Wer Interesse an Bandfotos (Promotion/Live), einem privaten Shooting, o.ä. hat, kann mich gerne unter info@metal-impressions.de kontaktieren. Preis nach Absprache.

Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

FIVE FINGER DEATH PUNCH- OLYMPIAHALLE MĂśNCHEN

Posted by Radu On Dezember - 7 - 2017

Am 29.11.2017 hatte ich die groĂźe Ehre FIVE FINGER DEATH PUNCH in MĂĽnchen live zu sehen.
Ich muss dazu sagen, dass ich ein groĂźer Fan dieser Band bin, weshalb dieser Abend fĂĽr mich eine ganz besondere Bedeutung hatte.

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Die Olympiahalle in München, wo die Konzerte stattfanden, ist eine meiner liebsten Locations, da kleine Leute wie ich es bin auch die Möglichkeit haben, einen Sitzplatz zu buchen (und zu SEHEN, wer denn da vorne dann überhaupt ist). Natürlich ist es, gerade bei Metalkonzerten, eine Pflicht, auch bei Sitzplätzen zu stehen und alles zu geben! Bleibt man freundlich, so sind die Platzanweiser dort auch damit einverstanden, im Sitzplatzbereich zu stehen.

Als Vorband standen „OF MICE AND MEN am Programm, welche ich persönlich nicht kannte, gaben, die aber wirklich ihr Bestes gaben. Ich kann es nicht verstehen, wie man da einfach ruhig sitzen bleiben konnte. Sie versuchten, das Publikum zu begeistern, was ihnen sichtlich gelang. Von meinem Platz aus konnte ich sogar sehen, dass sich ein paar Mosh-Wütige zu einem kleinen Kreisel modifizierten, was mein Metal Herz höher schlagen ließ. Immerhin war es ein großes Geschenk der Fans, die größtenteils eben für In Flames oder Five Finger Death Punch gekommen waren.

Danach kamen IN FLAMES, die neunzehn Songs zum Besten gaben. In der Mitte, nach Lied fünf (oder sechs) gab es wohl einen kleinen Kurzschluss. Der Sänger der Band grölte und gab wirklich sein Bestes, aber man hörte schlichtweg nichts mehr. Die Lasershow war aus, die Lichter waren an.
Die Band nahm es mit Humor und die Fans dankten es ihnen.

Dann war der groĂźe Augenblick gekommen: FIVE FINGER DEATH PUNCH. Ivan Moody, der Sänger der kalifornischen Band gab sein Bestes. Jeder, der in letzter Zeit ein Bisschen ĂĽber Five Finger Death Punch gelesen hat, weiĂź, dass Ivan frisch aus der Entzugsklinik kommt, weshalb diese Europatour auch unter kritischen Blicken stehen dĂĽrfte. Aber wir wurden schnell beruhigt: Ivan Moody war besser als je zuvor. Die Stimmung war unglaublich. Selbst das neue BĂĽhnenbild, ein groĂźer weiĂźer Totenkopf, hing ĂĽber Jeremy Spencer (dem Schlagzeuger), als wĂĽrde er schon immer dort hingehören. Wir Frauen hatten auf diesem Konzert auch sehr mit den Tränen zu kämpfen: Ivan und Jason gaben ihr Bestes bei den akustischen Versionen von „I apologize“, „Wrong Side of Heaven“ und „Remember everything“. Da dĂĽrften keine Augen trocken geblieben sein. (Meine jedenfalls nicht). Das groĂźe Highlight dieses Abends war natĂĽrlich die Chance, auf die BĂĽhne zu kommen. Bei dem Song „Burn MF“ holte Ivan, wie bei jedem Konzert, seine kleinsten Fans auf die BĂĽhne, damit die Eltern – ganz Metalgetreu – in dem Moshpit ungestört abrocken konnten.

Alles in Allem muss ich sagen, dass die (etwas ĂĽberteuerten) Karten jeden Cent wert waren. Ich habe diesen Abend sehr genossen und bin mir sicher: dies war nicht mein letztes FIVE FINGER DEATH PUNCH Konzert.

Paola „Batsy“ Maggot

END OF GREEN – Void Estate Tour / Knust Hamburg

Posted by Stefanie On November - 15 - 2017

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Es war Samstag. Es war der 11.11.2017. Der Norden hat ja mit Karneval so gar nichts am Hut. Von daher ziehen wir doch lieber auf den Hamburger Dom oder genieĂźen einfach ein gutes Konzert. So tat ich es ! Metal Impressions schickte mich zum End of Green Konzert, was fĂĽr mich als absoluter End of Green Fan natĂĽrlich der Hammer war und ein Muss – trotz einer sich ankĂĽndigenden Grippe. Das war egal. END OF GREEN feiern in diesem Jahr 25jähriges Bandbestehen und da durfte man nicht fehlen und ich schon gar nicht. Also: Schnell das „Michelle Darkness Make Up“ aufgelegt und ab ging es ins Knust nach Hamburg.EdnofGreen25-1_KLEIN

Der Abend sollte ohne Supportband stattfinden, was aber nicht wirklich schlimm war. So war man gleich beim Hauptact. Die Uhr schlug 20:15 Uhr und Sad Sir und Lusiffer eroberten als erste die Bühne. Hampez und Kerker folgten und dann kam Mr. Darkness. Ein kurzes trockenes „Hallo Hamburg“ und ab ging die Fahrt. Was nun folgte (inkl. Zugaben) waren zwei Stunden Zeitreise End of Green. Einiges vom neuen Void Estate Album, aber auch sehr vieles von den Vorgängeralben.

Es war das vorletzte Konzert der Tour und trotz dessen, dass Hampez grippal angeschlagen war und auch Michelles Bandscheibe – so erfuhr ich zuvor aus einem Online-Interview – etwas die Tour störte, war dieses Konzert im Hamburger Knust (hier passteEdnofGreen8-1_KLEIN einfach auch die Location) ein absolutes Highlight. Einige Fans, die ich traf berichteten, dass sie Urlaub genommen hätten und mehrere Konzerte dieser Tour besuchten. Ein Mädel erzählte, es sei nun ihr zwanzigstes END OF GREEN Konzert. Die junge Dame bekam sogar von Mr. Darkness eine weiĂźe Lilie während des Konzertes zugeworfen.EdnofGreen10-1_KLEIN Eine absolut auf dem Boden gebliebene Truppe aus dem Schwaben-Ländle. Mit einer Mischung aus SpaĂź, Coolness und GefĂĽhl, aber auch fetzendem Rock bewegten die 5 Musiker das Hamburger Publikum. Schaute ich mich um, so sah ich ĂĽberall zufriedene Gesichter. Die Stimme von Micha Huber alias Michelle Darkness muss man gehört haben. Live noch um ein Vielfaches besser als auf den Alben. Die Mädels starrten alle verliebt und wogen ihre Köpfe hin und her und auch mich packte die Gänsehaut. Als Michelle noch des Hamburgers Helden Udo aus dem guten alten Atlantik imitierte, hatte er das Publikum erobert. Immer wieder kleine trockende Späßchen während des Konzertes, immer wieder eine Zigarette „on stage“ wie Helmut Schmidt, das war das was diesen Abend ausmachte. Die Setlist startete mit `Melancholic´ und zieht sich mit `Cure my pain´, `Evergreen´ ĂĽber `Crossroads´, `My crying veins´ `Dark Side of the sun´ uvm. FĂĽr mich der absolut bewegendste Song dieses Abends `Death in veins´, der in den Johnny Cash Klassiker `Hurts´ final ĂĽberging. Hier spätestens dachte man sich: „Bitte lass diesen Abend niemals enden“.EdnofGreen18-1_KLEIN

Und er endete auch (noch) nicht. Die Stuttgarter versprachen Autogramme am Merchandise-Stand und nebenher startete die Aftershow-Party mit guter DJ-Musik. Wir wurden am Merchstand von Sad Sir super nett begrĂĽĂźt und meine Begleitung bekam ihre Autogramme und ihre Fotos zusammen mit Sad Sir und Michelle. Was konnte diesen Abend perfekter machen. Noch einen Kaffee trinkend, beobachtete ich zufrieden das Treiben um den Merch-Stand und um die wirklich nette Truppe, die jedem Fan auch noch die Hand reichte.EdnofGreen23-1_KLEIN

Wie ich später hörte, legte dann Mr. Darkness auch noch selbst auf und machte den Hamburgern den DJ. Zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings nicht mehr vor Ort.

Zusammenfassen möchte ich dieses Konzert von END OF GREEN mit den Worten einer Besucherin, die ich fragte, wie ihr der denn Abend gefallen hat:

„End of Green zu hören und zu erleben ist wie warmer Honig, der langsam über deinen Körper und deine Seele gleitet“

Besser hätte man es nicht in Worte fassen können.

Ich danke End of Green für den tollen Abend in Hamburg, wünsche „Gute Besserung“ und freue mich auf ein Wiedersehen irgendwo im Nirgendwo.

/ Stefanie

LIVE REVIEW: ARTILLERY / ONSLAUGHT

Posted by Peter Marquardt On Oktober - 2 - 2017

Samstag Abend in der Helvete in Oberhausen. Es wird wieder mal Zeit Jubiläen zu feiern, 30 Jahre „Terror Squad“ von ARTILLERY und 30 Jahre „The Force“ von ONSLAUGHT. Aber vorab erstmal zwei Bands der NWOGTM*.

Onslaught2Mit zeitlicher Verzögerung beginnt EXSARSIS um ca. 20:45h den Abend. Das erste was mir spontan einfällt: Haare! So stellt man sich eine Thrash Metal Band doch vor! Lange Haare, coole Typen, ständig in Bewegung, Top! Jetzt zum Musikalischen. Geboten wird, nach anfänglichen Soundproblemen, Thrash Metal der alten Schule. Ich würde mal Toxic, Forbidden oder Excodus als Beispiel nennen. Auffällig war der Sänger mit seiner hohen Stimme. EXSARSIS sollte man im Auge / Ohr behalten.

Der zweite griechische Act ist dann CHRONOSHERE. Gefallen mir persönlich nicht ganz so gut, alles ein wenig eindimensionaler. Auch hier natürlich Thrash Metal aber mit austauschbarem Sänger. Und das man bei begrenzter Bühnenzeit noch eine Coverversion „Ace of Spades“ spielt verstehe ich auch nicht.

Nun wird es Zeit für das dänische Thrash-Geschwader von ARTILLERY, im Fokus natürlich das „Terror Squad“ Album. Vom ersten Ton an zeigte sich die Band in Topform. Allen voran Michael Stürtzer (guitar) und Sänger Michael B. Dahl. Gerade der Sänger ist ein Glücksgriff, der mit seiner variablen Stimme so einige Akzente setzten konnte. Da sich auch andere Highlights im Set befanden, meiner war natürlich „Khomaniac“, kamen alle Fans auf ihre Kosten. Seit über 30 Jahren im Geschäft aber immer noch hungrig! Respekt!

Respekt auch an ONSLAUGHT, die einen tollen Gig spielten: Licht aus, Intro an, los geht’s! Erster Teil, das komplette „The Force“ Album. Ich habe nie verstanden, wieso man mit Songs wie „Metal Forces“ und „Demoniac“ damals nur die zweite Geige spielte. Das Set umfasst mehrere Alben. Songs von „VI“, „Power from Hell“, „Sound of Silence“ und „Killing Peace“ waren am Start. Hervorzuheben wäre Drummer Michael Hourihan – ein Tier – und Sänger Sy Keeler, dessen sympathische Art einfach ansteckt. Ich persönlich hätte mir auch Songs vom kommerziellen Album „In Search……“ gewĂĽnscht, aber das wäre stylistisch / gesanglich schwierig geworden.

Fazit: Geiler Old-School Thrash Abend mit geringer Zuschauerzahl (ca. 100) für wenig Geld – Mehr davon!

*New Wave of Greek Thrash Metal

Peter

NACHBERICHT: PSOA 2017

Posted by Radu On September - 26 - 2017

psoa2017Einmal im Jahr ist es soweit, und die Fans pilgern zum härtesten Metal Festival nach Schlotheim. Das PARTY SAN hat auch 2017 einige hochkarätige Bands, skurrile Anekdoten und natürlich eine familiäre Atmosphäre am Start.

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NACHBERICHT: SUMMER BREEZE 2017

Posted by Samir On September - 22 - 2017

Alle Jahre wieder pendeln tausende Metaller in das mittelfänkische Dinkelsbühl, um auf dem SUMMER BREEZE Bands der unterschiedlichsten Metalgenres zu huldigen. 2017 ist jedoch ein besonderes Jahr, denn der zwanzigste Geburtstag des Festivals steht an und zu Ehren dieses runden Jahrestages haben sich die Veranstalter auch das ein oder andere Schmankerl einfallen lassen.

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PROPHECY FEST

Posted by Radu On August - 1 - 2017

Prophecy Fest

Zum dritten Mal in Folge lädt Prophecy zum fest in die Balver Höhle ein. Neben einem abwechslungsreichen Billing und atmosphärischer Umgebung gibt es auch wieder kurze Wege zu den Fressbuden, zum Campinggelände und zu den Bierständen. Warum das Festival dennoch nicht mehr jährlich stattfindet, welcher Wahnsinn in der Höhle getobt hat und was für coole Sonderaktionen im Einsatz waren lest ihr in den folgenden Zeilen.

Bei sonnigem Wetter kommen wir in Balve an. Fix unsere Standardpension besucht, Auto vor der Höhle geparkt und dann ab zum Gelände. Alles wie gehabt: unterschiedliches Publikum (von Kutten, über seltene Shirts bis zu Alternativen sind alle da), bekannte Stände und natürlich der Merch-Wühltisch, den wir als erstes ansteuern. Eben bei den Neuerscheinungen schauen, dann noch durch die Kästen schauen und schon beginnt sich die Höhle im Nu zu füllen. Wir bekommen kaum mit, daß irgendwann der Soundcheck zu ende ist und NHOR bereits zu spielen beginnen. Was während des Wühlens durch die Shirthaufen wie eine nette Hintergrundmusik klingt, soll sich als ausgefallene Idee entpuppen; mit dem Rücken zum Publikum spielt NHOR auf seinem Bühnendebüt einige dezente Pianoklänge, während neben ihm eine Dame an einem Bild arbeitet, welches auf der Leinwand auf der Bühne projiziert wird. Das Zusammenspiel zwischen den leisen Klängen und dem Entstehen des Gemäldes verfehlt seine Wirkung nicht, denn man sieht bereits einige Leute andächtig der Performance lauschen. Es hat etwas intimes dabei zu zu sehen, wie in Begleitung simpler Klänge ein Bild Gestalt annimmt und somit ist der Gig bedächtig und mit Ruhe vollzogen worden, ehe es ohne Verbeugung oder Worte an das Publikum von der Bühne geht. Ein etwas anderer Start in ein Festival und eine sehr coole Idee.

Solor DolorosaStar Allüren sind auf dem Prophecy Fest kaum zu finden. So wundert es auch nicht, daß mal eben einige Mitglieder der musikalischen Familien von Alcest und Les Discrets durch die Reihen spazieren. Man kennt sich halt, macht gemeinsam Musik und quatscht lässig auf dem Fest. SOLOR DOLOROSA wurde von Andy Julia, der ein enger Freund von Neige ist, aus der Taufe gehoben. Optisch und musikalisch frönt die Truppe den 90er Jahren Gothic Rock, wobei Sisters of Mercy für die Einflüsse der Band dabei Pate standen und hier auch zur Schau gestellt werden. Der Sänger post um sein Leben und sein Hüftschwung und der Versuch einen verletzlichen und gleichzeitig hartgesottenen Rockstar zu mimen ist zwar nicht neu, wird aber lässig in Szene gesetzt. Auch bei technischen Problemen lässt er sich nicht von seinem Konzept ablenken und zieht sein Ding durch, was auch bei den Zuschauern gut ankommt. Für einige Damen das Sahneschnittchen, für den Rest ein solider Auftritt bei gutem Sound und amtlicher Wirkung. Titelmäßig spielt man auf Sicherheit und spätestens bei „American Chronicle“ dominiert der Daumen nach oben. Läuft bei den Jungs.

Auch dieses Jahr stellt traditionsgemäß ein Künstler in der Balver Höhle aus. Dieses Mal ist es Irrwisch, der seine Werke ausstellt. Dabei befinden sich sowohl Malereien, als auch zusammengeschnittene Bilder oder mit Garn kreierte Ausstellungsstücke in der Ausstellung.

Sun Of The SleeplessIm (erneut liebevoll gestalteten) Programmheft findet man nützliche Infos zu den Bands. So auch zu SUN OF THE SLEEPLESS; zwei Alben, 20 Jahre Zusammenarbeit mit dem Prophecy und bisher ein einziger Live Auftritt. Recht dürftig, möchte man meinen, wenn das Soloprojekt nicht vom Mastermind Schwadorf (Empyrium, The Vision Bleak) ins Leben gerufen sein würde. Intensiver und abwechslungsreicher Black Metal steht auf dem Programm und neben atmosphärischem Bühnenbild gibt es auch derbe auf die Fresse. Beginnt alles noch leicht melancholisch, bricht schnell der brachiale Gitarrenwahnsinn aus den Boxen, untermalt von einer knarzigen Stimme und einer bösen Soundwand. Für den zweiten Auftritt ist es beachtlich, wie selbstverständlich das Zusammenspiel funktioniert. Mir war die Band bis dato nur kurz in Erscheinung getreten, aber der live Auftritt ist der beste Beweis dafür, daß Schwadorf etwas konsequent und mit vollem Elan durchzieht. Auch wenn die Abwechslung ganz oben auf dem Programm steht, so hat er anscheinend vor dem Gig eine gehörige Packung Aggression getankt, um sich live übelst aus zu scheißen. Sehr schön.

ArcturusMein persönlicher Hauptgrund für das diesjährige Prophecy Fest heißen eindeutig ARCTURUS. Aber kann man die Genialität der Alben auch live atmosphärisch umsetzen? Eine Frage, die sich viele während der 40 minütigen Umbaupause stellen dürfen, ehe der Vorhang aufgeht und der Wahnsinn beginnt. Der Startschuss ist eine Mischung aus Faszination und Fremdschämen, denn Captain ICS Vortex hat nicht nur einen Clown gefrühstückt, sondern anscheinend sich mental die Lichter ausgeknipst. Gefangen im Körper eines erwachsenen Mannes hüpft ein verspieltes Kind auf der Bühne in bester Hodor- Manier rum und wirft mit Posen um sich, wobei ich mir als Zuschauer verarscht vorkomme. Warum tu ich mir so eine Scheiße eigentlich an? Die Antwort ist simpel: weil die musikalische Darbietung einfach nur genial ist! So bescheuert sein Gebaren auf der Bühne auch aus, seine Stimme ist über jeglichen Zweifel erhaben und liefert vom allerfeinsten die Bestellung ab. Der Sound ist herrlich und trägt Klassiker wie „The Chaos Path“ oder „Shipwrecked“ durch sanfte Gefilde und kosmische Stürme, während die intensive Lichtershow diese Grenzerfahrung unterstreicht. Irgendwann hat man sich an das seltsame Gehoppel auf der Bühne gewöhnt und spätestens bei der smootheren Version von „Crashlands“ überrollt einen die Gänsehaut, die man sich von dem Gig erhofft hatte. Keine Frage, diese Band polarisiert, von außen wie von innen und auch wenn ich mir von der Bühnenshow mehr Ernsthaftigkeit gewünscht hätte, passt es um so besser zu ARCTURUS, den Erwartungen des Hörers schlichtweg mit ihrer Performance ins Gesicht zu schlagen. Dieser Gig trümmert sich in allen Facetten durch die Höhle und ist einfach nur krank, wahnsinnig und richtig genial!

Gler ArkurNach ARCTURUS den Boden aufwischen ist keine leichte Aufgabe. Hier wurde von der Running Order auf Sicherheit gesetzt und GLER ARKUR eingesetzt. Bereits im letzten Jahr hat die Truppe mit ihrem Gitarren-Overkill und dem Drohne geschwängerten Sound die Massen hypnotisiert. Dieses Jahr soll es nochmal sein und wer sie letztes Jahr verpasst hat, wird mit einer Top Performance belohnt. Besucher des letzten Jahres erleben eine solide Wiederholung des letztjährigen Gigs mit einem zusätzlichen Gastauftritt; Songs kann ich keine hervorheben, allerdings ist es erstaunlich, welche Soundcoullagen man aus vier Gitarren zaubern kann und diese zu einem harmonischen Zusammenspiel vereinen kann. Gerade die Techniker und Gitarrennerds unter den Besuchern hatten nach dem Gig einiges zu philosophieren und nach dem Gig gingen einige Platten über den Merchandise Thresen.

SolstafirSOLSTAFIR sollen an diesem Abend den Sack zumachen. Sie stehen einer gut gefüllten Höhle, mit von dem Festival sichtbar gezeichneten Meute gegenüber und legen (nach einer etwas längeren Umbaupause) los. Sänger und Gitarrist Tryggvason lebt seine Songs sehr intensiv und vermittelt das Gefühl, sich in einer anderen Welt zu befinden. Trotz mehrfachen Live Versuchen kann ich dieser Band nichts abgewinnen und so verpuffen sowohl Musik, als auch Bühnenperformance bei mir gänzlich. Nach zwei Songs verlassen wir die vollgestopfte Höhle und erfahren am nächsten Tag, daß eingefleischte SOLSTAFIR Fans anscheinend den Gig ihres Lebens erlebt haben.

Lotus ThiefNeuer Tag, neues Glück. Pünktlich zur Mittagszeit dürfen LOTUS THIEF ran, um den Besuchern den Schlaf aus den Augen zu spielen. Die Höhle ist bereits amtlich gefüllt und die Vorbereitungen lassen auf einen umfangreicheren Gig schließen. Soundcheck fertig uns sofort geht´s los; während die Band spielt, läuft im Hintergrund ein optimal zusammengeschnittener Film aus Szenen von „Dantes Inferno“ aus den 20er Jahren, aktuellen Nachrichten, Naturaufnahmen und historischen Bildern eines Atombombentests. Das Zusammenspiel mit der Musik funktioniert sehr gut und zaubert eine Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. Leider kann man die zweite Gitarre mehr erahnen als hören, aber das tut dem Gig in keinster Weise einen Abbruch. Das gesangliche Zusammenspiel der Damen fesselt, die Soli reißen die Aufmerksamkeit des Publikums an sich und während man noch zwischen dem Film und der Live Performance hin- und hergerissen ist, kann sich die Gänsehaut bereits als Stammgast anmelden. Eine audiovisuelle Vollbedienung die gegen Ende des Gigs in einem aggressiven Growling der Sängerin mündet, was die große Bandbreite an Abwechslung und Überraschungsmomente dieser Band unterstreicht. Überragender Auftritt und ein mehr als gelungener Start in den Tag!

Moon And The NightspiritTHE MOON AND THE NIGHTSPIRIT haben einige Anhänger mitgebracht, denn die Höhle füllt sich rasch. Der leicht melancholisch angehauchte,Pagan Folk aus Ungarn wird heute durch einen Bassisten live unterstützt. Nachdenkliche Stimmung, introvertierte Bühnenshow und nur Hintergrundmusik? Vergiss es, die Truppe überrascht mit einem sehr guten Draht zum Publikum und wird entsprechend gefeiert. Das charismatische Geigenspiel und der Gesang auf der einen Seite und das stimmungsvolle Percussion Set (inklusive Solo) und weitere Instrumentenvielfalt lassen die Meute klatschen, staunen und die Stimmung anheizen. Der Gig ist geprägt von einem gegenseitigen Geben und nehmen und das Publikum feiert es glücklich ab, während die Band einen weiteren Erfolg für sich verbuchen kann.

„Jedes Shirt hat eine Geschichte“ mit diesem Satz beginnt ein interessantes Gespräch mit Alexander Prinz , den einige unter dem Pseudonym DER DUNKLE PARABELRITTER kennen dürften. Nun steht er bei dem Stand seines Fair-Trade-Labels VON TILLING und bringt eine neue Shirt Kollektion unter die Leute. Heutzutage gibt es viele Shirts von Bands, die in der Massenproduktion hergestellt werden. Als der Metal noch nicht salonfähig war, war es entsprechend schwierig an solche Sachen ran zu kommen. Grund genug, sich die Frage zu stellen, warum die Leute eigentlich Shirts kaufen. Ist es die Zugehörigkeit zu einer Band, weil das Cover cool aussieht, oder was ist es dann? Eine tiefschürfende Antwort dürfte man bei der Auswahl finden, wobei jedes Shirt ein anderes Thema und eine andere Geschichte aufweist. Hinzu kommt der auf Naturbasis hergestellte Stoff, der sich von der Massenproduktion abhebt. Einen genaueren Eindruck bekommt ihr auf der VON TILLING Website.
Von Tilling
Neben seinen Shirts, ist Alex im Auftrag seines Online Magazins SILENCE MAGAZIN unterwegs. An dieser Stelle ist es nur fair auf den ursprĂĽnglichen Spirit des Metals hin zu weisen, der die gemeinsame Leidenschaft sieht und sich gegenseitig unterstĂĽtzt, statt um Besucherzahlen zu konkurrieren. Checkt unseren Kumpel Alex online mit seinem Label und seinem Magazin an, es lohnt sich!

Spiritual FrontSPIRITUAL FRONT scheinen ebenfalls viele Anhänger zu haben, denn die Höhle wird voller. Mir ist die Band bis dato völlig unbekannt und so gehe ich ohne Erwartungen in die vordersten Reihen. Der Mix aus Country, Blues und irgendwas anderes inklusive eingängigen Gesangslinien reißt mich aber nicht wirklich vom Hocker. Auch die übermäßig zelebrierte Johnny Cash Performance geht spurlos an mir vorbei, so daß ich die Höhle zugunsten eines Mittagessens verlasse. Das Publikum erfreut sich derweil und feiert den Auftritt amtlich ab.

NoetaKeinen Grund zum feiern dürften NOETA bei ihrem Gig haben, denn erstmals erlebe ich hier den Tiefpunkt eines Festivals. Bereits im Vorfeld scheint es technische Probleme zu geben und während des Auftritts wird es nicht besser. Aus der Dose kommen sphärische Klänge, während der Gitarrist seinen Part zu spielen versucht und gleichzeitig im Minutentakt eine neue Einstellung an der Elektronik vornehmen muss. Das scheint die Sängerin ebenfalls zu verunsichern, denn sie versucht krampfhaft in den Song einzusteigen, was nur stellenweise gelingt. Peinliche Pausen und schiefe Gesangslinien sind das Ergebnis, die viele Anwesenden zu einer Pinkel- und Bierpause animieren. Hier hätte ich mir Kommunikation mit dem Publikum gewünscht, denn Pannen können immer passieren. So betrachtet man jedoch einen gequälten Auftritt, der nach knapp 40 Minuten Spielzeit den Gnadenstoß erhält. Fans der Band unterstützen durch aufmunternden Applaus, aber es war schlichtweg nicht ihr Tag. Sehr schade.

DornenreichEs sollte besser werden, denn als nächstes stehen DORNENREICH auf dem Programm. Wer sich jedoch auf die rabiate Vollbedienung, inklusive „Trauerbrandung“ gefreut hat, wird ernüchtert feststellen, daß es ein Akustik Set wird. Gitarre, Geige, Gesang und fertig. Die Höhle ist allerdings bis zum Anschlag mit DORNENREICH Fans gefüllt und so treffen die akustischen Interpretationen der eigenen Stücke auf offene Ohren. Dabei wird sowohl eine große Bandbreite von “In Luft geritzt“, als auch die erste Demo angesteuert. Natürlich dürfen auch Klassiker wie „Reime faucht der Märchensarg“ nicht fehlen und so spielt man sich mit Inbrunst durch ein Set, das staunen lässt; wo andere Kapellen Schlagzeug und elektrische Gitarren benötigen, um Aggression zu erschaffen, genügt hier das minimalistische Modell und verarbeitet Aggression gekonnt in Dynamik. Fans feiern es ab, andere Hörer werden stellenweise an Goethes Erben erinnert bzw. empfinden den Gig als etwas zu sehr in die Länge gezogen. Wie viele andere Bands polarisieren DORNENREICH und gerade Fans, die eine weite Anreise auf sich genommen haben, werden heute sichtlich belohnt.

Vision BleakNach so vielen Gefühlen und abwechslungsreichen Darbietungen braucht man mal wieder etwas Deftiges. Mittlerweile haben sich die Spielzeiten durch teils längere Soundchecks nach hinten verschoben, so daß wir pünktlich zu Beginn von THE VISION BLEAK in der Höhle sind. Heute sind sie mit einem kleinen Orchester am Start, während Fursey Tessier am Bass aushilft. Endlich gibt es das Kontrastprogramm zu den vorangegangenen Bands, nämlich herrlich in die Fresse! Der Soundcheck hat sich gelohnt, denn sowohl die Gitarrenwand, als auch die Gesänge pflügen sich durch eine volle Hätte, die frenetisch abfeiern will. Die Bestellung wird vernommen und auch prompt abgeliefert, denn „Carpathia“ und „ By Our Brotherhood with Seth“ werden abgebangt und mitgesungen, während der Härtegrad sich weiter nach oben schraubt. Während man sich fragt, ob man das noch steigern kann, feuert man mit „Deathship Symphony“ einen Klassiker in die Menge, die sich mit dem brachialen Soundgewand derbe austobt. Kreisende Mähnen, singende Fans und abschließender Beifall krönen einen herrlich aggressiven und leider viel zu kurzen Gig. Inmitten all der unterschiedlichen Bands hat es gerade zu diesem Zeitpunkt eine Packung Arschtritte gebraucht. Sehr gute Wahl!

HexvesselRastermähnen, eindeutige Düfte und intensive Songs; HEXVESSEL locken viele Fans der Krautrock und Stonermucke in die Höhle und beeindrucken mit einer eleganten Show. Hier ist alles da, wo es hingehört; nickende Fans, eingängige Gesangslinien und lässige Atmosphäre. Zum Runterkommen und gemütlichem Gänsehautfaktor laden Songs wie „Thiev Of The Mountain“ ein und erfreut die Menge. Nicht meins, aber dennoch gut.

DoolDOOL sind wahrscheinlich die Band der Stunde. Werden sie zur Zeit von vielen gehypt und das erste Album ist in aller Munde. Die Truppe aus Holland hat ebenfalls einige Fans mitgebracht und so ist die Vorfreude (während einer weiteren, längeren Umbaupause) groß. Vorhang auf und los geht´s mit gemütlich, doomigen Riffs, wobei sich die Truppe schnell in Ekstase spielt. Das Album wurde bereits mit vielen Bands verglichen, was ich mir an dieser Stelle erspare. Leider springt der Funke bei mir in keinster Weise über. Ich scheine mit meiner Meinung komplett alleine zu stehen, denn um mich herum tobt der Mob, während sich neben mir eine Moshpit auftut. Fakt ist, daß die Band sich den Arsch nicht auf, sondern definitiv abreißt! Ryanne van Dorst spielt sich in Ekstase und nimmt die begeisterte Menge mit auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Mal balladesk, dann wieder als Kampfansage spielt sich die Truppe in einen Rausch, den sonst nur Drogenfreunden vorbehalten sein dürfte. Krasse Stimmung, 200% Herzblut, dennoch nicht meine Baustelle.

HypnopazuzuAls Rausschmeißer sollen dises Jahr HYPNOPAZUZU ran. Die Höhle hat sich mittlerweile sichtbar gelichtet und lediglich Die Hard Fans sind noch in unterschiedlichen Körperzuständen anwesend. Das Intro „Chirpy Chirpy Cheep Cheep “ wird durch den instrumentalen Fleischwolf gedreht, ehe wenige Minuten später die Truppe auftritt. Synthesizer, eine Quetschkommode und Geige lassen mich Schlimmes erahnen. Als der Sänger im Penner Auftritt und einer Pulle irgendwas auf die Bühne kommt, knallen bei mir sämtliche Klischeeschubladen auf; entweder ist es ein Imagespiel, daß ich nicht brauche, oder der Mann ist derbe fertig. Seine Stimme ist jedoch das genaue Gegenteil und so staune ich nicht schlecht, was er da vom Stapel lässt. Atmosphärisch und beeindruckend, aber letzten Endes gewinnt die Erschöpfung der letzten Tage die Oberhand und ich verlasse die Höhle.

Normalerweise würde ich jetzt alles zusammenfassen und mich auf nächstes Jahr freuen. Allerdings steht das Prophecy Fest , wie es bisher statt fand, auf der Kippe. Nach dem erfolgreichen Einstieg vor drei Jahren, wurden immer weniger Besucherzahlen verzeichnet. Trotz eines vielfältigen Programms (Kunstausstellung, Theaterstück, liebevoll gestaltetes Programmbuch), eines charismatischen Ambientes und vielfältigen Bandauswahl kommt man nicht auf die erhofften Besucherzahlen. Daher hat sich der Veranstalter nach langer Überlegung dazu entschlossen, daß Prophecy Fest nicht im jährlichen Rhythmus fort zu führen. Die Entwicklung des Festivals steht in den Sternen und so stellt man sich als Fan die Frage, womit man rechnen muss; kein Prophecy Fest mehr, oder an einem anderen Ort? Wieder zurückstufen auf das Eintagsfestival? Es dürfte mehrere Möglichkeiten geben, aber hier ist der Veranstalter auf eure Hilfe angewiesen. Was hat euch gefallen, was hat euch gefehlt? Was würde ihr euch wünschen, um das Festival zu besuchen? Hier ist konstruktive Kritik gefragt und daher ist es an den Fans, den Veranstalter durch konstruktives Feedback zu unterstützen. Schreibt eure Anregungen auf der FACEBOOK Seite des Veranstalters und tragt euren Teil für die Zukunft des Prophecy Festes bei!

Jetzt kommt aber unser Fazit:
Es war erneut ein herrliches Fest mit gemütlichem Ambiente, vielfältigen Bands und einer familiären Atmosphäre! Dieses Jahr kannte ich weniger Bands, konnte aber meinen Horizont um einiges erweitern (danke LOTUS THIEF, SUN OF THE SLEEPLESS). Auch die unerwartete Erfahrung von ARCTURUS, die mich anfangs schockiert und im Nachhinein immer noch schwärmen lässt und der herrliche Schlag in die Fresse von THE VISION BLEAK gehören definitiv zu meinen Jahreshighlights. Auch hat man dieses Jahr den Wühltisch besser gestaltet, so daß die Shirts geordnet waren. Mit einigen Bands konnte ich wenig anfangen, aber es war ein Blick über den Tellerrand hinaus. Die freundliche Security gehört mittlerweile genauso zum Kult, wie die coolen Leute, die das Festival besuchen. Schade fand ich die längeren Soundchecks, wobei sich die Shows nach hinten gezogen haben und die Spielzeit einiger Künstler (logischerweise) verkürzt wurde. Auch die kulinarische Auswahl ist recht begrenzt, was aber am Veranstaltungsort liegt. Unterm Strich ist es allerdings seit dem Startschuss ein ungebrochenes Kultfestival, bei dem wir gerne weiterhin Stammgast sind. Große Abwechslung, nette Leute und coole Ideen wie Ausstellung, Theaterstück und eine Live Zeichnung machen das PROPHECY FEST zu einem Erlebnis, das fest eingeplant ist. Egal wann, wir sind wieder dabei!

Radu

Fotos von Heike GroĂź- Gerenkamp

LIVE REVIEW: RHF 2017

Posted by Uli On Juni - 18 - 2017

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ROCK HARD FESTIVAL 2017 Zum fünfzehnten Mal rockt nun schon der Pott am Pfingstwochenende beim diesjährigen Rock Hard Festival 2017 im traumhaften Amphitheater in Gelsenkirchen, direkt am Rhein Herne Kanal und wieder einmal es ist dem Rock Hard Team gelungen, ein spannendes Billing auf die Beine zu stellen. Headliner wie OPETH, BEHEMOTH und BLUES PILLS sowie andere namhafte Bands wie EXODUS, DIRKSCHNEIDER, CANDLEMASS und FATES WARNING sorgten für redlichen Publikumsandrang.

Voller Vorfreude ging es endlich am Freitag los zum ersten Festivaltag, das Wetter war einfach ideal, schon ein wenig zu heiß, das erste Festivalbier wurde auf dem Gelände vernichtet, die Kollegen der fotografierenden und schreibenden Zunft wurden begrüßt. Kurz vor fünfzehn Uhr ging es dann wieder los in Richtung Fotograben, wo wir natürlich wie jedes Jahr freudig von den Jungs der CCS-Security herzlich begrüßt wurden.

FREITAG 1. Festivaltag

P6020071Als erste Band betraten die deutschen Thrasher DUST BOLT die Bühne und konnten das schon zahlreich erschienene Publikum voll begeistern. Das bayrische Trio entfesselte auf der Bühne einen wahren Hexenkessel, konnte mit doppelläufigen Gitarrensoli und Midtempopassagen voll überzeugen. Ein gelungener Auftakt.

Auf zur nächsten Truppe. ROBERT PEHRSSON´S HUMBUCKER aus Schweden, gaben sich ein wenig schwer auf der Bühne. Eine Mischung aus Classic Rock Ikonen wie THIN LIZZY, UFO, RAINBOW oder DEEP PURPLE kann ja eigentlich nicht verkehrt sein, aber was Herr Pehrsson dort auf der Bühne mit seiner Band zelebrierte war wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Die Musik hatte keine Höhen und Tiefen, kam ziemlich lustlos und langweilig daher. Dementsprechend war die Publikumslaune auch nicht sehr euphorisch.

P6020226Ganz anders sollte es nun bei MANTAR werden. Hier gab es heute zum ersten Mal richtig Stimmung im Publikum. Was die beiden Musiker, Hanno (v./g.) und Erinc (dr.) hier zelebrierten, war schon ganz harter Tobak.

Mit einer Mischung aus Black-, Death-, Punk- und Doom-Elementen sorgten sie hier für einen wahren Hexenkessel. Die Musik wurde mit einer immensen brachialen Kompromisslosigkeit vorgetragen, während Hanno sich gesanglich im wahrsten Sinne des Wortes auskotzte. Ein sehr intensives Konzert, das man nicht jeden Tag zu sehen und hören bekommt!! Daumen hoch!!!

P6020321Ăśber die DEAD DAISIES muss man nicht viel berichten, denn wer sie fĂĽr ein Konzert oder Festival bucht, der weiĂź wirklich was einem erwartet. Hard Rock at its best.

Die 2012 gegründete All-Star Band um Gitarrist Davy Lawy hat 2016 ihren dritten Longplayer „Make Some Noise“ auf den Markt geworfen, ein Live-Album folgt in Kürze. Sänger John Corabi (ex-MOTLEY CRÜE), Gitarrist Doug Aldrich (ex-DIO/WHITESNAKE), Bassist Marco Mendoza (ex-WHITESNAKE, THIN LIZZY) und Brain Tichy (ex-WHITESNAKE) boten hier ganz großes Rock`n Roll Kino der Extraklasse nach dem Motto: Make Some Noise. Und das Publikum dankte der Band hinterher mit kräftigem Applaus!!!!! Ein kleiner Abzug noch am Rande: Es wurden zwei oder drei Coversongs zu viel gespielt!

P6020455Ein Höhepunkt folgte nun dem nächsten. CANDLEMASS, die Doom Metal Götter aus Schweden, betraten die Bühne und zelebrierten hier wirklich eine Messe vom Allerfeinstem. Die Band um Mastermind Leif Edling (b) zog hier alle Register, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Das Gitarrenduo Lars Johansson und Mats Björkman schmissen ihre zähen Lavariffs ins Publikum, während Sänger Mats Leven überaus mit seiner geilen Stimme überzeugen konnte und seine Rolle als Frontmann gekonnt in Szene setzte. Die Setlist ließ nichts zu wünschen übrig, die Band hinterließ ein vollkommen zufriedenes Publikum, welches die Band von Anfang an lautstark abfeierte.

P6020633So, nun zum Headliner am Freitag. Die BLUES PILLS aus Schweden hatten danach keinen leichten Stand, den Auftritt von CANDLEMASS zu toppen. Auch schon im Vorfeld wurde schon viel darüber diskutiert, ob diese Band überhaupt Headlinerstatus hier auf diesem Festival hätte. Nun ja, die Band ist mittlerweile zu einer wichtigen neuen Classic Rock Band geworden, aber ich finde, sie wird dennoch ein wenig zu hoch gepusht. Nichtsdestotrotz kam sie hier im Rund gut an.

Sängerin Elin Larsson ist natürlich der Blickfang der Band, während die Musiker eigentlich nur im Hintergrund agieren. Der sehr junge Gitarrist Dorian Sorriaux ist ohne jeden Zweifel einer der besten kommenden Gitarristen in seinem Genre. Die Rhythmussektion der Band ist perfekt. Aber trotzdem kommt bei mir nicht so richtig die Stimmung auf. Als die Band 2014 hier auf dem Rock Hard Festival im Sonnenschein spielte, hatte ich noch einen Gänsehauteffekt, heute aber war es eher ein fader Nachgeschmack!

Uli

SAMSTAG 2. Festivaltag

Snapseed_22Der Samstag startete mit einer gepflegten Runde NWOBHM. Wer sich auf eine gemütliche Runde rumstehen mit einem Kontrabier gegen den Kater eingestellt hatte, wurde mit dem Auftritt von MONUMENT schnell eines besseren belehrt. Die Truppe legte einen regelrechten Senkrechtstart hin, der das Amphitheater schnell füllte. Ex- White Wizzard-Sänger Peter Ellis` Organ lockte einfach vor die Bühne und die Spielfreude entfachte schnell einen Flächenbrand im Publikum, der sich ausbreitete.

Die Songs von „Hair Of The Dog“ funktionieren live nicht nur, sie haben bei der Audienz die Wirkung eines Schleudersitzes, wobei auch die Pyroshow den Jungs in die Karten spielte. Erstaunte Blicke, breites Grinsen und eine fette Party waren die Folgen des Sounds, der in bester Maiden/Thin Lizzy Manier zelebriert wurde. Trotz der frühen Startposition legten MONUMENT die Messlatte für diesen Tag schon sehr hoch und wurden bei einigen bereits schnell als heimlicher Headliner gehandelt.

Während die feierwütige Menge sich an die Bierstände drängte, begann der Umbau für KETZER. Ob sie den Stimmungspegel halten konnten? Sie legten ohne große Vorwarnung los und brachten die Menge schnell auf Betriebstemperatur. Obwohl sie durchaus aggressiver zugange waren, rockten die Riffs tapfer, ohne in Geknüppel zu verfallen. Während des Gigs blieb der Energiepegel zwar oben, aber eine weitere Steigerung gab`s leider nicht. Egal, die Songs funktionierten und der Gig wurde abgefeiert.

Snapseed_20THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA brauchten ein wenig, um das Publikum aus der Reserve zu locken. Auch wenn zwei nette Stewardessen im Hintergrund tanzten und sangen, so frisst der Keyboardsound zu Beginn stellenweise Björn Strids Vocals gnadenlos auf. Im Laufe des Gigs wurde die Meute zutraulicher für den AOR Sound und so verfehlten Schwergewichte wie `Living For The Lifetime` ihre Wirkung nicht. Keine tobende Meute, sondern eher eine entspannte, lässige Stimmung dominierte hier auf und vor der Bühne und sorgte für eine gemütliche Urlaubsatmosphäre.

Snapseed_19Die Pechvögel des Festivals waren eindeutig SKYCLAD; müssen sie bei Hardcore Fans bereits leichte Ablehnung wegen des fehlenden Original Sängers über sich ergehen lassen, fehlte ihnen gerade beim Gig ihre Violinistin Georgina Biddle, die kurzfristig krank geworden war. Und so begann der Gig einer generell unterbewerteten Band pünktlich zum Regeneinsatz. Zum Glück war das den Jungs scheißegal, denn sie hatten richtig Bock auf ihren Gig und spielten sich schnell in einen Partyrausch, der ansteckte.

Getreu dem Motto „Wenn alles schon scheiße ist, genießen wir es richtig“ schmissen sie mit Songs um sich, dass der Moshpit kochte. `Parliament Of Fools` ließ die Meute mitsingen, `Inequality Street` wurde hart abgefeiert, während `Another Drinking Song` den Stimmungspegel überkochen ließ. Neben Party und Wortspielchen fanden SKYCLAD auch kurz Zeit für ernste Worte und so lautet ihre Antwort auf die politische Gesamtsituation `Thinking Allowed`, ehe sich die Truppe verabschiedete. Schlechte Voraussetzungen, unterbewertete Band, richtig fetter Gig!

Snapseed_17Ein leichtes Kontrastprogramm zur fröhlichen Stimmung bot das holländische Flaggschiff ASPHYX. Zumindest musikalisch, denn stimmungsmäßig wurde hier aus allen Rohren gefeuert, bis das Amphitheater aus allen Poren von den Besuchern blutete. Martins Sprüche („Unser Drummer weigert sich seit Jahren nackt zu spielen“), die kompromisslose Brutalität und das vollgestopfte Amphitheater harmonierten perfekt miteinander. Songauswahl, Qualität und Stimmung, konnte man folgendermaßen beschreiben:
DEEAAAAATH HAAAMMEER!!!!! BOW DOWN TO THE DEATH HAMMMER!!!
ON YOUR KNEES!!!!!

Oldschool mäßig die Rübe abschrauben lassen und danach völlig zerstört aus dem Moshpit in Richtung Bierstand kriechen. ASPHYX lieferten zuverlässig ab und hinterließen eine schwitzende und glückliche Meute.

Radu

Snapseed_16Die nächste Abrissbirne stand nun schon in den Startlöchern, um dem Publikum zu zeigen was ne Harke ist. Die Bay Area Thrasher EXODUS sind immer wieder ein Garant für hochexplosive Konzerte. Auch heute war es der Fall. Vor allem mit dem zurückgekehrten Sänger Steve „Zetro“ Sousa, ging es hier im Rund mächtig zur Sache. Die beiden Gitarristen Gary Holt und Lee Altus ballerten ihre Riffs und aberwitzigen Gitarrensoli ins Publikum, während die Rhythmusfraktion mächtig Dampf abließ und das Publikum ausrasten ließ. Die Setlist war vom Allerfeinsten, somit war EXODUS an diesem Wochenende wirklich einer der Höhepunkte.

Snapseed_14PARTYTIME……….D-A-D aus Dänemark hatten es trotzdem nach EXODUS leicht, das Publikum auf seine Seite zu ziehen, denn sie sind wirklich Garant für gute Laune Konzerte. Angefangen vom genialen Bühnenbild: Ein komplettes Wohnzimmer wurde auf die Bühne gebracht. Auf einer riesigen blauen Couch stand das Schlagzeug von Laust Sonne. Links und rechts der Bühne standen zwei überdimensionale Verstärkerattrappen, während im Hintergrund zwei riesige Wandteppiche hingen, drapiert von zahlreichen Stehlampen. Also DAS Bühnenbild schlechthin vor dem Herrn!!

Die Show wie immer spaĂźig, mit lustigen Ansagen von Herrn Binzer, Mitsingspielchen und natĂĽrlich einer deftigen Prise Rock´n Roll. Ausnahmebassist Stig Pedersen, der mit seinen absolut genialen zweiseitigen Bässen immer ein Hingucker ist und heute mit Astronautenanzug und Helm bekleidet war…ein Mordsgaudi. Das Publikum war auĂźer Rand und Band und feierte die Band lautstark, besondern zum SchluĂź, als die Bandhymne `Sleeping My Day Away` ertönte. Alle Daumen hoch!

Snapseed_12Nun wurde es bitterböse. BEHEMOTH, das polnische Black/Death Abrisskommando, gab sich die Ehre, den Samstag abzuschließen. Für die Fotografen hieß es nach dem ersten Song in den Fotograben, nur zwei Songs fotografieren und dann ganz schnell wieder daraus zu verschwinden. Manchmal muss man das nicht verstehen.

Das Konzert begann düster mit `Blow Your Trumpets Gabriel`. Frontmann Nergal erschien mit Fackeln auf der Bühne, zündete einige Lampen an, warf die Fackeln zur Seite und fast hätte das Backdrop Feuer gefangen, hätte nicht ein beherzter Roadie eingegriffen. Die Band spielte sich konsequent durch ihre Setlist, die kaum Wünsche übrig ließ. Natürlich durfte eine deftige Pyroshow nicht fehlen, ebenso der obligatorische Weihrauch. Sänger und Gitarrist Nergal über alles erhaben zog das Publikum in seinen Bann. Alles in allem war es ein sehr intensives Konzert, so wie man es von BEHEMOTH kennt…..und dem Publikum gefiel es.

Sonntag 3. Festivaltag

Snapseed_11Sonntag, der wohl beste Tag auf diesem Festival, startete leider mit einer derben Verspätung des Einlasses und somit konnten nicht alle den Anfang des Gigs um 12 Uhr des US-Trios NIGHT DEMON sehen oder zumindest nur die letzten Songs hören. Trotzdem konnte ich noch glücklicherweise pünktlich den Graben betreten. Die mittlerweile sehr erfolgreiche Newcomer Band aus Ventura um Sänger und Bassisten Jarvis Leatherby, John Anthony (g.) und Dusty Squires (dr.) kamen mit ihrem klassischen Heavymetal, einer erlesenen Prise NWOBHM gut beim Publikum an und konnten somit die ersten Pluspunkte dieses Festivaltages für sich einstecken. Daumen hoch!!

Snapseed_10BLOOD CEREMONY aus Kanada stand als nächste Band auf dem Programm. Die Band um Frontfrau Alia O´Brain (voc., fl., keyb.) zelebrierte hier Psychedelic Rock, gemischt mit einer Prise Doom Metal, gewürzt mit ein wenig Folk und Progressive Rock! Die Band erinnerte ein wenig an Jethro Tull und Jefferson Airplane, wobei der Gesang der Frontfrau Alia nach einiger Zeit etwas nervig wurde. Die Musik war gut, keine Frage! Aber solche eine Band würde ich lieber in einem Club sehen, als bei hellem Tageslicht. Nicht ganz so prickelnd!!

Snapseed_8SECRETS OF THE MOON bei hellstem Tageslicht. Yes!!! Endlich konnte man sie fotografieren. In den Clubs waren sie kaum auf der Bühne zu sehen, da das Licht meist von hinten kam. Die Band bot hier wirklich ein allerfeinstes Konzert. Mit ihrem düsteren Black Metal zog die Band alle Register, konnte auch am Tage ihre intensive Musik voll entfalten. Auch für mich gab es Gänsehauteffekte, denn diese Band kann einen wirklich in ihren Bann ziehen. Mitreißend!!!!!!!!! Alle Daumen hoch!!

Snapseed_7Es folgte nun DEMON, 1979 in England gegrĂĽndet, schossen hier wirklich ein Feuerwerk an Hits ins Publikum. Eigentlich ist die Band ja immer noch ein Geheimtipp und konnte sich bis dato nicht so richtig an der Spitze der Bands ihres Genres setzen. Aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch. Dem Publikum gefiel es und feierte die Band lautstark.

Snapseed_5ROOS THE BOSS war nun angesagt, mit dem ehemaligen MANOWAR Gitarristen Ross Friedman. Auf dem „Keep It True 2016“ und „Headbangers Open Air 2016“ sollen sie mächtig abgesahnt haben. Dementsprechend war die Vorfreude hier im Publikum sehr hoch und zum ersten Mal war hier das Amphitheater brechend voll, was dann hier geschah war unglaublich! Das komplette Publikum rastete vollkommen aus. Hier wurde lautstark zu dem „Early Days MANOWAR Set“ mitgesungen, gebangt……..Stimmung hoch drei, auch wenn der Gesang ein wenig enervierend war! Obwohl ich kein MANOWAR Fan bin, war das wirklich klasse!!!

Snapseed_4Nun kam für mich einer meiner persönlichen Höhepunkte des Festivals. FATES WARNING, die Mitbegründer des progressiven Metal. Das Set begann mit `From The Rooftops` vom aktuellem Album „Theories Of Flight“, gefolgt von `Live In Still Water` und eines meiner Lieblingssongs der Band `Seven Stars`. Was soll ich zu dieser Truppe noch sagen! Eine begnadete Band, die es live wirklich schafft, fast alle in ihren Bann zu ziehen. Angefangen mit Ray Alders fantastischem Gesang, der einmaligen Gitarrenfraktion mit Jim Matheos und Frank Aresti, Joey Vera, dem Bassisten vor dem Herrn und Bobby Jarzombek an den Drums. Was diese Herren hier in einer Spielzeit von siebzig Minuten zelebrierten, war ganz großes Kino. Hier stimmte alles, es war ein komplettes Gesamtpaket voller großartigen Songs. Danke!!!

Jetzt folgte DER Höhepunkt des gesamten Festivals!!!! DIRKSCHNEIDER!!! Soll ich sagen: Er kam sah und siegte!? DEFINITIV.

Snapseed_2Was jetzt hier im Amphitheater geschah, kann man schlecht in Worten beschreiben. ROSS THE BOSS haben schon mächtig abgeräumt. Aber Udo hat es geschafft hier wirklich alles zu toppen! Udo Dirkschneider, eigentlich die ehemalige Stimme der deutschen Metalschmieder ACCEPT, hat nach U.D.O. den Schritt gewagt mit DIRKSCHNEIDER alte ACCEPT-Klassiker ein letztes Mal live zu spielen, nach dem Motto: Back To The Roots – Farewell to Accept…. Ok kommen wir nun zur Sache! Die Setlist lieĂź absolut keine WĂĽnsche offen. Songs wie: `London Leatherboys`, `Midnight Mover`, `Breaker`, `Princess Of The Dawn`, `Restless And Wild`, `Metal Heart` und und und………

Die Band in absoluter Spiellaune, machte aus dem Ganzen eine riesige Metalparty. Matten wurden geschüttelt, jeder Refrain wurde lautstark mitgesungen und Crowdsurfer ohne Ende…..das Amphitheater kochte förmlich über! So muss ein Metalkonzert sein. Laut! Ehrlich! Mitreissend! Das war wirklich nicht mehr zu toppen!! Selten habe ich so einen energiegeladenen und emotionsvollen Gig erlebt!! Alle Daumen hoch!! Danke Udo und Band!!

SnapseedKommen wir nun zum Sonntagsheadliner, die Melodic Death Metaler OPETH aus Schweden, die nicht wirklich den Auftritt von DIKSCHNEIDER toppen konnten. Die Band hatte zwar einen phänomenalen Sound, die Fans der Band waren natürlich entzückt und feierten somit die Band mächtig ab. Aber zahlreiche Metalheads verließen schon frühzeitig das Rund um sich noch ein letztes Bier zu genehmigen, Party auf dem Campingplatz zu machen oder den Heimweg anzutreten.

Tja, leider ist es nun auch schon wieder vorbei und die Schreiber denken mit Wehmut zurück, schauen aber auch gleichzeitig wieder nach vorne und sagen: Auf zum nächsten Familientreffen 2018!

Danke an die Truppe vom Rock Hard, der es wieder einmal gelungen war, ein hervorragend entspanntes Festival mit tollen Bands wie DIRKSCHNEIDER, ROSS THE BOSS, FATES WARNING, EXODUS, MONUMENT, ASPHYX und und und auf die Beine zu stellen.

Wir sehen uns nächstes Jahr!!

Uli und Radu

LIVE REVIEW: LES DISCRETS

Posted by Samir On Januar - 25 - 2017

Erfurt, Montagabend, -11 Grad. Trotz der eisigen Temperaturen ist das From Hell gut gefüllt und bietet wiedermal eine hochwertige musikalische Zuflucht. LES DISCRETS laden ein und haben mit MOSAIC einen vielversprechenden Support im Gepäck.

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LIVE REVIEW: EQUILIBRIUM

Posted by Radu On Oktober - 9 - 2016

EQUILIBRIUM, HEIDEVOLK, FINSTERFORST,NOTHGARD

Pagan Overload vom feinsten versprach der Banner. Einlass 18 Uhr und Startschuss um 19 Uhr in die Bochumer Matrix. Entweder spielten NOTHGARD den kürzesten Gig ever, oder sie hatten schlichtweg vorher angefangen, weil wir nur noch die letzten anderthalb Songs mitbekommen. Schade, denn da ich sie nicht kannte hätte ich mich über mehr gefreut. Der Meute scheint es zu gefallen, denn sie frisst Dom bei seinen Ansagen aus der Hand und entlässt die Truppe mit einer ordentlichen Packung Feierwut im Bauch.

Finsterforst Danach wird die Bühne in mystisches Licht getaucht, ehe epochale Klänge eine unheilige Allianz in Form von FINSTERFORST ankündigen. Entsprechend seltsam mutet die grün blickende Brille auf Olis Glatze an, aber die Band hat halt einen eigenen Humor. Epische Klänge wechseln sich mit kurzfristiger Raserei ab, ohne den Spaß auf der Strecke zu lassen. „Da wir ja so eine böse Black Metal Band sind, gibt es jetzt etwas für die gute Laune“ spricht es und lässt `Zeit für Hass` von der Kette. Auch eine Mini Circle Pit der Band auf der Bühne ist drin und so steigt die Stimmung proportional zum Alkoholpegel.

HeidevolkDer Kessel steht schon amtlich unter Druck, ehe die Truppe von HEIDEVOLK auf die Bühne springt, um dem Publikum einen amtlichen Tritt zu verpassen. Die Songs knallen, das Publikum jubelt und klatscht, während man sich vor und auf der Bühne zu sportlichen Höchstleistungen anstachelt. Kein Wunder, denn Live Granaten wie `voorwaarts` sind halt Selbstläufer, die eine Belastungsprobe für Nacken und Stimmbänder gleichzeitig darstellen. Auch wenn kurz mal der Fuß vom Gas genommen wird, so dreht man konstant an der Spannungskurve, bis die Meute kaum noch kann. Gegen Ende des Gigs merkt man das der Audienz auch an, denn man ist ausgepowert und wartet mittlerweile auf den Hauptakt. Der Sympathiefaktor zur Band macht alles wieder wett und so wird nochmal alles zusammengekratzt, um nochmal einen würdigen Abschluss zu bieten. Die Niederländer danken es herzlich, die Masse ist am Ende. Die Umbaupause zieht sich in die Länge, aber was will man machen, wenn mal eben eine Baumlandschaft und die Instrumente vorbereitet werden müssen? Besonders in den vordersten Reihen herrscht eine höllische Hitze, wobei die Organisation hier beherzt eingreift und Wasserflaschen an die Besucher verteilt.

EquilibriumDie Lüftung funktioniert nur sporadisch und ehe ein Herr mit Aufgusswünschen um die Ecke kommen kann, erlischt das Licht und EQUILIBRIUM betreten die Bühne. Getreu dem Motto „Was auf dem Album funktioniert, klappt auch live“ wird der Opener des aktuellen Werkes „Armageddon“ rausgehauen und der Akku einer ausgepowerten Menge schießt explosionsartig in die Höhe. Robse hält die Gäste gut bei der Stange und fordert einiges an Einsatz ein. Dafür wird man im Gegenzug mit überwiegend Material vom neuen Album belohnt. Leider hat der Soundmischer einen durchwachsenen Tag, so dass gerade der Effekt bei `Born To Be Epic` teilweise auf der Strecke bleibt. Auch die `Wirtshaus Gaudi` gehört zu den schwächeren Momenten der Band und lässt das Konzert an manchen Stellen einbrechen. Solche Patzer sind aber schnell vergeben, wenn in voller Lautstärke das `Skyrim` Cover ertönt und sich Metalheadz und Gaming Nerds beim Feiern die Gläser reichen. Viel zu früh scheint man den Stecker zu ziehen, ehe man noch mit weiteren Zugaben belohnt wird spätestens mit `Unbesiegt` den Boden aufwischt. Alles in allem eine schweißtreibende Sache, bei der man einem noch ansieht, dass es ein anstrengender Abend war. Aber ohne Fleiß, keinen Mosh.

Sebastian Radu GroĂź

LIVE REVIEW: PSOA 2016

Posted by Samir On September - 22 - 2016

psoaZum mittlerweile 21ten mal öffneten sich die Pforten der Hölle, besser bekannt als Thüringen und versammelt Extreme Metal Fans aus aller Welt zum Party San Open Air. Was 1996 vor 170 Zuschauern begann, hat sich längst als eines der beliebtesten Festivals der Republik etabliert. Und dies auch, wie sich 2016 zeigt, vollkommen zurecht!

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