Review: Drown My Day

Posted by Samir On März - 13 - 2013

albumcoverConfessions

Aus Polen kennt man nicht sonderlich viele Metal Bands, doch sind die wenigen Bekannten dafĂĽr umso besser. Sowohl VADER, als auch HATE und BEHEMOTH zählen zu den besten Extreme Metal Bands der Welt und lassen erahnen, dass Polen noch weiteres Potential beherbergt. Die 2006 in Krakau gegrĂĽndeten DROWN MY DAY haben sich, durch gute EPs und mitreiĂźende Shows, bereits in den letzten Jahren einen Namen erspielt und konnten noch vor ihrem DebĂĽt einen Deal mit Noizegate Records an Land ziehen. Der lang erwartete Erstling “Confessions” erscheint nun am 3.5.2013 , doch kann er den hohen Erwartungen gerecht werden?

“Drown My Day” startet direkt ins Album und man gibt von Anfang an Vollgas. Die Band wird offiziell als Metalcore bezeichnet, doch ist sie etliche Stufen härter als Genrekollegen. Einzig die präzisen Breakdowns und teilweise melodischen Riffs lassen Parallelen zu Bands wie KILLSWITCH ENGAGE zu.

“Morality Of A Cannibal” lässt anschlieĂźend nicht locker, sondern behält das Tempo bei. Das Drumming ist zum Teil sehr Death Metal lastig und dröhnt druckvoll aus den Boxen. Es werden moderne Elemente aufgegriffen und mit Doublebass Gewitter und technischen Spielereien á la NILE und IMMOLATION gemischt. Grade von den amerikanischen Death Kollegen haben sich die polnischen Jungs beeinflussen lassen und setzen genauso viel Wert auf spielerische Finesse wie diese. GlĂĽcklicherweise ĂĽbertreibt man es aber nicht mit der Progressivität, sondern streut immer wieder sehr groovige Parts ein, um den Sound aufzulockern.

Im weiteren Verlauf zaubern Drown My Day des Ă–fteren einfallsreiche Riffs aus dem Ă„rmel, so dass dem Hörer nicht langweilig wird. Während Songs wie “Undead God” oder “Tear The Flesh” vor Brachialität strotzen, fällt speziell “Hoichi The Earless” aus dem Rahmen. Hierbei werden durchgehend melodische Riffs, sowie das einzige Mal kurz klarer Gesang, eingesetzt und der Sound erinnert erstmals vollkommen an den ursprĂĽnglichen Metalcore. Da diese Mittel nur in diesem Song eingesetzt werden, stellt er eine willkommene Abwechslung dar.
Neben den hochwertigen Songs, sind auch Produktion und Covergestaltung extrem stimmig aufgefallen. Der Sound ist druckvoll und brachial und das Artwork ist einfallsreich, so dass man von einem rundum gelungenen Gesamtpackage reden kann.

Fazit: DROWN MY DAY bestätigen, dass sie die führende Hoffnung des modernen polnischen Metals sind. Sowohl Death Metal, als auch Deathcore Fans sollten sich diese Band nicht entgehen lassen.

5/6 Punkten

3 Responses so far
  1. » Blog Archive » REVIEW: BRUTAL VISION VOL.2 Said,

    [...] Brett bieten und etwas wie eine Mischung aus SLIPKNOT und MACHINE HEAD klingen. Mit Deathcore von DROWN MY DAY und STILLBIRTHs Death-Grind werden auch Fans extremerer Klänge glücklich gemacht. Somit gibt es [...]

    Posted on März 24th, 2015 at 19:15

  2. » Blog Archive » DROWN MY DAY NEWS Said,

    [...] wieder auf Tour. Diesmal wird Europa bereist und das 2013er Album “Confessions” (Review hier) live [...]

    Posted on März 26th, 2015 at 21:05

  3. » Blog Archive » REVIEW: DROWN MY DAY Said,

    [...] „The Ghost Tales“ erst ihr zweites Studioalbum ab. Ihr letztes Werk „Confessions“ (Review hier) konnte vor fünf Jahren Kritiker überzeugen und schraubt die Erwartungen an ihren neusten Output [...]

    Posted on Dezember 4th, 2018 at 09:58

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