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Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

ARMORED SAINT ESSEN

Posted by Peter Marquardt On November - 14 - 2018

ARMORED SAINT „Symbol Of Salvation” TOUR 2018 Die Band geht den Weg, den in letzter Zeit viele Bands beschritten. Sie prĂ€sentieren uns live ein komplettes Album. Warum nun “Symbol Of Salvation” auserkoren wurde, kein JubilĂ€um oder Ă€hnliches, entzieht sich meiner Kenntnis. Egal, denn live sind ARMORED SAINT immer eine Macht und da ist es schon fast egal, was sie aus ihrem Repertoire zaubern.

Den Anfang machten die Lokalmatadore GREYDON FIELDS aus Essen. Ich weiß nicht wie die Band an diesen Gig gekommen ist, aber es wĂ€re fĂŒr sie echt eine Chance gewesen, vor vollem Haus neue Fans zu gewinnen. Aber ob das geklappt hat, wage ich mal zu bezweifeln. Ihr Melodic Thrash passte stilistisch absolut nicht zum Headliner und wurde hier auch nicht sonderlich agil auf die Bretter gebracht.

ArmoredSaint2018_06Dass an einem Sonntag so viele Metaller den Weg ins Turock gefunden haben, ist ein Beweis dafĂŒr, dass ARMORED SAINT einen sehr hohen Stellenwert haben. Und die Band startet auch direkt in die Vollen mit ‚March Of The Saints‘, gefolgt von ‚Long Before I Die‘ und ‚Chemical Euphoria‘. Somit sind die ersten  drei Alben abgefrĂŒhstĂŒckt und man kann sich ganz dem Album Nummer vier ‚Symbol Of Salvation’ widmen. Bereit fĂŒr ein Hitfeuerwehr erster KajĂŒte? Dann mal los….. ‚Reign Of Fire‘, ‚Dropping Like Flies‘, ‚Last Train Home’ und ‚Tribal Dance‘. Was fĂŒr eine Stimmung im Publikum, die Menge tobt, grölt, singt und die Band hat sichtlich Spaß.

ArmoredSaint2018_44Nach diesem Feuerwerk mĂŒssen alle erst einmal durchatmen. John Bush erzĂ€hlt ein paar Anekdoten, z.B. warum sie sich nie einer stilistischen Beschneidung unterworfen haben und welche EinflĂŒsse die einzelnen Bandmitglieder mit in die Band brachten. Zum Song ‚Another Day‘ findet John ergreifende Worte zum 1999 verstorbenen Gitarristen Dave Prichard. Der Song ‚Symbol Of Salvation‘ wird so abgefeiert, dass sich der gute John durchs Publikum kĂ€mpft und auf der Treppe, die zum Balkon des Clubs fĂŒhrt, das Lied zu Ende singt. Das nennt man wohl FannĂ€he !!

ArmoredSaint2018_73Die restlichen Nummern sind teilweise selten bis nie live aufgefĂŒhrt worden und beschließen den “Symbol of Salvation” Teil. Dass die Band auch jetzt noch großartige Nummern schreiben kann, beweist ‚Win Hands Down‘ vom letzten Album. Mit ‚Can U Deliver‘ beendet DER Song vom Debutalbum den Abend. Wieder einmal haben ARMORED SAINT eindrucksvoll ihre LivequalitĂ€ten unter Beweis gestellt. Also ich bin wieder dabei, wenn John Bush und seine Mannen wieder in der NĂ€he spielen!!

Peter

Fotocredit: Dajana Winkel

POWERWOLF TOUR 2018

Posted by Andrea On November - 6 - 2018

PW (1 von 1) (1)Derzeit ist die saarlĂ€ndische Band POWERWOLF auf großer Reise durch Europa. Am 29.10.2018 machten sie mit ihrer “WolfsnĂ€chte-Tour” in Hamburg Halt. Metal Impressions war vor Ort und Andrea berichtet fĂŒr Euch von diesem Abend:

Gegen 18:00 Uhr sollte der Einlass beginnen, also habe ich mich pĂŒnktlich zum Mehr! Theater am Großmarkt in Hamburg begeben. Es ist immer sehr entspannt am Großmarkt. Hier gibt es genĂŒgend ParkplĂ€tze und auch der Einlass geht dort sehr zĂŒgig voran. Gegen 18.30 Uhr stand ich inmitten in der großen Halle voller Vorfreude auf die kommenden drei Shows. Mit an Bord hatten die Wölfe um Attila Dorn zwei grandiose Supportbands. Zum einen KISSIN`DYNAMITE und weiter die Schweden von AMARANTHE.

45381840_1937877282948621_7470336080785440768_o45485993_1937877132948636_6699624875490803712_oKISSIN`DYNAMITE eröffneten den Abend gegen 19:30 Uhr. Sie legten gleich mit `I`ve got the fireÂŽ, dem Eröffnungssong ihres neuen Albums „Ecstasy“ los. Das Publikum ging vom ersten Ton ab an mit und hat die Jungs richtig gefeiert. KISSIN`DYNAMITE haben insgesamt 8 Songs, mit denen sie grĂ¶ĂŸtenteils ihr neues Album vorstellten, gespielt. Von Song zu Song wurde die Stimmung immer besser, und das Publikum lockerer. Das BĂŒhnenbild der Band war ebenfalls grandios und unterstrich ihr Image. Die EinflĂŒsse der 80er Jahre sind weder zu ĂŒbersehen, noch zu ĂŒberhören. Alles in allem haben KISSIN` DYNAMITE einen soliden Grundstein fĂŒr diesen Abend gelegt.

ama1aama2 (1 von 1) (2)Nach einer kurzen Umbaupause konnten dann AMARANTHE beweisen, dass auch sie die gute Stimmung beibehalten können. Gewohnt sexy gekleidet betrat Elize Ryd mit ihren Jungs die BĂŒhne und schmetterte mit `MaximizeÂŽ gleich los. AMARANTHE spielten mit einer Setlist von insgesamt 11 Songs einen guten Mix aus alten und neuen Songs. So waren u.a. `365ÂŽ, `The NexusÂŽ und `Drop dead CynicalÂŽ dabei. Es war ein Set mit Power sie holten das Publikum genau dort ab, wo KISSIN` DYNAMITE aufgehört hatten. WĂ€hrend ich an der Seite stand und mit AMARANTHE gefeiert habe, liefen dann plötzlich die Jungs von KISSIN`DYNAMITE an mir vorbei Richtung Merchstand. Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen und bin dann kurz dorthin, um ein paar Worte mit ihnen zu wechseln. So entstanden auch einige Bilder mit der Band. Sie haben sich Zeit fĂŒr die Fans genommen und jeden Fotowunsch erfĂŒllt. Danach habe ich dann den Rest der AMARANTHE-Show aus etwas weiterer Entfernung betrachtet. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Sound im Mehr! Theater relativ leise ist, sobald man nicht in der Mitte des Theaters steht. Dennoch haben mich AMARANTHE  komplett abgeholt.

45336155_1937807886288894_21015305044099072_o45411284_1937807639622252_6318320930242166784_oNach einer weiteren Umbauphase sollten nun POWERWOLF die BĂŒhne betreten. Die BĂŒhne wurde verhangen, so dass der Zuschauer nichts vom BĂŒhnenbild sehen konnte. Es prangten lediglich die POWERWOLF-Initialen auf dem Vorhang. Plötzlich ging das Licht aus und von hinten kam rotes Licht, das dann den Umriss von Attila Dorn erkennen ließ. WĂ€hrend des Intros nahmen alle Bandmitglieder ihren Platz hinter dem Vorhang ein und das Konzert startete mit dem Song `Fire and ForgiveÂŽ, dem Eröffnungssong ihres aktuellen Albums. Die Ansagen zu den Songs machte Attila Dorn in gewohnter POWERWOLF-Manier und leitete somit durch eine großartige “Heavy Metal Messe”. Die Reise der Wölfe fĂŒhrte quer durch alle Alben. POWERWOLF spielten sich regelrecht die Finger wund und legten ein mehrstĂŒndiges Set hin. Hier die komplette Setlist:

Fire and forgive/ Army of the night/ Incense & Iron/ Amen and attack/ Let there be night/ Demons are a girls best friend/ Killers with the cross/ Armata strigoi/ Blessed & Possessed/ Where the wild wolfes have gone/ Resurrection by Erection/ Stossgebet/ All we need is blood/ We drink your blood/ Lupus dei/ Zugaben: Sanctified with dynamite/ Coleus Sanctus/ Werewolves of Armenia

45313827_1937807659622250_3521587073473576960_o45282994_1937807962955553_3987504649002287104_oPOWERWOLF zelebrieren diese “Heavy Metal Messe” regelrecht und haben damit auch ihre AnhĂ€nger gefunden. Siese hat man auch hier in Hamburg schnell erkannt, denn viele waren im Powerwolf-Stil geschminkt. Das Publikum hat die Jungs mit wehenden Haaren und lautem Mitsingen begleitet. Die Stimmung war grandios und am Ende lief jedem der Schweiß. Die BĂŒhnenbilder wechselten wĂ€hrend der Show einige Male und eines war prachtvoller als das andere. Die Show an sich war sehr schön, dennoch war es fĂŒr mich ein wenig “zu viel des Ganzen”. Ein bisschen weniger Show, hĂ€tte die Musik mehr in den Vordergrund gestellt und das Ganze in meinen Augen ein wenig runder wirken lassen. Alles in allem war dieser Abend dennoch mehr als hörens- bzw. sehenswert und hat mir volle fĂŒnf Stunden an Spaß und gute Musik gebracht. Beim nĂ€chsten Mal bin ich gerne wieder mit dabei, um die Wölfe heulen zu hören!

Berichterstattung / Photo-Credits:

Andrea Da Silva Nolasco

Lordi – Der Monster-Rock in Deutschland

Posted by Etienne On Oktober - 30 - 2018

tNBBnJgAAktuell zieht die finnische Monster-Truppe LORDI mit ihrem „Sextourcism“ durch die europĂ€ischen Lande. Wir vom Metal Impressions Magazine konnten uns das natĂŒrlich nicht entgehen lassen und waren in Aschaffenburg im Colos-Saal vor Ort. Etienne berichtet fĂŒr Euch:

Etwa gegen 17.30 Uhr gesellte ich mich zu den, teilweise schon seit Stunden wartenden Fans in der Schlange, um direkt bei Einlass gegen 18:00 Uhr mit ihnen an die BĂŒhne stĂŒrmen zu können. BegrĂŒĂŸt wurden wir von einem kleinen Drumkit vor einer ansonsten nahezu abgehangenen BĂŒhne, welche nur hier und da ein paar kleine, aber dennoch vielversprechende Einblicke zuließ.

Wo9OOqYAGegen 19:00 Uhr eröffnete die ebenfalls finnische Band EGOKILLS mit dem Titelsong zu ihrem aktuellen Album „Mellowhead“ den Abend. Es folgten sechs weitere Songs der Hippie-Metal-Formation und eine Ansprache, in der SĂ€nger Janne scherzhaft darauf hinwies, dass sie spĂ€ter am Merch zu finden seien und versuchen wĂŒrden, sich so sich ihr Spritgeld fĂŒr die Heimfahrt zu verdienen, bevor sie die BĂŒhne verließen, um somit der zweiten Band des Abends Platz zum Aufbau zu geben.
_WvgmFjANach einer kurzen Umbauphase folgten SILVER DUST, welche eingefleischten Lordi-Fans schon von der 2016er Tour bekannt waren. Sofort fiel der ĂŒbergroße, als Spiegel designte Bildschirm ins Auge, welcher auch direkt das Intro der Band zeigte. Es folgten sechs Songs der Band, welche immer wieder durch Videoeinspielungen unterstĂŒtzt wurden und somit eine Show fĂŒr Augen und Ohren zugleich boten.  Zum Abschluss betraten die Gitarristen und der SĂ€nger mit FĂ€ssern die BĂŒhne und gaben nochmals alles in einem wechselseitigen Drumsolo mit Schlagzeuger Magma.
cXu3EmJwNach einer weiteren kurzen Pause war es dann so weit und die Monster von LORDI stĂŒrmten mit dem Titelsong zum aktuellen Album „Sexorcism“ die BĂŒhne. Es folgte eine fast zweistĂŒndige Reise durch die komplette Bandgeschichte, die AuszĂŒge aus allen Alben der Band bot. Besonders das zum ersten Mal, seit knapp zehn Jahren, live gespielte ,Missing Miss CharleneÂŽ ĂŒberraschte viele Fans. Trotz vieler EindrĂŒcke aus der Vergangenheit wurde dabei der Fokus auf die aktuelle Scheibe aber keineswegs vernachlĂ€ssigt.

Hier die komplette Setlist des Abends:
Sexorcism/ Would You Love A Monsterman/ Missing Miss Charlene-/House of Ghosts-Medley / Your TongueÂŽs Got The Cat/ Drum Solo/ Blood Red Sandman/ It Snows In Hell/ Keyboard Solo/ SheÂŽs A Demon/ Naked In My Cellar/ Bass Solo/ Hug You Hardcore/ Rock Police/ The Riff/ Gitarren Solo/ WhoÂŽs Your Daddy/ Devil Is A Loser/ Hard Rock Halleluja

Dabei wurden in altbekannter Manier die Songs durch eine BĂŒhnenshow untermauert, durch die LORDI sich schon seit Jahren einen Namen verschafft hat. So boten die Priester-Showeinlagen einen ebenso abwechslungsreichen Abend, wie die immer wieder eingestreuten Schockeffekte durch Kunstblut versprĂŒhende KettensĂ€gen oder Geisterpuppen, welche aus dem Hintergrund dem Publikum entgegensprangen und einem das GefĂŒhl gaben, sich in einem Horrorfilm zu befinden. Aber auch ansonsten stellten sie unter Beweis, dass sie durch jahrelange Erfahrung eine gut funktionierende Einheit bilden und sich ihren Ruf als eine mehr als sehenswerte Live-Band redlich verdient haben, sodass die Musik keineswegs hierunter litt. Und so ĂŒberzeugte der gewohnten Hard Rock, welcher trotz Horrorthematik an die alten Vertreter des Genres erinnert, die Fans auf ganzer Linie. Eher ungewöhnlich: Im Vergleich zu vielen anderen Bands, wurden die Soli-Parts eines jeden Instrumentes an einem Punkt des Abends gespielt, zu dem jedes einzelne Bandmitglied die Chance erhielt, auch losgelöst vom Bandtreiben zu zeigen, was man kann. Abgerundet wurde die Show durch die Ansprache des SĂ€ngers “Mr. Lordi”, welcher auf witzige Art und Weise die Songs wie `Naked In My CellarÂŽ einleitete oder gar versprach, die Chefs der Zuschauer anzurufen und ihnen klar zu machen, dass diese am nĂ€chsten Tag nicht zu arbeiten zu brauchen. Diese lustigen Ansprachen gaben dem Ganzen auch etwas Persönliches und FamiliĂ€res, was die Zuschauer offenbar allesamt positiv aufnahmen. Den Schluss bildete selbstverstĂ€ndlich der Hit `Hardrock HallelujaÂŽ, mit dem LORDI 2006 den Eurovision Song Contest gewannen und der nochmals fĂŒr ausgelassene Stimmung und fliegende Haare im Publikum sorgte.

v4brYxJgFĂŒr mich alles in allem ein genialer Abend voller guter Musik und ausgefeilter Showeinlagen. EGOKILLS lieferten eine gute Show, passten fĂŒr mich persönlich aber leider nicht wirklich zu den anderen Bands. SILVER DUST waren mir zuvor unbekannt, haben mich mit ihrer Mischung aus Rammstein und einem an Serj Tankian (SYSTEM OF A DOWN) erinnernden Gesang mitsamt Showeinlagen absolut ĂŒberzeugt. Besonders das Phantom der Oper-Duett des SĂ€ngers im Wechsel mit einem Phantom auf dem Bildschirm war fĂŒr mich genial. Es war meine erste LORDI-Live-Show, aber definitiv nicht meine letzte. Das Spiel zwischen Horrorshow und der Musik bietet fĂŒr jeden etwas und bleibt zweifelsohne noch lange in Erinnerung.

Berichterstattung + Photo-Credits:

Etienne Kulik

KILLING JOKE in Hamburg – Eine Zeitreise voller Emotionen

Posted by Stefanie On Oktober - 20 - 2018

KillingJoke1 (1 von 1)_KLEINMontage sind ja grundsĂ€tzlich immer etwas total Blödes. Man kommt am ersten Arbeitstag der Woche geschafft nach Hause und möchte sich eigentlich nur noch die Decke ĂŒber den Kopf ziehen. Nicht jedoch am vergangenen Montag. Am 15.10.2018 gab sich nĂ€mlich KILLING JOKE – die Lieblingsband der Lieblingsbands – in der Hamburger Markthalle die Ehre.Als Support waren TURBOWOLF aus den UK am Start. Leider war es uns vom Metal Impressions nicht möglich, ihren Auftritt zu verfolgen, denn wir erreichten erst um 20:30 Uhr die Markthalle. Sehr schade. Das was uns aber zugetragen wurde von anderer Seite war zumindest positiv. Nunja, vielleicht ergibt sich noch einmal die Möglichkeit TURBOWOLF live an anderer Stelle zu erleben.

KillingJoke5 (1 von 1)_KLEINDie Markthalle fĂŒllte sich gut. Es ging auf 21:00 Uhr zu. Ein Publikum 40+ schien an diesem Abend anwesend zu sein. SchĂ€tzungsweise gut 800 Leute, die nun sehnsĂŒchtig auf ihre Lieblingsband warteten. Man spĂŒrte eine gewisse Spannung in Hamburgs liebstem „Metal-Hardrock-Wohnzimmer“ (so wird die Markthalle oftmals liebevoll betitelt). Die Backliner absolvierten auf der BĂŒhne noch kleine letzte Handgriffe und stellten die Instrumente parat. RĂ€ucherstĂ€bchen wurden ĂŒberall auf der BĂŒhne gezĂŒndet.

KillingJoke14 (1 von 1)_KLEINPĂŒnktlich 21:00 Uhr Auftritt KILLING JOKE. Das Hamburger Publikum applaudierte und sogleich legten die 5 Briten mit ihrem wohl grĂ¶ĂŸten Hit der 80er Jahre `Love Like BloodÂŽ los. Die Besucher waren sofort von Null auf Hundert. Was fĂŒr eine wahnsinnige Stimmung. Jaz Coleman, bekleidet mit einem schwarzen Overall und einer aufgemalten Spinne auf dem RĂŒcken, brillierte von der ersten Minute an. Was fĂŒr ein Spirit geht doch von diesem Mann nur aus. Ein Meister der Mimik, der wĂ€hrend seines Gesanges tĂ€nzelnd, niemals stillstehend, seine Songs celebriert. Selten so etwas erlebt. WĂ€hrenddessen Gitarrist Kevin „Geordie“ Walker und Bassist Martin „Youth“ Glover mit einer absoluten Coolness ihre Parts absolvierten, war Jaz Coleman schlicht und ergreifend DAS Alphatier auf dieser Musikreise.

KillingJoke7 (1 von 1)_KLEIN (1)

KILLING JOKE touren derzeit auf großer 40Jahre-JubilĂ€umstour. Dementsprechend spielten sie sich durch ihre grĂ¶ĂŸten Hits. So zum Beispiel `EightiesÂŽ, bei dem Coleman hĂŒpfend, stampfend, tĂ€nzelnd, stetig den Beat von Bass oder Schlagzeug mit seinen FĂŒĂŸen wiedergab. Die Hamburger waren spĂ€testens hier auch nicht mehr zu halten. Bei `RequiemÂŽ war es ebenso. Man sang textsicher mit, verfolgte das Tun auf der BĂŒhne mit großen Augen und oftmals konnte man erleben, wie sich die Zuschauer glĂŒckselig anschauten. Man war spĂŒrbar zufrieden mit allem was auf der BĂŒhne geschah.

KillingJoke6 (1 von 1)_KLEINDer Sound in der Markthalle war an diesem Montagabend ebenfalls sehr gut – es stimmte wirklich alles von hinten bis vorne. Wer sich mit KILLING JOKE beschĂ€ftigt hat all die Jahre, weiß, dass es kaum eine andere Band gibt, die so genreĂŒbergreifend Musik ĂŒber 40 Jahre den Fans ĂŒberliefert hat. Sie begannen in den 80er Jahren eher mit Brit-Post-Punk, durch ColemanÂŽs spirituelle dann folgende Lebensweise und auch seiner Zeit in Indien, bekam jedes weitere der nunmehr 15 Alben eine komplett andere Note. Der Metal wurde angefasst, Industrial-Rock, Grunge, Indie-Rock – jedoch alles immer gewĂŒrzt mit einer Prise Punk. Viele heute namenhafte Bands zogen viel aus genau dieser einen Band. Jedoch blieben sich KILLING JOKE immer treu und gaben sich niemals dem Mainstream hin. Und das war gut so, denn sonst hĂ€tten wir zum Beispiel am Montag in Hamburg nicht dieses Hammer-Konzert genießen können.

KillingJoke8 (1 von 1)_KLEINAls Abschluss-Song spielten KILLING JOKE noch einen ebenfalls großen Song. `PandemoniumÂŽ von ihrem gleichnamigen Album aus dem Jahre 1994. Eine gut gewĂ€hlte Perle zum Ende. Coleman sang und tanzte sich noch einmal komplett in Ekstase und war vollkommen in Trance, bevor zum Ende des Liedes allesamt die HĂ€nde nach oben rissen, Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug sich noch einmal aufbĂ€umten und es eines Siegeszuges gleich pompös endete. Das Publikum war voller Adrenalin und die Briten standen mit dem letzten Taktschlag dankend auf der BĂŒhne. Noch einmal wurde die Gitarre in die Luft gehalten, Drummer Paul Ferguson, stand ebenfalls auf und dankte dem Publikum. Die Briten waren sichtlich zufrieden mit ihrem Hamburger Publikum und das Hamburger Publikum mit „ihrer Band“.

KillingJoke9 (1 von 1)_KLEINSchon lange nicht mehr haben wir einen solchen GĂ€nsehautmoment erleben dĂŒrfen; denn sah man diese vollkommene GlĂŒckseligkeit ColemanÂŽs, der sich fast gar nicht von diesem tollen Publikum trennen konnte und immer wieder auf sein Herz deutete und sich die HĂ€nde vor das Gesicht legte, hatte man eben „goose bumps“. Ein wundervoller emotionaler Höhepunkt nach 90 Minuten Spielzeit, jedoch ohne Zugabe. Das Licht in der Halle ging an. KILLING JOKE verließen mit einem letzten Winken die BĂŒhne, das Hamburger Publikum zog mit einem LĂ€cheln ins Foyer und man hatte sich sicherlich bei einem letzten Bier oder auf der Heimfahrt einiges zu erzĂ€hlen. Schön war es!
KILLING JOKE – Ihr habt uns eines dieser Konzerte beschert, welches einen auf ewig begleiten wird.

Metal Impressions sagt DANKE !

Berichterstattung und Photo-Credits:

Stefanie Preuß

Bury Tomorrow TOUR 2018

Posted by Etienne On Oktober - 10 - 2018

20180703_bury_tomorrow_poster_lg_1_1_1_1_1Die Festivalsaison ist vorbei, aber da die Jungs von BURY TOMORROW einfach nicht genug von Deutschland bekommen, kehren sie fĂŒr eine weitere Tour zu uns zurĂŒck.

2006 von Drummer Adam Jackson in Southampton gegrĂŒndet, veröffentlichten sie bereits 2007 ihre erste EP „The Sleep of the Innocents“, welche sie selbst vertrieben. Bereits zwei Jahre spĂ€ter hatten sie ihren ersten Labelvertrag und brachten ihr erstes Album „Portraits“ auf den Markt. Bereits zu diesem Zeitpunkt  tourten sie weltweit, so beispielsweise in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan.

Mit dem 2016 erschienen Album „Earthbound“ gelang ihnen auch die erste Chartplatzierung in Deutschland und sie erreichten immerhin Platz 64. Im Juli diesen Jahres erschien ihr, von den Fans heiß ersehntes, fĂŒnftes Studioalbum „Black Flame“, welches nochmal eine Schippe obendrauf packte und Platz 19 der deutschen Charts belegte.
Im Voraus wurden immer wieder Stimmen laut, die aufgrund der ersten, gleichnamigen Single ein verweichlichtes Album befĂŒrchteten, diese wurden aber reihenweise vom Hocker gehauen. Trotz einer gewissen Experimentierfreudigkeit mit melodisch, trĂ€umerischen Intros oder gar Djent-Elmenten, steht die Platte den VorgĂ€ngern und anderen Metalcore-Bands in nichts nach.

Bekannt sind BURY TOMORROW insbesondere fĂŒr ihre FannĂ€he, die sich am Ende eines jeden Konzertes zeigt, wenn sie mit den Worten „Fuck Pay-Meet and Greets! See you in a few Minutes!“ die BĂŒhne verlassen und zur Freude der Fans fĂŒr einen gemĂŒtlichen Plausch oder ein paar Autogramme von der BĂŒhne kommen. Auch die Tatsache, dass sie im Schnitt zwei Mal pro Jahr hierzulande touren, zeigt wie sehr sie die deutschen Fans mögen und wie sehr sie im Gegenzug gemocht werden.

Als Support sind 36 CRAZYFISTS, CANE HILL und CHRYSTAL LAKE dabei. Der Abend verspricht also Metalcore-Power aus aller Welt und einen Abriss sondergleichen. Also seid schnell und verpasst nicht die Chance dabei zu sein, wenn diese Bands eine Halle in Eurer NĂ€he zum Beben bringen!

Hier die Daten im Überblick:

25.11.18 Hamburg, Markthalle

30.11.18 Berlin, SO 36

01.12.18 Leipzig, Conne Island

03.12.18 MĂŒnchen, Backstage Halle

04.12.18 Graz (AT), Explosiv

07.12.18 Wiesbaden, Schlachthof

Tickets gibt es 29,50€ bei Eventim und an vielen Vorverkaufsstellen.

Das Meltdown Festival 2018 – Metal im hohen Norden

Posted by Andrea On Oktober - 9 - 2018

Moin, Tach und Hallo aus dem hohen Norden. Metal Impressions war fĂŒr Euch am Samstag, den 08.09.18, auf dem MELTDOWN FESTIVAL in Schuby. Das Festival begann bereits am Freitag, den 07.09.2018. Hier spielten Bands, wie z.B. NORDIC RAID, SLOW KILL SYSTEM, RAYDER, RAMPAGE, PSILOCYBE und ENDSEEKER.

Andrea2 (1 von 1)Bei der Ankunft am Samstag hatte ich erst die BefĂŒrchtung, es könnte ein Regentag werden, aber nein, der Norden brachte mir Sonne. Die erste halbe Stunde hieß es erst einmal fĂŒr mich, den Platz zu erkunden. Wo konnte was gefunden werden. Man wurde freundlich empfangen und alles war bestens aufgestellt. FĂŒr Essen und Trinken wurde seitens des Veranstalters zu sehr fairen Preisen gesorgt. Ich merkte gleich, dass hier ein wirklich gut organisiertes Open Air auf die Beine gestellt wurde. Eine sehr familiĂ€re Stimmung war deutlich zu spĂŒren. Ein Festival, wo jeder den anderen kennt und einfach immer wieder gerne mit dabei ist. So liebe ich es. Nun aber ab zur BĂŒhne. Den Auftakt auf der HauptbĂŒhne machten POWERHEAD aus Rendsburg. Sie lieferten soliden Thrash Metal ab, der das Publikum und auch mich gut auf den Tag einstimmten. KrĂ€ftiger Gesang, gutes Gitarren- und Schlagzeugspiel konnten ĂŒberzeugen. Die Rendsburger gaben einen guten Grundstein fĂŒr den Rest des Tages und alles was da noch so kommen sollte.

insulter2Im Zelt eröffneten INSULTER Tag Nummer 2. FĂŒr mich waren sie die Überraschung des Tages. Die drei Mannen aus dem Frankfurter Raum traten mit satanischem Thrash Metal auf und lieferten eine grandiose Show ab.  Sah man den SĂ€nger, dachte man, es stĂŒnde der junge James Hetfield vor einem. Mit viel Charisma und Power zogen sie ihre Show durch und begeisterten die Besucher des Festivals. Am Ende des Gigs wurde eindringlich um Zugabe gebettelt. Vom Veranstalter wurde dieser Wunsch erfĂŒllt und somit durften INSULTER noch eine Zugabe spielen. Sie haben sich definitiv in mein Herz gespielt.

Meltdown2 (1)Nahtlos ging es dann auf der HauptbĂŒhne mit VLADIMIR HARKONNEN weiter. Die aus Rendsburg bzw. Kiel stammende Band beschreibt ihren Stil selbst als Thrash Flavoured Hardcore. Das Wummern in der Magenkuhle zeugte von kraftvoller Musik, die von gutem Gesang und harten GitarrenklĂ€ngen begleitet wurde. Die Stimmung vor der BĂŒhne war auch hier gut, und man sah wirbelnde Haare in HĂŒlle und FĂŒlle. Ein steifer Nacken war somit vorprogrammiert.

obskura2Etwas frisch wurde es nun und ich entschloss mich schnell ein paar wĂ€rmere Klamotten anzuziehen. Dies schnell erledigt, ging es fĂŒr mich zum nĂ€chsten Slot. Diesen bespielten die hier allseits bekannten Death-Thrash-Metaller von OBSKURA aus Schleswig-Holstein. Sie konnten das Publikum sozusagen „mit Links“ abholen. Wer bis jetzt seine Nackenmuskeln noch nicht ĂŒberspannt hatte, tat es spĂ€testens jetzt. Keiner stand mehr still – nur noch wehende Haare im Helikoptermodus. Bass und Schlagzeug gaben den Rhythmus vor und Gitarren und Gesang passten sich gut an. Einziges Manko der Band: SĂ€nger Marvin konnte laut eigener Aussage mit seinem kurzen Haar nicht mit machen beim Headbangen. Dies erledigten aber umso mehr Bassist und Gitarrist. Alles in allem eine sehr gelungene Performance mit eingĂ€ngigem Sound.

Andrea4 (1 von 1)Mein absolutes Highlight an diesem Abend waren allerdings NIGHT LASER. War doch bisher der Nachmittag und der Abend von Death- und Thrash Metal geprĂ€gt, so kam nun der absolut pure Glam Metal auf die BĂŒhne. NIGHT LASER haben als Headliner das Feuerwerk des Abends entfacht. Wo auch immer diese Jungs auftreten, ist ein solcher Spirit zu spĂŒren, der einen einfach immer wieder mitnimmt.  Auch das Publikum des Meltdown Festivals wurde vom ersten Ton ab an offensichtlich ĂŒberzeugt.  Mit Songs, wie `Manta ́, `Laserhead ́ und `Chaos Crew ́ gaben sie einen grandiosen Headliner ab. Ein glitzerner Auftritt auf ganzer Linie.

Meltdown1Als Abschluss-Band des Abends spielten METAL WITCH.  Hier begab man sich noch einmal auf eine kleine Zeitreise – zurĂŒck in die 80er Jahre. Gut gemachter Hard Rock. Und jeder, der noch nicht zu mĂŒde oder zu „viel intus hatte“,  hat bei dieser Band noch einmal ordentlich gefeiert und spaßig einen wundervollen zweiten Festivaltag zu Ende gehen lassen.

An diesem Tag spielten ĂŒber den Tag verteilt noch Bands, wie DEADFLESH, EXTINCT, HAILSTONE, VERHEERER, TORIAN und INCARCERATION.

Wir vom Metal Impressions Magazine danken den Veranstaltern, dass wir in diesem Jahr mit dabei sein konnten. Ein absolut tolles Festival mit einem sehr angenehmen und gut gelauntem Publikum. Ich persönlich habe mich sauwohl gefĂŒhlt. Eine wahnsinnig gute Orga hat hier zwei Tage lang ein schönes Festival auf die Beine gestellt. Unser Daumen geht nach oben und wir werden im kommenden Jahr mit Sicherheit wieder vor Ort sein. Freuen wir uns somit auf das MELTDOWN FESTIVAL 2019 !

Bericht und Photo Credits:

Andrea Da Silva Nolasco

ELBRIOT 2018 REVIEW

Posted by joel On September - 27 - 2018

OurMirage (1 von 1) (2)Am 18. August 2018 öffnete auch das ELBRIOT in Hamburg unter dem Motto „Welcome to the Riot“ zum sechsten Mal seine Pforten. Auch in diesem Jahr war fĂŒr jeden Geschmack etwas dabei. Von der Newcomer Band OUR MIRAGE, ĂŒber SATYRICON bis hin zu ARCH ENEMY. Es war definitiv fĂŒr jeden etwas dabei.

Ab 11:00 konnten die Besucher auf das GelĂ€nde auf dem Großmarkt stĂŒrmen und ihre Positionen beziehen, um den Tag zu genießen. Die ersten Töne des Tages stammten von OUR MIRAGE, die lange Zeit nur unter Special Guests auf dem Plakat des Elbriots standen. Allerdings fĂŒhrte das bei diesen Jungs nicht zum Abbruch. Die Melodic-Hardcore Band wurde im MĂ€rz 2017 mit dem Release ihrer ersten Single `NightfallÂŽ gegrĂŒndet, die bereits nach kurzer Zeit ĂŒber 200.000 Aufrufe hatte. Den Einstieg beim Festival haben sie mit harten GitarrenklĂ€ngen und einem SĂ€nger, der echt etwas auf dem Kasten hat, ordentlich gerockt! Neben dem cleanen Gesang von SĂ€nger Timo Bonner, gab es Screams und Growls von Bassist Manuel Möbs. So sorgten sie fĂŒr eine Topmischung und ließen die Festivalbesuchern Blut auf lecken, auf das was noch kommen sollte.

Undead (1 von 1) (1)UNCURED sind fĂŒr uns den weiten Weg aus New York gekommen. Und was soll ich sagen? Die Band hatte Bock. Gemeinsam mit JASTA sind sie auf Europa Festival Tour und beehrten so auch das Elbriot. WĂ€hrend OUR MIRAGE auf vergleichsweise eher sanfte KlĂ€nge gesetzt hatten, setzten UNCURED auf dunklen Progressive Death Metal. Doch die Band lieferte nicht nur eine super musikalische Show, sie nahmen das Publikum in ihren Bann, animierten zum Mitmachen und es machte so richtig Spaß, ihnen zuzuschauen bzw. zuzuhören. Mit ordentlichen Gitarrensolis, die einige Festivalbesucher zum Luftgitarre spielen animierten, punktete diese Band. Kein Wunder, dass es schwer zu glauben ist, dass die Band erst 2017 mit dem Album „Medusa“ ihr DebĂŒt feierte.

Jasta (1 von 1) -2Hach, was soll man sagen. Kann SĂ€nger Jamey Jasta, der seit 1994 Frontmann der Band HATEBREED ist, ĂŒberhaupt ein nicht erfolgreiches Soloprojekt starten? Die Antwort hat er uns mit seiner Soloband JASTA gegeben. NEIN! JASTA war die dritte Band des Elbriots und sie haben die BĂŒhne weggefetzt. Kein Zweifel mehr, der Typ hat es drauf und er hat Menschen um sich geschart, die es ebenfalls haben. Jamey Jasta betrat die BĂŒhne mit den Worten: „Elbriot, I told you I would be back motherfuckers!“. Doch das war nicht alles. Obwohl die Band so schon sehr ĂŒberzeugt hat, das Publikum einen Circlepit nach dem anderen gestartet hat, kam der KnĂŒller. FĂŒr den Song ‘Chasing Demons’ haben JASTA den SĂ€nger von KILLSWITCH ENGAGE Howard Jones mitgebracht. Aber dies sollte es auch noch nicht gewesen sein. Auch Dino Cazares, der Gitarrist von FEAR FACTORY und Kirk Windstein, mit dem Jamey Jasta bereits zwei Album aufgenommen hatte, kamen mit auf die BĂŒhne. Was fĂŒr ein grandioser Auftritt.

Beartooth (1 von 1)-2Um 15:20 betraten BEARTOOTH die BĂŒhne. Die 2012 gegrĂŒndete Hardcore Band aus Columbus, Ohio, starteten gleich mit ihrem Song `The LinesÂŽ. Bereits im Vorfeld konnte man dem Publikum ansehen, wie sehr es sich auf diese Band gefreut hat. Überall sah man Beartooth Shirts und Pullover. Und das nicht zu Unrecht. Die Stimmung im Publikum war richtig gut. Es wurde lauthals mitgegröhlt, gemoshed, gepoged und es gab jede Menge Crowdsurfer. Die Stimmung im Publikum war am Kochen und die Band heizte weiter ein.

Saty (1 von 1)-2Mit SATYRICON tauchte das Elbriot in den Genrebereich des Black Metals. Die Band aus Norwegen stach musikalisch aus dem Line-Up des Elbriots heraus und ließen Dunkelheit fĂŒr eine Weile auf dem GelĂ€nde einkehren. Dies mit bekannten Songs, wie z.B. ‘Mother North’ und ‘K.I.N.G.’. Die Band konnte mit ihrem super Sound live echt ĂŒberzeugen und hat so eine weitere Facette des Metals hier in Hamburg beim Elbriot erfolgreich abgedecken können.

skindred (1 von 1)-2Nun aber zu SKINDRED. Diese Band sollte man auf jeden Fall mindestens einmal in seinem Leben live gesehen haben. Wer bis zu dem Zeitpunkt noch nicht in Stimmung gekommen war, der konnte sich der Show und den einmaligen Sound von SKINDRED nicht entziehen. Neben ihren bekanntesten Songs, wie zum Beispiel ‘Warning’ und ‘Nobody’, sorgten sie fĂŒr ein gut gelauntes tanzendes Publikum, indem sie viel Bass und Animation mit einbrachten. Es wurde mitgesungen und auch die T-Shirts des Publikums wedelten wieder zum Helikopter-Song ordentlich in der Luft.

Suic (1 von 1)-2Die US-amerikanische Hardcore Band SUICIDAL TENDENCIES ĂŒbernahm dann das von SKINDRED noch immer hoch erhitzte Publikum und legte noch einmal nach. Mit ihrem Song ‘You Can’t Bring Me Down’ eröffneten sie ihr Set und zeigten den Besuchern, welche Energie noch in ihnen steckt! Das Publikum feierte weiter, machte jeden Spaß mit und man genoss die Zeit und die Musik dieser Band. Das Highlight ihrer Show war allerdings das Ende. Wer zwischendurch vielleicht einmal kurz Bier holen war, der musste sich beim nĂ€chsten Blick auf die BĂŒhne doch sehr gewundert haben. Denn die Band holte einige Besucher aus dem Publikum auf die BĂŒhne, um gemeinsam ihren letzten Song zu performen und gemeinsam zu singen. Strahlende Gesichter auf der BĂŒhne waren das Ergebnis.

Arch (1 von 1)_2 (2)Als Headliner des diesjĂ€hrigen Elbriots haben ARCH ENEMY eine geile Show abgeliefert. Die Band um SĂ€ngerin Alissa White-Gluz ĂŒberzeugte mit Melodic-Death-Metal. SpĂ€testens jetzt war jedes Gesicht und Ohr zur BĂŒhne gewandt. Mit Songs wie ‘War Eternal’, ‘We Will Rise’ und ‘Nemesis’ brannten sie die BĂŒhne nieder und zeigten der Welt erneut, dass nicht nur MĂ€nner die Kunst des Growlens und Screamens beherrschen. Wer die Band bis dato noch nicht live gesehen hat, konnte die enorme BĂŒhnenprĂ€senz erleben. Das Publikum hat mitgemacht, mitgesungen und war so laut, dass ganz Hamburg etwas von diesem Auftritt mitbekommen haben mĂŒsste.

Wir freuen uns auf 2019, wenn es auf dem Hamburger GroßmarktgelĂ€nde beim ELBRIOT wieder heisst: „Welcome To The Riot!“

Photo Credits: Joel Villwock

Kamelot LIVE REVIEW

Posted by Etienne On September - 20 - 2018

058a8d711f10b97402dd028e97b211e3d7410c47Aktuell fegt KAMELOTs „Shadows over Europe“ Tour ĂŒber unsere deutschen Gefilde, um ihre neueste Platte „The Shadow Theory“ live zu zelebrieren. Dabei machten sie unter anderem Halt in Aschaffenburg, wo ich mir das Spektakel natĂŒrlich nicht entgehen lassen konnte!

Los ging es pĂŒnktlich um 18.00 Uhr mit dem Einlass in die Halle. Dabei fiel mein Augenmerk sofort auf die einzelne Absperrung, die von der BĂŒhne in den Raum ragte. Dahinter war ein vielversprechendes Podest aufgebaut, welches nur etwa halb so hoch war wie die BĂŒhne und spĂ€ter bestimmt fĂŒr einige schöne Momente sorgen wĂŒrde.
Gegen 19.00 Uhr ging es dann mit der ersten Vorband los: VISIONS OF ATLANTIS. Zum Einstieg gab es direkt den Titelsong zu ihrem aktuellen Album „The Deep & the Dark“, welcher ein etwa 30-minĂŒtiges Set einleitete. Es folgten weitere sechs Songs, von denen die HĂ€lfte dem neuen Album entsprang, was von den Fans sehr gut aufgenommen wurde. Beim vorletzten Song verließen nahezu alle Mitglieder die BĂŒhne. Einzig die SĂ€ngerin ClĂ©mentine Delauney blieb und leitete mit den Worten „This one is just between you and me“ die Powerballade `The Last HomeÂŽ ein. Mit `Return to LemuriaÂŽ fand ihr Auftritt einen runden Abschluss, bevor der Umbau fĂŒr LEAVESÂŽ EYES begann.
Nach einer guten halben Stunde betraten nun sechs Krieger die BĂŒhne und unterstĂŒtzten das eingespielte Intro mit Waffenklirren und Schildeklopfen, wĂ€hrend LEAVESÂŽ EYES die BĂŒhne stĂŒrmten. Ganze acht Songs spielten sie, von denen ebenfalls die HĂ€lfte ihrem aktuellen Album „Sign of the Dragonhead“ entsprangen. Ein besonderes Highlight war hierbei die Live-Premiere der Bonus-Edition-Single `BeowulfÂŽ, welche unter tosendem Applaus von Fans gefeiert wurde. Zum Abschied erschien SĂ€nger Alexander Krull, in Begleitung der bereits bekannten Krieger, ebenfalls in einem Krieger-Outfit und gab bei `Blazing WatersÂŽ noch einmal alles.
Nach einer weiteren Umbauphase gingen gegen 21.00 Uhr endlich die Lichter aus und KAMELOT ĂŒbernahmen die BĂŒhne. FĂŒr den Einstieg wurde `Phantom Divine (Shadow Empire)ÂŽ gewĂ€hlt, welches von Lauren Hart (ONCE HUMAN), die auch die Albumversion eingesungen hat, unterstĂŒtzt wurde. Genauso energiegeladen und immer wieder von Lauren Hart begleitet, ging es die folgenden zwei Stunden mit dieser Setlist weiter:
Phantom Divine (Shadow Empire) / Rule the World / Insomnia / The Great Pandemonium / When the Lights are Down / End of Innocence / Veil of Elysium / Here®s to the Fall / RavenLight / March of Mephisto / Karma /Amnesiac /Burns to Embrace / Sacrimony (Angel of Afterlife) / Drum vs. Keyboard – Soli/ Forever / Liar Liar (Wasteland Monarchy)
Ganze 16 Songs und ein „Doppelsolo“ gaben KAMELOT zum Besten. Dabei wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, immer wieder kurze Entspannungspausen, so beispielsweise mit `HereÂŽs to the FallÂŽ einzubauen und zwischen den melodischen und den schnellen Liedern zu variieren. Hierdurch entstand ein stĂ€ndiges Auf und Ab fĂŒr die GefĂŒhle und die fliegenden Haare. Besonders positiv wurde `End of InnocenceÂŽ aufgenommen, welches bereits vom vorletzten Album „Haven“ stammt und bis heute nur sehr selten live gespielt wurde, wie SĂ€nger Tommy Karevik in der Songansprache auch nochmals bestĂ€tigte, um dann solo vom bereits erwĂ€hnten Podest aus mit dem Song zu beginnen. Auch die auffallende NĂ€he der einzelnen Mitglieder zu ihren Fans gab dem Ganzen einen besonderen Touch. Immer wieder standen einzelne Mitglieder auf dem von Fans umringten Podest, schĂŒttelten HĂ€nde oder legten gar die HĂ€nde der Zuschauer in der ersten Reihe auf den Bass, um sie ein, zwei AnschlĂ€ge fĂŒr sie ĂŒbernehmen zu lassen. WĂ€hrend des vorletzten Songs `ForeverÂŽ sprang Tommy Karevik sogar zwischenzeitig ĂŒber die Absperrung, um den Song inmitten der verblĂŒfften Zuschauer fortzusetzen. Auch die LiveunterstĂŒtzung von Lauren Hart gab dem ganzen den schön abgerundeten Schliff, da sie selbst fĂŒr die meisten dieser Lieder die Albumversion eingesungen hat und auch den krönenden Abschluss mit `Liar Liar (Wasteland Monarchy)ÂŽ, im Original von Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY), mĂŒhelos und gekonnt ĂŒber die BĂŒhne brachte.

FĂŒr mich persönlich war das Konzert eindeutig eines meiner Highlights des Jahres. VISIONS OF ATLANTIS waren mir zuvor unbekannt, haben mich aber mit ihrer Mischung aus Symphonic- und Power-Metal, die mich durchaus stark an Nightwish erinnerte, absolut ĂŒberzeugt. LEAVESÂŽ EYES lieferten eine solide Show, die sowohl fĂŒr die Ohren, als auch fĂŒr die Augen etwas bot. KAMELOT lieferten eine geniale Show mit viel Spaß und FannĂ€he, wodurch man mitgerissen wurde, egal ob man wollte oder nicht. Alles in allem einfach ein genialer Abend voller melodischer Metal-Power.

/Etienne

WERNER Rennen 2018

Posted by Stefanie On September - 19 - 2018

40480798_2335040899846328_2004364166487343104_oJa, was war denn da auf dem Flugplatz Hartenholm in der kleinen Gemeinde Hasenmoor los ? Am 30.08.2019 lĂ€utete man an genau dem Ort, an dem vor 30 Jahren das legendĂ€re „WERNER RENNEN“ zwischen Brösel und Holgi stattfand, ein Fest der Superlative ein. An vier Tagen sollte nun gefeiert werden. Ein riesiges Areal wurde geschaffen,  mit diversen Grounds der Motorenwelt, drei BĂŒhnen fĂŒr Musik & Co., Merchandise-StĂ€nde, ein Riesenrad und kulinarische Ecken in HĂŒlle und FĂŒlle. NatĂŒrlich die diversen StĂ€nde an Bölkstoff nicht zu vergessen.

40374960_2333124240037994_190617902796242944_oAm Donnerstag (30.08.2018) fiel der Startschuss und die erste Besucherwelle reiste an und stand bereits auf Autobahnen und Bundesstraßen in diversen Staus. Etwas unsortiert auf den Campinggrounds und beim Einlass soll es gewesen sein, so berichteten einige. Musikalisch rockten am ersten Tag auf den drei BĂŒhnen  Bands, wie z.B. D.A.D., THE NEW ROSES, TORFROCK, KNORKATOR, TANZWUT, KNEIPENTERRORISTEN, ILLEGAL 2001 LOTTO KING KARL, MAMBO KURT und diverse weitere Show-Acts.

40565424_2335041516512933_4707818089570369536_oNeben einem großen GelĂ€nde mit Leckereien, ordentlich Bier und Schnaps und anderen GetrĂ€nken, konnte man in der Motorwelt versinken. Hier boten kleine Rennen etwas fĂŒrs Auge. Diese mit RasenmĂ€hern, Mofas, alten Bikes, Crossmaschinen und und und. FĂŒr jeden war etwas dabei.

Der Freitag, also Tag 2 lief es dann in punkto Anreise um einiges besser an. Wir vom Metal Impressions Magazine hatten heute unseren ersten Tag beim Werner Rennen. Unsere Stefanie, die fĂŒr uns vor Ort war, hatte einen Anreiseweg von einer Stunde, fĂŒr den sie sonst gut 30 Minuten brĂ€uchte. Somit alles im Rahmen und dies mit kleinen Umwegen durch andere kleine Orte. Schnell geparkt, ein Fußweg von 700 m zur Akkreditierungsstelle (dort allerdings eine Stunde Wartezeit) und um 16:30 Uhr konnte das Infield erreicht werden. Erst einmal schnell zum erstbesten GetrĂ€nkestand, ein eiskaltes Glas Wasser und ab ging die Werner Sause. Gegen 17:00 Uhr standen TORFROCK auf der BĂŒhne.

WernerRennen2 (1 von 1)-00Was wĂ€re dieses Fest ohne die Torfrockers. Sie sind ein Muss bei dieser „Revangsche“. Eine große Masse Menschen zog vor die große „Kesseldrom-BĂŒhne“ und feierte die Bagaluten mal so richtig. Bekannte Lieder sang man textsicher mit, schunkelnd den Bölkstoff in der Hand. Es herrschte bei allerbestem Wetter (Sonne und blauer Himmel) eine rundum gute entspannte Stimmung. Überall freundliches Personal und auch die Security machte einen guten und absolut freundlichen Job. Nachdem die HĂ€lfte des Auftrittes von Torfrock geschafft war, ging es weiter zum VIP Bereich. Hier trafen sich besondere GĂ€ste, Pressevertreter, Artists uvm.  Ein schöner Ruhepool in all dem bunten Treiben. Die Kehle war trocken, ein GetrĂ€nk musste her, ein kurzer Plausch unter Kollegen und weiter ging es zu OHRENFEIND. Die Hamburger Band kennt man im Norden und wer sie nicht kennt, hat verpennt. Sie passten wie die Faust aufs Auge beim Werner Rennen, denn ihr Vollgasrock im „Waamlöt-Zelt“ kurbelte das Benzin im Blut ordentlich an. Schöner Auftritt, cool wie immer und Daumen nach oben fĂŒr Chris Laut  und seine Mannen.

Otto6 (1 von 1)_00 (1)Als NĂ€chstes enterte OTTO WAALKES mit seinen „Friesenjungs“ die Kesseldrom-BĂŒhne. Voll war es mit einem Schlag, richtig voll. Alle freuten sich auf den Ostfriesen, der einst die Ottifanten in unser aller Leben brachte und auch mit niedlichem Rockliedgut schon einen Monat zuvor beim Wacken Open Air die Stimmung nach oben trieb. Eine kurze Anmoderation von Matze Knob und schon gab OTTO mit seinen Songs – hier z.B. der abgewandelten „STING-Nummer `FriesenjungÂŽ -  den Ton auf der BĂŒhne an und die Stimmung war „on top“.

Maschine1 (1 von 1)-00Da am frĂŒhen Nachmittag der Auftritt von HÄMATOM leider nicht geschafft wurde, nutze Stefanie die Chance und nahm den Weg auf um Maschine Nitrox (Moderator der Full Metal Mountains, des Wacken Open Airs, der Full Metal Cruise uvm.) bei seiner LATE NIGHT SHOW zu besuchen. Zu Gast hatte er an diesem Abend die Jungs von HÄMATOM. Eine Chance, diese einmal ganz anders zu erleben. Und was soll man sagen: Es war ein Heidenspaß! Entspannte Typen, die JĂ€germeister im Publikum verteilten, lustig talkten, mit denen Maschine ordentlich SpĂ€ĂŸchen machen konnte, die zusammen mit dem Publikum ein Ballspiel aus alten Kindertagen spielten und auch spĂ€ter beim Karaoke ordentlich Gas gaben. Schönes Ding!

Fury2 (1 von 1)-00Nu aber fix zu FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE.  Eine Band aus den 90er Jahren, die mit ihrem 30jĂ€hrigen BĂŒhnenjubilĂ€um nun auch noch das Werner Rennen bereicherten. MĂ€chtig voll war es wiederum vor der Kesseldrom-BĂŒhne. Aber eine sehr angenehme Stimmung im Publikum. Auch der Sound, der aber auf allen BĂŒhne sehr sehr gut war, muss an dieser Stelle einmal ein dickes Lob bekommen. FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE schĂŒttelten ihre Hits nacheinander aus dem Ärmel. Hier z.B. `Time to wonderÂŽ, `Radio OrchidÂŽ oder aber `WonÂŽt forget these daysÂŽ. Man fĂŒhlte sich gleich wieder wie 17 und der zweite Tag dieser Festtage nahm ein wirklich schönes Ende.

RoseT11 (1 von 1)-00Am Samstag sollte fĂŒr das Metal Impressions Magazine nunmehr das Programm pĂŒnktlich zu ROSE TATTOO beginnen. Auch die Australier passten hier bei diesem Event echt gut. Mit ihren Hardrocknummern und der markanten Stimme von Gary Anderson gaben sie einen schönen Nachmittags-Slot ab. Immer wieder auf den BĂŒhnen bei Anmoderationen kam das Thema auf: „WER MACHT DAS RENNEN? Holgi oder Brösel?“ Traute man dem Beifall der Besucher, konnte man doch recht deutlich die Sympathie und das DaumendrĂŒcken fĂŒr Brösel wahrnehmen.  Das Wetter war auch an diesem Tage ein absolutes Kaiserwetterchen. Blauer Himmel, Sonne, um die 25 Grad. Perfekt.

WernerRennen21 (1 von 1)-00FĂŒr 18:00 Uhr war dann ein Pressetermin fĂŒr die Fotografen und Journalisten direkt auf der Rennbahn angesetzt. Langsam machte man sich auf den Weg. Die Wege waren doch – aus unserer Sicht – zu weit. Zwischen der Dezibel-BĂŒhne und dem Areal der Waamlöt-BĂŒhne und Kesseldrom-BĂŒhne war eine relativ große FlĂ€che, die wirklich ungenutzt war. Man hatte das GefĂŒhl man ĂŒberquere einen zusĂ€tzlichen Acker, der beide Teile irgendwie voneinander trennen sollte. Auf der Seite der Dezibel-BĂŒhne hatte man eher – bedingt durch Riesenrad und Biergarten – das GefĂŒhl auf einem Volksfest zu sein. Der Alkoholpegel war hier doch um einiges höher als auf der – nennen wir sie „anderen Seite“. Dennoch war auch hier der Spaß spĂŒrbar. Die kleine Dezibel-BĂŒhne hatte ebenfalls einen guten Sound, die Securities waren auch hier wirklich sehr freundlich und hilfsbereit.

Serum7 (1 von 1)-00Kurz vor dem Pressetermin genossen wir noch ein paar Songs von SERUM 114, die nĂ€mlich gerade auf der Dezibel-BĂŒhne ihren Auftritt hatten. Gut wie immer, die Jungs aus Hessen.

WernerRennen14 (1 von 1)-01Weiter ging es. Ab auf die Rennbahn. Dieses Areal mit TribĂŒhnen durfte nur mit gelben Warnwesten betreten werden. NatĂŒrlich bekam auch Stefanie so ein schickes Teilchen. Beim Warten auf Holgi und Brösel konnte man dann nebenbei noch das Renntreiben mit diversen ausgefallenen Rennfahrzeugen verfolgen. Ob nun Drag-Mobile, alte VW-KĂ€fer, amerikanische Schlitten, MotorrĂ€der aus alten Tagen oder aber auch kleine Crossmaschinen mit den jĂŒngsten Fahrern  – alles war dabei.

WernerRennen16 (1 von 1)-00Nachdem die Rennbahn jedoch frei wurde, schob man Red Porsche Killer und den roten Porsche 911 auf die Bahn. Die Hauptakteure dieser 4-Tages-Sause (Brösel und Holgi) posierten gut gelaunt fĂŒr die Fotografen, beantworteten der Presse einige Fragen und gaben sich absolut cool und gelassen. Nachdem der Pressetermin zu Ende war, ging es zurĂŒck zum VIP-Bereich, um ein FlĂ€schchen Flens zu trinken. Gehört ja auch mit dazu. Was wĂ€re ein Werner Rennen ohne Bölkstoff? Ein wenig die FĂŒĂŸe ausruhen und dem Treiben auf dem GelĂ€nde zuschauen. Am Samstag – auch schon am Freitag – fiel auf, dass wesentlich mehr Familien den Weg nach Hartenholm auf sich genommen hatten. War ja auch gut so. Wie schon erwĂ€hnt, fĂŒr jeden etwas dabei und es gab an allen Ecken etwas zu erleben bzw. zu sehen. Seitlich des Infields war die Motorenwelt, hier die Ecke der Schrauber. Ob nun alte Autos oder MotorrĂ€der. Hier fand man doch einige RaritĂ€ten. Zum anderen gab es den Motocross-Ground. Hier cruisten die Rennfahrer beim Moto Cross, Stock-Car, Unicycle, Rasentrecker Rennen,  Traktor-Pulling oder aber duellierten sich beim Mofa Cup.

40556966_2336024989747919_6357944563348275200_oVom Auftritt von DORO erlebten wir nur noch die letzten zwei Songs, aber auch hier war es natĂŒrlich – wie sollte es anders bei der Metal Queen sein – gut gefĂŒllt mit Besuchern vor der Kesseldrom-BĂŒhne.

Heutiges Abend-BĂŒhnen-Highlight sollte jedoch NIEDECKENS BAP sein. BAP2 (1 von 1) (1)-00Sie waren ja schon damals in 1988 einer der Show-Acts und von daher waren sie fester Bestandteil dieser erneuten Auflage. Auch sie spielten auf der großen BĂŒhne. Ja, was sollte man hier sagen: Wolfgang Niedecken kann noch immer richtig rocken. Im GepĂ€ck hatte er gute Musiker, bestĂŒckt mit diversen Instrumenten wie Saxophon, Keyboard, Trompete uvm. Ein tolles Zusammenspiel aller mit sichtlichem Spaß dieser an ihrem Tun auf der BĂŒhne. NatĂŒrlich brachten die Kölsche Jungs diverses Liedgut aus 40 Jahren Bandgeschichte und `Verdamp lang herÂŽ durfte selbstverstĂ€ndlich auch nicht fehlen. Mit BAP endete dann auch fĂŒr unsere Stefanie der Samstag des Werner Rennens 2018.

40684350_2337341389616279_3390987735161372672_oAm Sonntag war dann fĂŒr 16:45 Uhr DAS GROSSE RENNEN zwischen Brösel (Rötger Feldmann) und Holgi (Holger Henze) angesagt. Zuvor gab es noch einige Musik-Acts auf den BĂŒhnen, wie z.B. ALMANAC oder aber DANIEL WIRTZ. Ab 17:00 Uhr spielten dann SANTIANO oder aber noch spĂ€ter HARDBONE und ROGER CHAPMAN uvm. Das Rennen wurde ebenfalls live im Fernsehen ĂŒbertragen. Auch auf der riesigen Leinwand auf dem Infield konnte ein jeder diesen Moment miterleben.

42059392_688198461537034_3944699179569250304_nWer gewann, dĂŒrfte ja mittlerweile bekannt sein. Es war der Tag der Revangsche und nach 30 Jahren holte sich Brösel endlich seinen Sieg. Es war aber eine knappe Kiste und wĂ€re die Rennstrecke eine lĂ€ngere gewesen, wĂ€re der Holgi sicherlich erneut zum Siege gekommen. Nun aber freute sich Rötger Feldmann und die Stimmung kochte ĂŒber auf dem GelĂ€nde. Was fĂŒr ein Moment.

40628612_2337341209616297_3244794001957584896_oUnd wer sich auskennt mit WERNER & CO., der kennt natĂŒrlich auch den „SchmĂ€hturm“. Dieser konnte schon seitlich der Rennstrecke tagelang begutachtet werden. Auf diesen Turm musste der Verlierer (in diesem Falle Holgi) unter eine selbst kreierten Rohrleitungsanlage (nennen wir es kurzum Jauche-Dusche). Aus dieser kam dann richtig schöner brauner Sodder herausgeschossen und bespritze den Verlierer. Da die beiden Duell-Partner aber ĂŒber die Jahre zu wirklich guten Freunden geworden sind, war es eine sehr sĂŒĂŸe Geste, dass der Brösel noch mit auf den SchmĂ€hturm stieg und sich vollsudeln ließ. So sind die Nordmenschen eben. Außen kĂŒhl, innen herzlich.

WernerRennen8 _aZusammenfassend: Eine absolut gut gemeisterte 4-Tages-Sause mit 50.000 Besuchern, viel Prominenz, Spaß ohne Ende, bestem Wetter, einer riesen Auswahl an Kulinarischem und jede Menge Bölkstoff.  Ein lauthals feierndes und dennoch friedliches Publikum und jede Menge guter Stimmung. Eine absolut bunte Mischung in punkto Musik. 80 Bands bestiegen an 4 Tagen die 3 BĂŒhnen. Ein Überangebot an Shows und Rennen fĂŒr Motorenbegeisterte und eine Prise Kirmes noch dazu. Auch wenn es natĂŒrlich fĂŒr uns vom Metal Impressions Magazine nicht Metal war, bedanken wir uns, dass wir dabei sein durften, einiges danach zu berichten hatten und behaupten können „Wir waren dabei“.  Ob es in 2019 eine weitere “Revangsche” geben soll oder aber erst spĂ€ter, weiß man noch nicht genau. Der Holgi war nicht abgeneigt und der Brösel kann weiter mit Andi in seiner Werkstatt basteln und wer weiß – vielleicht sieht man sich schon bald wieder auf dem FlughafengelĂ€nde in Hartenholm in der Gemeinde Hasenmoor in Schleswig-Holstein.

Wir danken an dieser Stelle Dirk Jacobs fĂŒr die ZurverfĂŒgungstellung einiger Bilder. Schaut doch einmal auf seiner Website vorbei  https://presspix.3base.de/

Photo Credits Metal Impressions Magazine: Stefanie Preuß

LORDI TOUR 2018

Posted by Etienne On September - 12 - 2018

Lordibannerwithdates

Nach zwei Jahren kehren die finnischen Schock-Rocker von LORDI mit ihrem neuesten Album „Sexorcism“ zurĂŒck auf unsere heimischen BĂŒhnen. 1992 von „Mr. Lordi“ als Soloprojekt gegrĂŒndet, stießen nach etwa vier Jahren die ersten weiteren Mitglieder hinzu und die Band nahm langsam Gestalt an. Dennoch dauerte es noch weitere sechs Jahre und einige Besetzungswechsel folgten, bis 2002 das erste Album erschien. Gleich ihre allererste Single `Would You Love a MonstermanÂŽ wurde in ihrer Heimat ein Nummer-1-Hit und bekam sogar den Goldstatus. Internationale Bekanntheit erlangten LORDI vor allem durch ihren Sieg beim Eurovision Song Contest 2006, den sie als erste Hard Rock Band der Geschichte des Contests gewannen. Zu Ehren des Sieges wurde der Platz in Mr. Lordis Heimatstadt Rovaniemi sogar in den „Lordi-Platz“ umbenannt. Ebenfalls 2006 erschien ihr drittes Studioalbum „The Arockalypse“, welches in Deutschland Platz 7 der Charts erreichte und ebenfalls den Goldstatus erreichte. Am 24.05.2018 veröffentlichte die Band nunmehr das achte Werk in gewohnter Hard Rock-Manier, mit welchem sie Platz 19 der finnischen Charts einnahmen. Seit Jahren ĂŒberzeugt die Band eine breite Masse mit ihrem eingĂ€ngigen Hard Rock, der oftmals an die alten Bands des Genres erinnert, aber auch neue Elemente aufzuweisen hat. Besonders auffallend sind dabei ihre GanzkörperkostĂŒme, die allesamt Monster darstellen und von Mr. Lordi selbst entworfen wurden. Auch ihre Zusammenarbeit mit einigen GrĂ¶ĂŸen der Musikgeschichte wie Udo Dirkschneider (U.D.O.), Bruce Kulick (EX-KISS) oder Dee Snider (TWISTED SISTER) zeigen hierbei, dass sie sich ihren Platz in der Rock-Szene eindeutig verdient haben. Also seid dabei und erlebt den „Sextourcism“ live auf einer BĂŒhne in Eurer NĂ€he!

Hier die Daten im Überblick:

25.10.2018 Aschaffenburg, Colos-Saal

26.10.2018 Burglengenfeld, VAZ Pfarrheim

27.10.2018 Memmingen, Kaminwerk

28.10.2018 NĂŒrnberg, Hirsch

29.10.2018 MĂŒnchen, Backstage

31.10.2018 Graz (AT), Explosiv

01.11.2018 Klagenfurt, Stereo

02.11.2018 Micheldorf, Freizeitpark

04.11.2018 Heidelberg, Halle 02

15.11.2018 Dresden, Club Tante JU

16.11.2018 Leipzig, Hellraiser

18.11.2018 Ludwigsburg, Rockfabrik

19.11.2018 Kassel, Musiktheater

21.11.2018 Köln, Essigfabrik

22.11.2018 Bochum, Matrix

23.11.2018 Pratteln (CH) , Z7 Konzertfabrik

Tickets gibt zu einem Preis ab 28,10 € zzgl. VersandgebĂŒhren bei EVENTIM