Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

JAG PANZER EUROPEAN TOUR

Posted by P e t e r On Juni - 16 - 2019

JAG PANZER EUROPEAN TOUR 2019 Die Sonne lacht am Freitag, den 31. Mai 2019 , was nat├╝rlich die Auswahl der Klamotten um einiges erleichtert. Also Schrank auf und passendes T-Shirt aus selbigem gezogen und los gehts in Richtung Essen. Kurzer Stopp im Plattenladen meines Vertrauens, “Yeah Records”, ein wenig fachsimpeln und dann geht es auch schon mit einigen Vertrauten ab ins gegen├╝berliegende Turock.

DSC_0024Ich hatte ja nicht gedacht, dass sich so viel Publikum einfinden wird, aber der Laden ist schon ordentlich gef├╝llt, als die erste Band AMULET (UK) auf die B├╝hne geht. Ich f├╝hle mich, als h├Ątte man mich in eine Zeitmaschine gesteckt und das Jahr 1980 eingestellt. Sch├Âner NWOBHM Sound, den die jungen Burschen wirklich authentisch r├╝berbringen. Was noch fehlt, sind die wirklich gro├čen Melodien und ein paar ├ťberraschungen im Set. Ein paar neue Fans werden sie sich aber mit Sicherheit heute erspielt haben.

DSC_0057SEVEN SISTERS, die wie AMULET aus London (UK) stammen und auch der neuen NWOTHM (New Wave Of Traditional Heavy Metal) Stilrichtung angeh├Âren, setzen genau da an, wo AMULET vorher aufgeh├Ârt haben. Sch├Âner achtziger Metal mit leichtem siebziger Einschlag. Die Twingitarrenparts sitzen, die B├╝hnenpr├Ąsenz passt und den Zuschauern gef├Ąllts.

DSC_0232Jetzt wird es aber Zeit f├╝r den Headliner JAG PANZER! Es wird laut, sehr laut und┬áman merkt nahezu an allen Ecken, dass die Fans viel zu lange auf diesen Moment gewartet haben. Unter frenetischem Jubel setzt die Band mit “Far Beyond The Fear” ein, danach folgt mit “Chain Of Command” direkt einer meiner Highlightsongs (und das sind heute Abend viele). Harry “The Tyrant” Conklin h├Ąlt das Mikro in die Menge und die Fans geben richtig Gas. H├Âlle, was f├╝r eine Stimmung und das schon beim zweiten Song.

Die Band pr├Ąsentiert sich in bester Spiellaune. Harry singt wie ein junger Gott, das Gitarrenduo Marc Briody und der f├╝r Joe Tafolla eingesprungene Ken Ronarte zocken auf allerh├Âchstem Niveau. Das Turock gleicht einem Tollhaus, in dem sich beide Parteien zu H├Âchstleistung puschen. Bei der Band stellt sich ein Dauergrinsen ein und auch die erste Reihe ist nun fast heiser. Jetzt h├Ąlt auch mich nix mehr, also ab nach vorne, F├Ąuste in die H├Âhe gereckt und aus vollem Halse mitgegr├Âhlt. In der Setlist stehen heute aber auch wirklich nur absolute Kracher. Noch zwei Mal wird die Band zur├╝ck auf die B├╝hne geschrien und dann endet ein knapp neunzigmin├╝tiger Siegeszug einer US Metal Legende.

Mein Fazit: Zwei begabte und spielfreudige Vorbands und ein unfassbarer Auftritt von JAG PANZER. Was auch noch positiv anzumerken w├Ąre, ist die Tatsache, dass die komplette Band sich Zeit f├╝r ihre Fans genommen hat und das vor allem vor UND nach dem Gig. Hoffentlich m├╝ssen wir nicht wieder so lange auf JAG PANZER warten.



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Alice In Chains Tour

Posted by Etienne On Juni - 12 - 2019

AICDas erste Album in knapp f├╝nf Jahren muss nat├╝rlich geb├╝hrend gefeiert werden und so touren die Grunge-Legenden von ALICE IN CHAINS aktuell durch unsere Gefilde. Metal-Impressions hat sich das nat├╝rlich nicht entgehen lassen und war f├╝r euch in Esch/Alzette (LUX) vor Ort.

Viel muss man zu ihnen ja eigentlich nicht sagen, z├Ąhlen sie doch neben NIRVANA, SOUNDGARDEN und PEARL JAM zu den gr├Â├čten Vertretern ihres Genres. 1987 gegr├╝ndet, steigerte die Formation aus Seattle schnell ihren internationalen Bekanntheitsgrad, sodass sie bereits sieben Jahre sp├Ąter ihr erstes Nummer Eins Album “Jar of Flies” verzeichnen konnten. Kurz vor der Jahrtausendwende wurde es dann still um die Band, bevor deren S├Ąnger Layne Staley Anfang 2002 tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde. Ab 2004 gab man dann┬á wieder einige ausgew├Ąhlte Shows mit immer wechselnden Gastmusikern am Mikrofon, bis 2008 William DuVall als festes Mitglied der Band verpflichtet wurde. Es folgten zwei Alben und einige Touren, bis letztes Jahr endlich das lang erwartete dritte Album mit William als S├Ąnger erschien, welches weltweit gute Kritiken und hohe Chartplatzierungen erntete. Nachdem letztes Jahr schon eine kleine Tour mit gerade einmal zwei deutschen Shows stattfand, wird das neueste Werk “Rainier Fog” nun geb├╝hrend auf einer ausgedehnten Tour gefeiert.

P├╝nktlich wie immer lie├č man die wartenden Fans, die teilweise schon seit 11 Uhr am Morgen warteten, in die Rockhal im beschaulichen Esch/Alzette str├Âmen. Sogar f├╝nf Minuten vor dem angek├╝ndigten Showbeginn st├╝rmte dann auch schon die Vorband die B├╝hne: BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB. In rund drei├čig Minuten performte die 1998 in San Francisco gegr├╝ndete Band ganze sieben Songs voller Rock, der keinen in der Halle ruhig stehen lie├č. Die wechselnde S├Ąngerrolle der beiden Gitarristen, sowie die Mundharmonikaeinlagen des Frontmannes Peter Hayes boten dabei f├╝r jeden etwas und belebten das Gef├╝hl von echtem Rock wieder.

Wieder voll im Zeitplan angekommen, betraten dann um 21.00 Uhr endlich ALICE IN CHAINS die B├╝hne, begleitet von einer grandiosen Lichtshow, die dem B├╝hnenbild des letzten Jahres problemlos noch einmal eine Schippe oben drauf packte. In fast zwei Stunden performten sie 21 Songs aus allen Alben der Bandgeschichte und zogen hierbei Jung und Alt in ihren Bann. In altgewohnter Manier sang William sowohl seine Eigenen, als auch die f├╝r Layne geschriebenen Songs m├╝helos und Gitarrist Jerry lie├č bei seinen Soli einige M├╝nder offen stehen. Bassist Mike und Drummer Sean hingegen lie├čen keine Gelegenheit aus, um den einen oder anderen Scherz mit dem Publikum zu machen. Insgesamt merkte man der Band an, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind und Sean lie├č sich vor der Zugabe sogar zu einer, f├╝r ihn eher ungew├Âhnlichen, kurzen Ansprache, hinrei├čen. Abgerundet durch die minuti├Âs getimte Lichtshow und die Fans aus aller Herren L├Ąnder, die sich zum Teil schon von fr├╝heren Shows kannten, zauberten sie allen Anwesenden ein L├Ącheln aufs Gesicht, welches definitiv Freude auf mehr macht.

Hier die Setlist des Abends:

Bleed The Freak/ Check My Brain/ Again/ Never Fade/ Them Bones/ Dam That River/ Hollow/ Your Decision/ Rainier Fog/ Down In A Hole/ No Excuses/ Stone/ Red Giant/ Grind/ Nutshell/ Angry Chair/ Man In The Box/ The One You Know/ Got Me Wrong/ Would?/ Rooster

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The first album in almost five years has to be celebrated properly, and so the grunge legends of ALICE IN CHAINS are currently touring through our realms. Of course, Metal-Impressions could not miss out and went to their show in Esch / Alzette (LUX) for you.

One does not have to say much about them usually, because they are among the biggest representatives of their genre, right next to NIRVANA, SOUNDGARDEN and PEARL JAM Founded in 1987, the formation from Seattle quickly increased its international reputation, so they achieved their first number one album “Jar of Flies” within seven years only. Shortly before the turn of the millennium, it became quiet around the band, before singer Layne Staley was found dead in his apartment in early 2002. From 2004 onwards, some selected shows with ever-changing guest musicians replacing the singer were performed again, until William DuVall became a permanent member of the band in 2008. In the following years they released two albums and did a few tours, until they finally released the long-awaited third album with William as a singer last year, which earned good reviews and high chart rankings worldwide. After a small tour with just two German shows back then, the latest work “Rainier Fog” is now due to be celebrated on an extended tour.

Just in time, as always, the waiting fans, some of whom had been waiting since 11 o’clock in the morning, were allowed to stream into the Rockhal in Esch / Alzette. Even five minutes before the announced start of the show, the opening act entered the stage: BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB. In about thirty minutes the band founded in 1998 in San Francisco performed seven songs full of rock, which did not leave anyone standing still in the entire hall. The changing vocal role of the two guitarists, as well as the harmonica performance of frontman Peter Hayes offered something for everyone and revived the feeling of real rock again.

Back on schedule, at 9:00 pm, ALICE IN CHAINS finally entered the stage, accompanied by a terrific light show, which made sure to outshine the stage set of last year by far. In almost two hours, they performed twenty one songs from all over the band’s history, captivating both young and old fans equally. In the usual manner, William sang both, his own and the songs written for Layne, smoothly and guitarist Jerry left some mouths open on his solos. Bassist Mike and drummer Sean, however, did not miss any opportunity to do some jokes with the audience. All in all, one could see that the band did the show with passion and Sean even held an, rather unusual, short speech to the audience right before the encore. Rounded off by the meticulously timed light show and the fans from all over the world, some of whom already knew each other from previous shows, they conjured a smile on everyone’s face, which definitely left the audience wanting more.

Here is the setlist of the show:

Bleed The Freak/ Check My Brain/ Again/ Never Fade/ Them Bones/ Dam That River/ Hollow/ Your Decision/ Rainier Fog/ Down In A Hole/ No Excuses/ Stone/ Red Giant/ Grind/ Nutshell/ Angry Chair/ Man In The Box/ The One You Know/ Got Me Wrong/ Would?/ Rooster

Eisbrecher – Kleine Tour auf ewigem Eis

Posted by Andrea On Mai - 10 - 2019

Faelder3 (1)Am 04.05.2019 f├╝hrte mich mein Weg von Hamburg diesmal nach Hannover. Die Swiss Life Hall sollte f├╝r diesen Abend mein Ziel sein. Da ich dort bisher noch nicht war, hie├č es ein wenig mehr Zeit einplanen, um rechtzeitig vor Ort zu sein. Verpassen wollte man ja schlie├člich nichts. Zuerst nun aber zur Organisation vor Ort: ┬áAls ich an der Swiss Life Hall vorbei fuhr, war es bereits 19.30 und die Menschen standen in einer langen Schlange an, bei der ich nicht gedacht h├Ątte, dass der Einlass p├╝nktlich von statten geht. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Also schnell Auto abstellen und mental auf eine lange Wartezeit einstellen. Als ich aber an der Halle ankam, waren ┬ábereits fast alle Besucher in der Halle. Alles v├Âllig entspannt. Schnell f├╝hlte man sich willkommen und wohl in dieser Location.

FAE4aGegen 20 Uhr wurde es dann dunkel und FAELDER starteten ihre Show. FAELDER an sich sagten mir bis zur Ank├╝ndigung der Tour erst einmal so gar nichts. Nachdem ich mich aber ├╝ber die Band informiert hatte, war ich wirklich sehr gespannt. Hinter FAELDER verbergen sich Sebastian Lange und Florian Speckhardt von IN EXTREMO, Henning Verlage von UNHEILIG sowie die Solo-K├╝nstler Kai Niemann und Adrian Kehlbacher. Kai Niemann als S├Ąnger hat mich auf ganzer Linie ├╝berzeugt. Seine Stimme geht durch Mark und Bein. Die Musik an sich ist eine gute Mischung aus Rock und Pop Noire. Ein sehr gelungener Opener f├╝r EISBRECHER, da sie musikalisch fantastisch zueinander passen. Das Publikum ging ebenfalls sofort mit der Band mit und so kam man sehr schnell in Stimmung. Der Auftritt war f├╝r meinen Geschmack viel zu schnell vorbei, doch waren die meisten in der Besucher nun einmal wegen EISBRECHER da. Und so stieg die Spannung w├Ąhrend der Umbaupause.

Eis2Das Warten hatte sich jedoch definitiv gelohnt! EISBRECHER sind live einfach nur der Hammer. Mit dem Fall des B├╝hnenvorhanges legte die Band auch gleich mit voller Wucht los und so ert├Ânte das Intro `Ewiges Eis┬┤. EISBRECHER nahmen uns fortan mit auf eine Reise quer durch ihre Bandgeschichte. Aus jedem Album war das Beste herausgepickt worden und so erklangen neben `Antik├Ârper┬┤, `Himmel Arsch und Zwirn┬┤ auch `This is Deutsch┬┤, `Amok┬┤ und `Mistst├╝ck┬┤.

Eis1Letzteres ist ein Relikt aus Megaherz-Zeiten. Das Publikum sang jede Liedzeile ausnahmslos mit. Das Konzert in Hannover war das bestbesuchteste dieser doch sehr kurzen Tour. Diese Tour bestand aus nur vier Terminen. Die Stimmung heizte Frontmann Alexander Wesselsky mit diversen Showeinlagen recht gut an. So stimmte er beispielsweise zwischendurch die Biene Maja an und die ganze Halle sang lauthals den Refrain dazu. Bei `Himmel Arsch und Zwirn┬┤ hat es Alex echt aus den Socken gehauen, denn das Publikum sang und sang und sang.

eis (1)Er meinte, dass dieses die neue EISBRECHER-Hymne werden k├Ânnte. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass nicht nach einer Zugabe seitens der Zuschauer geschrien wurde, sondern wiederum `Himmel Arsch und Zwirn┬┤ aus dem Publikum erklang. ┬áAuch hier war der Alex wieder sichtlich beeindruckt. W├Ąhrend der Zugabe stimmte die Band dann noch `Rock me Amadeus┬┤ an. Eine solche Falco-Nummer steht Alex Wesselsky wirklich gut. Seine Stimme passt extrem gut zum Sound.

Eis4a

Mit der ÔÇ×Ewiges EisÔÇť Tour gab es eine grandiose Zusammenfassung der letzten 15 Jahre EISBRECHER und wir k├Ânnen uns auf neues Material der Band freuen. F├╝r mich war es ein wirklich sch├Âner Konzertabend, mit gro├čartigem B├╝hnenaufbau und toller Beleuchtung. Die Stimmung war au├čerordentlich gut und f├╝r Organsiation und Servicepersonal der Swiss Life Hall geht von mir der Daumen nach oben. Eine Location, die ich mit Sicherheit bei anderer Gelegenheit erneut aufsuchen werde und es war definitiv auch nicht mein letztes EISBRECHER-Konzert. ┬áAuf die n├Ąchsten 15 Jahre!^

Berichtserstattung / PhotoCredits: ANDREA DA SILVA NOLASCO

SOUNDS OF CARNAGE TOUR

Posted by Etienne On Mai - 7 - 2019

2Die ÔÇ×Sounds Of CarnageÔÇť ÔÇô Tour fegt aktuell durchs Land und bringt einige Kracher mit sich. Daher war Metal-Impressions zum Tourauftakt in Mannheim f├╝r Euch vor Ort.

IMG_1629Bei meiner Ankunft gegen 18.15 Uhr hatte sich zu meinem Erstaunen bereits eine Traube von etwa f├╝nfzig Leuten eingefunden, die ├Ąhnlich ratlos wie ich vor der Location standen und sich fragten, welche der drei T├╝ren denn die richtige sei. Nach einem kurzen Gespr├Ąch mit der Security vor Ort wurden wir auf das gro├če Tor verwiesen, welches zum ÔÇ×ClubÔÇť des MS Connexion Complex f├╝hrt.

Etwas zu sp├Ąt wurden die mittlerweile etwa hundert bis hundertf├╝nfzig Wartenden dann auch um 19.15 Uhr hineingelassen und str├Âmten vor die B├╝hne.

Trotz versp├Ątetem Einlass ging die Show daf├╝r umso p├╝nktlicher bereits f├╝nfzehn Minuten sp├Ąter mit der ersten Band des Abends los: HARBINGER. Aufgrund der fehlenden Begr├╝├čung mit ihrem Bandnamen war es f├╝r viele zu Beginn ein R├Ątselraten, um welche Band es sich denn nun handelt, das machten die Jungs aus London aber mit ihrer Musik direkt wieder wett. Ganze sieben Songs performten sie w├Ąhrend ihres rund drei├čigmin├╝tigen Sets und brachten die Menge ordentlich in Stimmung. Selbstverst├Ąndlich hatte die Deathcore/Melodeath-Formation dabei auch schon einige Songs ihrer neuen Scheibe mit im Gep├Ąck, welche Mitte des Monats erscheint und am Merch sogar bereits jetzt erh├Ąltlich war.

Nach rund einer halben Stunde st├╝rmte dann auch die zweite Band des Abends die B├╝hne: LEFT TO┬áIMG_1630THE WOLVES. Die Deathcore-Truppe aus Kentucky performte w├Ąhrend ihrer nur etwa zwanzigmin├╝tigen Spielzeit ganze 6 Songs, die die gute Stimmung nahtlos fortf├╝hrten und das eine oder andere Pit in der kleinen Halle verursachten. Auch sie hatten immerhin einen neuen Song der bisher nicht ├Âffentlich angek├╝ndigten neuen Scheibe dabei, welche Mitte des Jahres erscheinen soll. Im Gegensatz zu ihrem ├╝blichen Deathcore enthielt dieser jedoch einen ÔÇ×Groove-PartÔÇť, welcher zwar zun├Ąchst f├╝r Verwirrung sorgte, aber die Stimmung dann richtig zum Kochen brachte. Den Schluss bildete der Song ,Paths of Broken Glass┬┤, den der S├Ąnger Daniel gr├Â├čtenteils im Pit verbrachte, um etwas mitmischen zu k├Ânnen.

Etwa zwanzig Minuten sp├Ąter ging es auch schon weiter mit unseren Landsm├Ąnnern von MENTALIMG_1631 CRUELTY. Ebenfalls im Deathcore angesiedelt reihten sie sich problemlos in die Reihen der Vorg├Ąnger ein und drehten den Regler noch etwas auf. Den Einstieg bildete ,Inferis┬┤, der Titeltrack des ebenfalls Mitte des Monats erscheinenden und Merch bereits erh├Ąltlichen Albums, sowie die erste Singleauskopplung hieraus ,Planet Of Misery┬┤. Es folgten weitere vier Songs, bevor sie dem Pubikum mit ,Mundus Vult Decipi┬┤ nochmal alles abverlangten, bevor sie die B├╝hne f├╝r die n├Ąchste Band freigaben.

IMG_1632Nach einer musikalisch wirklich ungew├Âhnlichen Pause voller TOTO-, SKRILLEX- und CHUCK MANGIONE-Songs, st├╝rmten rund eine halbe Stunde sp├Ąter die oftmals als ÔÇ×Secret HeadlinerÔÇť bezeichneten Jungs von NEKROGOBLIKON die B├╝hne. Ohne Setlist auf der B├╝hne sorgten ihre Diskussionen um die Songwahl f├╝r einige Lacher im Publikum, was aber ohnehin nicht von Belang war, da die Songs aufgrund des schlechten Abmischens leider nur schwerlich bis gar nicht erkennbar waren. Dessen ungeachtet flogen dennoch ├╝berall Haare, Menschen teilten sich das Pit mit dem Bandmaskottchen John Goblikon und man hatte einfach Spa├č. Etwa f├╝nfunddrei├čig Minuten powerte sich die Crowd so aus, sodass die Meisten in der nun folgenden Pause die Sitzb├Ąnke am Hallenrand in Anspruch nahmen, um wieder Kraft f├╝r den letzten Act des Abends zu tanken: RINGS OF SATURN.IMG_1633

Mit wenig Worten aber daf├╝r umso mehr guter Musik gaben die Jungs alles, um dem Publikum auch den letzten verbleibenden Rest Energie abzuverlangen. Ganze zw├Âlf Songs gaben sie zum Besten, die ihre gewohnte Paarung aus Technical-Death-Metal und Deathcore zeigten und so eine kleine aber feine Nuance im Genremix des Abends boten.

Hier die Setlist des Abends:

Inadequate/ Godless Times / Senseless Massacre / The Relic/ Seized And Devoured / Margidda/ Infused/ Immaculate Order/ Utopia/ Abducted/ Lalassu Xul/ Unsympathetic Intellect

Die Songs boten hierbei einen ├ťberblick ├╝ber die immerhin schon vier Alben der Band aus Dublin (Kalifornien!) und wurden wie zu erwarten durchweg positiv aufgenommen: Pits zu nahezu jedem Moment der Show, fliegende Haare und sogar ein, f├╝r eine so kleine Location eher ungew├Âhnlich anmutender, Crowdsurfer wo man auch hinsah. Die erste Reihe steckte gar so viel Energie in ihr Headbangen, dass sie nach und nach den Wellenbrecher in Richtung B├╝hne schoben, bis man gegen Ende stellenweise nur noch einige Zentimeter von ihr entfernt war. Den Schluss bildete ,Unsympathic Intellect┬┤ von ihrem 2014 erschienen Album ÔÇ×Lugal Ki EnÔÇť, mit dessen letzten T├Ânen im Ohr man sich v├Âllig erledigt, aber zufrieden auf den Heimweg machte.


Alles in allem ein heftiger, aber gelungener Abend. Einziger Minuspunkt des Abends, f├╝r den die Band nicht einmal etwas konnte, waren leider die Soundprobleme bei Nekrogoblikon, welche ich wie viele andere als meinen pers├Ânlichen Favoriten des Abends erwartet hatte.

BRAINSTORM LIVE REVIEW

Posted by Uli On Mai - 7 - 2019

BS_MG-C_1500x1500BRAINSTORM, LYRA`S LEGACY, STORMAGE@Kultopia Hagen. Im Rahmen des zweiten Teiles ihrer ÔÇ×Midnight Ghost Tour 2019ÔÇť, traten die schw├Ąbischen Powermetaler von BRAINSTORM am Samstag im Hagener Kultopia auf. Mit im Programm hatten sie die beiden Supportbands STORMAGE aus Plettenberg, sowie LYRA`S LEGACY aus Bochum. Nat├╝rlich war Metal Impressions vor Ort, um mit Wort und Bild zu berichten.

Das Kultopia liegt in der Innenstadt von Hagen, aber einen Parkplatz zu ergattern, ist eine gro├če Herausforderung und kostet ziemlich Nerven, aber mit Gl├╝ck bekamen wir fast vor dem Kultopia einen der begehrten Parkpl├Ątze. P├╝nktlich um 19 Uhr ├Âffneten sich die T├╝ren und man konnte endlich ins Warme gehen, denn es war drau├čen arg k├╝hl.

Viel war noch nicht los! Aber das sollte sich ├Ąndern! Im Gegensatz zum Herman Frank Konzert, wo sich leider nur ca. Vierzig zahlende G├Ąste einfanden, waren bereits im Vorverkauf ├╝ber 250 Karten verkauft.

IMG_1556Um Punkt 20 Uhr war es dann schon gem├╝tlich voll! Den Reigen er├Âffneten STORMAGE aus Plettenberg, die hier wirklich einen guten Job machten, um das Publikum f├╝r BRAINSTORM einzuheizen. Allen voran nat├╝rlich S├Ąnger und Gitarrist Heiko Heseler, der mit lockeren Spr├╝chen das Publikum zum Schmunzeln brachte, es zu Mitgr├Âhlspielchen animierte, doch allerdings war er heute gesanglich nicht so gut bei Stimme, denn er hatte kurz vorher eine Grippe auskurieren m├╝ssen.P5041482

Der Rest der Band, besonders noch zu erw├Ąhnen sei hier der Leadgitarrist Hugo Fromm, der hier einige erstklassige Gitarrensolos zum Besten gab. Nat├╝rlich muss hier die Rhythmussektion, bestehend aus Dirk Heggemann am Bass und Schlagzeuger Vasileios Gerogiou erw├Ąhnt werden, die hier m├Ąchtig Druck machten. Die Band bot hier wirklich eine sehr gute und solide Metalshow. Da bekommt man Lust die Band noch ├Âfters live zu erleben.IMG_1573

Nach einer dreiviertel Stunde verlie├č dann die Band die B├╝hne und hinterlie├č ein zufriedenes Publikum, welches die Band gut mit Applaus bedachte.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann mit den Powermetalern von LYRA┬┤S LEGACY weiter. Ich hatte die Band letzten Jahres zum ersten Mal auf dem Steel Meets Steel Festival in Castrop Rauxel live gesehen und war dort nicht so ├╝berzeugt von der Band! Aber sollte es heute Abend besser werden?

IMG_1564Ja! Auf jeden Fall, denn sie wirkte heute homogener und auch der Sound lie├č nichts zu w├╝nschen ├╝brig. Die Band begann mit dem Opener `Reign Of Greed`, welches vom ÔÇ×PrisonerÔÇť-Album stammt, das im letzten Jahr auf den Markt gekommen ist. Allen voran konnte S├Ąnger Christian Cassacia mit seiner wirklich guten Stimme ├╝berzeugen, die sehr professionell r├╝berkam. Die Band wirkte sehr eingespielt und konnte mit seinen vertrackten Rhythmen, seichten Passagen, sowie den wabernden Keyboardteppichen ├╝berzeugen. Das konnte man auch an den Publikumsreaktionen merken, denn viele waren auch wegen LYRA`S LEGACY nach Hagen angereist. Auch war hier nach einer dreiviertel Stunde Spielzeit Ende und auch hier hinterlie├č die Band ein zufriedenes Publikum.

Die Stimmung wuchs nun merklich im Publikum, denn es wurde jetzt noch voller! Auch bei mir, denn ich hatte die Band zuletzt auf dem Rock Hard Festival im Jahre 2006 gesehen und hatte sie in der ganzen Zeit nicht mehr auf dem Schirm gehabt, konnte mich aber gut noch positiv an dieses Konzert erinnern.

IMG_1627Um 22.20 Uhr ert├Ânte dann endlich das Intro der Band und nach kurzer Zeit erschienen die Musiker auf der B├╝hne und legten mit `Devils┬┤s Eye┬┤ vom letzten Longplayer ÔÇ×Midnight GhostÔÇť, welches im September letzen Jahres ver├Âffentlicht wurde, fulminant los. Hier konnte man von der ersten Sekunde an erkennen, bzw. h├Âren, in was f├╝r einer Liga BRAINSTORM spielen.

Was die Band innerhalb der n├Ąchsten anderthalb Stunde oder war es sogar l├Ąnger, gespielt haben, war die geballte Kraft des Powermetals. Nat├╝rlich war Hauptmerk der Band der sympathische Frontmann Andy B. Franck, der hier mit seiner Stimme und seinen Publikumsanimationen in erster Linie punkten konnte, aber auch wegen seines Aussehens f├╝r eine hohe Frauenquote im Publikum sorgte.IMG_1605


Die beiden Gitarristen Milan Lonaric und Torsten Ihlenfeld lieferten gro├čartige

Gitarrensoli ab, w├Ąhrend Drummer Dieter Bernert und Bassist Antonio Ieva f├╝r das solide Fundament sorgten, wobei hier besonders der exzellente Basssound erw├Ąhnt werden muss. Die Setlist lie├č keine W├╝nsche ├╝brig, sowohl rares als auch neues Material wurde heute Abend zum Besten gegeben.

Aber auch das sch├Ânste Konzert geht einmal zu Ende! Um kurz vor Mitternacht verlie├č die Band nach einer Zugabe mit zwei Songs die B├╝hne und hinterlie├č ein zufriedenes und verschwitztes Publikum!


BRAINSTORM haben heute Abend alles weggefegt!!! Alle Daumen Hoch!!! Sehr gerne wieder! Veranstalter Frank Lau (STONERIFF) hat an diesem Abend alles richtig gemacht, die Bands nach Hagen einzuladen!!

Berichterstattung und PhotoCredits: Uli Bechstein

ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH – Hamburg Mehr!Theater

Posted by Metal Rollz On April - 25 - 2019

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Obwohl ich am Dienstag um 6:00 Uhr fr├╝h im Flieger sitzen musste, wollte ich mir DAS Konzertereignis an Ostern nicht entgehen lassen. ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH spielen eines von sechs Konzerten auf ihrer “SYMPHONIC TERROR Tour 2019″ am Ostermontag u.a. im Hamburger Mehr!Theater! Eine w├╝rdige Venue f├╝r das Projekt, das 2017 bereits in Wacken aufgef├╝hrt wurde. “Metal vs. Orchester” – das hatte f├╝r ACCEPT so gut funktioniert, dass in 2018 das Konzert aus Wacken auf CD gebrannt wurde. ÔÇ×Symphonic Terror ÔÇô Live at Wacken 2017ÔÇť hei├čt die sehr h├Ârenswerte Ver├Âffentlichung.

Nachdem ich meine Koffer gepackt und gut gessen hatte, habe ich mich bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zum Mehr!Theater gemacht. Der erste Anblick vor Ort war dann jedoch etwas irritierend. Ich hatte Schlangen vor dem Einlass erwartet. Stattdessen sa├čen die meisten Metalheads bei einem Bier in Liegenst├╝hlen vor der Venue und warteten gelassen darauf, dass sich die Tore ├Âffneten. Probe sitzen, wie ich vermute, denn etwas ungew├Âhnlich f├╝r eine Metalband wie ACCEPT, ist es schon, dass der komplette Zuschauerraum bestuhlt sein sollte an diesem Abend. Komisch, dass ich das jetzt eigentlich schreibe. Ich erlebe ja als Rollstuhlfahrer jedes Konzert im Sitzen. Gut, aber es ist halt f├╝r alle anderen eben nicht normal! F├╝r uns Fotografen gab es durch die komplette Bestuhlung eine weitere Herausforderung. Es durfte nur von der Seite aus fotografiert werden. Es gab keinen sogenannten Pit (B├╝hnengraben) in dem wir ansonsten direkt vor der B├╝hne arbeiten k├Ânnen.

Ich bin sehr gespannt, da mir die ÔÇ×Symphonic Terror ÔÇô Live at Wacken 2017ÔÇť Scheibe sehr gut gef├Ąllt. Zudem ist es mein erstes Konzert der Band ohne Urgestein Peter Baltes. Schon ein komisches Gef├╝hl. Mit Martin Motnik konnte aber ein wirklich renommierter Ersatz f├╝r die Tour und dar├╝ber hinaus verpflichtet werden. Hier kann ich mal vorwegnehmen, dass er sich gut in die Band eingef├╝gt hat. Vielleicht noch etwas zur├╝ckhaltend, aber das ist in dieser fr├╝hen Phase vielleicht auch normal. Als Musiker passt er auf jeden Fall perfekt!

ACC3aDas Konzert war anders aufgeteilt als das in Wacken seinerzeit – nicht in drei Teile. Hier begann es┬ágleich mit dem Orchester, das links auf der B├╝hne seinen Platz fand. Die Musiker waren wie Skelette geschminkt. THE ORCHESTRA OF DEATH eben! Ich war im Vorfeld sehr gespannt, wie sich die Akustik im Mehr!Theater macht. Schlie├člich haben wir hier in Hamburg mit unserer “Elphi” ja ein Aush├Ąngeschild, was Klang bzw. Akustik f├╝r ein klassisches Orchester angeht. Und ich kann auch ein bisschen mitreden, weil ich bereits einige Konzerte in der Elbphilharmonie erleben durfte. Aber was soll ich sagen? Aus der Kombination zwischen Metalband und Orchester haben die Tontechniker einen wahrlich guten Sound kreiert. Unerwartet in der Umgebung, aber echt gut! Auch wenn am Anfang die Solo-Violine etwas leiser als die Gitarre Hoffmann┬┤s war. Dies wurde aber schnell korrigiert.

Die Reise in die Klassik begann mit MUSSORGSKY ÔÇ×Night of Bald MountainÔÇť. Wenn man Metalheads nach CHOPIN, BEETHOVEN, VIVALDI oder MOZART fragen w├╝rde; ich bin mir sicher, kaum einer k├Ânnte die nun folgenden Songs den richtigen Komponisten zuordnen. Aber das zeichnet wiederum den Metalhead aus. Wenn die Mucke stimmt, wird gefeiert. Auch wenn es teilweise schwerere Kost war, als gewohnt. Die Arrangements von “Scherzo” von CHOPIN oder MOZARTS ÔÇ×40. SymphonieÔÇť waren absolut genial. Und das lag unter anderen daran, dass ACCEPT die weltbekannte Violinistin Ava-Rebekah Rahmann als Solistin verpflichten konnte. Die Dame, die seit ihrem zehnten Lebensjahr auf der B├╝hne steht, hat auch in dieser f├╝r sie sicher ungewohnten Umgebung, gro├čartig abgeliefert. Die Kombination aus E-Gitarre und Violine brachte beide Welten toll zusammen, was gerade im Duett mit Wolf Hoffmann ├╝berzeugen konnte. Anders als auf der CD fehlte heute der PROKOFIEV Klassiker “Romeo und Julia”. Nach dem etwa 20-min├╝tigen Auftakt ging es mit dem Orchester und Songs aus dem Repertoire ACCEPT┬┤s weiter.

Nun trat auch Mark Tornillo das erste Mal in Erscheinung. Der erste “echte” ACCEPT-Song war “Princess of the Dawn” und es wurde sofort mitgesungen. Es folgten drei weitere ACCEPT-Klassiker. Die Reihe endete mit “Breaker” und einem furiosem Gitarrenbattle. Dann gab es wieder einen l├Ąngeren Teil mit klassischen St├╝cken, der nach “Schwanensee” von TSCHAIKOWSKY durch “Shadow Soldiers” unterbrochen wurde. An dieser Stelle muss ich nun einen Kritikpunkt einf├╝gen: Es gab nach meinem Empfinden an dieser Stelle wirklich zu lange Passagen, bei denen Gitarre und Violine soliert haben. Alles auf einem hohen musikalischem Niveau, aber es hat etwas auf die Stimmung gedr├╝ckt.

Das ├Ąnderte sich dann bei “Metal Heart” wieder. Nach weiteren drei Songs war das Konzert etwas ├╝berraschend mit “Fast as a Shark” zu Ende. Da eben so ├╝berraschend, dauerte es auch ein wenig,┬á bis dann die Zugabe-Rufe einsetzten. Aber diese wurden erh├Ârt und es gab noch einmal drei Songs oben drauf. Bei “Balls to the Wall”, dem letzten Song des Abends, hielt es dann keinen mehr auf den Sitzen und endlich war die Stimmung da, die ich mir schon eher gew├╝nscht h├Ątte. Jetzt wurde heftigst gefeiert. Konzerte im Sitzen sind wohl doch nicht so Sache eines echten Metalheads. Naja – au├čer bei denen, die sitzen m├╝ssen, so wie ich und trotzdem am Ende des Abends pitschenass sind.

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Kommen wir zu meinem pers├Ânlichen Fazit des Abends:

Die Show war schon ein Metal-Konzert, hatte aber einen gewaltig klassischen Anstrich. Nach meinem Geschmack mit etwas zu langen Passagen. Der Aufbau in Wacken hatte mir besser gefallen. Ich fand die Idee trotzdem gut und war┬á ├╝berrascht, dass nicht mehr als 600 Besucher den Weg ins Mehr!Theater gefunden haben. Diese Crossover-Show h├Ątte deutlich mehr an Aufmerksamkeit verdient.

Noch ein Wort zum Mehr!Theater in Hamburg: Leider schlie├čt das Mehr!Theater schon bald seine Tore. Es wird umgebaut, da im n├Ąchsten Jahr dort eine Theaterst├╝ck – dessen Name noch nicht genannt werden darf -┬á aufgef├╝hrt wird. Sehr schade um diese wirklich sch├Âne Venue. Mehr!Theater, Du wirst mir fehlen!

Achso und noch etwas – falls es jemanden interessiert: Ich habe nach nicht einmal drei Stunden Schlaf totm├╝de den Flieger erreicht und bin derzeit in Sachen Metal im Mittelmeer unterwegs. Da jammere ich nat├╝rlich ├╝berhaupt nicht, denn hier warten ebenfalls so geile Bands, wie z.B. DESTRUCTION, THUNDERMOTHER oder TRI STATE CORNER uvm. auf mich. Ich sage einstweilen AHOI und bis zum n├Ąchsten Mal !

ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH – SETLIST 22.04.2019 – Mehr!Theather Hamburg:

1. Die by the Sword – The Rise of Chaos – 2017
2. Restless and Wild – Restless and Wild – 1982
3. Koolaid – The Rise of Chaos – 2017
4. Pandemic – Blood Of the Nations – 2010
5. Final Journey – Blind Rage – 2014
Wolf Hoffmann solo with Czech National Symphony Orchestra
6. Night on Bald Mountain (Modest Mussorgsky Cover)
7. Scherzo (Fryderyk Chopin Cover)
8. Romeo and Juliet (Sergei Sergeyevich Prokofiev Cover)
9. Path├ętique (Ludwig van Beethoven Cover)
10. Double Cello Concerto in G Minor (Antonio Vivaldi cover)
11. Symphony No. 40 in G Minor – K.550 (Wolfgang Amadeus Mozart cover)
12. Princess of the Dawn – Restless and Wild – 1982
13. Stalingrad ÔÇô Stalingrad – 2012
14. Dark Side of My Heart – Blind Rage – 2014
15. Breaker- Breaker – 1981
16. Shadow Soldiers ÔÇô Stalingrad – 2012
17. Dying Breed – Blind Rage – 2014
18. Fast as a Shark – Restless and Wild – 1982
19. Metal Heart- Metal Heart – 1985
20. Teutonic Terror – Blood Of the Nations – 2010
21. Balls to the Wall ÔÇô Ball to the Wall -1983

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ



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MARC J├ťRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERS

Nach 17 Jahren beehren DARE zu ihrem 30 j├Ąhrigen Band-Jubil├Ąum einmal wieder Hamburg! Die LaSy GbR – in Person von Oliver Lange und Carsten Syllwasschy – machte es m├Âglich. Die beiden Hamburger haben in der Tat einen echt guten Riecher in punkto AOR-Musik und man ist gerne auf Konzerten, die von ihnen organisiert werden.

Heute, am 12. April 2019, sollte es ins Hamburger LOGO gehen. Als ich dort eintraf, warteten schon einige Fans frierend vor der T├╝r. Hamburg zeigte sich frostig an diesem Abend. In der Location selbst war es dann aber herrlich warm. Das sollte sich im Laufe des Abends noch zu einem “hei├č” steigern. Nicht umsonst bezeichnen Kenner diesen Rockschuppen als “die lauteste Sauna Hamburgs”. Das Jubil├Ąum lockte ├╝ber 350 Fans in den proppevollen Club, sogar G├Ąste aus D├╝sseldorf waren dort, nur um DARE einmal wieder live zu sehen, an die Elbe gekommen!

FERDY DORNBERG - MARC J├ťRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERSAls Vorgruppe kamen p├╝nktlich┬áMARC J├ťRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERS auf die B├╝hne. Neben Marc J├╝rs sind noch Marc Nickel (Gitarre), Torben Brand (Bass)┬áund die Drummer-Legende Norbert `Panza┬┤ Lehmann auf der B├╝hne. Und aaah – wer war das da denn noch – direkt vor mir mit der Gitarre?┬á Das ist doch Ferdy Doernberg. Der Keyboarder von Axel Rudi Pell oder aber auch Rough Silk geh├Ârt eigentlich nicht zur Band, hat aber die aktuelle CD “Music For The Working Class” mit eingespielt und sich f├╝r heute Abend Zeit genommen, um mit auf der B├╝hne zu sein. Eine sch├Âne ├ťberraschung! Eine dreiviertel Stunde lang gab es eine interessante Mischung aus Pop, Country und Rock zu h├Âren, die dem Publikum im LOGO sichtlich gefiel.

Dare4Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann DARE mit ihren Frontmann Darren Wharton. Die B├╝hne machte einen sehr aufger├Ąumten, fast leeren Eindruck. Das lag aber in erster Linie am fehlenden Gitarren-AMP. Heute spielen viele Gitarristen direkt ins Pult. Ein beeindruckendes Marshall-Stack hat Vinny Burns ehrlich gesagt auch nicht n├Âtig. Wer mit ASIA getourt hat und eines der Mitglieder von ULTRAVOX war, ist eh ├╝ber jeden Zweifel erhaben, was Gitarrensound angeht. Aber zur├╝ck zu DARE im Logo. Auf uns wartete AOR vom Feinsten. Die Stimme des ehemaligen THIN LIZZY Keyboarder war einschmeichelnd und setzte sich im Logo sehr gut durch!

metal_rollz-7-DareDie Meute feierte von der ersten Sekunde an ihre alten Helden. Und ja, wir waren alle nicht mehr die J├╝ngsten an diesem Abend, aber gut gealtert! Er├Âffnet wurde das Konzert mit `Home┬┤ vom 2016er Album ÔÇ×Sacred GroundÔÇť. Auch die n├Ąchsten f├╝nf Songs stammten von diesem Album. Die Band ├╝berzeugt dabei nicht nur durch die tolle Leadstimme, auch die Gitarrensounds und der exzellente Chorgesang ├╝berzeugen nach 30 Jahren noch immer. Mit `Sea of Roses┬┤ ging es dann ins Jahr 2004, das Ver├Âffentlichungsjahr von ÔÇ×Beneath the Shining WaterÔÇť. Von diesem Album stammte auch der n├Ąchste Song.

Dare2Wie schon so oft, so war auch bei DARE an diesem Abend, das Hamburger Publikum absolut textsicher. Das begeisterte Mr. Wharton sichtlich. Er lie├č dies immer wieder durchblicken. Vom n├Ąchsten Song war ich dann pers├Ânlich beeindruckt. Es war die Cover-Version des THIN LIZZY Songs`Emerald┬┤. Die Band hat eine gro├čartige eigene Version gespielt. Ich bin ja generell kein Freund von Cover-Songs, aber diese hatte ihre absolute Berechtigung! Neugierig? Ihr findet den Song auf dem 2009er Album ÔÇ×Arc Of The DawnÔÇť. Noch weiter zur├╝ck ging es dann mit den n├Ąchsten beiden Songs. Wir sind jetzt im Jahr 1991 angekommen. `Wings of Fire┬┤ und `We don┬┤t need a reason┬┤ kommen aus dieser Zeit.

DAREDie letzten vier Songs sind dann der Sprung aus dem Jahr 1988 zur├╝ck zu 2018. Die Songs stammen vom Deb├╝t-Album ÔÇ×Out Of The SilenceÔÇť, das seinerzeit die Rockcharts st├╝rmte. 2018 erschien ÔÇ×Out Of The Silence IIÔÇť, eine neue┬á Auflage der 30 Jahre zuvor erschienenen Scheibe. Das Konzert endete mit `King of Spades┬┤.┬á Nat├╝rlich wollte Niemand ohne eine Zugabe nach Hause gehen. Und das Publikum wurde nat├╝rlich auch nicht entt├Ąuscht. DARE entlie├čen ihre Hamburger Fans mit `Stormwind┬┤ und `Return The Heart┬┤ und in dem Wissen, dass ein n├Ąchstes Zusammentreffen nicht wieder so lange auf sich warten l├Ąsst, gl├╝cklich und zufrieden in die Nacht.

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ

Any Given Day Live Review

Posted by Etienne On April - 17 - 2019

AGDPassend zum dritten Album ÔÇ×OverpowerÔÇť der Gelsenkirchener Jungs von ANY GVIEN DAY, welches am 15.03.2019 in die L├Ąden kam, zelebrieren sie das Release auf einigen intimen Clubshows mit ihren Fans. Wir vom METAL IMPRESSIONS MAGAZINE konnten sich das nicht entgehen lassen und war f├╝r Euch in Frankfurt vor Ort. Bei meiner Ankunft gegen 18.30 Uhr befand sich zu meiner ├ťberraschung bereits eine beschauliche Menschentraube vor der doch recht kleinen Location: ÔÇ×Das BettÔÇť in Frankfurt. P├╝nktlich wie ein Schweizer Uhrwerk wurde die Halle dann um 19.00 Uhr ge├Âffnet und man lie├č die wartende Meute herein, die direkt vor die B├╝hne st├╝rmte.

Nach gerade einmal 25 Minuten begann dann auch schon das Intro der M├╝nchener Truppe von TENSIDE aus den Lautsprechern zu dr├Âhnen, bevor sie mit `This Is What We Die For┬┤ die B├╝hne st├╝rmten. Es folgten f├╝nf weitere Songs, bevor sie nach knapp 35 Minuten und dem einen oder anderen Pit die B├╝hne mit ihrer 2018 erschienenen Single `Faith Over Fears┬┤ verlie├čen.

Etwas mehr als 15 Minuten sp├Ąter ├╝bernahmen dann die englischen Kollegen von HEART OF A COWARD die B├╝hne und lieferten mit ,Hollow┬┤ direkt einen gelungenen Start. Es folgten sechs weitere Songs, inklusive der ersten Single unter ihrem neuen S├Ąnger Kaan Tasan, welche 2018 ver├Âffentlicht wurde, bevor sie mit `Dead Weight┬┤ die aufgeheizte Meute etwas zur Ruhe kommen lie├čen.

Nach einer gut halbst├╝ndigen Erholungspause wurde es dann aber endlich Zeit f├╝r den Headliner des Abends: ANY GIVEN DAY.
Passend zur Release-Tour wurde mit `Start Over┬┤ nat├╝rlich direkt mit einem Song der neuen Scheibe eingestiegen, der den Beginn in die knapp eineinhalbst├╝ndige Reise durch die bisherigen drei Alben der Band markierte. Ganze 15 Songs lieferten sie hierbei ab, wovon immerhin knapp die H├Ąlfte von ÔÇ×OverpowerÔÇť stammten und so einen sehr guten Eindruck der Platte ablieferten.

In altgewohnter Manier lieferte die f├╝nfk├Âpfige Truppe feinsten deutschen Metalcore ab, bei dem keiner der Anwesenden still halten konnte. Ein Pit folgte dem n├Ąchsten und trotz der relativ kleinen Location schafften es die Besucher zwei Walls of Death zu bilden. Insgesamt wurde die Crowd immer wieder f├╝r ihre Bereitschaft zum Mitmachen gelobt, sei es bei den Pits, dem schnellsten ÔÇ×HinknienÔÇť (zwecks anschlie├čendem kollektiven Aufspringen) der bisherigen Tour oder f├╝r den immer wieder nach Ende der Songs angestimmten Chor, welcher die Songs fortsetzte.

Bei so viel Auspowern verging die Zeit wie im Fluge und so begannen die Jungs nach einer gef├╝hlten halben Stunde bereits ihre Zugabe mit dem Klassiker `Home Is Where Your Heart Is┬┤. Zum Schluss gab man noch einmal alles mit `Savior┬┤, der ersten Singleauskopplung des ÔÇ×OverpowerÔÇť-Albums, was einen runden und gelungenen Abschluss bildete und jeden im Saal das letzte bisschen Kraft abverlangte. Wie ├╝blich erschienen die Jungs in k├╝rzester Zeit zusammen mit den anderen Bands am Merchandise-Stand, um ein paar Fotos machen zu lassen, Autogramme zu verteilen oder ein bisschen zu quatschen, bevor sie ihre ersch├Âpften und gl├╝cklichen Fans in die – im Vergleich zur Halle – viel zu kalte Nacht entlie├čen.

Hier die Setlist des Abends:
Start Over/ Loveless/ Endurance/ Levels/ Taking Over Me/ In Deafening Silence/ Coward King/ Hold Back The Time/ Lonewolf/ Ignite The Light/ Never Say Die/ Arise/ Never Surrender/ Home Is Where Your Heart Is/ Savior

Alles in allem ein gelungener Abend, der sicher bei dem einen oder anderen f├╝r einige Genickschmerzen gesorgt hat. Auch die eher unbekannten HEART OF A COWARD haben beim Publikum einen sehr guten Eindruck und Lust auf mehr hinterlassen. Einziger Minuspunkt des Abends war Drummer Louis (vor Ort ÔÇ×das LamaÔÇť getauft) der Band TENSIDE, der mir (ebenso wie anderen Personen in der ersten Reihe) ganze dreimal sein Wasser relativ direkt ins Gesicht spuckte, was doch irgendwann fast absichtlich wirkte. Daumen nach unten daf├╝r !

The Raven Age LIVE REVIEW

Posted by Etienne On April - 17 - 2019

theravenagenov2018_638Das musikalisches Talent vererblich ist, stellt George Harris, Sohn von niemand geringerem als Steve Harris (IRON MAIDEN), mit seiner Band THE RAVEN AGE auf deren aktueller Tour unter Beweis. Deshalb war Metal-Impressions f├╝r Euch in Aschaffenburg vor Ort um Euch ein paar Eindr├╝cke zu gew├Ąhren.

In Deutschland sind THE RAVEN AGE eigentlich schon alte Bekannte, da sie seit 2015 jedes Jahr mehrfach hier auftraten. Dabei supporteten sie unter anderem Bands wie ANTHRAX, TREMONTI und selbstverst├Ąndlich IRON MAIDEN, um sich so ihren guten Ruf zu erspielen. Vor knapp einem Monat erschien endlich ihr zweites Album, welches das Erste mit dem neuen S├Ąnger Matt James markierte und von Kritikern ├╝berall gefeiert wurde. Passend hierzu kehrten sie mit der gleichnamigen Conspiracy-Tour zur├╝ck und stellten auch Live ihr K├Ânnen unter Beweis.

pv1Den Start machten die Wiener von PSYCHO VILLAGE, welche unter anderem die letzten Monate mit PUDDLE OF MUDD und NOTHING MORE einige Auftritte in Deutschland absolvierten und daher vielen ebenfalls schon ein Begriff sind. Ganze acht Songs performten sie hierbei, welche in altgewohnter Manier von den zwei Bildschirmen am B├╝hnenrand und zumeist mit den zugeh├Ârigen Musikvideos oder ├Ąhnliche Einspielungen untermauert wurden, um die Menge ordentlich anzuheizen. Nach knapp 45 Minuten und dem ersten, aber noch lange nicht letzten, Moshpit des Abends verlie├č die Band die B├╝hne um Platz f├╝r den Headliner zu machen: THE RAVEN AGE.

Nur eine Viertelstunde sp├Ąter ging es dann auch schon weiter und es startete eine E-Gitarren-Version des┬á “Game of Thrones”-Themes, welches nahezu nahtlos in das Conspiracy-Intro “Bloom Of The Poison Seed” ├╝berleitete. Kurz darauf st├╝rmte die f├╝nfk├Âpfige britische Truppe die B├╝hne und legte sich mit der zweiten Singleauskopplung aus ihrem aktuellen Album “Betrayal Of The Mind” direkt m├Ąchtig ins Zeug.

ra4Nach einem so gelungenen Start voller fliegender Haare und Moshpits ging es weiter mit gut eineinhalb Stunden Reise durch beide Alben der Band. Dabei lag der Fokus nat├╝rlich eher auf dem neueren Werk der Band aus dem beachtliche 11 der 12 vorhandenen Songs ausgew├Ąhlt wurden. Besonders auffallend war hierbei die pure Freude der Band dar├╝ber f├╝r diesen Abend auf der B├╝hne zu stehen, wie man sie nur bei wenigen Bands heutzutage sieht. Auch trotz eines Abstands des Publikums zur B├╝hne von rund eineinhalb Metern, welcher sich leider die ganze Show ├╝ber nicht verlief, konnte man die Verbundenheit der Band zu ihren Fans fast mit H├Ąnden greifen. Sei es durch Jai Patel, der w├Ąhrend der Show immer wieder die Fans von seinem Drumkit aus bespa├čte oder Tony Maue, welcher mehrfach samt seiner Gitarre den Weg ins Pit fand, um dort mit den Fans mitzumoshen.

ra15Den Abschluss bildete ,Angel In Disgrace’, welches urspr├╝nglich auf der ersten EP der Band zu finden war und sp├Ąter auch seinen Weg auf das Deb├╝talbum fand. Somit gab es nochmal einen echten Klassiker der Band zum Abschluss, der alte und neue Fans gleicherma├čen begeisterte.┬áAuch lie├č es sich die Band nicht nehmen nach dem gelungenen Abschluss in weniger als f├╝nf Minuten an den Merch-Tisch zu st├╝rmen und, ebenso wie PSYCHO VILLAGE, ihre Fans zu begr├╝├čen. Dort signierten sie einige Dinge oder hielten einen Plausch, bevor sich die Leute mit einem L├Ącheln auf den Lippen auf den Heimweg machten.

F├╝r mich war es ein super Abend mit zwei gro├čartigen Bands, von denen man in naher Zukunft bestimmt noch einiges mehr h├Âren wird.

Hier die Setlist des Abends:

Bloom Of The Poison Seed/ Betrayal Of The Mind/ Promised Land/ Forgotten World/ Surrogate/ The Merciful One/ Salem’s Fate/Fleur The Lis/ The Day The World Stood Still/ The Face That Launched A Thousand Ships/ Tomb Of The Unknown Soldier/ Stigmata/ Grave Of The Fireflies/ Seventh Heaven/ Angel In Disgrace

Tobias Sammet┬┤s Avantasia – Moonglow in Hamburg

Posted by Metal Rollz On April - 16 - 2019

P4kleiner

Die ├╝berwiegende Mehrheit der 3500 begeisterten Metalfans verlie├č am vergangenen Samstag (13. April 2019) ersch├Âpft und vollkommen nass geschwitzt nach ├╝ber 3 Stunden Symphonic-Metal ala Tobias Sammet das Hamburger Mehr! Theater. Es war der Wahnsinn. Was f├╝r eine Show !

Aber lasst mich erst einmal von Anfang an beginnen:

P11Nach drei Jahren macht das AllStar-Metalband-Projekt AVANTASIA auf seiner MOONGLOW WORLD TOUR 2019 ebenfalls auch Halt in Hamburg. Das Konzert im Mehr! Theater war bereits vorweg lange ausverkauft. Laut Tobias Sammet war Hamburg, das als erstes ausverkaufte Konzert der gesamten Tour. Super Hamburg!

Kurz nach 20:00 Uhr erlosch das Licht des Saales und Beethovens `Ode an die Freude┬┤ erklang unter dem Jubel aller Anwesenden. Zu `Ghost in the Moon┬┤, welches im ├╝brigen auch der Opener des aktuellem No.1 Albums”Moonglow” ist, fiel der tiefblaue Vorhang mit einem riesigen AVANTASIA-Schriftzug zu einer, wie ich mal vorwegnehmen m├Âchte, hinrei├čenden Show und gab den Blick auf ein imposantes B├╝hnenbild frei. Links und rechts neben dem Schlagzeug jeweils eine Treppe. Diese f├╝hrten auf einer erh├Âhten Ebene vor rechts nach links ├╝ber die gesamte B├╝hnenbreite. Das B├╝hnenbild war dem Moonglow-Cover sehr stilvoll nachempfunden. Eine wechselnde Videoshow passend zu den Songs rundetet das Bild ab.

P13Auf der B├╝hne standen die ├╝blichen Verd├Ąchtigen. Gitarrist Oliver Hartmann, von Anbeginn bei AVANTASIA dabei, auf der rechten B├╝hnenseite. Links Sascha Paeth, mit seiner silbernen Duesenberg Gitarre und wie auch vor drei Jahren┬áAndre Neygenfind am Bass. Ebenso links Miro Rodenberg mit seiner “Keyboardburg”. Am Schlagzeug nicht unerwartet Felix Bohnke . Die Backing Vocals lieferten Herbie Langhans, der vor 3 Jahren das erste Mal bei AVANTASIA mitgesungen hat sowie die wunderbare┬áIna Morgan als auch die Frontstimme von Sascha Paeth┬┤s neuer Band MASTER OF CEREMONY,die wundervolle┬áAdrienne Cowan. Alle drei mit gro├čartigen Stimmen ausgestattet, die, wie sich sp├Ąter noch zeigen sollte, nicht nur im Chor ├╝berzeugen konnten. Ein jeder bekam im Laufe des Abends einen Solopart!

P49Zum zweiten Song kam dann “danish dynamite” auf die B├╝hne. Der PRETTY MAIDS S├Ąnger Ronnie Atkins performte mit seiner rauchigen Stimme perfekt `Starlight┬┤ und auch `Book of ShallowsÔÇś. Wer bei `Book of Shallows┬┤ Hansi K├╝rsch, Frontman bei BLIND GUARDIAN, vermutet hatte, wurde durch die hervorragende Performance von Jorn Lande entsch├Ądigt. Diese Songs, als auch der ├╝berwiegende Teil der in der ersten Konzerth├Ąlfte gespielten Songs, stammen vom aktuellem Album “Moonglow” . Grunds├Ątzlich ist das ja bei Konzerten h├Ąufig immer so ein kleiner “Downer”, nicht jedoch so in Hamburg.

Wie bei AVANTASIA ├╝blich, gaben sich w├Ąhrend des ganzen Abends, neben Tobias Sammet, weitere erstklassige S├Ąnger die Klinke in die Hand. Mit von der Partie waren der bereits erw├Ąhnte Ronnie Atkins (Pretty Maids), J├Şrn Lande (Masterplan / Pentakill), Eric Martin (Mr. Big), Geoff Tate (Queensr├┐che) und Bob Catley (Magnum).

Die zweite H├Ąlfte der Setlist war dann ein Streifzug durch ├Ąltere Songs. Ein Querschnitt durch das gesamte Schaffen und Tun von AVANTASIA. St├╝cke vom “Scarecrow” Album, “Wicked Symphony” und “Ghostlight” fanden ihren Platz!

P42kleinerZur Band gibt es nicht viel zu sagen! Alle der Anwesenden haben Ihr K├Ânnen bereits an vielen Stellen unter Beweis gestellt. Neygenfind und Bohnke bilden das bekannte solide Fundament und grooven durch die Nacht, was das Zeug h├Ąlt. Da bleibt niemand still stehen. Zudem ist der sehr intensive Spielstil von Felix Bohnke auch noch toll anzusehen! Miro Rodenberg, Keyboarder und Soundt├╝ftler bei AVANTASIA war nat├╝rlich f├╝r das Orchestrale zust├Ąndig. Einen fetten Applaus holte er sich f├╝r sein geiles Keyboardsolo ab. Die Gitarrenarbeit von Hartmann und Paeth ist perfekt und es fanden einige gemeinsame Gitarrensolis ihren H├Âhepunkt. Dabei ist der Sound wirklich bei beiden grandios. Wie ├╝brigens der gesamte Sound im Mehr! Theater ebenfalls excellent war. Das war mit Sicherheit auch ein Grund, warum das Publikum die Show von der ersten bis zur letzten Minute feierte. Dies wiederum ging auch an den Musiker nicht spurlos vor├╝ber. Es wurden auf der B├╝hne Faxen gemacht und Tobi lobte das Hamburger Publikum mehrfach ├╝ber den gr├╝nen Klee! Nicht zu unrecht, wie ich fand. Ich war schlie├člich zuvor auch schon in Berlin dabei und ich muss sagen, die Punkte gehen in diesem Fall klar nach Hamburg.

P6Nach den schon erw├Ąhnten drei Stunden fand das Konzert mit `Lost in Space┬┤ einen sehr w├╝rdigen Abschluss. Das Publikum quittierte mit lauten Applaus. Und nach kurzer Wartezeit gab es dann nat├╝rlich noch eine Zugabe. Zu den Songs `Farewell┬┤und `Sign of the Cross┬┤ gab es wie gewohnt die Vorstellung der Band. Und danach, zu `The Seven Angels┬┤ kamen dann noch einmal alle S├Ąnger auf die B├╝hne und der Abend endete dann mit einem gigantischen Konfettiregen.

P12Mein Gesamtfazit zum Konzert in Hamburg:┬áAVANTASIA ist technisch brillant gespielter Symphonic-Metal. Die Songs sind erstklassig produziert und werden von gut ausgew├Ąhlten S├Ąngerinnen und S├Ąngern pr├Ąsentiert. Wenn ihr also auf diese Musik abfahrt und Euch mal eine Metal-Opera anschauen wollt, dann nutzt unbedingt die Chance und besucht noch eines der Konzerte der aktuellen Tour von AVANTASIA oder versucht diese Show auf einem Festival zu sehen. Die Shows von und mit Tobias Sammet machen Laune, animieren zum Mitsingen und sind jeden Cent wert! Kleine Warnung vielleicht an dieser Stelle – dies aber mit einen nett gemeinten Zwinkerer: Der gut gelaunte Tobias Sammet spricht gern ein paar Zeilen l├Ąnger zwischen den Songs, was aber den Fans von EDGUY und AVANTASIA sicherlich bekannt sein d├╝rfte. Mir pers├Ânlich gefallen seine kleinen am├╝santen Einlagen und ich finde den Tobi einfach unterhaltsam.

Das Hamburger Mehr! Theater hat bei mir wieder einmal einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Nicht umsonst hat auch Tobias Sammet in der Show schon beklagt, dass die Halle wegen eines dort ab 2020 dauerhaft stattfindenden Theaterst├╝ckes nicht mehr f├╝r den Konzertbetrieb zur Verf├╝gung steht. Das ist auch aus meiner Sicht als Rollstuhlfahrer wirklich sehr sehr schade. Die Halle ist barrierefrei und die Rollstuhl-Trib├╝ne sucht ihresgleichen – nicht nur in Hamburg.

P5kleinZum Abschluss noch ein kleiner “FanFact” von mir: Auf der B├╝hne war die neue Band von Sascha Paeth MASTER OF CEREMONY fast komplett vertreten. Es fehlte eigentlich nur noch Corvin Bahn. Bereits in Berlin traf ich auf Sascha und dieser verriet mir, dass er mit seiner neuen Band nach Ver├Âffentlichung der ersten Scheibe im Herbst auf Tour gehen wird. Man darf also gespannt sein!

Berichterstattung / PhotoCredits: “MetalRollz”