Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

Kamelot im Colos-Saal in Aschaffenburg

Posted by Etienne On September - 20 - 2018

058a8d711f10b97402dd028e97b211e3d7410c47Aktuell fegt KAMELOTs „Shadows over Europe“ Tour über unsere deutschen Gefilde, um ihre neueste Platte „The Shadow Theory“ live zu zelebrieren. Dabei machten sie unter anderem Halt in Aschaffenburg, wo ich mir das Spektakel natürlich nicht entgehen lassen konnte!

Los ging es pünktlich um 18.00 Uhr mit dem Einlass in die Halle. Dabei fiel mein Augenmerk sofort auf die einzelne Absperrung, die von der Bühne in den Raum ragte. Dahinter war ein vielversprechendes Podest aufgebaut, welches nur etwa halb so hoch war wie die Bühne und später bestimmt für einige schöne Momente sorgen würde.
Gegen 19.00 Uhr ging es dann mit der ersten Vorband los: VISIONS OF ATLANTIS. Zum Einstieg gab es direkt den Titelsong zu ihrem aktuellen Album „The Deep & the Dark“, welcher ein etwa 30-minütiges Set einleitete. Es folgten weitere sechs Songs, von denen die Hälfte dem neuen Album entsprang, was von den Fans sehr gut aufgenommen wurde. Beim vorletzten Song verließen nahezu alle Mitglieder die Bühne. Einzig die Sängerin Clémentine Delauney blieb und leitete mit den Worten „This one is just between you and me“ die Powerballade `The Last Home´ ein. Mit `Return to Lemuria´ fand ihr Auftritt einen runden Abschluss, bevor der Umbau für LEAVES´ EYES begann.
Nach einer guten halben Stunde betraten nun sechs Krieger die Bühne und unterstützten das eingespielte Intro mit Waffenklirren und Schildeklopfen, während LEAVES´ EYES die Bühne stürmten. Ganze acht Songs spielten sie, von denen ebenfalls die Hälfte ihrem aktuellen Album „Sign of the Dragonhead“ entsprangen. Ein besonderes Highlight war hierbei die Live-Premiere der Bonus-Edition-Single `Beowulf´, welche unter tosendem Applaus von Fans gefeiert wurde. Zum Abschied erschien Sänger Alexander Krull, in Begleitung der bereits bekannten Krieger, ebenfalls in einem Krieger-Outfit und gab bei `Blazing Waters´ noch einmal alles.
Nach einer weiteren Umbauphase gingen gegen 21.00 Uhr endlich die Lichter aus und KAMELOT übernahmen die Bühne. Für den Einstieg wurde `Phantom Divine (Shadow Empire)´ gewählt, welches von Lauren Hart (ONCE HUMAN), die auch die Albumversion eingesungen hat, unterstützt wurde. Genauso energiegeladen und immer wieder von Lauren Hart begleitet, ging es die folgenden zwei Stunden mit dieser Setlist weiter:
Phantom Divine (Shadow Empire) / Rule the World / Insomnia / The Great Pandemonium / When the Lights are Down / End of Innocence / Veil of Elysium / Here´s to the Fall / RavenLight / March of Mephisto / Karma /Amnesiac /Burns to Embrace / Sacrimony (Angel of Afterlife) / Drum vs. Keyboard – Soli/ Forever / Liar Liar (Wasteland Monarchy)
Ganze 16 Songs und ein „Doppelsolo“ gaben KAMELOT zum Besten. Dabei wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, immer wieder kurze Entspannungspausen, so beispielsweise mit `Here´s to the Fall´ einzubauen und zwischen den melodischen und den schnellen Liedern zu variieren. Hierdurch entstand ein ständiges Auf und Ab für die Gefühle und die fliegenden Haare. Besonders positiv wurde `End of Innocence´ aufgenommen, welches bereits vom vorletzten Album „Haven“ stammt und bis heute nur sehr selten live gespielt wurde, wie Sänger Tommy Karevik in der Songansprache auch nochmals bestätigte, um dann solo vom bereits erwähnten Podest aus mit dem Song zu beginnen. Auch die auffallende Nähe der einzelnen Mitglieder zu ihren Fans gab dem Ganzen einen besonderen Touch. Immer wieder standen einzelne Mitglieder auf dem von Fans umringten Podest, schüttelten Hände oder legten gar die Hände der Zuschauer in der ersten Reihe auf den Bass, um sie ein, zwei Anschläge für sie übernehmen zu lassen. Während des vorletzten Songs `Forever´ sprang Tommy Karevik sogar zwischenzeitig über die Absperrung, um den Song inmitten der verblüfften Zuschauer fortzusetzen. Auch die Liveunterstützung von Lauren Hart gab dem ganzen den schön abgerundeten Schliff, da sie selbst für die meisten dieser Lieder die Albumversion eingesungen hat und auch den krönenden Abschluss mit `Liar Liar (Wasteland Monarchy)´, im Original von Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY), mühelos und gekonnt über die Bühne brachte.

Für mich persönlich war das Konzert eindeutig eines meiner Highlights des Jahres. VISIONS OF ATLANTIS waren mir zuvor unbekannt, haben mich aber mit ihrer Mischung aus Symphonic- und Power-Metal, die mich durchaus stark an Nightwish erinnerte, absolut überzeugt. LEAVES´ EYES lieferten eine solide Show, die sowohl für die Ohren, als auch für die Augen etwas bot. KAMELOT lieferten eine geniale Show mit viel Spaß und Fannähe, wodurch man mitgerissen wurde, egal ob man wollte oder nicht. Alles in allem einfach ein genialer Abend voller melodischer Metal-Power.

/Etienne

Nach 30 Jahren kam die “Revangsche” – Werner Rennen 2018

Posted by Stefanie On September - 19 - 2018

40480798_2335040899846328_2004364166487343104_oJa, was war denn da auf dem Flugplatz Hartenholm in der kleinen Gemeinde Hasenmoor los ? Am 30.08.2019 läutete man an genau dem Ort, an dem vor 30 Jahren das legendäre „WERNER RENNEN“ zwischen Brösel und Holgi stattfand, ein Fest der Superlative ein. An vier Tagen sollte nun gefeiert werden. Ein riesiges Areal wurde geschaffen,  mit diversen Grounds der Motorenwelt, drei Bühnen für Musik & Co., Merchandise-Stände, ein Riesenrad und kulinarische Ecken in Hülle und Fülle. Natürlich die diversen Stände an Bölkstoff nicht zu vergessen.

40374960_2333124240037994_190617902796242944_oAm Donnerstag (30.08.2018) fiel der Startschuss und die erste Besucherwelle reiste an und stand bereits auf Autobahnen und Bundesstraßen in diversen Staus. Etwas unsortiert auf den Campinggrounds und beim Einlass soll es gewesen sein, so berichteten einige. Musikalisch rockten am ersten Tag auf den drei Bühnen  Bands, wie z.B. D.A.D., THE NEW ROSES, TORFROCK, KNORKATOR, TANZWUT, KNEIPENTERRORISTEN, ILLEGAL 2001 LOTTO KING KARL, MAMBO KURT und diverse weitere Show-Acts.

40565424_2335041516512933_4707818089570369536_oNeben einem großen Gelände mit Leckereien, ordentlich Bier und Schnaps und anderen Getränken, konnte man in der Motorwelt versinken. Hier boten kleine Rennen etwas fürs Auge. Diese mit Rasenmähern, Mofas, alten Bikes, Crossmaschinen und und und. Für jeden war etwas dabei.

Der Freitag, also Tag 2 lief es dann in punkto Anreise um einiges besser an. Wir vom Metal Impressions Magazine hatten heute unseren ersten Tag beim Werner Rennen. Unsere Stefanie, die für uns vor Ort war, hatte einen Anreiseweg von einer Stunde, für den sie sonst gut 30 Minuten bräuchte. Somit alles im Rahmen und dies mit kleinen Umwegen durch andere kleine Orte. Schnell geparkt, ein Fußweg von 700 m zur Akkreditierungsstelle (dort allerdings eine Stunde Wartezeit) und um 16:30 Uhr konnte das Infield erreicht werden. Erst einmal schnell zum erstbesten Getränkestand, ein eiskaltes Glas Wasser und ab ging die Werner Sause. Gegen 17:00 Uhr standen TORFROCK auf der Bühne.

WernerRennen2 (1 von 1)-00Was wäre dieses Fest ohne die Torfrockers. Sie sind ein Muss bei dieser „Revangsche“. Eine große Masse Menschen zog vor die große „Kesseldrom-Bühne“ und feierte die Bagaluten mal so richtig. Bekannte Lieder sang man textsicher mit, schunkelnd den Bölkstoff in der Hand. Es herrschte bei allerbestem Wetter (Sonne und blauer Himmel) eine rundum gute entspannte Stimmung. Überall freundliches Personal und auch die Security machte einen guten und absolut freundlichen Job. Nachdem die Hälfte des Auftrittes von Torfrock geschafft war, ging es weiter zum VIP Bereich. Hier trafen sich besondere Gäste, Pressevertreter, Artists uvm.  Ein schöner Ruhepool in all dem bunten Treiben. Die Kehle war trocken, ein Getränk musste her, ein kurzer Plausch unter Kollegen und weiter ging es zu OHRENFEIND. Die Hamburger Band kennt man im Norden und wer sie nicht kennt, hat verpennt. Sie passten wie die Faust aufs Auge beim Werner Rennen, denn ihr Vollgasrock im „Waamlöt-Zelt“ kurbelte das Benzin im Blut ordentlich an. Schöner Auftritt, cool wie immer und Daumen nach oben für Chris Laut  und seine Mannen.

Otto6 (1 von 1)_00 (1)Als Nächstes enterte OTTO WAALKES mit seinen „Friesenjungs“ die Kesseldrom-Bühne. Voll war es mit einem Schlag, richtig voll. Alle freuten sich auf den Ostfriesen, der einst die Ottifanten in unser aller Leben brachte und auch mit niedlichem Rockliedgut schon einen Monat zuvor beim Wacken Open Air die Stimmung nach oben trieb. Eine kurze Anmoderation von Matze Knob und schon gab OTTO mit seinen Songs – hier z.B. der abgewandelten „STING-Nummer `Friesenjung´ -  den Ton auf der Bühne an und die Stimmung war „on top“.

Maschine1 (1 von 1)-00Da am frühen Nachmittag der Auftritt von HÄMATOM leider nicht geschafft wurde, nutze Stefanie die Chance und nahm den Weg auf um Maschine Nitrox (Moderator der Full Metal Mountains, des Wacken Open Airs, der Full Metal Cruise uvm.) bei seiner LATE NIGHT SHOW zu besuchen. Zu Gast hatte er an diesem Abend die Jungs von HÄMATOM. Eine Chance, diese einmal ganz anders zu erleben. Und was soll man sagen: Es war ein Heidenspaß! Entspannte Typen, die Jägermeister im Publikum verteilten, lustig talkten, mit denen Maschine ordentlich Späßchen machen konnte, die zusammen mit dem Publikum ein Ballspiel aus alten Kindertagen spielten und auch später beim Karaoke ordentlich Gas gaben. Schönes Ding!

Fury2 (1 von 1)-00Nu aber fix zu FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE.  Eine Band aus den 90er Jahren, die mit ihrem 30jährigen Bühnenjubiläum nun auch noch das Werner Rennen bereicherten. Mächtig voll war es wiederum vor der Kesseldrom-Bühne. Aber eine sehr angenehme Stimmung im Publikum. Auch der Sound, der aber auf allen Bühne sehr sehr gut war, muss an dieser Stelle einmal ein dickes Lob bekommen. FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE schüttelten ihre Hits nacheinander aus dem Ärmel. Hier z.B. `Time to wonder´, `Radio Orchid´ oder aber `Won´t forget these days´. Man fühlte sich gleich wieder wie 17 und der zweite Tag dieser Festtage nahm ein wirklich schönes Ende.

RoseT11 (1 von 1)-00Am Samstag sollte für das Metal Impressions Magazine nunmehr das Programm pünktlich zu ROSE TATTOO beginnen. Auch die Australier passten hier bei diesem Event echt gut. Mit ihren Hardrocknummern und der markanten Stimme von Gary Anderson gaben sie einen schönen Nachmittags-Slot ab. Immer wieder auf den Bühnen bei Anmoderationen kam das Thema auf: „WER MACHT DAS RENNEN? Holgi oder Brösel?“ Traute man dem Beifall der Besucher, konnte man doch recht deutlich die Sympathie und das Daumendrücken für Brösel wahrnehmen.  Das Wetter war auch an diesem Tage ein absolutes Kaiserwetterchen. Blauer Himmel, Sonne, um die 25 Grad. Perfekt.

WernerRennen21 (1 von 1)-00Für 18:00 Uhr war dann ein Pressetermin für die Fotografen und Journalisten direkt auf der Rennbahn angesetzt. Langsam machte man sich auf den Weg. Die Wege waren doch – aus unserer Sicht – zu weit. Zwischen der Dezibel-Bühne und dem Areal der Waamlöt-Bühne und Kesseldrom-Bühne war eine relativ große Fläche, die wirklich ungenutzt war. Man hatte das Gefühl man überquere einen zusätzlichen Acker, der beide Teile irgendwie voneinander trennen sollte. Auf der Seite der Dezibel-Bühne hatte man eher – bedingt durch Riesenrad und Biergarten – das Gefühl auf einem Volksfest zu sein. Der Alkoholpegel war hier doch um einiges höher als auf der – nennen wir sie „anderen Seite“. Dennoch war auch hier der Spaß spürbar. Die kleine Dezibel-Bühne hatte ebenfalls einen guten Sound, die Securities waren auch hier wirklich sehr freundlich und hilfsbereit.

Serum7 (1 von 1)-00Kurz vor dem Pressetermin genossen wir noch ein paar Songs von SERUM 114, die nämlich gerade auf der Dezibel-Bühne ihren Auftritt hatten. Gut wie immer, die Jungs aus Hessen.

WernerRennen14 (1 von 1)-01Weiter ging es. Ab auf die Rennbahn. Dieses Areal mit TribĂĽhnen durfte nur mit gelben Warnwesten betreten werden. NatĂĽrlich bekam auch Stefanie so ein schickes Teilchen. Beim Warten auf Holgi und Brösel konnte man dann nebenbei noch das Renntreiben mit diversen ausgefallenen Rennfahrzeugen verfolgen. Ob nun Drag-Mobile, alte VW-Käfer, amerikanische Schlitten, Motorräder aus alten Tagen oder aber auch kleine Crossmaschinen mit den jĂĽngsten Fahrern  – alles war dabei.

WernerRennen16 (1 von 1)-00Nachdem die Rennbahn jedoch frei wurde, schob man Red Porsche Killer und den roten Porsche 911 auf die Bahn. Die Hauptakteure dieser 4-Tages-Sause (Brösel und Holgi) posierten gut gelaunt für die Fotografen, beantworteten der Presse einige Fragen und gaben sich absolut cool und gelassen. Nachdem der Pressetermin zu Ende war, ging es zurück zum VIP-Bereich, um ein Fläschchen Flens zu trinken. Gehört ja auch mit dazu. Was wäre ein Werner Rennen ohne Bölkstoff? Ein wenig die Füße ausruhen und dem Treiben auf dem Gelände zuschauen. Am Samstag – auch schon am Freitag – fiel auf, dass wesentlich mehr Familien den Weg nach Hartenholm auf sich genommen hatten. War ja auch gut so. Wie schon erwähnt, für jeden etwas dabei und es gab an allen Ecken etwas zu erleben bzw. zu sehen. Seitlich des Infields war die Motorenwelt, hier die Ecke der Schrauber. Ob nun alte Autos oder Motorräder. Hier fand man doch einige Raritäten. Zum anderen gab es den Motocross-Ground. Hier cruisten die Rennfahrer beim Moto Cross, Stock-Car, Unicycle, Rasentrecker Rennen,  Traktor-Pulling oder aber duellierten sich beim Mofa Cup.

40556966_2336024989747919_6357944563348275200_oVom Auftritt von DORO erlebten wir nur noch die letzten zwei Songs, aber auch hier war es natürlich – wie sollte es anders bei der Metal Queen sein – gut gefüllt mit Besuchern vor der Kesseldrom-Bühne.

Heutiges Abend-Bühnen-Highlight sollte jedoch NIEDECKENS BAP sein. BAP2 (1 von 1) (1)-00Sie waren ja schon damals in 1988 einer der Show-Acts und von daher waren sie fester Bestandteil dieser erneuten Auflage. Auch sie spielten auf der großen Bühne. Ja, was sollte man hier sagen: Wolfgang Niedecken kann noch immer richtig rocken. Im Gepäck hatte er gute Musiker, bestückt mit diversen Instrumenten wie Saxophon, Keyboard, Trompete uvm. Ein tolles Zusammenspiel aller mit sichtlichem Spaß dieser an ihrem Tun auf der Bühne. Natürlich brachten die Kölsche Jungs diverses Liedgut aus 40 Jahren Bandgeschichte und `Verdamp lang her´ durfte selbstverständlich auch nicht fehlen. Mit BAP endete dann auch für unsere Stefanie der Samstag des Werner Rennens 2018.

40684350_2337341389616279_3390987735161372672_oAm Sonntag war dann für 16:45 Uhr DAS GROSSE RENNEN zwischen Brösel (Rötger Feldmann) und Holgi (Holger Henze) angesagt. Zuvor gab es noch einige Musik-Acts auf den Bühnen, wie z.B. ALMANAC oder aber DANIEL WIRTZ. Ab 17:00 Uhr spielten dann SANTIANO oder aber noch später HARDBONE und ROGER CHAPMAN uvm. Das Rennen wurde ebenfalls live im Fernsehen übertragen. Auch auf der riesigen Leinwand auf dem Infield konnte ein jeder diesen Moment miterleben.

42059392_688198461537034_3944699179569250304_nWer gewann, dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Es war der Tag der Revangsche und nach 30 Jahren holte sich Brösel endlich seinen Sieg. Es war aber eine knappe Kiste und wäre die Rennstrecke eine längere gewesen, wäre der Holgi sicherlich erneut zum Siege gekommen. Nun aber freute sich Rötger Feldmann und die Stimmung kochte über auf dem Gelände. Was für ein Moment.

40628612_2337341209616297_3244794001957584896_oUnd wer sich auskennt mit WERNER & CO., der kennt natürlich auch den „Schmähturm“. Dieser konnte schon seitlich der Rennstrecke tagelang begutachtet werden. Auf diesen Turm musste der Verlierer (in diesem Falle Holgi) unter eine selbst kreierten Rohrleitungsanlage (nennen wir es kurzum Jauche-Dusche). Aus dieser kam dann richtig schöner brauner Sodder herausgeschossen und bespritze den Verlierer. Da die beiden Duell-Partner aber über die Jahre zu wirklich guten Freunden geworden sind, war es eine sehr süße Geste, dass der Brösel noch mit auf den Schmähturm stieg und sich vollsudeln ließ. So sind die Nordmenschen eben. Außen kühl, innen herzlich.

WernerRennen8 _aZusammenfassend: Eine absolut gut gemeisterte 4-Tages-Sause mit 50.000 Besuchern, viel Prominenz, SpaĂź ohne Ende, bestem Wetter, einer riesen Auswahl an Kulinarischem und jede Menge Bölkstoff.  Ein lauthals feierndes und dennoch friedliches Publikum und jede Menge guter Stimmung. Eine absolut bunte Mischung in punkto Musik. 80 Bands bestiegen an 4 Tagen die 3 BĂĽhnen. Ein Ăśberangebot an Shows und Rennen fĂĽr Motorenbegeisterte und eine Prise Kirmes noch dazu. Auch wenn es natĂĽrlich fĂĽr uns vom Metal Impressions Magazine nicht Metal war, bedanken wir uns, dass wir dabei sein durften, einiges danach zu berichten hatten und behaupten können „Wir waren dabei“.  Ob es in 2019 eine weitere “Revangsche” geben soll oder aber erst später, weiĂź man noch nicht genau. Der Holgi war nicht abgeneigt und der Brösel kann weiter mit Andi in seiner Werkstatt basteln und wer weiĂź – vielleicht sieht man sich schon bald wieder auf dem Flughafengelände in Hartenholm in der Gemeinde Hasenmoor in Schleswig-Holstein.

Wir danken an dieser Stelle Dirk Jacobs für die Zurverfügungstellung einiger Bilder. Schaut doch einmal auf seiner Website vorbei  https://presspix.3base.de/

Photo Credits Metal Impressions Magazine: Stefanie PreuĂź

LORDI TOUR 2018

Posted by Etienne On September - 12 - 2018

Lordibannerwithdates

Nach zwei Jahren kehren die finnischen Schock-Rocker von LORDI mit ihrem neuesten Album „Sexorcism“ zurück auf unsere heimischen Bühnen. 1992 von „Mr. Lordi“ als Soloprojekt gegründet, stießen nach etwa vier Jahren die ersten weiteren Mitglieder hinzu und die Band nahm langsam Gestalt an. Dennoch dauerte es noch weitere sechs Jahre und einige Besetzungswechsel folgten, bis 2002 das erste Album erschien. Gleich ihre allererste Single `Would You Love a Monsterman´ wurde in ihrer Heimat ein Nummer-1-Hit und bekam sogar den Goldstatus. Internationale Bekanntheit erlangten LORDI vor allem durch ihren Sieg beim Eurovision Song Contest 2006, den sie als erste Hard Rock Band der Geschichte des Contests gewannen. Zu Ehren des Sieges wurde der Platz in Mr. Lordis Heimatstadt Rovaniemi sogar in den „Lordi-Platz“ umbenannt. Ebenfalls 2006 erschien ihr drittes Studioalbum „The Arockalypse“, welches in Deutschland Platz 7 der Charts erreichte und ebenfalls den Goldstatus erreichte. Am 24.05.2018 veröffentlichte die Band nunmehr das achte Werk in gewohnter Hard Rock-Manier, mit welchem sie Platz 19 der finnischen Charts einnahmen. Seit Jahren überzeugt die Band eine breite Masse mit ihrem eingängigen Hard Rock, der oftmals an die alten Bands des Genres erinnert, aber auch neue Elemente aufzuweisen hat. Besonders auffallend sind dabei ihre Ganzkörperkostüme, die allesamt Monster darstellen und von Mr. Lordi selbst entworfen wurden. Auch ihre Zusammenarbeit mit einigen Größen der Musikgeschichte wie Udo Dirkschneider (U.D.O.), Bruce Kulick (EX-KISS) oder Dee Snider (TWISTED SISTER) zeigen hierbei, dass sie sich ihren Platz in der Rock-Szene eindeutig verdient haben. Also seid dabei und erlebt den „Sextourcism“ live auf einer Bühne in Eurer Nähe!

Hier die Daten im Ăśberblick:

25.10.2018 Aschaffenburg, Colos-Saal

26.10.2018 Burglengenfeld, VAZ Pfarrheim

27.10.2018 Memmingen, Kaminwerk

28.10.2018 NĂĽrnberg, Hirsch

29.10.2018 MĂĽnchen, Backstage

31.10.2018 Graz (AT), Explosiv

01.11.2018 Klagenfurt, Stereo

02.11.2018 Micheldorf, Freizeitpark

04.11.2018 Heidelberg, Halle 02

15.11.2018 Dresden, Club Tante JU

16.11.2018 Leipzig, Hellraiser

18.11.2018 Ludwigsburg, Rockfabrik

19.11.2018 Kassel, Musiktheater

21.11.2018 Köln, Essigfabrik

22.11.2018 Bochum, Matrix

23.11.2018 Pratteln (CH) , Z7 Konzertfabrik

Tickets gibt zu einem Preis ab 28,10 € zzgl. Versandgebühren bei EVENTIM

FARMFEST NACHBERICHT

Posted by Andrea On September - 9 - 2018

Dieses Jahr fand zum ersten Mal das FARMFEST im beschaulichen Wriedel statt. Wriedel liegt ungefähr 70 km südlich von Hamburg. Die Wetterprognose für den 25.08.2018 war leider nicht die Beste, somit haben die Veranstalter kurzer Hand dafür gesorgt, das sowohl Bands als auch Publikum nicht im Regen stehen. Die Bühne wurde unter einer überdachten Fläche aufgebaut.

3-DSC03447Der Nachmittag startete mit der Band RED POISON aus Rostock. Sie haben es geschafft das Publikum sofort mitzureißen. So spielten sie Songs ihres aktuellen Albums „Red Poison“. Die Musik ist so wie die Band aussieht: schrill, bunt und absolut 80er. Genau das was man von einer Glamrock Band erwartet, eingängiger Gitarrensound und eine Stimme mit hohem Wiedererkennungswert.

In den Umbaupausen, die so kurz wie möglich gehalten wurden, konnte man sich um sein leibliches Wohl kümmern. So hatte der Veranstalter für alles gesorgt. Von Kaffee bis zur obligatorischen Wurst war alles vorhanden, was das Herz begehrte. Auch für Vegetarier gab es ansprechendes Essen. Neben den Ständen für das leibliche Wohl gab es auch die Möglichkeit sich mit Bandmerchendise neu einzukleiden.

9-DSC03464Nach der ersten dieser kurzen Umbaupausen, standen OSUKARU schnell als zweite Band auf der Bühne. OSUKARU war die einzige Band, von der ich bisher nichts gehört hatte. Sie waren eine sehr positive Überraschung. Die aus Göteburg stammende Band stand den restlichen, an diesen Tag spielenden Bands, in keinster Weise nach und lieferten ein starkes Set ab. Sie machen guten Melodic Hard Rock, und hatten somit das Publikum schnell auf ihrer Seite.

Danach ging es dann mit den Hamburgern SASSY SOCIETY so richtig zur Sache. Die Jungs von23-DSC03578SASSY SOCIETY sind nicht nur was für´s Auge, sondern auch absolut was für die Ohren. Das einzige was diesen Auftritt ein wenig getrübt hat, ist der baldige Abschied des Drummers der Band. Dennoch lieferten die Jungs sehr guten 80ties Glam Rock ab. Es konnte mittlerweile niemand mehr stillstehen, so hat auch die Band ihr Ziel erreicht. Das schöne an diesem Abend war, dass auch die Musiker sich unter die Besucher mischten und man mit ihnen das ein oder andere Gespräch führen konnte.

29-DSC03796Als vierte Band folgte der Auftritt der aus dem Ruhrpott stammenden Band SNAKEBITE. Von denen hatte ich bisher nur ihr aktuelles Album „Rise Of The Snake“ gehört. Dementsprechend wusste ich worauf ich mich vorbereiten musste und meine Erwartungen wurden mit einer tollen Performance erfüllt. Sie schmetterten einen Song nach dem anderen. Mit wundervollen Frisuren, die gerade frisch aus den 80ern importiert wurden, haben die Jungs von SNAKEBITE so richtig Gas gegeben und das komplette Publikum mit auf ihre Reise mitgenommen.

35-DSC04080Als Headliner des wundervollen Tages waren nun NIGHT LASER an der Reihe. Sie spielten mit genauso enormer Power, wie alle anderen Bands an diesem Abend zuvor und lieferten mit einer guten Mischung aus ihren beiden Alben „Fight For The Night“ und „Laserhead“ extrem gut ab. Mit Songs wie `Chaos Crew´ und `Laserhead´ wurde auch das Publikum zum mitsingen animiert. Da im Publikum viele NIGHT LASER Fans vertreten waren, konnten natürlich fast alle mitsingen und die Stimmung kochte über, es war niemand mehr zu halten. Den Abschluss des Abends begingen die Jungs von NIGHT LASER mit einem Feuerwerk zu `On My Own´.

Danach ging es dann zum gemĂĽtlichen Teil des Abends ĂĽber, es wurde noch bis spät in die Nacht gefeiert und getrunken. Zur guten Stimmung trug ein wirklich groĂźes Schwedenfeuer bei, das vom Veranstalter auf einer Wiese entzĂĽndet wurde. So kam es zu sehr vielen wunderschönen Gesprächen zwischen Gästen und Bands. Mad Circus Entertainment hat es an diesem Tag geschafft, das “Who is Who” der Glamrockszene auf eine BĂĽhne zu bekommen. Es ist aus dieser Veranstaltung ein Event geworden, das nach Wiederholung schreit. Wir schauen gespannt in das Jahr 2019.

Hamburg Metal Dayz – 2 Tage bestes Programm

Posted by Stefanie On September - 4 - 2018

csm_hhmd_2018_poster_A1_all-bands_180608_6bf589d18eDie Hamburg Metal Dayz finden nunmehr zum 7. Male am 21.09. und 22.09.2018 statt. Sie haben  sich als Indoor Festival ĂĽber die Jahre – genauer gesagt seit 2012 – fest in der Szene und im Terminkalender der Metalheads etabliert.

Zwei Tage lang eine familiäre Metal-Sause genieĂźen, die KĂĽnstler „on stage“ oder aber auch hautnah beim Meet & Greet erleben, Tattoo-Artist beim Pikern zuschauen, beim Metal Yoga entspannen, an einem Gitarren-Workshop teilnehmen, ein wenig Thrash-Bingo zu spielen, sich beim Poetry Slam zu duellieren, den Wacken-Oberhäuptern Thomas Jensen und Holger HĂĽbner direkt Fragen zu stellen – all das ist hier möglich und zieht jedes Jahr viele Metalheads erneut in die Hamburger Markthalle. Seit 2012 zogen hier diverse bekannte Acts ĂĽber die BĂĽhnen, so z.B. Grave Digger, Knorkator, Doro, Sodom, Dool, Saxon, Rage, Children of Bodom – um hier nur einige aufzufĂĽhren. Hier nun das Line-Up fĂĽr dieses Jahr:

BEYOND THE BLACK / BATTLE BEAST / REZET / HARDBONE / SIBIIR / ONDT BLOD/ SKINDRED / AUDREY HORNE / JESPER BINZER / BONFIRE / THE HIRSCH EFFEKT / WARPATH / SYDEMIE

Das 2-Tages-Kombi-Ticket bekommt Ihr zu einem Preis von 59,00 EUR und Tagestickets fĂĽr jeweils 39,50 EUR bei METALTIX.

Am Freitag, den 21.09.2018 beginnt das Festival um 16:00 Uhr, am Samstag bereits um 15:00 Uhr. Weitere Infos rund um das Festival erhaltet Ihr auf der Seite der HAMBURG METAL DAYZ.

Hier nun noch ein kurzer Einblick wie es im letzten Jahr bei den Hamburg Metal Dayz war. Also 2018 einfach mit dabei sein. Wir sind es schlieĂźlich auch !!!

WERNER – Das Rennen 2018

Posted by Stefanie On August - 23 - 2018

Werner – Das RennenAn was denken wir, wenn wir Namen wie Andi, Brösel oder Holgi hören. An was denken wir, wenn wir die Band Torfrock mit ihrem Song `Beinhard´ hören. Klar, wir denken an Comics, Filme, ungewöhnliche Motorräder, an einen knallroten Porsche und legendäre Wettrennen.

Blicken wir zurĂĽck auf den 04. September 1988. In einer kleinen Gemeinde in Schleswig-Holstein, genauer gesagt in Hasenmoor auf dem Flugplatz Hartenholm, fand das groĂźe Werner-Rennen statt.

Seinerzeit traf Rötger „Brösel“ Feldmann mit seinem selbst gebauten Motorrad, dem „Red Porsche Killer“ auf den Kieler Gastwirt Holger „Holgi“ Henze mit seinem roten 1967er Porsche 911. Letzterer gewann das Rennen 1988. Eine Revanche musste her. Eine erste Auflage dieses einzigartigen Rennens fand dann im Jahre 2004 auf dem Lausitzring statt. 30.000 Besucher waren vor Ort. Musikalisch wurde das Event unterstützt von Bands, wie Motörhead , Tracy Chapmann, In Extremo und natürlich Torfrock. In diesem Jahr trat Brösels Bruder Andi auf der „Dolmette“ an und forderte Holgi erneut zum Battle. Aber auch dieses Rennen ging zu Holgi´s Gunsten aus.

Das konnten die Wernersens nicht auf sich sitzen lassen und somit wird es bei der 2. Auflage des Werner Rennens in der Zeit vom 30. August bis 02. September 2018 erneut richtig „kesseln“. Diesmal geht es zurück auf das Flughafengelände Hartenholm, wo einst alles begann. Eine Neuauflage nach 30 Jahren und somit für Brösel und Andi eine Chance zur Revanche. Das Areal, mit einer Größe von 46 Hektar ist ausgelegt für 70.000 Besucher. Gut 80 Acts untermalen auf drei Bühnen dieses Event. Wie schon in 1988 werden Niedeckens BAP, Torfrock, Otto und die Friesenjungs oder aber auch Doro mit am Start sein. Nennenswert auch musikalische Begleiter, wie z.B. Knorkator, Fury in the Slaughterhouse, Beyond the Black, Rose Tattoo, DAD, Uli Jon Roth, Skyline, Almanac, Hämatom, Betontod, Stahlzeit, Santiano, The New Roses, Roger Chapman, Russkaja, Tanzwut, Serum 114, Kneipenterroristen, Ohrenfeind uvm.

Sechs verschiedene Camps laden ein. FĂĽr jeden ist etwas dabei. Das Breite-Masse-Camp fĂĽr die Musikliebhaber, Party-Begeisterte oder Comicfans, das Gas-Wasser-Scheisse-Camp fĂĽr die Handwerkergemeinschaft, das SchĂĽssel-Camp fĂĽr Biker und Motorenbegeisterte, das Holgi-Fan-Camp, fĂĽr Freunde von Sportwagen, Kunst und Kultur, das Biotop – die Feiermeile fĂĽr die ganze Familie und „last but not least“ der Nobelacker, fĂĽr all diejenigen, die es gerne etwas luxuriöser und chilliger mögen.

Schon seit Wochen kann man die Erdarbeiten auf dem Flughafengelände beobachten. Hier wird der Ground für die diversen Motosport-Acts angelegt. Auf diesem Nebenschauplatz erlebt ihr das Drag Race, Moto Cross, Farm-Pulling, das Unicycle Drag Race, Stockcar, Autocross und den Mofa-Cup.

Wir sagen Euch, das wird “Beinhard” und eine Riesen-Sause oder um es mit den Worten von Werner zu sagen „ne goile Paadie, Loide“. Wir sind uns sicher, dass das GlĂĽck in diesem Jahr auf Seiten der Wernersens liegt und man sich auf vier Tage Festival mit viel SpaĂź, heiĂźen Ă–fen, ordentlicher Rockmukke, jeder Menge Bölkstoff und Futtereien freuen darf. Also, nicht lang schnacken, Kopf in Nacken und „hau wech die Scheisse - PLOPP“. Dieses Geräusch wird in gut einer Woche in Hasenmoor des Ă–fteren zu hören sein und vor allem wird der Duft von Sprit in der Luft liegen und der Abgasnebel die Besucher einhĂĽllen. FĂĽr Freunde von Motoren, Comics und Musik ist WERNER – Das Rennen 2018 die Veranstaltung schlechthin.

Ăśberlegt nicht lang, noch gibt es Kaaten und die bekommt ihr hier:

Telefon: 04827 – 99 96 66 66

oder aber online im TICKET-SHOP.

REVIEW: MERA LUNA

Posted by caroline On August - 21 - 2018

IMG_2447 (1) (2)Auch in diesem Jahr wurde der Flugplatz in Hildesheim wieder zur Anlaufstelle fĂĽr knapp 25000 Besucher aus aller Welt. Das MERA LUNA öffnete am 10.08.2018 seine Pforten fĂĽr Musikfans der dunklen Szene aus aller Welt. Bei strahlendem Sonnenschein waren die kalten, nassen Tage vom Vorjahr vergessen. Zum Zeltaufbau am Freitag hätte das Wetter besser gar nicht sein können. 26 Grad und leichter Wind. Nur wer am Freitag zu spät anreiste, hatte Schwierigkeiten noch Zeltplätze zu finden. Nachdem das Zelt aufgebaut war ging es auf das Festivalgelände: Duschen, essen, trinken, Workshops besuchen, ĂĽber den Mittelaltermarkt schlendern oder sich gemĂĽtlich in den Hangar setzen und sich die Lesungen anhören. Vor allem der Mittelaltermarkt war in diesem Jahr wieder ein besonderes Highlight, durch zahlreiche Handwerkskunst, Schmuck, Schaustellern, Feuershows, jeder Menge kulinarischer Leckereien und natĂĽrlich die Kuppelbörse fĂĽr alle “Dunklen Singles” inklusive einer mittelalterlichen Hochzeit – falls es denn so richtig funkte.

IMG_2487 (1) (1)Eine besondere Neuerung in diesem Jahr: Eine Geisterbahn, gruselig oder doch eher lustig? Entscheidet jeder Besucher selbst, findet sich jedoch perfekt ins Ambiente ein. Bei so vielen Angeboten ist es kein Wunder, dass es an der Mainstage am Samstagmorgen bereits um 11:00 Uhr ordentlich gefĂĽllt war. Den Auftakt geben CYBORG, die Gewinner des diesjährigen Newcomer-Wettbewerbs. Mit 55,3 Prozent konnten die SCI-FI Metaller aus dem Norden – genauer gesagt aus Hamburg – die Fans fĂĽr sich gewinnen und ordentlich einheizen. Im Anschluss folgten ERDLING, die ihr DebĂĽt in 2016 feiern konnten und groĂźe Erwartungen an ihren Auftritt stellten: „Wir wĂĽrden uns freuen, wenn wir den Laden hier mal so richtig abreiĂźen“, versprach Sänger Nils Freiwald. Die Menge wurde nicht enttäuscht und die Jungs der Neuen-Deutsche-Härte weckten auch die Letzten in den Zelten. Es folgten die Gothic-Rock Bands MERCYFUL NUNS und ZERAPHINE. Letztere sorgten fĂĽr die ganz besondere Romantik-Stimmung auf dem Festival. Nach dieser schunkeligen Nummer ging es dann aber fĂĽr die Besucher des Festivals nahtlos ĂĽber zu TANZWUT. Bei den Berlinern wurde mal so ordentlich getanzt und gute Laune versprĂĽht.

IMG_2596 (1) (1)Wer zwischendurch ein wenig entspannen wollte, schaute sich die grandiose Gothic Fashion Show an, die auch in diesem Jahr wieder mit Design der “etwas anderen Art” bestach.

Auf der BĂĽhne ging es nach den Berlinern von TANZWUT weiter mit den Hamburgern von LORD OF THE LOST. Nach ihrem letzten Besuch auf dem MERA LUNA 2016 mit dem “Swan Songs Ensemble” und eher ruhigeren Tönen, gab es in diesem Jahr wieder die gewohnte Energie der Hamburger. Neben Songs aus dem neuen Album folgten auch gewohnte Lieblinge der Fans. Ein Stillstehen war fast unmöglich. Zusätzlich zerschmetterte Sänger und Frontmann Chris Harms zum Ende seine Gitarre auf der BĂĽhne und zum finalen `La Bomba´ rastete nicht nur das Publikum aus, auch Bassist Klaas Helmecke nutzte die Gelegenheit zum Crowdsurfen. THE 69 EYES sowie APOPTYGMA BERZERK und MINISTRY erlebte das feiernde Publikum noch bei strahlendem Sonnenschein. IN EXTREMO leiteten das Ende des Samstagabends mit viel Emotionen, Feuer und lauten Sanges-Chören des Publikums ein. Im Hangar spielten die Szenegrößen LONDON AFTER MIDNIGHT derweil die Headlinershow.

IMG_2951 (1) (1)Die Abschlussparty am Samstag feierten die Besucher mit THE PRODIGY laut und mit viel Bass. Wer noch nicht zu müde war, feierte im Disco-Hangar weiter, der Rest verschwand im Zelt. Viel Zeit zum Schlafen blieb allerdings nicht, denn die Newcomer der Neuen-Deutschen-Härte SCHATTENMANN, die Anfang des Jahres ihr erstes Album veröffentlicht haben, weckten mit Songs wie `Brennendes Eis´ und ihrer Feuershow auch die letzten im Zelt Gebliebenen und hätten ruhig noch länger spielen können, vernahm man von einigen ihrer Fans. Nach HEIMATEARDE und DIE KAMMER wartete die Masse auf etwas besonderes: das Zweitprojekt von Sänger Eric Fish (SUBWAY TO SALLY) spielen ihr Debüt. Die Band BANNKREIS. Aller Anfang scheint schwer: Denn der erst letztes Jahr gegründeten Band versagt beim ersten Song die komplette Technik und kein Ton ist mehr zu hören. Die restliche Spielzeit aber überzeugt das Duo aus Eric Fish und der Sängerin Johanna Kirns und wirkt vielversprechend.

IMG_2424 (1) (1)Neben diesen neuen Sternen am Himmel mussten wir auch einen Abschied feiern: Der Sänger der Band LACRIMAS PROFUNDERE, Rob Vitacca, verlässt die Band und spielte auf dem MERA LUNA seine letzte Show. Nach dem Song `Hope is here´ verabschiedete sich der Sänger der jahrelang die Mengen begeistert und zum Schmelzen gebracht hat und macht Platz für Julian, der sich bei den Fans wohl noch beweisen muss. Nachdem sich LÂME IMMORTELLE die Ehre gaben, folgte eine Ikone der deutschen Musik: PETER HEPPNER (ehem. WOLFSHEIM). Dieser berührte auf sehr stille Art die Massen des Festivals, ohne eine hektische Bühnenshow. Im Laufe der Show stößt JOACHIM WITT dazu und unterstützt seinen langjährigen Kollegen durch seine besondere Art für beispielsweise den Song `Die Flut´. Um die Menschen vor der Mainstage wieder ein bisschen auf das restliche Abendprogramm einzustimmen folgten nunmehr IN EXTREMO und gaben eine richtig gute Show. In gewohnter Weise tanzten die Fans zu den mittelalterlichen Klängen, nur um sich dann kurze Zeit später zu den Elektro-Sounds von FRONT 242 zu bewegen.

IMG_3139 (1) (1)Kurz vor Beginn des Headliners EISBRECHER bahnten sich diverse Pikatchus den Weg zur Bühne. Darauf wird dann von Sänger Alex auch prompt Bezug genommen, der zur Überraschung der Fans und seiner Bandkollegen kurzerhand den Pokerap anstimmt, den er ja alle Jahre einmal wieder auspackt. Ansonsten lieferten EISBRECHER natürlich wie immer eine besondere Show ab: Bei 28 Grad im Wintermantel mit Kunstschnee auf der Bühne. So kann ein Festival doch abschließen. Mit einer Menge toller Bilder im Kopf und vielen dunklen, aber auch bunten und musikalischen Eindrücken können wir uns wohl alle auf das MERA LUNA 2019 freuen. Die ersten zwei Ticket-Kontingente für 2019 sind bereits ausverkauft!

MERA LUNA 2018 – Du warst einfach toll – Wir sehen uns wieder in 2019 !

Wacken 2018 – Auf der Suche nach dem Schlamm

Posted by Etienne On August - 13 - 2018

38404589_2286452341371851_1540141028571348992_oWas erwartet man am wenigsten, wenn 75.000 Fans aus aller Welt wie jedes Jahr nach Wacken pilgern? Richtig, eine Staubwüste! Aber zum Glück sind Metalheads anpassungsfähig und so war auch die 29. Ausgabe des größten Metal-Festivals der Welt ein voller Erfolg. Auch dieses Jahr war die ehemalige „Frühanreise-Gebühr“ im Ticketpreis enthalten und so stürmten bereits am Montag große Teile der Besucher die Camping Plätze. Doch durch die jahrelange Erfahrung der Veranstalter lief alles in geordneten und zügigen Bahnen ab, sodass die ersten gegen Montagmittag ihre Zelte neben ihren Autos aufgeschlagen hatten und ihr kühles Bier genießen konnten. Metal Impressions erreichte das „Holy Land“ gegen 16.00 Uhr am Montag und gewann somit schon lange bevor die ersten Bands spielten die ersten Eindrücke. Für mich, als langjährigen Wackengänger, stellte sich direkt ein Gefühl von Heimat ein. Und so ließ ich mit meiner Gruppe und einigen hinzugekommenen Nachbarn, entspannt den Abend ausklingen. Am nächsten Morgen, viel zu früh von der brütenden Hitze geweckt, musste ich feststellen, dass die Bändchenausgabe für die Presse erst mittwochs öffnet und ich daher gezwungen war auf dem Campground zu verweilen. Also wurde die Zeit genutzt, um eben diesen zu erkunden. Bei gefühlt 40 Grad im Schatten lief ich also von Campground W, auf den es mich verfrachtet hatte, los um mir ein Bild von der allgemeinen Stimmung zu machen. Aufgrund des seit Wochen mangelnden Regens und der extremen Hitze fehlte der altbekannte und allseits beliebte Wackenschlamm, sodass die Schlammtaucher dieses Jahr vorerst ohne auskommen und anders für Abkühlung sorgen mussten. Wo das Auge auch hinblickte, waren entweder Wasserspritzpistolen oder gar unterwegs noch hastig gekaufte Pools zu sehen, um sich und den anderen das Wetter erträglicher zu machen. Netterweise spendeten auch die Händler mit einigen Wasserschläuchen eine kleine Erfrischung und sorgten dabei sogar für kleine Matschpfützen, welche auch schleunigst von eingefleischten Wackenfans genutzt wurden, welche ihre liebgewonnenen Schlammlöcher vermissten. Mittwochmorgen konnte ich dann endlich, nach einem abermals sehr heißen Marsch durch das ganze Dorf und zweistündiger Wartezeit, mein Bändchen abholen und endlich frei auf dem Gelände umherstreifen und so begab ich mich zum Infield. Trotz des Wetters war gefühlt schon die Hälfte der Besucher dort unterwegs und besuchten einen der vielen Händler, bestaunten die Metallskulpturen verschiedenster Metal-Größen oder standen, ebenso unentschlossen wie ich, auf der riesengroßen „Fressmeile“.

38452378_2286452518038500_4750645252883218432_oAuf den kleinen Bühnen hatten zwischenzeitig schon die ersten Bands angefangen und ließen die ersten metallischen Töne über dem Gelände erklingen. Wie es seit Jahren Tradition ist eröffneten im Bullhead Circus die Metalbattle–Gewinner aus verschiedensten Ländern die kleinen Bühnen. So spielten beispielsweise die Gewinner aus Indien, Israel oder der Karibik an diesem Tag und heizten der Menge weiter ein. Mein erstes Konzert für das Wacken 2018 war JESPER BINZER, seines Zeichens Sänger der Band D-A-D. Nach einer kurzen Suche nach der Beergarden-Stage, erreichte ich diese gerade noch rechtzeitig, um die ersten Klänge mit einer kleinen Traube von etwa 150 Menschen zu genießen. Nach einem gelungenen Start mit dem Titelsong seines Soloalbums „Dying Is Easy“, folgten sechs weitere Lieder, welche allesamt vom selbigen stammten. Unterbrochen wurden sie hierbei immer wieder von Jesper, der zwischen den Songs in etwas gebrochenem aber problemlos verständlichem Deutsch dem Publikum von der Entstehung seines Solo-Projekts erzählte und mit seinem schelmischen Lächeln alle Anwesenden für sich gewann. Nach einer kurzen Abkühlung an einer der Wasserstellen ging es für mich wieder ins Camp, um mich auf den Abend vorzubereiten und etwas zu essen. Erst gegen 22.55 Uhr ging es dann im Bullhead Circus mit den Brasilianern von SEPULTURA weiter. Nach knapp 24 Jahren Bandgeschichte und einigen Besetzungswechseln, inklusive dem ehemaligen Sänger Max Cavalera, zeigte sich die Truppe, trotz verhältnismäßig kleiner Bühne, wie immer energiegeladen. Die Fans dankten es ihnen mit einem erzwungenen Einlassstop am Circus wegen Kapazitätsmangel und ausgelassener Stimmung. Von insgesamt 13 Songs stammten dabei beachtliche vier Stück von der letztes Jahr erschienen Scheibe „Machine Messiah“ und mit dem Evergreen `Roots Bloody Roots´ fand der Abend einen krönenden und nochmal auspowernden Abschluss. Auch Donnerstags eröffneten wieder einige Metalbattle–Gewinner die kleineren Bühnen und so entschied ich mich mir BEHIND BARS aus Belgien und DIE FROM SORROW aus China anzuschauen, um im Circus der Hitze ein wenig zu entgehen. Der rapide Wechsel vom Gemisch zwischen Core und Thrash bei BEHIND BARS und den anschließenden Melodic Death Metal-Klängen bei DIE FROM SORROW war anfangs ungewohnt, aber beide Bands waren auf ihrem Gebiet absolut überzeugend und bildeten für mich einen super Start in den Tag. Trotz der frühen Uhrzeit war auch schon gefühlt das halbe Zelt gefüllt, was die Shows für Publikum und Bands natürlich umso erfreulicher und spaßiger machte.

Nachdem ich mich gezwungenermaßen wieder etwas abgekühlt hatte, begab ich mich auf das morgens mit hunderten Litern Wasser gesprengte Infield vor den Hauptbühnen, um dort VINCE NEIL, den ehemaliger Sänger von MÖTLEY CRÜE, zu bestaunen, welcher Großteils seine MÖTLEY CRÜE-Klassiker zum Besten gab. Für viele der Anwesenden ging dabei ein Traum in Erfüllung, die MÖTLEY CRÜE Hits `Shout at the Devil´ oder `Dr. Feelgood´, trotz der Trennung der Band vor zwei Jahren, nochmals live hören zu können. Auch das LED ZEPPELIN-Cover `Whole Lotta Love´ wurde vom Publikum mehr als freudig aufgenommen. Direkt im Anschluss lief ich im Eiltempo zur Wasteland-Stage, auf der die deutsche Horror-Rock ´n Roll-Band THE FRIGHT im kleinen Kreis spielte. Während die Fans vor der Bühne mit zwei riesig aufgeblasenen Bällen spielten oder einfach im Rhythmus mit dem Kopf nickten, wurde die Band auf der Bühne von zwei Damen der Wasteland-Warriors unterstützt, welche zur Musik tanzten und den Leuten mit (selbstverständlich im Endzeitdesign) angepassten Wasserpistolen oder Wasserbomben immer wieder eine kleine Abkühlung verpassten.

38297846_2284454424904976_4593545236210253824_oGekrönt wurde die Show von einer anschließenden Tour der Wasteland Warriors durch das Wackinger Village, wobei sie selbstverständlich auch ihre Wagen und Motorräder im Endzeitdesign zur Schau stellten. Weiter ging es für mich nach einer kurzen Pause auf der Hauptbühne mit der polnischen Metal-Gewalt von BEHEMOTH. Trotz der recht kurzen Spielzeit von einer Stunde und fünfzehn Minuten gaben sie hierbei 14 Songs zum Besten, welche durch die gewohnte Härte mit Klassikern wie `O Father O Satan O Sun!´ oder der Live-Premiere von `God = Dog´ den heiligen Wackenboden zum Beben brachten. Die Musik irgendwo zwischen Black und Death Metal sorgte hierbei für einige Haarventilatoren und auch sonst für ein Publikum, bei dem keiner still stehen konnte. Direkt im Anschluss übernahm DANZIG auf der zweiten Hauptbühne, auf die man auch von meiner Position einen nahezu perfekten Blick und Sound hatte. Nachdem DANZIG in gewohnter Manier mit Songs wie `Mother´ oder `How the Gods Kill´ überzeugt hatten, ging es für mich mit dem Highlight des Abends weiter: JUDAS PRIEST. Wie man es von ihnen gewohnt ist, begannen sie gleich mit einem Knaller und brachten mit dem Titelsong zur aktuellen Scheibe `Firepower“ direkt die ganze Menge in Bewegung. Es folgten eineinhalb Stunden Show, die mit Songs wie `Painkiller´, `Tyrant´ oder `Rising from Ruins´ eine wunderbare Reise durch die Bandgeschichte gaben. Zum Abschluss gab es nochmals eine besondere Überraschung für alte Fans der Band: Der aufgrund einer Erkrankung ausgetretene Glenn Tipton betrat für die drei Songs der Zugabe ebenfalls noch einmal die Bühne und spielte mit. So wurde aus den ohnehin gut gewählten Songs `Metal Gods´, `Breaking the Law´ und  `Living after Midnight´ nochmals etwas ganz Besonderes. Ich begab mich hiernach glücklich, erschöpft und immer noch überhitzt in mein Camp, um mich für die noch folgenden zwei Tage zu erholen.

Der Freitag begann für mich eher spät mit KORPIKLAANI, welche um 14.35 Uhr die Louder Stage bespielten. Erneut war ich erstaunt, wie viele Leute bereits in der Mittagssonne standen und dem Wetter zum Trotze zu `Lempo´,  `Man with a Plan´ oder `Vodka´ hüpften und mitsangen oder einfach nur ihr Bier genossen. Immer wieder wurde dabei von der Bühne zum Trinken animiert, während die Finnen ihre Lieder über das Feiern oder die finnischen Mythen sangen. Nach einem weiteren Stop auf der Fressmeile und den altbekannten Entscheidungsproblemen ging es weiter zur Louder-Stage auf der 2 CELLOS gerade begonnen hatten. Diese warteten mit absolut genialen Cello-Varianten der Songs ,Thunderstruck´ (im Original von AC/DC) und ,Seven Nation Army´ (Original von THE WHITE STRIPES) auf und ihre Mühe und Anstrengung war mehr als deutlich an den gerissenen Haaren ihrer Bögen sehen konnte. Durch eine Überschneidung musste ich leider nach diesem kurzen Einblick auch direkt weiter zur Faster-Stage auf der CHILDREN OF BODOM bereits begonnen hatten und die gerade den Albumtitel ihrer aktuellen Scheibe „I Worship Chaos“ von der Bühne erschallen ließen. Dies blieb im Anschluss aber auch ihr einziges aktuelles Lied und man konzentrierte sich auf die restlichen acht Alben, was die Fans mit großer Begeisterung aufnahmen. Mit Songs wie ,Towards Dead End´, ,Everytime I Die´ oder ,Downfall´ sorgte die Melodic Death Metal-Kombo für ausgelassene Stimmung und trotz einiger kurzer Verwehungen des Tons durch den kurzzeitig stärkeren Wind für ein Grinsen in den Gesichtern der Fans. Kurz nach Mitternacht begann dann für viele der Secret Headliner des Festivals: OTTO UND DIE FRIESENJUNGS. Zuvor gab Otto noch zu sehr unsicher zu sein, wie er und seine Musik auf einem Metal-Festival ankommt, stahl dann aber souverän IN FLAMES, welche gleichzeitig auf der Hauptbühne spielten, die Show. Gefühlt mindestens die Hälfte der Besucher drängte sich vor verhältnismäßig kleinen Louder-Stage und grölten aus voller Kehle zu seinen Hits wie ,Friesenjung´, ,Örtchen´ oder ,Wir haben Grund zum Feiern´. Selbst auf dem Weg zum Zelt ließen es sich die Fans nicht nehmen weiterhin lautstark ´Friesenjung´ weiter zu singen. Der letzte Tag begann nach einem mehr oder minder ausgewogenen Frühstück mit einer über eine Stunde zu frühen Ankunft an der Harder-Stage, um SKINDRED später aus der ersten Reihe zu sehen.

Somit konnte ich die ganze Show der Folk-Metal-Piraten von ALESTORM bestaunen, welche in dieser Zeit auf der Faster-Stage fĂĽr Stimmung sorgten. Von der Seite sah das Infield vor der Stage nahezu vollständig gefĂĽllt aus und bestand nahezu ausschlieĂźlich aus hĂĽpfenden, trinkenden oder crowdsurfenden Menschenmassen. Mit ihren Songs `Drink´, `Fucked With an Anchor´ oder gar dem TAIO CRUZ Cover zu dessen Hit `Hangover´ und ihrer riesigen crowdsurfenden Gummiente fĂĽhlte es sich mehr nach einer ausgelassenen Partynacht fĂĽr Metalheads an, als nach einem Metal-Festival, aber es war definitiv ein Spektakel fĂĽr Jung und Alt. Nach einer kurzen Pause ging es dann mit SKINDRED auf der Harder-Stage weiter. Die den Fans durchaus bekannte schwarze Union Jack Flagge wehte einsam aber majestätisch im Wind, während mit AC/DC´s `Thunderstruck´ und dem `Imperial March´ aus Star Wars das Intro der Band aus den Boxen schallte. Kurz darauf erschienen die Bandmitglieder endlich auf der BĂĽhne und brachten mit dem Titelsong zur aktuellen Platte “Big Tings” den Boden zum Beben. Es folgten neun weitere Songs aus allen Alben der Band, die immer wieder mit kleinen und größeren Gesangseinlagen durch das Publikum aufgelockert wurden. Und so starteten die Bandmitglieder nach einem simplen „I know you can do this next one!“ des Sängers Benji mit dem BLACK SABBATH Klassiker `War Pigs´ und währenddessen das Publikum im Chor mitsang, breitete sich auf ihren Gesichtern ein breites Grinsen aus, welches auch bis zum Ende des Auftritts nicht mehr verschwand.

38251056_2282768701740215_6819354540635062272_oDirekt im Anschluss folgte GOJIRA auf der Faster-Stage, es hieĂź also wieder wie ein Krebs zur Seite bewegen, nur um kurz vor der BĂĽhne von einer mĂĽhevoll errichteten Sandburg aufgehalten zu werden. Mit den ersten Klängen ertönte noch ein lautes „Protect the Castle!“ und die Hälfte der Menge schien die Band völlig vergessen zu haben, um mĂĽhevoll (und erstaunlicherweise erfolgreich) Crowdsurfer und Leute auf der Durchreise aufzuhalten. GOJIRA hingegen legte eine solide Show hin, die mit Songs wie `Flying Whales´, `Shooting Stars´ oder `Backbone´ fast wirkte, als wolle sie die Burg allein durch ErschĂĽtterung zum Einsturz bringen. Insgesamt 14 Songs gaben die Franzosen zum Besten, was bei vielen Fans und auch bei mir fĂĽr erhebliche Nackenschmerzen sorgte, die ich auch zwei Tage später noch spĂĽrte. Nach einer weiteren Pause auf der Shopping-Meile, ging es zu der fĂĽr mich bei diesem Festival letzten Band, nämlich HELLOWEEN. Nach einer zweijährigen Pause kehrte die deutsche Power-/ Speed-Metal-Formation mit ihrer „Pumpkins United“ Tour zurĂĽck und dabei durfte selbstverständlich auch das WACKEN OPEN AIR nicht fehlen. Ganze 22 Songs aus der gesamten Bandgeschichte spielten sie dabei im Laufe der zweieinhalbstĂĽndigen Show. Auch die GrĂĽndungsmitglieder Kai Hansen und Michael Kiske sind fĂĽr die “Pumpkins United” Tour mit an Bord und so ergab sich eine bunte Reise durch die Bandgeschichte, auf der jeder Winkel der langen Zeit einmal beleuchtet wurde. FĂĽr Fans der Band und Power-Metal-Fans bot sich so eine grandiose Show, die man so vermutlich noch nie gesehen hat und auch so schnell nicht vergessen wird. Alles in allem war es fĂĽr mich wieder einmal ein absolut gelungenes Wacken, das trotz des fĂĽr mich ungewohnten Wetters einfach grandios war. Die Art der Leute und der Bands hiermit umzugehen zeigt mir wieder einmal warum dieses Festival zu den bekanntesten und besten Festivals der Welt zählt. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist die Anzahl und die Beschilderung der Wasserstellen, sowohl auf dem Campingground, als auch auf dem Infield, was aber mit ein bisschen mehr FuĂźweg kein Problem darstellte. Trotz einiger Ăśberschneidungen bei den Bands war es im GroĂźen und Ganzen durchaus möglich das Meiste zu sehen, auch wenn mir am Ende hin und wieder wegen der Hitze ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde. Insbesondere den Abschluss mit HELLOWEEN und den von mir leider nicht mehr miterlebten Jungs von DIMMU BORGIR, finde ich persönlich absolut grandios und dies zeugt fĂĽr mich von der jahrelangen Erfahrung der Veranstalter im Business und ihrem Geschick bei der Bandplatzierung. Und so wird es auch im nächsten Jahr, diesmal zum 30-jährigen Jubiläum, wieder heiĂźen: “See you in Wacken – Rain or Shine!”

Wir danken an dieser Stelle Dirk Jacobs fĂĽr die ZurverfĂĽgungstellung der Impressionsbilder vom Wacken Open Air !

Photo-Credits:  Bands & Fans Foto – Dirk Jacobs

Das war das 21. Headbangers Open Air 2018

Posted by Peter Marquardt On August - 10 - 2018

HOA33 (1 von 1)aaaEin Blick auf die Wetter-APP: 35 Grad und sonnig, also passte!! Los ging es am 26.07.2018 in Richtung Norden zum 21. HEADBANGERS OPEN AIR in Brande-Hörnerkirchen (Schleswig-Holstein). Ich war sehr gespannt, da ich zum ersten Male die größte Metal-Garten-Party erleben sollte. Was wird mich erwarten beim norddeutschen Pendant zum KIT? Die Anreise und auch der Einlass verliefen reibungslos und so  stand ich gegen 15:30 Uhr auf dem Festivalgelände. Erster Eindruck: Schönes Gelände mit zahlreichen Fress- und Bierständen, genug schattigen Plätzen und einem separaten Infield mit Bühnenbereich und Merch-Stand. Dann mal in die Vollen. Den Anfang, pünktlich um 16.00 Uhr, machten SHADOWBANE aus Hamburg. Intro läuft, Nebelmaschine an, zwei bemitleidenswerte Fahnenschwenker (also bei der Hitze) mit Gasmaske auf die Bühne und los ging es. Als Opener kam der Power-Speedmetal genau richtig. Souveräner Auftritt, weiter zu SPEED QUEEN aus Belgien. Das diese auch sehr gut beim Publikum ankamen, sah man am Ansturm auf das Merch der Band. Mit rotzigem Metal und den richtigen Coverversionen machte die Band live echt viel Spass. SEAX, die nächste Band aus den USA, könnten rein musikalisch auch aus Deutschland kommen. Ich sag mal so weit weg von IRON ANGEL, WARRANT und Co. sind sie nicht. Danach ging es weiter mit RAVAGE, ebenfalls aus den USA. Kombinierter Mix aus Speed-Metal und klassischem Metal; wobei hier der sehr gute Sänger den Unterschied machte zu eben anderen Bands. Nun wurde es Zeit, dass auch die Pirates-Sparte des Metals bedient wurde. Und genau diese Fangemeinde kam bei BLAZON STONE aus Schweden voll auf ihre Kosten. Um 21:30 Uhr folgte dann ein besonderes Schmankerl. MANILLA ROAD aus Kansas erreichten nunmehr die Bühne. Eine Band, die den Epic Metal Ende der 70er Jahre ins Rollen brachte und vielen nachfolgenden Bands den Weg ebnete. Ein absolutes Highlight somit in Metal-Insider-Kreisen. Ihr Auftritt glich einem Siegeszug und demonstierte eindeutig, dass sie noch auf die Bühnen gehören. Gerade auch die Genialität des Gitarrenspiels von Mark „The Shark“ Shelton brachte die Sehnsucht der 70er und 80er Jahre zurück. Dass dieser Gig nun aber der letzte Gig des Meisters Shelton gewesen sein sollte, war den Besuchern des Headbangers Open Airs und auch den Fans von MANILLA ROAD bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Er wurde noch in der Nacht aufgrund eines Herzinfarktes in das nahegelegene Krankenhaus gebracht. Doch er verstarb um 6:00 Uhr in der Frühe. Rest in Peace, Mark Shelton. Danke, dass wir deinen letzten Gig noch mit dir und MANILLA ROAD teilen durften. Big honor!

Vergessen dürfen wir natürlich an dieser Stelle nicht den Headlinger des ersten Festivaltages. MORGANA LEFAY. Ich war gespannt, ob sie den Headlinerstatus zu recht erhalten hatten. Der rund eineinhalbstündige Auftritt hatte auf jeden Fall für alle etwas zu bieten. Einige Fans meinten zwar, dass die geilen Melodien weggedroschen wurden und dass die Songs live zu schnell gespielt wurden. Das zu beurteilen, überlasse ich einmal den „Die Hard Fans“. Mir persönlich gefiel ihr Auftritt und so ging mein erster Tag zu Ende. Fazit: Das Niveau der Bands am ersten Tag – ausgenommen natürlich MANILLA ROAD und MORGANA LEFAY – waren durchschnittlich, aber dennoch unterhaltsam. Und es war einfach nur extrem heiß. Aber egal, Tag 2 konnte kommen.

Die Geschehnisse um den Tod Mark Sheltons waren am zweiten Tag natürlich vielen noch nicht bekannt. So überbrachte Festival-Betreiber Thomas Tegelhütter mittags die traurige Botschaft. Dies warf natürlich einen seichten Schatten über das Festival, aber dennoch war man sich einig, es sollte und musste weitergehen.  Man richtete noch eine Spendenaktion zugunsten von Mark Shelton auf die Schnelle ein, um die Rückführung Sheltons in die USA zu ermöglichen.

IMG_7507Mit PSYCHOPRISM aus den USA stand nun die neue Speerspitze des Progressive Metal auf der BĂĽhne. Wer auf QUEENSRYCHE, FATES WARNING, MYSTIK FORCE usw steht, kommt derzeit an dieser Combo nicht vorbei. Selten habe ich einen Sänger erlebt, der in allen Stimmlagen Herr der Lage ist und mit einer Leichtigkeit die schwierigsten Passagen meistert. Mich wĂĽrde es nicht wundern, wenn wir von dieser Band in Zukunft noch einiges hören werden. Kleines Manko war vielleicht, dass der Gitarrist der Band es mit dem “shreddern” zu gut meinte. Auch die fĂĽrchterlich verhunzte Priest-Coverversion gibt einen dicken Abzugspunkt. Nach diesem Gig folgten nun die Texaner von SYRUS. Der Bassist  pumpte ordentlich, die Gitarristen feuerten zweistimmig die geilsten Melodien in die Menge und „on top“ der neue Sänger Rick X. Ich frage mich echt, wo die immer diese geilen Sänger finden. Ein Interview mit SYRUS (auch hier die Frage zum neuen Sänger, dem Bandcamp etc.) folgt in KĂĽrze als Extra auf unserer Seite www.metal-impressions.de.

Nun denn, da aber auch ich einmal etwas essen und trinken musste, wanderte ich erst einmal auf das Food-Gelände und verpasste somit den ersten Europa-Auftritt von ANCIENT EMPIRE. Das, was ich aber vom benachbarten Gelände wahrnehmen konnte, klang gut. Powermetal, ein wenig vergleichbar vielleicht mit ICED EARTH.

Nach dem Soundcheck der Band TRANCE wurde es erst einmal still im „Metal Garten“. Gerald Warnecke, besser bekannt als der “Preacher”, ehem. RUNNING WILD, betrat die Bühne. Als Pastor wählte er die richtigen Worte zum Tode von Mark Shelton und es folgte eine kurze Schweigeminute. Nebenbei angemerkt: Dass TRANCE nun überhaupt auf der Bühne standen und man den Moment der Schweigeminute vor ihrem Auftritt wählte, ist vielleicht auch so zu erklären, da der MANILLA ROAD Drummer “Neudi” ebenfalls in dieser Band spielt. Dass dieser natürlich nach dem Tod seines Freundes und Bandkumpels nicht spielen würde, war allen klar. Großen Respekt daher an Ersatzdrummer Jürgen Baum, der das Set schnell inne hatte. Trotz dieser Umstände ein sehr gelungener Auftritt mit “Shock Power” als Highlight. Die Nächsten, also DESTINY aus Schweden konnten mich nicht wirklich überzeugen, währenddessen die sorcerer (1 von 1) (1)Schweden von SORCERER, welche für die Amerikaner von TYRANT ins Billing kurz zuvor rutschten, alles richtig machten. Doom vs. Metal – und das absolut sauber gespielt und oben drauf noch die Hammer-Stimme von Anders Engberg. Man darf in Zukunft hoffen, mehr von den Stockholmern auf Deutschlands Bühnen zu sehen.

TKO7a (1 von 1) (1)aaaUm 19:30 Uhr war es für mich und meine nun auch hinzugekommene Kollegin Stefanie vom Metal Impressions Magazine soweit. Eine der Bands, auf die wir uns am meisten freuten, stand nun auf der Bühne. T.K.O. !!! Brad Sinsel hatte bekannte Gesichter mitgebracht. Kendel Bechtel „on guitar“ (FIFTH ANGEL), Even Sheeley am Bass (Q5) und Drummer Jeffrey Mc Cormack (Q5) Was sollte da denn noch schiefgehen? Nichts! Brad Sinsel und Band legten mit `Give into the Night´ fulminant los. Es folgten Granaten, wie `I wanna Fight´, `End of the Line´ und die Mega-Ballade `I can do without you´. Natürlich beinhaltete die Setlist noch Songs vom Debut Album “Let it Roll” und vom letzten Studiowerk “Below the Belt” aber der Fokus lag auf dem Hammeralbum “In your Face”.

TANKARD1 (1 von 1) (1)bbbbIm Anschluss an T.K.O. wurde es wild und feucht. Gerre stürmte die Bühne, das heisst, TANKARD waren da. Die Thrasher aus Frankfurt sind stets willkommen und hauen einen Bandklassiker nach dem anderen ins trinkfreudige Publikum. Ja, was soll ich zu “Freibier für alle” noch viel schreiben!!! Man kennt sie, man liebt sie und ein Gig mit TANKARD geht immer auf und der Bierpegel stieg. Prost!

LOUDNESS2 (1 von 1)cccUmbaupause für den Headliner LOUDNESS. Hoffe hier hatte nun jeder auch sein Japanisch aufgefrischt, denn die ersten Songs kamen teilweise in Muttersprache. Gespielt wurde einiges von den Alben “The Law of Devils Land” und “Disillusion”. Akira spielte gross auf und die Band genoss die geile Stimmung vor der Bühne. Als dann im zweiten Teil auch noch die Klassiker wie `Crazy Nights´,`Like Hell´ uvm. gespielt wurden, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Leider packten LOUDNESS direkt danach wieder neuere Songs aus und ich für meinen Teil machte mich dann erst einmal zurück auf den Weg ins Hotel.

Fazit Tag 2: Richtig geile und gut ausgewählte Bands auf einen sehr gutem Niveau, die Hitze war immer noch allgegenwärtig und jede Band für sich zog doch viele begeisterungsfähige Fans vor die Bühne.

Am nächsten Morgen kam er endlich, der Wetterbericht der alle HOA Besucher an frühere Zeiten erinnern sollte. Starkregen und schweres Gewitter im Anmarsch. Dann mal los und hoffen, dass es nicht allzu schlimm wird.

EXISTANCE aus Frankreich eröffneten Tag 3 mehr als ordentlich. 80er Jahre Metal, sehr energiegeladen vorgetragen. Zwischenstop für mich schnell auf eine Wurst und ein schönes kühles Bier. Herrlich ! Durch meine Pause verpasste ich leider MILLENIUM und den Anfang von HITTEN. Aber das, was ich von den Spaniern von HITTEN noch erhaschen konnte, gefiel sehr gut. „Junge Wilde“, die totalen Spass an Oldschool-Metal gefunden haben und diesen auch richtig schön mit allen Klischees live zur Schau brachten. Daumen hoch! WITCHFYNDE war und ist so gar nicht meine Baustelle und daher trat ich den Gang zum Parkplatz an, um Freunde zu treffen oder mit anderen Bands auf dem Gelände zu quatschen. Allerdings immer mit dem Ziel, rechtzeitig zum Gig von DARKNESS in der ersten Reihe zu stehen. Passenderweise wurde es mit einem Mal so richtig dunkel am norddeutschen Himmel. Alle Zeltbesitzer suchten panisch ihre Zelte auf und versuchten diese irgendwie sicher zu machen. Und dann ging es plötzlich los. Ab ins sichere Auto und warten bis es sich wieder beruhigt hatte. Das Unwetter war zwar nur sehr kurz, aber dafür echt heftig. Diverse Zelte und Gegenstände flogen an uns vorbei und eine Frau wurde von einem umherfliegenden Schild getroffen und musste ins Krankenhaus. Und was passierte natürlich dadurch: Ich verpasste  DARKNESS. Diese wiederum hatten damit zu kämpfen, dass ihr Bassist sich kurz vor dem Gig ins Krankenhaus einliefern ließ und sie den Gig erst einmal zu Viert durchziehen mussten. Laut Aussagen der Fans jedoch kein Problem für die Ruhrpottler.

Wenn Sänger El Rojo von METAL INQUISITOR auf der BĂĽhne steht, geht einem einfach nur das Herz auf. Dieser sympatische Bursche zog alle in seinen Bann, ob einem jetzt die Musik gefällt oder auch nicht, allein die Ansagen und Gestik reichten aus, um sich wohl zu fĂĽhlen. Rein musikalisch war mir das ein wenig zu unspektalulär, aber egal, ich hatte SpaĂź. GIRLSCHOOL, ganz ehrlich – nicht mein Ding und ANVIL hatte ich einfach schon zu oft gesehen. Von daher lieĂź ich auch diese beiden Acts aus. Also ging es fĂĽr mich dann direkt zu RIOT und ihrer 30 Jahre “Thundersteel”-Show. Die Band, die es ja nun schon seit 1975 gibt, hat ja das Besetzungskarusell in Dauerbetrieb. Fakt ist aber, dass es die Mannen um Sänger Todd Michael Hall richtig gut machten. Es wurden alle Epochen bedient und die Klassiker, nach denen die Fans schrien, leidenschaftlich gespielt. “Thundersteel” geht immer und so endete das Headbangers Open Air 2018 mit einem wĂĽrdigen Headliner.

Fazit: Auch Tag 3 war mit Ausnahme des kurzen Unwetters und der Tatsache, dass ich DARKNESS nicht sehen konnte, ein voller Erfolg. Ein groĂźes Lob an alle,  die bei diesem Festival mitgewirkt haben und dafĂĽr gesorgt haben, dass man sich von Anfang an so richtig wohl fĂĽhlte. Gut organisiert und fĂĽr jeden Metal-Liebhaber des Oldschool-Metals, der 70er und 80er Jahre, ein Muss. Zwar steht das Motto „Let this garden burn“ im Vordergrund dieser größten Metal-Garten-Party, aber zum GlĂĽck brannte dieser – auch wenn es wirklich trocken und heiss war – nicht. Ein Lob auch hier an die Metalheads, die mit Feuer und Kippen sorgsam umgingen.

Aber nun zum Schluß kommen und genug der netten Worte, sonst kommen nur noch mehr Metalheads in das kleine im Grünen gelegene Brande-Hörnerkirchen in Schleswig-Holstein. Es würde dann einfach mit viel mehr Besuchern nicht mehr das sein, was ich vorfand. Wir vom Metal Impressions Magazine danken dem Headbangers Open Air, dass wir mit vor Ort sein durften und wünschen Euch noch viele geile Parties im wohl schönsten Metal Garten überhaupt.

DSC_0348Auf ihrer zweiten Deutschland-Tour für dieses Jahr legten die DEAD DAISIES nochmal eine Portion Fannähe oben drauf und spielten in etwas kleineren Locations als bei den vorangegangenen Auftritten.

Ich war fĂĽr das Metal Impressions Magazine im Colos-Saal in Aschaffenburg mit fĂĽr dabei.

Überpünktlich traf ich bereits um 15:00 Uhr vor Ort ein und musste feststellen, dass ich bei weitem nicht der Erste war. Etwa 25 hartgesottene Fans hatten sich teilweise schon seit 12:00 Uhr vor der Halle postiert und in fast familiärer Atmosphäre dem heißen Wetter und ihrem Hungergefühl getrotzt, nur um ganz vorne dabei zu sein. Gesteigert wurde dies durch das kürzlich angekündigte „Daisyland“, welches auf ausgewählten Shows stattfindet und den ersten 50 Fans am Eingang eine kleine Akustik-Show vom Hallenboden aus bietet.

Kurz vor 18:00 Uhr wurden die Daisyland-Bändchen an die glĂĽcklichen Fans verteilt und so ging es pĂĽnktlich wie ein Uhrwerk eine Stunde vor Konzertbeginn in die Halle. Drinnen war bereits ein kleines Akustik-Set an Instrumenten in der Hallenmitte vorbereitet und kurz darauf traf die Band schon ein. Nachdem Sänger John Corabi jedem der Fans die Hände geschĂĽttelt und – ebenso wie die restlichen Mitglieder – ein paar Worte mit diesen wechselte, begab er sich hinter das Mikrofon. Es folgten fĂĽnf Lieder inmitten eines Kreises  aus Anhängern der Band. Es entstand eine wohlige Wohnzimmer-Atmosphäre. Selbst der sonst eher als wortkarg bekannte Gitarrist David Lowy gab mit dem GEORGE THOROGOOD AND THE DESTROYERS – Klassiker `Get A Haircut´ ein Lied zum Besten. Nach einer guten halben Stunde war es leider auch schon wieder vorbei, doch die DEAD DAISIES gaben fleiĂźig Autogramme, standen fĂĽr gemeinsame Bilder bereit und hielten einen Plausch, um die Umbauzeit zu ĂĽberbrĂĽcken. Um 19:00 Uhr verlieĂźen sie uns wieder, um sich vorzubereiten und um einen Einlass der restlichen Fans zu ermöglichen. Ebenso pĂĽnktlich wie zuvor begann die Show dann eine Stunde später ohne Vorband und bot mit `Resurrected´, der zuerst veröffentlichen Single des aktuellen Albums, direkt einen schnellen, rockigen Einstieg in die Show. Und genauso energiegeladen ging es, trotz kurzer Entspannungspausen durch etwas ruhigere Lieder, auch die nunmehr folgenden zwei Stunden mit folgender Setlist weiter:

Resurrected/ Rise Up/ Make Some Noise/ Mexico/ Dead and Gone/ What Goes Around/ Fortunate Son/ All The Same/ With You And I/ Last Time I Saw The Sun/ Drum Solo/ Something I Said (Akustik)/ Set Me Free (Akustik)/ Maggie May (Akustik, gesungen von Deen Castronovo)/ Let It Be (Akustik)/ Devil Out Of Time/ Angel In Your Eyes/ Song And A Prayer/ Bitch/ Midnight Moses/ Long Way To Go/ Leave Me Alone (Zugabe)/ Highway Star (Zugabe)

DSC_0388Ganze 22 Songs aus verschiedensten Alben der Bandgeschichte wurden zum Besten gegeben. Durch den für die DEAD DAISIES typischen Wechsel zwischen dem altbekannten Hard Rock und den eher ruhigen Akustiksongs, sowie ihren eigenen Songs und einigen grandiosen Covern der Rockgeschichten war für jeden Geschmack etwas dabei. Zwei Stunden volle Hard Rock-Power mit einigen der bekanntesten Gesichtern der Rockszene ließen dabei keinen kalt und brachten problemlos Bewegung in die Menge. Besonders hervor stachen für mich hierbei ihre Covernummern, die immer wieder zwischen den eigenen Songs eingestreut wurden. Ohne das Wissen um die Originale hätten diese problemlos als hauseigene Songs durchgehen können, sei es der CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL-Hit `Fortunate Son´ oder gar die eigene Interpretation des BEATLES Klassikers `Let It Be´. Gerade durch die, im Vergleich zu anderen Bands, relativ langen und persönlichen Ansprachen und durch die Interaktion mit dem Publikum trat abermals die Fanliebe zum Vorschein, die eine Art Grundphilosophie der DEAD DAISIES ist und selbstverständlich auch in der „normalen“ Show nicht fehlen darf. Hierbei zauberten auch die lockeren Scherze der Mitglieder untereinander oder über sich selbst den Besuchern einige Lacher ins Gesicht.

Insgesamt für mich ein grandioser Abend, der das oftmals von den DEAD DAISIES angesprochene Familiengefühl zwischen ihnen und den Fans auf einer Ebene darstellte, die ich sonst von keiner Band kenne. Die fehlende Vorband fiel mir persönlich, dank der Daisyland-Show, gar nicht auf und war eigentlich umso förderlicher für die dadurch ebenfalls längere Hauptshow.

DSC_0375FĂĽr mich sind sie eindeutig eine der wenigen Bands, die ich immer und immer wieder live erleben kann, ohne dass es auch nur im Entferntesten eintönig wird und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Abend mit den gar nicht mal so “toten” DEAD DAISIES!