Wer Interesse an Bandfotos (Promotion/Live), einem privaten Shooting, o.Ă€. hat, kann mich gerne unter info@metal-impressions.de kontaktieren. Preis nach Absprache.

REVIEW: JEN MAJURA

Posted by Uli On Dezember - 8 - 2017

JenMajura_InZENity_CoverJEN MAJURA – InZENity: Am 24. November erschien endlich das lang erwartete zweite Album der Gitarristin und SĂ€ngerin JEN MAJURA, ehemaliges Mitglied von KNORKATOR/ EQUILIBRIUM und mittlerweile seit 2015 festes Bestandteil der wohl bekannten amerikanischen Band EVANESCENE. Da sich die SĂ€ngerin Amy Lee in den vergangenen Jahren eine kreative Auszeit gönnte, konnte sich Jen nun endlich um ihr neues Album kĂŒmmern. DafĂŒr hat sie sich ein paar langjĂ€hrige musikalische Freunde mit an Bord  gezogen, die hier einige erstklassige Gastsoli zum Besten geben durften: Alex Skolnick (TESTAMENT), Jeff Waters (ANNIHILATOR), Matthias Ia Eklundh (FREAK KITCHEN), Jan Zehrfeld (PANZERBALLETT) und Nico Schliemann (GLASPERLENSPIEL).

Herausgekommen ist hier nun ein Album, das sich wirklich hören lassen kann. Angefangen vom starken Opener `All The Other Ones`, dem vertrackten Titelsong `InZENity`, der durch seine abwechslungsreiche Rhythmik und MelodiefĂŒhrung besticht. `Bully Lies` wiederum ĂŒberzeugt mit einem starken Groove und brillantem Gitarrensolo. `Lied Ohne Namen‘ wird akustisch dargeboten. ÂŽSick Brain`geht wieder in die Vollen, gefolgt von `Stupid Piece Of Wood` und dem anschließenden instrumentalen `Tobi DidnÂŽt Show Up For Breakfast`, meines Erachtens dem geilsten Song der ganzen Scheibe, wĂ€hrend ‚Like Chuck Norris‘ auch ganz schön im Gehör steckenbleibt. `Far Away`beendet dann das Album.

Man muss es wirklich gehört haben. Dieses Album ist ein erstklassiges Rock/Metal Album geworden. Angefangen mit Jens großartigem Gesang, der mal rockig und soulig rĂŒberkommt, die Refrains gehen sofort ins Gehör und bleiben dort stecken. Das Songwriting ist bis ins kleinste Detail liebevoll durchdacht und es macht wirklich Freude immer neue Nuancen, wie witzige Soundschnipsel oder kurze experimentelle Soundkaskaden zu entdecken. Brachiale Riffs wechseln sich mit ruhigen Passagen ab und geile Gitarrensoli runden das Ganze ab.

Jen ist es wirklich gelungen ein Album der Extraklasse zu veröffentlichen. Man merkt, dass sie hier ihr ganzes Herzblut reingesteckt hat und wir wollen doch hoffen, dass es ihr gelingt, die breite Masse anzusprechen. Alle Daumen hoch!

5/6 Uli


REVIEW: CROSSPLANE

Posted by Uli On MĂ€rz - 26 - 2015

Crossplane-MasturbonedMasturboned

Die Essener Rocker von CROSSPLANE werden am 10. April ihr zweites Album „Masturboned“ via 7hard veröffentlichen. Ihr DebĂŒtalbum „The Class Of Hellhound High“ erschien im Dezember 2013 und sorgte schon damals fĂŒr große Furore in der Szene. Kann die Band ihr DebĂŒt toppen?

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REVIEW: NIGHTWISH

Posted by Uli On MĂ€rz - 26 - 2015

Endless_Forms_Most_Beautiful KopieEndless Forms Are Most Beatiful

NIGHTWISH veröffentlichen mit „Endless Forms Are Most Beatiful“ ihre achte Symphonie. Mit dem Erscheinen des neuen Opus sind auch VerĂ€nderungen innerhalb der Band entstanden. Der erkrankte Schlagzeuger Jukka Nevalainen wurde durch WINTERSUNs Kai Hatho ersetzt, Multiblasinstrumentalist Troy Donockley ist mittlerweile festes Bandmitglied geworden und nicht zuletzt ist nun auch Floor Jansen aus Holland, die eigentlich nur als Ersatz kurzfristig fĂŒr die zuvor ausgestiegene Anette Olzon aushelfen sollte, als festes Bandmitglied dabei. Ist dies gelungen? Ihr werdet es jetzt erfahren.

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REVIEW: ESINFERUM

Posted by Sandra On MĂ€rz - 19 - 2015

113_ensiferum-berserk-greyish-14Am 24.02.2015 veröffentlichte die finnische Band ENSIFERUM ihr sechstes Studioalbum seit der GrĂŒndung im Jahr 1995. Read the rest of this entry »

REVIEW: CROSSPLANE

Posted by Uli On November - 13 - 2013

Crossplane-Class-Of-Hellhound-High-Cover-ArtworkThe Class Of Hellhound High

Die Essener RockÂŽn Roller von CROSSPLANE sind bis dato keine wirklich Unbekannten mehr, denn mit ihrem 2011 veröffentlichen Demo „High Speed Operation“ und der ersten Single `Rollin`, welche 2012 erschien, wurden sie schon in diversen Magazinen lobend erwĂ€hnt. Read the rest of this entry »

AUDREY HORNE “YOUNGBLOOD”

Posted by Uli On Januar - 26 - 2013

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AUDREY HORNE „Youngblood“ Mit „Youngblood“ erscheint am 1. Februar via Napalm Records das vierte Album der norwegischen Hardrocker AUDREY HORNE. Da bereits das letzte selbst betitelte Album fĂŒr große Furore gesorgt hatte, können wir nun gespannt sein, was die sympathische Band um SĂ€nger Toschie auf den Silberling gebannt hat.

Der geneigte Fan darf sich auf einen kleinen Stilbruch einstellen, weg von der leichten norwegischen Melancholie und Alternative Rock…nun hin zu einem waschechten Classic Rock Album, was aber in keinster Weise negativ zu deuten ist! Das Album glĂ€nzt nur so von musikalischen Perlen mit erstklassigen Arrangements, Hooklines, der genialen Gitarrenfraktion von Arve und Thomas, der absolut geilen Rhythmussektion von Espen und Kjetil und natĂŒrlich Toschies unverwechselbarem Gesang, untermalt von einer stetigen Hammondorgel…….

Die Songs erinnern an die großen Bands der 70ÂŽer und 80ÂŽer Jahre, `Cards With The Devil`(KISS), `Straight Into Your Grave`(THIN LIZZY), `The Open Sea`(LED ZEPPELIN), um nur ein paar Beispiele zu erwĂ€hnen. AUDREY HORNE haben es aber nicht nötig, auf den Retro-Zug, der momentan angesagt ist, zu springen und diese Bands ein zu eins zu kopieren, denn dazu sind die Songs zu eigenstĂ€ndig und klingen unverwechselbar nach AUDREY HORNE.

Mit „Youngblood“ ist es AUDREY HORNE (fast) gelungen ein Meisterwerk auf die Beine zu stellen. Das Album strotzt nur so von erstklassigem musikalischen Material, ist abwechslungsreich, ist in keinster Weise langweilig und man wird es auch nach dem10. Mal nicht leid zu hören. Das (fast) bezieht sich auf zwei kleine Ausrutscher: Der Song `Pretty Little Sunshine`, der hier wirklich fehl am Platz ist….und dieses nicht so gelungene Coverartwork!

Trotz allem ist „Youngblood“ fĂŒr mich das Album des Monats. Ohne wenn und aber!! Denn da wo AUDREY HORNE draufsteht, ist auch AUDREY HORNE drin!! ABSOLUT!

6/6

Uli

WOODS OF DESOLATION -”Toward the Depths”

Posted by Radu On Januar - 4 - 2012

Woods OF DesolationWOODS OF DESOLATION – „ Toward The Depths“

Depressiver Black Metal aus dem ansonsten so sonnigen Australien. Was 2005 als Duo begann, wuchs mit der Zeit im Untergrund heran und brachte einige Splits und EpÂŽs hervor, bevor es zum ersten Full Length Album wuchs, das auf den Namen “Toward The Depths“ hört und nun wieder veröffentlicht wurde.

Abgrundtiefe Hoffnungslosigkeit wird auf diesem Output zelebriert, das sich durch schleppendes Drumming, hypnotischen Riffs und diversen Akustikintermezzi in einer finsteren AtmosphĂ€re wieder findet. Dabei setzen die Jungs auf eingehende, leicht nachvollziehbare Melodien und Abwechslung bei der Trackreihenfolge. So wird der Hörer nach dem 10 minĂŒtigen Trauerepos „When The Frost Comes Falling Down“ mit einem kleinen Akustikpart zum Entspannen eingeladen, bevor es mit dem (verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kurzen) „ A Time Of Eternal Darkness“ sogar einen Ausflug in die Midtempo Landschaft gibt.

Die Songs strahlen eine gelungene AtmosphĂ€re aus und entfĂŒhren den Hörer fix in die AbgrĂŒnde der Seele. Leider muss man sich dabei durch einen extrem knarzigen und rauen Sound kĂ€mpfen; es rauscht an allen Ecken und Kanten, wobei man das Schlagzeug und die Gitarren noch gut auseinander halten kann. GrĂ¶ĂŸtes Opfer der Produktion ist allerdings der Gesang, der teilweise komplett untergeht. Man kann die Songs teilweise mehr erahnen, als tatsĂ€chlich genießen und as ist leider auch das Manko an der ganzen Platte.

Die Songstrukturen bringen eine ordentliche AtmosphĂ€re, werden aber vom retro Black Metal Sound zum grĂ¶ĂŸten Teil verschluckt, was extrem schade ist. Mit mehr Feinschliff bei der Produktion hĂ€tten die Jungs sich einen großen Gefallen getan, denn hinter den Songs mĂŒssen sie sich wahrlich nicht verstecken!

Fazit: Geiles Album, das aufgrund einer ĂŒblen Produktion dem Hörer einiges abverlangt. Der Zugang ist schwierig, aber wen rauschender Sound nicht abschreckt, kann hier ein depressives Kleinod entdecken.

3/6 Punkten
Radu

THE DEVILÂŽS BLOOD REVIEW

Posted by Uli On November - 10 - 2011

DB_5THE DEVILÂŽS BLOOD „The Thousandfold Epicentre“ Am 11.11. veröffentlichen die hollĂ€ndischen Psychedelic-Hardrocker, die 2007 von den Geschwistern Selim und Farida Lemouchi gegrĂŒndet wurden, ihren zweiten Longplayer via Van Records.

Bereits ihr Erstlingswerk „The Time Of No Time Evermore“ ließ die Musikszene aufhorchen, hinterließ aber bei der Metal/Hardrock Fraktion eher gemischte GefĂŒhle. Es wurde behauptet, die Band wĂ€re vollkommen ĂŒberbewertet und ihr Image hochgepuscht! Das mag ja alles sein, aber dann sollte man auch einmal das ganze Beiwerk wie Satanismus, Okkultismus, Blut und Kerzen beiseite legen und sich nur auf das Wesentliche konzentrieren, nĂ€mlich die Musik!

Langer Rede, kurzer Sinn! Das Album beginnt mit einem kurzen spannungsgeladenen Intro, um danach sofort in den ersten Song „On The Wings Of Gloria“ zu gleiten. Der Sound kommt transparent herĂŒber, die Stimme von Farida, die Ă€ußerst angenehm klingt, steht jetzt mehr im Mittelpunkt, nicht so wie auf der ersten Scheibe, wo sie zu sehr in den Hintergrund gemischt wurde. Der Rhythmus ist prĂ€gnant, wĂ€hrend die Gitarrenfraktion ihre Soli in ungeahnte Höhen treiben. Alle Achtung! Ein wirklich guter Einstand!!! Und vor allem, das Lied geht einen nicht mehr aus der RĂŒbe!

Und so verhĂ€lt es sich eigentlich bei allen StĂŒcken auf diesem Album. Fast jeder Song klingt wie ein Hit. Liebevoll durchdacht, mit Spannungsbögen beladen, wirkt das Album in sich sehr stimmig, energiegeladen und klingt wie aus einem Guss. Die Songs sind mit einem derartigen Detailreichtum versehen, dass sich immer wieder neue Soundnuancen auftun. Abgerundet wird das Ganze von spacigen Synthies, PianoklĂ€ngen, THE DOORS mĂ€ĂŸigen Hammondsounds (Fire Burning, mit einem gnadenlosen Refrain!), kurzen akustischen Gitarrenlicks (Die The Death) oder orchestralen Parts wie beim TitelstĂŒck „The Thousandfold Epicentre,“ dem absoluten Highlight des Albums.

Mit „Everlasting Saturnalia“ wird es zum ersten Mal ruhig. Sehr atmosphĂ€risch klingende Gitarren, dazu die einschmeichelnde Stimme von Farida, lassen den Hörer etwas verschnaufen, um dann nahtlos in das sehr spacige nĂ€chste StĂŒck „The Madness Of Serpants“ zu wechseln. Das letzte StĂŒck, der fĂŒnfzehnminĂŒtige „Fiebertanz“, lĂ€sst dann das Album wĂŒrdevoll ausklingen.

Fazit! Selten hat mir ein Album komplett auf Anhieb so gut gefallen wie „The Thounsandfold Epicentre“! Ok, es wird nicht jedermanns Geschmack sein, aber was die Band hier bietet, ist wirklich allererste Sahne! Ein toller Retrosound, der zwar gehörig nach „JEFFERSON AIRPLANE“ klingt, aber vollkommen eigenstĂ€ndig und ehrlich rĂŒberkommt! Hier wird dem geneigten Fan eine gehörige Portion Musik geboten. Angefangen von der erstklassigen Gitarrenarbeit der drei Seitendrescher, ĂŒber die exzellente Stimme von Farida, die niemals aufgesetzt klingt, bis hin zum genialen Detailreichtum der Songs ist alles perfekt. Hier ist wirklich eine  wesentliche Steigerung zum VorgĂ€ngermodell „The Time Of No Time Evermore“ zu hören!! In allen Belangen!

„Blendet alles Äußere aus und lasst die Musik fĂŒr sich sprechen“ – So wie es das Wunschprinzip von Bandchef Selim Lemouchi ist!

Ergo! Bildet eure eigene Meinung ĂŒber dieses Werk! FĂŒr mich defintiv Album des Jahres! YEAH!

Uli

6/6

ALMAH “MOTION”

Posted by Thomas On November - 9 - 2011

Was geht denn bitte mit Edu Falaschi ab?! Dieser Gedanke schießt beim ersten Hören des Openers ‚Hypnotized’ unwillkĂŒrlich durch mein Hirn. Nach einigen Sekunden muss ich erst mal nach der HĂŒlle greifen. Verwundert stelle ich fest, dass es sich tatsĂ€chlich um das neue ALMAH – Album namens „Motion“ handelt.

Der erste Durchlauf dieser CD dĂŒrfte bei den meisten Hörern fĂŒr Ă€hnlich verwirrte Momente gesorgt haben. Kein Wunder, hat doch Herr Falaschi ein derart hartes Brett vorgelegt, wie es wohl niemand vorausgesehen hĂ€tte. Dies heißt allerdings nicht, dass ANGRA – typische Sounds bzw. gediegene Melodic- / Progressive – MetalklĂ€nge komplett außen vor wĂ€ren. Nein, vielmehr werden diese mit modernen Riffgewittern, die man durchaus dem Death – Metal und Metalcore zuordnen kann, vermischt. Zugegebenermaßen ist dieser Bastard nicht gerade der HĂŒbscheste. DafĂŒr dĂŒrften die kombinierten Stilrichtungen auch zu unterschiedlich sein. Interessanterweise wĂ€chst die Mixtur allerdings, je lĂ€nger man sich mit ihr beschĂ€ftigt. Als mutig muss man sie allemal bezeichnen.

So gibt es unterm Strich neben dem eher misslungenen, da zu sperrigen ‚Hypnotized’ und der pomadigen Langweiler-Ballade ‚Late Night in `85’ auch wirklich gelungene Experimente. Zu nennen sind das treibend – dĂŒstere ‚Trace Of Trait’, das flotte ‚Living And Drifting’ und schließlich das absolut göttliche ‚Bullets On The Altar’. Letzteren Track hĂ€tte Edu’s Stammkappelle mit Sicherheit auch nicht besser hinbekommen. Meiner Meinung nach hĂ€tte sich dieser eingĂ€ngige Ohrwurm dann auch hervorragend zu einer Video – Umsetzung geeignet. Warum stattdessen die schon getadelte Schmonzette ausgewĂ€hlt wurde, ist absolut nicht nachvollziehbar. Aber ich bin ja auch kein A & R – Manager


Am Ende ist „Motion“ ein Album, welches vor allen Dingen Respekt verdient. Obwohl hier nicht alles miteinander harmoniert gibt es viele gutklassige Momente und einiges an Schönem zu entdecken. Als Grundvoraussetzung sollte man dafĂŒr aber eine gesunde Portion Open – Mindedness mitbringen. Dementsprechend machen Puristen lieber einen großen Bogen um diesen Longplayer.

4/6 Punkten

Thomas

ANATHEMA REVIEW

Posted by admin On September - 29 - 2011

KSCOPE187-400pxNach der langen Abstinenz vor der Veröffentlichung von ‚Hindsight’ im Jahre 2008 sind ANATHEMA ganz schön fleißig geworden. Wo andere Bands allerdings schnell ĂŒberprĂ€sent werden, bin zumindest ich im Falle der Liverpooler Klangkathedralenbauer hoch erfreut ĂŒber die momentane Entwicklung. So veröffentlicht man nun, gerade mal ein Jahr nach dem grandiosen „We’re Here Because We’re Here“, bereits das nĂ€chste Opus.

„Falling Deeper“ knĂŒpft genau da an, wo „Hindsight“ aufgehört hatte. Auch hier handelt es sich um eine Compilation, bei der frĂŒhere Songs komplett umarrangiert und in sphĂ€rischer, semi-akkustischer Form neu aufgenommen wurden. Im Unterschied zu „Hindsight“ bedient man sich aber diesmal nicht am spĂ€teren Repertoire, sondern vielmehr an der rauen FrĂŒhphase des Bandfundus. Eigentlich logisch, dass diese Umstrukturierung noch eine ganze Ecke spannender ist als diejenige auf „Hindsight“.

Die Tracks auf „Falling Deeper“ zeigen dann auch Ă€ußerst eindrucksvoll, welch großartige Melodien die alten Stampfer schon beherbergt haben. Von der Debut-EP gibt es ‚Crestfallen’, ‚Everwake’ und ‚They Die’‚ von „Serenades“ erstrahlen ‚Sleep In Sanity’ sowie ‚J’ai Fait Une Promesse’ in neuem Licht. Die EP „Pentecost III“ findet mit ‚Kingdom’ und ‚We, The Gods’ Beachtung, wĂ€hrend „The Silent Enigma“ mittels ‚
Alone’ und ‚Sunset Of The Age’ neues Leben zuteil wird.

Was bereits bei den vorherigen Neueinspielungen funktionierte wird auf „Falling Deeper“ nunmehr perfektioniert. Die ausgewĂ€hlten Songs klingen als hĂ€tten sie seit jeher auf diese Arrangements gewartet. Wo in den 90ern stumpfer Doom Tiefgang erzwungen hat, berĂŒhren die heutigen Versionen durch ihre zarte und zerbrechliche Schönheit ungleich tiefer.

Lee Douglas Stimme ist dabei endgĂŒltig zu einem festen Bestandteil des ANATHEMA-Sounds verschmolzen und nicht mehr wegzudenken. Bei ‚Everwake’ bedient man sich zwar zusĂ€tzlich der Dienste von Stimmakrobatin Anneke Van Giersbergen (AGUA DE ANNIQUE, Ex-THE GATHERING), einen herausragenden Gewinn gegenĂŒber der bandeigenen Goldkehle stellt dieser Schachzug erstaunlicherweise aber gar nicht dar.

Der zweite Teil des Experiments Neuerschaffung von Altem ist meines Erachtens ĂŒberaus geglĂŒckt. ANATHEMA haben hier wieder einmal etwas ganz Besonderes erschaffen.Wenn es ĂŒberhaupt einen Kritikpunkt gibt, dann sind es allenfalls die knapp 40 Minuten Spielzeit. Derartigen KlĂ€ngen hĂ€tte man gerne noch lĂ€nger gelauscht bzw. noch weitere vergessene Perlen neu entdeckt. Aber was soll’s, ich könnte eh noch mal die alten Alben rauskramen


Ohne Wertung

Thomas