Wer Interesse an Bandfotos (Promotion/Live), einem privaten Shooting, o.Ă€. hat, kann mich gerne unter info@metal-impressions.de kontaktieren. Preis nach Absprache.

Archive for the ‘CD-Reviews’ Category

REVIEW: ICED EARTH

Posted by Petra On August - 5 - 2017

INCORRUPTIBLE

Iced EarthNach ziemlicher Mitgliederfluktuation scheinen ICED EARTH nun ein Line-up gefunden zu haben, das hervorragend funktioniert. So lieferten sie jetzt ihr 12. Studioalbum “Incorruptible” ab. Ich mach’s kurz, mir gefĂ€llt “Incorruptible” wirklich gut.Was unter anderem aber auch daran liegt, dass Frontmann Stu Block mich mit seinem Gesang in den Bann zieht.

Der Opener `Great Heathen Army` startet schonmal vielversprechend mit monumentalem symphonischen Auftakt und geht gut nach vorn. Mit `Black Flag`, `Raven Wing` und `The Veil`, folgen drei eher langsamere Tracks, dennoch sehr abwechslungsreich, mit stimmigen Details.Auf dem Album sind die Gitarrenriffs solide und klar, wenn auch eben nicht ganz so schnell, wie in manchen ICED EARTH Klassikern. Leicht zugĂ€ngliche eingĂ€ngige Melodien in Midtempo, selbstverstĂ€ndlich ist der typisch markant Schaffer Sound vorhanden.Beim ein oder anderen Song hab ich allerdings den Eindruck, hier wĂŒrde gitarrentechnisch noch ein kleines bisschen mehr gehen.

`Seven Headed Whore` ist das schnellste und aggressivste StĂŒck des neuen Albums, `Ghostdance` ist ein indianisch angehauchtes Instrumental, der Schlagzeugsound passt perfekt und geht ins Ohr. Mit `Clear The Way (December 13th, 1862)` begibt man sich mit den irischen Brigaden auf eine mehr als 9-minĂŒtige Reise in die Schlacht von Fredericksburg. Fesselnden Riffs, ausgezeichneter Gesang und einem fantastischen Chor. SĂ€nger Stu Block ĂŒberzeugt mich mit seiner Stimmvielfalt.

5/6 Punkten

Petra

REVIEW:MR BIG

Posted by Petra On August - 5 - 2017

DEFYING GRAVITY

MR BIGSeit 1991 liebe ich diese Band und war natĂŒrlich entsprechend gespannt auf die neue Scheibe. Muss aber zugeben, dass ich das neue Album doch zwei oder drei Mal durchhören musste. Das neue und somit 9. Mr.Big Album, hat mich doch ein bisschen ĂŒberrascht.

“Defying Gravity” wurde in nur 6 Tagen aufgenommen. Dabei klingt das Album so komplex, dass man es kaum glauben mag. Andererseits sind alle diese Musiker so virtuos an ihren Instrumenten, das es schlußendlich dann doch normal erscheint.
Warum sollte es auch lĂ€nger dauern, man trifft sich im Studio und spielt mal eben so in einer Woche ein Album ein. Wo ist das Problem? Die Band weiß genau was sie will und auch wenn jeder Nebenprojekte hat, und dabei lĂ€ngere Pausen entstehen, in denen man sich nicht sieht, so ist der enge Zusammenhalt und das perfekt Zusammenspiel doch immer wieder erstaunlich. ErwĂ€hnenswert ist sicher auch die Tatsache, dass Kevin Elson bei der neuen Scheibe wieder als Produzent fungiert hat. Er hat schon die ersten vier Mr.Big Alben abgemischt und vielleicht erklĂ€rt das, warum ich mich beim kompletten Album irgendwie an ein frischeres “Lean Into It” (2. Mr. Big Album, 1991) erinnert fĂŒhle.

Zu den Songs in Einzelnen:
`Open Your Eyes` ist ein typischer Mr.Big Opener, ebenso wie das TitelstĂŒck des Albums, sehr catchy, mit groovigem Bass und Gitarre, genau das was man von der Band erwartet. Bei `Everybody Needs A Little Trouble` ertappe ich mich sofort beim Mitwippen. Das StĂŒck macht sofort gute Laune. `Damn I’m In Love Again` ist ein sehr charmanter Song, der mich an in gewisser Weise an Mr.Big’s Nr 1 Hit `To Be With You` erinnert. Sicher wegen der lockeren Akustikgitarre. Der Song hat viel Leichtigkeit und ebenfalls Gute Laune Potential. Sicher nix fĂŒr Metaller, aber ein eingĂ€ngiges solides StĂŒck. Weiter geht es mit `Mean To Me`, fĂŒr mich einer der besten Songs des Albums. Hier zeigen Gilbert und Sheehan mal eben ganz locker aus dem Handgelenk, was sie so drauf haben. Das StĂŒck strotzt vor Power und ich kann es regelrecht vor mir sehen, wie da live auf der BĂŒhne die Post abgeht, beim “Duell” zwischen Bass und Gitarre. Das Ganze getragen von Eric Martins fantastischen Gesang. Zugegeben, Martin könnte das Telefonbuch von San Francisco rauf und runter singen und ich wĂŒrde auch diese CD kaufen und lieben. FĂŒr mich ist er einer der besten SĂ€nger ĂŒberhaupt, auch wenn er gar nicht so eine klassische Rockstimme hat, sondern eher im R’n’B Bereich einzuordnen ist. Aber damit wĂŒrde ich ihn in eine Schublade stecken, die fĂŒr ihn zu klein ist.

`Nothing Bad` holt einen dann wieder ein bisschen aus dem Saitenhimmel zurĂŒck. Ein solides StĂŒck ĂŒber glĂŒcklich und verliebt sein. `Forever and Back` und `She’s All coming back To Me Now`. Zwei Midtempo StĂŒcke mit Gitarrensolos, genauso wie sie sein mĂŒssen, und so wie man Mr.Big kennt und gewohnt ist. `1992` war der Track auf den ich am meisten gespannt war, denn gerade an 1992 war fĂŒr mich Zusammenhang mit Mr.Big ein ganz besonderes Jahr. In dem StĂŒck kommt der typische Mr. Big Humor zum Tragen. Eine RĂŒckschau auf 1992, eins der erfolgreichsten Jahre der Band. Ihr mĂŒsst unbedingt auf den Text achten.”Record company said to us ‘thank you man’, then they threw us right into the garbage can”. Aus dem Nichts starten, in den Charts auf Nummer eins schießen, auseinander brechen und jetzt wieder am Ball sein wegen der Fan-UnterstĂŒtzung. Aber das Alles heute ohne Bitterkeit und eher mit einem Augenzwinkern.`Nothing At All` und `Be Kind` runden ein abwechslungsreiches Album hervorragend ab.Wobei `Be Kind` ein altmodischer bluesiger Heartwarmer ist, die den Zuhörer mit einem LĂ€cheln loslĂ€sst. Allerdings nur bis zum letzten Viertel des StĂŒcks und nachdem man denkt, der Song sei zu Ende und nachdem Eric Martin ein “is that too much to ask” in die Runde wirft, geht’s noch mal Gitarren und Basstechnisch richtig zur Sache. Ein absolut wĂŒrdiger Abschluss eines hervorragenden Rockalbums.

6 von 6 Punkten

Petra

REVIEW: END OF GREEN

Posted by Stefanie On August - 5 - 2017

End OF GreenVOID ESTATE

Am 18. August 2017 erscheint nun das neunte END OF GREEN Album „Void Estate“ pĂŒnktlich zum 25jĂ€hrigen BandjubilĂ€um via Napalm Records. So viel schon einmal vorweg genommen: Das Warten hat sich gelohnt!

Fangen wir gleich einmal mit dem ersten Song des Albums an, in dem es um den Clown geht, der Clown, der in schweren Zeiten, in Zeiten von Verlust, Ängsten, Schmerz, oftmals derjenige ist, der uns ein LĂ€cheln ins Gesicht zaubert. ÂŽSend in the clowns‘ – fĂŒr mich eine wahnsinnig traurig berĂŒhrende Nummer, die sehr tief geht und dennoch mit einer gewissen rockigen LĂ€ssigkeit zum Ende fĂŒhrt und einem das GefĂŒhl gibt, dass alles gut wird. Bei ‚Darkside of the sun` höre ich nur die ersten KlĂ€nge und der dann einsetzende Gesang von Michelle Darkness haut mich komplett um. Wow! WĂŒsste ich nicht, dass Peter Steele schon lĂ€nger nicht mehr unter uns weilt, wĂ€re ich davon ausgegangen, dass ich Type O Negative höre. Ich bin eh ein großer Fan von dieser rauchig tiefen Stimme of „Mr. Darkness“. Der Bass spielt ebenso dazu, als sei hier Peter Steele am Werke. GĂ€nsehaut pur dieser Titel und eine Stimme die ihresgleichen sucht.

Naja, dann denkste, nachdem diese Nummer endet, da geht ja fast nicht mehr, da kommt „BAMM“ Track 3 daher. ‚The Door‘ beginnt mit einem unbeschwerten und leichten Sound. Man schließt die Augen und ich ertappe mich, dass mich schon der Anfang komplett mitnimmt. Heißt es hier doch so schön „Wenn du gehst, dann schließe auch die TĂŒr“. Ich interpretiere diesen Song in der uns immer wieder von End of Green ĂŒbermittelten Botschaft: „Jede Dunkelheit hat am Ende ein Licht“. In diesem Fall wĂ€re es vielleicht: „Wenn du mich verlĂ€sst, schließe die TĂŒr, damit ich bereit und offen bin fĂŒr Neues“. FĂŒr mich der EINE Song dieses Albums, den ich nun schon gefĂŒhlte 50mal gehört habe und der nicht wirklich Melancholie transportiert, sondern kraftvoll zum Ende hin in den Gitarrenparts mitreißt.

Drei Hammer-Songs an den Anfang des Albums gesetzt und ich hatte fast Angst weiter zu hören, denn oftmals folgt dann eine EnttĂ€uschung. Aber nein, es geht gut und rockig weiter. Hier Songs wie die dann folgende Ballade `Head Down` oder der im American Rock-Style daherkommende Song ÂŽCrossroads‘, bei dem man das GefĂŒhl hat in einem offenen Cabriolet eine lange, niemals endende Straße zu befahren und der Wind pustet durch das Haar.

Fasse ich einmal zusammen: Es ist wieder alles drin und verschiedenste Genrebereiche wurden angefasst und verarbeitet. Einfach so, wie man es von End of Green gewohnt ist und vor allem wie man sie liebt. Sie waren nie eine Schubladen-Band und sind es auch mit diesem Album nach 25 Jahren nicht geworden. Ich verneige mich vor diesem Album und auch vor der göttlichen Stimme von Michelle Darkness. Ich vergebe guten Gewissens nachstehende Punkte-Bewertung und freue mich auf die kommende Deutschland-Tour im November 2017.

5 / 6 Punkten

Stefanie

REVIEW: SUN OF THE SLEEPLESS

Posted by Samir On August - 1 - 2017

SOTS_-_ToTheElements_2000x2000To The Elements

Man könnte meinen, dass manche Menschen einfach vor KreativitĂ€t platzen könnten. Bestes Beispiel ist Markus Stock aka Ulf Theodor Schwadorf, der den meisten aus seinen Hauptbands EMPYRIUM und THE VISION BLEAK bekannt sein sollte und die hĂ€rteren Gefilde des deutschen Metal seit Jahren begleitet und prĂ€gt, sei es als Vordenker besagter Kapellen oder als Produzent von beispielsweise HELRUNAR und DORNENREICH. Als ob das alles nicht genug ist, prĂ€sentiert er mit „To The Elements“ das DebĂŒtalbum seiner seit Ender der 90er Jahre bestehenden Band SUN OF THE SLEEPLESS und wird damit so manchem Schwarzmetaller zum Grinsen bringen.

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REVIEW: IN THIS MOMENT

Posted by Stefanie On Juli - 23 - 2017

RITUAL

In_This_Moment_Ritual_Album_CoverWidmen wir uns also heute dem sechsten Album von IN THIS MOMENT, welches am 21.07.2017 erschien.

Mit `Salvation` – einem dĂŒsteren Intro (wie auf allen Alben von IN THIS MOMENT) beginnt das „Ritual“. Nahtlos geht es weiter mit `Oh Lord`. Schon mit dem Refrain hat mich dieser Song gepackt. Nimmt er einen doch sofort mit auf eine okkultig klingende Reise. Gleiches gilt auch fĂŒr die Nummer `Ring of Fire`. Stark stimmlich besungen von Maria Brink. Klasse auch in beiden Songs der Einfluss des Background-Gesanges.

Bei `Black Wedding` wird zusammen mit Rob Halford von Judas Priest gearbeitet und im Refrain angelehnt an Billy Idols `White Wedding`. Dieser Song beginnt klavierspielend, als wĂŒrde man gleich in einem Western die SalontĂŒr öffnen, um einen Drink zu sich zu nehmen, geht aber danach steil in eine rockige Duettnummer ĂŒber. Das Phil Collins Cover `In the Air tonight` startet anfangs etwas monoton (ohne links und rechts stimmlich abzubiegen), punktet aber im letzten Refrain durch den stark stimmlich rauhen Höhepunkt der Frontfrau.

Bei den Songs `Joan of Arc`, `Witching Hour` und `No me Importa` ertappe ich mich, gedanklich Marilyn Manson und Lady Gaga im Bett zu erwischen. Nun ja, eben „In This Moment like“. Drei Songs, die nun auf Album sind, aber bei denen man auch gerne nur mal weiter zappen mag. Bei den beiden ruhigeren Nummern `Twin Flames` und `Lay your gun down` wurde ich ehrlich gesagt sehr mĂŒde. Beide ein Hauch von Nichts, die dahinplĂ€tschern und am Ende entschwinden. Kurz eingenickt, wache ich dann aber bei `Half God Half Devil` wieder auf. Nu-Metal Einfluss und es erinnert ein wenig an den Stil von Korn. Eine absolut klar ĂŒberzeugende Nummer, die mir im Kopf bleibt. Gleiches gilt fĂŒr `Roots`.

Versuche ich einmal zusammenzufassen: IN THIS MOMENT Fans, die zuvor die Alben wie „Beautiful Tragedy“ oder aber auch „Blood“ feierten und dem Metalcore frönten, werden bei diesem Album enttĂ€uscht sein. Denn der Metalcore wurde hier komplett beiseite gepackt. Oftmals erkenne ich Blues EinflĂŒsse. IN THIS MOMENT haben experimentiert und sind musikalisch gereift. Das Album startet anfangs wahnsinnig stark, fĂ€hrt stabil weiter und endet etwas dahin siechend.

4,5 / 6 Punkten

Stefanie

REVIEW: NARNIA

Posted by Peter Marquardt On Juli - 23 - 2017

Narnia_2016Zu NARNIA muss man ja nicht allzu viel erzÀhlen. Fans von Melodic Power Metal mit christlichen Texten wissen Bescheid.

Album Nr. 7 „Narnia“ wurde jetzt nach ca. einem Jahr nochmal neu aufgelegt bei Massacre Records. Neu auf der CD ist die Neuauflage von `Living Water` zu finden,  welcher sonst auf dem Album „Long live the King (1999) zu hören ist.

Besonderes Schmankerl dabei ist der Gastauftritt von Keyboarder Jens Johanson (RAIBOW, DIO, MALMSTEEN) .Dazu kommt mit „Utvandrama“ noch ein kurzes instrumental StĂŒck.

Alles in Allem ist es ein ordentliches Album fĂŒr die Fans von STRATOVARIUS, EUROPE, CONCEPTION etc. geworden.

Anspieltips: `On The Highest Mountain` und `Set The World On Fire`

4,5 von 6

REVIEW: BLIND SEER

Posted by Peter Marquardt On Juli - 23 - 2017

Blind SeerExperimental Metal aus Belgien.

Ich war sehr gespannt, was mich erwartete. Nach Sichtung des Covers und der Bandfotos machte sich allerdings auch Skepsis breit. Also rein in den Schacht und Play!

Ich hatte ja mit allem gerechnet, aber nicht mit 08/15 Metal mit nervigen Pseudo-Synthie-Spielereien. Okay, mal weiterhören.

Mann, das wird nicht besser, der Gesang macht auch die vereinzelt guten Momente zunichte. Keine Melodien, dazu echt wirres Songwriting. Eigentlich hat man nach der HÀlfte schon keinen Bock mehr weiterzuhören, aber ich gebe nicht auf. Vielleicht kommt ja doch noch ein Knaller!

Negativ – es kommt sogar noch schlimmer! Der Ausflug ins Industrial Genre geht mĂ€chtig in die Hose (My Mind Can’t Feel) und bei der Starman-Coverversion dreht sich David Bowie im Grab um.

Vielleicht sollte man mal mehr Aufmerksamkeit aufs Songwriting legen bevor man mit achso tollen BĂŒhnenshows und Promo-Bandfotos um die Ecke kommt!

Ich wĂŒrde mal sagen: Experiment gescheitert!

2 von 6

REVIEW: DIRKSCHNEIDER

Posted by Uli On Juli - 18 - 2017

400x400Die lang ersehnte DIRKSCHNEIDER – Live – Back To The Roots – Accepted  erscheint am 4. August via AFM-Records. Die Show wurde im Dezember 2016 in Brno in Tschechien aufgenommen und ist quasi die visuelle ErgĂ€nzung zur im Jahre 2016 erschienen Live-CD.

Leider liegt mir nur die CD-Version zur Rezension vor, so dass ich nicht die Live BluRay besprechen kann. Aber das macht nichts. Denn was man hier zu hören bekommt ist Heavy Metal vom Allerfeinsten. Und das weiß eigentlich jeder, der die Band auf ihrer letzen viel umjubelten Welttournee oder auf den großen Open Air Festivals zu Gesicht bekam.

Udo ist gesanglich gut in Form. Ok, nicht mehr ganz so wie damals und seine Band spielt sich hier sprichwörtlich wirklich den Arsch ab. Dementsprechend wird so auch die Live BluRay werden, nur mit entsprechendem visuellen Background.

Die Songauswahl zergeht auf der Zunge. Alle Klassiker der ACCEPT-Ära werden gespielt, nichts wird ausgelassen. Sei es `London Leatherboys`, `Breaker`, `Princess Of The Dawn`, `Restless And Wild`, ®Screaming For A Lovebite`, ®Metal Heart®, `Balls To The Walls`nur um einige zu nennen und man kann wirklich sagen, dass die Herren von ACCEPT damals wirklich neben den Scorpions, die beste Band Deutschlands auf dem Sektor der harten Schiene war.

Zum Sound der CD ist zu sagen, dass er glasklar und druckvoll aus den Boxen kommt und

sehr homogen wirkt, wĂ€hrend der Gesang von Herrn Dirkschneider ĂŒber allem liegt. Der Gitarrensound steht wie eine Wand und die Rhythmusfraktion tritt ganz gewaltig Arsch. Es macht richtig Spaß das Ganze laut zu hören.

Fazit: Udo Dirkschneider hat hiermit alles richtig gemacht, um sich nun endgĂŒltig von der ACCEPT-Ära zu verabschieden und mit U.D.O. weiter machen zu können.

Herausgekommen ist hier ein Live Dokument der Extraklasse. Heavy Metal! Wie er nur sein kann. Laut! Ehrlich! Mitreißend!!! Denn wo DIRKSCHNEIDER draufsteht ist auch DIRKSCHNEIDER drin.

Volle Punktzahl 6/6

Das Ganze erscheint als DVD/2 CD, BluRay/2-CD und Gtf. 3-Vinyl und 2 verschiedenen Farben.

REVIEW: YE BANISHED PRIVATEERS

Posted by Radu On Juli - 11 - 2017

Um es gleich vorweg zu nehmen: Obwohl YE BANISHED PRIVATEERS ihre aktuelle Scheibe “First Night Back In Port” bei Napalm Records veröffentlicht haben, hat die Musik nichts mit metallischen KlĂ€ngen zu tun. Im Gegenteil: Es dominieren Folk-KlĂ€nge, die mit Liebe zum Detail instrumentiert wurden.

Das verwundert nicht, denn die Crew der YE BANISHED PRIVATEERS umfasst stattliche 21 Seelen, die alle auch tatsĂ€chlich Instrumente bedienen und fĂŒr eine wundervolle Stimmung sorgen. Dies Konzept passt auch wunderbar zu den mittelalterlichen MĂ€rkten, auf denen die YE BANISHED PRIVATEERS ihr Hauptaugenmerk gerichtet haben, wenn man sich ihre aktuellen Tourdaten anschaut.

Thematisch dreht sich bei den Freibeutern natĂŒrlich alles um die Seefahrt, den Rum und den anderen VorzĂŒgen eines Lebens als Gesetzesloser.

So ist “First Night Back In Port” eine schöne Scheibe, welche durchaus eine Party in Schwung bringen kann. Mir persönlich gefallen die Songs “A Declaration Of Independence”, “Bosuns Verses” und “Annabel”. Nicht unerwĂ€hnt bleiben sollte das wunderschöne 360°-Video zum Titletrack “First Night Back In Port”.

4,5/6 Punkte
Kai Paetsch

First Night Back In Port

REVIEW: BELTEZ

Posted by Radu On Juni - 23 - 2017

EXILED, PUNISHED…REJECTED

Beltez-Exiled-Punished...Rejected-ArtworkBlack Metal muss immer Staubsaugersound haben und schnell sein. Wer diese Formel bevorzugt, kann hier aufhören zu lesen und sich eine alte Burzum Scheibe gönnen. BELTEZ setzen auf tiefgrĂŒndige Songs und zwar richtig tiefgrĂŒndig. WĂ€hrend andere Kapellen nachdenkliche Elemente in ihrer Raserei verstreuen, begeben sich die RheinlĂ€nder auf eine auditive Reise der Seelen. Mal eben abmoshen ist hier nicht, denn die Songs sind im Schnitt ca. 7 Minuten lang und fordern den Hörer und seine Aufmerksamkeit heraus.

Nachdenkliche Momente im Stile alter Katatonia sind ebenfalls an der Tagesordnung, wie emotionale AusbrĂŒche im Stile von Dark Funeral. Im Laufe des Albums kann ich weder ein Riff, noch eine Passage nennen, die mich besonders gepackt oder gefesselt hat. Das Gesamtkonzept hat die Wirkung eines Drogenrausches, die mich durch die Soundkorridore wie in Trance gleiten lĂ€sst, ohne wirklich zu verstehen, was mit der KĂŒnstler damit sagen will. Ironischerweise platzt der Knoten spĂ€testens beim letzen StĂŒck `Soulweaving`, das durch cleane Passagen eingeleitet wird. Unterschwellig spĂŒrt man, wie sich die innere Zerrissenheit immer mehr in AggressivitĂ€t steigert, ehe sich vulkanartig ausbricht. Getragen von Gitarrenpassagen im Midtempo wird alles durch aggressives Drumming in einen Malstrom gezogen, ehe sich nach 13 Minuten die Einstiegspassage erneut zu erkennen gibt und der Song langsam in seine Einzelteile zerbricht.

Klingt komplex, ist es auch. Klassische 90er Jahre Schwarzkunst und Post- Elemente werden hier gekonnt zu einer dichten AtmosphĂ€re zusammengefĂŒhrt und bilden einen dicken Teppich, in dem man sich mental einfach reinfallen lassen muss, ohne Hoffnung auf eine schnelle RĂŒckkehr. Eine charismatische, intensive und komplexe Reise durch die Korridore der Seele.

4/6 Punkten

Radu