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SEELENWALZER INTERVIEW

Posted by Radu On April - 9 - 2019

Seelenwalzer Band

Anno 1997 schockierte die Band RICHTHOFEN mit ihrem Album „Seelenwalzer“ die (noch damals junge ) Neue Deutsche HĂ€rte Szene. Mit einer Mischung aus Rammstein, Death Metal und Eisregen kotzte man sich ĂŒber gesellschaftliche Tabuthemen wie Krieg, Vergewaltigung und Nationalsozialismus aus, was zu diversen Disukussionen fĂŒhrte. Nach Jahren der Funkstille ist die Band unter dem Namen SEELENWALZER zurĂŒck und schockiert mit aktuellen Themen.

Hallo und erstmal willkommen zurĂŒck! Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass ihr wieder da seid. Wie geht es euch aktuell?

Hallo – danke der Nachfrage. Es geht uns gut, wir freuen uns genauso, dass wir jetzt wieder am Start sind und genießen die zunehmende Anspannung vor dem Re-Release unseres Albums im Mai durch Massacre-Records.

Wie kam es zu der NamensÀnderung von RICHTHOFEN in SEELENWALZER und warum?

Die weitere Nutzung des Bandnamens „Richthofen“ war leider nicht möglich; der Name ist rechtlich geschĂŒtzt und uns wurde von der Familie Von Richthofen die weitere Nutzung untersagt. Wir haben kein Interesse einen Rechtsstreit zu provozieren. Da es uns sehr wichtig war, dass uns unsere alten Fans nach so langer Zeit wiederfinden, war der Albumtitel des Erstlings als neuer Bandname ein gefundenes Fressen, zumal der auch perfekt ausdrĂŒckt, was das neue Album mit dem geneigten Hörer macht.

SEELENWALZER ist eine sehr gute Alternative. Sowohl Bandname, als auch Logo sind an eurem DebĂŒtalbum angelehnt, das in den 90ern fĂŒr einige Kontroversen sorgten. Krustige Gitarren, Neue Deutsche HĂ€rte und makabre Texte haben damals Maßstabe gesetzt. Ich habe mir gestern nochmal das Album „Seelenwalzer“ angehört und es hat in keinster Weise Staub angesetzt. Was empfindet ihr, wenn ihr das Album heute hört?

Wir hatten damals keine Ahnung, welchen Impact das Album auslösen wĂŒrde.
Wir lieben das Album nach wie vor und in der Tat klingt es auch 20 Jahre nach VÖ kein bisschen angestaubt oder altbacken. Ich denke es wĂ€re heute genauso erfolgreich wie damals.

„Helden der Zeit“ ist irgendwie an mir vorbei geschossen, da es fĂŒr mich zu glatt poliert war und einiges an Biss verloren hatte. Gerade die rohen Soundelemente und die dreckige AtmosphĂ€re waren in den Hintergrund getreten und das Ganze erinnerte mich eher an Die Krupps. Um so schöner finde ich es, dass ihr soundmĂ€ĂŸig wieder nĂ€her am DebĂŒt dran seid. Wie kam es zu der Entscheidung?

RichthofenDa muss ich jetzt etwas weiter ausholen:

Das Debut-Album Seelenwalzer entstand damals aus einer Bier-Laune heraus (zugegeben – es war nicht nur Alkohol im Spiel) und war zunĂ€chst nur als „Fun-Projekt“ gedacht. Ich hatte Dirk Weiss durch meine Zusammenarbeit mit seiner Band Warpath als Produzent kennen gelernt und fand seinen Gesangsstil großartig. Wir beschlossen „irgendwann“ mal was zusammen zu machen. Als es sich dann zeitlich ergab entstanden die Songs zum ersten Album bei mir im Stage-One-Studio. FĂŒr die Drums bzw. den Bass konnten wir Sanjai Shah und Gernot Leinert von sHIT fOR bRAINS gewinnen, die mir ebenfalls aus der Zusammenarbeit mit ihrer Band als herausragende Musiker bekannt waren. Wir vier haben dann die Songs eingespielt / gesungen und als das ganze fertig war fanden wir es zu gut, um es einfach in die Schublade zu stecken und unter „geile Erfahrung“ abzuhaken.
Also suchten Dirk und ich nach einem geeigneten Label, welches wir nach langen BemĂŒhungen dann in GUN Records fanden. Ich war zu der Zeit voll mit meinem Studio ausgelastet und habe von vornherein gesagt, dass ich die Band nicht auf die BĂŒhne begleiten kann (einzige Ausnahme war die Tour mit Krisiun/Dimmu Borgir und Kreator).
So kam es dann auch dazu, dass auf dem Booklet nicht die Leute zu sehen sind die das Album eingespielt haben, sondern die damalige Live-Besetzung. Als wir uns dann 2 Jahre spĂ€ter wieder ins Studio begaben, um an dem Nachfolger zu werkeln, machten mir GUN Records einen Strich durch die Rechnung. Nachdem sie erste Ideen gehört hatten, gab es die Ansage, dass wir dafĂŒr keinen Pfennig bekommen und gefĂ€lligst einen gescheiten Nachfolger produzieren sollen. Sie konnten mit den Demo-Songs ĂŒberhaupt nichts anfangen und versuchten uns Handschellen anzulegen.

Das war fĂŒr mich der Grund dem „Projekt“ den RĂŒcken zu kehren, ich lasse mir nicht vorschreiben was fĂŒr Songs ich zu komponieren habe! Dirk hingegen wollte die Band weiter vorantreiben und hat dann mit neuen Musikern und anderem Produzenten-Team den Nachfolger „Helden der Zeit“ aufgenommen. Ich habe mir das Album bis heute nie ganz angehört und teile deine EinschĂ€tzung. Insofern gab es keine bewusste Entscheidung was den Sound des neuen Albums angeht, wir haben einfach alles so gemacht wir es mögen und da bis auf Dirk wieder das gleiche Team am Start war, klingt die neue Scheibe so wie sie klingt.

Textlich habt ihr euch damals amtlich ausgetobt, wobei gerade die Sicht, aus der die Texte geschrieben werden, von den inneren DĂ€monen zeugt. `Ich mach dich tot` entlĂ€dt mal eben Alltagsaggressionen, wĂ€hrend `FĂŒr Die Ewigkeit` sich mit dem Akt des Sterbens und der natĂŒrlichen Auslese (das Recht des StĂ€rkeren) beschĂ€ftigt. `Jungfernflug` fand ich textlich schon krass,da es sich meiner Meinung nach um die Perspektive eines Vergewaltigers handelt. Wie kam es zu dem Text?

Ich beschĂ€ftige mich viel mit dem „Bösen“ in uns. Ich glaube, dass jeder Mensch hin und wieder böse Gedanken hat und finde es reizvoll, mich in diese Rolle zu versetzen und aus dieser Perspektive zu erzĂ€hlen. Man könnte so ein Thema ja auch „dokumentarisch“ abhandeln, aber ich mag es eben lieber wie in einem guten Film, der ja auch Einblicke in verschiedene Charaktere gibt und nicht nur nĂŒchtern eine Situation beschreibt. So hat der Zuhörer die Möglichkeit, selber in diese Rolle zu schlĂŒpfen und kann so die Schlechtigkeit „am eigenen Leib erfahren“. Das ist etwas Anderes, als mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen „Du bist böse“


Seelenwalzer CoverGenerell habe ich den Eindruck gehabt, dass ihr schockieren, aber niemals glorifizieren wolltet. Meiner Meinung nach ging es darum, die inneren DÀmonen raus zu lassen und zu vertonen, ohne irgendwelche Bewertungen dazu abzugeben. Ich habe euch weder politisch, noch moralisch in irgendeine Schublade gesehen; wie seht ihr das und hat sich im Vergleich zu damals etwas verÀndert?

Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Die Bewertung soll vom Zuhörer selber kommen, nur dann hat sie einen echten Wert. Ein altes indianisches Sprichwort sagt „Urteile nicht ĂŒber einen anderen wenn du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist“. Auf dem neuen Album wird auch wieder viel aus der Perspektive des „Bösen“ erzĂ€hlt, das hat sich nicht verĂ€ndert. Allerdings geht es auf „Totgeglaubt“ sehr viel um unsere Selbstverliebtheit und die FĂ€higkeit weg zu schauen. Wir haben viele aktuelle Themen wie Kindesmissbrauch (Ihr Kinderlein kommet) oder den Umgang mit FlĂŒchtlingen (Meeresblut) aufgegriffen – die Welt in der wir leben wird schlechter und man muss den Finger immer tiefer in die Wunde bohren, damit es richtig weh tut!

Das gesamte Album war fĂŒr mich eine Mischung aus krankem Scheiß und verborgener Schönheit; makabre Texte, griffige Riffs und gleichzeitig dreckige AtmosphĂ€re durch Soundcollagen. Wie kamt ihr damals auf die Idee?

Da war kein Plan dahinter; Soundcollagen oder Sprachsamples waren fĂŒr uns stets ein Instrument um AtmosphĂ€re zu schaffen. Wir machen Lieder ĂŒber „schmutzige“ Themen, da darf bzw. muss es auch schmutzig klingen.
Wenn man diese Songs schön transparent und glatt produziert, macht man doch irgendwie genau das, was wir anprangern: die Leichen vom Strand fegen und sich wieder sauber fĂŒhlen.

Genug von der Vergangenheit, lasst uns einen Zeitsprung machen und ins Jahr 2016 gehen. Da kam die Idee auf, SEELENWALZER auf die Welt los zu lassen. Wie kam es zu dem erneuten Zusammentreffen und was gab den Anstoß, die Band zu reaktivieren?

FĂŒr mich war das Thema nie wirklich begraben. Es gibt in `Jungfernflug` die Zeile „Und wenn die Zeit gekommen ist – dann werde ich es wieder tun“. Das habe ich 20 Jahre mit mir herumgetragen und wusste, dass es irgendwann passieren wĂŒrde! Als sich Sanjai nach langer Zeit bei mir gemeldet hat um mir neues Material seine Band SFB vorzuspielen, war der Geist geweckt und ich habe ihn gefragt ob er Bock hĂ€tte es wieder zu tun. Er hatte Bock, ebenso Gernot und Anfangs auch Dirk der dann aber wegen seiner Warpath-Reunion nicht die Zeit hatte, sich dem Projekt SeelenWalzer so intensiv zu widmen.
In Alexander Schmied, der mir aus der Zusammenarbeit mit seiner Band „Mor Dagor“ bekannt war, fanden wir dann den stimmgewaltigen Frontmann, der perfekt zu SeelenWalzer passt und den Songs das erforderliche Charisma verleiht!

Gab es Diskussionen, in welche Richtung der neue Sound gehen sollte?

Nein – ich hab einfach losgelegt und die Songs fielen mir förmlich aus dem Ärmel. Ich hab alles vorproduziert und die Jungs (Sanjai/Gernot/Alex) haben das Ganze dann perfekt gewĂŒrzt.

Euer Album hat den passenden Titel „Totgeglaubt“. Wie kam es zu der Namensgebung?

Das Thema Tod ist in mehreren Texten zentrales Thema, ebenso wie Glaube, da hat sich der Albumtitel förmlich aufgezwungen. Zumal er auch sehr gut zur Wiederauferstehung der Band passt.

Das Album wurde ja von euch bereits letztes Jahr in Eigenregie veröffentlicht. Warum wird es erneut aufgelegt?

Um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen! Das Feedback vor und nach dem privaten VÖ war durchweg sehr positiv und zwar sowohl von treuen Richthofen-Fans der Vergangenheit, als auch von solchen die noch nie von uns gehört hatten. Das war natĂŒrlich ein riesiger Ansporn fĂŒr uns, der Dank geht somit ganz klar auch an all jene die uns geschrieben und angefeuert haben – das habt Ihr jetzt davon!

Ihr habt jetzt bei Massacre Records unterschrieben; herzlichen GlĂŒckwunsch zu eurer Kooperation! Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Label?

Sabina Classen („Holy Moses“) hatte Michael Hansen von „Allegro Talent Music“ unsere CD zukommen lassen und der war so begeistert das er sich der Sache annahm und fĂŒr uns den Deal mit Massacre-Records klarmachte. Sabina ist ĂŒbrigens auch auf „Totgeglaubt“ als Gast-SĂ€ngerin zu hören („Meeresblut“). Außerdem werden auf dem Re-Release zwei zusĂ€tzliche Songs zu hören sein die wir in der Zwischenzeit aufgenommen haben, lasst Euch ĂŒberraschen.

Band2

Auf eurer Homepage kann man bereits einen ersten Eindruck vom Album bekommen; soundmĂ€ĂŸig ist es eine leicht modernisierte Version eures DebĂŒtalbums, wĂ€hrend textlich wieder alles beackert wird. Dabei macht ihr weder vor Veganern, noch vor den KinderschĂ€ndungsvorwĂŒrfen im Vatikan Halt. Wie kommt ihr auf die Texte bzw. gibt es fĂŒr euch anhand der Nachrichten und der weltlichen Lage genug Material, um die inneren DĂ€monen kreativ zu fĂŒttern?

Ich wĂŒrde mich schon als kleinen Nachrichten-Junkie bezeichnen. Ich denke, dass die wir mit Vollgas auf einen Abgrund zurasen – aber weil alle mitrennen fĂŒhlen, wir uns in „guter“ Gesellschaft und rennen mit, immer den persönlichen Vorteil im Visier. Wir verscherbeln Menschen, die vor Krieg und Armut flĂŒchten an Schurken-Staaten, dabei sind wir letztendlich alle fĂŒr deren Schicksal mit verantwortlich; sind wir es doch die auf Kosten Ă€rmerer LĂ€nder unseren Wohlstand ausbauen.
Leid und Elend wollen wir hier nicht sehen und um die Ursachen kĂŒmmern wir uns nicht.
Kinderarbeit – ok aber nicht bei uns! Sicherheit am Arbeitsplatz – bei uns ja, aber ansonsten drauf geschissen

Wie fressen Fleisch von grausam gequĂ€lten Tieren, solange wir deren Leid nicht vor Augen haben; beim Veganerlied geht es z.Bsp. darum das ein Tierfreund den Spieß einfach umdreht.

Die inneren DĂ€monen leiden schon an chronischem VöllegefĂŒhl bei einem so reichhaltigen Nahrungsangebot, ich habe leider keine Angst, dass uns da der Stoff fĂŒr Texte ausgeht.

Alleine die ersten Teaser des Albums machen schon Bock auf mehr; `Seele in Scherben` fĂ€ngt schon herrlich groovend an, wĂ€hrend `Falscher Freund` erst mit dem Stinkefinger lockt und dann los galoppiert. Auch die Kinderstimme zu Beginn von `Ich wĂŒrdÂŽ so gern nach hause gehen` in Kombination mit der Kriegsthematik lassen schon einen Kloß im Hals entstehen, wĂ€hrend `Ein Dorf` sehr schön beschreibt, wie derbe die Scheuklappen manchmal angelegt sind. Gerade die große Auswahl der Themen unserer Zeit (`KinderKrieger`) hĂ€lt uns einen hĂ€sslichen Spiegel vor, wo wir teilweise gesellschaftlich stehen. Wie denkt ihr darĂŒber?

Das ist die Absicht – schauen wir in den Spiegel und schĂ€men wir uns das wir all das zulassen!
FĂŒr mich ist die Musik ein Ventil, ohne das ich wohl irgendwann platzen wĂŒrde.
Es sind mitunter sehr dunkle Themen, manche aktuell, manche zeitlos. Wir schreiben nicht ĂŒber „shiny happy people“

Trotzdem sind wir keine grimmigen Menschen; wir haben bei der intensiven Entstehung des Albums nicht nur Schweiß, sondern auch TrĂ€nen vergossen, FreudentrĂ€nen wohlgemerkt und es wurde auch viel gelacht.

„Totgeglaubt“ ist ja bereits seit letztem Jahr im Kasten. Seid ihr schon an neuem Material dabei, oder lasst ihr euch Zeit dabei?

Sowohl als auch – es gibt schon wieder einige Ideen, aber wir nehmen uns die Zeit die es braucht. Jetzt freuen wir uns auf den VÖ und die Reaktionen und natĂŒrlich auf die ersten live-shows! – Doch wenn die Zeit gekommen ist, wird es sicher wieder neues Material von uns geben.

Stilistisch hat mal jemand gesagt, dass ihr wie eine Mischung aus Rammstein (in besser), Eisregen und Death Metal klingt. Was haltet ihr von dem Vergleich?

Wir fĂŒhlen uns natĂŒrlich geehrt, wenn wir mit so erfolgreichen KĂŒnstlern wie Rammstein verglichen werden. Wir stammen ursprĂŒnglich aus ganz verschiedenen Metalrichtungen und haben die unterschiedlichsten Musikvorlieben. Ob jetzt Holy Moses (Andy), Warpath (Dirk), Mor Dagor (Alex) oder sHIT fOR bRAINS (Gernot / Sanjai), stilistisch sind diese Bands meilenweit von Rammstein entfernt. Dennoch haben wir uns in einem gemeinsamen Genre wiedergefunden, das uns stimuliert hat.
Es wurde ein Kreativprozess in Gang gesetzt, dem wir freien Lauf lassen wollten. So konnten wir uns frei entfalten und unsere individuellen Talente einbringen. So war das damals bei Richthofen und so war es bei SeelenWalzer auch wieder.
Es ist nicht leicht uns in eine Schublade zu stecken und das ist auch gut so. Andererseits brauchen die Leute irgendeine Möglichkeit unseren Sound zu beschreiben.

Was hat sich gesellschaftlich eurer Meinung nach seit 1997 zum Besseren und was zum Schlechteren verÀndert?

Unsere Gesellschaft wird immer egoistischer. Heute lernen die Kleinsten schon, dass sie sich erstmal um sich selber kĂŒmmern mĂŒssen. Die sogenannte Ellbogengesellschaft ist lĂ€ngst zur RealitĂ€t geworden, genauso wie die immer grĂ¶ĂŸer werdende Kluft zwischen denen, die am Existenzminimum leben und denen, die eigentlich nicht mehr wissen können, was sie Sinnvolles mit all der Kohle anfangen sollen. Serien wie „die Geissens“ sollten doch eigentlich Wut und Protest gegen so viel Ungleichheit auslösen, aber das ist nicht der Fall. Gerade diejenige,n die nicht von unserem Wohlstand profitieren, schauen sich mit zunehmender Begeisterung an, wie andere das machen – das ist doch irgendwie krank!
Unsere Welt wird immer schnelllebiger – Internet / Handys etc. bieten zwar neue Möglichkeiten, rauben uns aber gleichzeitig sehr viel Zeit und alles wird immer unpersönlicher. Mir sagte neulich ein 16jĂ€hriger auf die Frage, wieso er stĂ€ndig sein Handy im Auge hat: „Wenn ich das nicht mache bin ich quasi nicht mehr existent“ Das hat mich ziemlich geschockt.

Seit „Seelenwalzer“ ist einige Zeit vergangen und man ist ja auch Ă€lter geworden (Familie, Job, usw.). Wie geht ihr damit um und welchen Einfluss hat das auf euer Songwriting?

Das trifft auf die meisten Bandmitglieder zu. Bei mir hat sich da allerdings gar nicht so viel verÀndert. Ich denke spÀtestens, wenn man eigene Kinder hat, verÀndert sich wohl die Sicht auf die Dinge.
„Ich wĂŒrd so gern nach Hause gehen“ ist zB. ein Song der sich mit dem Schicksal und der Zukunft der Kinder beschĂ€ftigt, die im Krieg aufwachsen und nicht nur ihre Kindheit verlieren


Wie muss man sich generell euer Songwriting vorstellen? LĂ€uft es noch old school im Proberaum ab oder schickt ihr euch einige Dateien per Mail hin und her?

Wie gesagt, SeelenWalzer ist genau wie damals Richthofen als „Projekt“ gestartet. Da gab es im Vorfeld ĂŒberhaupt keine Proberaum-Sessions, was allein wegen der Entfernung der beteiligten Musiker sehr schwierig gewesen wĂ€re.
Da nutzen wir die Möglichkeiten, die es heute gibt uns schicken uns die Songideen zu.

Wie kam es zu dem Cover und wie ist es entstanden?

Ich bin auf FB zufĂ€llig auf den KĂŒnstler (Markus Arnold) gestoßen und hab gleich gesehen, dass ihn Ă€hnliche Dinge beschĂ€ftigen wie mich und wir haben das Motiv aus seiner Sammlung ausgesucht. Auch die meisten Illustrationen in unseren Teasern sind von ihm.

Ihr habt bereits zu `Ihr Kinderlein kommet` ein Video gemacht. Wird es noch weitere geben? Nochmal so etwas krankes wie zu `Blut der Pferde` wÀre schön :)

Das Video zu Blut der Pferde ist einfach genial (falls es mir erlaubt ist das zu sagen).Da hatte die damalige Produktionsfirma allerdings großen Anteil daran – wir haben denen seiner Zeit nur den Song und ein paar vage Ideen geschickt und als wir ans Set kamen, hatten die alles perfekt vorbereitet. Das hat Mega Spaß gemacht. Leider wissen wir den Namen der Produktionsfirma nicht mehr; falls es Euch noch gibt und Ihr das lest – meldet Euch!
Aber so oder so wird es sicher wieder einen Clip geben, zu welchem Song haben wir allerdings noch nicht entschieden.

Können wir euch auch mal live sehen? Mit wem könntet ihr euch vorstellen zu touren und was wĂ€re euer Traumpackage, mit dem ihr gerne touren wĂŒrdet?

Wir wollen das Spektakel auf jeden Fall auf die BĂŒhne bringen. Da liegt aber noch ein großes StĂŒck Arbeit vor uns – wir wollen mehr als eine Handvoll Musiker die in schwarzen Klamotten die Songs runterspielen. Es wird noch ein Weilchen dauern aber das Warten soll sich lohnen! Mit wem? – da haben wir uns noch keine konkreten Gedanken gemacht, sowas kann man sich auch nicht immer aussuchen. Wichtig ist, dass wir uns so prĂ€sentieren können wie wir uns das vorstellen.

Danke fĂŒr eure Zeit und das Interview! Ich freue mich schon sehr darauf, „Totgeglaubt“ in voller LĂ€nge zu hören und mein (abschreckendes und gleichzeitig faszinierendes) Kopfkino genießen zu können. Einige abschließenden Worte an unsere Leser?

Ja: Wir möchten den treuen Fans von damals danken, dass sie sich gerne an Richthofen zurĂŒckerinnern und uns alte Herren wieder begrĂŒĂŸen. „Totgeglaubt“ ist fĂŒr Euch – aber auch fĂŒr alle anderen die mit uns den SeelenWalzer tanzen möchten – VORWÄRTS !!!

Radu

Sounds of Carnage – Gemetzel fĂŒr Kurzentschlossene

Posted by Etienne On MĂ€rz - 21 - 2019

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SehnsĂŒchtig hat man hierzulande auf eine RĂŒckkehr dieser Bands gewartet, nun bringt uns die erste Ausgabe der jĂ€hrlich stattfindenden “Sounds of Carnage-Tour” endlich RINGS OF SATURN und NEKROGOBLIKON nach Deutschland! Und das Ganze schon in weniger als zwei Monaten!

RINGS OF SATURN wurde 2009 im kalifornischen Dublin gegrĂŒndet und erlangte dort bereits im Herbst des selben Jahres erste Aufmerksamkeit durch ihre erste Single und das kurz darauf in Eigenproduktion erscheinende erste Album “Embryonic Anomaly”. Diese Aufmerksamkeit fĂŒhrte schnell zu einem Plattenvertrag bei Unique Leader Records, wo das DebĂŒtalbum neuveröffentlicht wurde. Bis heute folgten drei weitere Alben und einige weltweite Touren. Musikalisch wird die Band oftmals als „Aliencore“ bezeichnet, da sie sich zwischen Deathcore und Technical-Death-Metal bewegen und die Themen sich dabei oftmals mit Aliens beschĂ€ftigen. Das vorletzte Album der Band „Lugal Ki En“ (Sumerisch: König der Erdlinge, Herr des kosmischen Reiches) beschĂ€ftigte sich mit der Geschichte der Aliens, welche lange nach ihrer Übernahme der Erde die Götter aufsuchen und ihnen den Krieg erklĂ€ren. Dieses Konzept setzt sich in ihrem 2017 bei Nuclear Blast erschienenem letzten Werk „Ultu Ulla“ fort und spinnt die Geschichte weiter.

Die ebenfalls aus Kalifornien stammende Band NEKROGOBLIKON wurde 2006 als Sommerprojekt von SĂ€nger Nicholas und Gitarrist Tim gegrĂŒndet und nahm das erste Album „Goblin Island“ in TimÂŽs eigener Garage auf. Im Anschluss schlossen sich einige weitere Musiker an um die Band live-show-tauglich werden zu lassen und absolvierten die ersten Shows, unter anderem beim „Headbang-for-the-Highway“ Bandcontest im weltberĂŒhmten Whiskey a Go Go. Es folgten zwei weitere Alben und eine EP, sowie einige Internationale Shows, unter anderem beim Rock am Ring Festival 2013, bevor letztes Jahr ihr neustes Album „Welcome To Bonkers“ erschien. Musikalisch bewegt die Band sich im Melodic-Death-Metal, verwendet aber immer wieder Stilelemente aus anderen Musikrichtungen, wie Technobeats oder Dubstep-Elemente. Die Themen befassen sich dabei entsprechend dem Namen als Mischung aus den Worten „Goblin“ und „Necronomicon“ (aus H.P. LovecraftÂŽs Cthulhu-Sage) oftmals mit Goblins, was durch das auch auf der BĂŒhne anwesende Bandmaskottchen John Goblikon ebenfalls untermauert wird.

Als UnterstĂŒtzung sind LEFT TO THE WOLVES, HARBRINGER und unsere LandsmĂ€nner von MENTAL CRUELTY mit dabei. Der Abend garantiert feinstes Death Metal-Gemetzel und jede Menge Abwechslung.

Lasst Euch das nicht entgehen und sichert Euch schnell Eure Tickets !

Die Daten im Überblick:

03.05.2019 MS Connexion Complex, Mannheim

07.05.2019 Backstage, MĂŒnchen

08.05.2019 Kulttempel, Oberhausen

15.05.2019 Cafe Glocksee, Hannover

17.05.2019 Stattbahnhof, Schweinfurt

22.05.2019 Naumanns, Leipzig

23.05.2019 Lido, Berlin

24.05.2019 Logo, Hamburg

Tickets gibt es ab 26,00 € zzgl. GebĂŒhren an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

LUNATIC INVASION

Posted by Radu On Dezember - 5 - 2018

Party San- mein persönliches Stammfestival, das ich jedes Jahr mitnehme. Gute Musik, nette Leute, massig Merchandise und Bier; was braucht ein Festival mehr? Dieses Jahr wollte mein Kumpel zum ersten Mal mitfahren. „Warte ab, ich habe eine fette Überraschung fĂŒr dich“ meinte er schon Monate imVoraus. Danach kam das Übliche: Arbeit ĂŒberstehen, Shirts fĂŒrs Festival raus suchen und Geld fĂŒr neue Shirts/Platten und Bier ansparen. Dann war es endlich soweit und ich holte meinen Kumpel bei bestem Festivalwetter (Dauerregen mit Sturmböen) in Dortmund ab. Grinsend drĂŒckte er mir vier CDÂŽs voll mit MP 3ÂŽs in die Hand. Wir waren noch keine 100 Meter von seiner Wohnung entfernt, da rollte bereits die erste GĂ€nsehautwand ĂŒber uns hinweg. „Echt jetzt? Den Song habe ich ja seit Ewigkeiten nicht mehr gehört!“. Mein Kumpel hatte mal eben von sĂ€mtlichen coolen Bands die eher unbekannten Songs rausgesucht und gebrannt. Alles Songs von Bands, deren Alben wir in unserer Plattensammlung haben und die wir seit Jahren nicht mehr gehört haben. Die vier Stunden Autofahrt sind wie im Flug vergangen und sogar der Wettergott schien von den alten SchĂ€tzen angetan, denn wir erreichten das Festival unter strahlendem Sonnenschein und mit bester Laune. Diese Aktion hatte 2 Konsequenzen: zum einen ist mein Kumpel fĂŒr mich die fleischgewordenen Reinkarnation von Dan Swanö in Sachen Samplerbauen geworden. Zum zweiten kam die Idee auf, einige alte SchĂ€tzchen hier vorzustellen, die nur kurz auf der BildschirmflĂ€che waren oder deren Großtaten sonst in Vergessenheit geraten. Vorhang auf fĂŒr die neue Rubrik: Blast from The Past!

Lunatic Invasion

LUNATIC INVASION

An einem kalten Novembermorgen trudelte eine Nuclear Blast Bestellung ein. In den 90ern bestellte man noch nach Cover oder Kurzbeschreibung. Nuclear Blast hatte damals die coole Angewohnheit, bei jeder Bestellung einen Sampler rein zupacken, auf dem einige Bands vorgestellt wurden. Auf einem davon war der Song „Asche zu Asche“ von LUNATIC INVASION. Knackiges Riffing, Black Metal Vocals und tragende Synthesizersounds rannten bei mir damals offene TĂŒren ein: wenn die ganze Platte so ist, muss ich die definitiv haben! Schon mal vorweg: sie ist es nicht. Als ich das Album in den Player schob, baute sich unheilvoll der Titeltrack „Totentanz“ auf. Ein Album nach dem Intro zu benennen ist mutig, aber nichts im Vergleich, was dann in Form von `Haut` aus den Boxen brach: brutales Grind GeknĂŒpppel mit Death Metal lastigem Groove und dem perversesten (deutschen) Text, den ich bis damals gehört habe. Krank, brutal und richtig geil! Allein fĂŒr den Song, liebe ich die Band und er hat auch heute noch die unbezĂ€hmbare Durchschlagskraft. `Sturm` kĂŒndigte als InstrumentalstĂŒck das auf dem Sampler geliebte StĂŒck `Asche zu Asche` an und baute seine StĂ€rken sogar noch etwas weiter aus. `Fallen Angel` brachte das KunststĂŒck fertig, Death Metal eine melancholische Note zu verpassen. Generell hatten es die Jungs einfach drauf, viele Elemente gekonnt zu vereinen. Etwas Frauengesang hier, ein wenig Synthesizer dort, schon erkundete man im musikalischen Labyrinth sowohl Gothic, als auch Mittelalter- oder Metal KlĂ€nge. Es gab einige InstrumentalstĂŒcke, die die AtmosphĂ€re schön unterstrichen und die Songs aufgepeppt haben. Ein wenig Knochengeknirsche (`Gathering Of Bones`), ehe ÂŽDance Macabre` sich aus den Boxen prĂŒgelt, oder ein wenig Mittelalterflair (`Prozession`), um mit `The Haunted Palace`ein Kopfkino entstehen zu lassen, bei dem man irgendwo zwischen Mittelalter, Fantasy und Horrorgefilden gefangen ist. Auch wenn `Dark Prayers` und `Blut Gott` fĂŒr mich eher gutes Beiwerk waren, so rundet es doch die Scheibe ab.

„Totentanz“ ist zeitlos, vielfĂ€ltig und herrlich abwechslungsreich. Death Metal mit Mittelalter und Gothic geht nicht? LUNATIC INVASION haben gezeigt, wie es richtig gemacht wird. Leider haben sie sich irgendwann Ende der 90er aufgelöst. Dennoch haben sie mit ihrem Erbe ein Mahnmal hinterlassen, das auch noch viele Jahre spĂ€ter im Untergrund einen festen Bestand haben wird.

Radu

REVIEW: OBSKURA – “Born in Blood”

Posted by Samir On Oktober - 24 - 2018

obskura

OBSKURA aus Schleswig-Holstein sind bereits seit 25 Jahren aktiv, doch gab es zuletzt immer wieder Probleme durch Besetzungswechsel, weshalb es in den letzten Jahren eher ruhig um das Quintett geworden war. „Born In Blood“ soll das nun wieder Ă€ndern und die Jungs zurĂŒck auf die BĂŒhnen der Republik bringen.

Nach einem kurzen Intro wird mit ‚Life and Death‘ ein ĂŒber achtminĂŒtiges Brett kredenzt, das die ganze Erfahrung der Band aufzeigt und mit einem anspruchsvollen Songwriting begeistert. Hierbei zeigt Hauptsongwriter Jan Laufmann, dass die Mischung aus Death und Thrash Metal keineswegs nur bei kurzen Songs wie ‚Dark Exile‘ spannend sein kann, sondern auch lĂ€ngere Lieder mit einer enormen Liebe zum Detail mehr als hörenswert sein können. Besonders das Bassspiel ist in diesem Kontext positiv herauszustellen und nimmt eine wesentliche Rolle in den einzelnen Songs ein, indem nicht lediglich der Rhythmus mitgespielt wird, sondern auch immer wieder prĂ€zise LĂ€ufe eingestreut werden. Hut ab!

Leider kann die Klasse der beiden genannten Songs und weiteren Highlights wie ‚Beneath The Surface‘, das mit einem prĂ€gnanten Riff im Ohr bleibt, nicht ĂŒber die gesamte LĂ€nge des Albums gehalten werden. Speziell ‚The Dark Passenger‘ und ‚Deaf and Blind‘ sind keineswegs schlechte Songs, aber klingen insgesamt nicht so durchdacht wie andere Songs und bleiben hinter dem Groß des Albums zurĂŒck.

In Sachen Produktion hĂ€tte man an einigen Ecken etwas mehr aus den Songs herausholen können und speziell dem Bass einen druckvolleren Sound gewĂŒnscht, aber insgesamt wurde hier ordentliche Arbeit geleistet.

„Born In Blood“ lĂ€sst mich etwas zwiegespalten zurĂŒck. Einige Songs wie ‚Life And Death‘ sind wirklich herausragende thrashige Death-Nummern, die Fans dieser Lager ohne Zweifel begeistern werden, doch wĂŒnscht man sich dieses Niveau auch an anderen Stellen. Mit etwas Nachbesserung ist hier aber fĂŒr die Zukunft noch einiges drin!

3,5/6 Punkten

KATAKLYSM/HYPOCRISY TOUR

Posted by Ulli On Oktober - 18 - 2018

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 IS JUST THE BEGINNING-Tour mit KATAKLYSM, HYPROCRISY und THE SPIRIT Wer kennt sie nicht, die mittlerweile schon legendĂ€ren Label-Compilations der deutschen Plattenschmiede Nuclear Blast? Genauso legendĂ€r sind auch die beiden Death Metal Veteranen KATAKLYSM und HYPOCRISY, die unter eben jenem Motto im Herbst gemeinsam Europa heimsuchen und von THE SPIRIT unterstĂŒtzt werden.

Einige Fans der Franko-Kanadier von KATAKLYSM dĂŒrfte eventuell schon deren Musik mit der Muttermilch eingesogen haben, schließlich ist die Band schon seit 1991 unterwegs. Im selben Jahr, etwa 6000 km westlich von Montreal, grĂŒndete Peter TĂ€gtgren in Stockholm HYPOCRISY. Beide Bands gehören seit ihren Anfangsjahren zum Stall der Donzdorfer Plattenfirma, sind mit ihr gewachsen und zĂ€hlen bis heute zu den Top-Bands der Hartwurst-Fraktion! Wer Zeuge dieser transatlantischen Deathmetal-Verbindung sein möchte, hat dieses Jahr noch achtmal die Chance, diese beiden Kultbands gemeinsam live in Deutschland zu erleben!


Hier die Tourdaten fĂŒr Deutschland:


19.10. Stuttgart – LKA Longhorn

20.10. MĂŒnchen – Backstagewerk

26.10. Geiselwind – MusicHall Strohofer

05.11. Hamburg –  Docks

14.11. Berlin – Kesselhaus in der Kulturbrauerei

15.11. Dresden – Eventwerk Dresden

16.11. Oberhausen – Turbinenhalle 2

17.11. Leipzig – Hellraiser Read the rest of this entry »

REVIEW: BEHEMOTH

Posted by Samir On Oktober - 2 - 2018

behemoth

I Loved You At Your Darkest

„The Satanist“ aus dem Jahre 2014 stellt fĂŒr viele Metal-Fans eines der besten Alben der letzten Jahre dar. BEHEMOTH schafften es nach ĂŒberstandener Krankheit von Frontmann Nergal ein durchgehend organisches und nahezu makelloses Werk abzuliefern, das im Anschluss ausgiebig live prĂ€sentiert wurde. Auch ansonsten lagen die Polen seitdem nicht unbedingt auf der faulen Haut und besonders Nergal erfreute die Fans in Form von ME AND THAT MAN mit einem wunderbaren Ausflug in Neo-Folk-Gefilde. Trotz aller AktivitĂ€ten lechzen die Fans jedoch schon seit einiger Zeit nach neuem Material des Trios und kriegen nun mit „I Loved You At Your Darkest“ erneut einiges auf die Ohren. Doch gelingt hier erneut der große Wurf oder erwartet uns lediglich eine aufgewĂ€rmte Version des vorherigen Meisterwerks?

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REVIEW: ABORTED

Posted by Samir On Oktober - 1 - 2018

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TerrorVision

Seit ihrer GrĂŒndung im Jahr 1995 mussten ABORTED stetig mit Wechsel im Line-Up kĂ€mpfen und können eine Liste von ĂŒber 20 ehemaligen Mitmusikern vorweisen. Stetigkeit sieht bei weitem anders aus. Dennoch werden in einer angenehmen RegelmĂ€ĂŸigkeit durchaus hochwertige Alben vorgelegt. Doch kann man das auch vom neusten Werk „TerrorVision“ behaupten?

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REVIEW: BENIGHTED

Posted by Radu On September - 7 - 2018

NECROBREED

Necrobreed

Frankreich: Heimat des Weins, Kultur und Grindcore. Moment mal, Grindcore? Ja tatsĂ€chlich, den auf dem diesjĂ€hrigen Party San Festival sorgten die durchgeknallten Franzosen von BENIGHTED fĂŒr offene MĂŒnder und staunende Gesichter. Grund genug, um sich einmal die aktuelle Schlachtplatte „Necrobreed“ nĂ€her anzuhören.

Das Intro `Hush Little Baby` stimmt schon gut auf den Geschmack eines soziopathischen Serienkillers ein, ehe `Reptilian` die HĂŒtte abreisst- und zwar wörtlich! 200 Beats pro Minute, herrlich krankes Pigscream- und Tieftongeröchel plus Midtempo Grooves, der den Nacken bereits nach einem Durchlauf krankenhausreif prĂŒgelt. OK, im Death-/Grind Sektor klingt meistens alles gleich und man hat kaum Wiedererkennungswert. BENIGHTED machen sich das zunutze und garnieren ihre PrĂŒgelorgie mit kleinen Zwischenspielen (inklusive Klavier), haufenweise fetten Groovebreaks und mal eben drei Sprachen (deutsch, englisch und französisch). „Der DoppelgĂ€nger“ besticht durch seinen Mitshout Flair, wĂ€hrend alleine schon das Zusammenspiel von Schlagzeug und Gitarren bei `Versipellis ` sĂ€mtliche Hirnzellen beim ersten Durchlauf schmelzen lĂ€sst. Der Titeltrack ist eine typische Spaßnummer (`Necrobreeeeeeed`), der sich genau wie Dying Fetus` KYMRYD` ins LangzeitgedĂ€chtnis grindet. Meine persönliche Lieblingsnummer `Cum With Disgust` ist eine Mischung aus Rotz und Dauerfeuer, wobei man den Refrain tatsĂ€chlich jedesmal erneut inbrĂŒnstig mitschreien kann, ohne den Spaß daran zu verlieren. `Mass Grave `hĂ€tte auch von Anaal Nathrakh geschrieben worden sein können; irre und gleichzeitig finster. Wer sich die Digipack Version des Albums holt, wird zusĂ€tzlich mit einer Coverversion von Sepultura (`Biotech Is Godzilla`- nett gemacht) und Marduk (`Christraping Black Metal`- wie das Original, nur schneller). Man muss fĂŒr diese Art von Death Grind Musik ausgelegt sein, ansonsten macht es einem weder Spaß und ist anstrengend. Wer einen makabren Humor besitzt, sich mal wieder amtlich verdreschen lassen möchte und einfach mal alle mentalen Hebel auf maximum fahren möchte, sollte sich das Teil sofort bestellen.

Fazit: BENIGHTED haben mein VerstĂ€ndnis von Death- Grind auf eine neue Ebene geholt. Man kann ein abwechslungsreiches KnĂŒppelalbum (inklusive großem Spaßfaktor) und gleichzeitig ein finsteres Album erschaffen. Die kranken Gesangslinien, Breakdowns und Grooveparts, sowie das herrlich perverse Schlagzeugspiel sind der beste Beweis, wie man es richtig macht. Besser geht es nur, wenn man die Jungs mal live erlebt hat. KnĂŒppelfreunde, ihr habt eine neue Referenzscheibe!

5 von 6 Punkten

Radu

INTERVIEW: ATROCITY

Posted by Radu On August - 29 - 2018

Atrocity Band

Der zweite Teil der “OKKULT” Trilogie ist raus und beglĂŒckt Death Metal Fans alter Schule und Geschichtsnerds gleichermaßen. Wir sprachen mit Alex Krull und Tosso von ATROCITY ĂŒber Menschenfresser, den Anfangstagen der Szene und dem Fußballdebakel.

Hallo und erstmal herzlichen GlĂŒckwunsch zum zweiten Teil eurer „Okkult“ Trilogie! Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr, was bei der „Masters Of Darkness“ EP angedeutet wurde, auch mit dem Album konsequent durchgefĂŒhrt habt. Wie geht es euch jetzt kurz nach dem Release?

Alex: „Vielen Dank, es geht uns prima!! Es lĂ€uft fantastisch mit dem neuen „Okkult II“ Album! Die Resonanzen von den Fans und Medien sind mega, und wer hĂ€tte das gedacht, dass man mit einem derartig hartem Album die Album- und Club Charts so aufmischen kann ;) “

Tosso: „Heeeaalllich! Wir sind extrem glĂŒcklich mit dem neuen Album. Songs und Sound knallen voll rein!!“

Ihr seid dafĂŒr bekannt, auf jedem Album eine neue Überraschung abzuliefern und euch nicht auf einen Stil fest zu legen. „Okkult II“ ist erneut ein waschechtes Death Metal Album geworden; war die Stilrichtung der Trilogie bereits im Vorfeld klar, oder kam das recht spontan?

Alex: „Klar, wir wollten fĂŒr die epische OKKULT Trilogie ein Fass aufmachen, und die BrutalitĂ€t von Death Metal mit dunklen, atmosphĂ€rischen und Horrorfilm-artigen Elementen kombinieren. Bei der OKKULT II hat der HĂ€rtegrad sogar noch zugelegt, und es sind im Vergleich zur ersten OKKULT Scheibe weniger symphonische Elemente vertreten, sondern noch mehr messerscharfe Riffs!“

Okkult IIEin Wort zur Aufmachung; wie ist das Cover entstanden? Im Vergleich zur ersten Scheibe hat es zwar einen okkulten Touch, hÀtte aber auch problemlos als Black Metal Cover durchgehen können (z.B. bei Marduk, die zur Zeit die Kriegsthematik vertonen).

Alex:“ Wir suchen ja immer ein bestimmtes Thema aus den verschiedenen Topics des Albums fĂŒr das Cover aus. Das „OKKULT II“ Artwork spielt natĂŒrlich auf die textlichen Elemente von „Masters of Darkness“ und dem Okkultismus im 3. Reich an. Unser Grafiker Heile hat wieder einmal einen Top Job gemacht, und ich finde die Umsetzung unserer Ideen absolut gelungen! Die Photosession dazu war gewaltig, und das Resultat spricht BĂ€nde.“

Gerade im Hinblick fĂŒr die Geschichtsnerds ist von allem etwas dabei: von menschenfressenden Vampiren (`Shadowtaker`), ĂŒber den Blutfluch (`Spell Of Blood`) bis zur Kriegsthematik (`Menschenschlachthaus`). Gibt es ein Thema auf dem Album, das dich persönlich am meisten bewegt hat?

Alex: „Sehr gute, aber auch sehr schwere Frage haha. Es gibt Songs mit persönlicher Bedeutung, die mir wichtig sind. Generell finde ich aber das gesamte OKKULT Konzept sehr spannend, und kann wirklich all den Thematiken etwas abgewinnen! Als Hörer kann man in die krassen Songs voll und ganz eintauchen! Mit Atrocity haben wir ja von jeher den Hang zu sehr dĂŒsteren Texten und Konzepten. Schon beim „Blut“ Album (1994) mit einem dunklem Vampirkonzept war es faszinierend Recherchen in Transilvanien, Heimat meines Grossvaters, anzustellen und tief in eine Thematik einzutauchen. Dann bei den sehr umfangreichen Arbeiten zum „Atlantis“ Konzept (2004) gab es eine unglaubliche Bandbreite von verschiedenen Quellen und BerĂŒhrungspunkten zu diesem Thema. Das ging von wissenschaftlicher, archĂ€ologischer Arbeit, mythologischen Sichtweisen ĂŒber esoterisch angehauchte Theorien, obskuren Auslegungen von Okkultisten im 3. Reich bis hin in die abgespacte Welt der Ufologie. FĂŒr mich wurde dann schnell klar, dass das nĂ€chste Konzept ĂŒber die Mysterien der Weltgeschichte und die dunkle Seite der Menschheit sein mĂŒĂŸte. Jedoch ein Album wĂ€re dafĂŒr nicht genug, und die Idee fĂŒr die „Okkult“ Trilogie war geboren.“

Neben der HÀrte gibt es auch viele bombastische Elemente zu hören, deren Chorpassagen von Katie Halliday (die bei der Produktion von SAW mitgewirkt hat) beigesteuert wurden. Wie kam es zur Zusammenarbeit?

Tosso: „Katie Halliday ist eine geniale Sounddesignerin aus Kanada, die zu Grusel-Blockbustern wie „The Saw“ die Soundeffekte geschaffen hat. Deshalb hatten wir die Idee sie fĂŒr die OKKULT-Trilogie mit an Bord zu holen und zu gewinnen. Katie hatte uns bei mehreren Nordamerika-Touren besucht und war sofort Feuer und Flamme mal mit einer Metal-Band zusammen zu arbeiten. Einige der Song-Intros zB. Shadowtaker, sind so noch furchteinflĂ¶ĂŸender geworden, haha :) Allerdings alle Chorpassagen und sĂ€mtliche Choraufnahmen haben wir hingegen als Band wieder selbst komponiert und zusammen mit Chorleuten aufgenommen, hier bei uns im heimischen Mastersound Studio.“

Atrocity Gottlosen JahreA propos Zusammenarbeit: ihr habt auch mit Marc Grewe (Ex Morgoth) und mit Petrov von Entombed A.D. Gearbeitet. Gemeinsam mit ATROCITY ein sehr cooles old school Package! ErzÀhlt uns bitte, wie es dazu kam.

Alex: „LG und Marc sind ja alte WeggefĂ€hrten. Wir kennen uns aus den „goldenen Tagen“ des Death Metal Undergrounds Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre. Damals waren wir mit Atrocity zusammen mit Morgoth, Autopsy und Pestilence auf Tour. Solange kenne ich Marc schon. LG und Entombed habe ich 1990 erstmals nach Deutschland auf die „Support the Underground“ Festivals mit Carcass, Atrocity, Pungent Stench etc. geholt. Die Festivals hatte ich selbst veranstaltet, und es waren mit die ersten Death Metal Festivals auf internationaler Ebene und fanden in Deutschland, Frankreich und Belgien statt. LG und die Entombed Jungs waren uns sehr dankbar dafĂŒr. Marc und LG waren auch beide auf unserer Atrocity Film Doku „Die gottlosen Jahre“ mit dabei. Als wir sie nun gefragt hatten, ob sie als GastsĂ€nger bei „Okkult II“ dabei sein wollen, waren beide sofort mit voller Begeisterung dabei. Beide Kooperationen sind absolut geil geworden!“

Ihr habt zum Song `Shadowtaker`ein Video gedreht, das die Thematik des WiedergĂ€ngers sehr gut einfĂ€ngt. Gerade im Hinblick auf Vampiren, die durch Hollywood und die Twilight Saga sehr auf jugendliche Romantik reduziert wurden, gefĂ€llt mir die old school artige und dreckige Darstellung besonders gut. Warum fiel die Wahl auf diesen Song? ErzĂ€hl uns bitte etwas ĂŒber die Dreharbeiten dazu.

Alex: „Ganz genau, das war die Intention! Wir wollten eine dreckige, monströse Darstellung und ganz bestimmt keinen Teenieschwarm. FĂŒr uns war „Shadowtaker“ der Video Kandidat Nummer Eins! Es geht um den WiedergĂ€nger slawischer PrĂ€gung. Eine interessante Quelle ist von Karl Ferdinand von Schertz, der 1704 das Buch „Magia Posthuma“ verfasst hat, und von unerklĂ€rlichen VorfĂ€llen von WiedergĂ€ngern, die Menschen angreifen, berichtet. Die Opfer sterben innerhalb weniger Tage. 1732 sorgt ein Bericht ĂŒber Vampirismus des Stabsarzt Johann FlĂŒckinger an den Wiener Hof fĂŒr große Furore und befeuert das Interesse und den Glauben an die Existenz der Untoten. Eigentlich wurden derartige Untersuchungen ĂŒber Vampirismus im Auftrag der habsburgischen Obrigkeit mit dem Ziel durchgefĂŒhrt, dem lĂ€ndlichen Aberglauben in den slawischen Gebieten den Gar auszumachen. 1755 ergeht sogar eigens dafĂŒr der sogenannte „Vampir Erlass“ mit diversen Verboten unter Androhung von Strafen. Unter anderem wurde das Öffnen der GrĂ€ber, das PfĂ€hlen, Köpfen und Verbrennen von Leichnamen, die man fĂŒr WiedergĂ€nger gehalten hat, verboten und unter Strafe gestellt. Das „Shadowtaker“ Video haben wir mit der Band und einigen Sequenzen aus der Story unter Tage in einem Berg gedreht. Da mussten wir erstmal durch einen sehr engen Stollen aus dem 18. Jahrhundert etwa 500 Meter unser ganzes Equipment schleppen. WĂ€hrend es draussen an die 35 Grad hatte, war es beim Dreh unter Tage um die 6 Grad Minus! Die Dreharbeiten haben sehr großen Spaß gemacht, gerade auch die Storyline. Ich war ja bei den gesamten Dreharbeiten mit dabei und habe auch mitgefilmt. Tolle Geschichte!“

In unserem Interview zur „Masters Of Darkness“ EP habt ihr schon angedeutet, dass es dieses Mal eine etwas einfachere Schatzsuche geben wird. Hab mich bereits durch das Booklet gewĂŒhlt und die limitierte Box nach doppeltem Boden und anderen Hinweisen abgesucht, allerdings nichts gefunden. Wann gibt’s die ersten Hinweise?

Alex: „Richtig! Die goldene CD wird in Nordamerika zu finden sein. Wenn die Platte eine Weile im Umlauf ist, werden wir erst mit weiteren Details rausgehen. Es wird ein Hinweis im Artwork sein, mit dem man auch die nĂ€chste Schatzsuche starten kann! Die Spannung steigt, hehe.“

ATROCITY_MASSACREDie Zusammenarbeit mit Massacre hat fĂŒr die Fans sehr große Vorteile; erstens fĂŒhlt man sich stellenweise wieder wie zu den „Blut“ Zeiten, in denen ihr als Vorreiter unterschiedlicher Stile Alben in den 90ern raus gebracht habt und zweitens können wir uns ĂŒber eine richtig geile Box des Albums (inkl. Autogrammkarte, Shirt und 2 coolen Postkarten) freuen. Wie erlebt ihr die Zusammenarbeit und gibt es bereits erste Reaktionen zum Album und zur Aufmachung?

Tosso: „Das ist eine ganz großartige Geschichte!! Wir haben einige ATROCITY-Kracher-Alben in den 90ern zusammen mit Massacre veröffentlicht: BLUT, WILLENSKRAFT und auch WERK 80. Thomas Hertler war damals bereits und ist auch jetzt unser Ansprechpartner. Das ist schon richtig geil!! Zudem ist das Massacre Office gerade mal 20 Minuten von unserem Mastersound Studio entfernt!! Totale Schwabenpower quasi. Massacre Records haben fĂŒr OKKULT II einen richtig guten Job gemacht. Das Album hat international sehr viel Beachtung bekommen und ist in Deutschland auf Platz 37 der Albumcharts, sowie Platz 3 der DAC Charts geschossen…was bei so einem knĂŒppelharten Brecher-Album ja auch nicht gerade zu erwarten war. Die Vinylversionen von OKKULT II, sowie auch die mĂ€chtig bitterböse Box haben wir gemeinsam mit Massacre vorbereitet und umgesetzt! Ein Traum! So eine Zusammenarbeit macht einfach Spaß!!“

Warum habt ihr euch bei den Postkarten fĂŒr `Spell Of Blood` und `Phantom Ghost` entschieden und wie kam es zur Auswahl der Models?

Alex: „Zoe und Kim waren unseren absoluten Wunsch Modells, die wir uns ganz bewusst ausgesucht haben, und schon vorher gekannt haben. Zoe ist SĂ€ngerin und Modell, kam extra aus den USA fĂŒrs Shooting rĂŒber, und ist auch als Gaststimme bei „Infernal Sabbath“ und „Phantom Ghost“ mit dabei. Kim ist ein großer Vampir Fan und wirkle auch beim Videodreh von „Shadowtaker“ als Hauptdarstellerin mit! Klasse Zusammenarbeit mit den beiden!!“

Ein kurzer Ausflug in die heutige Metalszene: Mittlerweile kommen auch einige Ă€ltere Bands wieder aus der Versenkung. So bringen Dark Millenium (mit denen ihr ja auch mal getourt habt) beispielsweise auch wieder ein eneus Album raus. Was denkt ihr ĂŒber die Entwicklung, dass sich alte Bands nochmal erheben?

Tosso: „Wir waren ja eigentlich nie in der Versenkung. Sicher, es gab halt Zeiten in denen wir hauptsĂ€chlich mit LEAVES’ EYES unterwegs waren, aber im Hintergrund wurde bei uns auch immer fĂŒr ATROCITY gewirbelt. Somit sehe ich uns da eher als bestĂ€ndige, fortwĂ€hrende Combo. Bei manchen Reunions freue ich mich als Fan selbst auch drauf. Es gibt möglicherweise auch jĂŒngeren Menschen die Möglichkeit, Bands nochmal live zu erleben, so wie jetzt bei der Helloween-Geschichte zum Beispiel. Andererseits gibt es auch Beispiele, bei denen man als Außenstehender vielleicht den Eindruck bekommt, es wĂ€re wohl besser gewesen, die Musik aus der Vergangenheit in WĂŒrde ruhen zu lassen. Aber das ist ja auch Geschmacksache. Was mir aber tatsĂ€chlich auf den Keks geht ist,wenn Bands geplant auf Abschiedstour gehen, um dann 2 Jahre spĂ€ter auf Reunion-Tour zu gehen. Was soll der Scheiß? Das ist doch irgendwie Verarschung.“

Letzte Frage an Alex: wie hast du as Debakel mit der Fußball WM verkraftet?

Alex: „Ganz, ganz bitter… Als großer Fan der Nationalmannschaft frĂ€gt man sich wirklich wie man mit solch einem Kader so mies abschneiden kann. Einstellung, Einsatz, Spielidee und die völlig unnötigen Krisen im Umfeld der Nationalmannschaft waren ein absoluter Witz. Nichtsdestotrotz habe ich mich dazu entschieden mit meinem Sohn Leon am 06.09. nach MĂŒnchen gegen Frankreich ins Stadion zu gehen, zum Start der Nations League. Ein paar Tage spĂ€ter gehen wir auch noch zum Spiel gegen Peru ins Stadion. Wir hatten tolle Spiele in der WM Quali im Stadion angeschaut. Und hoffentlich hat das ganze „WM 2018 – Elend“ dann bald ein Ende, und man kann sich hoffentlich wieder ĂŒber die Spiele der Nationalmannschaft freuen! Ein Neuanfang ist bitter nötig. Es muss eine gewaltige Kurskorrektur gemacht werden. Es mĂŒssen Leidenschaft, Kampfgeist, unbedingter Wille – die sogenannten deutschen Fussball-Tugenden – wiederbelebt werden. Die WM Turniere zuvor oder der Confed Cup waren ja wirklich hervorragend, und man wĂŒnscht sich, dass man wieder so beigeisterten Fussball von der Nationalmannschaft geboten bekommt.“

Nochmals danke fĂŒr „Okkult II“! Ich habe mich sehr ĂŒber das Dauerfeuer in meinen Boxen gefreut und wĂŒnsche euch, dass es vielen Fans Ă€hnlich ergeht. Noch einige abschließende Worte an unsere Leser?

Alex: „Yeah!! Wir möchten uns bei allen Fans fĂŒr die super UnterstĂŒtzung bedanken! Wahnsinn! Wir sehen uns hoffentlich alle bald auf Tour, und lassen es richtig krachen!“

Radu

REVIEW: PSOA 2018

Posted by Samir On August - 26 - 2018

ImpressionsPSOA2018_02Sommer, Sonne, GeknĂŒppel. Endlich ist wieder August und das Lieblingsfestival von ca. 8000 Fans steht wieder an. Merchandise StĂ€nde, entspannte Leute und 3 Tage Extrem Metal garantieren einen Ă€hnlichen Erholungsfaktor, wie ein All inclusive Urlaub am Strand. Auf gehtÂŽs zum Party San 2018, das von GeprĂŒgel, Sturm und Ehrfurcht geprĂ€gt war.

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