Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

RH4 (1 von 1)-kleinerJa, was war denn das in diesem Jahr beim ROCKHARZ Festival in Ballenstedt? Nicht nur, dass es einmal wieder die „Gut-Wetter-Garantie“ gab;  nein, es sollte auch noch das 25jährige Jubiläum des ROCKHARZ Festivals gefeiert werden – und das einmal so richtig !

In diesem Jahr war es deutlich voller. 17.000 Besucher wurden erwartet. Die steigende Besucherzahl deutete sich bereits schon am Dienstag, dem Anreisetag, an. Mittwoch folgte dann der richtige Ansturm auf die Campinggrounds. Es mussten sogar noch schnell einige Campingflächen mehr eröffnet werden. Viele schlugen ihre gemütlichen Lager auf (hier immer noch Zelt und Fahrzeug beieinander) und feierten bereits ihre Ankunft mit kühlen Getränken, und wahnsinnig guter Laune. Am Mittwochabend begann dann die Jubiläumssause des ROCKHARZ Festivals mit fünf Bands als „Warm-Up“. Hier standen nun auf dem Programm MONUMENT, DRONE, BANNKREIS, ROSS THE BOSS, WINTERSTORM und KREATOR. Letztere wurden so richtig gefeiert und das mit einem absolut genialem Bühnenlichtspektakel und jeder Menge Konfettischlangen. Insgesamt stehen in diesem Jahr 54 Bands an dreieinhalb Tagen auf dem Programm.

RH2 (KLEINI)FĂźr uns vom Metal Impressions Magazine begann die Harzreise am Donnerstag. Bei 32 Grad zogen wir hoch aus dem Norden dreieinhalb Stunden Richtung SĂźden in den wunderschĂśnen Harz und erblickten freudig den Flughafen Ballenstedt. Im Hintergrund trohnte die Teufelsmauer. Immer wieder ein schĂśner Anblick und fĂźr die Besucher, die bereits Jahr fĂźr Jahr ihr Lager beim ROCKHARZ aufschlagen, sicherlich ein GefĂźhl, nun ihr Urlaubs-Festival erreicht zu haben. Wir parkten unser Auto nah dem Infield und konnten gleich daneben unsere Bändchen und Pressenausweise erhalten. Weiter ging es Richtung BĂźhnen. Zehn Minuten Fußweg und schon waren wir durch den Einlass. Direkt am Einlass stand in diesem Jahr die Harz Force One. Eine Transall C-160 (auch “Silberne Gams” genannt), die vom  Luftfahrtmuseum Wernigerode dem Festival leihweise zur VerfĂźgung gestellt wurde.

RH12 (klein)Ihre Flügel dienten sozusagen auf der einen Seite als Grenze zum Eingang und auf der anderen Seite als Ausgang. Schöne Idee und man konnte sogar in das Flugzeug einsteigen. Da wir ja erst am Donnerstag ankamen, erwartete uns auch keine Warteschlange und wir stießen schon gleich zu Anfang auf ein super nettes Security-Personal am Einlass.

Equibrilium1 (klein)Als erstes wollten wir das ROCKHARZ Festival am Donnerstag mit EQUILIBRIUM beginnen. Zuvor spielten bereits Bands wie BLIND CHANNEL, SKALMÖLD, PRIMAL FEAR, NOTHGARD, LETZTE INSTANZ, CELLAR DARLING, GOD DETHRONED, GRAILKNIGHTS und DIABLO BLVD. Pünktlich standen nun aber die Jungs von EQUILIBRIUM auf der Bühne und „Zack“ zündeten die ersten Feuersäulen. Genialer Auftakt mit `Prey´und der Robse growlte mal so richtig schön ins Mikro. Jubelnd riss das Publikum die Arme empor zu `Waldschrein´, `Blut im Auge´ oder aber abschließend zu `Apokalypse`. Natürlich durfte auch die „Wall of Death“ nicht fehlen. Großartig EQUILIBRIUM !!!

Weiter zogen wir zur Dark-Stage, um mit den Ruhrpottlern von SODOM eine Runde zu thrashen. Gesagt getan: Thomas „Tom Angelripper“ Such, Frank „Blackfire“ Gosdzik, Stefan „Husky“ HüskensSODOM2 (klein) und Yorck Segatz enterten die Bühne und das Set begann mit `The Conqueror´. Schon beim Klassiker `Sodomy And Lust´ kommen der Band die ersten Crowdsurfer entgegen. Der Circle-Pit bildete sich dann bei `Blasphemer´ und von da ab an wurde das zuerst etwas ruhigere Publikum von den Sodomisten verinfiziert. Die neue/alte Formation der Band gefiel uns mal so richtig gut. SODOM bewiesen aus unserer Sicht, dass sie nicht umsonst seit vielen Jahren mit zu den Thrash-Pionieren Deutschlands gehören. Weiter bekam das Publikum den `Bombenhagel´ zu spüren oder aber des Sodoms Anhängers liebstens Kind aus dem Jahre 1989 `Agent Orange´. Nach 50 Minuten beendeten die Gelsenkirchener ihren Slot mit der Nationalhymne – metallisch „of course“. Fazit: SODOM waren geil, nur fehlten ein paar weitere Klassiker. Ansonsten geht von uns die Pommesgabel nach oben.

AMO5 (klein)Wie ein Krebs laufend, bewegten wir uns hin und her. Von der Dark-Stage ging es nun wieder auf die rechte Seite zur Rock-Stage. Dort erwarteten wir die Finnen von AMORPHIS. Die Sonne schien noch immer herrlich. Immer ein leichter Wind, der fĂźr die nĂśtige Frische sorgt. Perfektes Festivalwetter, perfekte Stimmung! Bei AMORPHIS ist die Menge vor der BĂźhne um einiges gewachsen. Die Finnen beginnen mit der ersten Single ihres neuen Albums. `The Bee´ ist ein guter Einstieg. Klassiker-Songs, wie `Sacrifice´, `Silver Bridge´ oder `Death of King´ stimmen die Fans glĂźcklich. Ebenfalls werden natĂźrlich noch ein zwei Songs des aktuellen Albums gebracht. Uns persĂśnlich fehlten noch ein paar weitere Songs aus alten Tagen. Trotzdem: Die sechs Finnen wie immer eine starke Nummer. AMORPHIS sind nicht mehr von den internationalen BĂźhnen wegzudenken. Wie sagte Tomi Joutsen eingangs des Sets so schĂśn? „It´s good to be back“ – und wir sagen: „SchĂśn, dass Ihr wieder da ward – gerne wieder !“

Da der Hunger etwas durchkam, suchten wir die „Fressmeile“ auf. Für das leibliche Wohl ist beim ROCKHARZ immer in Hülle und Fülle gesorgt. Auch in diesem Jahr fällt es schwer, sich zu entscheiden, wo man sich denn den ersten kulinarischen Snack holt. Beim Asia-Wok-Stand werden wir fündig und die Bratnudel-Pfanne mit Gemüse und Hühnchenfleisch gewinnt – hmmm lecker wie immer. Schnell noch ein Getränk dazu und ab zum nächsten Act.

Schandmaul2 (klein)Zu Tanz und schönstem Liedgut laden als Nächstes die Folk-Rock-Musiker der Band SCHANDMAUL. Da im letzten Jahr Violinistin Anna Katharina Kränzlein die Band verließ, übernahm ihren Part als Gastmusikerin keine Geringere als Ally Storch von Subway to Sally. Thomas Lindner freute sich endlich wieder hier beim schönen ROCKHARZ Festival zu sein. Und die Fans freuten sich natürlich auf bekannte Folk-Rock-Lieder, begleitet von Drehleiher, Flöte, Dudelsack, Akustikgitarre oder eben der Violine. Präsentiert wurden uns Songs, wie `Vor der Schlacht`, der `Hofnarr´ oder aber auch das `Teufelsweib´. Als es dann passend zum Harz überging zur `Walpurgisnacht´, stehen des Publikums Füße nicht mehr still. Schaut man sich um, tänzelt ein Jeder glückselig vor sich hin. Zum Abschluss gibt es dann die Liebesnummer `Dein Anblick´. Als Thomas Lindner den Gesang an das Publikum übergibt, kann dieses textsicher übernehmen. Wahrlich ein schöner Abschluss und die Garantie zur Gänsehaut inklusive. Danke SCHANDMAUL !

PW1 (klein)Der Abschluss des Donnerstags sollte fĂźr uns der Headliner POWERWOLF sein. Also flugs rĂźber zur Rock-Stage. Die BĂźhne ist noch mit einem Vorhang verhĂźllt. Mystischer Rauch zieht aus den hinteren Ecken der BĂźhne nach vorne. Still wartet das Publikum auf die WĂślfe, die in diesem Jahr bereits das vierte Mal beim ROCKHARZ am Start sind. Das Warten hat ein Ende, der Vorhang fällt, die SaarbrĂźckener betreten die BĂźhne. Die Outfits der WĂślfe erinnern an Dracula. Grabsteine zieren die BĂźhne. Schwerter dienen als Dekoration der Mikrofonständer. Die Show ist unserer Meinung nach eine Spur zu Ăźbertrieben sakrilegisch. Zwischen diversen Feuerfontänen erschallen auf dieser „Heavy-Metal-Messe“ nun Songs wie `Blessed and Possessed´, `Resurraction By Erection` oder aber `We Drink Your Blood´. Das Publikum feiert die Power der WĂślfe und der Platz vor der Dark-Stage ist ebenfalls gut gefĂźllt. Mehr geht ja eigentlich dann auch gar nicht fĂźr den Headliner des heutigen Tages. Wir verzichten jedoch auf die nachfolgende Absacker-Band MR. HURLEY & DIE PULVERAFFEN. Die MĂźdigkeit siegt und unsere Füße tragen uns artig – leicht bergauf – zum Auto.

EVER1 (klein)Am Freitag wollen wir nachmittags mit der schwedischen Band EVERGREY beginnen. Was freuten wir uns auf Tom Englund und sein Gefolge. Diese Band ist es immer wieder wert gesehen bzw. gehÜrt zu werden. Eine Band, die Gitarren singen lässt und mit Songs wie `A Touch of Blessing´ oder `King of Errors´ immer wieder die Garantie eines genialen Auftrittes mit sich bringt. Fßr die Uhrzeit (15:30 Uhr) war der Platz vor der Bßhne schon gut gefßllt. Sicherlich wären sie unseres Erachtens besser mit einem Abend-Slot gefahren, aber bei der Vielzahl von Bands beim ROCKHARZ ist natßrlich nicht fßr jede Band ein Konzert in den Abendstunden sicher. Dennoch verfolgten wir begeistert das komplette Konzert der Schweden. Daumen nach oben, und das soweit es nur geht.

CRE1 (klein)Weiter ging es mit CREMATORY. Unsere Ulli vom Metal Impressions Magazine (die eigentlich bei diesem Festival die Masseurin der “Happy Hands” ist) Ăźbernahm jetzt einmal ganz spontan die Kamera und schlenderte gleich zu ihren Lieblingen von CREMATORY in den Pit. Vor der Dark-Stage fand sich bereits eine anschauliche  Menschenmenge zusammen. Gefeiert wird bei der Band in diesem Jahr das 28jährige Bandbestehen. Die Band trotzt bei ihrem Auftritt der Unruhe in den Medien und gibt sich gutgelaunt und zeigt sich als starke Einheit. Vom aktuellen Album gibt es gleich zwei Songs. Zum einen `Immortal´und weiter `Ghost of the Part´. NatĂźrlich präsentieren sie auch ihren größten Hit `Tears of Time´. Alles in allem feiert das Publikum den Auftritt und Felix Strass lädt gut gelaunt zum Umtrunk nach dem Gig. Wir freuen uns also schon bald die 30 Jahre mit der sympathischen Gothic-Metal-Truppe aus Worms zu feiern. Bis dahin !

AMA1 (klein)Auf der rechten Seite sollte es nun weitergehen mit den Schweden von AMARANTHE und einer satten Portion Melodic Metal. Die Formation sticht hervor, durch den Wechsel dreier Vocals. Dies wären zum einen die wundervolle Elize Ryd, Henrik Englund Wilhelmsson und Nils Molin. Ein gut gefüllter Platz vor der Bühne um kurz nach 17:00 Uhr, die Sonne scheint und das passt zum Auftritt von AMARANTHE. Eine wirklich gute Performance liefern alle Bandmitglieder ab. Sie können den Spaß und die Frische ihrer Songs und den Einklang wunderbar an das Publikum weiter vermitteln und somit springt der AMARANTHE-Funke über. Wir hören hier u.a. Songs, die wirklich Party-Power mit sich bringen: `Dynamite´, `Hunger´ oder aber zum Ende `Drop Dead Cynical´. Gesang und Instrumentales stimmen sich gut miteinander ab. Guter Sound, gute Laune und von daher gibt es von uns den Daumen nach oben.

BB7 (kleinAuf der anderen Stage wartete man bereits auf Noora Louhimo und ihre Männer von BATTLE BEAST. Noch nie zuvor live gesehen, waren wir somit gespannt. Dass BATTLE BEAST aber erfolgreich sind und es drauf haben, konnte man bereits an der großen Menschentraube vor der Bühne festmachen. Es begann alles mit einem Intro, dann sah man den Drummer Pyry Vikki auf sein Kit springen. Er animierte das Publikum die Arme empor zu reißen. Nach und nach kamen dann die restlichen Musiker „on stage“, bevor „last but not least“ Sängerin Noora mit einem hochgerissenem Arm und einem aufforderndem „Hey. Hey, Hey“ das Set begann. Eine beachtliche Setlist wurde abgearbeitet. Hier z.B. anfangs `Straight To The Heart´ oder aber `Touch In The Night´, `Bastard Son Of Odin´, `Bringer Of Pain´ und als Abschluss-Nummer dann `Beyond The Burning Skies´. Für uns ein wenig zu episch das Ganze und zu viele hochgerissene Arme. Jedoch zeigt das wild feiernde Publikum, dass Tanz-Metal auch eine Sparte ist, die erfolgreich sein kann.

FINN1 (1 von 1) (1)Bedingt durch die Verspätung von ENSIFERIUM, die ihren Flieger verpassten, packten die Battle Biester zwei Songs mehr oben druff und die nachfolgenden Lieblingsöhrchen von FINNTROLL ließen sich mit einem laaaaaaangen Intro so richtig Zeit, ihre Höhlen zu verlassen, um bei Tageslicht und Sonnenschein die Bühne zu erklimmen. Als sie aber da waren, wurde es auf dem Platz vor der Bühne gut voll. Viele kamen von den Campingflächen, um die Langohren zu sehen und zu hören. Auf der Bühne und vor der Bühne feuerte man sich gegenseitig an, Crowdsurfer kamen über des Publikums Hände den Trollen entgegen und das Tageslicht machte den Höhlenbewohnern so gar nichts aus. Zu Liedern, wie `Blodsvept´, `Nattfött´, `Svartberg´, `Jaktens Tid´ oder aber `Trollhammeren´ flogen die angehefteten Ohren beim aufkommenden Wind fast weg. Eine schöne Feier bot sich dem Publikum, die mit `Under Bergets Rot´ ihr Ende fand. Für uns notiert: FINNTROLL immer wieder !

Da ENSIFERIUM nun weit an das Ende des Abends gesetzt werden sollten, beschlossen wir mit ein paar leckeren Churros und Apfelmus den Freitag zu beenden und traten entspannt den Weg zum Appartement an. Um es nicht unerwähnt zu lassen, welche Bands noch an diesem Freitag ßber den Tag verteilt spielten: THE OTHER, ANNISOKAY, OBSCURITY, NANOWAR OF STEEL, AEVERIUM, I´LL BE DAMNED, ALESTORM, EISBRECHER, EISREGEN, VERSENGOLD und als Headliner HAMMERFALL.

AVA1 (klein)Auch am Samstag schien die Sonne, jedoch nur noch bei 25 Grad und einem immer guten Wind, der wehte. Es war optimal und die Energie war noch immer da. Gegen 14:30 Uhr fuhren wir Richtung Ballenstedt und wollten um 15:30 Uhr mit AVATARIUM aus Schweden beginnen. Für uns vom Metal Impressions Magazine, war diese Band neben EVERGREY und PARADISE LOST eines unserer Zugpferde des diesjährigen ROCKHARZ Festivals. Nachdem auf der Rock-Stage zuvor noch die Band TROLLFEST ihr Unwesen trieb und mit Luftballons geschmückt und bunt geschminkt ihre Sause celebrierten, wussten wir nun, dass es von jeder Menge Unsinn nahtlos überging zu hochkarätiger Musik. Sängerin Jeannie Ann-Smith und ihr Mann, der Gitarrist Marcus Jidell, sind ein brilliantes Team. Schwarz gekleidet mit einem weissen Chasuble und einer Sonnenbrille erschien Jeannie und uns war klar, dass wir jetzt etwas fürs Auge, als auch für Ohren und Seele, erhalten. Begonnen wurde mit `Into The Fire. Weiter geht es mit meinem Lieblingslied `Pearls And Coffins`. Jeannie, nunmehr mit einer Gitarre in der Hand, haucht brilliant jeden Ton ins Mikrofon und wir erleben am Ende des Songs ein Gänsehaut-Gitarren-Solo von Marcus Jidell, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Es war dieser eine Moment während meiner 3 Songs, die ich fotografieren durfte, bei dem ich die Kamera abließ und einfach genießen musste. Wahnsinn! Auf diesem Level ging es weiter bis zum abschließendem `Moonhorse`. Die Fans vor der Bühne jubelten dankbar. Auch von uns: Danke AVATARIUM für diesen emotional, musikalisch wertvollen Gig. Eine Band, die wir uns mit Sicherheit nicht das letzte Mal angeschaut haben. Vor AVATARIUM spielten am Samstag WALKING DEAD ON BROADWAY, ERDLING, AHAB, SERENITY, und SKYCLAD. Die beiden folgenden Acts vom GLORYHAMMER und GOITZSCHE FRONT lassen wir fotografisch aus. Aus dem VIP-Bereich konnten wir jedoch gut mitverfolgen, dass bei GLORYHAMMER der Platz brechend voll wurde und eine irre Stimmung tobte.

EXO1 (klein)Wir eilten dann gegen 17:50 Uhr auf den Platz, um EXODUS zu sehen. Was wir hier nun 45 Minuten lang erlebten, war einfach geiler Thrash Metal. Die alten Hasen von EXODUS haben es eben drauf. Sänger Steve „Zetro“ Souza und seine instrumentale Schar Gary Holt, Lee Altus, Jack Gibson und Tom Hunting gaben eine super Performance ab, schnitten Grimassen und bangten mit dem Publikum um die Wette. Wieder einmal mehr zeigten auch die ROCKHARZ Besucher, dass sie auch „Metal“ können. Der eine oder andere hatte nach diesem Gig wahrscheinlich ordentlich Nacken … aber so muss das! Mit Brechern wie `A Lesson In Violence´ oder aber `Bonded By Blond´ zündeten die Mannen aus den United States wahre Feuer und ein gelungenes Set nahm dann gegen 18:40 Uhr sein Ende. EXODUS, Ihr seid einfach geil!

CC1 (klein)Nach dieser gelungenen Thrash-Kiste glitten wir rüber zur rechten Bühne, um uns CANNIBAL CORPSE anzuschauen. Die Death-Metaller legen ohne viel Schnickschnack gleich mit `Red Before Black´ vom aktuellen gleichnamigen Album los. Bei CANNIBAL CORPSE hat man dann aber doch das Gefühl, dass nicht wirklich viele ROCKHARZ Besucher mit dieser härteren Gangart umgehen können. Einige, die mutig die Bühne erreichten, verschwanden auch schnell wieder. Nur die Death-Fangemeinde schwenkte die Haare. Zu Krachern, wie `Evisceration Plague´, `Kill Or Become´, `I Come Blood` oder aber `Hammer Smashed Face´ bildete sich ein fetter Moshpit. Der Helicopter-Schopf des „Corpsegrinder“ steht in der Abendsonne einfach nicht still. Für jeden Death-Metal Fan sind CANNIBAL CORPSE einfach eine Macht.

Als Nächstes kommen die APOKALYPTISCHEN REITER, bei denen es ebenfalls gut besucht ist vor der BĂźhne. Zum sechsten Mal rocken sie bereits das ROCKHARZ Festival. Wir lassen diese Band jedoch aus und gĂśnnen uns derweil eine Cola und ein Wasser, um die trockene staubige Kehle ein wenig zu beruhigen. PL1 (klein)Um 20:45 Uhr ist es dann endlich soweit: PARADISE LOST zeigen sich dem Publikum und natĂźrlich auch uns. Im Sonnenuntergang präsentieren die Briten eine Bandbreite aus alten Alben, wie z.B. `As I Die´, `Forever Failure´, `Embers Fire´, `Mouth´ oder aber `The Rise Of Denial´. Vom aktuellen Album erschallen `From The Gallows´und `The Longest Winter´. Ein wenig „mĂźde“ erschien mir die Band. Zwar ist man bei PARADISE LOST natĂźrlich nicht viel Show oder Bewegung gewĂśhnt, dennoch sprang mir ein etwas gemäßigter Spirit entgegen. Fazit: Belohnt durch viele tolle Songs, souverän dargeboten, die untergehende Sonne tat ihres dazu und KNO1 (klein)somit konnten wir zufrieden den Platz verlassen, um uns KNORKATOR zuzuwenden. Die „Meiste Band der Welt“ springt auf die BĂźhne, vorweg mit einem kleinen Geburtstagsständchen – vom Stumpen gesungen – zu Ehren des ROCKHARZ-Jubiläums. In einem rotem Glittergewand präsentiert sich uns der Stumpen und auch seine knorken Mitgesellen haben sich das “jute Tuch” ebenfalls Ăźberjeworfen.  Begonnen wird dann mit dem `Alten Mann´. Beim `Ultimativen Mann´ holt der Stumpen dann noch ganz spontan die Fotografen-Meute auf die BĂźhne, um mit ihnen zu toben und ihnen eine andere Perspektive “von oben aus” zu spendieren. Wer die Knorkies kennt, weiß, dass solch Überraschungsmomente eben dazu gehĂśren. Bei den Songs `BĂśse´und `Weg nach unten´ kommen nun die Kinder von Stumpen und Alf Artor auf die BĂźhne, die zu beiden Songs im Duett mitsingen. Eine Masse an Crowdsurfern gelangt im Minutentakt zur BĂźhne, so dass die Grabenschlampen (so nennen sich hier beim Rockharz Festival die Securities im Pit) alle Hände voll zu tun haben. Der Stumpen lässt während des gesamten Gigs ein Video live auf Instagram Ăźbertragen und mit `Wir mĂźssen alle sterben´ beenden die Sweeties von KNORKATOR erfolgreich ihren Slot vor dem Headliner des Abschlusstages.

RH5 (klein)Bevor es aber auf der Rock-Stage mit dem Headliner weitergehen soll, findet sich ein auserwählter Teil der ROCKHARZ-Crew auf der BĂźhne zusammen, um den Besuchern, Musikern und natĂźrlich den Helfern vor und hinter der BĂźhne „DANKE zu sagen. Da aber in diesem Jahr auch ein Vierteljahrhundert gefeiert wird, ehrt man langjährige Mitarbeiter, GrĂźndungsmitglieder oder holt den Chef des Flughafens Ballenstedt auf die BĂźhne. Wirklich schĂśne Momente, die sich 20 Minuten auf der BĂźhne abspielen und uns ein wenig Gänsehaut verabreichen und dem einen oder anderen ROCKHARZ-Mitglied sicherlich auch Tränen in die Augen brachten. Das Publikum singt immer wieder “Happy Birthday ROCKHARZ”.  Diese Nähe und dieses Miteinander zwischen den Machern des Festivals, den Personen im Background, den vielen lieben Helfern und natĂźrlich dem Publikum, ist es, was dieses Festival so liebenswert macht.

IF2 ( (1)Die Uhr steht derweil auf 23:15 Uhr. IN FLAMES betreten die Bßhne und machen diese von der ersten Sekunde ab an zu ihrer. Vor der Bßhne ist es seit der Ehrung bereits brechend voll. Alle haben auf die GÜteborger gewartet. Diese legen mit `My Sweet Shadow´und einer genialen Light-Show so richtig los. In 90 Minuten hÜren wir Songs, wie `Pinnball Map´, `Only For The Weak´, `Deliver Us´, `Alias´uvm. Gerne hätten wir noch `Trigger´oder `Sound Of The Playground´ und noch einiges mehr gehÜrt, aber dazu reichte dann doch wiederum nicht die Spielzeit von eineinhalb Stunden. Die Schweden schienen gutgelaunt und präsentierten sich dem ROCKHARZ Festival und seinen Besuchern als ehrwßrdiger Abschluss-Headliner. Am Schluss bedankten sich diese noch gebßhrend und lange von den Besuchern. Das Publikum blieb stehen und applaudierte lange und auf der Dark-Stage läuteten dann MANNTRA das eigentliche Ende des ROCKHARZ Festivals ein.  Fßr uns war der Tag ausreichend und erfßllt und wir blickten noch einmal auf die wunderschÜn beleuchtete Festival-Area mit einem lachenden und einem weinenden Auge  zurßck. Drei wunderschÜne Festivaltage waren nun zu Ende.

RH1 (1 von 1)

Unser Fazit zum diesjährigem ROCKHARZ Festival: FĂźr uns, die nunmehr im zweiten Jahr vor Ort waren, das schĂśnste Festivals innerhalb Deutschlands. Auch nach drei Tagen oder mehr ist man hier glĂźckselig und kaum erschĂśpft. Man nimmt viele GlĂźcksmomente mit. Das Festival ist bis ins Detail bestens organisiert. Wir haben bisher noch keine (und wir kommen ja schließlich viel herum und sehen und erleben so einiges) so freundliche und gutgelaunte und gut funktionierende Security, wie hier auf dem ROCKHARZ Festival erlebt. Auch mĂśchten wir an dieser Stelle das Augennmerk auf die Menschen mit Handicap lenken. Diese haben die MĂśglichkeit Ăźberall barrierefrei ihre Punkte zu erreichen und in diesem Jahr war es sogar den Rolli-Fahrern mĂśglich, mit in den Pit direkt vor die BĂźhne zu kommen. Der Pit war in diesem Jahr fast doppelt so breit, was uns Fotografen bei der HĂśhe der BĂźhne zum einen zugute kam und zum anderen eben eine tolle Sache fĂźr Rollstuhlfahrer war. Diese nahmen dieses Angebot auch dankend an. Wir merken immer, ein “Geht nicht” gibt es nicht beim ROCKHARZ Festival und selbst wenn es an einer Ecke zwickt wird es von einer wirklich gut funktionierenden Orga aufgenommen und spätestens im nächsten Jahr positiv umgesetzt. Fragt man die Besucher des ROCKHARZ Festivals, warum sie so gerne hier sind, erhalten wir durchgehend die gleiche Antwort: “Weil es hier so schĂśn familiär ist”. JA – GENAU DAS IST ES  … Auch wir nehmen dies so wahr und kommen deshalb mit Sicherheit auch in 2019 wieder.

Auf der Seite des ROCKHARZ OPEN AIR kĂśnnt Ihr bereits die ersten Bands fĂźr 2019 finden und seit dem 09.07.2018 gibt es auch das FrĂźhbucher-Ticket. Also, schon einmal sichern und unter den Weihnachtsbaum legen, denn das ROCKHARZ 2019 klopft schneller an als man denkt.

Das Metal Impressions Magazine bedankt sich, dass wir auch in diesem Jahr wieder mit dabei sein konnten und freuen uns , auch in 2019 mit EUCH wieder den Harz zu rocken !!!

Hier fĂźr Euch nun unsere gesamte BILDERGALERIE

AMORPHIS + SOILWORK – Anfang 2019 “On Tour” in Germany

Posted by Etienne On Juli - 13 - 2018

35799351_10160294433655276_1911236901709283328_oWas ist besser als eine Tour einer nordischen Melodic Death-Metal-Band? Richtig, eine Co-Headline Tour von ganzen zwei Bands aus dem hohen Norden!
Und so kommen AMORPHIS und SOILWORK Anfang des nächsten Jahres fßr einige gemeinsame Shows nach Deutschland.

AMORPHIS wurde 1990 in Helsinki gegründet und unterlag seitdem einem ständigen Stilwechsel. Besonders auffallend sind hierbei die Einflüsse der finnischen Kultur, die sich in musikalischer Form oder beispielsweise dem Verarbeiten von Gedichten in ihren Texten widerspiegeln. Auch das ausgewogene Spiel zwischen Klargesang und Growls sowie den harten Riffs und den ruhigeren Keyboardpassagen setzt einen unverkennbaren Akzent. Diese Mischung macht sich dabei eindeutig bezahlt, denn die Band schafft es seit Jahren immer wieder in die internationalen Albumcharts. Ihr 2015er Album „Under the Red Cloud“ schaffte es hierzulande auf Platz 10 der Charts und ihr aktuelles Werk „Queen of Time“ erreichte sogar Platz 4. Insbesondere das Album „Tales from the Thousand Lakes“ wird heute von vielen als ein „Meisterwerk des Death Metal“ bezeichnet. Trotz einiger Stilwechsel haben AMORPHIS im Laufe ihrer bisherigen  Karriere und über den Sängerwechsel hinweg, ihren eigenen Touch beibehalten und sich so einen festen Platz in der Metalszene erstritten. Seit Jahren sind sie daher gern gesehene Gäste auf größeren Festivals, wie z.B. dem Summer Breeze, Hellfest oder gar beim Wacken Open Air.

SOILWORK gründeten sich zunächst im Jahre 1996 in Schweden unter dem Namen „Inferior Breed“ und benannten sich dann zwei Jahre später in SOILWORK um. Schnell stellte sich der erste internationale Erfolg ein, welcher mit dem Album „A Predator’s Portrait“ von 2001 endgültig nicht mehr aufzuhalten war. Insbesondere ihr individueller Klargesang und die einprägsamen Keyboardpassagen kennzeichnen die Band von Beginn an und bescherte ihnen so eine große Fanbase, zu der unter anderem auch die Metallegende Rob Halford (Judas Priest) zählt. Auch die regelmäßigen Platzierungen ihrer bisherigen 6 Alben in den internationalen Charts sprechen hierbei Bände. Ihr letztes Werk „The Ride Majestic“ landete beispielsweise auf Platz 12 der finnischen und immerhin auf Platz 30 der deutschen Charts. Aktuell laufen die Vorbereitungen für das siebte Album, welches Ende des Jahres erscheinen soll und so auch den einen oder anderen Song zur Tour beisteuern könnte.

Begleitet werden AMOPRHIS und SOILWORK auf ihrer Tour von den Bands JINJER und NAILED TO OBSCURITY.

Die Tickets gibt es ab 37,70 € bei Eventim und an vielen Vorverkaufsstellen.

Also seid schnell und lasst Euch diese abwechslungsreiche Kombination nicht entgehen, wenn die deutschen Hallen zum Beben gebracht werden!

Hier nun für Euch die Tourdaten innerhalb Deutschlands im Überblick:

11.01.2019 Oberhausen, Turbinenhalle T2

13.01.2019 Hamburg, Markthalle

18.01.2019 Hannover, Capitol

19.01.2019 Leipzig, Hellraiser

29.01.2019 Berlin, Kesselhaus

30.01.2019 MĂźnchen, Backstage

01.02.2019 Geiselwind, MusicHall Strohofer

02.02.2019 KĂśln, Essigfabrik

13.02.2019 Wiesbaden, Schlachthof

14.02.2019 SaarbrĂźcken, Garage

15.02.2019 Stuttgart, LKA-Longhorn

Elbriot Festival 2018

Posted by joel On Juli - 1 - 2018

23i5ß0123ß95iZum sechsten Mal findet am 18. August 2018 das Elbriot Festival auf dem Hamburger Großmarktgelände statt.

Wir vom Metal Impression Magazine werden auch voraussichtlich in diesem Jahr wieder mit dabei sein, wenn der Marktplatz sich in einen riesigen Circle-Pit verwandelt. Mit ARCH ENEMY als Headliner konnte nach MEGADEATH im letzten Jahr der Headliner Slot wieder einmal stark besetzt werden. Also eine Fahrt nach Hamburg lohnt sich auch in diesem Jahr, zumal der Veranstalter eine Überraschung in punkto Ticketpreis bekannt gab.

Die Tickets kosten dieses Jahr statt 54,90 € nur 45,90 € und sind an vielen VVK-Stellen erhältlich.

Der Veranstalter postete die Nachricht: „Good News: Eure Geduld wird belohnt! Da wir Euch in diesem Jahr etwas länger haben warten lassen, wird es 2018 anders als in den letzten Jahren keine weitere Preiserhöhung bei den Tickets geben. Der Endpreis der Tickets wird also bei 45,90 € (inklusive Gebühren und ÖPNV) bleiben.“ Die Tickets sind aus diesem Grund dieses Jahr 9,00 € billiger als im Vorjahr.

Hier nun für Euch alle Bands im Überblick:

ARCH ENEMY
ARCH ENEMY ist das englische Wort fßr Erzfeind. Eine schwedische Death-Metal-Band, die 1996 gegrßndet wurde. Seit 2014 ist Alissa White-Gluz, eine kanadische Sängerin und Songwriterin, die Front-Frau von ARCH ENEMY.
Auf dem Elbriot werden sie mit ihrem derzeit aktuellem Album “Will To Power” die Massen sicher ins Schwitzen bringen.

SUICIDAL TENDENCIES
Die US-Amerikanische Hardcore-Band aus Südkalifornien wird in Hamburg mit ihrer Musik, die durch Einflüsse aus Thrash-Metal und Funk gepaart sind als Co-Headliner sicher bei einigen Festivalgängern durchaus bekannt sein. Derzeit sind sie mit ihrem Album “World Gone Mad“ aus dem Jahre 2016 unterwegs. Von Kritikern werden SUICIDAL TENDENCIES als eine energievolle und starke Liveband dargestellt. Sehen bzw. Hören ist also auch hier ein Muss. Der Veranstalter des Festivals hat hier einmal wieder guten Geschmack gezeigt.

SKINDRED
Die fĂźnfkĂśpfige britische Band aus Newport wurde im Jahre 1998 gegrĂźndet. Sie sind mit ihrer Mischung aus Reggae, Metal, Hip-Hop und auch Elementen des Punks einen Besuch auf dem Elb-Riot wert. Frontmann Benji Webbe ist fĂźr seine einzigartige Interaktion bei jedem Konzert berĂźhmt.

BEARTOOTH
Mit BEARTOOTH als weitere Hardcore-Band wird der Samstag auf dem Elb-Riot sicher nicht gerade weniger spannend. Anfänglich sollte die 2012 gegründete Band Noise heißen. Da der Name bereits vergeben war, wählte man den Namen BEARTHOOTH. Sicher werden sich BEARTHOOTH auch auf das Wiedersehen mit SUICIDAL TENDENCIES freuen. Zusammen mit ihnen und  SLIPKNOT tourten sie bereits .

SATYRICON
JASTA
UNCURED

Ticketvorverkauf:

Die Tickets kosten 45,90 € und sind an vielen VVK-Stellen erhältlich.

Ticket Onlineverkauf: https://elbriot.merchcowboy.com/tickets.html

Homepage des Festivals mit allen Infos: http://www.elbriot.de/

Folge auch Elbriot Festival auf Facebook: https://www.facebook.com/Elbriot/

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Killing Joke – 5 deutsche Städte dĂźrfen sich freuen

Posted by Stefanie On Juni - 16 - 2018

killing-joke-tom-barnes-oktober-2018-1KILLING JOKE kommen fĂźr 5 Konzerte im Oktober diesen Jahres nach Deutschland.

Eine Band, die als “Lieblingsband der Lieblingsbands” betitelt seit nunmehr 40 Jahren begeistert. Die Briten hatten und haben noch heute wahnsinnigen Einfluss auf Bands aus dem Punk, Grunge, Metal, Industrial Metal oder gar Indie-Rock. KILLING JOKE starteten im Jahre 1979 als Post-Punk Band. Mitte der 80er Jahre fand man sie chartorientert auf kommerziellem Wege eher im Brit-Rock-Bereich wieder.  Keine Band schaffte es, so viele verschiedene Genre-Bereiche in ihrer Bandgeschichte anzufassen, wie KILLING JOKE. Orientalische Klänge oder aber das teilweise okkulte Zutun Coleman´s schufen eine neue Schublade in der Punk-Rock-Metal-Szene und präsentierte so eine bunte Mischung erfolgreichen Liedguts. Auch Bands, wie z.B. Metallica, Nirvana, Nine Inch Nails, Soundgarden oder aber auch Faith No More zogen aus der Musik KILLING JOKES einiges fĂźr ihre eigenen musikalischen Projekte.

1996 wurde es still innerhalb der Band und man entschloss sich zu pausieren. Man widmete sich anderen Projekten mit anderen Musikern oder Soloprojekten. 2002 begann die Band wieder zuzsammen ein weiteres Album aufzunehmen und man startete erneut als Quartett erfolgreich in eine neue Schaffensphase. Eine sehr gute Entscheidung war dies, denn so ist es uns vergÜnnt, dass die Briten nun im Rahmen ihres 40jährigen Bandjubiläums auch zu uns nach Deutschland kommen. Freuen wir uns auf Hits, wie `Love Like Blood´ oder ´Requiem´ sowie anderer bekannter Songs diverserer Schaffensperioden von KILLING JOKE.

Folgende fßnf Städte dßrfen die Jubilaren an nachstehend aufgefßhrten Tagen in Empfang nehmen:

15.10.2018   Hamburg / Markthalle

16.10.2018   Mßnchen / Neue Theatherfabrik

17.10.2018   Erlangen  / E-Werk

19.10.2018   Berlin / Huxleys

28.10.2018   KÜln / Live Music Hall

Tickets fĂźr die Shows erhaltet Ihr zu einem Preis in HĂśhe von 29,00 EUR zzgl. GebĂźhren bei FKP Scorpio oder aber Eventim.

Das war das 4. Sørdfest Open Air

Posted by Stefanie On Mai - 20 - 2018

27022009_1980441222207774_8261724231268156954_oAm vergangenen Samstag, dem 12.05.2018, hieß es für mich einmal wieder „Support your local bands“. Unterwegs war ich zum  SØRDFEST OPEN AIR in  Flethsee, gelegen im Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein. Um 16:30 Uhr erreichte ich die heilige Wiese und wurde von glücklichen Kühen mit einem freundlichen Muhen begrüßt. Die Bühne des  Sørdfest Open Air´s war schon vom Parkplatz aus zu erkennen und die ersten Klänge des Openers, der Band STEEL CRUSHER, zu hören. Also, schnell Fototasche geschultert und ab auf das Gelände. Schon am Einlass wurde man wirklich herzlich begrüßt und ich hatte schon gleich das Gefühl auf einem großen Familientreffen angekommen zu sein. Sehr gemütlich alles. Eine kleine Fläche mit Bühne, saftigem grünen Gras, das zum Chillen einlud, Getränkestände und einer Bude fürs leibliche Wohl. Ein großes langes Pavillion-Zelt mit Tischen und Bänken sorgte als Platz zur Rast und zum Verzehr und der Rest sollte sich eh vor der Bühne abspielen. Kurzum: Was will man mehr. Alles war da, was das Metal- und Rock-Herz begehrt.

STEEL CRUSHER, eine Heavy-Rock-Band aus Husum, die sich im Jahre 2014 gründete, spielte vor noch etwas wenig Publikum. Aber egal! Es war früh am Tage und diejenigen,  die schon vor Ort waren, feierten die Husumer. Ich selbst erlebte die Band das erste Mal live und war sichtlich angetan. Neben eigenen Songs wie z.B. `The Steelcrusher´ oder aber auch `Stone from the sky´, wurden auch zwei  Cover-Songs, wie zu einen der Klassiker der Pointers Sisters `I am so excited´ und Black Sabbath´s `Paranoid´ gespielt. Und das wirklich richtig gut. Mich konnte die Band vor allem gesangsmäßig abholen. Lob an den Vocalisten Daniel.

Nach kurzer Umbaupause starteten die Kieler der Band INNER AXIS. Neben einer absolut geilen Performance – hier wurde auch etwas dem Auge und meiner Kamera geboten – erreichte sauber gespielter, hymnenhafter Metal meine Ohren. Im Vordergrund standen fĂźr mich die Gitarrenparts. Flinke Hände der Gitarristen Zack und Dirk wussten zu Ăźberzeugen. INNER AXIS präsentierten Songs ihrer beiden verĂśffentlichten Alben, wie z.B. `Storm Lords´, `Killing Lullaby´ oder aber `All is one´. Am 09.06.2018 spielen sie z.B. in Hamburg-Harburg in „Marias Ballroom“. Also, wer Zeit hat, sollte sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen und ein Konzert der Kieler Band INNER AXIS aufsuchen.

Die Sonne brachte noch immer eine angenehme Hitze mit sich und das eine oder andere Bier ging ßber den Tresen. Ein kleines Filmteam hielt nebenher die Sørdfest-Momente ebenfalls fest. Ich denke, hier kann man sich in Kßrze ßber ein Video freuen.

Als nun um 19:10 Uhr die fünf Mannen der Rendsburger Band POWERHEAD auf die Bühne kamen, füllte sich der Platz vor der Bühne. Diese Band begleite ich schon eine Weile und wer die Rendsburger kennt, weiß es erwartet einen Spaß und eine ordentliche Portion Metal. Stimmung können die Jungs von POWERHEAD immer entfachen und das gelang ihnen auch an diesem Abend. Songs, wie `Raise hell´, `Knights of steel´ oder aber `Time runs out´ kennt man und konnte man dementsprechend auch gut mitsingen. Mir gefielen die Jungs, obwohl schon einige Male gesehen und gehört, beim  Sørdfest Open Air richtig gut – vielleicht lag es an dem neuen Dreadlock-Look des Sängers Brede? Jungs, ich kann nur sagen: Daumen nach oben und weiter machen !

Nach der Power der Band zuvor, ging es in eine – sagen wir – ruhigere Phase des Sørdfest. Nunmehr standen DAYFLY´S DIARY aus Wilster auf dem Programm. Eine Progressive Rockband, die zurückversetzt teilweise in die 70er Jahre. Im Jahre 2016 nahmen sie am Hamburger OXMOX-Bandcontest teil, erreichten das Finale und man wurde aufmerksam auf diese Band. Ich nutzte die angenehme Stimmung und setzte mich in Gesellschaft auf eine der Bänke und genoß DAYFLY´s DIARY gemütlich bei einem Kaffee. Die Sonne ging unter, nebenher bot sich ein wunderschöner Schleswig-Holsteiner Horizont und man schaute über das flache Land und erkannte die Silhouetten der Windkraftanlagen. Ich als Steven Wilson Fan bekam dann bei der Covernummer von `Harmony Korine´ eine absolute Gänsehaut. Sich an diesen Song heranzuwagen und diesen dann auch noch so gut abzuliefern, war ganz großes Kino. Ebenfalls präsentierten sie als Pink Flyod-Cover `Comfortably Numb´. Wenn ich diese Band an diesem Abend zwischen einer Power-Metal-Band und einer Thrash-Metal-Band etwas deplatziert fand, so war ich wirklich angetan von ihrem Tun und werde sie mir in anderer Athmosphäre bei anderer Gelegenheit gerne noch einmal wieder ansehen. Ich bin immer wieder begeistert, was wir in Schleswig-Holstein an guten Bands haben. Eine dieser Bands ist DAYFLY´s DIARY.

Nach dieser Rockeinlage ging es nun über zum härtesten Brett des Abends. TYSON aus Kiel sollten nun noch einmal das Publikum vor die Bühne ziehen und amtliches Headbanging war angesagt und Pflicht. TYSON gaben einige Songs ihrer älteren Alben zum Besten und ebenfalls einige Songs ihres im Februar erschienenem neusten Albums `Unbreakable´. Das Publikum war begeistert und moshte mal so richtig schön vor der Bühne ab. Für mich sind die Kieler von TYSON – seitdem ich sie vor gut 2 Jahren kennenlernte – schlicht und ergreifend des Nordens Thrash-Metal-Perle. Wo sie aufschlagen, ist eine solche Kraft zu spüren, die jeden anspringt, der diese Spezies des Metals liebt. Jeder der vier TYSON-Mitglieder begeistert für sich. Grandioses Gitarrenspiel von „Pierre Diddy“, „Tom Banx“ an den Drums immer eine echte Nummer und die Stimme von „Kochi van Tyson“ von Anbeginn genau meines. Auch „Zed Doomhammer“ hat sich super in die Truppe eingespielt. Ich bin immer noch der Meinung, umso mehr ich TYSON höre und auch erlebe und sehe, wie sie das Publikum begeistern, dass sie einen Platz weiter oben auf größeren Bühnen verdienen und auch erreichen werden. Mein Tipp: Einfach gucken, wo die Jungs live spielen und Pferde satteln.

Als krönenden Abschluss des Abends – wie in jedem Jahr – kam dann die hauseigene Band des Sørdfest Open Air´s, die Band SØRDLICH, auf die Bühne. Sie selbst sagen über sich, sie machen Bar-Rock. Aus meiner Sicht lockerer deutschsprachiger Punkrock, der Laune macht.

Ich muss an dieser Stelle sagen: LEIDER war ich in diesem Jahr das erste Mal beim Sørdfest Open Air. Aber ich sage schon an dieser Stelle, es wird auch mein Anlaufpunkt im kommenden Jahr sein. Ich wünsche den Machern des Sørdfest Open Air´s Jahr für Jahr nunmehr eine tendenziell steigende Besucherzahl und einen langen Atem. Hier ist sehr viel Engagement, Leidenschaft und Herz für eine in meinen Augen tolle Sache zu sehen. Nachwuchsbands sind Zukunft und brauchen eine Plattform. Diese Plattform bereitet Ihr und das ist etwas Großes. Gerne werden wir vom Metal Impressions Magazine und NordMensch in Concerts Euch weiterhin unterstützen.

DANKE Sørdfest!!!

Hier nun zur BILDERGALERIE

Das war das METALHEADZ OPEN AIR

Posted by Radu On Mai - 18 - 2018

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Das Metalheadz Open Air 2018 fand dieses Jahr wieder im schĂśnen Oberndorf am Lech statt.
Gerade mal eine Stunde und ein paar Zerquetschte von mir weg, also die optimalen Voraussetzungen.
Metal, Bier und langhaarige Männer. Und natßrlich tolle Bands!

Viele bekannte Gesichter erwarteten mich bereits, als ich dort aufschlug. Der Campground gliederte sich zwischen Tagesticket und direktem Camping, also jene, die nicht mehr abreisten.
Als mir mein lieber Kumpel den Platz zuwies, lernte ich meine freundlichen Nachbarn gleich kennen, die mir hÜflicherweise sofort helfen wollten, mein nicht vorhandenes Zelt aufzubauen (ich war mit meinem Geländewagen dort, also war das auch mein mobiles Hotel).

Nach einem süßen Begrüßungsdrink (Capri Sonne Einhorn – Edition) mischte ich mich unters Volk, im Schlepptau meinen lieben Kollegen DarkSiffler, von dem auch noch ein Video folgt.
Am Eingang wurden wir von dem netten Security Team freundlich empfangen, abgetastet und bekamen unser Bändchen. Gleich drauf holte uns ein Mitarbeiter ab, da wir ja noch den Pressepass brauchten.

Der Backstage Bereich war sehr Ăźbersichtlich aufgeteilt, fĂźr meine Wenigkeit ist das sehr hilfreich, ich verlaufe mich gerne.
Wir durften komplett hinter die Kulissen blicken, was mich persönlich sehr freute, sowas bekommt man schließlich nicht jeden Tag zu sehen.
In der KĂźche brutzelten bereits die ersten Speisen, die Ausschank war im Dauerbetrieb und das gesamte Team der Bavarian Metalheadz war super gelaunt.
An dieser Stelle mĂśchte ich anmerken, dass ich noch nie – in keinem Club, in keinem Team einen derartigen Zusammenhalt gesehen habe. Es war, als wĂźrde man dazu gehĂśren. Jeder hatte ein freundliches Lächeln auf den Lippen, jeder war froh, dabei sein zu dĂźrfen.

Am Freitag starteten die Jungs von DEMONS DREAM als Opener das Festival, gefolgt von SPEED QUEEN und DEADFREIGHT OF SOUL, welche ich alle drei leider nicht sehen konnte.

Die Bands lockten mich schließlich in den begehrten „Graben“ (der Platz direkt vor der Bühne, welcher für die Fotografen und Presseleute reserviert ist). An dieser Stelle auch ein ganz großes DANKE an die Kollegen, welche absolut freundlich und zuvorkommend zusammenarbeiteten. Gute Fotos zu bekommen ist eine Sache, dem Kamera-Kollegen nicht auf die Nerven zu gehen eine andere. Hier wurde aufeinander aufgepasst und das war eins meiner absoluten Highlights.

SEPTAGON lieferten eine coole Show, gefolgt von meinen Favouriten: SACRAL RAGE (welche ich euch nur wärmstens empfehlen kann!).
Danach stĂźrmten AMBUSH die BĂźhne, bis dann schließlich die unheimlichen TĂśne von THEM ertĂśnten. Särge, Skellette und Jungfrauen – was fĂźr eine Show!

HIGH SPIRITS beendeten den Freitag des Open Airs mit ihrer Rockshow.

Am Samstag hieß es für mich um Punkt acht Uhr: TAGWACHE!
Warum?
Erstens gab es ein WeißwurstfrĂźhstĂźck. Zweitens gab es KAFFEE! Und drittens wartete ich schon – nervĂśs wie ein kleines Kind – auf die Band HAZARD (mit meiner bezaubernden Freundin Lisa als Sängerin). HAZARD enttäuschten mich ganz und gar nicht, es war der absolute Wahnsinn, meine Freundin auf der BĂźhne stehen zu sehen. Unglaublich.
RUYNOR waren die nächsten, die das Metalheadz rocken durften, und wie ihr auf meinen Fotos seht, fßllte sich der Bßhnenbereich deutlich.
HIER GEHT ES ZU MEINEN FOTOS
LORD VIGO, HORACLE und DEXTER WARD brachten die ohnehin gefühlt 40 Grad im Schatten noch zusätzlich zum Kochen. ZÜÜL und FREEDOM HAWK ließen die Mähnen schwingen und STALLION brachten die Menge zum Rasen.
MASS und LEATHERWOLF beendeten den Samstag des Metalheadz Open Air mit einer atemberaubenden Show.

Das Line-Up alleine war der absolute Wahnsinn.

Nun komme ich trotzdem noch zu ein paar weiteren – erwähnenswerten – Punkten:

1. Die sanitären Einrichtungen.
DANKE an die Veranstalter! Es gab zwei WC-Wägen. Ja, ihr lest richtig. WÄGEN.
Das aller erste Mal, dass ich keine einzige Panikattacke hatte, wegen dem „nötigen Bedürfnis“. Danke an euch, liebes Team, es war immer sauber, egal zu welcher Tages-oder Nachtzeit.

2. Das Essen.
Kässpätzle, Steak im Semmel, Grillwßrstle im Semmel, Feuerwurst im Semmel und Gyros mit Krautsalat und Zaziki.
Und Samstag ab 9:00 WeisswurstfrĂźhstĂźck.
UND DAS AUF EINEM FESTIVAL! Leute!
Als special Feature gab es am Sonntag sogar noch einen Alkoholtest, damit jeder auch wusste, wo der Wert lag, damit ja niemand fuhr, ohne fahren zu dĂźrfen.
Wo sonst sorgen sich die Veranstalter dermaßen um seine Gäste?

3. Die Security und das Team der Rettungssanitäter.
Ein großes Danke geht auch raus an das Team der Security. Es wurde speziell darauf geachtet, dass die Sicherheit die höchste Priorität hatte auf diesem Festival.
Dabei wurde mit so einer Herzenswärme vorgegangen, wie ich sie selten erlebt habe. Jeder weiß, dass es nervig sein kann. Man geht vom Festivalgelände auf den Campground, weil man seine Jacke vergessen hat, kommt zurück und muss sich wieder anstellen zum Abtasten.
ABER: Der eine oder andere Witz wurde gebracht, die Leute wurden freundlich begrüßt, es gab – was ich weiß – kaum Auseinandersetzungen. Auch nachts wurde aufgepasst, dass nichts gestohlen wird.
DANKE LEUTE! Wirklich großes Danke.

4. Das Team der Bavarian Metalheadz.
Ich kann und will keine Namen nennen, denn dieser Dank geht an alle von Euch.
Jeden Einzelnen.
Diese Organisation, dieses Festival.
Am Eingang Stand sogar fĂźr den Oberndorfer Kindergarten eine kleine Sammelbox, in der jeder spenden konnte. Der gesamte ErlĂśs geht an den Kindergarten.
Ich habe mich umgehört, als ich auf dem Campground die eine oder andere Bekanntschaft schließen durfte. Meine Frage war immer: „Und, wie gefällt es euch?“. Die Antwort, die immer wieder kam, war diese:
„Es ist halt, als ob man endlich heim kommt!“
Und ich glaube, das ist der größte Dank an Euch alle.
Endlich heimkommen kĂśnnen, die Sorgen vergessen, Leute kennen lernen, mit Freunden Party machen, tolle Musik, super gutes Essen.
Ihr seid ein klasse Verein.
DANKE fĂźr dieses mega klasse Festival – ich bin definitiv nächstes Jahr wieder vor Ort.

Hier trotz Allem eine kleine Liste an DankeschĂśns – ich lasse es mir nicht nehmen:
Danke an Angel, danke an Christian G., danke an Richard, danke an Peter (du hast mich gerettet haha), danke an Kßbel (der trotz fieser Erkältung trotzdem zu hundert Prozent vor Ort war), danke an Sabrina, Yvonne, Mrs. Personality Moni und alle, die ich jetzt doch wieder vergessen habe. Ihr seid die Besten!

Eure Batsybild bild

KNIGHTFEST 2018 REVIEW

Posted by Stefanie On April - 17 - 2018

29983074_1812663565439498_3574809854489719161_oDas KNIGHTFEST – ein Hamburger Metal-Benefizfestival zugunsten des Kinderhospiz SternenbrĂźcke – stand nunmehr zum dritten Male in den StartlĂśchern. Anpfiff war 14:00 Uhr am Samstag, den 14. April 2018. Diesmal sollte die Benefiz-Sause in Hamburg-Harburg stattfinden, genauer gesagt “Open Air” auf dem Gelände der Tipsy Apes Hamburg (weltweit ältester Heavy Metal Club).

Bevor ich jedoch hier auf das eigentliche Event eingehe, soll Euch dieser Image-Film der Sternenbrücke in Hamburg kurz zeigen, was das Kinderhospiz Sternenbrücke überhaupt für eine Einrichtung ist. Ein Film, der sicherlich den einen oder anderen – genau wie mich – sehr berühren wird. Von daher war es uns vom Metal Impressions Magazine auch wirklich sehr wichtig, mit vor Ort zu sein, zu fotografieren, Momente festzuhalten und zu berichten.

Umso mehr zeigt mir diese Aktion der Metal-Szene einmal wieder mehr, dass gerade in dieser Szene ein unwahrscheinlich großes Herz in all den rauhen Typen der moshenden, headbangenden Musiker oder auch Fans schlummert. Meines Erachtens ein großer Faktor, der eben u.a. auch diese Szene ausmacht. Nicht nur kopfschüttelndes schwarz-buntes Volk, sondern ein Musikbereich mit großer helfender Hand. Nun aber zum eigentlichen Event:

Bereits am Samstagvormittag meinte es Odin mit uns im Norden nicht wirklich gut. Im Nachhinein denke ich jedoch, er wollte uns Nordfrauen und Nordmänner nur prüfen. Um 14:00 Uhr war Einlass, um 15:00 Uhr stand dann bereits die erste Band auf der Bühne. Hier präsentierten sich bei Regenfall und vor doch noch wenig Besuchern die Flensburger von WARCHILD. Für Musiker und Fans des Nordens war Aufgeben keine Option, denn wir Nordmenschen „machen es auch im Regen“! Die Jungs von WARCHILD waren ein guter Opener und man konnte sich auf weitere fünf Bands freuen.

Kurze Umbauphase. Um 16:30 Uhr war es Zeit fĂźr die Hamburger Industrial Metalband SECTOR. Zu diesem Zeitpunkt erreichte auch ich endlich das Gelände „Am Radeland“ in Harburg. Schon klitschnass von einem kurzen Fußweg, begrüßte ich mit triefenden Haar ein paar Bekannte und zog in die Fotoschlacht Richtung BĂźhne. Auch fĂźr mich war „in den Sack hauen“ keine Option. Ging es hier doch heute um einen solch guten Zweck. Und meine Wetter-App sagte außerdem voraus, dass es ab 19:00 Uhr trocken sein sollte. SECTOR fand ich wirklich gut und interessant. Eine Mixtur von Synthesizer-Klängen und ordentlichen Metal-Gitarrenriffs. Ein wenig der Stil der Nine Inch Nails oder Rammstein, um es denjenigen zu erklären, denen der Begriff Industrial Metal nicht so geläufig ist. Auch die Mannen von SECTOR trotzten dem Regen und gaben wirklich alles auf der – nennen wir sie derzeit noch – „WET-Stage“.

Erneute kleine Umbaupause, es regnete natĂźrlich weiter (war ja noch nicht 19:00 Uhr) und wir konnten als nächstes die Band CLEAR SKY NAILSTORM aus Bremen begrüßen. Sie waren mir zuvor noch gar nicht bekannt, aber gefielen mir sehr gut. Kleine Hamburg-Bremen-Späßchen wurden vom Sänger noch kurz eingebaut und die Hamburger Regengemeinde durfte eine Stunde lang Thrash-Metal “grĂźn/weiss” genießen. Eine wirklich sympathische Gruppe, klasse Einsatz auf der BĂźhne, man bewegte sich und sauber gespielter Trash-Metal. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Daumen nach oben. Apropos oben: Ich schaute in den Himmel und als hätten CLEAR SKY NAILSTORM damit etwas zu tun gehabt, der Himmel wurde deutlich heller.

Ein Moment, der auf der Bühne zum Umbau genutzt wurde und ein Moment, den der Club der „Eifelkrawallos“ nutzte und auf der Bühne einen Scheck in Höhe von 250,00 Euro überreichte. Eine wirklich tolle Geste und eine sehr schöne Summe. Nun war es Zeit für des Nordens heißeste „Glücksfee“ Laszlo. In der Hand haltend eine von Tim Eckhorst, dem allseits bekannten Wacken-Zeichner, gespendete Lemmy Kilmister-Zeichnung. Es folgte eine Verlosung. Eine versiegelte Sammelbüchse der Sternenbrücke wanderte nun durch das Publikum. 2,00 Euro-Münzen galt es zu spenden und in die Büchse zu werfen. Eine Stoppuhr lief und wer als letztes sein 2,00 Euro-Stück mit Ablauf der Zeit eingeworfen hatte, gewann dieses Bild von Lemmy. Es war klar, den Lemmy wollten sich die Eifelkrawallos einsacken und es plumpsten Unmengen von 2,00 Euro-Münzen in die Spendendose. Tolle Sache. Die Dose war schnell bis zum Rand gefüllt, die Eifelkrawallos hatten clever auf Zeit gespielt und Glück gehabt. Somit ging der Lemmy in die Eifel.

Da die Wege und auch der Boden des Geländes schon recht matschig waren, es aber aufgehört hatte zu regnen, nutzte ein wirklich toll organisiertes Team den Moment und rollte vor der Bühne und auf dem Weg bis hin zur Straße einen Stroh-Teppich aus und ein gut gelauntes Publikum sprang rein wie zu Kindertagen und verteilte es auf dem Boden, aber auch zugleich im Haar. Im Hintergrund dieses Treibens hatten sich auf der Bühne die DRUNKEN SWALLOWS aufgebaut und begannen zu spielen. Die Hamburger Punks sind auf diversen Festivals gerne gesehen, bringen immer Spaß und gute Laune mit und das Publikum rutschte nun endlich weiter vor in Richtung Bühne. Es war trocken, man hatte pogenden Spaß im Stroh und das miese Wetter von vorhin war vergessen. So ist eben der Norden. Odin´s Prüfung war bestanden. Die Feier konnte weiter gehen.

Nach den Drunken Swallows sollten nun die Luxemburger von SLEEPERS´ GUILT spielen. Kleine technische Probleme ließen die Pause etwas größer ausfallen und es war erneut Verlosungszeit. Diesmal eine vom Wacken Open Air gespendete Gitarre. Eine Epiphone, signiert von Doro Pesch, Subway to Sally und Heaven Shall Burn. In dieser Runde sollten 5,00 Euro-Scheine eingeworfen werden. Da es ja schon etwas später war, dachte man, da fließt nun nicht mehr so viel an Spenden in den Pott: Weit gefehlt! Da krabbelten noch einige 5,00 Euro-Scheine in die Sternenbrücken-Büchse. Es ging einem echt das Herz auf, mitzubekommen, wie viele dort Anwesende in großartiger Spendenlaune waren. Der Wahnsinn !!! Die Zeit war um, die Gitarre wanderte diesmal nach Hagenow.

Jetzt war es angerichtet für die Band, die die weiteste Anreise hatte. Schon im Vorwege hatte ich mir einiges der Alben von Sleepers´ Guilt angehört. Sie waren meine Favoriten des Abends. Als sie dann aber loslegten, war ich total begeistert. Melodic Death Metal. Tolle Intros, allerbeste Gitarrenarbeit, schöne Soli und kraftvoller Gesang von Patrick Schaul. Ich konnte gar nicht genug bekommen. Wirklich eine Band, die meines Erachtens irres Potential nach oben hat und die mehr von Veranstaltern gebucht werden sollte. Ihre Perfomance „on stage“ als auch ihre Leidenschaft in all ihrem Tun begeistern. Ich bekam noch eine Promo-CD von Patrick in die Hand gedrückt, die er im Publikum verteilte und dann war eine Stunde Spielzeit auch wie im Fluge vergangen. Mehr bitte von Sleepers´ Guilt in Zukunft und wir drücken die Daumen für den Sieg des Wacken Open Air Battles.

Für 22:30 Uhr waren die Headliner des Abends angekündigt. WARPATH – die Hamburger Thrash Metaler sollten den finalen Ausklang eines wunderbaren Events geben. Die letzte Umbauphase auf der wirklich auch gut beleuchteten Bühne ging in die Vollen. An dieser Stelle auch ein dickes Lob zum wirklich guten Sound des Tages. Ein letztes Mal sprang Björn Schreiber moderierend auf die Bühne, ein letztes Mal fand eine Verlosung statt. Zu Anfang am Einlass wanderten nämlich die Abrisse aller Tickets der Besucher in einen Eimer und man nahm mit den Ticketnummern automatisch an dieser Verlosung teil. Hier wurden z.B. Tickets für das Reload Festival in Sulingen, dem HeathenRock in Hamburg und vielen anderen anstehenden Veranstaltungen verlost. Danach fand noch eine offizielle Übergabe des amtierenden Captains der Knights of Thor, Björn Schreiber, an dessen Nachfolger, Stephan Lücken, statt. Der Vize-President der Tipsy Apes und der President der Knights auf Thor, Rene „Odin“ Kohlmann verkündeten dann zusammen auf der Bühne, dass diese Kooperation zwischen den Tipsy Apes und den Knights of Thor fortgeführt und das KNIGHTFEST auch in 2019 wieder in Hamburg-Harburg stattfinden werde.

„Last but not least“ zogen dann WARPATH auf die Bühne und gaben zum Ende hin noch einmal so richtig Gas. In ordentlich Nebel verhüllt begeisterten Flint, Dirk, Norman und Sören ihre Hamburger mit bekannten Songs, wie z.B. `Believe´ oder aber `Reborn´. Ich konnte allerdings nicht bis zum Schluß von WARPATH bleiben; Schleswig-Holstein rief und mein Rücken und meine Beine dankten es ebenfalls.

Zusammenfassung: Es war nass, es war kalt, aber der Norden kann es auch im Regen. Für einen guten Zweck, tollen Spendeneinnahmen und 6 absolut guten Metal-Bands war das KNIGHTFEST ein großartiger Open Air Auftakt. Wir freuen uns auf das KNIGHTFEST 2019 und drücken die Daumen für einen gut gefüllten Spendentopf, der dann am 01. Mai 2018 dem Kinderhospiz Sternenbrücke übergeben wird. Wir vom Metal Impressions Magazine als Partner des Knights of Thor H.M.C. danken für die Einladung. Es war uns ein Fest !

/ Stefanie

Hier gelangt Ihr zur FOTOGALERIE

ANVIL – Konzertreview

Posted by Stefanie On April - 8 - 2018

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Im Zuge ihrer `Pounding The Pavement´ Tour machten ANVIL Halt in der wunderschÜnen Hansestadt Hamburg. Wo auch sonst macht man am liebsten Halt, wenn nicht in der Perle des Nordens. Und noch dazu in der Markthalle Hamburg. Mehr geht ja gar nicht.

Als Supportbands fßr diesen Abend waren Grey Attack und Neonfly angekßndigt. Mir war jedoch schon während meiner Autofahrt klar, dass ich Grey Attack nicht sehen werde, da ein Schwertransporter sich ausgerechnet am Tage des ANVIL-Konzertes (ja weiss der das denn nicht?) auf der A 7 tummelte und alles lahm legte. Na toll ! Gut, zumindest erreichte ich mit ganz viel Glßck und ein wenig Hackengas die Markthalle um 20:00 Uhr und konnte noch einiges von Neonfly erleben.

Zuvor hatte ich diese Band nur kurz über YouTube wahrgenommen und dachte mir „nunja“. Aber live muss ich gestehen, waren die echt stark. Melodischer Metal, ein wenig hymnenhaft, aber gut. Sauber gespielt und sehr guter Gesang des Leadsingers Willy Norton. Die Truppe war auch von der Performance her sehr wendig. Sie wirbelten auf der Bühne der Markthalle wild hin und her. Mir fiel es teils schon schwer ein Foto innerhalb des aktiven Treibens zu schießen. Alles in allem aber ein guter Einheizer für die nachfolgenden Hauptakteure des Abends. Nun aber verabschiedete man sich von NEONFLY mit einem gebührenden Applaus. Danke NEONFLY! Eine Band, die ich mir gerne wieder ansehen würde und die ich live guten Gewissens weiter empfehlen kann.

Kurze Pause nun und dann ging es pünktlich um 21:00 Uhr weiter mit ANVIL. Mittlerweile hatte auch jeder ein Bier in der Hand, die Kippe vor der Tür zu Ende geraucht und war dicht zur Bühne geeilt, um die Helden des Events zu feiern. 41 Jahre sind ANVIL nun schon „on stage“. Wahnsinn! Und wenn ich Euch dann von den nachfolgenden zwei Stunden berichte, ist das Alter der drei Kanadier nicht annähernd zu erahnen.

Es erschienen nun locker und lässig auf der Bühne Steve Kudlow, alias „Lips“ und Chris Robertson auf der Bühne, stöpselten Gitarre und Bass kurz in die Amps und los ging es. Im Hintergrund erschien Robb Reiner und ab ging die Luzie mit `March of crabs´. Lips turnte über die Absperrung, sprang in die Mitte des Publikums, welches sich kreisförmig um diesen herum einfand und es folgte nun das allseits bekannte Gitarrensolo mit dampfender Klampfe inmitten der feiernden Fans. So nah war man nun Lips. Auch mich trennten nur zwei bis drei Personen von ihm. Woohooo! Eine geile Nummer war das schon einmal gleich zu Anfang. Danach sprang das 62jährige Kerlchen „schwupps“ wieder auf die Bühne und gab richtig Gas. Die ANVIL-Reise begann!

Setlist des Abends:

March of the Crabs / 666 / Ooh Baby / Badass Rock ‘n’ Roll / Doing What I Want / Winged Assassins / Free as the Wind / On Fire / This Is Thirteen / Mothra / Bitch in the Box / Daggers and Rum / Swing Thing / Ego / Die For a Lie / Metal on Metal / Running (Zugabe) / Born to Be Wild (Zugabe)

18 Songs aus diversen Alben der nunmehr 41jährigen musikalischen ANVIL-Geschichte erklangen an diesem Abend. Ich muss gestehen, dass – auch wenn wir Fotografen bzw. Redakteure viel sehen und hören in all unserer Schaffenszeit – ich nach langer Zeit einmal wieder richtig „geflashed“ war. Das war richtig starker Badass Rock´n Roll, gemixed mit Lips unterhaltsamer Plauderei, über alte Geschichten mit Lemmy Kilmister uva.. Man lachte, man sang all die Songs fehlerfrei mit, kein Fuß konnte stillstehen. Überall ein Lächeln in den Gesichtern der Ära „40 Plus“. Sicherlich hatte der eine oder andere Hamburger ANVIL schon einige Male live erlebt, aber ich sah und spürte vor allem diese ewig andauerende positive Energie und Vertrautheit mit diesen drei Mannen, die schon mit den ersten Klängen des einmaligen ANVIL-Sounds entstand. Lips scherzte schon anfangs auf der Bühne, er treffe nun all seine „Zeitgenossen“, schaute ins Publikum und freute sich, dass der eine oder andere wenig, gar keine oder graue Haare hatte und er noch mit einer solchen „Matte“ aufwarten konnte. Spaßiges Kerlchen; die Hamburger teilten diesen Humor.

Natürlich wartete man u.a. auch auf das Gitarrensolo des „Masters of Vibrator“. Und natürlich brachte er seine Lady mit dem vibrierenden Teilchen bei `Monthra´auf Hochtouren. „Good vibrations“ sozusagen.

Während dessen Lips und Chris als Spaßvögel während des Konzertes fungierten, bearbeitete Robb Reiner mit altersgemäßer Coolness die Drums. Begeistert war ich dann einfach nur noch von dem Drumsolo zum Song `Swing Thing´. BAMM, was war denn da los? Gut 330 Leute standen da, wie angewurzelt. Der Fokus richtete sich auf Robb Reiner, der nun in wundervollem Licht auf seinem Podest zauberte. Ein absolut hammermäßiges, gut 10minütiges Drum-Solo. Auch ich legte nun die Kamera zur Seite und schloss die Augen und war einfach in einem totalen Tunnel voller Emotionen. Man, die alten Hasen können es einfach!!! Das ist Leben, das ist das Leben des Rock´n Roll, das Leben auf der Bühne, die Leidenschaft in alledem. Hut ab! Lange nicht solch einen Moment „with goosebumps“ erlebt. Zum Piratensong `Daggers and Rum´ setzte sich Chris Robertson dann eine Sonnenbrille mit neongrünen Pirates-Skulls auf. Witzig all die Szenerien,  die uns an diesem Abend von ANVIL geboten wurden.  Bei meinem liebsten Song `Bitch in The Box´ des aktuellen Albums Pounding The Pavement, kam dann die headbangende Martina auf die Bühne und sang den Refrain mit Lips zusammen. Wo Martina nun herkam so aus dem Nichts, wird uns ein Rätsel bleiben. Lips witzelte jedoch, dass man sich überlege, sie demnächst öfter gesanglich einzusetzen.

Ja, was bleibt mir nach diesem Abend, mit dieser Songauswahl und dieser Show noch zu sagen? Eigentlich kann ich nur jedem, dem bisher ANVIL live noch nicht vergĂśnnt war, empfehlen: GEHT HIN ! Ende Juli 2018 bekommt Ihr noch einmal die Chance, sie in norddeutschen Gefilden, genau genommen beim Headbangers Open Air, zu sehen.

Zusammenfassend muss ich sagen, war es ein großartiger Abend, mit großartigen Bands und für mich ein wahrliches Fest, ANVIL endlich live erleben zu können. Zu Hause angekommen, musste ich erst einmal all das verarbeiten. Diese Band hat nach all den Jahren noch BOCK auf Rock´n Roll. Das ist so sehr zu spüren, dass es auf das Publikum in Sekundenschnelle übergreift und jeden einfach mitnimmt. Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Mal ANVIL. Gerne jederzeit wieder! Lips, Robb und Chris: Bleibt uns bitte noch lange auf der Bühne erhalten, denn das ist Euer Zuhause! Danke ANVIL !!!

Stefanie


Hier geht es zu den Fotos!

BLACK LABEL SOCIETY ROCKTEN HAMBURG

Posted by Stefanie On März - 30 - 2018

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Schon lange waren ich und auch so viele andere voller Vorfreude, dass BLACK LABEL SOCIETY nach einigen Jahren wieder nach Hamburg kommen sollten. Tagelang fieberte ich diesem Ereignis entgegen. Am Donnerstag, den 29.03.2018 durfte ich dann endlich in die Boots schlßpfen, Kameraausrßstung im Gepäck und ab ging die Fahrt nach Hamburg.

Geplant war das Konzert anfangs in der Markthalle Hamburg. Doch schon nach kurzer Zeit war das Konzert ausverkauft und so entschlossen sich die Veranstalter den Abend mit Black Label Society in das Docks zu verlegen. Einigen Fans, die schon im Besitz eines Tickets waren, gefiel dieser Wechsel keineswegs. Oftmals hĂśrte bzw. las man im Vorwege in den Social Media Bereichen, dass man das Docks auf keinen Fall betreten wĂźrde. Aber ich freute mich auf diese Band, deren Fan ich schon seit langer langer Zeit bin. Zuvor hatte ich niemals die Gelegenheit gehabt, Zakk Wylde und seine Mannen live zu erleben.

Etwas verspätet durch den Stadtverkehr erreichte ich den Hamburger Kiez, rauschte schnell in die Parkgarage vor dem Docks und stand Punkt 18:55 Uhr am Einlass. Zum GlĂźck war keine lange Schlange mehr in Sicht. Super! Ich hatte schon anderes erwartet, denn einen Tag zuvor wurde vom Veranstalter verkĂźndet, dass das Konzert ausverkauft sei. Somit sollten sich wohl heute „round about“ 1500 Besucher einfinden. Also, nun aber schnell das Fotoband abgeholt, Tasche von einem wirklich netten Security am Eingang durchforsten lassen und ab ging es Richtung Konzertsaal. Aber: Ein Durchkommen zum Pit war mir nicht mehr vergĂśnnt. MONOLORD (die Vorband des Abends) doomten bereits gechilled die BĂźhne. In Nebel verhĂźllt mit rot-blauem Scheinwerferlicht war diese Band leider nur silhouettenmäßig fĂźr mich erkennbar und ich ließ die Kamera aus, da ein Bild – trotz Teleobjektiv – nichts bringen wĂźrde. Somit ein dickes Sorry an die Band MONOLORD. Ich habe fĂźr Euch leider heute kein Foto. Soundmäßig war ich positiv Ăźberrascht. Klar und deutlich – selbst bis in die hinterste Ecke des Docks. An dieser Stelle ein Pluspunkt.

Gut eine halbe Stunde lang boten die Göteborger Doom-Metaller dem Hamburger Publikum in guter Qualität ihre Songs. Dann wurde es hell und für mich kam der Moment, mich durch die Menge Richtung Bühne zu kämpfen. Noch hatte man Glück und es gelang mir einigermaßen drängelnd an das andere Ende des Saales zu kommen. Nun hieß es warten. Die Umbauphase hinter dem Black Label Society-Vorhang ging in die Vollen. Viele nutzten die Gelegenheit, eine Zigarettenpause in der Prinzenbar bzw. „Raucherlounge“ einzulegen. Ich versuchte dieses ebenfalls. Im Konzertsaal war es zu diesem Zeitpunkt wirklich sehr warm; hatte man doch das Gefühl, es laufe eine Fußbodenheizung unter dem Dielenboden des Docks. Hier und dort hörte ich schon von Besuchern, dass es ihnen zu warm und stickig sei. Die Prinzenbar war so überfüllt, dass ein Stehen dort kaum möglich war (zumindest während der Pause des Bühnenumbaues). Also kurz eine halbe Zigarettenlänge für mich und wieder zurück nach unten. Es war ja schon fast 20:00 Uhr. Alle warteten mit Spannung auf den Moment des Intros und auf das Herunterlassen des Vorhanges. Aber die „Berserker-Truppe“ um Mr. Zakk Wylde ließ ein wenig auf sich warten. Ca. 20:10 Uhr fiel dann endlich der Vorhang. Die Show begann. Das Publikum riss die Arme empor, so wie es der Chef „On stage“ immer und immer wieder tat und man erlebte nun Besucher, die nach einer ersten halben Stunde Stoner-Doom wieder erwacht waren. Es war schon wirklich eine tolle kraftvolle Stimmung, die auf der Bühne entstand und auch auf das Publikum übergriff. Auch bei dem Hauptact des Abends war der Sound wirklich gut.

Die Setlist des Abends sah wie folgt aus:

Genocide Junkies / Funeral Bell / Suffering Overdue / Bleed for Me / Heart of Darkness / Suicide Messiah / Trampled Down Below / All That Once Shined / Room of Nightmares / Bridge to Cross / In This River / The Blessed Hellride / A Love Unreal / Fire it Up / Concrede Jungle / Stillborn

Bei `Suicide Messiah´ wurden dann rötliche Nebelfontänen aufgerissen und die Luft im Saal war gleich noch ein Ideechen „besser“. Der Showeffekt hingegen war genial. Oftmals stand Frontman Zakk auf einem Podest und ließ sich von seinen Fans und Mitgliedern des BLACK LABEL SOCIETY MC feiern. Er riss kraftvoll seine Arme nach oben, trommelte mit den Fäusten auf seine Brust und schüttelte seine Haarpracht von links nach rechts oder anders herum. Man war sichtlich zufrieden mit diesen Showpassagen. Es waren satte 100% Einsatz des Guitar-Heros, der auch stetig wechselnd seine Gitarrensammlung präsentierte. Stellenweise schien mir der Hüne Wylde jedoch auch wiederum etwas „müde“ oder auch etwas „distanziert“. Bassist John DeServio hingegen lächelte und freute sich was das Zeug hielt und ging richtig gut ab. Er spielte augenscheinlich mit dem Hamburger Publikum. Toll! Ein schöner und berührender Moment war dann natürlich auch der Song `In This River´ an einem schwarzen Flügel präsentiert und im Hintergrund auf einem Banner Dimebag Darrell. Sehr gefühlvoll und bewegend diese Nummer.

Nach knapp zwei Stunden Spielzeit – so gegen 22:15 Uhr – verließ ein schweissgebadetes hanseatisches Publikum sodann das Docks. Man sprach auch noch am darauffolgenden Tag über eine wahrlich gute Band, einen meisterhaften Zakk Wylde, tadelete aber immer wieder die Location, welche z.B. schon zu Beginn der Spielzeit von BLACK LABEL SOCIETY kein Bier mehr ausschenken konnte. In der Prinzenbar war nur ein Mitarbeiter während der Spielzeit von BLS hinter dem Tresen und man wartete gut 20-30 Minuten, um auch nur einmal eine Cola zu bekommen.

Mein Fazit des Abends:

Ein toller musikalischer Querschnitt aus diversen BLACK LABEL SOCIETY-Alben, ein wirbelnder und grandios spielender Zakk Wylde und ein Hamburger Publikum, das trotz diverser Defizite innerhalb der Location Haltung bewahrte und trotzdem seine „Wilden“ auf der Bühne feierte und mächtig abging. Abzugspunkte gab es für die Saunalandschaft des Docks.

Hamburg heißt BLACK LABEL SOCIETY jederzeit herzlich willkommen, aber dann bitte in der guten alten Markthalle, wie es zuvor geplant war.

/Stefanie

Fotos findet Ihr hier in der Galerie…



PARKWAY DRIVE CLUBSHOW

Posted by joel On März - 26 - 2018

Das Lido in Berlin war das erste der drei sehr familiären Klubshowgigs von PARKWAY DRIVE. Am Dienstagmittag gab die Band via Facebook bekannt, sie spielen sehr streng limitierte Klubshows in Deutschland. Jeweils zwei Tage vorher gibt die Band bekannt, wo gespielt wird. Schon am Dienstag wurde dabei das Lido in Berlin bekanntgegeben. Gestern war es dann soweit. Metal-Impressions war fßr Euch live dabei.

Pünktlich um 12:00 Uhr am Dienstag gab die Band über die Sozialmedia Plattform Facebook bekannt, dass sie am Donnerstagabend ein exklusives Konzert vor 800 Fans in Berlin spielen werden. Mit dabei die englische Hardcore-Punk-Band POLAR. Schon um 16.00 Uhr standen die ersten Fans vor dem kleinen Klub in Berlin und warteten auf den Einlass, um ihre Lieblingsband wie auf der Veranstaltung beschrieben „close and personal; no barriers just pure mosh!“ von vorne zu sehen. Um kurz nach 19.00 Uhr hatte das Warten für die Fans dann endlich ein Ende.

Kurz nach dem Einlass begann pĂźnktlich um 19.30 Uhr die Band POLAR ihr Set zu spielen und heizten den bis zum Rand gefĂźllten Klub ordentlich ein. Mit ihren energiegeladenen Texten und harten Riffs kamen auch nach kurzer Zeit schon die ersten Moshpits des Abends zustande. Auch der eine oder andere Crowdsurfer fand seinen Weg bis auf die BĂźhne.

Nach einem kurzen Umbau der BĂźhne war es dann soweit. Das Licht wurde verdunkelt, das Intro zum neuen Song ‘Wishing Wells’ wurde eingespielt. Die Fans begannen,  den Text laut vorzusingen. Ein absoluter Gänsehautmoment fĂźr alle Fans und auch die Band. Gemeinsam setzte man das zum Refrain an und es wurde zusammen gesungen.

Mit dem Worten „You are unbeliveable crazy!“ sprach Frontmann Winston McCall zu den glücklichen Ticketbesitzern in Berlin. Durch den engen Kontakt ohne jegliche Schutzgitter vor der Bühne waren die Fans noch näher an ihren Stars dran, als sie es sich jemals erträumt hatten.

Fotos von Joel Villwock (metal-impressions)

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