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Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

RHF 2023

Posted by Uli On April - 23 - 2023

9968529_0679cdf52bDas Rock-Hard Festival geht vom 26. – 2.Mai 2023 in die nächste Runde, wie immer im wunderschönen Amphitheater in Gelsenkirchen. Jedoch dieses Ma gibt esl ein Grund mehr zu feiern. Denn dieses Jahr gibt es 40 Jahre Rock Hard und 20 Jahre ROCK HARD Festival

Hier hat man wirklich von allen Plätzen aus einen hervorragenden Blick auf die Bühne, die Wege sind kurz, eine freundliche Security und humane Preise sorgen dafür, dass man das Festival in vollen Zügen genießen kann. Hochkarätige Acts versprechen ein abwechslungsreiches Festival.

Was 2003 als einmalig geplantes Jubiläumsfestival anlässlich des 20-jährigen Bestehens des ROCK HARD gedacht war, ist inzwischen ein “MUSS”. Ob es an dem musikalisch abwechslungsreichen Programm, dem traumhaft gelegenen Veranstaltungsort, der Stimmung oder an allem zusammen lag – die Fans sind begeistert! Nicht etwa nur „zufrieden“, sondern wirklich „aus dem Häuschen“, wie die zahlreichen Besucher- und Pressereaktionen zeigen.

Das Rock Hard Festival findet selbstverständlich wieder in der wohl schönsten Kulisse des “Reviers” statt. Direkt am Rhein-Herne Kanal gelegen, bietet das Amphitheater nicht nur einen malerischen Ausblick, sondern sorgt mit seinen aufsteigenden Rängen auch für die perfekte Sicht aufs Bühnengeschehen und optimalen Sound.

Mit dem ROCK HARD Festival hat sich innerhalb kürzester Zeit ein emotionsgeladenes Festival-Highlight im Ruhrgebiet etablieren können, das mit seinem urbanen Flair und den erstklassigen Rahmenbedingungen aus der Masse der Wald- und Wiesenveranstaltungen heraussticht. Seid mit dabei, wenn der Pott überkocht!

Hier die Bands und die Running Order:

Freitag, 26. Mai

15:00 – 15:40 SCREAMER

16:00 – 16:40 MOTORJESUS

17:00 – 17:55 HOLY MOSES

18:20 – 19:30 VICIOUS RUMORS

20:00 – 21:15 BENEDICTION

21:45 – 23:00 TRIPTYKON performing early CELTIC FROST

Samstag, 27. Mai

12:30 – 13:10 MIDNIGHT RIDER

13:30 – 14:10 KNIFE

14:30 – 15:20 NESTOR

15:40 – 16:30 DEPRESSIVE AGE

16:55 – 17:50 DISCHARGE

18:15 – 19:15 BRIAN DOWNEY´S ALIVE AND DANGEROUS

19:45 – 21:00 EXODUS

21:30 – 23:00 TESTAMENT

Sonntag, 28. Mai

12:00 – 12:40 IRON FATE

13:00 – 13:45 UNDERTOW

14:10 – 15:00 WUCAN

15:25 – 16:20 LEGION OF THE DAMNED

16:45 – 17:45 ENFORCER

18:10 – 19:15 TANKARD

19:45 – 21:00 KATATONIA

21:30 – 23:00 MSG

JAG PANZER EUROPEAN TOUR

Posted by P e t e r On Juni - 16 - 2019

JAG PANZER EUROPEAN TOUR 2019 Die Sonne lacht am Freitag, den 31. Mai 2019 , was natĂĽrlich die Auswahl der Klamotten um einiges erleichtert. Also Schrank auf und passendes T-Shirt aus selbigem gezogen und los gehts in Richtung Essen. Kurzer Stopp im Plattenladen meines Vertrauens, “Yeah Records”, ein wenig fachsimpeln und dann geht es auch schon mit einigen Vertrauten ab ins gegenĂĽberliegende Turock.

DSC_0024Ich hatte ja nicht gedacht, dass sich so viel Publikum einfinden wird, aber der Laden ist schon ordentlich gefüllt, als die erste Band AMULET (UK) auf die Bühne geht. Ich fühle mich, als hätte man mich in eine Zeitmaschine gesteckt und das Jahr 1980 eingestellt. Schöner NWOBHM Sound, den die jungen Burschen wirklich authentisch rüberbringen. Was noch fehlt, sind die wirklich großen Melodien und ein paar Überraschungen im Set. Ein paar neue Fans werden sie sich aber mit Sicherheit heute erspielt haben.

DSC_0057SEVEN SISTERS, die wie AMULET aus London (UK) stammen und auch der neuen NWOTHM (New Wave Of Traditional Heavy Metal) Stilrichtung angehören, setzen genau da an, wo AMULET vorher aufgehört haben. Schöner achtziger Metal mit leichtem siebziger Einschlag. Die Twingitarrenparts sitzen, die Bühnenpräsenz passt und den Zuschauern gefällts.

DSC_0232Jetzt wird es aber Zeit fĂĽr den Headliner JAG PANZER! Es wird laut, sehr laut und man merkt nahezu an allen Ecken, dass die Fans viel zu lange auf diesen Moment gewartet haben. Unter frenetischem Jubel setzt die Band mit “Far Beyond The Fear” ein, danach folgt mit “Chain Of Command” direkt einer meiner Highlightsongs (und das sind heute Abend viele). Harry “The Tyrant” Conklin hält das Mikro in die Menge und die Fans geben richtig Gas. Hölle, was fĂĽr eine Stimmung und das schon beim zweiten Song.

Die Band präsentiert sich in bester Spiellaune. Harry singt wie ein junger Gott, das Gitarrenduo Marc Briody und der für Joe Tafolla eingesprungene Ken Ronarte zocken auf allerhöchstem Niveau. Das Turock gleicht einem Tollhaus, in dem sich beide Parteien zu Höchstleistung puschen. Bei der Band stellt sich ein Dauergrinsen ein und auch die erste Reihe ist nun fast heiser. Jetzt hält auch mich nix mehr, also ab nach vorne, Fäuste in die Höhe gereckt und aus vollem Halse mitgegröhlt. In der Setlist stehen heute aber auch wirklich nur absolute Kracher. Noch zwei Mal wird die Band zurück auf die Bühne geschrien und dann endet ein knapp neunzigminütiger Siegeszug einer US Metal Legende.

Mein Fazit: Zwei begabte und spielfreudige Vorbands und ein unfassbarer Auftritt von JAG PANZER. Was auch noch positiv anzumerken wäre, ist die Tatsache, dass die komplette Band sich Zeit für ihre Fans genommen hat und das vor allem vor UND nach dem Gig. Hoffentlich müssen wir nicht wieder so lange auf JAG PANZER warten.



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Alice In Chains Tour

Posted by Etienne On Juni - 12 - 2019

AICDas erste Album in knapp fĂĽnf Jahren muss natĂĽrlich gebĂĽhrend gefeiert werden und so touren die Grunge-Legenden von ALICE IN CHAINS aktuell durch unsere Gefilde. Metal-Impressions hat sich das natĂĽrlich nicht entgehen lassen und war fĂĽr euch in Esch/Alzette (LUX) vor Ort.

Viel muss man zu ihnen ja eigentlich nicht sagen, zählen sie doch neben NIRVANA, SOUNDGARDEN und PEARL JAM zu den größten Vertretern ihres Genres. 1987 gegrĂĽndet, steigerte die Formation aus Seattle schnell ihren internationalen Bekanntheitsgrad, sodass sie bereits sieben Jahre später ihr erstes Nummer Eins Album “Jar of Flies” verzeichnen konnten. Kurz vor der Jahrtausendwende wurde es dann still um die Band, bevor deren Sänger Layne Staley Anfang 2002 tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde. Ab 2004 gab man dann  wieder einige ausgewählte Shows mit immer wechselnden Gastmusikern am Mikrofon, bis 2008 William DuVall als festes Mitglied der Band verpflichtet wurde. Es folgten zwei Alben und einige Touren, bis letztes Jahr endlich das lang erwartete dritte Album mit William als Sänger erschien, welches weltweit gute Kritiken und hohe Chartplatzierungen erntete. Nachdem letztes Jahr schon eine kleine Tour mit gerade einmal zwei deutschen Shows stattfand, wird das neueste Werk “Rainier Fog” nun gebĂĽhrend auf einer ausgedehnten Tour gefeiert.

Pünktlich wie immer ließ man die wartenden Fans, die teilweise schon seit 11 Uhr am Morgen warteten, in die Rockhal im beschaulichen Esch/Alzette strömen. Sogar fünf Minuten vor dem angekündigten Showbeginn stürmte dann auch schon die Vorband die Bühne: BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB. In rund dreißig Minuten performte die 1998 in San Francisco gegründete Band ganze sieben Songs voller Rock, der keinen in der Halle ruhig stehen ließ. Die wechselnde Sängerrolle der beiden Gitarristen, sowie die Mundharmonikaeinlagen des Frontmannes Peter Hayes boten dabei für jeden etwas und belebten das Gefühl von echtem Rock wieder.

Wieder voll im Zeitplan angekommen, betraten dann um 21.00 Uhr endlich ALICE IN CHAINS die Bühne, begleitet von einer grandiosen Lichtshow, die dem Bühnenbild des letzten Jahres problemlos noch einmal eine Schippe oben drauf packte. In fast zwei Stunden performten sie 21 Songs aus allen Alben der Bandgeschichte und zogen hierbei Jung und Alt in ihren Bann. In altgewohnter Manier sang William sowohl seine Eigenen, als auch die für Layne geschriebenen Songs mühelos und Gitarrist Jerry ließ bei seinen Soli einige Münder offen stehen. Bassist Mike und Drummer Sean hingegen ließen keine Gelegenheit aus, um den einen oder anderen Scherz mit dem Publikum zu machen. Insgesamt merkte man der Band an, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind und Sean ließ sich vor der Zugabe sogar zu einer, für ihn eher ungewöhnlichen, kurzen Ansprache, hinreißen. Abgerundet durch die minutiös getimte Lichtshow und die Fans aus aller Herren Länder, die sich zum Teil schon von früheren Shows kannten, zauberten sie allen Anwesenden ein Lächeln aufs Gesicht, welches definitiv Freude auf mehr macht.

Hier die Setlist des Abends:

Bleed The Freak/ Check My Brain/ Again/ Never Fade/ Them Bones/ Dam That River/ Hollow/ Your Decision/ Rainier Fog/ Down In A Hole/ No Excuses/ Stone/ Red Giant/ Grind/ Nutshell/ Angry Chair/ Man In The Box/ The One You Know/ Got Me Wrong/ Would?/ Rooster

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The first album in almost five years has to be celebrated properly, and so the grunge legends of ALICE IN CHAINS are currently touring through our realms. Of course, Metal-Impressions could not miss out and went to their show in Esch / Alzette (LUX) for you.

One does not have to say much about them usually, because they are among the biggest representatives of their genre, right next to NIRVANA, SOUNDGARDEN and PEARL JAM Founded in 1987, the formation from Seattle quickly increased its international reputation, so they achieved their first number one album “Jar of Flies” within seven years only. Shortly before the turn of the millennium, it became quiet around the band, before singer Layne Staley was found dead in his apartment in early 2002. From 2004 onwards, some selected shows with ever-changing guest musicians replacing the singer were performed again, until William DuVall became a permanent member of the band in 2008. In the following years they released two albums and did a few tours, until they finally released the long-awaited third album with William as a singer last year, which earned good reviews and high chart rankings worldwide. After a small tour with just two German shows back then, the latest work “Rainier Fog” is now due to be celebrated on an extended tour.

Just in time, as always, the waiting fans, some of whom had been waiting since 11 o’clock in the morning, were allowed to stream into the Rockhal in Esch / Alzette. Even five minutes before the announced start of the show, the opening act entered the stage: BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB. In about thirty minutes the band founded in 1998 in San Francisco performed seven songs full of rock, which did not leave anyone standing still in the entire hall. The changing vocal role of the two guitarists, as well as the harmonica performance of frontman Peter Hayes offered something for everyone and revived the feeling of real rock again.

Back on schedule, at 9:00 pm, ALICE IN CHAINS finally entered the stage, accompanied by a terrific light show, which made sure to outshine the stage set of last year by far. In almost two hours, they performed twenty one songs from all over the band’s history, captivating both young and old fans equally. In the usual manner, William sang both, his own and the songs written for Layne, smoothly and guitarist Jerry left some mouths open on his solos. Bassist Mike and drummer Sean, however, did not miss any opportunity to do some jokes with the audience. All in all, one could see that the band did the show with passion and Sean even held an, rather unusual, short speech to the audience right before the encore. Rounded off by the meticulously timed light show and the fans from all over the world, some of whom already knew each other from previous shows, they conjured a smile on everyone’s face, which definitely left the audience wanting more.

Here is the setlist of the show:

Bleed The Freak/ Check My Brain/ Again/ Never Fade/ Them Bones/ Dam That River/ Hollow/ Your Decision/ Rainier Fog/ Down In A Hole/ No Excuses/ Stone/ Red Giant/ Grind/ Nutshell/ Angry Chair/ Man In The Box/ The One You Know/ Got Me Wrong/ Would?/ Rooster

Eisbrecher – Kleine Tour auf ewigem Eis

Posted by Andrea On Mai - 10 - 2019

Faelder3 (1)Am 04.05.2019 führte mich mein Weg von Hamburg diesmal nach Hannover. Die Swiss Life Hall sollte für diesen Abend mein Ziel sein. Da ich dort bisher noch nicht war, hieß es ein wenig mehr Zeit einplanen, um rechtzeitig vor Ort zu sein. Verpassen wollte man ja schließlich nichts. Zuerst nun aber zur Organisation vor Ort:  Als ich an der Swiss Life Hall vorbei fuhr, war es bereits 19.30 und die Menschen standen in einer langen Schlange an, bei der ich nicht gedacht hätte, dass der Einlass pünktlich von statten geht. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Also schnell Auto abstellen und mental auf eine lange Wartezeit einstellen. Als ich aber an der Halle ankam, waren  bereits fast alle Besucher in der Halle. Alles völlig entspannt. Schnell fühlte man sich willkommen und wohl in dieser Location.

FAE4aGegen 20 Uhr wurde es dann dunkel und FAELDER starteten ihre Show. FAELDER an sich sagten mir bis zur Ankündigung der Tour erst einmal so gar nichts. Nachdem ich mich aber über die Band informiert hatte, war ich wirklich sehr gespannt. Hinter FAELDER verbergen sich Sebastian Lange und Florian Speckhardt von IN EXTREMO, Henning Verlage von UNHEILIG sowie die Solo-Künstler Kai Niemann und Adrian Kehlbacher. Kai Niemann als Sänger hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Seine Stimme geht durch Mark und Bein. Die Musik an sich ist eine gute Mischung aus Rock und Pop Noire. Ein sehr gelungener Opener für EISBRECHER, da sie musikalisch fantastisch zueinander passen. Das Publikum ging ebenfalls sofort mit der Band mit und so kam man sehr schnell in Stimmung. Der Auftritt war für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei, doch waren die meisten in der Besucher nun einmal wegen EISBRECHER da. Und so stieg die Spannung während der Umbaupause.

Eis2Das Warten hatte sich jedoch definitiv gelohnt! EISBRECHER sind live einfach nur der Hammer. Mit dem Fall des Bühnenvorhanges legte die Band auch gleich mit voller Wucht los und so ertönte das Intro `Ewiges Eis´. EISBRECHER nahmen uns fortan mit auf eine Reise quer durch ihre Bandgeschichte. Aus jedem Album war das Beste herausgepickt worden und so erklangen neben `Antikörper´, `Himmel Arsch und Zwirn´ auch `This is Deutsch´, `Amok´ und `Miststück´.

Eis1Letzteres ist ein Relikt aus Megaherz-Zeiten. Das Publikum sang jede Liedzeile ausnahmslos mit. Das Konzert in Hannover war das bestbesuchteste dieser doch sehr kurzen Tour. Diese Tour bestand aus nur vier Terminen. Die Stimmung heizte Frontmann Alexander Wesselsky mit diversen Showeinlagen recht gut an. So stimmte er beispielsweise zwischendurch die Biene Maja an und die ganze Halle sang lauthals den Refrain dazu. Bei `Himmel Arsch und Zwirn´ hat es Alex echt aus den Socken gehauen, denn das Publikum sang und sang und sang.

eis (1)Er meinte, dass dieses die neue EISBRECHER-Hymne werden könnte. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass nicht nach einer Zugabe seitens der Zuschauer geschrien wurde, sondern wiederum `Himmel Arsch und Zwirn´ aus dem Publikum erklang.  Auch hier war der Alex wieder sichtlich beeindruckt. Während der Zugabe stimmte die Band dann noch `Rock me Amadeus´ an. Eine solche Falco-Nummer steht Alex Wesselsky wirklich gut. Seine Stimme passt extrem gut zum Sound.

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Mit der „Ewiges Eis“ Tour gab es eine grandiose Zusammenfassung der letzten 15 Jahre EISBRECHER und wir können uns auf neues Material der Band freuen. Für mich war es ein wirklich schöner Konzertabend, mit großartigem Bühnenaufbau und toller Beleuchtung. Die Stimmung war außerordentlich gut und für Organsiation und Servicepersonal der Swiss Life Hall geht von mir der Daumen nach oben. Eine Location, die ich mit Sicherheit bei anderer Gelegenheit erneut aufsuchen werde und es war definitiv auch nicht mein letztes EISBRECHER-Konzert.  Auf die nächsten 15 Jahre!^

Berichtserstattung / PhotoCredits: ANDREA DA SILVA NOLASCO

SOUNDS OF CARNAGE TOUR

Posted by Etienne On Mai - 7 - 2019

2Die „Sounds Of Carnage“ – Tour fegt aktuell durchs Land und bringt einige Kracher mit sich. Daher war Metal-Impressions zum Tourauftakt in Mannheim für Euch vor Ort.

IMG_1629Bei meiner Ankunft gegen 18.15 Uhr hatte sich zu meinem Erstaunen bereits eine Traube von etwa fünfzig Leuten eingefunden, die ähnlich ratlos wie ich vor der Location standen und sich fragten, welche der drei Türen denn die richtige sei. Nach einem kurzen Gespräch mit der Security vor Ort wurden wir auf das große Tor verwiesen, welches zum „Club“ des MS Connexion Complex führt.

Etwas zu spät wurden die mittlerweile etwa hundert bis hundertfünfzig Wartenden dann auch um 19.15 Uhr hineingelassen und strömten vor die Bühne.

Trotz verspätetem Einlass ging die Show dafür umso pünktlicher bereits fünfzehn Minuten später mit der ersten Band des Abends los: HARBINGER. Aufgrund der fehlenden Begrüßung mit ihrem Bandnamen war es für viele zu Beginn ein Rätselraten, um welche Band es sich denn nun handelt, das machten die Jungs aus London aber mit ihrer Musik direkt wieder wett. Ganze sieben Songs performten sie während ihres rund dreißigminütigen Sets und brachten die Menge ordentlich in Stimmung. Selbstverständlich hatte die Deathcore/Melodeath-Formation dabei auch schon einige Songs ihrer neuen Scheibe mit im Gepäck, welche Mitte des Monats erscheint und am Merch sogar bereits jetzt erhältlich war.

Nach rund einer halben Stunde stürmte dann auch die zweite Band des Abends die Bühne: LEFT TO IMG_1630THE WOLVES. Die Deathcore-Truppe aus Kentucky performte während ihrer nur etwa zwanzigminütigen Spielzeit ganze 6 Songs, die die gute Stimmung nahtlos fortführten und das eine oder andere Pit in der kleinen Halle verursachten. Auch sie hatten immerhin einen neuen Song der bisher nicht öffentlich angekündigten neuen Scheibe dabei, welche Mitte des Jahres erscheinen soll. Im Gegensatz zu ihrem üblichen Deathcore enthielt dieser jedoch einen „Groove-Part“, welcher zwar zunächst für Verwirrung sorgte, aber die Stimmung dann richtig zum Kochen brachte. Den Schluss bildete der Song ,Paths of Broken Glass´, den der Sänger Daniel größtenteils im Pit verbrachte, um etwas mitmischen zu können.

Etwa zwanzig Minuten später ging es auch schon weiter mit unseren Landsmännern von MENTALIMG_1631 CRUELTY. Ebenfalls im Deathcore angesiedelt reihten sie sich problemlos in die Reihen der Vorgänger ein und drehten den Regler noch etwas auf. Den Einstieg bildete ,Inferis´, der Titeltrack des ebenfalls Mitte des Monats erscheinenden und Merch bereits erhältlichen Albums, sowie die erste Singleauskopplung hieraus ,Planet Of Misery´. Es folgten weitere vier Songs, bevor sie dem Pubikum mit ,Mundus Vult Decipi´ nochmal alles abverlangten, bevor sie die Bühne für die nächste Band freigaben.

IMG_1632Nach einer musikalisch wirklich ungewöhnlichen Pause voller TOTO-, SKRILLEX- und CHUCK MANGIONE-Songs, stürmten rund eine halbe Stunde später die oftmals als „Secret Headliner“ bezeichneten Jungs von NEKROGOBLIKON die Bühne. Ohne Setlist auf der Bühne sorgten ihre Diskussionen um die Songwahl für einige Lacher im Publikum, was aber ohnehin nicht von Belang war, da die Songs aufgrund des schlechten Abmischens leider nur schwerlich bis gar nicht erkennbar waren. Dessen ungeachtet flogen dennoch überall Haare, Menschen teilten sich das Pit mit dem Bandmaskottchen John Goblikon und man hatte einfach Spaß. Etwa fünfunddreißig Minuten powerte sich die Crowd so aus, sodass die Meisten in der nun folgenden Pause die Sitzbänke am Hallenrand in Anspruch nahmen, um wieder Kraft für den letzten Act des Abends zu tanken: RINGS OF SATURN.IMG_1633

Mit wenig Worten aber dafür umso mehr guter Musik gaben die Jungs alles, um dem Publikum auch den letzten verbleibenden Rest Energie abzuverlangen. Ganze zwölf Songs gaben sie zum Besten, die ihre gewohnte Paarung aus Technical-Death-Metal und Deathcore zeigten und so eine kleine aber feine Nuance im Genremix des Abends boten.

Hier die Setlist des Abends:

Inadequate/ Godless Times / Senseless Massacre / The Relic/ Seized And Devoured / Margidda/ Infused/ Immaculate Order/ Utopia/ Abducted/ Lalassu Xul/ Unsympathetic Intellect

Die Songs boten hierbei einen Überblick über die immerhin schon vier Alben der Band aus Dublin (Kalifornien!) und wurden wie zu erwarten durchweg positiv aufgenommen: Pits zu nahezu jedem Moment der Show, fliegende Haare und sogar ein, für eine so kleine Location eher ungewöhnlich anmutender, Crowdsurfer wo man auch hinsah. Die erste Reihe steckte gar so viel Energie in ihr Headbangen, dass sie nach und nach den Wellenbrecher in Richtung Bühne schoben, bis man gegen Ende stellenweise nur noch einige Zentimeter von ihr entfernt war. Den Schluss bildete ,Unsympathic Intellect´ von ihrem 2014 erschienen Album „Lugal Ki En“, mit dessen letzten Tönen im Ohr man sich völlig erledigt, aber zufrieden auf den Heimweg machte.


Alles in allem ein heftiger, aber gelungener Abend. Einziger Minuspunkt des Abends, für den die Band nicht einmal etwas konnte, waren leider die Soundprobleme bei Nekrogoblikon, welche ich wie viele andere als meinen persönlichen Favoriten des Abends erwartet hatte.

BRAINSTORM LIVE REVIEW

Posted by Uli On Mai - 7 - 2019

BS_MG-C_1500x1500BRAINSTORM, LYRA`S LEGACY, STORMAGE@Kultopia Hagen. Im Rahmen des zweiten Teiles ihrer „Midnight Ghost Tour 2019“, traten die schwäbischen Powermetaler von BRAINSTORM am Samstag im Hagener Kultopia auf. Mit im Programm hatten sie die beiden Supportbands STORMAGE aus Plettenberg, sowie LYRA`S LEGACY aus Bochum. Natürlich war Metal Impressions vor Ort, um mit Wort und Bild zu berichten.

Das Kultopia liegt in der Innenstadt von Hagen, aber einen Parkplatz zu ergattern, ist eine große Herausforderung und kostet ziemlich Nerven, aber mit Glück bekamen wir fast vor dem Kultopia einen der begehrten Parkplätze. Pünktlich um 19 Uhr öffneten sich die Türen und man konnte endlich ins Warme gehen, denn es war draußen arg kühl.

Viel war noch nicht los! Aber das sollte sich ändern! Im Gegensatz zum Herman Frank Konzert, wo sich leider nur ca. Vierzig zahlende Gäste einfanden, waren bereits im Vorverkauf über 250 Karten verkauft.

IMG_1556Um Punkt 20 Uhr war es dann schon gemütlich voll! Den Reigen eröffneten STORMAGE aus Plettenberg, die hier wirklich einen guten Job machten, um das Publikum für BRAINSTORM einzuheizen. Allen voran natürlich Sänger und Gitarrist Heiko Heseler, der mit lockeren Sprüchen das Publikum zum Schmunzeln brachte, es zu Mitgröhlspielchen animierte, doch allerdings war er heute gesanglich nicht so gut bei Stimme, denn er hatte kurz vorher eine Grippe auskurieren müssen.P5041482

Der Rest der Band, besonders noch zu erwähnen sei hier der Leadgitarrist Hugo Fromm, der hier einige erstklassige Gitarrensolos zum Besten gab. Natürlich muss hier die Rhythmussektion, bestehend aus Dirk Heggemann am Bass und Schlagzeuger Vasileios Gerogiou erwähnt werden, die hier mächtig Druck machten. Die Band bot hier wirklich eine sehr gute und solide Metalshow. Da bekommt man Lust die Band noch öfters live zu erleben.IMG_1573

Nach einer dreiviertel Stunde verlieĂź dann die Band die BĂĽhne und hinterlieĂź ein zufriedenes Publikum, welches die Band gut mit Applaus bedachte.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann mit den Powermetalern von LYRA´S LEGACY weiter. Ich hatte die Band letzten Jahres zum ersten Mal auf dem Steel Meets Steel Festival in Castrop Rauxel live gesehen und war dort nicht so überzeugt von der Band! Aber sollte es heute Abend besser werden?

IMG_1564Ja! Auf jeden Fall, denn sie wirkte heute homogener und auch der Sound ließ nichts zu wünschen übrig. Die Band begann mit dem Opener `Reign Of Greed`, welches vom „Prisoner“-Album stammt, das im letzten Jahr auf den Markt gekommen ist. Allen voran konnte Sänger Christian Cassacia mit seiner wirklich guten Stimme überzeugen, die sehr professionell rüberkam. Die Band wirkte sehr eingespielt und konnte mit seinen vertrackten Rhythmen, seichten Passagen, sowie den wabernden Keyboardteppichen überzeugen. Das konnte man auch an den Publikumsreaktionen merken, denn viele waren auch wegen LYRA`S LEGACY nach Hagen angereist. Auch war hier nach einer dreiviertel Stunde Spielzeit Ende und auch hier hinterließ die Band ein zufriedenes Publikum.

Die Stimmung wuchs nun merklich im Publikum, denn es wurde jetzt noch voller! Auch bei mir, denn ich hatte die Band zuletzt auf dem Rock Hard Festival im Jahre 2006 gesehen und hatte sie in der ganzen Zeit nicht mehr auf dem Schirm gehabt, konnte mich aber gut noch positiv an dieses Konzert erinnern.

IMG_1627Um 22.20 Uhr ertönte dann endlich das Intro der Band und nach kurzer Zeit erschienen die Musiker auf der Bühne und legten mit `Devils´s Eye´ vom letzten Longplayer „Midnight Ghost“, welches im September letzen Jahres veröffentlicht wurde, fulminant los. Hier konnte man von der ersten Sekunde an erkennen, bzw. hören, in was für einer Liga BRAINSTORM spielen.

Was die Band innerhalb der nächsten anderthalb Stunde oder war es sogar länger, gespielt haben, war die geballte Kraft des Powermetals. Natürlich war Hauptmerk der Band der sympathische Frontmann Andy B. Franck, der hier mit seiner Stimme und seinen Publikumsanimationen in erster Linie punkten konnte, aber auch wegen seines Aussehens für eine hohe Frauenquote im Publikum sorgte.IMG_1605


Die beiden Gitarristen Milan Lonaric und Torsten Ihlenfeld lieferten groĂźartige

Gitarrensoli ab, während Drummer Dieter Bernert und Bassist Antonio Ieva für das solide Fundament sorgten, wobei hier besonders der exzellente Basssound erwähnt werden muss. Die Setlist ließ keine Wünsche übrig, sowohl rares als auch neues Material wurde heute Abend zum Besten gegeben.

Aber auch das schönste Konzert geht einmal zu Ende! Um kurz vor Mitternacht verließ die Band nach einer Zugabe mit zwei Songs die Bühne und hinterließ ein zufriedenes und verschwitztes Publikum!


BRAINSTORM haben heute Abend alles weggefegt!!! Alle Daumen Hoch!!! Sehr gerne wieder! Veranstalter Frank Lau (STONERIFF) hat an diesem Abend alles richtig gemacht, die Bands nach Hagen einzuladen!!

Berichterstattung und PhotoCredits: Uli Bechstein

ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH – Hamburg Mehr!Theater

Posted by Metal Rollz On April - 25 - 2019

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Obwohl ich am Dienstag um 6:00 Uhr frĂĽh im Flieger sitzen musste, wollte ich mir DAS Konzertereignis an Ostern nicht entgehen lassen. ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH spielen eines von sechs Konzerten auf ihrer “SYMPHONIC TERROR Tour 2019″ am Ostermontag u.a. im Hamburger Mehr!Theater! Eine wĂĽrdige Venue fĂĽr das Projekt, das 2017 bereits in Wacken aufgefĂĽhrt wurde. “Metal vs. Orchester” – das hatte fĂĽr ACCEPT so gut funktioniert, dass in 2018 das Konzert aus Wacken auf CD gebrannt wurde. „Symphonic Terror – Live at Wacken 2017“ heiĂźt die sehr hörenswerte Veröffentlichung.

Nachdem ich meine Koffer gepackt und gut gessen hatte, habe ich mich bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zum Mehr!Theater gemacht. Der erste Anblick vor Ort war dann jedoch etwas irritierend. Ich hatte Schlangen vor dem Einlass erwartet. Stattdessen saßen die meisten Metalheads bei einem Bier in Liegenstühlen vor der Venue und warteten gelassen darauf, dass sich die Tore öffneten. Probe sitzen, wie ich vermute, denn etwas ungewöhnlich für eine Metalband wie ACCEPT, ist es schon, dass der komplette Zuschauerraum bestuhlt sein sollte an diesem Abend. Komisch, dass ich das jetzt eigentlich schreibe. Ich erlebe ja als Rollstuhlfahrer jedes Konzert im Sitzen. Gut, aber es ist halt für alle anderen eben nicht normal! Für uns Fotografen gab es durch die komplette Bestuhlung eine weitere Herausforderung. Es durfte nur von der Seite aus fotografiert werden. Es gab keinen sogenannten Pit (Bühnengraben) in dem wir ansonsten direkt vor der Bühne arbeiten können.

Ich bin sehr gespannt, da mir die „Symphonic Terror – Live at Wacken 2017“ Scheibe sehr gut gefällt. Zudem ist es mein erstes Konzert der Band ohne Urgestein Peter Baltes. Schon ein komisches Gefühl. Mit Martin Motnik konnte aber ein wirklich renommierter Ersatz für die Tour und darüber hinaus verpflichtet werden. Hier kann ich mal vorwegnehmen, dass er sich gut in die Band eingefügt hat. Vielleicht noch etwas zurückhaltend, aber das ist in dieser frühen Phase vielleicht auch normal. Als Musiker passt er auf jeden Fall perfekt!

ACC3aDas Konzert war anders aufgeteilt als das in Wacken seinerzeit – nicht in drei Teile. Hier begann es gleich mit dem Orchester, das links auf der BĂĽhne seinen Platz fand. Die Musiker waren wie Skelette geschminkt. THE ORCHESTRA OF DEATH eben! Ich war im Vorfeld sehr gespannt, wie sich die Akustik im Mehr!Theater macht. SchlieĂźlich haben wir hier in Hamburg mit unserer “Elphi” ja ein Aushängeschild, was Klang bzw. Akustik fĂĽr ein klassisches Orchester angeht. Und ich kann auch ein bisschen mitreden, weil ich bereits einige Konzerte in der Elbphilharmonie erleben durfte. Aber was soll ich sagen? Aus der Kombination zwischen Metalband und Orchester haben die Tontechniker einen wahrlich guten Sound kreiert. Unerwartet in der Umgebung, aber echt gut! Auch wenn am Anfang die Solo-Violine etwas leiser als die Gitarre Hoffmann´s war. Dies wurde aber schnell korrigiert.

Die Reise in die Klassik begann mit MUSSORGSKY „Night of Bald Mountain“. Wenn man Metalheads nach CHOPIN, BEETHOVEN, VIVALDI oder MOZART fragen wĂĽrde; ich bin mir sicher, kaum einer könnte die nun folgenden Songs den richtigen Komponisten zuordnen. Aber das zeichnet wiederum den Metalhead aus. Wenn die Mucke stimmt, wird gefeiert. Auch wenn es teilweise schwerere Kost war, als gewohnt. Die Arrangements von “Scherzo” von CHOPIN oder MOZARTS „40. Symphonie“ waren absolut genial. Und das lag unter anderen daran, dass ACCEPT die weltbekannte Violinistin Ava-Rebekah Rahmann als Solistin verpflichten konnte. Die Dame, die seit ihrem zehnten Lebensjahr auf der BĂĽhne steht, hat auch in dieser fĂĽr sie sicher ungewohnten Umgebung, groĂźartig abgeliefert. Die Kombination aus E-Gitarre und Violine brachte beide Welten toll zusammen, was gerade im Duett mit Wolf Hoffmann ĂĽberzeugen konnte. Anders als auf der CD fehlte heute der PROKOFIEV Klassiker “Romeo und Julia”. Nach dem etwa 20-minĂĽtigen Auftakt ging es mit dem Orchester und Songs aus dem Repertoire ACCEPT´s weiter.

Nun trat auch Mark Tornillo das erste Mal in Erscheinung. Der erste “echte” ACCEPT-Song war “Princess of the Dawn” und es wurde sofort mitgesungen. Es folgten drei weitere ACCEPT-Klassiker. Die Reihe endete mit “Breaker” und einem furiosem Gitarrenbattle. Dann gab es wieder einen längeren Teil mit klassischen StĂĽcken, der nach “Schwanensee” von TSCHAIKOWSKY durch “Shadow Soldiers” unterbrochen wurde. An dieser Stelle muss ich nun einen Kritikpunkt einfĂĽgen: Es gab nach meinem Empfinden an dieser Stelle wirklich zu lange Passagen, bei denen Gitarre und Violine soliert haben. Alles auf einem hohen musikalischem Niveau, aber es hat etwas auf die Stimmung gedrĂĽckt.

Das änderte sich dann bei “Metal Heart” wieder. Nach weiteren drei Songs war das Konzert etwas ĂĽberraschend mit “Fast as a Shark” zu Ende. Da eben so ĂĽberraschend, dauerte es auch ein wenig,  bis dann die Zugabe-Rufe einsetzten. Aber diese wurden erhört und es gab noch einmal drei Songs oben drauf. Bei “Balls to the Wall”, dem letzten Song des Abends, hielt es dann keinen mehr auf den Sitzen und endlich war die Stimmung da, die ich mir schon eher gewĂĽnscht hätte. Jetzt wurde heftigst gefeiert. Konzerte im Sitzen sind wohl doch nicht so Sache eines echten Metalheads. Naja – auĂźer bei denen, die sitzen mĂĽssen, so wie ich und trotzdem am Ende des Abends pitschenass sind.

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Kommen wir zu meinem persönlichen Fazit des Abends:

Die Show war schon ein Metal-Konzert, hatte aber einen gewaltig klassischen Anstrich. Nach meinem Geschmack mit etwas zu langen Passagen. Der Aufbau in Wacken hatte mir besser gefallen. Ich fand die Idee trotzdem gut und war  überrascht, dass nicht mehr als 600 Besucher den Weg ins Mehr!Theater gefunden haben. Diese Crossover-Show hätte deutlich mehr an Aufmerksamkeit verdient.

Noch ein Wort zum Mehr!Theater in Hamburg: Leider schlieĂźt das Mehr!Theater schon bald seine Tore. Es wird umgebaut, da im nächsten Jahr dort eine TheaterstĂĽck – dessen Name noch nicht genannt werden darf -  aufgefĂĽhrt wird. Sehr schade um diese wirklich schöne Venue. Mehr!Theater, Du wirst mir fehlen!

Achso und noch etwas – falls es jemanden interessiert: Ich habe nach nicht einmal drei Stunden Schlaf totmĂĽde den Flieger erreicht und bin derzeit in Sachen Metal im Mittelmeer unterwegs. Da jammere ich natĂĽrlich ĂĽberhaupt nicht, denn hier warten ebenfalls so geile Bands, wie z.B. DESTRUCTION, THUNDERMOTHER oder TRI STATE CORNER uvm. auf mich. Ich sage einstweilen AHOI und bis zum nächsten Mal !

ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH – SETLIST 22.04.2019 – Mehr!Theather Hamburg:

1. Die by the Sword – The Rise of Chaos – 2017
2. Restless and Wild – Restless and Wild – 1982
3. Koolaid – The Rise of Chaos – 2017
4. Pandemic – Blood Of the Nations – 2010
5. Final Journey – Blind Rage – 2014
Wolf Hoffmann solo with Czech National Symphony Orchestra
6. Night on Bald Mountain (Modest Mussorgsky Cover)
7. Scherzo (Fryderyk Chopin Cover)
8. Romeo and Juliet (Sergei Sergeyevich Prokofiev Cover)
9. Pathétique (Ludwig van Beethoven Cover)
10. Double Cello Concerto in G Minor (Antonio Vivaldi cover)
11. Symphony No. 40 in G Minor – K.550 (Wolfgang Amadeus Mozart cover)
12. Princess of the Dawn – Restless and Wild – 1982
13. Stalingrad – Stalingrad – 2012
14. Dark Side of My Heart – Blind Rage – 2014
15. Breaker- Breaker – 1981
16. Shadow Soldiers – Stalingrad – 2012
17. Dying Breed – Blind Rage – 2014
18. Fast as a Shark – Restless and Wild – 1982
19. Metal Heart- Metal Heart – 1985
20. Teutonic Terror – Blood Of the Nations – 2010
21. Balls to the Wall – Ball to the Wall -1983

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ



Tickets bei www.eventim.de

MARC JĂśRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERS

Nach 17 Jahren beehren DARE zu ihrem 30 jährigen Band-Jubiläum einmal wieder Hamburg! Die LaSy GbR – in Person von Oliver Lange und Carsten Syllwasschy – machte es möglich. Die beiden Hamburger haben in der Tat einen echt guten Riecher in punkto AOR-Musik und man ist gerne auf Konzerten, die von ihnen organisiert werden.

Heute, am 12. April 2019, sollte es ins Hamburger LOGO gehen. Als ich dort eintraf, warteten schon einige Fans frierend vor der TĂĽr. Hamburg zeigte sich frostig an diesem Abend. In der Location selbst war es dann aber herrlich warm. Das sollte sich im Laufe des Abends noch zu einem “heiĂź” steigern. Nicht umsonst bezeichnen Kenner diesen Rockschuppen als “die lauteste Sauna Hamburgs”. Das Jubiläum lockte ĂĽber 350 Fans in den proppevollen Club, sogar Gäste aus DĂĽsseldorf waren dort, nur um DARE einmal wieder live zu sehen, an die Elbe gekommen!

FERDY DORNBERG - MARC JĂśRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERSAls Vorgruppe kamen pĂĽnktlich MARC JĂśRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERS auf die BĂĽhne. Neben Marc JĂĽrs sind noch Marc Nickel (Gitarre), Torben Brand (Bass) und die Drummer-Legende Norbert `Panza´ Lehmann auf der BĂĽhne. Und aaah – wer war das da denn noch – direkt vor mir mit der Gitarre?  Das ist doch Ferdy Doernberg. Der Keyboarder von Axel Rudi Pell oder aber auch Rough Silk gehört eigentlich nicht zur Band, hat aber die aktuelle CD “Music For The Working Class” mit eingespielt und sich fĂĽr heute Abend Zeit genommen, um mit auf der BĂĽhne zu sein. Eine schöne Ăśberraschung! Eine dreiviertel Stunde lang gab es eine interessante Mischung aus Pop, Country und Rock zu hören, die dem Publikum im LOGO sichtlich gefiel.

Dare4Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann DARE mit ihren Frontmann Darren Wharton. Die Bühne machte einen sehr aufgeräumten, fast leeren Eindruck. Das lag aber in erster Linie am fehlenden Gitarren-AMP. Heute spielen viele Gitarristen direkt ins Pult. Ein beeindruckendes Marshall-Stack hat Vinny Burns ehrlich gesagt auch nicht nötig. Wer mit ASIA getourt hat und eines der Mitglieder von ULTRAVOX war, ist eh über jeden Zweifel erhaben, was Gitarrensound angeht. Aber zurück zu DARE im Logo. Auf uns wartete AOR vom Feinsten. Die Stimme des ehemaligen THIN LIZZY Keyboarder war einschmeichelnd und setzte sich im Logo sehr gut durch!

metal_rollz-7-DareDie Meute feierte von der ersten Sekunde an ihre alten Helden. Und ja, wir waren alle nicht mehr die Jüngsten an diesem Abend, aber gut gealtert! Eröffnet wurde das Konzert mit `Home´ vom 2016er Album „Sacred Ground“. Auch die nächsten fünf Songs stammten von diesem Album. Die Band überzeugt dabei nicht nur durch die tolle Leadstimme, auch die Gitarrensounds und der exzellente Chorgesang überzeugen nach 30 Jahren noch immer. Mit `Sea of Roses´ ging es dann ins Jahr 2004, das Veröffentlichungsjahr von „Beneath the Shining Water“. Von diesem Album stammte auch der nächste Song.

Dare2Wie schon so oft, so war auch bei DARE an diesem Abend, das Hamburger Publikum absolut textsicher. Das begeisterte Mr. Wharton sichtlich. Er ließ dies immer wieder durchblicken. Vom nächsten Song war ich dann persönlich beeindruckt. Es war die Cover-Version des THIN LIZZY Songs`Emerald´. Die Band hat eine großartige eigene Version gespielt. Ich bin ja generell kein Freund von Cover-Songs, aber diese hatte ihre absolute Berechtigung! Neugierig? Ihr findet den Song auf dem 2009er Album „Arc Of The Dawn“. Noch weiter zurück ging es dann mit den nächsten beiden Songs. Wir sind jetzt im Jahr 1991 angekommen. `Wings of Fire´ und `We don´t need a reason´ kommen aus dieser Zeit.

DAREDie letzten vier Songs sind dann der Sprung aus dem Jahr 1988 zurück zu 2018. Die Songs stammen vom Debüt-Album „Out Of The Silence“, das seinerzeit die Rockcharts stürmte. 2018 erschien „Out Of The Silence II“, eine neue  Auflage der 30 Jahre zuvor erschienenen Scheibe. Das Konzert endete mit `King of Spades´.  Natürlich wollte Niemand ohne eine Zugabe nach Hause gehen. Und das Publikum wurde natürlich auch nicht enttäuscht. DARE entließen ihre Hamburger Fans mit `Stormwind´ und `Return The Heart´ und in dem Wissen, dass ein nächstes Zusammentreffen nicht wieder so lange auf sich warten lässt, glücklich und zufrieden in die Nacht.

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ

Any Given Day Live Review

Posted by Etienne On April - 17 - 2019

AGDPassend zum dritten Album „Overpower“ der Gelsenkirchener Jungs von ANY GVIEN DAY, welches am 15.03.2019 in die Läden kam, zelebrieren sie das Release auf einigen intimen Clubshows mit ihren Fans. Wir vom METAL IMPRESSIONS MAGAZINE konnten sich das nicht entgehen lassen und war für Euch in Frankfurt vor Ort. Bei meiner Ankunft gegen 18.30 Uhr befand sich zu meiner Überraschung bereits eine beschauliche Menschentraube vor der doch recht kleinen Location: „Das Bett“ in Frankfurt. Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk wurde die Halle dann um 19.00 Uhr geöffnet und man ließ die wartende Meute herein, die direkt vor die Bühne stürmte.

Nach gerade einmal 25 Minuten begann dann auch schon das Intro der Münchener Truppe von TENSIDE aus den Lautsprechern zu dröhnen, bevor sie mit `This Is What We Die For´ die Bühne stürmten. Es folgten fünf weitere Songs, bevor sie nach knapp 35 Minuten und dem einen oder anderen Pit die Bühne mit ihrer 2018 erschienenen Single `Faith Over Fears´ verließen.

Etwas mehr als 15 Minuten später übernahmen dann die englischen Kollegen von HEART OF A COWARD die Bühne und lieferten mit ,Hollow´ direkt einen gelungenen Start. Es folgten sechs weitere Songs, inklusive der ersten Single unter ihrem neuen Sänger Kaan Tasan, welche 2018 veröffentlicht wurde, bevor sie mit `Dead Weight´ die aufgeheizte Meute etwas zur Ruhe kommen ließen.

Nach einer gut halbstĂĽndigen Erholungspause wurde es dann aber endlich Zeit fĂĽr den Headliner des Abends: ANY GIVEN DAY.
Passend zur Release-Tour wurde mit `Start Over´ natürlich direkt mit einem Song der neuen Scheibe eingestiegen, der den Beginn in die knapp eineinhalbstündige Reise durch die bisherigen drei Alben der Band markierte. Ganze 15 Songs lieferten sie hierbei ab, wovon immerhin knapp die Hälfte von „Overpower“ stammten und so einen sehr guten Eindruck der Platte ablieferten.

In altgewohnter Manier lieferte die fünfköpfige Truppe feinsten deutschen Metalcore ab, bei dem keiner der Anwesenden still halten konnte. Ein Pit folgte dem nächsten und trotz der relativ kleinen Location schafften es die Besucher zwei Walls of Death zu bilden. Insgesamt wurde die Crowd immer wieder für ihre Bereitschaft zum Mitmachen gelobt, sei es bei den Pits, dem schnellsten „Hinknien“ (zwecks anschließendem kollektiven Aufspringen) der bisherigen Tour oder für den immer wieder nach Ende der Songs angestimmten Chor, welcher die Songs fortsetzte.

Bei so viel Auspowern verging die Zeit wie im Fluge und so begannen die Jungs nach einer gefĂĽhlten halben Stunde bereits ihre Zugabe mit dem Klassiker `Home Is Where Your Heart Is´. Zum Schluss gab man noch einmal alles mit `Savior´, der ersten Singleauskopplung des „Overpower“-Albums, was einen runden und gelungenen Abschluss bildete und jeden im Saal das letzte bisschen Kraft abverlangte. Wie ĂĽblich erschienen die Jungs in kĂĽrzester Zeit zusammen mit den anderen Bands am Merchandise-Stand, um ein paar Fotos machen zu lassen, Autogramme zu verteilen oder ein bisschen zu quatschen, bevor sie ihre erschöpften und glĂĽcklichen Fans in die – im Vergleich zur Halle – viel zu kalte Nacht entlieĂźen.

Hier die Setlist des Abends:
Start Over/ Loveless/ Endurance/ Levels/ Taking Over Me/ In Deafening Silence/ Coward King/ Hold Back The Time/ Lonewolf/ Ignite The Light/ Never Say Die/ Arise/ Never Surrender/ Home Is Where Your Heart Is/ Savior

Alles in allem ein gelungener Abend, der sicher bei dem einen oder anderen für einige Genickschmerzen gesorgt hat. Auch die eher unbekannten HEART OF A COWARD haben beim Publikum einen sehr guten Eindruck und Lust auf mehr hinterlassen. Einziger Minuspunkt des Abends war Drummer Louis (vor Ort „das Lama“ getauft) der Band TENSIDE, der mir (ebenso wie anderen Personen in der ersten Reihe) ganze dreimal sein Wasser relativ direkt ins Gesicht spuckte, was doch irgendwann fast absichtlich wirkte. Daumen nach unten dafür !

The Raven Age LIVE REVIEW

Posted by Etienne On April - 17 - 2019

theravenagenov2018_638Das musikalisches Talent vererblich ist, stellt George Harris, Sohn von niemand geringerem als Steve Harris (IRON MAIDEN), mit seiner Band THE RAVEN AGE auf deren aktueller Tour unter Beweis. Deshalb war Metal-Impressions für Euch in Aschaffenburg vor Ort um Euch ein paar Eindrücke zu gewähren.

In Deutschland sind THE RAVEN AGE eigentlich schon alte Bekannte, da sie seit 2015 jedes Jahr mehrfach hier auftraten. Dabei supporteten sie unter anderem Bands wie ANTHRAX, TREMONTI und selbstverständlich IRON MAIDEN, um sich so ihren guten Ruf zu erspielen. Vor knapp einem Monat erschien endlich ihr zweites Album, welches das Erste mit dem neuen Sänger Matt James markierte und von Kritikern überall gefeiert wurde. Passend hierzu kehrten sie mit der gleichnamigen Conspiracy-Tour zurück und stellten auch Live ihr Können unter Beweis.

pv1Den Start machten die Wiener von PSYCHO VILLAGE, welche unter anderem die letzten Monate mit PUDDLE OF MUDD und NOTHING MORE einige Auftritte in Deutschland absolvierten und daher vielen ebenfalls schon ein Begriff sind. Ganze acht Songs performten sie hierbei, welche in altgewohnter Manier von den zwei Bildschirmen am Bühnenrand und zumeist mit den zugehörigen Musikvideos oder ähnliche Einspielungen untermauert wurden, um die Menge ordentlich anzuheizen. Nach knapp 45 Minuten und dem ersten, aber noch lange nicht letzten, Moshpit des Abends verließ die Band die Bühne um Platz für den Headliner zu machen: THE RAVEN AGE.

Nur eine Viertelstunde später ging es dann auch schon weiter und es startete eine E-Gitarren-Version des  “Game of Thrones”-Themes, welches nahezu nahtlos in das Conspiracy-Intro “Bloom Of The Poison Seed” ĂĽberleitete. Kurz darauf stĂĽrmte die fĂĽnfköpfige britische Truppe die BĂĽhne und legte sich mit der zweiten Singleauskopplung aus ihrem aktuellen Album “Betrayal Of The Mind” direkt mächtig ins Zeug.

ra4Nach einem so gelungenen Start voller fliegender Haare und Moshpits ging es weiter mit gut eineinhalb Stunden Reise durch beide Alben der Band. Dabei lag der Fokus natürlich eher auf dem neueren Werk der Band aus dem beachtliche 11 der 12 vorhandenen Songs ausgewählt wurden. Besonders auffallend war hierbei die pure Freude der Band darüber für diesen Abend auf der Bühne zu stehen, wie man sie nur bei wenigen Bands heutzutage sieht. Auch trotz eines Abstands des Publikums zur Bühne von rund eineinhalb Metern, welcher sich leider die ganze Show über nicht verlief, konnte man die Verbundenheit der Band zu ihren Fans fast mit Händen greifen. Sei es durch Jai Patel, der während der Show immer wieder die Fans von seinem Drumkit aus bespaßte oder Tony Maue, welcher mehrfach samt seiner Gitarre den Weg ins Pit fand, um dort mit den Fans mitzumoshen.

ra15Den Abschluss bildete ,Angel In Disgrace’, welches ursprĂĽnglich auf der ersten EP der Band zu finden war und später auch seinen Weg auf das DebĂĽtalbum fand. Somit gab es nochmal einen echten Klassiker der Band zum Abschluss, der alte und neue Fans gleichermaĂźen begeisterte. Auch lieĂź es sich die Band nicht nehmen nach dem gelungenen Abschluss in weniger als fĂĽnf Minuten an den Merch-Tisch zu stĂĽrmen und, ebenso wie PSYCHO VILLAGE, ihre Fans zu begrĂĽĂźen. Dort signierten sie einige Dinge oder hielten einen Plausch, bevor sich die Leute mit einem Lächeln auf den Lippen auf den Heimweg machten.

Für mich war es ein super Abend mit zwei großartigen Bands, von denen man in naher Zukunft bestimmt noch einiges mehr hören wird.

Hier die Setlist des Abends:

Bloom Of The Poison Seed/ Betrayal Of The Mind/ Promised Land/ Forgotten World/ Surrogate/ The Merciful One/ Salem’s Fate/Fleur The Lis/ The Day The World Stood Still/ The Face That Launched A Thousand Ships/ Tomb Of The Unknown Soldier/ Stigmata/ Grave Of The Fireflies/ Seventh Heaven/ Angel In Disgrace