Wer Interesse an Bandfotos (Promotion/Live), einem privaten Shooting, o.Ă€. hat, kann mich gerne unter info@metal-impressions.de kontaktieren. Preis nach Absprache.

REVIEW: THE LEGION: GHOST

Posted by Samir On Oktober - 11 - 2016

tlg

...Two For Eternity

„We are the legion!“ Mit diesem Schlachtruf begeben sich THE LEGION: GHOST in den Metal Ring und legen mit „…Two For Eternity“ ihr Erstlingswerk vor. Doch kann das Album denn auch Legionen um sich scharen oder ist das doch eher alles heiße Luft?

Read the rest of this entry »

BLOG: PROPHECY PRODUCTIONS

Posted by Samir On August - 25 - 2016

prophecylogo

Aus dem Leben eines Musikfans

Schon lĂ€nger trage ich die Idee mit mir herum eine regelmĂ€ĂŸige Kolumne zu verfassen, um einfach das niederzuschreiben was mich derzeit in der Musikwelt begeistert, schockiert und einfach interessiert. Nach einiger Zeit ist es nun soweit und ihr lest meinen ersten Versuch. Doch worĂŒber soll es nun diesmal gehen? Ganz einfach, um Prophecy Productions.

Read the rest of this entry »

VORBERICHT: WOLFSZEIT FESTIVAL

Posted by Samir On August - 13 - 2016

wolfszeitDas WOLFSZEIT FESTIVAL geht in die 10te Runde und fĂ€hrt zum JubilĂ€um richtig groß auf.

Read the rest of this entry »

WINERY DOGS MATRIX

Posted by Uli On Juni - 26 - 2016

WINERY DOGS, TOSELAND 13.6.2016 Matrix Bochum…wie kann man einen verregneten Montag am besten beenden. Auf der Couch? Oder man fĂ€hrt in die Bochumer Matrix um die WINERY DOGS auf ihrem Exclusivkonzert in Deutschland im Rahmen ihrer Double Down Summer Show zu bewundern. Aber auf dieses Idee kamen auch andere, denn die Matrix war sehr gut gefĂŒllt.

IMG_1332Mit im GepĂ€ck, bzw. Vorprogramm, hatten sie die britischen Hard Rocker von TOSELAND, die von Anfang an fĂŒr gute Stimmung sorgten. Die Band um Namensgeber James Michael Toseland (ehemaliger britischer Motorradrennfahrer) war gut eingespielt, brachte viel Spiellaune auf die BĂŒhne, die sich sofort auf das Publikum ĂŒbertrug, welches die Band lautstark abfeierte. Nach fĂŒnfundvierzig minĂŒtiger Spielzeit verließ dann die Band die BĂŒhne.

Nach einer etwas lĂ€ngeren Umbaupause, ichfragemichwarumdasimmersolangedauernmuss, denn es geschah nicht sehr viel auf der BĂŒhne, erschien dann endlich das Trio, wurde frenetisch vom Publikum begrĂŒĂŸt und legte sofort fulminant mit dem TitelstĂŒck `Oblivion` von ihrem Album „Hot Streak“ los. Schon nach den ersten Takten konnte man bereits merken, dass hier drei Ausnahmemusiker auf der BĂŒhne standen, die zwar ihr ganzen Können zur Schau stellten, aber trotzdem das GefĂŒhl gaben, eine richtige Band zu sein.

Allen voran SĂ€nger und Gitarrist Richie Kotzen, der frĂŒher mal bei POISON und MR. BIG sein Stelldichein gab, der mit seinerIMG_1312 soulig/rockigen Stimme und seinem virtuellen Gitarrenspiel ĂŒber alles erhaben war, gefolgt von Bassist Billy Sheehan, frĂŒher bei TALAS, DAVID LEE ROTH, MR. BIG und STEVE VAI, sorgte mit seinen wahnwitzigen BasslĂ€ufen fĂŒr heruntergeklappte Kinnladen. An den Drums Mike Portnoy, ehemals DREAM THEATER, AVENGED SEVENFOLD und TRANSATLANTIC, spielte eher nicht ĂŒberragend, wie man es von ihm kennt, sondern viel mehr songdienlich.

IMG_1305Weiter ging es mit `Captain Love`, gefolgt von `We Are One`……..usw.. Was hier auf der BĂŒhne geschah war ganz großes Kino. Abwechlungsreicher konnte dieses Konzert nicht sein. Es war eine Mischung aus GefĂŒhl und HĂ€rte, VirtuositĂ€t und Wahnsinn. Bluesige ruhige Parts wechselten sich mit Metalriffs ab. Eine absolut genial gelungene Mischung. Kotzen und Sheehan spielten unisono wahnwitzige Gitarren- und BasslĂ€ufe, dass es eine wahre Freude war ihnen zuzusehen. (aber lange nicht so nervig wie zu VAIs Zeiten), denn hier wurde das Wort GefĂŒhl noch groß geschrieben.

IMG_1320NatĂŒrlich durfte das obligatorische Basssolo von Billy Sheehan nicht fehlen, wo er sein ganzes Können zeigte……………!!! Aber auch leise Töne wurden gespielt. Richie Kotzen allein mit seiner akustischen Gitarre oder verhalten an der Wurlitzer sitzend auf der BĂŒhne, wo seine Stimme hier richtig gut zur Geltung kam. Aber jedes Konzert geht einmal zu Ende und die Band beendete dann mit `Regret`und `Desire` das Konzert in der Matrix.

Beendet wurde hier nun ein stark bejubeltes Konzert der Superlative, anders kann ich es nicht ausdrĂŒcken. Es war eines der besten Konzerte, welches ich je gesehen habe. Punkt Ende Aus!IMG_1304

Alle Daumen hoch!!!!

KVELERTAK VIDEO 1985

Posted by Uli On April - 13 - 2016

KVELERTAK LOGODie norwegischen KVELERTAK veröffentlichen mit `1985`ihren ersten Song in Form eines Videos vom kommenden Album “Nattesferd”, welches am 13. Mai erscheinen wird. Watch Below!


Rock Rebel 468x60

BLACK SABBATH SPECIAL

Posted by Radu On Februar - 11 - 2016

BLACK SABBATH. Bestimmt hat jeder von uns diesen Bandnamen schon einmal gehört. Einige von uns begleiten die Band bereits seit vielen Jahren, wĂ€hrend andere vielleicht durch ihre musikalischen Idole erst ĂŒber Umwege die Band fĂŒr sich entdeckt haben. Was kann man in einem Special darĂŒber berichten? Man könnte ĂŒber die vielen Besetzungswechsel, den Einfluss auf die heutige Musiklandschaft oder ĂŒber gigantische Songs wie „Paranoid“ oder War Pigs“ berichten. Auch könnte man eine Diskussion ĂŒber die beste SĂ€ngerĂ€ra lostreten, ob nun Ozzy, oder doch eher Dio die Nase vorn haben wĂŒrde. Was fasziniert aber wirklich an dieser Band? Vielleicht ist es wirklich das einerseits riffgewaltige und gleichzeitig finstere Songwriting. Vielleicht ist es aber auch die Geschichte eines Mannes, der sein Leben ganz einer Band gewidmet und durch sĂ€mtliche Höhen und Tiefen gefĂŒhrt hat. Letzten Endes zĂ€hlt fĂŒr jeden von uns aber nur, was wir persönlich mit BLACK SABBATH in Verbindung bringen und welchen Bereich unseres Lebens wir dieser Band widmen. Bekanntlich wird einem etwas Wertvolles erst dann bewusst, wenn man dabei ist, es zu verlieren. Mit der AnkĂŒndigung der letzten Tour „The End“, die in erster Linie wegen des Gesundheitszustandes von Tony Iommi angesetzt wurde, wird ein großes Kapitel geschlossen. Ein guter Grund, das Buch einmal ganz zu lesen und sich dem vollen Umfang zu widmen. Vielleicht entdeckt man dabei auch etwas, das man noch nicht wusste, oder die Inspiration dieser Band weitet sich weiterhin aus, um noch viele KĂŒnstler zu noch ungeschrieben Großtaten zu bewegen. Vorhang auf fĂŒr das BLACK SABBATH Special „The End“.

Der Urknall

Die Geschichte des Metal bginnt in den Straßen von Birmingham. In einem Arbeiterviertel lebt die Familie Iommi, deren Sohn Anthony (im weiteren Verlauf „Tony“ genannt) spĂ€ter Musikgeschichte schreiben sollte. Seine Eltern betreiben einen SĂŒĂŸwarenladen, der sich bald zum Kiosk fĂŒr alles mögliche entwickelt. Inmitten von Lagerkisten und kriminellen Jugendgangs wĂ€chst Tony auf und entdeckt seine Liebe zur Musik. Sein ursprĂŒnglicher Traum ist Schlagzeug zu spielen, was aber wegen mangelndem Platz und LĂ€rm nicht möglich ist. Inspiriert von Bands wie The Shadows und Cliff Richard, die er im Radio hört, kauft er sich eine elektrische Watkins Rapier. Was sich so einfach liest, ist jedoch alles andere als schnell erledigt; neben dem finanziellen Notstand gilt es auch eine LinkshĂ€ndergitarre zu besorgen, was um 1960 keine einfache Aufgabe ist. Gemeinsam mit einem Kumpel covert er die ersten Songs und grĂŒndet sein erstes Projekt, was den entscheidenden Schritt aus dem stillen KĂ€mmerlein in ein BandgefĂŒge bedeutet.

Am Ende seiner Schulzeit sucht Tony sich einen Job und steigt 1964 bei der Band Rockin` Chevroles ein, mit denen er auch seine ersten Auftritte in diversen Pubs abreißt. Er wĂ€chst in seine Rolle als Gitarrist und Bandmitglied rein und sammelt Erfahrung. Dennoch löst sich die Band auf und Tony steigt bei The Birds & The Bees ein, die sich bereits in der Profiliga etabliert haben. Auftritte sind bereits gebucht und eine Europatour steht ebenfalls in den Startlöchern und so beschließt Tony, seinen Job als Schweißer in der Fabrik an den Nagel zu hĂ€ngen. Der letzte Arbeitstag sollte jedoch sein Leben und die Geschichte des Metal fĂŒr immer verĂ€ndern: an jenem Tag vertritt Tony eine Kollegin, die eine Maschine zum Stanzen bedient. Eine riesige Guillotine wird mittels Fußschalter ausgelöst und das Stahlwerkzeug knallt runter, um das Metall zu verbiegen. Direkt nach der Mittagspause bedient Tony eben jene Maschine, die ihm seine beiden mittleren Finger einquetscht. Reflexartig zieht er seine Hand zurĂŒck und reißt sich dabei Mittel- und Ringfinger ab. Unter Schock wird er ins Krankenhaus gebracht, wo man seine Hand in eine PlastiktĂŒte steckt, die sich langsam mit Blut fĂŒllt. Als man wenig spĂ€ter seine abgetrennten Fingerstummel in einer Streichholzschachtel mitbringt, haben sich diese bereits schwarz gefĂ€rbt und können nicht mehr angenĂ€ht werden. Kurzerhand entnehmen die Ärzte Gewebe vom Arm und legten es ĂŒber die Kuppen. Tony kann seine Hand zwar eingeschrĂ€nkt benutzen, doch der Traum einer Musikkarriere endet abrupt, den nur eine hauchdĂŒnne Hautschicht trennt die harten Gitarrensaiten von den Fingerknochen.

Das Ende- ein Neuanfang

Game Over- Tony verfĂ€llt in tiefe Depressionen und scheint dem Schicksalsschlag erlegen zu sein. Die Ironie, am letzten Tag seiner Arbeit durch einen Fehler lebenslang seine Musikkarriere verbaut zu haben, macht ihm schwer zu schaffen. Der Manager der Fabrik besucht ihn einige Male und erkennt Tonys Dilemma. Eines Tages bringt er ihm eine EP mit und ĂŒberredet Tony, sich diese anzuhören. Zum ersten mal hört Tony den Sound des Jazz Gitarristen Django Reinhardt, der mit nur zwei Fingern Gitarre spielt und Tonys Kampfgeist neues Leben einhaucht. „Raus dem Loch, ran an die Klampfe“ lautet das Motto und so werden erste Spielversuche unternommen. Ausschließlich mit zwei Fingern zu spielen schlĂ€gt fehl und auch sich als RechtshĂ€nder um zu gewöhnen hat kaum Aussicht auf Erfolg. Schließlich kommt die Idee auf, ĂŒber die beiden Finger eine Art Kappe zu stĂŒlpen, um damit die Saiten zu greifen. Nach mehreren Experimenten gelingt es und in Kombination mit dĂŒnnen Saiten (Tony benutzt zu Beginn Banjo Saiten) wieder in der Musikwelt Fuß zu fassen. Es folgen Auftritte mit Bands wie The Rest und Mythology, bei dem auch Bill Ward hinzustĂ¶ĂŸt.

Ein Drogenskandal beendet die Karriere von Mythology und so kommt die Idee auf, eine neue Band zu grĂŒnden. Bill stellt Tony Ozzy vor, die sich bereits aus der Schule kennen. Es soll keine Liebe auf den ersten Blick werden, denn Tony weiß ĂŒber Ozzis Gesangsstil Bescheid und hatte ihn bereits frĂŒher in der Schule verprĂŒgelt. Dennoch rauft man sich zusammen und grĂŒndet gemeinsam mit Geezer Butler The Polka Tulk Blues Band. Es folgen einige Proben und Auftritte, bis Tony von Jethro Tull ein Angebot bekommt, als Gitarrist einzusteigen. Nach anfĂ€nglichem Zögern (wer will schon seine Band im Stich lassen?) willigt er ein und entdeckt eine andere Art der Herangehensweise an die Musik. Hatte er frĂŒher mit Bill, Ozzy und Geezer ausgeschlafen und sich irgendwann nachmittags zu den Proben getroffen, so steht bei Jethro Tull ein disziplinierter Tagesablauf an. 8 Uhr Morgens antanzen, Proben und sich durch nichts ablenken lassen. Die Struktur gefĂ€llt Tony, doch fehlt ihm auf lange Sicht der persönliche Bezug zum BandgefĂŒge und so steigt er kurze Zeit spĂ€ter wieder aus, um zu seinen Kumpels zurĂŒck zu kehren. Ab diesem Zeitpunkt beginnt eine ernst zu nehmende Karriere, denn Tony fĂŒhrt einen strukturierten Tagesplan ein, der mit frĂŒhem Aufstehen beginnt. Sich auf die Songs zu konzentrieren und gleichzeitig den persönlichen Bezug zu den Bandmitgliedern zu haben gestaltet sich erfolgreich, denn in den ersten Sessions entstehen `Wicked World` und `Black Sabbath`. Die Melodie zum Titeltrack kommt wie aus dem Nichts, was auch bei anderen Songs spĂ€ter passieren soll. Erst spĂ€ter erfĂ€hrt Tony, dass es sich bei dem Riff von `Black Sabbath` um eine alte Tonfolge handelt, die im Mittelalter streng untersagt war. Diese Art der Herangehensweise wird Tony auch durch die weitere Diskographie begleiten und die InitialzĂŒndung des Metal werden.

Der große Wurf

black_sabbath_1970Das neue Kapitel wird mit dem neuen Bandnamen „Earth“ eingelĂ€utet, was einige Zeit auch gut geht. Die Jungs tingeln durch diverse Clubs und Kneipen, um ihre Songs zu spielen. Allerdings ist man noch weit von dem ertrĂ€umten Rock Star Image entfernt, denn statt kreischenden Fans und endlos Geld, steht man stellenweise im kaum besuchten Club und spielt den Soundtrack zu SchlĂ€gereien. Eines Tages kommt heraus, dass es eine weitere Band namens „Earth“ gibt, die allerdings Pop spielt. „Nicht so schlimm“ denkt man sich und tritt trotzdem weiter auf. Eines abends geht es in einen voll besetzten Club, mit einer pophungrigen Meute, die dann die geballte Metalpackung vor den Latz geknallt bekommt. Kurzerhand wird man rausgeschmissen, was aber den eisernen Willen der Band nicht trĂŒben kann. In seinem Buch „Iron Man“ beschreibt Tony die wilde Zeit sehr ausfĂŒhrlich, inklusive RockÂŽn Roll Lebensstil. So bekommt die Band doch noch das GlĂŒck, die erste Tour ab zu reißen, wobei Ozzy mal eben ein (!) Hemd fĂŒr mehrere Wochen Tourleben einpackt. Auf der Tour diskutiert man auch ĂŒber den Bandnamen, wobei Geezer den Namen „Black Sabbath“ aus dem Hut zaubert.

Die Tour ist geprĂ€gt von ersten BĂŒhnenerfahrungen, unterirdischen Unterkunftsbedingungen und diversen Toureskapaden. Man spielt sich den Arsch ab, ohne jedoch den Sprung nach oben zu schaffen. Diverse Plattenfirmen besuchen die Konzerte, lehnen die Band jedoch ab, was fĂŒr BLACK SABBATH keinen Weltuntergang darstellt. Man zieht sein Ding unerbittlich durch, ohne RĂŒcksicht auf andere EinflĂŒsse, was den eigenen Stil unterstreicht. 1969 tritt man erstmals unter dem neuen Bandnamen auf, wobei bereits die ersten StĂŒcke mitgeschnitten und im Radio gespielt werden. Langsam aber sicher beginnt die Karriere zu rollen, denn eine Plattenfirma wird auf die Jungs aufmerksam und stĂ€rkt ihnen finanziell den RĂŒcken. Am 16. Oktober 1969 entert man die Regent Studios und entscheidet sich fĂŒr Rodger Bain als Produzenten, um das DebĂŒtalbum aufzunehmen. In einem Raum, der die GrĂ¶ĂŸe eines Wohnzimmers hat, trĂŒmmert man innerhalb eines Tages das komplette Album ein, um sich danach wieder direkt auf Tour zu begeben.

„Black Sabbath“:
Black SabbathDonnergrollen, Regen und eine einsame Kirchenglocke, die großes Unheil verkĂŒndet. Das diabolische BLACK SABBATH Riff leitet die Geburtsstunde des Metal ein, bei der eine junge und hungrige Band ihren unverfĂ€lschten Stil zelebrieren. ZĂ€hflĂŒssig tropft der diabolische Sound aus den Boxen, zu dem ein junger Ozzy Osbourne den Charme eines alten Horrorfilms beisteuert. Das bluesige `The Wizard` spritzt den Rhythmus unbarmherzig in die Nackenmuskulatur, wĂ€hrend Bill Ward seinen vertrackten Schlazeugstil auf die Ohren loslĂ€sst. `N.I.B.` soll noch Jahre spĂ€ter Bassisten zu Höchstleistungen inspirieren, denn der Song wirkt aus einer spontanen Jamsession geboren, die sich in ein straightes Heavy Monster verwandelt. Lediglich der melodische Mittelteil zeugt von den bluesigen UrsprĂŒngen und balanciert den HĂ€rtegrad perfekt aus.

Ozzy ist kein begnadeter SĂ€nger, aber dieser Song ist das perfekte Beispiel, dass niemand anderes zu der Zeit ans Mikro gehört. `Sleeping Village` weist vielen Nachfolgern den Weg, Metalsongs mit einer Akustikgitarre einzulĂ€uten, wĂ€hrend `The Warning` den Spirit der 60er Jahre in einer dunklen AtmosphĂ€re zelebriert. `Evil Woman` könnte mit einem anderen SĂ€nger und fröhlicheren Ambitionen durchaus seinen Weg in die Flower Power Szene finden, aber wer will das schon, wenn man den Hörer lieber einen Stinkefinger zeigen kann? SpĂ€testens bei `Wicked World` groovt sich die Nackenmuskulatur auf Iommis Gitarrenstil ein und schreit nach mehr. Griffige Riffs und der Mix aus Rebellion und Jamsession ziehen sich durch das gesamte Album, das bis heute einen ehrlichen und unverbrauchten Charme ausstrahlt. Keine groß angelegt Produktion oder Feintuning einzelner Elemente, sondern das Zusammenspiel einer Band, die ihren Stil kompromisslos durchzieht wurde hier auf Langrille gebannt und stellt bis heute die Einstellung zum Metal dar.

Das Album schlĂ€gt ein, wie eine Bombe und verkauft sich bereits in der ersten Woche gut. Besonders durch die Mund-zu-Mund Propaganda der Fans wird es ordentlich gepusht, wĂ€hrend die Presse das Album hemmungslos verreißt. Man gibt herzlich wenig darauf, sondern freut sich ĂŒber die Reaktionen der Fans und nimmt dies als BestĂ€tigung, seinen eigenen Stil gefunden zu haben. Trotz des Einstiegs auf Platz 8 der Charts, bekommt BLACK SABBATH nicht die finanzielle Anerkennung; als selbst die Clubbesitzer darĂŒber staunen, entscheidet man sich fĂŒr einen Labelwechsel, der zu einem erheblichen Karriereschub fĂŒhrt. Man bekommt erste Auftritte in den USA und reist in Privatjets. Geld bekommen die Jungs zwar zugesteckt, aber einen richtigen Überblick ĂŒber ihre Finanzen haben sie nicht wirklich. Ist halt RockÂŽn Roll.

Paranoid

Nachdem man einen Senkrechtstart hingelegt hat, breitet sich eine gewisse Erwartungshaltung fĂŒr den Nachfolger aus. Statt sich jedoch hemmungslos mit Gedanken ĂŒber das Songwriting zu verkrampfen, nutzt man jede freie Minute auf Tour, um gemeinsam zu Jammen und neue Ideen zusammen zu tragen. `War Pigs` ist einer der Songs, der dabei entsteht und schließlich hat man genug Material fĂŒr das zweite Album zusammen. „Never change a winning team“ lautet die Devise und so kehrt man zurĂŒck in das Regent Studio, um erneut mit Rodger Bain zusammen zu arbeiten. Allerdings hat man gleich zwei Probleme am Start: zu wenig Songs und keinen Albumtitel. `War Pigs` hat ursprĂŒnglich den Arbeitstitel `Walpurgis`, was als Albumtitel aber irgendwie nicht passen will. By the way: Geezer Butler ist fĂŒr die Texte zustĂ€ndig, was von den anderen Jungs aber auch nicht hinterfragt wird. Solange es cool klingt, ist es gut genug fĂŒr BLACK SABBATH. Was macht man also, wenn man nicht genug Songs hat? WĂ€hrend der Rest der Truppe zum Mittagessen geht, bleibt Tony im Proberaum und improvisiert einfach das zusammen, was spĂ€ter `Paranoid` werden soll. Als die Jungs zurĂŒckkommen, spielt er es ihnen vor und so jammt man sich den bis dato kĂŒrzesten Sabbath Song zusammen. Geezer tauft ihn schlichtweg `Paranoid`, wobei einige Bandmitglieder nicht einmal die Bedeutung des Wortes kennen. Egal, denn letzten Endes wird aus dem LĂŒckenbĂŒĂŸer der Titeltrack des Albums, das innerhalb von vier Tagen eingespielt wird.

„Paranoid“
ParanoidDer Doom geht in die zweite Runde, wenn die ersten KlĂ€nge von `War Pigs` sich trĂ€ge aus den Boxen wĂ€lzen. Statt GlockenlĂ€uten des DebĂŒtalbums kommt eine Fliegersirene zum Einsatz, die den Live Killer einlĂ€utet und zum Mitschreien animiert. Der Song spiegelt atmosphĂ€risch und textlich die zeitgenössische Einstellung zum Vietnamkrieg wider: den erbarmungslosen Kampf um Geld und Macht auf den RĂŒcken der sterbenden Soldaten auszutragen. Besonders der auf Überschallgeschwindigkeit getrimmte Abgang stellt ein Novum dieser Zeit dar, der die Experimentierfreudigkeit der Truppe unterstreicht. Muss man ĂŒber den Titeltrack Worte verlieren? Diese musikalische Abrissbirne ballert den Adrenalinpegel wĂ€hrend der gesamten Spielzeit auf Anschlag; diese Riffs verstören Leute außerhalb des Musikgenres bis heute und bringt die Metalhorde jedes Zeitalters innerhalb von drei Sekunden zum Ausrasten. Anhören, jedes weitere Wort ist Verschwendung. `Planet Caravan` zeigt BLACK SABBATH von seiner introvertierten Seite; leichte BongoklĂ€nge vermischen sich mit Ozzy Stimme auf einem Drogentrip, der Gegen Ende von dezenten Gitarren- und KlavierklĂ€ngen ausfaded. `Iron Man` markiert ein stampfendes Riff Monster, dessen Wirkung zeitlos ist. Unbeeindruckt rollt der eiserne Mann durch die Boxen jeden Zeitalters, um nickende Köpfe und verbrannte Erde zu hinterlassen. Gerade das simple Riffing im langsamen Tempo brennt sich schnell ins LangzeitgedĂ€chtnis, Verschwörerisch kriecht `Electric Funeral` aus den Lautsprechern, bis es sich zur Mitte hin reinsteigert und in einer Jamsession mĂŒndet, die man bereits vom DebĂŒt her lieben gelernt hat. NatĂŒrlich bleibt der Doom Charakter ĂŒber die gesamte LĂ€nge erhalten. A propos Doom; `Hand of Doom`ist vom Namen her natĂŒrlich auch Programm; besonders der Kontrast der ruhigeren Parts zum GefĂŒhlsausbruch markieren die Weiterentwicklung der Truppe, wĂ€hrend der Mittelteil progressiven Bands der Neuzeit TĂŒr und Tor öffnen. Auch wenn der Titeltrack ursprĂŒnglich als LĂŒckenbĂŒĂŸer geplant war, so erfĂŒllt `Rat Salat` diesen Job, ehe `Fairies Wear Boots` den Hörer nochmals mit einprĂ€gsamen Riffs lockt, um sich nach dem Eingrooven in seiner ganzen Bandbreite zu entladen. WĂŒrdiger Nachfolger und Weiterentwicklung? Definitiv!

RivalitÀt

Mit `Paranoid` im RĂŒcken und dem eigenen „Wall of Sound“ bei live Auftritten, setzen BLACK SABBATH eine klare Duftmarke im Musikgenre. In jener Zeit erheben sich auch weitere GrĂ¶ĂŸen wie Led Zeppelin und Deep Purple, wobei es teilweise zu musikalischen RivalitĂ€ten kommt. Zeitlose Klassiker wie `Black Night` rivalisieren mit `Paranoid` und trotz des hart umkĂ€mpften Musikermarktes versteht man sich teilweise untereinander recht gut. Es kommt sogar zu einer Jam Session zwischen Led Zeppelin und BACK SABBATH, wobei die Aufnahmen dazu jedoch verschollen sind. Im Laufe ihrer USA Tour sammeln die Jungs nicht nur neue Fans um sich herum, sondern machten bereits ausufernde Drogenerfahrungen. Hinzu kommt die Tatsache, dass auch einige Fanatiker die Shows besuchen, mit denen niemand gerechnet hat. Unter anderem wird eine satanische Sekte auf sie aufmerksam, die ihnen einen Gig anbieten. Als die Band ablehnt, belegt die Sekte alle Mitglieder der Band mit einem Fluch, der sich in diversen TrĂ€umen der Jungs Ă€ußert. Aus Angst dem Fluch zu erliegen, bastelt man sich Kreuze, ohne die man von nun an nicht das Haus verlĂ€sst und die ebenfalls Markenzeichen von BLACK SABBATH werden.

Take 3- Master of Reality

Nachdem „Paranoid“ Platz 1 der Charts erreicht, wĂ€chst der Leistungsdruck fĂŒr das Nachfolgealbum. Im MĂ€rz 1971 starten die Aufnahmen fĂŒr „Master Of Reality“, bei dem besonders Wert auf die Bandbreite hart-bis-zart (inklusive Bandbreite) gelegt wird. Großartig Zeit fĂŒrs Sogwriting bleibt jedoch nicht, denn der Tourplan ist hart; stellenweise 2 Shows am Abend sind kein Pappenstiel und wenn man noch die Exzesse und Ozzys endlosen Drang Blödsinn zu veranstalten hinzurechnet, kommt schon einiges dabei rum Hinzu kommt, dass die Bands in jener Zeit mit Synthesizern und Keyboards arbeiten, wohingegen Sabbath ausschließlich ihre Grundausstattung haben. Also wird kurzerhand improvisiert und die Saiten drei Halbtöner tiefer gestimmt, um einen fetteren Sound zu kreieren. Ein PhĂ€nomen das aufgeht und besonders in der Death Metal Szene einschlagen soll wie eine Bombe. „Master Of Reality“ hebt sich durch viele Dinge ab: das simple und doch ungewöhnliche Cover, runtergestimmte Gitarren und eine experimentierfreudige Band. Das Album wird die Vorstufe zu ausufernden Drogenexzessen.

„Master Of Reality“
Master Of Reality„Nur mal kurz an dem Joint ziehen.“ Kein Thema denkt sich Tony, nimmt einen tiefen Zug und hustet sich die Seele aus dem Leib. So komisch wie das ist, muss der Hustenanfall erstmal als Einstieg fĂŒr `Sweat Leaf` herhalten, das bis heute wegen seiner Drogenverherrlichung teilweise kritisiert wird. Textlich geht es `After Forever` nicht viel besser, denn durch die Textzeile „Would you like to see the rope at the and of a rope“ laufen christliche Institutionen Amok. Nichtsdestotrotz ist der Mix aus einprĂ€gsamen Melodien und stampfenden Groovemonstern Inspiration vieler ungeborenen Bands, wie beispielsweise Biohazard und Co. `Embryo` ist ein kurzes Gitarrenintro, ehe es in das wabernde `Children Of The Grave` mĂŒndet. Das abgedĂ€mpfte Spiel und die eingestreuten Obertöne bieten Ozzys Gesang genug Raum, wĂ€hrend Bills Schlagzeug mit wenigen Akzenten noch mehr aus dem Song rausholt, als ohnehin schon drin ist. Die Experimentierfreudigkeit setzt sich mit dem Gitarreninstrumental `Orchid` fort, ehe `Lord Of This World` ein groovendes Doom Monster entfesselt, das sich im Refrain in seiner ganzen Wut entleert. `Solitude` markiert die erste Ballade von BLACK SABBATH; Ozzy zeigt, dass er auch schwermĂŒtig und introvertiert singen kann, wĂ€hrend Tony eine Flöte beisteuert, die er aus seinen Jethro Tull Tagen noch hat. `Into The VoidÂŽ zu hören ist der feuchte Traum jedes Death Metal Fans, denn hier hört man die tiefer gestimmte Gitarre in ihrer ganzen Bandbreite. SpĂ€testens der Mittelteil bringt die Nackenmuskulatur zum Schmelzen. Das Album beweist, das man abgelegene Wege gehen sollte, um sich weiter zu entwickeln.

Drugs, Drug & RockÂŽn Roll

Geschafft! Was einst in kleinen ProberĂ€umen und von Ratten zersetzten Hotelzimmer begonnen hatte, wird nach „Master Of Reality“ endlich Wirklichkeit. Das lang ersehnte Rockstar Leben ist endlich erreicht und man kostet es aus, und das nicht zu knapp. Es folgen diverse Auftritte und die Fanbase wĂ€chst stetig an. Man kann schon von einem Triumph sprechen, denn die einstigen Geldsorgen sind Schnee von gestern. Womit wir bereits beim Thema dieser Sabbath Ära sind: Schnee, oder genauer gesagt Koks und andere Drogen. Um das Nachfolgealbum einzuspielen verschanzt man sich in einem Nobelhaus in Bel Air, mit allem drum und dran: Swimming Pool, wilden Parties und sogar eigenen Drogendealern. Ganze Wachkartons voller Drogen werden regelmĂ€ĂŸig konsumiert und drei Viertel der Band ist tĂ€glich Stammgast im benachbarten Pub. Einzig Tony bleibt zuhause, um an neuen Riffs zu feilen und kontinuierlich dran zu bleiben. Es ist eine harte Zeit, denn die Drogen fordern ihren Tribut und versetzen die hart erarbeitete Disziplin in einen Dornröschenschlaf. Auf der anderen Seite kommen stellenweise coole Ideen (Tonys Kreuz knallt einmal gegen seine Gitarrensaiten, was kurzerhand im Track `FX` unterkommt) und dumme Entscheidungen (Bill Ward beinahe aus Versehen umzubringen) auf den Tisch. Allerdings entdeckt Tony dabei auch seine Liebe zum Klavier und schreibt innerhalb weniger Wochen `Changes`. Unterm Strich beflĂŒgelt die wilde Zeit BLACK SABBATH zu Höchstleistungen und der Nachfolger „Volume 4“ katapultiert die Band weiter in Richtung Spitze.

„Volume 4“:
Black_Sabbath_Vol._4UrsprĂŒnglich sollte das Album den Titel `Snowblind` tragen (ja, wegen den Drogen, hat nichts mit dem Winter zu tun). Allerdings steigt die Plattenfirma auf die Barrikaden und so kommt es zum schlichten Albumtitel, der in Sachen VielfĂ€ltigkeit sogar noch den VorgĂ€nger ĂŒbertrumpft. Extrem blueslastig steigt man in den Opener `Wheels Of Confusion` ein, ehe sich eine verschlafene Bestie aus den Boxen schlĂ€ngelt. Alleine der Song beinhaltet derart viele Stilelemente, die locker fĂŒr drei Bands gereicht hĂ€tte. Dennoch wird alles in die Sabbath Form gegossen und perfekt inszeniert. `TomorrowÂŽs Dream` könnte der schnellere Riffbruder von `Sweat Leaf“sein, halt nur etwas entspannter. `Changes` markiert eine schöne AtmosphĂ€re und eine echte Glanzleistung von OzzyÂŽs Stimme und ist nicht umsonst ein absoluter Balladenklassiker. `FX` werden wir wohl niemals live hören, es sei denn, Tonys Halskette schlĂ€gt nochmal gegen die Gitarrensaiten. `Supernaut` greift direkt in die Hirnwindungen des Hörers und lĂ€sst den Kopf autistisch vor- und zurĂŒckbewegen, bis man die Gesangslinie lauthals mitsingt. `Snowblind` könnte problemlos als episch durchgehen, denn neben einem Ohrwurmartigen Einstiegsriff wartet es mit einem soliden Mittelteil auf, ehe sich der Refrain wie weißer Schnee ĂŒber den Hörer ausbreitet und ihn in einer melancholischen Einsamkeit zurĂŒck und gleichzeitig bestaunen lĂ€sst. `Cornucopia` soll spĂ€ter den Begriff Stoner Rock definieren, wĂ€hrend `Laguna Sunrise` mit einem klassischen Ensemble vertonte Hoffnung ist. `St. Vitus Dance` kommt ĂŒberraschend fröhlich um die Ecke, was dem doomigen Abschluss in Form von Ùnder The Sun` nur offen in die Karten spielt. Das Album legt hier klar die Blaupause fĂŒr Doom und Stoner Rock.

BloodySabbath

Gigs, Weiber und Drogen, das Leben eines Rock Stars kann so schön sein! Was kann einem da schon großartig passieren? Nach dem einschlĂ€gigen Erfolg von „Volume 4“ leider immer noch eine ganze Menge. BLACK SABBATH haben sich gegen alles erfolgreich zur Wehr gesetzt wie Satanisten, Kritikern und Geldmangel.Dennoch folgt die grĂ¶ĂŸte Gefahr auf dem Fuße: eine kreative Blockade! Nichts geht mehr und so sehr man sich auch bemĂŒht, es kommt nur Halbgares raus, was man nicht weiterdenkt. Das einzige was zur Zeit episch ist, ist der Kokainkonsum. Man versucht in den Record Plant Studios in Los Angeles etwas zu reißen, was klĂ€glich scheitert. Ausgebrannt und frustriert zieht man sich nach England ins Clearwall Castle Gloucestershire zurĂŒck und dann fĂ€llt Tony das Riff zum Titeltrack des neuen Albums ein.Die geheimnisumwobene Umgebung fördert schnell die KreativitĂ€t und von da an ist alles weitere nur noch Formsache, denn das Riff zu `Sabbath Bloody Sabbath` ist die InitialzĂŒndung fĂŒr einen Senkrechtstart.

„Sabbath Bloody Sabbath“
Black+Sabbath+Sabbath+Bloody+Sabbath+459285„Unsterblich“- soweit die Kurzbeschreibung des Titelsongs, der Gitarristen wie Slash und Co den Weg zur Gitarre ebnen soll. Die ersten Töne gleiten bedrohlich auf den Hörer zu, untermalt von klirrenden Schlagzeug und Ozzys anklagendem Gesang. Fett und von einem melodischen Mittelteil durchbrochen, wĂ€hrend man sich auf der Zielgeraden durch die GehörgĂ€nge stampft. `A national Acrobat` ist ein bis heute sehr unterbewerteter Song; hier hat Geezer Butler Hand am Songwriting gelegt und einen großen Spannungsbogen, inklusive Gitarrenohrgasmus am Ende geschmiedet. `Fluff“markiert ein weiteres Gitarreninstrumental, ehe `Sabra Cadabra` Jahre spĂ€ter von Metallica als Grund genannt wird, ĂŒberhaupt erst Metal zu spielen. Die harte Keule gepaart mit KlaviereinschlĂ€gen ist ein gutes Beispiel fĂŒr den perfekten Hart-bis-Zart Garant des Albums. `Killing Yourself To Live` klingt vom Riffing her, als wĂŒrde es von einer hungrigen Band gespielt werden, die um ihr Leben spielen und spukt nochmal den musikalischen Speichel der Anfangstage ins Gesicht A propos Teufel; das Cover ist ebenfalls eine echte Augenweide: auf der Innenseite dĂ€mmert man friedlich auf die andere Seite des Todes, wĂ€hrend das Frontcover den Sterbenden inmitten von DĂ€monen zeigt. Hatte damals schon Wirkung, ist heute immer noch cool. Vielfalt gibt es ĂŒbrigens auch in Form von Flöten, Streichern und Synthesizern (Rick Wakeman- YES) auf dem Album zu hören. Es markiert den Durchbruch, nicht weniger.

Mut der Verzweiflung

Auch der schönste Traum ist einmal ausgetrĂ€umt und so beginnt die ein Abstieg, der den Beginn eines immer wĂ€hrenden Besetzungswechsels markiert. Die Band liegt mit dem Management im Klinsch und die RechtsanwĂ€lte liefern sich regelmĂ€ĂŸige Kleinkriege. Es folgt ein vollgestopfter Terminkalender mit Proben und (teilweise am gleichen Tag) Gerichtsvorladungen. Wenn es schon so beschissen lĂ€uft, kommen natĂŒrlich noch technische Probleme bei den Aufnahmen des neuen Albums hinzu, was die Vermutung aufkommen lĂ€sst, dass man nach allen Regeln der Kunst sabotiert wird. Die Folge: BLACK SABBATH stehen vor einer echten Zerreißprobe. Man flĂŒchtet sich immer öfter in den Alkohol und lediglich Tony kramt seine gesamte Restdisziplin aus dem Keller, um an den Songs zu feilen. Es entwickelt sich auf vielen Weisen immer mehr zum Alleingang und so beginnt der Fall…

„Sabotage“
Black_Sabbath_SabotageMit einer Botschaft gegen das immer grĂ¶ĂŸer werdende Ozonloch entladen BLACK SABBATH einen Teil ihrer Wut auf den Hörer in Form von `Hole In The Sky` Kurzes Zwischenspiel, ehe `Symptom Of The Universe` seine ZĂ€hne zeigt und Ozzys verzweifelte Stimme endlich ihren Frust raus schreien kann. Das Album ist geprĂ€gt von Frustration und dreckiger HĂ€rte, ohne jedoch seinen Sinn fĂŒr die VielfĂ€ltigkeit zu verlieren und gleichzeitig der Mittelfinger im Gesicht der Gesellschaft, was man an Ozzys angepisster Stimme problemlos raushören kann. Leider schlagen sich die technischen Pannen und die Stimmung in der Band ebenfalls auf „Sabotage“ nieder. So irrt man im Soundkorridor von `Meglomania` umher, der sich schnell wie eine paralysierende Decke ĂŒber den Hörer legt. Auch wenn `The Thrill Of It all` protestierend auf den Tisch schlĂ€gt, so wirken Bill Wards Drums mĂŒde und ausgelaugt. Dennoch schiebt die Gitarrenlock des Song weg vom Abstellgleis und greift noch zu Klavierpassagen und aufgelockerten Keyboardelementen. Das Instrumental `Supertzar` gleitet atmosphĂ€risch dank den Chorpassagen aus den Boxen, wĂ€hrend sich Riffs an den orchestralen Elementen vorbeischlĂ€ngeln. `Am I Going Insane` zeigt die Band von ihrer ausgebrannten Seite; kaum Biss und ein verzweifelter Versuch, psychedelische Elemente mit etwas Handfestem zu verbinden. Allerdings ist es auch gerade das, was die AtmosphĂ€re von „Sabotage“ ausmacht: man versucht alles und nichts will gelingen. Dieses GefĂŒhl wird hier sehr gut vertont und nicht zuletzt durch die markanten Schreie gegen Ende nochmal aufgepeppt. `The Writ` lĂ€sst vor dem inneren Auge das Bild von gealterten Helden an einem Kneipentisch auftauchen. OzzyÂŽs Stimme quĂ€lt sich stellenweise durch den Song, wĂ€hrend sich die Orgel bemĂŒht, eine AtmosphĂ€re zu erschaffen. „Sabotage“ hĂ€lt mit dem Mut der Verzweiflung die BLACK SABBATH Flagge oben.

Erste Risse

Nachdem der Frust mit „Sabotage“ abgebaut ist, wird es Zeit, sich auf neue Wege zu konzentrieren. Man beschließt, einen eigenen Keyboard Spieler in die Band zu holen, da man vorher (abgesehen vom Album „Sabbath Bloddy Sabbath“) alles selbst eingespielt hatte. Es soll in eine andere Richtung gehen und und Tony steigert sich intensiv in das Songwriting rein. Das Problem: der Rest der Band verbringt den grĂ¶ĂŸten Teil der Zeit lieber am Strand, so dass man sich unterschiedlich in das Songwriting einbringt. Das Ergebnis ist fĂŒr BLACK SABBATH ungewöhnlich, allerdings spiegelt es auch die innere Unruhe in der Band wider. Man geht nicht mehr in die gleiche Richtung und böse Zungen behaupten, dass das folgende Album eher eine PflichtĂŒbung ist.

„Technical Ecstasy“
Technical EcstasyBLACK SABBATH haben sich noch nie um ihre Umwelt oder Zeit geschert. WĂ€hrend sich Bands wie Sex Pistols und Ramones aus der Punk Ursuppe erheben, um die musikalische Rebellion anzukurbeln, veröffentlichen BLACK SABBATH ein eher gediegeneres Werk, das mit einer großen Bandbreite aufwarten kann. Wabert `Back Street Kids` noch mit einem Kiss Ă€hnlichem Einstiegsriff auf, so breitet es sich solide ĂŒber den Hörer aus und setzt einige Akzente. `You wonÂŽt change me` kriecht verschlafen aus den Boxen, obwohl es textlich um die kompromisslose Einstellung geht, sich selbst treu zu bleiben. Nicht energiegeladen, aber dafĂŒr mit einer hypnotischen Wirkung. Eine Gesangspremiere gibt es mit `ItÂŽs Allright`, bei der Bill Ward zeigt, dass er durchaus eine charismatische Stimme hat. Butterweich und entspannt zelebriert man eine AttitĂŒde, die auch locker ihren Platz auf einem Beatles Album gefunden hĂ€tte. `Gypsy` zeichnet sich durch den Charme der Anfangstage aus; Ozzy Stimme klingt dreckig, Bill Ward zeigt, wie viele unterschiedliche Stimmungen er aus einem simplen Drumkit rausholen kann, wĂ€hrend sich Geezers Basslinie entspannt um Tonys Soli schlĂ€ngelt. `All Moving Parts (Stand Still)` ist eher eine entspanntere Variante der Band, obwohl der protestierende Mittelteil durchaus Futter fĂŒr heranwachsende Progressive Metaller bietet. `RockÂŽnÂŽRoll Doctor` fĂ€llt eher aus dem Rahmen, denn es könnte als erfolgreiche Chart Single einer aufstrebenden Band durchgehen; flotte Riffs und tonnenweise Klavierparts, die Boogie Fetischisten durchdrehen lĂ€sst. Mit `SheÂŽs Gone` kommt eine depressive Nummer auf den Tisch, die leider ohne den typischen Sabbath Charme recht nackig rĂŒberkommt. Auch wenn die Streicher ihr bestes geben und Ozzy wehleidig klagt, rĂŒckt der Song im Vergleich zu Großtaten wie `Changes` eher in den Hintergrund. Gleitet der Anfang von `Dirty Women` noch harmlos in die GehörgĂ€nge, so schraubt Iommis Solo den Song auf Kernschmelztemperatur, biegt nochmal auf die progressive Überholspur ab, ehe die fetten Riffs und Ozzy rotziger Gesang den Befreiungsschlag des Albums zelebrieren.

Der Umbruch

Ein neues Zeitalter bricht an und ĂŒberrollt BLACK SABBATH mit voller Wucht. Es ist die Zeit des Punk, von dem die Truppe eingeschĂŒchtert und zunehmend demoralisiert wird. Im Bandkern steigert sich die Spannung, denn die KreativitĂ€t ist am Boden. WĂ€hrend Tony auf Biegen und Brechen das Songwriting vorantreiben möchte, tritt der Rest der Truppe erst gegen Nachmittag an, womit die Schere in Sachen Disziplin weiter auseinander klafft. Man ist mit der Situation mehr als unglĂŒcklich, hat jedoch gegenĂŒber der Plattenfirma Verpflichtungen. Dann kommt der große Knall und Ozzy steigt aus. Über die genauen HintergrĂŒnde wird spekuliert, aber sowohl der nahende Tod seines Vaters, als auch die schlechte Stimmung in der Band spielen hier mit ein. Kurzfristig findet man in Dave Walker (u.a. Fleetwood Mac) einen Ersatz, mit dem man irgendwie drei StĂŒcke zusammenbastelt. Dennoch will sich das rechte BandgefĂŒge nicht einstellen und so kommt Ozzy fĂŒr ein kurzes Intermezzo zurĂŒck. Das Studio ist bereits gebucht und die Jungs stehen mit drei notdĂŒrftigen Songs im Raum, die nicht zu Ozzys Gesangsstil passen. So verschanzt man sich morgens zum Songwriting, um die neuen StĂŒcke direkt am Abend aufzunehmen. Im Gegensatz zu frĂŒher ein falscher Ansatz, denn die Songs mĂŒssen schnell entstehen, ohne Reifeprozess. Als wĂ€re das noch nicht Pech genug, stellt sich das Studio als Fehlgriff heraus. Dennoch zieht man knallhart seinen Stiefel durch und trĂŒmmert mit aller Gewalt „Never Say Die“ ein.

„Never Say Die“
Black-Sabbath-Never-Say-DieEs grenzt schon fast an ein Wunder, dass es dieses Album ans Tageslicht geschafft hat, denn die UmstĂ€nde waren mehr als unglĂŒcklich. Man hört dem Album auch das lose BandgefĂŒge an, denn statt ein einziger Guss, wirkt die Songauswahl mĂŒhsam zusammengeklebt. Der Opener ist gleichzeitig der Titelsong und kommt sehr beschwingt aus den Boxen. Statt fette GitarrenwĂ€nde, schrubbt sich hier leider ein sehr dĂŒnnes Soundgewand den Wolf, was einen gewissen Demo Charme mit sich trĂ€gt. `Johnny Blade` ist zwar stark keyboardgeschwĂ€ngert, kommt gegen Ende jedoch mit dem Charme einer Jamsession um die Ecke, die man bereits vom DebĂŒt her kennt (und liebt). `JuniorÂŽs Eyes` ist eine Ode an Ozzys verstorbenen Vater, dessen Songwriting fĂŒr BLACK SABBATH sehr deplaziert wirkt, aber schon ein Fingerzeig zu Ozzys Solo Karriere ist.

`A Hard Road` ist simpel, sehr simpel. Auch wenn Iommis Soli den Song durchpflĂŒgen, so spĂŒrt man hier deutlich die Rolle des LĂŒckenbĂŒĂŸers auf dem Album. `Shock Wave` schĂŒttelt lĂ€ssige Riffs raus und Ozzys Gesang nimmt festere Formen an; er hat definitiv mehr GefĂŒhl in seiner Stimme und entfernt sich vom typischen Rotz-Gesang. Auch wenn der Song keine großartige Langzeitwirkung hat, so ist es gerade die LĂ€ssigkeit, die die eingestreuten Akustikgitarren locker, die Soli spontan und das Gesamtbild entspannt klingen lassen. `Air Dance` ist ein echter Geheimtipp, denn auch wenn es nichts mit schwermĂŒtigen Gitarrenmonstern zu tun hat, so ist es eine faszinierende Reise durch Blues- und Jazzkomponenten, durch die eine konstante Klavierpartitur fĂŒhrt. Die Geschichte einer ehemaligen TĂ€nzerin berĂŒhrt, und so nutzen BLACK SABBATH den Überraschungsmoment fĂŒr sich. `Over to you` schleppt sich mĂŒhsam durch die HörgĂ€nge und wirkt erzwungen; leider ein Beweis fĂŒr den Zeitdruck, den die Band bei den Aufnahmen hatte. Was man sich bei `Break Out` wohl gedacht hat? Streicher, Saxophone und BLACK SABBATH in einen Topf zu werfen muss nicht zu einem guten Ergebnis fĂŒhren. Auch wenn es wie eine chaotische Suppe klingt, so legt es den Grundstein fĂŒr einige Doom Bands, exotische Instrumente wie Violine in ihr Songwriting zu integrieren. Nahtlos geht es in `Swinging The Chain` ĂŒber, bei dem sich leider das volle Ausmaß der Bandsituation zeigt; kein roter Faden, erzwungene KreativitĂ€t und mieser Sound. Unterm Strich zeigt das Album, dass sich BLACK SABBATH nicht dem Untergang ergeben wollen, was leider nur teilweise gelingt.

Zwischen Himmel und Hölle

Black Sabbath 1980Eine Welttournee wird durchgezogen. Eine Tour, die durchzogen ist von Pannen und bandinternen Zwisten. Tony Iommi kĂŒmmert sich um die organisatorischen Dinge, wĂ€hrend man als Band nochmals versucht neue Songs auf die Beine zu stellen. Zur Zeit wird die Band von Don Arden und seiner Tochter Sharon gemanagt, zu der Tony ein gutes VerhĂ€ltnis hat. Mittlerweile fordern die Touren, die internen Probleme und der Drogenkosnum ihren Tribut: eine LĂŒcke klafft zwischen Ozzy und dem Rest der Band auf. Tony will die band weite voranrtreiben, wĂ€hrend Ozzy eigene Ideen hat, die jedoch nicht zur Band passen. Letzten Endes schaukelt sich alles weiter hoch, bis Tony vor einer Entscheidung steht: entweder die Band auflösen oder einen neuen SĂ€nger suchen. Ozzy verlĂ€sst BLACK SABBATH und widmet sich seiner Solo Karriere, die von Sharon begleitet wird. Auf einer Party stellt Sharon Tony Ronnie James Dio vor. Er ist sofort Feuer und Flamme fĂŒr ein neues Projekt und man trifft sich zu einer spontanen Session, in der `Children of The Sea` und `Heaven And Hell` geboren werden. Dio passt schnell ins BandgefĂŒge rein und die kreative Schockstarre wird mĂŒhelos durchbrochen. Don Arden glaubt nicht an den Erfolg und versucht Ozzy mit aller Macht zu einer RĂŒckkehr zu bewegen, was beidseitig auf Widerstand stĂ¶ĂŸt. Die Zusammenarbeit mit Don wird daher beendet und eine neue Ära wird eingelĂ€utet: die Dio Ära.

“Heaven And Hell”
heavenandhellNach dem Ausstieg von Ozzy, bringt Dios Stimme frischen Wind in das BandgefĂŒge ein; seine Stimme spielt viel mehr mit den Songstrukturen, statt sich an den Gitarrenlinien zu orientieren. Dadurch wird der Gesamteindruck deutlich nach oben gepusht, was man jedem Song anhört. Aber auch das Cover zeigt BLACK SABBATH von seiner frischen Seite; drei Engel die rauchen und Karten spielen. Eine Band, die sich definitiv nicht an Konventionen hĂ€lt. Der Opener `Neon Knights` kracht mit deftigen Riffs aus den Boxen, wĂ€hrend Dios Gesang den Song voranpeitscht. In Sachen gefĂŒhlvoller Gesang spielt der Gesangsmagier zu Beginn von `Children Of The Sea` seinen ganz großen Trumpf aus, ehe die gewohnten GitarrenwĂ€nde auf den Hörer einbrechen und von Geezers verspielter Basslinie umgarnt werden. Mit der Hard Rock Nummer `Lady Evil` trifft man ins Schwarze und lĂ€utet das 80er Jahre Zeitalter ein. Jeder Versuch, den Titeltrack nicht mitsingen zu wollen, sollte dringend Ă€rztliche untersucht werden, denn neben hymnisch und fett gibt es hier nichts, was den Klassiker besser beschreibt. Den Spagat zwischen Dios spĂ€terer Solokarriere und der neu erblĂŒhten BLACK SABBATH Ära dĂŒrfte mit `Wishing Well` schaffen, den man mal eben aus dem Ärmel schĂŒttelt. `Die Young` ohne die Worte „GĂ€nsehaut“ und „schön“ zu beschreiben fĂ€llt schwer; dezente Synhtiesound und ein introvertiertes Solo bereiten auf den Ausbruch vor, bei dem sich HĂ€rte und EinfĂŒhlsamkeit die Waage halten. Der Songinterne Stilbruch (schnell und verzerrt zu langsam und akustisch) soll spĂ€ter auch Black Metal Bands zu Höchstleistungen inspirieren. GemĂŒtlicher Rock zum Autofahren wird mit `Walk Away` kredenzt, ehe `Lonely Is The Word` durch die Hirnwindungen tĂ€nzelt. Im Vergleich zum VorgĂ€nger haben sich BLACK SABBATH wieder gefunden, wenn auch mit einem neuen Zugpferd am Mikro. Alles klingt wie aus einem Guss und die Band hat einen Klassiker auf seinem Portfolio mehr aufzuweisen.

Der Mob tobt

Die Zusammenarbeit mit Dio trĂ€gt erfolgreiche FrĂŒchte; neben dem Erfolgsalbum kehrt auch der Hunger nach mehr zurĂŒck. WĂ€hrend der Proben bringt sich der neue SĂ€nger vollstĂ€ndig ins Songwriting ein, was Tony Iommi nicht nur entlastet, sondern gleichzeitig auch fordert. So genĂŒgt bereits eine Idee, dass man sich zusammen setzt und gemeinsam den Song entstehen lĂ€sst, statt an einem bereits vorgefertigten GerĂŒst zu arbeiten. Neben dem kreativen Songwriting Prozessen stehen auch wilde Parties und der eine oder andere makabre Scherz an. So wird Bill Ward erneut aus Versehen angezĂŒndet, entkommt dem Tod jedoch nur knapp. Ein ganz normaler Tag bei BLACK SABBATH. Allerdings schleicht sich langsam der Teufel ein, denn Bill beginnt aus persönlichen Problemen mit dem Trinken. Er verkraftet den Ausstieg von Ozzy langfristig nicht und so fĂ€llt es ihm immer schwerer die Live Auftritte abzureißen. Letzten Endes steigt auch er aus der Band aus und Vinnie Appice ĂŒbernimmt seinen Posten an der Schießbude. Eines Tages flattert eine Anfrage ins Haus, ob BLACK SABBATH nicht einen Song zum Film „Heavy Metal“ beisteuern möchten. Gesagt getan, und so wird der Titeltrack zum neuen Album geboren. Die anderen Songs folgen und wĂ€hrend der Sessions trifft Iommi auf Glen Hughes, der seine Vorliebe fĂŒr Koks nicht nur teilt, sondern auch ĂŒbertrifft. Eine kurze Begegnung, die im spĂ€teren Verlauf noch an Bedeutung gewinnen soll.

„Mob Rules“

black-sabbath-mob-rules-20130705170429„Du willst moshen? Hier kommt neues Futter!“ Ohne langes VorgeplĂ€nkel liefert man mit `Turn Up The Night` eine Uptempo Nummmer als Opener ab, bei der neben Dios Stimme und Iommis Soloorgien auch Geezers Bass herrlich frisch klingen. Der Besetzungswechsel am Schlagzeug lĂ€sst es straighter klingen, so dass bereits der erste Song schnell zĂŒndet. `Voodoo` stampft zwischen den Riffs einher, wĂ€hrend man mit `The Sign Of The Southern Cross` eine konsequente WeiterfĂŒhrung des VorgĂ€ngeralbums aufweist; einfĂŒhlsamer Einstiegspart wird von einer keyboardgeschwĂ€ngerten Doomwalze ĂŒberrollt. Das Instrumental `E5150` ist lediglich als Opener fĂŒr live Konzerte tauglich, wĂ€hrend der Titeltrack die Band im Geschwindigkeitsrausch zeigt, die nicht nur bellt, sondern auch zubeißen kann. `Country Girl` ist ein griffiger (und leider unterbewerteter) Klassiker, der die VorzĂŒge des psychedelischen Rock und Blues vereint, ĂŒber dem Dios Stimme zu schweben scheint. Jahre spĂ€ter werden Dan Swanö und Peter TĂ€gtren auf einem Dio Tribute Album den Song ĂŒbrigens wĂŒrdig covern. Einzig `Slipping Away` stolpert unsicher durch die GehörgĂ€nge, weil es sich seiner Daseinsberechtigung nicht bewusst ist. Nicht Fisch, nicht Fleisch, eher eine Jam Session. Um so grĂ¶ĂŸer die Freude bei dem balladesken Einstieg zu `Falling Off the Edge Of The World`, bei der Dios Stimme zur Höchstform auflĂ€uft. ZĂ€hflĂŒssig treibt der Mittelteil das Unausweichliche an die Ohren des Hörers, ehe ein Iron Maiden artiges Riff zu neuen Gitarrensolis fĂŒhrt. `Over And Over` beschließt das Album und gleichzeitig eine weiter Ära. Der Soundtrack dazu hĂ€tte jedoch nicht schöner sein können.

Die Wiedergeburt

Es beginnt erneut zu kriseln im Sabbath Lager. WĂ€hrend die beiden neuen Dio und Vinnie ihre eigenen Vorstellungen haben, halten Tony und Geezer an ihren Vorstellungen fest. Es kommt intern zu RivalitĂ€ten und ersten MachtkĂ€mpfen, ehe das BandgefĂŒge erneut zersplittert. Dio und Vinnie machen unter Dios Soloprojekt weiter, wĂ€hrend Tony und Geezer sich auf die Suche nach neuen Mitstreitern machen. Hier sei noch das Live Album „Live Evil“ erwĂ€hnt, das durchaus einen eigenen Charme und gleichzeitig seine TĂŒcken hat. Der beste Beweis dafĂŒr, dass jeder SĂ€nger seiner Ära bei BLACK SABBATH nur seine StĂŒcke singen sollte. Auch wenn Dio `Iron Man` und `Paranoid` problemlos singen kann, so ist die Magie dieser StĂŒcke weiterhin Ozzy vorbehalten (umgekehrt natĂŒrlich ebenfalls).

Das neue Kapitel beginnt mit einem neuen, oder besser gesagt, einem alten Manager: Don Arden kehrt zurĂŒck und vermittelt Ian Gillan von Deep Purple als neuen SĂ€nger. Ein wahrgewordener Traum fĂŒr eine Supergroup, dennoch fehlt ein Drummer. Bill Ward kehrt zurĂŒck, um sich an den Arbeiten fĂŒr das neue Album zu beteiligen. Das BandgefĂŒge ist jedoch nicht wirklich stimmig und Ian wirkt wie ein Fremdkörper in der eingeschworenen Truppe. Dennoch sind diese Unterschiede fĂŒr die KreativitĂ€t förderlich, denn seine Texte drehen sich um AlltĂ€gliches und Erlebnisse und sein Gesangsstil ist charismatisch. Das Cover der neuen Scheibe „Born Again“ ziert ein rotes Baby mit Teufelshörnern und Krallen; Don Arden versucht durch diesen provokanten Schachzug die Presse auf die Band aufmerksam zu machen, um den Bekanntheitsgrad zu fördern. Über Geschmack lĂ€sst sich bekanntlich streiten…

„Born Again“
Born-againRotziger Sound, kreischende Stimme und hĂ€ssliches Cover; „Born Again“ ist ein Stinkefinger fĂŒr die Autonormalgesellschaft. Mit dieser Black Metal AttitĂŒde rotzt man sich auf durch die Bank aus, denn der Opener `Thrashed` schmierR gleich die volle Breitseite auf den Plattenteller. Es folgt das Intrumental `Stonehenge`, ehe mit `Disturbing The Priest` eine Eruption den Gehörgang erschĂŒttert, bei der Ian Gillans Schreie durch Mark und Bein gehen. HinterhĂ€ltig hangelt sich der Song an einzelnen Obertönen entlang, um den Hörer mit einem hypnotischen Mittelteil einzulullen. Die AusbrĂŒche folgen ĂŒberraschend und machen einen dreckigen Spagat zwischen Hart und Zart. WĂ€hrend die Soundcoullage `The Dark` die Stimmung einer satanischen Messe aufkommen lĂ€sst, pirscht sich bereits das nĂ€chste Monster an, das unter `Zero The Hero` griffige Basslinien zutage fördert, die den Hörer nur noch mit fiesen Gitarrenriffs auspeitscht. Jahre spĂ€ter werden Cannibal Corpse einen musikalischen Kniefall in Form einer Coverversion hinlegen, der dem Orginal in Nichts nachsteht. `Digital Bitch` ist mit Abstand das rĂ€udigste, das Sabbath je von der Kette gelassen haben, denn der Song hĂ€lt, was der Titel verspricht: dreckige Riffs rotieren im Dauerfeuer, wĂ€hrend Ian Gillan sich nach allen Regeln der Kunst auskotzt. Auch Iommi scheint mĂ€chtig angepisst zu sein, denn er steigert sich derart pervers in sein Solo rein, das es schon fast ein Griffbrettorgasmus ist. Dagegen stimmt der eher ruhigere Titeltrack besinnlichere, wenn auch nicht weniger unheilvolle Töne an. `Hot Line` greift gierig um sich und stampft eine Mischung aus Deep Purple und Black Sabbath Feeling aus dem Boden, wĂ€hrend `Keep It Warm` mit seinen groovenden Tönen schon fast versöhnlich klingt. Die Produktion ist wahrlich nicht schön, aber was bei Black Metal Bands klappt, steht hier Pate fĂŒr eine Blaupause, die rĂ€udige Songs erst durch eine dreckige Produktion glĂ€nzen lĂ€sst.

Ein Stern fÀllt

So gut es mit dem Album klappt, so schlecht verlĂ€uft die Tour. Es muss in einer Band halt auch persönlich passen und das tut es hier bei weitem nicht. Das geht sogar so weit, dass sich Frustration breit macht und Ian Gillan aussteigt. Allerdings hat auch Bill Ward mit seinem Gesundheitszustand und persönlichen Problemen zu kĂ€mpfen und Geezer wirft ebenfalls das Handtuch, um Ozzy gelegentlich bei seiner Solo Karriere zu unterstĂŒtzen. Im Juli 1985 erfolgt dann fĂŒr ganze drei Songs die Wiedervereinigung von Ozzy, Bill, Tony und Geezer, denn sie spielen auf dem Benefizkonzert „Live Aid“. Was wie ein Traum aussieht, bleibt jedoch ein Traum und so steht Tony Iommi erstmals ganz allein auf weiter Flur. Das Thema BLACK SABBATH scheint gegessen und so scharrt Tony diverse Musiker um sich, um mit einem Solo Projekt und unterschiedlichen SĂ€ngern weiter zu machen. Letzten Endes landet er bei seiner Drogenbekanntschaft Glenn Hughes, mit dem er Jahre spĂ€ter auch noch einige Alben veröffentlichen wird. Zu diesem Zeitpunkt jedoch bleibt es bei einem SĂ€nger und die Plattenfirma besteht aus MarketinggrĂŒnden darauf, dass der Name BLACK SABBATH auf dem Album auftaucht. Den Kompromiss findet man in „Seventh Star“, das unter dem Banner BLACK SABBATH featuring Tony Iommi lĂ€uft.

„Seventh Star“
Seventh StarExtrem blueslastig ist die Scheibe geworden und hat mit dem eigentlichen Geist von BLACK SABBATH nur wenig zu tun. Dennoch ist sie ein notwendiger Schritt fĂŒr den weiteren Verlauf der Geschichte, denn der Mix aus 80er Jahre Rock, Blues und Iommis Gitarrensoli geht auf und eröffnet ihm die Perspektive, die Flagge von BLACK SABBATH weiter hoch zu halten. `In For The Kill` lĂ€uft auf schnellerer Gangart zwar warm, bleibt jedoch im Rock Bereich und hĂ€lt sich vom Metal fern. `No stranger To Love` kommt problemlos bei jedem Metall Ballads Sampler unter wobei die Bandbreite des Riffmagiers hier auf beeindruckende Weise unterstrichen wird. `Turn To Stone` prescht nach vorne und pflĂŒckt sich kurzfristig durch die Hardrock Gefilde, wĂ€hrend der Titeltrack majestĂ€tisch aus den Boxen schreitet. Was heutzutage unter dem Stil AOR bekannt ist, wird hier mit `Danger Zone` zelebriert, denn die typische Du-kannst-alles-schaffen-AttitĂŒde rockt. `Heart Like A Wheel` ist vollblutiger Blues, wĂ€hrend `Angry Hard` einen Ausflug in langsame Hard Rock Gefilde macht. Der Vorhang fĂ€llt mit `In Memory…`, wo der Grundstein fĂŒr eine spĂ€tere Zusammenarbeit nochmal gelegt wird; Glen Hughes Stimme gleitet durch eine romantisch, melancholische Stimmung, die fesselt und gleichzeitig fasziniert. „Kein echtes Sabbath Album“ dĂŒrften einige Fans rufen, aber auf der anderen Seite Garant fĂŒr viel Abwechslung in der Diskographie der Band, die spĂ€testens jetzt zu 100% aus Tony Iommi besteht.

Tony & Tony

Die Zusammenarbeit beschrĂ€nkt sich auf wenige Live Auftritte, ehe der Kokainkonsum von Glen Hughes diese beendet. Ab diesem Zeitpunkt wird es turbulent, denn Tony sucht und findet Leute, die ihn beim Entstehen des nĂ€chsten Album unterstĂŒtzen. Das Besetzungskarussell dreht sich in dieser Zeit rasend schnell, denn persönliche Differenzen, Drogen und Managementprobleme erschweren den Prozess zunehmend. Letzten Endes kommt es zu einem Treffen mit Tony Martin, der die nĂ€chste Ära einlĂ€uten soll. Das brĂŒchige BandgefĂŒge zimmert irgendwie „The Eternal Idol“ zusammen, das wohl am meisten unterschĂ€tzte Album der Bandgeschichte.

„The Eternal Idol“
Black_Sabbath-The_Eternal_Idol-FrontalWenn man ĂŒber diese Scheibe schreibt, muss man die Besetzungswechsel, Bandsituation und die Produktionszeit der 80er Jahre berĂŒcksichtigen. Diese Punkte werden beim ersten Durchlauf aber schnell unwichtig, denn die Scheibe ist ein Klassiker per excellence. `The Shining` trĂ€gt den typischen 80er Jahre Charme mit sich und wartet neben sphĂ€rische Keyboardteppichen auch mit der neuen, charismatischen Stimme auf. `Ancient Warrior` kommt da wesentlich introvertierter um die Ecke, besticht jedoch durch seine gemĂ€chliche und gleichzeitig druckvolle Gangart. `Hard Life To Love` liefert eine Uptempo Nummer ab, die typische BLACK SABBATH Elemente zeitgemĂ€ĂŸ transportiert. Wer bis hierhin warm geworden ist, wird spĂ€testens mit `Glory Ride` seine Moshvollbedienung ernten, die man auch heute noch auf Anschlag aufdrehen kann; selbstsicher rifft man sich gegnerischen Erwartungen entgegen, durchzogen von dezentem Keyboardsound und eingestreuten Akustikpassagen. GĂ€nsehaut und GrundzĂŒge des Power Metal inklusive. `Born To Lose` grint hĂ€misch dem Hörer mit provokanten Riffs entgegen, wĂ€hrend `Nightmare` eher an einen Gruselschocker der 80er Jahre Soundtrack erinnert. Mein persönlicher Instrumentalfavorit der gesamten BLACK SABBATH Diskographie wird mit `Scarlet Pimpernel` kredenzt, ehe `Lost Forever` dem Hörer nochmal alles entgegen wirft, was die Band zu liefern hat. Das depressive Nachbeben folgt unter dem Banner des Titeltracks; hĂ€tte die Band den Song `Black Sabbath` in den 80er veröffentlicht, hĂ€tte er genau so geklungen. Man hört der Platte nicht an, wie lose das BandgefĂŒge ist, im Gegenteil; hier wurden die Voraussetzungen geschaffen, um sich wieder nach oben zu kĂ€mpfen. Auch wenn der kommerzielle Erfolg ausblieb, ist diese Scheibe ein Pflichtkauf jedes Sabbath JĂŒngers.

Das BandgefĂŒge zerbricht, mal wieder. Tony ist an einem Punkt, an dem er die Band bereits zu Grabe tragen will und es wird tatsĂ€chlich etwas still um die Band. Die Stille dauert knapp ein Jahr, ehe Tony alles in die Wege leitet, um der Band mit neuem Vertrag und frischem Wind einen Neuanfang zu bescheren. Tony Martin kehrt zu seinem Posten am Mikro zurĂŒck und der Neuanfang gelingt, denn „Headless Cross“ erobert die Welt.

„Headless Cross“
Headless CrossNoch nie war der Bandname so prĂ€gend wie hier, denn Tony Martin liefert textlich das okkulteste Sabbath Album ab. AtmosphĂ€risch perfekt umgesetzt, besticht der Titeltrack durch fordernde Drums und fetten GitarrenwĂ€nden, die nur von einer charismatischen Stimme unterbrochen werden. `Devil and Daughter` ist eine finstere Version der „Eternal Idol“ AtmosphĂ€re, wĂ€hrend man auf `When Death Calls` textlich und musikalisch hinter den Vorhang des Todes blickt. Dabei unterstĂŒtzt Brian May (Queen) mit einem Solo, das die BrĂŒcke zwischen Angst und Verzweiflung schlĂ€gt. `Kill In The Spirit World` haut zwar anfangs auf den Tisch, beschreitet dann jedoch konsequent seinen eigenen Weg, dem man auditiv einfach nur zu gerne folgt. `Call Of The Wild` ist der Befreiungsschlag mit dem sich BLACK SABBATH zurĂŒckmelden, um an der Schwelle der 90er Jahre ihre Duftmarke zu hinterlassen. `Black Moon` zeigt mit kernigen Riffs seine ZĂ€hne, wĂ€hrend die epische Halbballade `Nightwing` der Garant fĂŒr den GĂ€nsehautfaktor ist. Wer das Album einmal beginnt, wird es bis zum Ende durchhören. Mehrmals.

Der Erfolg will sich nicht so recht einstellen. Obwohl das Album sich gut verkauft, werden die Shows nicht so gut besucht, was zu einigen Absagen fĂŒhrt. Kompromisslos zieht man jedoch seinen Stiefel durch und besetzungstechnisch bleibt Tony Martin weiter an Bord. In einem GesprĂ€ch wird er gebeten, beim nĂ€chsten Mal nicht die satanische Schiene zu fahren. Gesagt, getan, denn das Nachfolgealbum ist thematisch ein Leckerbissen fĂŒr alle Pagan und Folk Metaller.

„Tyr“
TyrBei den ersten KlĂ€ngen zu `Anno Mundi` könnte noch ein Queen Album im Player sein, doch wenige Sekunden spĂ€ter zerstampfen Iommis Riffs diesen Eindruck und ebnen Tony Martins Stimme den Weg zu einem majestĂ€tischen Meisterwerk, inklusive allen Sabbath Facetten. `The Law Maker` unterstreicht, dass man wieder Blut geleckt hat, den wie selbstverstĂ€ndlich brettert man durch den Uptempo Song, um mal eben ganz großes Gitarenkino zu bestaunen. Untermalt von purer Stimmgewalt erhebt sich `Jerusalem` inmitten eines Riffgewitters, wĂ€hrend `The Sabbath Stones` eine Reise zwischen melodisch und tonnenschwere GitarrenwĂ€nde wagt. Drei Songs, ein Thema; nach einem kurzen Instrumental (`The Battle Of Tyr`) offenbart sich `OdinÂŽs Court anmutig und erzĂ€hlt von der stolzen Lebenseinstellung nach dem Tod, ehe `Valhalla` mit voller Wucht ĂŒber den Hörer hereinbricht. Mit `Feels Good To Me` hat man eine zeitlose Ballade geschaffen, die ĂŒber sĂ€mtliche Schaffensepochen funktioniert, ohne ansatzweise Staub anzusetzen. `Heaven In Black` markiert den Rausschmeißer einer Band, die sich zeitgemĂ€ĂŸ weiter entwickelt hat.

Gipfeltreffen

Man trifft sich immer zweimal im Leben. Manchmal auch öfters. In diesem Falle treffen Ronnie James Dio, Geezer Butler und Tony Iommi aufeinander und man bekundet gegenseitiges Interesse. Kurzerhand wird die alte Besetzung vor die TĂŒr gesetzt, außer Schlagzeuger Vinni Appice. Einzige Anforderung fĂŒr eine erneute Zusammenarbeit mit Dio: keine Texte ĂŒber Einhörner, Feen oder Drachen. Eine Herausforderung, die jedoch gemeistert wird, denn textlich geht es um den Konflikt Mensch gegen Maschine. Die vertonte Terminator Thematik hört auf den Titel „Dehumanizer“.

„Dehumanizer“
Black-sabbath-dehumanizerDas Cover spiegelt den Zeitgeist sehr gut wieder; es ist ein Zeitalter, in der die Computer nach der Weltherrschaft greifen. Amiga vs. PC, erste Schritte in das Internet und der Beginn einer globalen Vernetzung sind hier noch in den Kinderschuhen. Mystik VS. kalten Stahl zu vertonen erscheint schwierig, wird jedoch hier mĂŒhelos ausgefĂŒhrt. `Computer God` ist ein maschinelles Groove Monster, das sich in Kombination mit dem schleppendem Drumming und Dios anklagender Stimme sehr gut ergĂ€nzt. `After All (The Dead)` spiegelt das dĂŒnne BandgefĂŒhl sehr gut wieder, das zerbrechlich und gleichzeitig aggressiv wirkt. Das genaue Gegenteil passiert auf `TV Crimes`, dessen Breitseite nicht nur Moshgarant, sondern auch Teil des Soundtracks zu „WayneÂŽs World`ist. `Letters From Earth` entfĂŒhrt den Hörer in in die doomigen Gefilde des Weltraums, in der man zunehmende vereinsamt und dem Wahnsinn verfĂ€llt. `Master Of Insanity` ist ein Fingerzeig auf Dios weitere Karriere, die er mit „Strange Highways“ fortsetzen wird. `Time Machine` und `Sins Of The Father` schrabben kurz an „Mob Rules“ vorbei, ehe sie erneut die maschinelle Schiene fahren. `Too Late` ist eine finstere Ballade, die maschinelle GleichgĂŒltigkeit mit Hoffnungslosigkeit paart, ehe das aggressive `I` ungebremst in das erstaunte Gesicht des Hörers kracht, um mit heftigen Riffs ein Erdbeben im Player der StĂ€rke 10.0 zu verursachen. Das makabre `Buried Alive` beschließt das Album, und damit eine weitere Ära…

Warum es erneut zum Bruch kommt ist nicht genau erwiesen. Fakt ist, dass Dio aussteigt und Tony Martin wieder den Posten am Mikro ĂŒbernimmt. Die stĂ€ndigen Besetzungswechsel hinterlassen Spuren und so kommt es zu einem neuen Album, mit dem sich die Band erst wieder erneut definieren muss.

„Cross Purposes“
black-sabbath-cross-purposes-20130705175237`I Witness` zeigt, dass BLACK SABBATH wieder richtig Bock auf Zocken haben, denn es wird energiegeladen nach vorne gestĂŒrmt. Doch man verschießt nicht sofort sein ganzes Pulver sondern arbeitet akribisch mit Liebe zum Detail, `Crown Of Thorns` wird von Tony Martins melancholischer Stimme getragen, ehe sich die Gitarrenwolken verziehen, um einem Moment der Hoffnung kurzfristig Platz zu machen. `Psychophobia` ist ein aggressiver Bastard aus altem Spirit und 90er Jahre Hardrock. `Virtual Death` ist lahmarschig, sehr lahmarschig. Doom Fetischisten werde diesen Song daher in Dauerschleife rotieren lassen, denn er ist mindestens so finster, wie er langsam ist. Auch wenn `Immaculate Deception` ein netter LĂŒckenfĂŒller ist, hat er seine Daseinsberechtigung, denn er lĂ€sst die Ballade `Dying For Love` um so schillernder erstrahlen. `Back To Eden` kommt recht beschwinglich daher, wĂ€hrend `The Hand That Rocks The Cradle` nicht nur wegen seiner einprĂ€gsamen Melodie auf MTV rauf und runter gespielt wird. `Cardinal Sin` ist ein epischer Stampfer, der gegen Ende nochmals an Fahrt aufnimmt, wĂ€hrend `Evil Eye` nochmals die groovende StĂ€rke der Band aufzeigt.

Blut geleckt und weiter auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Dann kommt ein Vorschlag der Plattenfirma, ein zeitgemĂ€ĂŸes Album zu veröffentlichen, um die Jugend anzusprechen. GrundsĂ€tzlich eine gute Idee, wenn dabei nicht etwas Verbotenes rausgekommen wĂ€re…

„Forbidden“
ForbiddenSelbst Tony Iommi distanziert sich heute noch von diesem Album. Es ist kein Totalausfall, allerdings ein guter Beweis was passiert, wenn man sich als Band verkauft. Das Cover ist kitschig, die Songs lose aneinandergereiht und die Tatsache, dass Ice-T beim Opener `Illusion Of Power` rappt nicht gerade eine Schadensbegrenzung. `Get A Grip` trampelt sich durch seine SpiellĂ€nge, ohne jedoch wirklich Eier zu haben. `CanÂŽt get close enough to you` bietet solides Riffing, kommt aber ĂŒber den gelegentlichen Kopfnickerstatus nicht raus. `Shaking Off The Chains` jedoch punktet mit dem schnellsten Schlagzeugspiel in der Bandgeschichte, das in Kombination mit Tonys fettem Riffing einiges hermacht. Die Schmachtballade `I WonÂŽt Cry For You` ist akzeptabel, doch `Guilty As Hell` rĂ€umt endlich auf und zeigt, dass es nicht nur Mittelmaßsongs auf diesem Album gibt. `Sick And Tired` ist bluesgeschwĂ€ngert und wĂ€re fĂŒr jede andere Band sehr gut; fĂŒr BLACK SABBATH jedoch zu wenig. Ein weiteres AufbĂ€umen geht mit `Rusty Angels` einher, bei der AOR nochmal Programm ist. Der Titeltrack transportiert BLACK SABBATH gelungen in die Moderne, groovt und mosht sich durch seine Spielzeit, ehe es mit `Kiss Of Death` erneut in die MittelmĂ€ĂŸigkeit geht. Die AnsprĂŒche der Sabbath Fans werden hier enttĂ€uscht und so endet eine weitere Ära.

Das Album verkauft sich schlecht und auch die Tour steht unter keinem guten Stern; neben geringer Fanresonanz kommt noch ein Karpaltunnelsyndrom hinzu, dass Tony außer Gefecht setzt und die Tour verkĂŒrzt. Das BandgefĂŒge zerbricht erneut und es wird still um BLACK SABBATH, sehr still. Eines Tages klingelt bei Tony das Telefon und Sharon Osbourne frag an, ober nicht Lust auf eine Tour mit Ozzy und Geezer hĂ€tte. Bill Ward wird zu Beginn ĂŒbergangen, aus Angst, dass es zum Rechtsstreit kommt. SpĂ€ter stĂ¶ĂŸt er jedoch erneut hinzu. Und so wird es eine unkomplizierte und entspannte Tour, ohne weitere Konsequenzen. Die Band versinkt erneut in den Schatten.

Der Teufel kennt dich

Im Jahr 2006 plant die Plattenfirma eine Compilation mit den BLACK SABBATH Songs der Dio Ära. ZusĂ€tzlich wird vorgeschlagen, 2 neue StĂŒcke beizusteuern. So kommt es zu einem neuen Zusammentreffen zwischen Iommi und Dio, die sich zum Jammen zurĂŒckziehen, um statt der geforderten 2, gleich 3 neue StĂŒcke (`The Devil Cried`, `Shadow Of The Wind` und `Ear In The Wall`) fĂŒr „Black Sabbath – The Dio Years“ beizusteuern. Das alte Fieber packt sie erneut und so beginnt eine kreative Zeit, zu der sich Geezer Butler und Vinnie Appice hinzugesellen. Das BandgefĂŒge passt und in entspannter AtmosphĂ€re nimmt man unter dem Projektnamen HEAVEN AND HELL das Album „The Devil You Know“ auf.

„The Devil You Know“
The_Devil_You_Know_coverDer Projektname hat juristische HintergrĂŒnde und entspannt das BandgefĂŒge ungemein. „The Devil You Know“ ist ein echter Brocken in Sachen Doom Lehrstunde, denn hier stimmt alles: angefangen von den Songs, ĂŒber die wuchtige Produktion bis hin zum herrlich dĂ€monischen Cover. Endzeitstimmung wird mit dem Opener `Atom And Evil` zelebriert, denn die Bestie wĂ€lzt sich schwerfĂ€llig aus den Boxen, um neben Dios unheilverkĂŒndenden Stimme auch einige Gitarrenlinien hinter sich her zu ziehen. `Fear` pumpt dĂ€monisches Testosteron ins Gehirn, wĂ€hrend die Antiballade `Bible Black` finstere Visionen im Kopf entstehen lĂ€sst. Es ist jedoch nicht alles ausschließlich langsam und finster, denn `Double The Pain` transportiert mit seinen griffigen Riffs eine klare Botschaft, ohne an AtmosphĂ€re einzubĂŒĂŸen. Die abgedĂ€mpften Gitarren auf `Rock And Roll Angel` wĂŒrden den Hörer glatt erdrĂŒcken, wenn das stampfende Schlagzeug und Dios Stimme nicht die Richtung vorgeben wĂŒrden. Der balladeske Mittelteil gehört ebenfalls zu einer absoluten Meisterleistung, die ausschließlich in der Dio Ära möglich ist. Aufgelockert geht es mit `The Turn Of The Screw` weiter, ehe `Eating The Cannibals` mit Höchstgeschwindigkeit vorwĂ€rts prescht. `Neverwhere` hĂ€tte eigentlich als Rausschmeißer das Album beenden können; langsam und (absichtlich) mit Handbremse gespielt. Statt bedĂ€chtig gibt’s nochmal einen leckeren Schlag in die Fresse, denn `Breaking Into Heaven` klingt unbeschwert und frei, als hĂ€tte es in der BLACK SABBATH Geschichte niemals Stress gegeben. Definitiv eine Glanzleistung der Dio Ära.

Es folgen Touren und auch ein Live Mitschnitt, der auch die jĂŒngere Generation anfixt. BLACK SABBATH katapultieren sich nach 14 albumlosen Jahren) in den Himmel und können endlich mit einem stabilen BandgefĂŒge und gutem Album im GepĂ€ck aufwarten. Das Schicksal meint es jedoch nicht gut, denn bei Dio wird Lungenkrebs diagnostiziert, der am 16.Mai 2010 zum Tod fĂŒhrt. Dios VermĂ€chtnis bei BLACK SABBATH und seiner Solokarriere macht ihn zu einer Legende und seine Frau grĂŒndet eine Stiftung, die sich mit der Heilung von Krebs beschĂ€ftigt.

13

War es vorher relativ still um die Band, so ĂŒberschlagen sich nun die Ereignisse: am 11.11.2011 steht die Originalbesetzung (Ozzy, Tony, Bill und Geezer) den Journalisten Rede und Antwort, als sie nicht nur eine Reunion Tour, sondern auch ein neues Album ankĂŒndigen. Sehr gute Neuigkeiten, doch ein weiterer Schicksalsschlag folgt auf dem Fuß, als bei Tony Lymphom- Krebs diagnostiziert wird und gleichzeitig Bills Ausstieg aufgrund vertraglicher Differenzen ansteht. Tony lĂ€sst sich jedoch nicht von seinem Weg abbringen und nutzt die Reunion als Motivation und Mittel zur Selbstheilung. Nach RĂŒcksprache mit dem Produzenten Rick Rubin bekommt Brad Wilk von Rage Against The Machine den Job an der Schießbude. Herausgekommen ist dabei das kommerziell erfolgreichste Album „13“

„13“
Black-Sabbath-13-album-artWas soll man großartig sagen, „13“ ist der feuchte Traum jedes Sabbath AnhĂ€ngers der Ozzy Ära. `End Of The Beginning` ist eine weitergedachte Version ihres Klassikers `Black Sabbath`, nur im modernen Soundgewand. `God Is Dead` wird von der Stimme eines sehr viel Ă€lteren Ozzy getragen, der rĂŒckblickend auf die Anfangstage mit sehr viel mehr Erfahrung gesegnet ist, ohne etwas von seinem Wahnsinn verloren zu haben. Geezers Basslinien schlĂ€ngeln sich gekonnt um seine Stimme, ehe die gelegentlichen GitarrenausbrĂŒche den Hörer zu Boden drĂŒcken. `Loner` hĂ€tte eine dreckige Rocknummer werden können, doch stattdessen entscheidet man sich fĂŒr eine wĂŒrdevollere und gediegenere Variante, ehe man sich mit `Zeitgeist` eine Antwort auf `Planet Caravan` gibt. Mit `Age Of Reason` erfolgt ein progressiver und unbestĂ€ndiger Ausflug, der jedoch durch sein schweres Gewicht stets am Boden gehalten wird. `Live Forever` besticht durch Ozzys Gesang, der von Tonys typischen GitarrenlĂ€ufen untermalt wird, ehe das bluesgeschwĂ€ngerte `Damaged Soul` anbricht. `Dear Father` beschĂ€ftigt sich mit Kindesmißbrauch in der Kirche und genauso provokant ist der Song; klassisch und gleichzeitig eigenbrödlerisch. Das Ende wird mit einem Donnergrollen und jener Glocke begleitet, die 1970 die InitialzĂŒndung der Band war. Das Album ist zwar eine RĂŒckkehr zu den Wurzeln, dennoch sind die Musiker (ebenso wie ihre Fans) Ă€lter geworden und so ist dies ein wĂŒrdevoller Anschluss an Großtaten, die mehrere Generationen beeinflusst hat.

Das Ende

Abschiedstour. Ein simples Wort, dass man bereits oft gehört und mal mehr, mal weniger ernst nehmen kann. Im Falle BLACK SABBATH sollt man es jedoch ernst nehmen, denn das fortschreitende Alter und Tonys Krebsdiagnose zwingen die Band definitiv zu kĂŒrzeren Schritten. Im Jahr 2016 ist es soweit und eine Legende lĂ€sst ein letztes Mal die BĂŒhnen der Welt erzittern. Beim Verfassen dieser Zeilen hat der Auftakt der Tour bereits begonnen und erste Informationen sickern durch: es gibt eine EP mit neuen Songs und die Setlist wird ausschließlich aus Klassikern der ersten Ozzy Ära bestehen. Zwar ist die Entscheidung verstĂ€ndlich und im Hinterkopf hofft man doch auf eine weitere Tour, dennoch ist der Live Abschied ein tonnenschwerer Stein auf dem Herzen der Sabbath Fans. Ein letztes Mal die Glocke live zu hören, ehe das diabolische Riff alles und jeden in Grund und Boden walzt, sich hemmungslos freuen `War Pigs` nochmal mit zu singen (und aus tausenden von Kehlen zu hören) und nur noch ein allerletztes Mal hemmungslos auszurasten, wenn `Paranoid` nochmal alle Synapsen zum Schmelzen bringen. Dieser Abend liegt heute noch in nicht all zu ferner Zukunft, aber ich bin mir sicher, dass es einer jener Momente werden wird, die sich fĂŒr immer ins GedĂ€chtnis brennen werden. Genauso, wie es die Songs jedes einzelnen BLACK SABBATH Albums getan haben.

Nachtrag
Das warÂŽs, das Ende ist also nun erreicht. Was kann man sonst noch dem geneigten Fan mit auf den Weg geben? Statistikfetischisten wĂŒrden sich bestimmt ĂŒber Jahreszahlen Tabellen zu den Besetzungswechseln freuen. Emotionale Fans dĂŒrften nach Touranekdoten und mehr HintergrĂŒnde schreien. Zahlenfreunde dĂŒrften sich unter Wikipedia sehr freuen, wĂ€hrend ich den emotionalen unter uns das Buch „Iron Man- Von BLACK SABBATH bis HEAVEN AND HELL“ von Tony Iommi ans Herz legen möchte. Ich bin mir sicher, dass es viele Momente gibt, bei denen euch die Band begleitet hat. So ging es mir bei der InitialzĂŒndung zum Metal bei Daddy im Auto (`Iron Man`), ersten Gehversuchen an der Gitarre (ÂŽSabbath Bloody Sabbath`), meiner Hochzeit (`War Pigs`) und dem Moment, als ich ein Plektrum von Tony Iommi bei der „Forbidden“ Tour aufgefangen habe. Es gibt noch mehrere denkwĂŒrdige Momente, doch das wĂŒrde hier den Rahmen sprengen. Das Special soll sowohl die Hintergrundstory erzĂ€hlen, als auch zeigen, dass man fĂŒr seinen Traum einstehen und durchhalten muss. Durch die vielen Besetzungswechel ist Tony Iommi meiner Meinung nach BLACK SABBATH geworden und hat gezeigt, wie wichtig es ist an seine Sache zu glauben und sie durch zu ziehen. Die Musik hat einen erheblichen Einfluss auf die Musikszene genommen und zĂ€hlt definitiv zu dem Urgestein und hat nicht umsonst den Legendenstatus. Zum Schluss noch eine kleine Empfehlung meinerseits zu einigen coolen Coverversionen, die man sich mal gönnen sollte. Ja, es gibt noch tonnenweise coole Cover und endlos viele Bootlegs, aber diese Versionen haben mich am meisten inspiriert. Sofern ihr weitere coole Versionen habt, oder eine gute Anekdote ĂŒber euer Leben mit BLACK SABBATH, lasst es uns lesen, wir freuen uns ĂŒber euer Feedback!

Top Coverversionen:

Biohazard Version „After Forever“
Cathedral- „Solitude“
Brutal Truth – „Lord of this world“
Type O Negative – „Black Sabbath“ & „Paranoid“
Anthrax – „Sabbath Bloody Sabbath“

Viel Spaß beim anchecken und danke fĂŒr euren Support.

Eternal Sabbath!

Sebastian Radu Groß

VORBERICHT: Rock im Park

Posted by Samir On Januar - 29 - 2016

rip

Der kurze Winter neigt sich schon wieder dem Ende und es wird langsam Zeit sich auf den heißen Festivalsommer einzustimmen. Eines der Highlights stellt traditionell ROCK IM PARK dar, welches vom 3.-5. Juni 2016 mit einigen HochkarĂ€tern um die Ecke kommt.

Read the rest of this entry »

REVIEW: ABSENT MINDED

Posted by Samir On Dezember - 22 - 2015

am_alAlight

ABSENT MINDED meinen es Ernst. 2009 gegrĂŒndet veröffentlichen die Franken mit “Alight” bereits ihr drittes Studioalbum, das nahtlos an die Erfolge des VorgĂ€ngers (u.a. Demo des Monats in der Rock Hard) anknĂŒpfen soll. Doch kann der spezielle Mix aus Sludge, Doom und Post Metal ein weiteres Mal ĂŒberzeugen?

Read the rest of this entry »

MEGADETH VIDEOPREMIERE

Posted by Uli On Dezember - 11 - 2015

MEGADETHMegadeth_2015 – “The Threat Is Real” Videopremiere! Heute ab 19:00 wird es auf VEVO eine 24stĂŒndige Videopremiere zur aktuellen MEGADETH Single `The Threat Is Real` geben. Watch Below!!

AVANTASIA LYRIC VIDEO

Posted by Uli On Dezember - 11 - 2015

avantasia-ghostlightsAVATANSIA geben mit dem Song `Mystery Of A Blood Red Rose` einen Vorgeschmack auf das am 29. Januar erscheinende neue Album “Ghostlights”, welches via Nuclear Blast veröffentlich wird.