metal mit christlichen Texten wissen Bescheid.

Album Nr. 7 „Narnia“ wurde jetzt nach ca. einem Jahr nochmal neu aufgelegt bei Massacre Records. Neu auf der CD ist die Neuauflage von `Living Water` zu finden,  welcher sonst auf dem Album „Long live the King (1999) zu hören ist.

Besonderes Schmankerl dabei ist der Gastauftritt von Keyboarder Jens Johanson (RAIBOW, DIO, MALMSTEEN) .Dazu kommt mit „Utvandrama“ noch ein kurzes instrumental StĂŒck.

Alles in Allem ist es ein ordentliches Album fĂŒr die Fans von STRATOVARIUS, EUROPE, CONCEPTION etc. geworden.

Anspieltips: `On The Highest Mountain` und `Set The World On Fire`

4,5 von 6