Wer Interesse an Bandfotos (Promotion/Live), einem privaten Shooting, o.ä. hat, kann mich gerne unter info@metal-impressions.de kontaktieren. Preis nach Absprache.

Archive for the ‘Special’ Category

Jahrespoll 2016

Posted by Radu On Dezember - 13 - 2016

Ihr kennt das; Weihnachten steht vor der Tür, das Jahr neigt sich dem Ende zu und man freut sich schon auf die ruhigen Tage bzw. auf den Ausklang des Jahres. Doch was hatte das Jahr 2016 eigentlich am Start? Die eine oder andere Platte, intensive Konzerterfahrungen und auch die eine oder andere Pleite. Einmal die nostalgische Schiene schieben, ehe es mit Volldampf ins neue Metal-Jahr 2017 geht- die Mission unserer Redaktion: nenne deine persönliche drei besten Platten, das intensivste Konzert und die größte Pleite des Jahres.

Here we go:

Uli
Uli

1. Album des Jahres:
TESTAMENT ‘Brotherhood Of The Snake’

2. Konzerte des Jahres:
Winery Dogs Matrix Bochum

3. Reinfall des Jahres:
Metallica

Radu

Radu

1. Album des Jahres:
TREES OF ETERNITY – `Hour Of The Nightingale`
Eine tragische Entstehungsgeschichte, ein abgrundtief atmosphärisches Album und auch schnell mit persönlichen Erinnerungen behaftet. Weltklasse.

2. Konzerte des Jahres:
Blind Guaridan auf dem Rock Hard Festival. Bei allen feuchten Träumen und wünschen kloppen sie `The last Candle` live raus und katapultieren mich mal eben in meine Jugend zurück.

3. Reinfall des Jahres:
Trotz umfangreicher XXL Black Sabbath Story keine Chance auf eine Akkreditierung bekommen. Dafür ein top Angebot für ein Meet & Greet für lauschige 1300 €. Meine Begeisterung für die Band ist ungebrochen, auch wenn ich die Plattenfirma für geldgeile Hobbyhuren halte.

Samir

Samir

1. Album des Jahres:
KORN – The Serenity Of Suffering

2. Konzerte des Jahres:
Alcest Prophecy Fest

3. Reinfall des Jahres:
Auflösung von Bolt Thrower


Thomas

Thomas

1. Alben des Jahres:
KATATONIA – The Fall Of Hearts -
FLOTSAM AND JETSAM – Same -
OPETH – Sorceress

2. Konzerte des Jahres:
Opeth in Köln (E-Werk)
My Dying Bride beim Summer Breeze 2016
Kataklysm in Bochum (Matrix)

3. Reinfall des Jahres:
Beyond The Black beim Summer Breeze 2016

Hendrik

Hendrik

1 Alben des Jahres:
a) SANZU mit “Heavy over the home” Was die Australier hier als DebĂĽt (!) abliefern, ist in der Tat eine schwere Dampfwalze, die da zähflĂĽssig aus den Boxen rollt. Was fĂĽr ein genialer Midtempo-Brocken! Mehr davon!
b) MESHUGGAH mit “The Violent Sleep of Reason”. Nach eher durchwachsenen Scheiben wie “Chaosphere” endlich wieder die ganze polyrhythmische Genialität auf hohem Niveau! Wer braucht schon ein Metronom?
c) Auch wenn es ein Remaster ist, gehört es fĂĽr mich zu den Veröffentlichungen des Jahres: SOUNDGARDENS “Badmotorfinger” als 25th Anniversary Remaster mit Bonus CD, wo hörenswerte Studio Outtakes und Liveaufnahmen zu hören sind. Der Meilenstein des Grunge erwacht hier im Remastering unter den wachsamen Augen von Kim Thayil zu neuem Leben!

2. Konzerte des Jahres:
Iron Maiden live auf der Waldbühne Berlin. Die Band meiner Jugend, die immer noch über die Bretter turnt wie damals. Werden die eigentlich nicht älter? Bruce Dickinson klingt nachdem er den Krebs überwunden hat, besser als auf dem Album, sie albern live immer noch herum wie kleine Jungs und Eddie lebt auch noch. Also alles im Metal-Lot!!

3. Reinfall des Jahres:
Gemessen an den hohen Erwartungen und dem PR-Brimborium und dass sie zu den “Big Four” gehören (was ich sowieso albern finde…) und dass eine Lemmy-Hommage darauf zu finden ist und und und … ist das Metallica-Album irgendwie durchwachsen geworden. Es ist nicht wirklich schlecht, aber nach der ersten CD fange ich an, mich zu langweilen. Im Arbeitszeugnis wĂĽrde vermutlich stehen: Sie haben sich bemĂĽht.

Lin

Lin

1. Album des Jahres: nope
2. Konzerte des Jahres: nope

3. Reinfall des Jahres: Spider Murphy Gang vor ein paar Jahren (schlimmster Reinfall ever)


Petra

Petra

1. Album des Jahres: PRIMAL FEAR – Rulebreaker
2. Konzerte des Jahres: Paul Gilbert

3. Reinfall des Jahres: Rock im Revier

UNISOUND – DAN SWANĂ– BACKSTAGE

Posted by Radu On Oktober - 24 - 2014

Unisound Chronicles – Backstage mit Dan Swanö

In den 90er Jahren experimentierten viele Extrem Metalbands mit ihrem Sound und prägten so die damalige Metallandschaft, die für uns heute fast schon selbstverständlich ist. Black Metal lotete seine Grenzen aus, Death Metal Band liebäugelten erstmalig mit progressiven Elementen und auch die Hochzeit von Gothic und Metalsounds prägten eine hungrige Szene in ihrem Wachstum. In all der Vielfalt gaben sich namenhafte Bands im Unisound Studio die Klinke in die Hand, in dem Dan Swanö die Regler bediente und unvergessliche Klassiker dem charakteristischen Sound verlieh. Neben der Arbeit als Produzent war er jedoch (teilweise gleichzeitig) mit vielen eigenen Projekten beschäftigt. Eine Auswahl seiner Projekte soll hier präsentiert werden; wer den Namen Dan Swanö noch nicht kennt, sollte sich auf eine Geschichtsstunde gefasst machen. Alle anderen dürfen gerne in Nostalgie schwelgen und die alten Scheiben beim Lesen entstauben und im Hintergrund laufen lassen.

EDGE OF SANITY
Edge Of SanityDas Aushängeschild schlechthin. Blubberte man zu Beginn mit zwei Demos eher im Untergrund vor sich hin, so verhalf die Demo „Kur-Nu-Gi-A“ (die im Jahr 2009 nochmal als Vinyl wiederveröffentlicht werden sollte) den Jungs zu einem Vertrag mit Black Mark Production. 1991 wurde „Nothing But Death Remains“ von der Kette gelassen, das im Ansatz bereits schwedentypische Earcatcher mit räudigem Riffing vereinte. Bereits hier wurden im Hintergrund einige Keyboards eingestreut, während neben räudigem Groove auch räudiges Geknüppel seinen Platz fand. `Angel Of Distress` und `The Dead` sollten hier stellvertretend der einstigen Demos für den Sound Pate stehen. Gerade mal ein Jahr später legte man mit „Unorthodox“ ein Album nach, das EDGE OF SANITY ein charakteristisches Alleinstellungsmerkmal bescheren sollte. Neben dem kultigen Cover, hatte man auch den Sound noch etwas effizienter gestaltet; weg von der Ursuppe, hin zu mutigem, entblößtem Soundgewand, inklusive ersten Loops und Halleffekten. Neben Death Metal lastigem Geballer wie `Everlasting`, hob man sich nicht zuletzt mit `Enigma`von der typischen Death Metal Szene ab, indem man neben Keyboards und griffigem Ohrwurmrefrain auch den Mut hatte, cleane Vocals zu benutzen. Dieses Novum sollte sich später in der Schwedentodszene durchsetzen und lange Zeit zum Markenzeichen von EDGE OF SANITY werden. Die üblichen Bausteine (Intro, Instrumentalstück) der damaligen Szene waren ebenfalls präsent, allerdings auch schon einen Schritt weitergedacht. So ebnete beispielsweise `When All Is Said` Bands wie Hypocrisy Tür und Tor, die sich aussschließlich dem schweren und gleichzeitig langsamen Sound verschrieben hatten. Wer im Jahr 1993 in der Dortmunder Discothek Spirit den ansässigen DJ Mimi auf einen Song angesprochen hat, der punkiges Schlagzeug, sägende Gitarrenriffs und räudige Vocals beinhaltet, dürft wohl `Darkday`vom folgenden Album „The Spectral Sorrows“ gehuldigt haben. Dan Swanö und seine Truppe hatte es irgendwie geschafft, die Härte des Todesmetalls in leicht zugängliche und gleichzeitig langfristige Wirkung in die Ohrmuscheln der Leute zu fräsen. Abwechslung wurde hier noch weiter zelebriert, und so posierte man zu der Manowar Coveversion `Blood Of My Enemies`, wirbelte die Mähne im Propellerstil zu `The Masque` oder freute sich in Werne am Bahnhof auf die Dauerschleife von `Jesus Cries`. Mit `Sacrificed` wurde auch ein musikalischer Kniefall vor den Sisters Of Mercy zelebriert, was den Gesamteindruck abrundete und den eigenwilligen Charakter von EDGE OF SANITY unterstrich.

Vor genau 20 Jahren erschien dann die „Purgatory Afterglow“, auf der Dan Swanö seine cleanen Vocals intensiver und sogar noch wirkungsvoller einsetzte. `Twilight` wurde zur Bibel von Bands wie Soilwork oder Scar Symmetry, während man mit Élegy` die Brücke zu den Wurzeln der Anfangstage problemlos schlug. `Black Tears`sollte zur Hymne schlechthin werden und neben einem speziellen Set im Live Set von Nightingale auch im Jahr 2014 für einen Kniefall von Heaven Shall Burn (inklusive Gastauftritt von Dan Swanö) sorgen. Der progressive Einschlag im Death Metal Gewand wurde in Form von `Velvet Dreams` zelebriert, so dass viele Fans dieses Album definitiv als Meilenstein betrachten. Wie kann man sowas noch steigern? Eigentlich gar nicht, möchte man meinen, wäre da nicht so eine Kleinigkeit wie „Crimson“ gewesen, was den Horizont nicht erweiterte, sondern einfach mal eben neu formte. Ein einziges Stück, 40 Minuten Spielzeit und innerhalb von 24 Stunden eingespielt lässt kaum noch Fragen offen. Die Variabilität wurde bis zum Maximum ausgereizt und man sprach von Marillion auf einem Death Metal Trip, inklusive Wechselgesang (clean und growl), epischem Gerotze und balladesken Momenten. Klingt crazy, gehört aber definitiv zum Pflichtkauf in jede Metalsammlung. Hatte Dan Swanö bereits bei der „Purgatory Afterglow“ den Großteil des Songwritings übernommen, musste er bei „Crimson“ seine Ideen durchdrücken, wobei es innerhalb der Band zu kriseln begann. 1997 verschanzte man sich in Peter Tägtrens Abyss Studio, um das wohl am meisten unterbewertete „Infernal“ auf Tontrräger zu bannen. Man hörte dem Album an, dass sich die Songs untereinander stark unterschieden und der rote Faden sehr lose angesetzt war. Nichtsdestotrotz strahlten Perlen wie `Hell Is Where The Heart Is`oder `Losing Myself` die Art von Magie aus, die man bei EDGE OF SANITY kennen und lieben gelernt hatte. Beim Songwriting beteiligten sich Peter Tägtren und auch anders Blakkheim von Katatonia, so dass es zwar an einigen Stellen wild zusammengewürfelt, dennoch ein gutes Album war. Es folgte die Trennung von Dan Swanö und EDGE OF SANITY; Dan Swanö widmete sich seinen Soloprojekten, während man unter dem Banner EDGE OF SANITY noch die „Cryptic“ aufnahm, die eher die rotzigen Anfangstage wiederzubeleben versuchte. Eine Best Of CD in Form von „Evolution“ sollte Fans nochmal besänftigen ehe eine ungewöhnliche Geschichte die Reaktivierung und gleichzeitg das Schlusskapitel besiegeln sollte: ein israelischer Fan bekniete Dan Swanö so lange, bis er sich dazu entschloss, unter dem Namen seiner ehemaligen Band ein letztes Album aufzunehmen. Ausgerechnet „Crimson II“ sollte es werden, was den episch-progressiven Gedanken seines Vorgängers weiterdenken und übertreffen sollte. Einbettet in einer wuchtigen Produktion, bekam man auf ganzen 43 Minuten einen Ohrgamsus einer Best- Of EDGE OF SANITY Elemente um die Ohren geballert, dass es eine wahre Wonne war. Danach wurde die Band offiziell zu Grabe getragen, während Dan Swanö sich seinen Solo Projekten, und seine einstigen Weggefährten anderen Bands (z.B. Incapacity) widmeten.

NIGHTNGALE

26991_nightingale_nightfall_overtureIm Jahr 1995 (irgendwann zwischen der „Purgatory Afterglow“ und „Crimson“) dachte sich Dan Swanö es wäre eine coole Idee, unter dem Namen NIGHTINGALE ein Projekt zu veröffentlichen, auf dem er seine Vorliebe zu Independent und Gothic Klängen ausleben kann. Seine cleane Stimme über den Erstling „The Breathing Shadow“ zu verteilen, Songelemente im Stile von Sisters Of Mercy/Fields Of The Nephilim mit den Gänsehautriffs seiner Hauptbands zu vermischen und gleichzeitig eine packende (damals noch ungeplante) Quadrologie über Tod und Wiedergeburt loszutreten sorgte für ordentlich Partyalarm in den Ohrmuscheln. So sollte der Schreiber dieser Zeilen beispielsweise mit seinem letzten Geld bei Idiots Records in Dortmund „nur mal eben reinhören“ wollen und innerhalb von 20 Sekunden die Scheibe gekauft und bis heute zu seinen Top 3 Alben zählen. Was ursprünglich als reines Spaßprojekt ausgelegt worden war, bekam einen ernsteren Touch, als sich Dan mit seinem Bruder Dag zusammensetzte, um mit „The Chlosing Chronicles“ den Nachfolger einzuspielen. Der Opener `Deep Inside Of Nowhere`dürfte eine sanftere Antwort zu `Twilight`sein und der passende Soundtrack, um von den Toten aufzuerstehen. Sollte es jemanden geben, der zu `Thoughts From A Stolen Soul`keine Gänsehaut bekommt, so möge er sich bitte bei seinem Ohrenarzt melden, denn dann dürfte defintiv etwas nicht OK sein. Auch 70er Jahre Elemente hielten beispielsweise mit `Steal The Moon`Einzug, ohne jedoch die mystische Atmosphäre zu unterbrechen. Ein würdiger Abschluss sollte man meinen, doch dann erschien die Vorgeschichte der Erstlings in Form von „I“ und präsentierte NIGHTNGALE im rockigeren gewandt, inklusive 70er und 80er Jahre Flair. Die Mystik rückte in den Hintergrund und machte einem erdigeren Sound Platz, wobei Dans Stimme immer noch das Aushängeschild für außergewöhnliche Qualität war. Die Tatsache, dass man hier einige Riffs der Vorgängeralben dezent einstreute und neu verarbeitete sorgte für einen konstanten roten Faden. Songs wie ´Scarred For Life`oder `Still In The Dark`entschädigten viele Anhänger seiner Ursprungsband für den Verlust, während balladeske Töne mit `Alonely`und `I Return` Dauerbrenner im heimischen Player wurden.

Mittlerweile zu einer richtigen Band zusammengewachsen, ließ man „Alive Again“ von der Kette. Obwohl die Produktion sichtlich softer geworden war, zündeten Granaten wie `Shadowman`und `Shadoland Serenade`bereits beim ersten Durchlauf und brannten sich langfristig ins Großhirn. `The Glory Days`wurde der lebendige Beweis dafür, dass NIGHTINGALE nicht nur dynamisch, sondern auch gleichzeitig eine derart positive Energie verströmen können, wie es in den 80er Jahren typische „Du-kannst-alles-schaffen- Hymnen“ zelebriert haben. Mit `Eternal` hatte man sich ein Denkmal in Sachen episches Songwriting gesetzt, ehe man mit dem Album die Geschichte des atmenden Schatten abschloss. Mystik ade hieß es, als „Invisible“ sich durch die Player schlich. Weg von Gothic Sound und deutlich rockiger führte man den Gedanken von „I“ weiter; `Atlantis Rising` lässt im Auto immer noch den Fuß aufs Gaspedal schnellen, während `The Wake` pure Rockromantik versprüht. Bodenständig und gleichzeitig progressiv sollte es werden, ehe man sich auf eine Tour machte. Auf der Tour brachte man eine Best Of In Form von „Nightfall Overture“ heraus, bei der von jedem Album 2 Songs neu interpretiert wurden (zusätzlich zum Bonustrack `Better Safe Than Sorry`). Danach ging es erneut ins Studio, um mit „White Darkness“ deutlich sanftere Töne anzuschlagen. Mehr Marillon Feeling war schlecht möglich, allerdings begann man die härteren Gitarren an vielen Ecken zu vermissen. Im November 2014 erblickt Retribution das Licht der Welt, wobei der Song `Forevermore` bereits angecheckt werden kann.

BLOODBATH
BloodbathKurz vor der Jahrtausendwende rafften sich Dan Swanö, Jonas Renske, Anders Blackheim und Peter Tägtren zu einem Spaßprojekt namens BLOODBATH zusammen. Dabei rausgekommen ist die EP „Breeding Death“, die den alten 80er Jahre Death Metal huldigt. Böllert der Titeltrack stumpf in die Fresse, so wartet `Furnace Funeral`mit einem waschechten Entombed Riff auf, dass die Nackenhaare rasch in Stellung gehen lässt. Aus Spaß wurde ernst, und so legte man im Jahr 2002 mit „Resurrection Through Carnage“ nach, wobei Mikael Akerfeldt von Opeth den Gesangsposten übernahm. Dan Swanö tobte sich derweil am Schlagzeug und an der Klampfe aus, wobei es noch für das Album „Nightmares Made Flesh“ reichen sollte, ehe es nach einem fulminantem Wacken Auftritt für ihn vorbei sein sollte. Im November 2014 erscheint das aktuelle Album, bei dem sich Nick Holmes am Gesangsposten austoben wird.

UNICORN
Kannten die meisten Dan Swanö in erster Linie aus der Röchel- und Progressive-Liga, verwundert es doch, dass er mit UNICORN in Marillion Gefilden gefischt hat. War es doch eine seiner großen Lieblingsbands, so eiferte man mit „Emotional Wasteland“ den großen Vorbildern nach, ohne dabei zu merken, das man rückblickend bereits deren Genialität gepachtet hatte. Schnell ins Ohr, eher sanfte als harte Töne, endlos viele Klangfarben, die es zu entdecken gab, sowie tagelange Ohrwürmer waren die Nachwirkungen dieser Scheibe. Der Vorgänger „Ever Since“ legte dabei den Grundstein, war jedoch deutlich progressiver angehaucht. Auch die große Bandbreite an Zusatzinstrumenten (Flöte, Cello und Klavier) machten Unicorn zu einem besonderen Projekt, in dem man sich nicht an dem großen Können der Musiker an den Instrumenten ergötzen, sondern über ein gut abgestimmtes Zusammenspiel erfreuen konnte.

ODYSSEY
Odyssey-Reinventing_The_Past-coverGanze drei Songs verbanden sich unter dem Banner ODYSSEY, die thematisch stark im alten Ägypten verwurzelt sind. Das Kochrezept war eine rein rockige Atmosphäre mit einem leichten Mystik Einschlag. Ausschließlich klare Vocals wurden mit stampfendem Riffing und epischer Atmosphäre in `Amon-Ra`vereinigt. Handbremsenriffing, schlängelnde Gitarrenlinien und ein leichtes Augenzwinkern in Richtung Edge Of Sanity wurde als `I Am Two` deklariert, während sich `I Carry A Secret`weiter aus dem Fenster lehnt und die Brücke zwischen Classic Rock und Metal spannt. Lange waren die Songs vergriffen und nur kurz auf der Homepage swano.com zum Runterladen verfügbar, ehe die Seite wieder dicht gemacht wurde. Im Jahr 2010 sollte jedoch die Wiederveröffentlichung erfolgen. Nur ein Album mit drei Songs aufzunehmen wäre jedoch nicht wirklich cool, daher fischte der Meister mal eben noch sieben Coverversionen raus, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Klassiker von U.F.O, Uriah Heep oder Rainbow waren zu erwarten, doch mit `In The Heat Of The Night`von Sandra oder `Shake The Desease`von Depeche Mode hätte wohl kaum jemand gerechnet. Das Metalgewand stand den Songs sehr gut, so dass man neben verloren geglaubten Songs zusätzlich noch einige Gimmicks obendrauf bekam. Das Album hörte auf den passenden Namen „Reinventing The Past“. Hier könnt ihr eine vorstellung des Meisters zum kompletten Album anschauen.

PAN THY MONIUM
Pan Thy Monium„Ach du scheisse, was ist das denn?“ so oder ähnlich dürfte es vielen Metalheadz ergangen sein, als sie das Album „Khaos And Konfusion“ 5 Minuten am Stück gehört haben. Vollgestopft in dem knapp 12 minütigen Opener schubste man Death Metal Elemente mit Prog Einflüssen, rührte das ganze nochmal mit freakigen Jazz Einlagen und perversen Breaks um, bevor man noch einmal oben drauf spuckte und es dann durch den Reißwolf drehte. Klingt pervers, ist es auch, aber neben einigen melancholischen Lichtblicken entschädigt das Nackenbrecher Riff kurz vor der zehnten Minute für alle vorangegangenen Schmerzen. Metal ist halt kein Kindergeburtstag, man muss sich die Perlen halt erarbeiten, was bei diesem Album sehr gut gelungen ist. An Bord befanden sich neben Swanö bereits Benny Larsson (Edge Of Sanity), sowie Dans Bruder Dag (Nightingale), die in der Zeit von 1990 bis 1996 gemeinsam, nun ja, nennen wir es mal „musizierten“. Der Name „Khaos“ ist hierbei wirklich wörtlich zu nehmen, denn das Album klingt krank und sollte nicht im Umkreis von zart besaiteten Menschen in den Player geschoben werden. Wirft man dann einen Blick auf die vorangegangene Diskographie zurück, bemerkt man eine große Experimentierfreude, die allerdings in erster Linie im Röchel- und Schredderkosmos stattfindet. Allerdings sind die schrägen Saxophon Elemente auch schon hier präsent und stellen den Hörer auf eine harte Geduldsprobe. Insgesamt 3 Alben zusammengewürfelt, wobei die (damals nur spärlich existenten) Metal Genres kurzerhand ausgehebelt und wild gemischt wurden. Krank, pervers, aber irgendwie doch zu geil, um es nicht gehört zu haben!

MOONTWOWER
moontower1998 sollte eine turbulente Zeit für Dan Swanö werden; Pan Thy Monium hatten sich aufgelöst, Edge of Sanity lagen auf Eis und Nightingale machten Pause. „Stillstand“ ist jedoch ein Fremdwort und so stampfte er einen Death Metallischen Bastard aus Rush und Dream Theater aus dem Boden. „Moontower“ war ein reines Solo Album, und zwar wörtlich, denn hier hatte der Chef selbst alles geschrieben, eingespielt und produziert. Spacige Keyboards wurden von grollenden Gitarrenwänden unterstützt, während überwiegend am Mikro gegrowlt wurde. Dennoch war genug Platz für cleane Passagen und mit `Sun OF The Night` wurde eine wahre Perle progressiver Extremkunst aus der Taufe gehoben. `Uncreation` liebäugelte mit verspielten Keyboards, während die volle Death Metal Breitseite an Vocals rausgeröchelt wurde. Mit `Add Reality` knüpfte man prinzipiell an `When All Is Said` an, gönnte sich jedoch den Luxus von Synthesizern und einer melodischen Abschlusspassage (inklusive klaren Vocals). Man hörte Moontowwer an, dass es seinem Schöpfer als Befreiungsschlag diente; alles war an seinem Platz und sowohl die melodische Basis von Nightingale, als auch die Härte Edge Of Sanitys wurden vereint, ohne jedoch weiteren Bezug zueinander zu nehmen. Ein weiteres Beispiel, wie man Death Metal mit wegweisenden Riffs kreieren kann.

WITHERSCAPE
witherscapeEs wurde still, sehr still um Dan Swanö in Sachen Alben und man hörte hier und da von einem Gastauftritt, oder von einem neu produzierten Album aus seinen Händen. Eigene Projekte oder Bands waren schwer zu finden und so kam schnell Edge Of Sanity Nostalgie auf. Im Jahr 2012 ließ Dan jedoch die Bombe platzen und kündigte gemeinsam mit Ragnar Widerberg die Band Witherscape an, die von einigen Fans als EDGE OF SANITY 2.0 trifft Moontower bezeichnet wurden. Ein weiteres Album ist zur Zeit in Arbeit und die EP dürfte Ende 2014/Anfang 2015 auch den Platzt in den heimischen Player finden.

Unsiound Studio – Klassiker der Metalgeschichte

Das Portfolio von Dan Swanö reicht von Classic Rock bis zum Death Metal. Neben seinen eigenen Projekten hat Dan durch seinen Sound beim entstehen der heutigen Metalszene mitgewirkt und diverse Stilrichtungen geprägt. Hier kommen 5 Alben, die man definitiv im CD Regal sein eigen nennen sollte, um die Entwicklung der Szene zu verstehen:

Top 1: KATATONIA – „Dance Of December Souls“
Katatonia DanceHeutzutage sind Jonas´ klare Gesangsstimme, wuchtige Gitarrenwände und melancholische Atmosphäre die Markenzeichen von KATATONIA. Der Startschuss fiel zwar mit der „
Jhva Elohim Meth“ EP, sollte sich aber auf dem ersten Longplayer richtig entfalten. Ursprünglich im Black- und Doom Metal verwurzelt rollte `Gateways Of Bereavement` aus den Boxen und hinterließ nur Staub und Schatten. `In Silence Enshrined` sowie `Velvet Thorns (Of Drynwhyl) meißelten sich durch unsterbliche Riffs in die Gedankengänge, wie es sonst nur Anathema oder My Dying Bride vermochten. Mit `Without God` setzte man jedoch seine eigenständige Duftmarke und tauchte leicht zugängliche Songs in schleppende Riffs, um sie mit einer melancholischen Stimmung und eine ordentlichen Packung Hass auf die Menschheit loszulassen. Dan Swanö verpackte das ganze in einen glasklaren Sound und bescherte uns damit ein Album, das jede Sekunde in voller Lautstärke noch die gleiche Kraft entfaltet, wie im Jahr 1994.

Top 2: OPETH – „Orchid“
Opeth_OrchidWer hätte ahnen können, dass die Schweden von OPETH 20 Jahre am Start sind und auf eine hochkarätige Karriere zurückblicken würden? In den Anfangstagen vielleicht niemand, obwohl der Erstling bereits eine solide Startposition zu verzeichnen hatte. Songs wie `The Twilight Is My Robe` brannten sich bereits beim ersten Durchlauf ins Gedächtnis und schickten den Hörer durch 10 minütige Songs, in denen es allerhand zu entdecken gab. Mikaels Wechselgesang zwischen perversem Geröchel und klarer Stimme ließ schnell Zweifel aufkommen, ob es sich hierbei um ein und dieselbe Person handelt. Die komplexen Stücke waren die Antwort des Extremsektors auf Dream Theaters „Images And Words“, wobei sich vertrackte Passagen, Griffbrettakrobatik und melancholische Momente die Klinke in die Hand gaben. Die Grundlage war definitiv im Extremsektor zu finden, doch bereits hier loteten OPETH schnell ihre Grenzen aus und strebten über das Schubladendenken hinaus.


Top 3: THEATRE OF TRAGEDY – „Theatre Of Tragedy“
Theatre of Tragedy-Theatre of TragedyMetal mit Frauengesang? Im Jahr 1995 ein Novum und noch längst nicht so verbreitet wie heute. Auch hier legte Swanö die Hand an die Regler und verpasste der siebenköpfigen Truppe einen drahtigen Gitarrensound, eingebettet in einer wuchtigen Produktion. Prägende Keyboardklänge tanzten zwischen den Zeilen, während am Mikro der Wechselgesang zwischen Raymonds Geröchel und Liv Kristines zerbrechlichen Stimme für großes Kopfkino sorgte. Das Album sollte später der Gothic Szene Tür und Tor öffnen und die Sparte Female Fronted Metal neu definieren. Es erfolgte eine Entwicklung von Gothic, über EBM lastig bis hin zum Synthie Pop, ehe Liv Kristine ausstieg und sich mit ihrem Mann Alex Krull (Atrocity) ihrer Solokarriere und Leave´s Eyes zu widmen. Die vertonten Shakespeare Stücke dieses Albums genießen heute noch Kultstatus.

Top 4: DISSECTION – „Storm Of The Light´s Bane“
Dissection-Storm-Of-The-Lights-BaneGibt es wirklich jemanden, der diese Scheibe noch nie gehört hat? Nun, im Jahr 1995 gallopierte `Night´s Blood` erstmals aus den Boxen und vereinte rasende Black Metal Wut mit melodischen Einschlägen. Hochkarätiges Songwriting auf Hochgeschwindigkeitstempo durchgerotzt und mit einer Stimme, die den Spagat zwischen kehlig und röchelnd spielerisch hinbekam. Das `Where Dead Angels Lie` zählt zu den bekanntesten Stücken und sorgte im Spirit in Dortmund, als auch in den heimischen vier Wänden für Nackenmuskeltraining in Extremform. Kein weiteren Worte notwendig, diese Scheibe muss man gehört haben.

Top 5: NOVEMBRE – „Wish I Could Dream It Again“
Wish I Could Dream it AgainHier scheiden sich die Geister in Sachen Produktion und Songwriting; beklagen einige den räudigen und mit Hall gemischten Sound, so singen andere Loblieder auf die Atmosphäre und die vielfältige Songs der querschieĂźenden Italiener. So ganz in eine Schublade einordnen konnte man sie nicht, weder Fisch noch Fleisch, doch gerade der eigenständige Stil machte diese Scheibe aus. So vermischte man, zwar ähnlich wie Opeth, markante Parts mit melodischem Songwriting, konnte sich jedoch nicht einer so groĂźen Qualität wie bei den Vorbildern erfreuen. Der Gesang war zwar qualitativ nicht wirklich toll, passte allerdings perfekt zu den Songs, die eine eigenständige Atmosphäre verströmten, und während die einen noch heftigst ĂĽber die Band lästerten, erkannten andere die Genialität, die hinter dieser Scheibe steckt. Ein rauhes, verstaubtes Relikt aus den 90ern, ohne nennenswerte Bandgeschichte; doch wer beispielsweise `The Music`heute in voller Lautstärke durch seine Boxen Jagd, dĂĽrfte schnell anderer Meinung sein…

Es sind bei weitem nicht alle Alben oder Projekte von Dan Swanö aufgelistet, denn das würde ein ganzes Buch füllen. Interessierte Bands oder Fans können sich das Portfolio des Meisters auf seiner Unisound Homepage anschauen. Checkt auch unser Interview über seine aktuellen Projekte und Pläne.

Sebastian Radu GroĂź

REVIEW:CHRISTIAN KRUMM

Posted by Radu On März - 5 - 2014

Christian Krumm – „At Dawn They Sleep“

AtDawnTheySleep-Frontcover-PreviewDokumentationen rund um das Thema „Metal“ sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Egal, ob man sich die visuelle Vollbedienung in Form einer DVD Serie („Metal Evolution“), oder eine authentische Buchreportage („Kumpels in Kutten“) vornimmt, auf beiden Ebenen wird versucht das Lebensgefühl und die Auswirkungen auf die Musikszene zu vermitteln. Nicht umsonst verbrüdert man sich unter dem gemeinsamen Banner der Musik, die Zugehörigkeit, Kraft und gleichzeitig Individualität ausstrahlt und zu einer riesigen Musikszene angewachsen ist. Dabei ist unsere Metalkultur dafür bekannt eine offene Gemeinschaft zu sein, die zusätzlich den Mut hat über den eigenen Tellerrand zu schauen und auch neue Gefilde zu erkunden.

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ANIMA MORTALIS EP

Posted by Radu On Mai - 22 - 2013

AM LogoNeuigkeiten aus dem Hause ANIMA MORTALIS: die ofizielle Homepage ist online und kann hier begutachtet werden. Die EP “Enter My Darkness” kann weiterhin kostenlos runtergeladen werden; zusätzlich gibt es ab sofort eine limitierte CD zur EP, die fĂĽr 3,50 Euro (zzgl. Versand) gekauft werden.Die Arbeiten am DebĂĽtalbum dauern weiter an und weitere News folgen. Stay tuned!

ATROCITY SCHATZSUCHE

Posted by Radu On April - 26 - 2013

Jäger des verlorenen Songs

ATROCITY_OKKULT_CoverSchatzmeister Alex Krull lässt weitere News zur Schatzsuche vom Stapel: es wird im Booklet der Digipak LTD von „Okkult“, sowie in der iTunes Download Version einen versteckten Zahlencode geben. Die Zahlen bilden einen Buchstabencode, der gleichzeitig der Titel des versteckten Songs ist. Sobald man den Titel zusammengebastelt hat, kann man diesen auf der ATROCITY Website eingeben und erfährt weitere Details zum Aufenthaltsort. „In Zeiten von Downloads und Massenmedien soll das ein Spaß für alle Fans werden, die mitmachen möchten und gleichzeitig auch ein kleiner Denkanstoß zur Wertigkeit von Musik“, erklärt Alex. „Es ist einfach über diverse Plattformen Songs runter zu laden. Diesen Song gibt es allerdings nur einmal und man muss etwas tun, um ihn zu bekommen.“ Der Spaß soll dabei aber deutlich im Vordergrund stehen. Daher ruft Alex zur abenteuerlichen Schatzsuche auf, die von den Fans auch gerne dokumentiert werden darf. „Filmt euch dabei, macht Fotos dabei, egal was. Wir würden uns sehr freuen, euch bei dieser völlig neuartigen Art des Geocachings sehen zu können.“

Im Rahmen der Schatzsuche lässt Metal-Impressions eine außergewöhnliche Aktion von der Kette: Wir haben für euch auf Facebook eine Gruppe eingerichtet, bei der ihr eure Erfolge mit ATROCITY und anderen Fans teilen könnt. Gebt Metal-Impressions ein Like auf Facebook und schreibt uns „ATROCITY“ auf die Pinnwand. Ihr werdet dann zu der  Gruppe eingeladen, bei der ihr dann eure Erfahrungen,Videos und Fotos eurer Mitstreiter auf der Schatzsuche sehen und euch untereinander austauschen könnt. Die Jungs von ATROCITY sind ebenfalls in der Gruppe und freuen sich darauf, ihren Fans und Freunden bei der Schatzsuche über die Schulter zu schauen.

ATROCITY INTERVIEW PART III

Posted by Radu On April - 7 - 2013

Last but not least der finale Teil des ATROCITY Interviews, bei dem Alex weitere Geheimnisse lüftet. Dieses Mal stehen alte Kulturen, Prophezeiungen und ein einflussreicher Hexenzirkel auf dem Programm. Der Endspurt hält noch einige Überraschungen parat, ehe sich ein Kreis schließt und gleichzeitig etwas neues beginnt. Auf geht´s zum Endspurt:

ATROCITY Special

`Masaya (Boca Del Inferno)`
VulkanDie Stadt Masaya liegt in Nicaragua und bezeichnet gleichzeitig den in der Nähe gelegenen Vulkan. Das Ureinwohnervolk opferte Menschen, um böse Götter und Dämonen des Vulkans friedlich zu stimmen. Sie glaubten nämlich, der Vulkan und sein Höhlensystem seien der Eingang in die Unterwelt. Die spanischen Eroberer, die dem christlichen Glauben pflegten, fürchteten ebenfalls diesen „Höllenschlund“ (Boca del Infierno). Daher befestigten sie ein Kreuz auf dem Vulkan, um sich vor dem Teufel zu schützen. „Es ist faszinierend, wie zwei völlig unterschiedliche Kulturen diesen Vulkan als Eingang in die Hölle angesehen haben.“ erklärt Alex. „Hier werden die Urängste der Menschen sehr deutlich, egal welcher Kultur oder Religion sie entstammen. Die Angst vor Finsternis und ewiger Verdammnis ist bei allen gleich.“

Auf seinen Reisen hatte Alex noch nicht die Gelegenheit, den Ort zu besuchen, was er jedoch sehr gerne nachholen würde. Angeblich gibt es dort ein sehr verwinkeltes und spektakuläres Höhlensystem, das einen tieferen Einblick über längst vergessene Kulturen geben dürfte.

´When Empires Fall To Dust`
ProphecyHier wird eine Geschichte vom Beginn des 1. Weltkrieg erzählt. Bei einem Verhör berichtete ein angeblicher Freimaurer im besetzten Elsass weit über den Ausgang des Krieges hinaus unglaubliche Details, datiert mit Jahreszahlen der einschneidenden, zukünftigen Ereignisse. Er prophezeite, dass eines Tages Geld innerhalb kürzester Zeit überhaupt nichts mehr wert sei, ein weiterer Krieg kommen würde, bei dem ein gewisser Führer eine zentrale Rolle spielen würde, und am Ende Deutschland geteilt würde. Dabei erzählte er einige Details, die man zu diesem Zeitpunkt in keinster Weise wissen konnte. Ein deutscher Soldat beschrieb in Feldpostbriefen an die Heimat die Prophezeiungen des „verrückten Propheten“, die wahrscheinlich nicht einmal 100% korrekt aufgezeichnet wurden. „Es war damals weder politisch, noch in irgendeiner Weise klug so etwas zu erfinden oder von sich zu geben.“ erläutert Alex die Handlung des französischen Propheten. „Er hätte nichts davon gehabt, sich den Kram auszudenken und damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ganz im Gegenteil; die Soldaten haben ihn für verrückt erklärt und er ist angeblich auch in ein Kloster geflohen.“

Es ist nicht bekannt, was Menschen seit jeher dazu getrieben hat, Dinge in der Zukunft vorauszusehen und welche Fähigkeiten tatsächlich ihnen innewohnten, um die Zukunft vorherzusagen. Allerdings verfolgen uns manche Prophezeiungen bis heute auf direkte oder indirekte Weise und zeigen uns, dass es mehr gibt, als unsere Sinne im ersten Moment wahrnehmen.

`Beyond Perpetual Ice`
IceDie Faszination des Ungewissen dürfte sich besonders in Eislandschaften widerspiegeln. Niemand weiß genau, was sich unter der gewaltigen, weißen Oberfläche des ewigen Eises verbirgt und welche Geheimnisse noch darauf warten, entdeckt zu werden. „Schlag mal ein Superman Comic oder etwas ähnliches auf“ verdeutlicht Alex. „Du wirst in vielen Bereichen der fiktiven Literatur auf das Mysterium des Eis stoßen, wo Helden oder Schurken in der Abgeschiedenheit ihre Heimat haben. Auch wurde bereits der versunkene Kontinent Atlantis darunter vermutet.“ Auch die Existenz von Außerirdischen, oder anderen unbekannten Lebensformen könnte unter der Eisschicht des Nord- und Südpols gegeben sein. Es ranken sich die skurrilsten UFO Theorien um die Antarktis. Die Faszination Unbekanntes auf diesem Planeten zu entdecken ist Dreh- und Angelpunkt des Songs.

Hier kommt die persönliche Meinung des Rezensenten mit ins Spiel, der Alex mehrfach bekniet, diesen Song mit in die Live Setlist aufzunehmen. Daher soll an dieser Stelle auch eine Lobeshymne auch ihren Platz finden, die dieser Song mehr als verdient. Stakkato Riffing, Doublebass Gewitter und eine peitschende Stimme lassen alles im Umkreis der Boxen schmelzen und die Nackenmuskulatur auf Dauerbetrieb schalten. Dieser Song ist so großartig brutal, straight und eingängig, dass er live einfach nur eine granatenhafte Vollbedienung ist. Gänsehaut, Ehrfurcht, alles zusammen in einem Song verpackt. Dieser Song MUSS live gespielt werden!

´La Voisine`
La VoisinEin weiteres, dunkles Kapitel der Menscheheitsgeschichte beendet gleichzeitig das Album und stellt das Gegengewicht von „Satans Braut“ dar. Die Geschichte spielt in Paris des 17. Jahrhunderts und handelt von Catherine Monvoisin, die unter dem Namen „La Voisine“ als französische Hexe und Giftmischerin bekannt wurde. Sie weissagte gegen Geld die Zukunft, verkaufte Gifte und Liebestränke, betrieb Zaubereien und brach unerwĂĽnschte Schwangerschaften ab. AuĂźerdem betrieb sie mit dem ehemaligem Priester AbbĂ© de Guiborg schwarze Messen, bei denen Säuglinge (die sie vorher von armen Leuten gekauft hatte) geopfert wurden. Das Blut der Kinder verwendete sie als Zutat fĂĽr Zaubertränke. Sie wurde von vielen Mitgliedern des Hochadels gebucht, unter anderem von der Mätresse König Ludwigs XIV Madame de Montespan, die durch die schwarzen Messen mehr Macht und Einfluss in der Gesellschaft erlangen wollten. Madame de Montespan benutzte die Zaubertränke, um sich die Liebe König Ludwigs aufrecht zu erhalten, indem sie ihm diese in sein Essen und Trinken mischte. Es kamen GerĂĽchte auf, dass Giftmischereien Mitglieder des Hochadels töteten und so wurden Nachforschungen betrieben. Eines Tages starb eine Frau aus dem adeligen Kreis und die Untersuchungen nach dem Zirkel der Giftmischerinnen wurden intensiviert. La Voisine und andere Hexen wurden verhaftet. Aufgrund der guten Kontakte zu der Mätresse blieb La Voisine lange Zeit von der Folter verschont. Trotzdem wurde sie am Ende wegen Giftmischereien ĂĽberfĂĽhrt und hingerichtet. Bei einer Durchsuchung ihres Anwesens fand man später die Ăśberreste von 2.500 Säuglingen, und so wurde erst nach La Voisine’s Tod das gesamte, grausame AusmaĂź ihrer Taten offenkundig. Das Paradoxon der Geschichte: erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass die junge Frau eines natĂĽrlichen Todes gestorben ist und nicht, wie viele anderen Adeligen, vergiftet worden ist.

„Ich finde es erschreckend, zu was Menschen fähig sein können. Gleichzeitig zeigt der Song die dunkelsten Abgründe der Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen hinweg gehen, um mehr Macht zu erlangen. Alles unter dem Deckmantel von Religion und hoher, adliger Gesellschaft.“ lautet Alex´ Resüme´. „Erstaunlich finde ich es, dass La Voisine und ihr Zirkel überhaupt so lange im Untergrund aktiv sein konnten. Sie wurde natürlich vom Hochadel sehr lange gedeckt, sie machten ja gemeinsame Sache. Genützt hat ihr das im Endeffekt aber nichts. Quasi durch einen Zufall ist man ihr und den anderen auf die Schliche gekommen und so wurde das ganze dunkle Treiben beendet. Davon gekommen sind leider die adligen Mittäter.“ Ob Zufall oder Schicksal, die Geschichte endete und jeder sollte selbst entscheiden, welcher Grundsatz am ehesten zu seinem Glauben passt.

- Etwas endet, etwas beginnt-
Atrocity OkkultSo endet das erste Kapitel der Trilogie, die ATROCITY mit dem aktuellen Album „Okkult“ angestoĂźen haben. Sowohl der musikalische Arschtritt, als auch die faszinierenden Hintergrundgeschichten zu den Songs dĂĽrften viele Fans zum Nachdenken anregen und inspirieren. Die Schatzsuche dĂĽrfte dabei ein zusätzlicher Anreiz sein, Musik nicht fĂĽr selbstverständlich zu sehen, sondern als Kunst, die gleichzeitig eine Lebenseinstellung sein kann; etwas verrĂĽcktes zu tun und damit eine gesamte Szene zu begeistern und zur Weiterentwicklung beizutragen. Der alte Schriftzug auf dem Album verdeutlicht, dass es zurĂĽck zu den Wurzeln geht, ohne dabei die bereits erfolgte Entwicklung aus den Augen zu lassen. In diesem Sinne bereiten wir uns auf die Schatzsuche vor, erleben okkulte Geschichten im metallischen Soundgewand und freuen uns auf weitere Teile, die noch folgen sollen. Ein Kreis schlieĂźt sich, ein weiterer öffnet neue Pforten in die Dimension okkulter Geheimnisse…

Radu

ATROCITY INTERVIEW Part II

Posted by Radu On April - 1 - 2013

Willkommen zum zweiten Teil des ATROCITY Interviews, bei dem Alex Krull Hintergründe zu den Geschichten der Songs offenbart. Es wird paradox, humorvoll und gleichzeitig tragisch werden. Aber genug der langen Einführung, auf geht´s:

ATROCITY Special

„Murder, Blood, Assassination“
328050Eigentlich ein typischer Death Metal Titel, der auch schön direkt in die Kauleiste gebrettert wird. Allerdings geht es hier nicht um irgendwelche Gedärme oder Innereien, sondern um die Ermordung des römischen Imperators Cäsar. Gemäß den Legenden, hatte seine Frau Calpurnia bereits im Vorfeld Alpträume und Visionen, die alle die selbe Botschaft in sich trugen: ihr geliebter Gatte sollte in einer bestimmten Zeit nicht in den Senat gehen. Auch ein Hellseher warnte Cäsar ebenfalls im Vorfeld eindringlich, wurde aber nicht ernst genommen. Cäsar tat die Alpträume und Visionen als Unfug ab und ließ sich nicht davon abhalten, seine politische Machtstellung weiter zu festigen und vor dem Senat zu vertreten. Sein engster Vertrauter Brutus verriet ihn jedoch und so kam es, dass Cäsar an dem besagten Tag von den Senatoren bestialisch erdolcht wurde.

Der Song beschäftigt sich inhaltlich weniger mit dem Akt des Tötens, sondern hat die Traumdeutung und visionäre Fähigkeiten als Schwerpunkt. Können unsere Träume uns vor Gefahren warnen oder bereits Geschehenes von einem anderen Ort aus sehen? Die Wissenschaft gerät hier ebenfalls an ihre Grenzen, weil die Traumdeutung nicht eindeutig erforscht werden kann. Lediglich Teilaspekte werden zusammengebaut, um ein fundiertes Gesamtbild zu entwerfen. Visionen und Zukunftsträume bleiben weiterhin ein großes Mysterium der Menschheit.

„Necromancy Divine“
ATROCITY_OKKULT_CoverHexen haben in Märchen und Geschichten einen besonderen Stellenwert in unserer Gesellschaft erhalten. Angefangen von dem grausamen Kapitel der Hexenverbrennungen, bis hin zu den Märchen, in denen sie Kinder erschrecken und morbide Rituale durchführen, sind sie in unserer Gesellschaft fest verwurzelt. Ein dunkles Kapitel wird mit diesem Stück aufgeschlagen: Es handelt von der Hexe Erictho, der auch das Cover der Platte gewidmet ist. Sie war eine antike Totenbeschwörerin und hat in der Zeit des römischen Bürgerkrieges von Cäsar und Pompeius ca. 50 v. Chr. gelebt. Es ranken sich obskure Mythen und Legenden um die Hexe Erictho. Beispielsweise soll sie auf den Schlachtfeldern die Toten aufgesucht und zu sich in ihre Gruft genommen haben, und ihre dunklen Rituale durchzuführen. Sie holte die Toten für kurze Zeit zurück ins Leben, um ihnen Geschehnisse aus der Zukunft zu entlocken. Dazu musste sie kochendes Blut in die toten Körper einflössen und sie peitschte diese mit Schlangen aus. Satanismus gab es in dieser Zeit natürlich noch nicht, dies war vielmehr Hexerei und Dämonologie in seiner reinsten und ursprünglichsten Form.

„Allerdings sah sie bestimmt nicht so gut aus, wie unser Covermodell“ gibt Alex grinsend zu Protokoll. Dabei ist die Entstehungsgeschichte ebenfalls sehr interessant. „Wir haben längere Zeit eine geeignete Location gesucht, um ein passendes Foto für das Cover zu machen. Wir wollten eine Gruft oder ein altes Grab haben. Viele haben meine Anfrage abgelehnt, aber letztendlich haben wir etwas in unserer Nähe gefunden, das wir nutzen konnten. Es war saukalt und wir mussten die Location künstlich beheizen, damit die Schlangen keinen Schaden nehmen. Da wird dir schon ganz anders, wenn zu deinen Füßen eine Vielzahl von Schlangen herumkriechen.“ Ein besonderes Lob gebührt an dieser Stelle dem Modell. „Alles was du auf dem Cover siehst ist echt. Es wurde so gut wie gar nicht mit Photoshop gearbeitet. Sie musste sich die ganze Zeit mit den Schlangen bewegen, damit diese auch richtig auf dem Cover zur Geltung kommen. Das war eine echte Herausforderung, die sie sehr gut gemeistert hat.“ Das Cover unterstreicht die Tatsache, dass die Mühen sich gelohnt haben.

„Satans Braut“
HexenverbrennungObwohl es ein sehr tanzbarer Track ist, ist die Thematik alles andere als feierlich. Die Geschichte konzentriert sich auf das dunkle Zeitalter der Hexenverfolgung, die überraschenderweise im mitteleuropäischen Raum ihren Schwerpunkt hatte. Manipulation der Kirche, aber auch die Angst der einfachen (und damals bei weitem ungebildeten) Bürgern brachte eine brutale Mordwelle ins Rollen, die biblische Ausmaße erreichte. „Der Bildungsstand und die hygienischen Verhältnisse waren damals jenseits von Gut und Böse“ erklärt Alex. „Jeder hatte Angst, von seinem Nachbarn angeklagt und durch die Inquisition zum Tode verurteilt zu werden.“ Die Hexenprüfungen waren für die Verurteilten eine Todesstrafe mit unterschiedlichem Ausgang; wurde man der Hexerei angeklagt hatte man die Option dies zu gestehen (was zum Tod durch den Scheiterhaufen führte) oder gefoltert zu werden und danach eine Hexenprüfung zu absolvieren. Die Folter gestaltete sich vielfältig: angefangen von dem bloßen Anblick der (extrem brutalen) Folterinstrumente, bis hin zur Durchführung der Folter hatte man die Wahl zwischen Schmerzen oder einem offiziell anberaumten Tod. Sofern man nicht bei der Folter starb, wurden Hexenprüfungen durchgeführt. Als Beispiel sei hier die Wasserprobe erwähnt: man beschwerte die angeklagte Person mit Steinen und warf sie in einen Fluss. Sofern sie ertrank erkannte man ihre Unschuld offiziell an und sprach ihre Seele frei von Sünde, wobei sie einen „ehrenhaften“ Tod starb. Konnte sie sich irgendwie aus ihrer misslichen Lage befreien und die Prüfung überleben, wurde sie offiziell als Hexe ausgerufen und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Die Anklagegründe waren dabei oft vielfältig und reichten vom simplen Muttermal oder Kräuterkunde, bis hin zu Intrigen, Eifersuchtsdramen oder politischen Hintergründen. Kurz gesagt, jeder konnte angeklagt werden, wenn man sich nur etwas originelles ausgedacht hat was dazu führte, dass teilweise ganze Dörfer ausgelöscht wurden. Durch den „Hexenhammer“ wurde die Hexenverfolgung quasi legitimiert. Veröffentlicht wurde das Werk im Jahr 1486 durch den Dominikaner Heinrich Kramer. „Ich denke, dass Kramer ein echtes Problem hatte“ kommentiert Alex die Persönlichkeit, die hinter unzähligen der „Hexenmorde“ stand. „Er hat seinen Hass auf Frauen durch den „Hexenhammer“ kompensiert. Hinzu kam noch der Hunger nach Macht, und ein krankhafter Hang Menschen gegeneinander aufzuhetzen, Intrigen zu stiften, und die Ängste der Menschen für seine Zwecke zu nutzen. Krankhaft sind auch die Wesenszüge des Priesters. Von Selbstgeiselung bis zur grausamer Folter unschuldiger Opfer vereint Kramer alle Eigenschaften eines kranken Psychopathen“ Die Geschichte einer der sogenannten Hexen aus dieser Zeit, ist dabei paradox und tragisch zugleich. Eine willensstarke Frau aus dem süddeutschen Raum wurde als Hexe angeklagt, wobei jedoch jegliche Beweise fehlten. Sie wollte sich nicht der Obrigkeit und der unhaltbaren Anklage beugen, was dazu führte, dass man sie völlig unschuldig in einen Turm sperrte. Nach einer gewissen Zeit wurde sie von den Wächtern mehrfach vergewaltigt und schwanger. Angst und Verzweiflung trieben sie dazu, niemandem davon zu erzählen und da sie weiterhin vergewaltigt und geschändet wurde, brachte sie ein totes Kind zur Welt. Sie verheimlichte dies so gut es ging und versteckte den Leichnam unter dem Stroh ihrer Zelle. In einem unbeobachteten Augenblick wollte sie sich des toten Kindes entledigen, um auch den letzten Beweis von dessen Existenz zu tilgen. In ihrer Verzweiflung quetschte sie den toten Babykörper zwischen die Gitterstäbe nach außen, wo es aus dem Turm direkt auf die Straße fiel. Passanten entdeckten den toten Babykörper. Somit hatten ihre Peiniger endlich einen „handfesten Grund der Anklage“, und verurteilten die verzweifelte Frau wegen „Kindmordes“, woraufhin die Todesstrafe stand. So war sie eine der vielen unschuldigen Opfer, die auf dem Scheiterhaufen ihr Leben ließen.

Obgleich die Geschichte sehr tragisch ist, wartet Alex mit einer lustigen Anekdote zur Entstehung des Songs auf. „Wir hatten ´Satans` Braut schon komplett ausgetüftelt und es mussten nur noch die Gesangslinien fertig gestellt werden. Gitarrist Sander und Schlagzeuger Joris sind ja Holländer und waren auf meine Vocaldarbietung nicht ganz vorbereitet. Sie staunten nicht schlecht, als ich plötzlich auf deutsch gesungen habe. Allerdings nach den ersten Durchläufen hatte sich der Song gleich in den Köpfen festgesetzt, so dass man die beiden nur noch mit einem gewissen Dauergrinsen im Studio gesehen hat. „Satans Braut“ gehört zu ihren absoluten Favoriten.“

`Todesstimmen`
white noiseGrundlage dafür bietet ein Kriminalfall aus Wien. Ein Mord wurde dadurch aufgeklärt, indem ein Kommissar einen Bekannten zu Rate zog, der durch Stimmen aus dem Jenseits die fehlenden Hinweise bekam, um letztendlich die Beweise zu liefern und den Fall zu lösen. Die Stimmen kamen jedoch nicht aus Visionen, sondern mittels Funkfrequenzwellen. Das Phänomen ist unter dem Namen „Weißes Rauschen“ bekannt und beinhaltet ein mathematisches Modell zur Beschreibung zufälliger Schwankungserscheinungen. Dabei sind gelegentlich Frequenzen ausfindig gemacht worden, die sich wie Stimmen und Geräusche aus einer Parallelwelt anhören. Was man daraus deutet ist wissenschaftlich nicht eindeutig erwiesen und auch individuell zu erklären. Es gibt mittlerweile auch viele Horrorfilme (Beispiel: „White Noise – Schreie aus dem Jenseits“ oder „Fürchte das Licht“) und Literatur, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen.

Passenderweise wurde hierzu die kanadische Sounddesignerin Katie Halliday, die sich bereits fĂĽr die Soundeffekte bei den „Saw“ Filmen verantwortlich gezeigt hat, an Bord genommen. Das Ergebnis könnte oberflächlich als Intermezzo abgestempelt werden. Wer genau hinhört, dĂĽrfte eine eigene Interpretation von dem StĂĽck und seiner Entstehungsgeschichte bekommen…

Fortsetzung folgt...
Radu

ATROCITY – Interview

Posted by Radu On März - 24 - 2013

Atrocity Banner

ATROCITY – Das okkulte Interview

Mastermind Alex Krull nahm sich Zeit, um mit uns in aller Ruhe ĂĽber die neue Scheibe „Okkult“ zu plaudern. Gleich beim ersten Durchhören wird schnell klar, das ATROCITY wieder zurĂĽck zu den Wurzeln wollen und damit vielen Fans der ersten Tage die Freudentränen in die Augen treiben. Eines schon mal vorweg: die Scheibe ist ein saftiger Arschtritt mit bombastischen Elementen geworden! Wer die Härte von „Atlantis“ mit dem Kultfaktor von „Willenskraft“ oder „Todessehnsucht“ mochte und sich Innovation im Stile der „Blut“ Scheibe wĂĽnscht, wird diese Album lange Zeit nicht mehr seinem Player entreiĂźen. „Wir wollten etwas authentisches abliefern“ gibt Alex dabei zu Protokoll. „Auch wenn es klischeehaft klingen mag: Wir wollten ein reines, authentisches ATROCITY Album machen, auf das sich auch die Fans der ersten Tage wieder hemmungslos freuen können.“ Die Reaktionen geben ihm dabei recht. „Nach den ersten Durchläufen haben mich tatsächlich Fans und Freunde der ersten Scheiben angesprochen und sie waren hellauf begeistert, was uns natĂĽrlich sehr gefreut hat. Trotzdem ist „Okkult“ natĂĽrlich etwas Neues und Frisches, vereint unsere Wurzeln mit neuen musikalischen Ideen. Das Ganze wirkt deshalb zeitlos und ehrlich, unabhängig von Trends und Modeerscheinungen. Die ungebändigte Energie der Musik und das lyrische Konzept stehen im Mittelpunkt.“ Sowohl der Arschtritt, als auch der bombastische Part (unterstĂĽtzt durch das Lingua Mortis Orchester) werden hier ausgiebig zelebriert, ohne dabei auf einige Experimente zu verzichten. Hinter der Entstehung des Albums steckt die eine oder andere interessante Geschichte. Sehr viel umfangreicher sind jedoch die Geschichte hinter den Songs, was uns zu diesem Special verleitet hat. Also, Kerzen an, ATROCITY rein und los geht die Reise durch „Okkult“e Geschichten…

Pandaemonium
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In John Miltons Buch „Paradise Lost“ beginnt die Geschichte des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse. Satan und sein Gefolge haben gegen Gott rebelliert, wurden besiegt und als Strafe in die Hölle gestürzt. Sie errichten dort das Pandämonium, die Heimstatt aller gefallenen Engel, und beschließen, Gott ab jetzt durch List und Tücke statt auf dem offenen Schlachtfeld zu bekämpfen. Nach einer Beratung über das weitere Vorgehen bietet Satan sich an, die noch unbekannte Erde aufzusuchen, um herauszufinden, auf welche Weise Gott die Menschen erschaffen hat. Der Mensch gilt als Gottes Lieblingsgeschöpf, und Satan will ihn verführen, um sich so an Gott zu rächen. Daher betritt Satan den Garten Eden und verführt Eva, von dem verbotenen Baum den Apfel zu essen. Dies ist der Anstoß eines epischen Kampfes, der bis heute religiös und philosophisch heiß diskutiert wird. Der Krieg zwischen Himmel und Hölle nimmt hier seinen Anfang.

Dieser Track war als erste Auskopplung von „Okkult“ zu hören und machte schnell deutlich, dass es wieder Arschtritte hageln sollte. Bombastisch und brutal zugleich wurde hier an die Herangehensweise von „Atlantis“ angeknüpft.

Death By Metal
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Das Wortspiel könnte man in verschiedenen Variationen fortführen, wobei Death (By) Metal hier wirklich Programm ist. Der Song basiert auf einem sehr interessanten, archäologischen Fund. Wissenschaftler haben einen prähistorischen Schädelknochen entdeckt, in dem ein glatter Durchschuss festgestellt wurde. Nach weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass es sich dabei um ein modernes Schussprojektil handeln muss. Sogar eine Austrittswunde am Hinterkopf war deutlich zu erkennen, was in der heutigen Zeit leicht nachzuweisen ist. Wie kann es jedoch sein, dass ein prähistorisches Wesen von einer modernen Schusswaffe getötet wird, die erst mehrere Zeitalter später erfunden wird? Die Wissenschaftler stehen dabei vor einem Rätsel, da sich die technischen Errungenschaften mit den prähistorischen Funden widersprechen. Fakt ist, dass dieser Neandertaler den Tod durch eine Hochgeschwindigkeits-Projektil gefunden hat, was letztendlich zum Songtitel geführt hat.

Alex kommt bei dem Song schnell ins Lachen. „Der Song ist eine Ode an unsere Anfangstage. Schnell, direkt und in die Fresse.“ Zusätzlich verrät er uns ein Geheimnis über die Entstehungsgeschichte. „ Ich habe vor Ewigkeiten einmal ein Gitarrenriff aufgenommen. Das war noch zu der Zeit, als ich 1991 bei Corpus Christi Schlagzeug gespielt habe. Gitarre spielen war nie so wirklich mein Ding; ich habe lieber den andren gesagt, wie man ein Riff spielen soll (lacht). Allerdings habe ich tatsächlich einmal einige Gitarren Riffs aufgenommen, die seit Ewigkeiten darauf gewartet haben unter dem Banner „Death By Metal“ veröffentlicht zu werden.“ Was lange währt, wird endlich gut, denn der Song wird garantiert noch aus vielen Lautsprechern Ärsche treten.

March Of The Undying
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Uns umgeben mehr Dinge, als wir mit unseren alltäglichen Sinnen erfassen können. Hauptthema des Songs ist dabei, dass eine ältere, andere Rasse unter uns lebt und unser Denken und handeln mitbestimmt. „Es werden ja immer wieder Filme über das Thema gedreht“ resümiert Alex. „Entweder sind das Außerirdische, die die Menschheit infiltrieren wie bei „Sie Leben“ oder übernatürliche Wesen. Nimm z.B. die „True Blood“ Serie oder für unsere Teenies die „Twilight“ Saga; sie alle haben den Grundtenor gemeinsam. Eine alte Rasse wie die Vampire lebt ständig unter uns, ohne dass wir davon wissen. Sie leben und agieren unter uns, ohne dass wir sie wahrnehmen. Gleiches gilt auch für andere übernatürliche Wesen oder Halbgötter, wie wir aus alten Sagen und Geschichten kennen. Man könnte es auch im übertragenen Sinn auf die Kontrolle von Menschen und Geheimorganisationen verwenden, allerdings gefällt mir der mystische Aspekt von Wesen wie Vampiren und anderen übernatürlichen Geschöpfen besser.“

Es gibt seit vielen Zeiten Geschichten, Filme, Bücher und Games, die sich mit dem Thema beschäftigen. Auch in der Politik ranken sich Mythen und Legenden über diverse Untergrundorganisationen. Auch die Metalgemeinde war ursprünglich eine Untergrundbewegung von einzelnen Individuen, die sich zu einer etablierten Größe gemausert hat. Und wie sagt man doch so schön? Metal will never die!

Haunted By Demons
Fyvie

In dem alten, schottischen Schloss Fyvie soll es angeblich spuken; es gab bereits eine Reality Show, die in England ausgestrahlt wurde, bei der einige Leute mit einer Infrarotkamera bewaffnet des Gelände erkundet haben. Es wurde von ungewöhnlichen Erscheinungen und Geräuschen berichtet. Eine Frau in geisterhaft grünem Licht ist nur eine der vielen Erscheinungen, welche die Besucher des Spukschlosses seit jeher heimgesucht hat. Der Legende nach zu urteilen ist das Schloss aus heiligen Steinen gebaut worden und deshalb verflucht. Ein Prophet verkündete, das der Fluch erst aufgehoben werden würde, wenn drei bestimmte heilige Steine gefunden werden würde. Dabei kam es zu weiteren unerklärlichen Phänomenen; z.B. gibt es Blutflecken im Schloss, die nicht entfernt werden können. Auch gibt es ein verbotenes Zimmer; beim bloßen Betreten des Raumes, ist man dem Tod geweiht. Wissenschaftlich sind die Phänomene nicht mehr zu erklären, weshalb sich viele Mythen und Legenden um das Anwesen ranken.

„Der Song erinnert mich an den Videodreh zu „Blut“ in Transilvanien“ erläutert Alex die Entstehungsgeschichte. „Als wir damals eines Nachts die Location für den Videodreh ausfindig gemacht hatten, war auch eine unheimliche Atmosphäre in den Räumlichkeiten spürbar und wir hatten das Gefühl, nicht allein zu sein.“ Weitere Details zum Videodreh sind in der aktuellen ATROCITY Dokumentation „Die Gottlosen Jahren“ zu finden. „Jeder Raum hat seine eigene Geschichte und Seele, die man nicht immer wissenschaftlich erklären kann. Ich bin Atheist und glaube dennoch, dass es definitiv mehr Dinge auf dieser Welt gibt, die wir mit unseren Sinnen nicht ganz erfassen können.“ Auch würde Atrocity gerne mal in der Ortschaft Fyvie live spielen. Fraglich, ob sie das Schloss als Übernachtungsmöglichkeit wählen würden.

Fortsetzung folgt…

Radu

DER ATROCITY (OK)KULT

Posted by Radu On März - 10 - 2013

Okkult Banner

Der ATROCITY (Ok)Kult

„Mit der Musik ist es ungefähr so, wie mit der Schauspielerei: völlig egal welche Rolle du spielst, hauptsache du bleibst dabei authentisch.“ Dieser Satz von ATROCITY Mastermind Alex Krull trifft auf die komplette Diskographie der Band zu. Ursprünglich in den aggressiven Gefilden des Death Metals verwurzelt entwickelten sich ATROCITY musikalisch stets weiter, ohne dabei Rücksicht auf die Landschaft der Metalszene zu nehmen, die sie umgab. Dadurch ebneten sie heutzutage gängigen Musikstilen und Einflüssen den Weg, ohne dabei die eigene Identität auf der Strecke zu lassen. Dass es dabei gleichzeitig Licht und Dunkelheit gab ist demnach nachvollziehbar und spaltet auch die Meinung zu der Band. Im April wird „Okkult“ von der Kette gelassen, wobei zusätzlich eine Schatzsuche nach Hidden Tracks gestartet wird. Grund genug, um eine kurzen Ausflug in die Vergangenheit zu machen, die Entwicklung der Szene zu beleuchten und sich auf den Startschuss einer okkulten Reihe zu freuen.

Gottlose Jahre

In der aktuellen Doku „Die Gottlosen Jahre“ wird auf satten drei Stunden ein guter Einblick über die Entwicklung von ATROCITY und der Metalszene gezeigt. Ende der 80er, als man noch Demos per Post verschickte und Bands sich durch Mundpropaganda statt dem Internet verbreiteten, hob Alex mit seinen Freunden die Band aus der Taufe. Neben der Musik kümmerte er sich gleichzeitig um die Promotion, schrieb für diverse Magazine und kam so in Kontakt mit vielen anderen Bands. Dadurch organisierte er einige Untergrundkonzerte, bei denen sich die (damals noch als „Außenseiter“ deklarierten) gleich gesinnten Metalfans trafen und musikalische Grundsteine legten. Bands wie beispielsweise CARCASS oder ENTOMBED, die auch heute noch old school Fans feuchte Träume bescheren, teilten sich mit ATROCITY die Bühne und trugen ihren Teil dazu bei, die Metalszene wachsen und gedeihen zu lassen. Man erkannte in der Zeit die Leute bereits am Shirt und wusste, dass man sich gut verstehen würde, weil Musik nicht nur konsumiert, sondern gelebt wurde. An diesem Grundgedanken hat sich bis heute nichts geändert, obwohl die Auswahl an metallischen Klängen heute viel größer ist. Nachdem die Death Metal Landschaft sich ausbreitete, lieferten ATROCITY ein Album ab, dass sowohl folkloristische, als auch eingängige Elemente enthielt, ohne sich von den Todeswurzeln loszusagen. Die Rede ist von „Blut“, auf der sich Alex und seine Schwester Yasmin den rumänischen Wurzeln der Mythologie widmeten und dabei die eine oder andere magische Erfahrung machten (beispielsweise begann es gerade beim letzten Schnitt zu `Calling The Rain` zu regnen).

Danach wurde mit der EP „Calling The Rain“ Folkelemente mit Metal gemischt, was der heutigen Folk-Metal Liga Tür und Tor öffnete. Mit dieser Stilmischung sollte jedoch nicht genug sein, denn es wurde eine Verbrüderung mit der EBM/Gothic Szene veranlasst, die in dem Album „Die Liebe“ (DAS ICH & ATROCITY) gipfelte, das die Meinungen zur Entwicklung spaltete. „Wie kann eine Metalband, die sich durch Härte und Naturverbundenheit auszeichnet, mit einer elektrischen und eingängigen Szene zusammentun?“ Diese Frage sorgte für ordentlich Gesprächsstoff, wobei die Zusammenarbeit mit LACRIMOSA die eindeutige Aussage festigte, das Musik keine Grenzen kennt, sondern sich weiterentwickeln darf, ohne seine Wurzeln zu vergessen. Das Ergebnis ließ unzählige Gothic-Metal Bands aus dem Boden sprießen, die heute immer noch aktiv sind. Nach einem kurzen Ausflug in die Knüppelära („Willenskraft“) sicherten sich ATROCITY mit „Werk 80“ auch einen kommerziellen Erfolg, indem sie die 80er Jahre in ihrem Soundgewand neu durch die Boxen fegen ließen. Das Fanlager wurde mit „Gemini“ gespalten, da sowohl das 80er Jahre Feeling, als auch die EBM/Gothic Einflüsse einigen Fans zu viel des Experimentierens waren. Als Konsequenz ballerte dann das symphonische Hassbrett „Atlantis“ 2004 durch die Boxen, das die (mittlerweile sehr üppige Metalszene) unter dem Banner der Aggressivität und Symphonie wieder vereinte. „Werk 80 II“ brachte die Jungs sogar auf Platz 19 der Charts und  ebnete das Bewusstsein, mit „After The Storm“ eine neue Zusammenarbeit mit Yasmin Krull durchzuziehen und ein außergewöhnliches Folk/Metal Album aufzunehmen, um die Szene wider etwas zu entzerren. Mittlerweile könne wir uns einer großen und bunten Metalszene erfreuen, die sowohl viele Subgenres, als auch neuartigen Stilen Chancen bietet, Kunst in vielfältiger Hinsicht abzuliefern.

Death By Metal – Voll in die Fresse

Was also kann man von ATROCITY anno 2013 erwarten? Das neue Album wird auf den Namen „Okkult“ hören und einiges an Tiefgang und Überraschungen mit sich bringen. Dabei handelt es sich um den Start einer Trilogie, deren erster Teil am 26.April 2013 über uns hereinbrechen wird. Bereits im Vorfeld rief Alex zu einer einzigartigen Schatzsuche auf: jedes Album wird ein Hidden Track enthalten, der jedoch nicht auf dem Album sein wird, sondern an einer okkulten Stätte versteckt sein wird. „Das jeweilige Versteck werde nur ich kennen“, erzählt Alex. Alle Originalaufnahmen und Mixe der genannten Songs werden anschließend zerstört. „Wenn jemand die Songs findet und sie für sich ganz alleine behalten möchte, haben wir selbst auch keine Möglichkeit mehr, sie jemals wieder im Original anzuhören“ Einziger Hinweis momentan ist, dass sich der Track irgendwo in Europa befinden soll. Weitere Details folgen noch.

Abgesehen von der einzigartigen Promotion, gibt es auch musikalisch ordentlich was auf den Arsch; neben der kanadischen Sounddesignerin Katie Halliday (die sich bereits für die Soundeffekte bei „Saw“ verantwortlich zeigt), wird auch das Lingua Mortis Orchestra unter der Leitung von Viktor Smolski auf „Okkult“ zu hören sein. Alex verspricht Freunden der härteren ATROCITY Scheiben bereits im Vorfeld einiges an Spaß. „Das werden nicht nur die brutalsten und härtesten Atrocity-Alben seit Jahren sein, sondern gleichzeitig auch die finstersten Werke unserer Bandgeschichte. Liebhaber unserer härteren Sachen wie ‚Hallucinations’, ‚Todessehnsucht’, ‚Blut’ oder ‚Atlantis’ werden voll auf ihre Kosten kommen, obwohl das Material natürlich seine ganz eigene Note hat.“

Jetzt wurde auch die Tracklist und das Coverartwork enthĂĽllt und ATROCITY kommen mit den ersten Infos zu den Songs rĂĽber:

Okkult

1.)`Pandaemonium` (hier reinhören) beschäftigt sich mit John Milton´s Visionen
2.)`Death By Metal` musikalischer Arschtritt zurĂĽck zu den Wurzeln von ATROCITY
3.) `March Of The Undying`
4.) `Haunted By Demons` erzählt die Geschichte eines schottischen Geisterschlosses
5.)`Murder Blood Assassination` interpretiert die Iden des März
6.)`Necromancy Divine` über die Hexe Erictho (ihr ist das Cover von „Okkult“ gewidmet)
7.) `Satans Braut`
8.) `Todesstimmen`
9.) `Masaya (Boca Del Inferno)` öffnet die Pforten zur Hölle
10.) ´When Empires Fall To Dust` erzählt eine Geschichte aus dem 1. Weltkrieg
11.) `Beyond Perpetual Ice`
12.) ´La Voisine`

Produziert wurde „Okkult“ von Alex in seinem eigenen Mastersound Studio. Bis zur Veröffentlichung machen uns die Jungs mit dem Release der Vinyl Edition von „Werk 80“ den Mund wässrig. Nun bleibt nur noch der April abzuwarten, an dem sich die musikalische Schatztruhe öffnet…

Radu

STERBHAUS VIDEO

Posted by admin On September - 26 - 2011

Die Schweden STERBHAUS veröffentlichen pĂĽnktlich am 7. Oktober 2011 ihr Album “Hits For Dead Kids”. Als Appetithäppchen findet ihr hier das ziemlich kultige STERBHAUS-Video zum Song “House Of The Dead Dwarf”, der ebenfalls auf dem Album enthalten ist:

 

AuĂźerdem sind STERBHAUS fĂĽr das Way Of Darkness Festival bestätigt, das vom 6. – 8. Oktober 2011 in Lichtenfels stattfindet.