Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

The Dead Daisies Live

Posted by Etienne On Januar - 3 - 2019

921E7B3C-2F61-49E2-BA42-24111BD83024Auch auf der dritten Tour in diesem Jahr gaben die DEAD DAISIES wieder einmal alles und boten ihren Fans mit altgewohntem Rock und dem bereits auf der letzten Tour erprobten „Daisyland“ eine großartige Show.

Bereits bei meiner Ankunft gegen 16 Uhr und bei gerade mal einem Grad Außentemperatur befanden sich bereits etwa 35 hartgesottene Fans vor der Batschkapp und warteten mit Tee und WĂ€rmflaschen ausgerĂŒstet auf den Einlass ins „Daisyland“, welches den ersten 50 Fans an jeder Location der Tour eröffnet wurde. Gegen 18 Uhr öffneten sich dann die Tore und die wartenden AuserwĂ€hlten machten sich auf den Weg zum bereits aufgebauten Akustik Set inmitten der Halle. Da es der letzte Tag der Tour war, bekamen ausnahmsweise mehr Leute die Chance Daisyland zu erleben und so fanden sich etwa 80 Leute in einem Halbkreis um die Musiker ein, welche nach einer persönlichen BegrĂŒĂŸung eines jeden Fans hinter den Instrumenten Platz nahmen.

11BFEE71-64F8-45E4-9353-C5D6EBE7B1F3Den Anfang machten sie mit dem zu Beginn der Daisyland Touren veröffentlichen „Dead and Gone“ in einer Akustik Version, welche bei den Fans positiv aufgenommen wurde. Es folgten fĂŒnf weitere Songs, von denen auch der sonst eher wortkarge David Lowy, wie schon auf der vorangegangenen Tour (wir berichteten hierĂŒber ebenfalls), mit dem  GEORGE THOROGOOD Song ,Get A HaircutÂŽ ein Lied darbot. Im Anschluss standen die einzelnen Mitglieder noch fĂŒr Autogramme, auf den zuvor ausgeteilten Tourplakaten, Fotos oder gar kurze GesprĂ€che bereit, wĂ€hrend das Akustik Set abgebaut und der Weg zur BĂŒhne freigemacht wurde.

Um 19 Uhr begann auch der Einlass fĂŒr die restlichen Fans, wĂ€hrend auf der BĂŒhne alles fĂŒr die  Supportband BLIZZEN vorbereitet wurde. Nach dem Umbau stĂŒrmte die vierköpfige Truppe aus Gießen im Retro-Style der 80er Jahre in genieteten Kutten und mit wehenden langen MĂ€hnen die BĂŒhne. Den Anfang bildete ihre Single ,Trumpets of the GodsÂŽ, gefolgt von fĂŒnf weiteren Liedern, die das Publikum gut in Bewegung versetzten und aufwĂ€rmten, sodass ihnen auch die etwas zu vorschnelle AnkĂŒndigung ihres Songs ,Gone WildÂŽ seitens des SĂ€ngers verziehen wurde.

D4204B78-B39E-468C-9FCD-5B3B6BBD71DBEs folgte eine weitere kurze Umbauphase und der Hauptact des Abends betrat endlich die BĂŒhne.
Mit ,Midnight MosesÂŽ gaben die DEAD DAISIES auch sofort Vollgas und sorgten dafĂŒr, dass keiner in der Halle ruhig stehen blieb. Es folgten gut zwei Stunden Show, die eine Reise durch alle vier Alben der Band und wie gewohnt mit immer wieder eingestreuten Covern eine ordentliche Portion Abwechslung bot.

Hier die Setlist des Abends:
Midnight Moses/ Evil/ Make Some Noise/ Rise Up/ Dead And Gone/ What Goes Around/ Resurrected/ Last Time I Saw The Sun/ Join Together (The Who Cover)// Akustik Show: Something I Said/ Maggie May (Rod Stewart Cover)/ Let It Be (The Beatles Cover)// Burn It Down/ All The Same/ With You And I/ Band Intro Medley/ Leave Me Alone/ Bitch (The Rolling Stones Cover)/ Song & A Prayer/ Long Way To Go/ Helter Skelter (The Beatles Cover)/ Mexico/ Highway Star

01BE6065-9425-424D-97B9-6E98489522A1Ganze 23 Songs spielten die Daisies an diesem Abend und boten hierbei auch den spĂ€ter erschienen Fans eine kurze Akustik Session, die jedoch diesmal auf der BĂŒhne stattfand. Besonders stach hierbei das ROD STEWART Cover ,Maggie MayÂŽ hervor, welches von Drummer Deen Castronovo (Ex-JOURNEY) gesungen wurde und großen Anklang fand. Ebenfalls fĂŒr viele glĂŒckliche Gesichter sorgte das Cover des BEATLES Klassikers ,Let It BeÂŽ, welcher ohne Probleme auch als ihr eigener Song hĂ€tte durchgehen können. Wie schon auf frĂŒheren Touren stellten sich die Band Mitglieder in einem Medley vor, bei dem jedes Mitglied ein ausgewĂ€hltes Intro auf dem eigenen Instrument anklingen lĂ€sst. So wĂ€hlte beispielsweise David Lowy AC/DCs ,Highway To HellÂŽ, Marco Mendoza spielte JOAN JETTs ,I Love Rock ÂŽnÂŽRollÂŽ an und Deen Castronovo entschied sich fĂŒr ALICE COOPERs ,SchoolÂŽs OutÂŽ.

Auch der altbekannte Humor der Band war wieder allgegenwĂ€rtig spĂŒrbar. Sei es Doug Aldrich (Ex-Whitesnake), welcher sich von seinem Techniker mitten im Lied neue Plektren zuwerfen lĂ€sst und ihm seines zurĂŒck wirft oder Marco Mendoza (ebenfalls Ex-Whitesnake), welcher plötzlich David Lowy ableckt. Auch SĂ€nger John Corabi (Ex-Mötley CrĂŒe) bot mit seiner Bitte an eine Besucherin, die seine Ansprache mit unverstĂ€ndlichen Zwischenrufen unterbrach, doch beim nĂ€chsten mal auf den Kaffee zu verzichten eine Menge Unterhaltung. So verließen am Ende viele zufrieden dreinschauende Fans die Halle um sich in der KĂ€lte auf den Heimweg zu begeben.

Insgesamt war es fĂŒr mich ein rundum gelungener Abend voller Rock, welcher problemlos an die frĂŒhen Vertreter des Genres erinnert. BLIZZEN boten mit ihrem Look und dem SĂ€nger, der mich stellenweise an LED ZEPPELIN erinnerte, eine geniale Show fĂŒr Augen und Ohren. Die DEAD DAISIES ĂŒberzeugten wie immer auf ganzer Linie und blieben ihrer gewohnten Linie von Classic Rock und FannĂ€he treu, was mich auf weitere Touren im nĂ€chsten Jahr hoffen lĂ€sst.

European Apocalypse Tour 2018 – 01.12.2018 / Hamburg

Posted by Stefanie On Dezember - 12 - 2018

European-Apocalypse-Tour

Die Alsterdorfer Sporthalle fĂŒllte sich sichtlich gut und wie gewohnt – trotz Andrang – war es in den GĂ€ngen und Gassen unter den Metalheads wirklich entspannt. Das beruhigte natĂŒrlich etwas, denn bei anderen “Musikrichtungen” bringt selbst der Einlass in den Saal schon jeweils Stresspickel mit sich. Erstaunlich war ebenfalls die doch deutlich gute Nachfrage an den Merchandise-StĂ€nden, denn hier war es proppevoll. Die Bierbecher des Abends waren ganz hĂŒbsch (u.a. mit den Köpfen Dimmu Borgirs verziert), aber dennoch rechtfertigten sie keine 3,00 € Pfand. Bedeutet dann immer gleich bei: „Drei Bier bitte“ 
 „Gerne, das macht dann 24,00 €“. Das war doch etwas zu hoch gegriffen. Auch eine Suppe fĂŒr 5,00 € war gerade noch so „naja“ preislich gesehen.

47423875_2472645539419196_2607689015809277952_oDer Nebel war Motto des gesamten Abends und waberte durch die Sporthalle. FĂŒr Atemwegserkrankte schlicht nicht zu empfehlen. So konnte man hier und da tatsĂ€chlich nach den Gigs einige ĂŒble Hustenattacken vernehmen, was natĂŒrlich wiederum den GetrĂ€nkekonsum ordentlich ankurbelte. In der Halle selbst war es bei der Enge dann doch etwas unangenehm, wenn man von links und rechts direkt immer und immer wieder angehustet wurde. Warum seit Jahren eigentlich ein Rauchverbot herrscht, erschliesst sich uns oftmals nicht wirklich, denn die Luft erinnerte doch stark an die die DDR – Mitte der 80er Jahre – direkt stehend vor einer Stahlkocherei.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Teil des Abends und zu den musikalischen Acts. Vorweihnachtlich war da ein fettes PĂ€ckchen geschnĂŒrt worden. Vier Bands aus den Bereichen Black Metal, Death Metal, Hardcore und Thrash Metal.

47229423_2472645716085845_8329435604202815488_oEs begann um 18:00 Uhr mit der Abteilung Death Metal. Es erschienen die Schweden von BLOODBATH. Klare Sache, hier war der Name Programm. Von daher erahnte man die Bandmitglieder anhand ihrer Silhouetten in roter Dunkelheit, gepaart mit einer ordentlich gewohnten Prise des immer wieder in Hamburg auftauchenden Show-Nebels. Am Anfang gab es dann auch vom Ton her einige kleine Probleme und so spielte sich die Band dann gut und gerne ab Song 3 bzw. 4 so richtig warm. Das war natĂŒrlich wirklich schade, denn wenn die Band eh nur 35 Minuten Spielzeit hat und es anfangs dann noch humpelt, bleibt dann nicht mehr so viel ĂŒber. Alles in allem hatte man das GefĂŒhl, diese Opener Band hĂ€tte in einem kleineren Club sicherlich besser gepasst und bekam daher auch irgendwie vom Publikum nicht die gebĂŒhrende Aufmerksamkeit.

Setlist BLOODBATH:

Fleischmann / Let the Stillborn Come to Me / Outnumbering the Day / Chainsaw Lullaby / Eaten

47224423_2472645526085864_8383628329017671680_oNext Step HATEBREED: Auch hier beim Intro humpelten Ton und Strom irgendwie. Was die VorgĂ€nger von Bloodbath zuvor nicht schafften, schafften nun aber Hatebreed. Sie nahmen das Hamburger Publikum von Anfang an mit voller Tube Hardcore mit. Sie sind großen BĂŒhne gewohnt und können einfach auch Show. Frontmann Jasta schien sich sichtlich auf Hamburg gefreut zu haben und lud auch gleich die Hanseaten zum Elbriot 2019. Bei Hatebreed hatte man dann auch auf die roten Laternen verzichtet und die komplette Band war gut fĂŒr jeden Besucher erkennbar. Hatebreed hatten eine Spielzeit von gut 40 Minuten. Sie kamen deutlich frischer rĂŒber als der Opener und es war ordentlich Bewegung auf der BĂŒhne. Selbst im hinteren Teil der Sporthalle konnte man gut den Sound der Amerikaner genießen. Alles in allem eine zweite gute Runde “Warm-Up”.

Setlist HATEBREED:

To the Threshold / As Diehard as they Come / This is now / Looking down the Barrel of Today / Doomsayer / Perseverance / Live for this / I will be heard / Destroy everything

47394736_2472650106085406_8866869182688395264_oNach einer erneuten Umbauphase ging es um 20:00 Uhr weiter mit der Fraktion Black Metal und den Headlinern aus Norwegen – DIMMU BORGIR. Hierauf hatten doch einige mehr gewartet. Das Licht ging aus und in Dunkelheit mit (na klar, wie sollte es anders sein) jeder Menge Nebel, erschienen Shagrath und Erkekjetter mit Gefolge in dĂŒsteren Kapuzen-Outfits. Sie begannen ruhig mit `The Unveiling‘, dem Opener ihres aktuellen Albums. Es folgten 70 Minuten Spielzeit, in denen das Publikum durch aktuelle Songs, aber mit Klassikern der alten Dimmu Borgir Zeiten beschallt wurde. Schauten wir uns um, blickten wir auf eine zufriedene AnhĂ€ngerschaft des Black Metals. Man erlebte eine geniale Show, wie man sie eben von den Norwegern gewohnt ist. Viel Nebel, Dunkelheit, mystische LichteinflĂŒsse und sakrilege BĂŒhnenbilder. Alles Seelenbalsam fĂŒr den Black-Metal-Fan. Mit `សourning Palace‘ beendeten die Norweger von Dimmu Borgir ihre Apocalypse des Abends und die Schwarzkittel-Fraktion des Metals war wieder einmal gesegnet durch die dunklen MĂ€chte „on stage“. Kurzum: Dimmu Borgir liefern, ob nun seinerzeit mit Orchester oder Backround-Chor oder auch jetzt aktuell „more naked“ immer grandios ab und bringen das auf die BĂŒhne, was ein Album von ihnen zuvor auf Plastik gepresst, versprach.

Setlist DIMMU BORGIR:

The Unveiling / Interdimensional Summit / The Chosen Legacy / The Serpentine Offering / Gateways / Dimmu Borgir / Council of Wolves and Snakes / Puritania / Indoctrination / Progenies of the Great Apocalypse / Mourning Palace

47505336_2472646206085796_4110652262005604352_oUm 21:40 Uhr folgten die weiteren Headliner dieser Tour – KREATOR. Mit den Thrash-Urgesteinen aus Essen gibt es musikalisch immer auf die Zwölf. Mit einem lauten Knall fiel der Vorhang und ab ging die Luzie. Es folgte das Intro per Projektor. Kreator waren an diesem Abend die Headliner im wahrsten Sinne des Wortes und bewiesen einmal wieder, dass sie ungeschlagen den besten Thrashmetal Europas mit sich bringen. Das was die Fans von Kreator vielen Jahren erwarten, bekommen sie auch mit jedem Auftritt. So wie auch an diesem Abend in Hamburg. Frei nach dem Motto “Who the fuck is Slayer” ballerte es dermaßen in der Alsterdorfer Sporthalle, dass es stellenweise zu Crowdsurfing kam und sich kleine Mini-Circle-Pits bildeten. Da denkt man doch eigentlich, wenn man zu einem Kreator-Konzert geht, dass eine Band nach so vielen Jahren BĂŒhne endlich ein wenig ruhiger wird. Aber neee, gar nicht, eher das Gegenteil. Mille und seine Mannen sind ihr Geld wert. Diese Band ist kein ausgestopfter Mythos, hier geht das Geld, was der Fan fĂŒr seine Thrasher zahlt, auch 1:1 in die LĂ€rmtĂŒte. Kreator liefern noch immer bestens ab – irgendwie wirken sie, wie frisch vom Motortuning kommend, mit Zielgerade Enddrehzahl. Dass nun immer – wie schon oft erlebt – Lametta aus Kanonen geschleudert wird, erschließt sich uns nicht. Das braucht doch kein Thrasher. Wie dem auch sei: Mit einer Spielzeit von ebenfalls 70 Minuten und einer hochkarĂ€tigen Setlist, verabschiedeten sich die Ruhrpottler und die Apocalypse nahm ihr Ende.

Setlist KREATOR:

Enemy of God / Hail to the Hordes / Awakening of the Gods / Gods of Violence / Satan is real / Phantom Antichrist / Fallen Brother / Flag of Hate / Phobia / Hordes of Chaos / People of the Lie / Violent Revolution / Pleasure to Kill

47384333_2472742622742821_5424966143536267264_oDas war nun also die EUROPEAN APOCALYPSE TOUR 2018 in Hamburg. Vier geile Bands, eine besser als die andere. Allerdings startete man leider – was den Schweden von Bloodbath nicht gerade in die Karten spielte – mit einem Soundmatsch und technischen Problemen, diese Probleme hielten bei Hatebreed noch an, waren dann aber bei den beiden Mainacts Dimmu Borgir und Kreator verschwunden. Auf jeden Fall ein dickes Lob an die Veranstalter dieser Tour. Eine erfolgreiche Mixtur, die ihres gleichen sucht und so in dergestalt noch öfter stattfinden sollte. FĂŒr uns vom Metal Impressions Magazine mit eines der besten Konzert-Events in 2018.

Berichterstattung & Photo-Credits: 

Dirk Jacobs

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ARMORED SAINT ESSEN

Posted by Peter Marquardt On November - 14 - 2018

ARMORED SAINT „Symbol Of Salvation” TOUR 2018 Die Band geht den Weg, den in letzter Zeit viele Bands beschritten. Sie prĂ€sentieren uns live ein komplettes Album. Warum nun “Symbol Of Salvation” auserkoren wurde, kein JubilĂ€um oder Ă€hnliches, entzieht sich meiner Kenntnis. Egal, denn live sind ARMORED SAINT immer eine Macht und da ist es schon fast egal, was sie aus ihrem Repertoire zaubern.

Den Anfang machten die Lokalmatadore GREYDON FIELDS aus Essen. Ich weiß nicht wie die Band an diesen Gig gekommen ist, aber es wĂ€re fĂŒr sie echt eine Chance gewesen, vor vollem Haus neue Fans zu gewinnen. Aber ob das geklappt hat, wage ich mal zu bezweifeln. Ihr Melodic Thrash passte stilistisch absolut nicht zum Headliner und wurde hier auch nicht sonderlich agil auf die Bretter gebracht.

ArmoredSaint2018_06Dass an einem Sonntag so viele Metaller den Weg ins Turock gefunden haben, ist ein Beweis dafĂŒr, dass ARMORED SAINT einen sehr hohen Stellenwert haben. Und die Band startet auch direkt in die Vollen mit ‚March Of The Saints‘, gefolgt von ‚Long Before I Die‘ und ‚Chemical Euphoria‘. Somit sind die ersten  drei Alben abgefrĂŒhstĂŒckt und man kann sich ganz dem Album Nummer vier ‚Symbol Of Salvation’ widmen. Bereit fĂŒr ein Hitfeuerwehr erster KajĂŒte? Dann mal los….. ‚Reign Of Fire‘, ‚Dropping Like Flies‘, ‚Last Train Home’ und ‚Tribal Dance‘. Was fĂŒr eine Stimmung im Publikum, die Menge tobt, grölt, singt und die Band hat sichtlich Spaß.

ArmoredSaint2018_44Nach diesem Feuerwerk mĂŒssen alle erst einmal durchatmen. John Bush erzĂ€hlt ein paar Anekdoten, z.B. warum sie sich nie einer stilistischen Beschneidung unterworfen haben und welche EinflĂŒsse die einzelnen Bandmitglieder mit in die Band brachten. Zum Song ‚Another Day‘ findet John ergreifende Worte zum 1999 verstorbenen Gitarristen Dave Prichard. Der Song ‚Symbol Of Salvation‘ wird so abgefeiert, dass sich der gute John durchs Publikum kĂ€mpft und auf der Treppe, die zum Balkon des Clubs fĂŒhrt, das Lied zu Ende singt. Das nennt man wohl FannĂ€he !!

ArmoredSaint2018_73Die restlichen Nummern sind teilweise selten bis nie live aufgefĂŒhrt worden und beschließen den “Symbol of Salvation” Teil. Dass die Band auch jetzt noch großartige Nummern schreiben kann, beweist ‚Win Hands Down‘ vom letzten Album. Mit ‚Can U Deliver‘ beendet DER Song vom Debutalbum den Abend. Wieder einmal haben ARMORED SAINT eindrucksvoll ihre LivequalitĂ€ten unter Beweis gestellt. Also ich bin wieder dabei, wenn John Bush und seine Mannen wieder in der NĂ€he spielen!!

Peter

Fotocredit: Dajana Winkel

POWERWOLF TOUR 2018

Posted by Andrea On November - 6 - 2018

PW (1 von 1) (1)Derzeit ist die saarlĂ€ndische Band POWERWOLF auf großer Reise durch Europa. Am 29.10.2018 machten sie mit ihrer “WolfsnĂ€chte-Tour” in Hamburg Halt. Metal Impressions war vor Ort und Andrea berichtet fĂŒr Euch von diesem Abend:

Gegen 18:00 Uhr sollte der Einlass beginnen, also habe ich mich pĂŒnktlich zum Mehr! Theater am Großmarkt in Hamburg begeben. Es ist immer sehr entspannt am Großmarkt. Hier gibt es genĂŒgend ParkplĂ€tze und auch der Einlass geht dort sehr zĂŒgig voran. Gegen 18.30 Uhr stand ich inmitten in der großen Halle voller Vorfreude auf die kommenden drei Shows. Mit an Bord hatten die Wölfe um Attila Dorn zwei grandiose Supportbands. Zum einen KISSIN`DYNAMITE und weiter die Schweden von AMARANTHE.

45381840_1937877282948621_7470336080785440768_o45485993_1937877132948636_6699624875490803712_oKISSIN`DYNAMITE eröffneten den Abend gegen 19:30 Uhr. Sie legten gleich mit `I`ve got the fireÂŽ, dem Eröffnungssong ihres neuen Albums „Ecstasy“ los. Das Publikum ging vom ersten Ton ab an mit und hat die Jungs richtig gefeiert. KISSIN`DYNAMITE haben insgesamt 8 Songs, mit denen sie grĂ¶ĂŸtenteils ihr neues Album vorstellten, gespielt. Von Song zu Song wurde die Stimmung immer besser, und das Publikum lockerer. Das BĂŒhnenbild der Band war ebenfalls grandios und unterstrich ihr Image. Die EinflĂŒsse der 80er Jahre sind weder zu ĂŒbersehen, noch zu ĂŒberhören. Alles in allem haben KISSIN` DYNAMITE einen soliden Grundstein fĂŒr diesen Abend gelegt.

ama1aama2 (1 von 1) (2)Nach einer kurzen Umbaupause konnten dann AMARANTHE beweisen, dass auch sie die gute Stimmung beibehalten können. Gewohnt sexy gekleidet betrat Elize Ryd mit ihren Jungs die BĂŒhne und schmetterte mit `MaximizeÂŽ gleich los. AMARANTHE spielten mit einer Setlist von insgesamt 11 Songs einen guten Mix aus alten und neuen Songs. So waren u.a. `365ÂŽ, `The NexusÂŽ und `Drop dead CynicalÂŽ dabei. Es war ein Set mit Power sie holten das Publikum genau dort ab, wo KISSIN` DYNAMITE aufgehört hatten. WĂ€hrend ich an der Seite stand und mit AMARANTHE gefeiert habe, liefen dann plötzlich die Jungs von KISSIN`DYNAMITE an mir vorbei Richtung Merchstand. Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen und bin dann kurz dorthin, um ein paar Worte mit ihnen zu wechseln. So entstanden auch einige Bilder mit der Band. Sie haben sich Zeit fĂŒr die Fans genommen und jeden Fotowunsch erfĂŒllt. Danach habe ich dann den Rest der AMARANTHE-Show aus etwas weiterer Entfernung betrachtet. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Sound im Mehr! Theater relativ leise ist, sobald man nicht in der Mitte des Theaters steht. Dennoch haben mich AMARANTHE  komplett abgeholt.

45336155_1937807886288894_21015305044099072_o45411284_1937807639622252_6318320930242166784_oNach einer weiteren Umbauphase sollten nun POWERWOLF die BĂŒhne betreten. Die BĂŒhne wurde verhangen, so dass der Zuschauer nichts vom BĂŒhnenbild sehen konnte. Es prangten lediglich die POWERWOLF-Initialen auf dem Vorhang. Plötzlich ging das Licht aus und von hinten kam rotes Licht, das dann den Umriss von Attila Dorn erkennen ließ. WĂ€hrend des Intros nahmen alle Bandmitglieder ihren Platz hinter dem Vorhang ein und das Konzert startete mit dem Song `Fire and ForgiveÂŽ, dem Eröffnungssong ihres aktuellen Albums. Die Ansagen zu den Songs machte Attila Dorn in gewohnter POWERWOLF-Manier und leitete somit durch eine großartige “Heavy Metal Messe”. Die Reise der Wölfe fĂŒhrte quer durch alle Alben. POWERWOLF spielten sich regelrecht die Finger wund und legten ein mehrstĂŒndiges Set hin. Hier die komplette Setlist:

Fire and forgive/ Army of the night/ Incense & Iron/ Amen and attack/ Let there be night/ Demons are a girls best friend/ Killers with the cross/ Armata strigoi/ Blessed & Possessed/ Where the wild wolfes have gone/ Resurrection by Erection/ Stossgebet/ All we need is blood/ We drink your blood/ Lupus dei/ Zugaben: Sanctified with dynamite/ Coleus Sanctus/ Werewolves of Armenia

45313827_1937807659622250_3521587073473576960_o45282994_1937807962955553_3987504649002287104_oPOWERWOLF zelebrieren diese “Heavy Metal Messe” regelrecht und haben damit auch ihre AnhĂ€nger gefunden. Siese hat man auch hier in Hamburg schnell erkannt, denn viele waren im Powerwolf-Stil geschminkt. Das Publikum hat die Jungs mit wehenden Haaren und lautem Mitsingen begleitet. Die Stimmung war grandios und am Ende lief jedem der Schweiß. Die BĂŒhnenbilder wechselten wĂ€hrend der Show einige Male und eines war prachtvoller als das andere. Die Show an sich war sehr schön, dennoch war es fĂŒr mich ein wenig “zu viel des Ganzen”. Ein bisschen weniger Show, hĂ€tte die Musik mehr in den Vordergrund gestellt und das Ganze in meinen Augen ein wenig runder wirken lassen. Alles in allem war dieser Abend dennoch mehr als hörens- bzw. sehenswert und hat mir volle fĂŒnf Stunden an Spaß und gute Musik gebracht. Beim nĂ€chsten Mal bin ich gerne wieder mit dabei, um die Wölfe heulen zu hören!

Berichterstattung / Photo-Credits:

Andrea Da Silva Nolasco

Lordi – Der Monster-Rock in Deutschland

Posted by Etienne On Oktober - 30 - 2018

tNBBnJgAAktuell zieht die finnische Monster-Truppe LORDI mit ihrem „Sextourcism“ durch die europĂ€ischen Lande. Wir vom Metal Impressions Magazine konnten uns das natĂŒrlich nicht entgehen lassen und waren in Aschaffenburg im Colos-Saal vor Ort. Etienne berichtet fĂŒr Euch:

Etwa gegen 17.30 Uhr gesellte ich mich zu den, teilweise schon seit Stunden wartenden Fans in der Schlange, um direkt bei Einlass gegen 18:00 Uhr mit ihnen an die BĂŒhne stĂŒrmen zu können. BegrĂŒĂŸt wurden wir von einem kleinen Drumkit vor einer ansonsten nahezu abgehangenen BĂŒhne, welche nur hier und da ein paar kleine, aber dennoch vielversprechende Einblicke zuließ.

Wo9OOqYAGegen 19:00 Uhr eröffnete die ebenfalls finnische Band EGOKILLS mit dem Titelsong zu ihrem aktuellen Album „Mellowhead“ den Abend. Es folgten sechs weitere Songs der Hippie-Metal-Formation und eine Ansprache, in der SĂ€nger Janne scherzhaft darauf hinwies, dass sie spĂ€ter am Merch zu finden seien und versuchen wĂŒrden, sich so sich ihr Spritgeld fĂŒr die Heimfahrt zu verdienen, bevor sie die BĂŒhne verließen, um somit der zweiten Band des Abends Platz zum Aufbau zu geben.
_WvgmFjANach einer kurzen Umbauphase folgten SILVER DUST, welche eingefleischten Lordi-Fans schon von der 2016er Tour bekannt waren. Sofort fiel der ĂŒbergroße, als Spiegel designte Bildschirm ins Auge, welcher auch direkt das Intro der Band zeigte. Es folgten sechs Songs der Band, welche immer wieder durch Videoeinspielungen unterstĂŒtzt wurden und somit eine Show fĂŒr Augen und Ohren zugleich boten.  Zum Abschluss betraten die Gitarristen und der SĂ€nger mit FĂ€ssern die BĂŒhne und gaben nochmals alles in einem wechselseitigen Drumsolo mit Schlagzeuger Magma.
cXu3EmJwNach einer weiteren kurzen Pause war es dann so weit und die Monster von LORDI stĂŒrmten mit dem Titelsong zum aktuellen Album „Sexorcism“ die BĂŒhne. Es folgte eine fast zweistĂŒndige Reise durch die komplette Bandgeschichte, die AuszĂŒge aus allen Alben der Band bot. Besonders das zum ersten Mal, seit knapp zehn Jahren, live gespielte ,Missing Miss CharleneÂŽ ĂŒberraschte viele Fans. Trotz vieler EindrĂŒcke aus der Vergangenheit wurde dabei der Fokus auf die aktuelle Scheibe aber keineswegs vernachlĂ€ssigt.

Hier die komplette Setlist des Abends:
Sexorcism/ Would You Love A Monsterman/ Missing Miss Charlene-/House of Ghosts-Medley / Your TongueÂŽs Got The Cat/ Drum Solo/ Blood Red Sandman/ It Snows In Hell/ Keyboard Solo/ SheÂŽs A Demon/ Naked In My Cellar/ Bass Solo/ Hug You Hardcore/ Rock Police/ The Riff/ Gitarren Solo/ WhoÂŽs Your Daddy/ Devil Is A Loser/ Hard Rock Halleluja

Dabei wurden in altbekannter Manier die Songs durch eine BĂŒhnenshow untermauert, durch die LORDI sich schon seit Jahren einen Namen verschafft hat. So boten die Priester-Showeinlagen einen ebenso abwechslungsreichen Abend, wie die immer wieder eingestreuten Schockeffekte durch Kunstblut versprĂŒhende KettensĂ€gen oder Geisterpuppen, welche aus dem Hintergrund dem Publikum entgegensprangen und einem das GefĂŒhl gaben, sich in einem Horrorfilm zu befinden. Aber auch ansonsten stellten sie unter Beweis, dass sie durch jahrelange Erfahrung eine gut funktionierende Einheit bilden und sich ihren Ruf als eine mehr als sehenswerte Live-Band redlich verdient haben, sodass die Musik keineswegs hierunter litt. Und so ĂŒberzeugte der gewohnten Hard Rock, welcher trotz Horrorthematik an die alten Vertreter des Genres erinnert, die Fans auf ganzer Linie. Eher ungewöhnlich: Im Vergleich zu vielen anderen Bands, wurden die Soli-Parts eines jeden Instrumentes an einem Punkt des Abends gespielt, zu dem jedes einzelne Bandmitglied die Chance erhielt, auch losgelöst vom Bandtreiben zu zeigen, was man kann. Abgerundet wurde die Show durch die Ansprache des SĂ€ngers “Mr. Lordi”, welcher auf witzige Art und Weise die Songs wie `Naked In My CellarÂŽ einleitete oder gar versprach, die Chefs der Zuschauer anzurufen und ihnen klar zu machen, dass diese am nĂ€chsten Tag nicht zu arbeiten zu brauchen. Diese lustigen Ansprachen gaben dem Ganzen auch etwas Persönliches und FamiliĂ€res, was die Zuschauer offenbar allesamt positiv aufnahmen. Den Schluss bildete selbstverstĂ€ndlich der Hit `Hardrock HallelujaÂŽ, mit dem LORDI 2006 den Eurovision Song Contest gewannen und der nochmals fĂŒr ausgelassene Stimmung und fliegende Haare im Publikum sorgte.

v4brYxJgFĂŒr mich alles in allem ein genialer Abend voller guter Musik und ausgefeilter Showeinlagen. EGOKILLS lieferten eine gute Show, passten fĂŒr mich persönlich aber leider nicht wirklich zu den anderen Bands. SILVER DUST waren mir zuvor unbekannt, haben mich mit ihrer Mischung aus Rammstein und einem an Serj Tankian (SYSTEM OF A DOWN) erinnernden Gesang mitsamt Showeinlagen absolut ĂŒberzeugt. Besonders das Phantom der Oper-Duett des SĂ€ngers im Wechsel mit einem Phantom auf dem Bildschirm war fĂŒr mich genial. Es war meine erste LORDI-Live-Show, aber definitiv nicht meine letzte. Das Spiel zwischen Horrorshow und der Musik bietet fĂŒr jeden etwas und bleibt zweifelsohne noch lange in Erinnerung.

Berichterstattung + Photo-Credits:

Etienne Kulik

KILLING JOKE in Hamburg – Eine Zeitreise voller Emotionen

Posted by Stefanie On Oktober - 20 - 2018

KillingJoke1 (1 von 1)_KLEINMontage sind ja grundsĂ€tzlich immer etwas total Blödes. Man kommt am ersten Arbeitstag der Woche geschafft nach Hause und möchte sich eigentlich nur noch die Decke ĂŒber den Kopf ziehen. Nicht jedoch am vergangenen Montag. Am 15.10.2018 gab sich nĂ€mlich KILLING JOKE – die Lieblingsband der Lieblingsbands – in der Hamburger Markthalle die Ehre.Als Support waren TURBOWOLF aus den UK am Start. Leider war es uns vom Metal Impressions nicht möglich, ihren Auftritt zu verfolgen, denn wir erreichten erst um 20:30 Uhr die Markthalle. Sehr schade. Das was uns aber zugetragen wurde von anderer Seite war zumindest positiv. Nunja, vielleicht ergibt sich noch einmal die Möglichkeit TURBOWOLF live an anderer Stelle zu erleben.

KillingJoke5 (1 von 1)_KLEINDie Markthalle fĂŒllte sich gut. Es ging auf 21:00 Uhr zu. Ein Publikum 40+ schien an diesem Abend anwesend zu sein. SchĂ€tzungsweise gut 800 Leute, die nun sehnsĂŒchtig auf ihre Lieblingsband warteten. Man spĂŒrte eine gewisse Spannung in Hamburgs liebstem „Metal-Hardrock-Wohnzimmer“ (so wird die Markthalle oftmals liebevoll betitelt). Die Backliner absolvierten auf der BĂŒhne noch kleine letzte Handgriffe und stellten die Instrumente parat. RĂ€ucherstĂ€bchen wurden ĂŒberall auf der BĂŒhne gezĂŒndet.

KillingJoke14 (1 von 1)_KLEINPĂŒnktlich 21:00 Uhr Auftritt KILLING JOKE. Das Hamburger Publikum applaudierte und sogleich legten die 5 Briten mit ihrem wohl grĂ¶ĂŸten Hit der 80er Jahre `Love Like BloodÂŽ los. Die Besucher waren sofort von Null auf Hundert. Was fĂŒr eine wahnsinnige Stimmung. Jaz Coleman, bekleidet mit einem schwarzen Overall und einer aufgemalten Spinne auf dem RĂŒcken, brillierte von der ersten Minute an. Was fĂŒr ein Spirit geht doch von diesem Mann nur aus. Ein Meister der Mimik, der wĂ€hrend seines Gesanges tĂ€nzelnd, niemals stillstehend, seine Songs celebriert. Selten so etwas erlebt. WĂ€hrenddessen Gitarrist Kevin „Geordie“ Walker und Bassist Martin „Youth“ Glover mit einer absoluten Coolness ihre Parts absolvierten, war Jaz Coleman schlicht und ergreifend DAS Alphatier auf dieser Musikreise.

KillingJoke7 (1 von 1)_KLEIN (1)

KILLING JOKE touren derzeit auf großer 40Jahre-JubilĂ€umstour. Dementsprechend spielten sie sich durch ihre grĂ¶ĂŸten Hits. So zum Beispiel `EightiesÂŽ, bei dem Coleman hĂŒpfend, stampfend, tĂ€nzelnd, stetig den Beat von Bass oder Schlagzeug mit seinen FĂŒĂŸen wiedergab. Die Hamburger waren spĂ€testens hier auch nicht mehr zu halten. Bei `RequiemÂŽ war es ebenso. Man sang textsicher mit, verfolgte das Tun auf der BĂŒhne mit großen Augen und oftmals konnte man erleben, wie sich die Zuschauer glĂŒckselig anschauten. Man war spĂŒrbar zufrieden mit allem was auf der BĂŒhne geschah.

KillingJoke6 (1 von 1)_KLEINDer Sound in der Markthalle war an diesem Montagabend ebenfalls sehr gut – es stimmte wirklich alles von hinten bis vorne. Wer sich mit KILLING JOKE beschĂ€ftigt hat all die Jahre, weiß, dass es kaum eine andere Band gibt, die so genreĂŒbergreifend Musik ĂŒber 40 Jahre den Fans ĂŒberliefert hat. Sie begannen in den 80er Jahren eher mit Brit-Post-Punk, durch ColemanÂŽs spirituelle dann folgende Lebensweise und auch seiner Zeit in Indien, bekam jedes weitere der nunmehr 15 Alben eine komplett andere Note. Der Metal wurde angefasst, Industrial-Rock, Grunge, Indie-Rock – jedoch alles immer gewĂŒrzt mit einer Prise Punk. Viele heute namenhafte Bands zogen viel aus genau dieser einen Band. Jedoch blieben sich KILLING JOKE immer treu und gaben sich niemals dem Mainstream hin. Und das war gut so, denn sonst hĂ€tten wir zum Beispiel am Montag in Hamburg nicht dieses Hammer-Konzert genießen können.

KillingJoke8 (1 von 1)_KLEINAls Abschluss-Song spielten KILLING JOKE noch einen ebenfalls großen Song. `PandemoniumÂŽ von ihrem gleichnamigen Album aus dem Jahre 1994. Eine gut gewĂ€hlte Perle zum Ende. Coleman sang und tanzte sich noch einmal komplett in Ekstase und war vollkommen in Trance, bevor zum Ende des Liedes allesamt die HĂ€nde nach oben rissen, Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug sich noch einmal aufbĂ€umten und es eines Siegeszuges gleich pompös endete. Das Publikum war voller Adrenalin und die Briten standen mit dem letzten Taktschlag dankend auf der BĂŒhne. Noch einmal wurde die Gitarre in die Luft gehalten, Drummer Paul Ferguson, stand ebenfalls auf und dankte dem Publikum. Die Briten waren sichtlich zufrieden mit ihrem Hamburger Publikum und das Hamburger Publikum mit „ihrer Band“.

KillingJoke9 (1 von 1)_KLEINSchon lange nicht mehr haben wir einen solchen GĂ€nsehautmoment erleben dĂŒrfen; denn sah man diese vollkommene GlĂŒckseligkeit ColemanÂŽs, der sich fast gar nicht von diesem tollen Publikum trennen konnte und immer wieder auf sein Herz deutete und sich die HĂ€nde vor das Gesicht legte, hatte man eben „goose bumps“. Ein wundervoller emotionaler Höhepunkt nach 90 Minuten Spielzeit, jedoch ohne Zugabe. Das Licht in der Halle ging an. KILLING JOKE verließen mit einem letzten Winken die BĂŒhne, das Hamburger Publikum zog mit einem LĂ€cheln ins Foyer und man hatte sich sicherlich bei einem letzten Bier oder auf der Heimfahrt einiges zu erzĂ€hlen. Schön war es!
KILLING JOKE – Ihr habt uns eines dieser Konzerte beschert, welches einen auf ewig begleiten wird.

Metal Impressions sagt DANKE !

Berichterstattung und Photo-Credits:

Stefanie Preuß

Bury Tomorrow TOUR 2018

Posted by Etienne On Oktober - 10 - 2018

20180703_bury_tomorrow_poster_lg_1_1_1_1_1Die Festivalsaison ist vorbei, aber da die Jungs von BURY TOMORROW einfach nicht genug von Deutschland bekommen, kehren sie fĂŒr eine weitere Tour zu uns zurĂŒck.

2006 von Drummer Adam Jackson in Southampton gegrĂŒndet, veröffentlichten sie bereits 2007 ihre erste EP „The Sleep of the Innocents“, welche sie selbst vertrieben. Bereits zwei Jahre spĂ€ter hatten sie ihren ersten Labelvertrag und brachten ihr erstes Album „Portraits“ auf den Markt. Bereits zu diesem Zeitpunkt  tourten sie weltweit, so beispielsweise in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan.

Mit dem 2016 erschienen Album „Earthbound“ gelang ihnen auch die erste Chartplatzierung in Deutschland und sie erreichten immerhin Platz 64. Im Juli diesen Jahres erschien ihr, von den Fans heiß ersehntes, fĂŒnftes Studioalbum „Black Flame“, welches nochmal eine Schippe obendrauf packte und Platz 19 der deutschen Charts belegte.
Im Voraus wurden immer wieder Stimmen laut, die aufgrund der ersten, gleichnamigen Single ein verweichlichtes Album befĂŒrchteten, diese wurden aber reihenweise vom Hocker gehauen. Trotz einer gewissen Experimentierfreudigkeit mit melodisch, trĂ€umerischen Intros oder gar Djent-Elmenten, steht die Platte den VorgĂ€ngern und anderen Metalcore-Bands in nichts nach.

Bekannt sind BURY TOMORROW insbesondere fĂŒr ihre FannĂ€he, die sich am Ende eines jeden Konzertes zeigt, wenn sie mit den Worten „Fuck Pay-Meet and Greets! See you in a few Minutes!“ die BĂŒhne verlassen und zur Freude der Fans fĂŒr einen gemĂŒtlichen Plausch oder ein paar Autogramme von der BĂŒhne kommen. Auch die Tatsache, dass sie im Schnitt zwei Mal pro Jahr hierzulande touren, zeigt wie sehr sie die deutschen Fans mögen und wie sehr sie im Gegenzug gemocht werden.

Als Support sind 36 CRAZYFISTS, CANE HILL und CHRYSTAL LAKE dabei. Der Abend verspricht also Metalcore-Power aus aller Welt und einen Abriss sondergleichen. Also seid schnell und verpasst nicht die Chance dabei zu sein, wenn diese Bands eine Halle in Eurer NĂ€he zum Beben bringen!

Hier die Daten im Überblick:

25.11.18 Hamburg, Markthalle

30.11.18 Berlin, SO 36

01.12.18 Leipzig, Conne Island

03.12.18 MĂŒnchen, Backstage Halle

04.12.18 Graz (AT), Explosiv

07.12.18 Wiesbaden, Schlachthof

Tickets gibt es 29,50€ bei Eventim und an vielen Vorverkaufsstellen.

Das Meltdown Festival 2018 – Metal im hohen Norden

Posted by Andrea On Oktober - 9 - 2018

Moin, Tach und Hallo aus dem hohen Norden. Metal Impressions war fĂŒr Euch am Samstag, den 08.09.18, auf dem MELTDOWN FESTIVAL in Schuby. Das Festival begann bereits am Freitag, den 07.09.2018. Hier spielten Bands, wie z.B. NORDIC RAID, SLOW KILL SYSTEM, RAYDER, RAMPAGE, PSILOCYBE und ENDSEEKER.

Andrea2 (1 von 1)Bei der Ankunft am Samstag hatte ich erst die BefĂŒrchtung, es könnte ein Regentag werden, aber nein, der Norden brachte mir Sonne. Die erste halbe Stunde hieß es erst einmal fĂŒr mich, den Platz zu erkunden. Wo konnte was gefunden werden. Man wurde freundlich empfangen und alles war bestens aufgestellt. FĂŒr Essen und Trinken wurde seitens des Veranstalters zu sehr fairen Preisen gesorgt. Ich merkte gleich, dass hier ein wirklich gut organisiertes Open Air auf die Beine gestellt wurde. Eine sehr familiĂ€re Stimmung war deutlich zu spĂŒren. Ein Festival, wo jeder den anderen kennt und einfach immer wieder gerne mit dabei ist. So liebe ich es. Nun aber ab zur BĂŒhne. Den Auftakt auf der HauptbĂŒhne machten POWERHEAD aus Rendsburg. Sie lieferten soliden Thrash Metal ab, der das Publikum und auch mich gut auf den Tag einstimmten. KrĂ€ftiger Gesang, gutes Gitarren- und Schlagzeugspiel konnten ĂŒberzeugen. Die Rendsburger gaben einen guten Grundstein fĂŒr den Rest des Tages und alles was da noch so kommen sollte.

insulter2Im Zelt eröffneten INSULTER Tag Nummer 2. FĂŒr mich waren sie die Überraschung des Tages. Die drei Mannen aus dem Frankfurter Raum traten mit satanischem Thrash Metal auf und lieferten eine grandiose Show ab.  Sah man den SĂ€nger, dachte man, es stĂŒnde der junge James Hetfield vor einem. Mit viel Charisma und Power zogen sie ihre Show durch und begeisterten die Besucher des Festivals. Am Ende des Gigs wurde eindringlich um Zugabe gebettelt. Vom Veranstalter wurde dieser Wunsch erfĂŒllt und somit durften INSULTER noch eine Zugabe spielen. Sie haben sich definitiv in mein Herz gespielt.

Meltdown2 (1)Nahtlos ging es dann auf der HauptbĂŒhne mit VLADIMIR HARKONNEN weiter. Die aus Rendsburg bzw. Kiel stammende Band beschreibt ihren Stil selbst als Thrash Flavoured Hardcore. Das Wummern in der Magenkuhle zeugte von kraftvoller Musik, die von gutem Gesang und harten GitarrenklĂ€ngen begleitet wurde. Die Stimmung vor der BĂŒhne war auch hier gut, und man sah wirbelnde Haare in HĂŒlle und FĂŒlle. Ein steifer Nacken war somit vorprogrammiert.

obskura2Etwas frisch wurde es nun und ich entschloss mich schnell ein paar wĂ€rmere Klamotten anzuziehen. Dies schnell erledigt, ging es fĂŒr mich zum nĂ€chsten Slot. Diesen bespielten die hier allseits bekannten Death-Thrash-Metaller von OBSKURA aus Schleswig-Holstein. Sie konnten das Publikum sozusagen „mit Links“ abholen. Wer bis jetzt seine Nackenmuskeln noch nicht ĂŒberspannt hatte, tat es spĂ€testens jetzt. Keiner stand mehr still – nur noch wehende Haare im Helikoptermodus. Bass und Schlagzeug gaben den Rhythmus vor und Gitarren und Gesang passten sich gut an. Einziges Manko der Band: SĂ€nger Marvin konnte laut eigener Aussage mit seinem kurzen Haar nicht mit machen beim Headbangen. Dies erledigten aber umso mehr Bassist und Gitarrist. Alles in allem eine sehr gelungene Performance mit eingĂ€ngigem Sound.

Andrea4 (1 von 1)Mein absolutes Highlight an diesem Abend waren allerdings NIGHT LASER. War doch bisher der Nachmittag und der Abend von Death- und Thrash Metal geprĂ€gt, so kam nun der absolut pure Glam Metal auf die BĂŒhne. NIGHT LASER haben als Headliner das Feuerwerk des Abends entfacht. Wo auch immer diese Jungs auftreten, ist ein solcher Spirit zu spĂŒren, der einen einfach immer wieder mitnimmt.  Auch das Publikum des Meltdown Festivals wurde vom ersten Ton ab an offensichtlich ĂŒberzeugt.  Mit Songs, wie `Manta ́, `Laserhead ́ und `Chaos Crew ́ gaben sie einen grandiosen Headliner ab. Ein glitzerner Auftritt auf ganzer Linie.

Meltdown1Als Abschluss-Band des Abends spielten METAL WITCH.  Hier begab man sich noch einmal auf eine kleine Zeitreise – zurĂŒck in die 80er Jahre. Gut gemachter Hard Rock. Und jeder, der noch nicht zu mĂŒde oder zu „viel intus hatte“,  hat bei dieser Band noch einmal ordentlich gefeiert und spaßig einen wundervollen zweiten Festivaltag zu Ende gehen lassen.

An diesem Tag spielten ĂŒber den Tag verteilt noch Bands, wie DEADFLESH, EXTINCT, HAILSTONE, VERHEERER, TORIAN und INCARCERATION.

Wir vom Metal Impressions Magazine danken den Veranstaltern, dass wir in diesem Jahr mit dabei sein konnten. Ein absolut tolles Festival mit einem sehr angenehmen und gut gelauntem Publikum. Ich persönlich habe mich sauwohl gefĂŒhlt. Eine wahnsinnig gute Orga hat hier zwei Tage lang ein schönes Festival auf die Beine gestellt. Unser Daumen geht nach oben und wir werden im kommenden Jahr mit Sicherheit wieder vor Ort sein. Freuen wir uns somit auf das MELTDOWN FESTIVAL 2019 !

Bericht und Photo Credits:

Andrea Da Silva Nolasco

ELBRIOT 2018 REVIEW

Posted by joel On September - 27 - 2018

OurMirage (1 von 1) (2)Am 18. August 2018 öffnete auch das ELBRIOT in Hamburg unter dem Motto „Welcome to the Riot“ zum sechsten Mal seine Pforten. Auch in diesem Jahr war fĂŒr jeden Geschmack etwas dabei. Von der Newcomer Band OUR MIRAGE, ĂŒber SATYRICON bis hin zu ARCH ENEMY. Es war definitiv fĂŒr jeden etwas dabei.

Ab 11:00 konnten die Besucher auf das GelĂ€nde auf dem Großmarkt stĂŒrmen und ihre Positionen beziehen, um den Tag zu genießen. Die ersten Töne des Tages stammten von OUR MIRAGE, die lange Zeit nur unter Special Guests auf dem Plakat des Elbriots standen. Allerdings fĂŒhrte das bei diesen Jungs nicht zum Abbruch. Die Melodic-Hardcore Band wurde im MĂ€rz 2017 mit dem Release ihrer ersten Single `NightfallÂŽ gegrĂŒndet, die bereits nach kurzer Zeit ĂŒber 200.000 Aufrufe hatte. Den Einstieg beim Festival haben sie mit harten GitarrenklĂ€ngen und einem SĂ€nger, der echt etwas auf dem Kasten hat, ordentlich gerockt! Neben dem cleanen Gesang von SĂ€nger Timo Bonner, gab es Screams und Growls von Bassist Manuel Möbs. So sorgten sie fĂŒr eine Topmischung und ließen die Festivalbesuchern Blut auf lecken, auf das was noch kommen sollte.

Undead (1 von 1) (1)UNCURED sind fĂŒr uns den weiten Weg aus New York gekommen. Und was soll ich sagen? Die Band hatte Bock. Gemeinsam mit JASTA sind sie auf Europa Festival Tour und beehrten so auch das Elbriot. WĂ€hrend OUR MIRAGE auf vergleichsweise eher sanfte KlĂ€nge gesetzt hatten, setzten UNCURED auf dunklen Progressive Death Metal. Doch die Band lieferte nicht nur eine super musikalische Show, sie nahmen das Publikum in ihren Bann, animierten zum Mitmachen und es machte so richtig Spaß, ihnen zuzuschauen bzw. zuzuhören. Mit ordentlichen Gitarrensolis, die einige Festivalbesucher zum Luftgitarre spielen animierten, punktete diese Band. Kein Wunder, dass es schwer zu glauben ist, dass die Band erst 2017 mit dem Album „Medusa“ ihr DebĂŒt feierte.

Jasta (1 von 1) -2Hach, was soll man sagen. Kann SĂ€nger Jamey Jasta, der seit 1994 Frontmann der Band HATEBREED ist, ĂŒberhaupt ein nicht erfolgreiches Soloprojekt starten? Die Antwort hat er uns mit seiner Soloband JASTA gegeben. NEIN! JASTA war die dritte Band des Elbriots und sie haben die BĂŒhne weggefetzt. Kein Zweifel mehr, der Typ hat es drauf und er hat Menschen um sich geschart, die es ebenfalls haben. Jamey Jasta betrat die BĂŒhne mit den Worten: „Elbriot, I told you I would be back motherfuckers!“. Doch das war nicht alles. Obwohl die Band so schon sehr ĂŒberzeugt hat, das Publikum einen Circlepit nach dem anderen gestartet hat, kam der KnĂŒller. FĂŒr den Song ‘Chasing Demons’ haben JASTA den SĂ€nger von KILLSWITCH ENGAGE Howard Jones mitgebracht. Aber dies sollte es auch noch nicht gewesen sein. Auch Dino Cazares, der Gitarrist von FEAR FACTORY und Kirk Windstein, mit dem Jamey Jasta bereits zwei Album aufgenommen hatte, kamen mit auf die BĂŒhne. Was fĂŒr ein grandioser Auftritt.

Beartooth (1 von 1)-2Um 15:20 betraten BEARTOOTH die BĂŒhne. Die 2012 gegrĂŒndete Hardcore Band aus Columbus, Ohio, starteten gleich mit ihrem Song `The LinesÂŽ. Bereits im Vorfeld konnte man dem Publikum ansehen, wie sehr es sich auf diese Band gefreut hat. Überall sah man Beartooth Shirts und Pullover. Und das nicht zu Unrecht. Die Stimmung im Publikum war richtig gut. Es wurde lauthals mitgegröhlt, gemoshed, gepoged und es gab jede Menge Crowdsurfer. Die Stimmung im Publikum war am Kochen und die Band heizte weiter ein.

Saty (1 von 1)-2Mit SATYRICON tauchte das Elbriot in den Genrebereich des Black Metals. Die Band aus Norwegen stach musikalisch aus dem Line-Up des Elbriots heraus und ließen Dunkelheit fĂŒr eine Weile auf dem GelĂ€nde einkehren. Dies mit bekannten Songs, wie z.B. ‘Mother North’ und ‘K.I.N.G.’. Die Band konnte mit ihrem super Sound live echt ĂŒberzeugen und hat so eine weitere Facette des Metals hier in Hamburg beim Elbriot erfolgreich abgedecken können.

skindred (1 von 1)-2Nun aber zu SKINDRED. Diese Band sollte man auf jeden Fall mindestens einmal in seinem Leben live gesehen haben. Wer bis zu dem Zeitpunkt noch nicht in Stimmung gekommen war, der konnte sich der Show und den einmaligen Sound von SKINDRED nicht entziehen. Neben ihren bekanntesten Songs, wie zum Beispiel ‘Warning’ und ‘Nobody’, sorgten sie fĂŒr ein gut gelauntes tanzendes Publikum, indem sie viel Bass und Animation mit einbrachten. Es wurde mitgesungen und auch die T-Shirts des Publikums wedelten wieder zum Helikopter-Song ordentlich in der Luft.

Suic (1 von 1)-2Die US-amerikanische Hardcore Band SUICIDAL TENDENCIES ĂŒbernahm dann das von SKINDRED noch immer hoch erhitzte Publikum und legte noch einmal nach. Mit ihrem Song ‘You Can’t Bring Me Down’ eröffneten sie ihr Set und zeigten den Besuchern, welche Energie noch in ihnen steckt! Das Publikum feierte weiter, machte jeden Spaß mit und man genoss die Zeit und die Musik dieser Band. Das Highlight ihrer Show war allerdings das Ende. Wer zwischendurch vielleicht einmal kurz Bier holen war, der musste sich beim nĂ€chsten Blick auf die BĂŒhne doch sehr gewundert haben. Denn die Band holte einige Besucher aus dem Publikum auf die BĂŒhne, um gemeinsam ihren letzten Song zu performen und gemeinsam zu singen. Strahlende Gesichter auf der BĂŒhne waren das Ergebnis.

Arch (1 von 1)_2 (2)Als Headliner des diesjĂ€hrigen Elbriots haben ARCH ENEMY eine geile Show abgeliefert. Die Band um SĂ€ngerin Alissa White-Gluz ĂŒberzeugte mit Melodic-Death-Metal. SpĂ€testens jetzt war jedes Gesicht und Ohr zur BĂŒhne gewandt. Mit Songs wie ‘War Eternal’, ‘We Will Rise’ und ‘Nemesis’ brannten sie die BĂŒhne nieder und zeigten der Welt erneut, dass nicht nur MĂ€nner die Kunst des Growlens und Screamens beherrschen. Wer die Band bis dato noch nicht live gesehen hat, konnte die enorme BĂŒhnenprĂ€senz erleben. Das Publikum hat mitgemacht, mitgesungen und war so laut, dass ganz Hamburg etwas von diesem Auftritt mitbekommen haben mĂŒsste.

Wir freuen uns auf 2019, wenn es auf dem Hamburger GroßmarktgelĂ€nde beim ELBRIOT wieder heisst: „Welcome To The Riot!“

Photo Credits: Joel Villwock

Kamelot LIVE REVIEW

Posted by Etienne On September - 20 - 2018

058a8d711f10b97402dd028e97b211e3d7410c47Aktuell fegt KAMELOTs „Shadows over Europe“ Tour ĂŒber unsere deutschen Gefilde, um ihre neueste Platte „The Shadow Theory“ live zu zelebrieren. Dabei machten sie unter anderem Halt in Aschaffenburg, wo ich mir das Spektakel natĂŒrlich nicht entgehen lassen konnte!

Los ging es pĂŒnktlich um 18.00 Uhr mit dem Einlass in die Halle. Dabei fiel mein Augenmerk sofort auf die einzelne Absperrung, die von der BĂŒhne in den Raum ragte. Dahinter war ein vielversprechendes Podest aufgebaut, welches nur etwa halb so hoch war wie die BĂŒhne und spĂ€ter bestimmt fĂŒr einige schöne Momente sorgen wĂŒrde.
Gegen 19.00 Uhr ging es dann mit der ersten Vorband los: VISIONS OF ATLANTIS. Zum Einstieg gab es direkt den Titelsong zu ihrem aktuellen Album „The Deep & the Dark“, welcher ein etwa 30-minĂŒtiges Set einleitete. Es folgten weitere sechs Songs, von denen die HĂ€lfte dem neuen Album entsprang, was von den Fans sehr gut aufgenommen wurde. Beim vorletzten Song verließen nahezu alle Mitglieder die BĂŒhne. Einzig die SĂ€ngerin ClĂ©mentine Delauney blieb und leitete mit den Worten „This one is just between you and me“ die Powerballade `The Last HomeÂŽ ein. Mit `Return to LemuriaÂŽ fand ihr Auftritt einen runden Abschluss, bevor der Umbau fĂŒr LEAVESÂŽ EYES begann.
Nach einer guten halben Stunde betraten nun sechs Krieger die BĂŒhne und unterstĂŒtzten das eingespielte Intro mit Waffenklirren und Schildeklopfen, wĂ€hrend LEAVESÂŽ EYES die BĂŒhne stĂŒrmten. Ganze acht Songs spielten sie, von denen ebenfalls die HĂ€lfte ihrem aktuellen Album „Sign of the Dragonhead“ entsprangen. Ein besonderes Highlight war hierbei die Live-Premiere der Bonus-Edition-Single `BeowulfÂŽ, welche unter tosendem Applaus von Fans gefeiert wurde. Zum Abschied erschien SĂ€nger Alexander Krull, in Begleitung der bereits bekannten Krieger, ebenfalls in einem Krieger-Outfit und gab bei `Blazing WatersÂŽ noch einmal alles.
Nach einer weiteren Umbauphase gingen gegen 21.00 Uhr endlich die Lichter aus und KAMELOT ĂŒbernahmen die BĂŒhne. FĂŒr den Einstieg wurde `Phantom Divine (Shadow Empire)ÂŽ gewĂ€hlt, welches von Lauren Hart (ONCE HUMAN), die auch die Albumversion eingesungen hat, unterstĂŒtzt wurde. Genauso energiegeladen und immer wieder von Lauren Hart begleitet, ging es die folgenden zwei Stunden mit dieser Setlist weiter:
Phantom Divine (Shadow Empire) / Rule the World / Insomnia / The Great Pandemonium / When the Lights are Down / End of Innocence / Veil of Elysium / Here®s to the Fall / RavenLight / March of Mephisto / Karma /Amnesiac /Burns to Embrace / Sacrimony (Angel of Afterlife) / Drum vs. Keyboard – Soli/ Forever / Liar Liar (Wasteland Monarchy)
Ganze 16 Songs und ein „Doppelsolo“ gaben KAMELOT zum Besten. Dabei wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, immer wieder kurze Entspannungspausen, so beispielsweise mit `HereÂŽs to the FallÂŽ einzubauen und zwischen den melodischen und den schnellen Liedern zu variieren. Hierdurch entstand ein stĂ€ndiges Auf und Ab fĂŒr die GefĂŒhle und die fliegenden Haare. Besonders positiv wurde `End of InnocenceÂŽ aufgenommen, welches bereits vom vorletzten Album „Haven“ stammt und bis heute nur sehr selten live gespielt wurde, wie SĂ€nger Tommy Karevik in der Songansprache auch nochmals bestĂ€tigte, um dann solo vom bereits erwĂ€hnten Podest aus mit dem Song zu beginnen. Auch die auffallende NĂ€he der einzelnen Mitglieder zu ihren Fans gab dem Ganzen einen besonderen Touch. Immer wieder standen einzelne Mitglieder auf dem von Fans umringten Podest, schĂŒttelten HĂ€nde oder legten gar die HĂ€nde der Zuschauer in der ersten Reihe auf den Bass, um sie ein, zwei AnschlĂ€ge fĂŒr sie ĂŒbernehmen zu lassen. WĂ€hrend des vorletzten Songs `ForeverÂŽ sprang Tommy Karevik sogar zwischenzeitig ĂŒber die Absperrung, um den Song inmitten der verblĂŒfften Zuschauer fortzusetzen. Auch die LiveunterstĂŒtzung von Lauren Hart gab dem ganzen den schön abgerundeten Schliff, da sie selbst fĂŒr die meisten dieser Lieder die Albumversion eingesungen hat und auch den krönenden Abschluss mit `Liar Liar (Wasteland Monarchy)ÂŽ, im Original von Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY), mĂŒhelos und gekonnt ĂŒber die BĂŒhne brachte.

FĂŒr mich persönlich war das Konzert eindeutig eines meiner Highlights des Jahres. VISIONS OF ATLANTIS waren mir zuvor unbekannt, haben mich aber mit ihrer Mischung aus Symphonic- und Power-Metal, die mich durchaus stark an Nightwish erinnerte, absolut ĂŒberzeugt. LEAVESÂŽ EYES lieferten eine solide Show, die sowohl fĂŒr die Ohren, als auch fĂŒr die Augen etwas bot. KAMELOT lieferten eine geniale Show mit viel Spaß und FannĂ€he, wodurch man mitgerissen wurde, egal ob man wollte oder nicht. Alles in allem einfach ein genialer Abend voller melodischer Metal-Power.

/Etienne