REVIEW: THE VISION BLEAK

Posted by Radu On Juli - 18 - 2016

REVIEW: THE UNKNOWN

thevisionbleak-theunknownIch gebe zu, ich habe gesĂŒndigt. Nachdem die Band aus der Taufe gehoben war, ergötzte ich mich an dem Erstling, ehe es fĂŒr mich steil bergab ging. Die ĂŒbrigen Alben habe ich nur flĂŒchtig verfolgt, weil sie mich schlicht und ergreifend kalt gelassen haben. Der neue Stoff hat meine Aufmerksamkeit aufgrund des Covers erregt, weil es einfach so herrlich nach old school Death Metal aussieht. Also, mal eben reinhören…

…und krĂ€ftig staunen, denn es hat wirklich die Urgewalt einer Todesscheibe. Kleines Intro, das auch bequem auf jede Empyrium Scheibe gepasst hĂ€tte, ehe `From Wolf To Peacock` mich an die Wand blasten und staunen lassen. Wuchtige GitarrenwĂ€nde, ballerndes Schlagzeug und hohe Gitarrenlinien, die den Adrenalinspiegel in mir kochen lassen? Keine Chance bei der Erwartungshaltung. Viel Zeit zum Ausruhen ist nicht, denn `The Kindred Of Sunset` wartet mit jenen Riffs auf, die ich bereits am Erstling geliebt habe; klar, einprĂ€gsam und in wuchtigem Gewand gebettet. Garniert mit dezenten Synthesizern und dieser Stimme katapultiert es mich in meinen Albtraum, durch den mich auch der Titeltrack trĂ€gt.

Unglaublich, was THE VISION BLEAK sich da zusammengeschmiedet haben, denn das Album strotzt nur so vor Ideenreichtum und AtmosphĂ€re. Besonders die Mischung aus schleppenden Riffs und melancholischen Momenten ist hier sehr gelungen und transportiert das Feeling alter Doom Bands in die Neuzeit. Auch ein Blick in die Tiefen des Tartaros lohnt sich auf dem Album, denn hier verschmelzen sĂ€mtliche StĂ€rken, ehe `Who May Oppose Me?` uns eine kurze Verschnaufpause gönnt. Mit `The Fragrancy Of Soil Unearthed` wird ein Album geschlossen, das fĂŒr mich eine lĂ€ngst totgeglaubte Band zu neuem Leben erweckt hat. Pflicht!

4,5 Punkte

Radu

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