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Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

PROPHECY FEST

Posted by Radu On August - 1 - 2017

Prophecy Fest

Zum dritten Mal in Folge lädt Prophecy zum fest in die Balver Höhle ein. Neben einem abwechslungsreichen Billing und atmosphärischer Umgebung gibt es auch wieder kurze Wege zu den Fressbuden, zum Campinggelände und zu den Bierständen. Warum das Festival dennoch nicht mehr jährlich stattfindet, welcher Wahnsinn in der Höhle getobt hat und was für coole Sonderaktionen im Einsatz waren lest ihr in den folgenden Zeilen.

Bei sonnigem Wetter kommen wir in Balve an. Fix unsere Standardpension besucht, Auto vor der Höhle geparkt und dann ab zum Gelände. Alles wie gehabt: unterschiedliches Publikum (von Kutten, über seltene Shirts bis zu Alternativen sind alle da), bekannte Stände und natürlich der Merch-Wühltisch, den wir als erstes ansteuern. Eben bei den Neuerscheinungen schauen, dann noch durch die Kästen schauen und schon beginnt sich die Höhle im Nu zu füllen. Wir bekommen kaum mit, daß irgendwann der Soundcheck zu ende ist und NHOR bereits zu spielen beginnen. Was während des Wühlens durch die Shirthaufen wie eine nette Hintergrundmusik klingt, soll sich als ausgefallene Idee entpuppen; mit dem Rücken zum Publikum spielt NHOR auf seinem Bühnendebüt einige dezente Pianoklänge, während neben ihm eine Dame an einem Bild arbeitet, welches auf der Leinwand auf der Bühne projiziert wird. Das Zusammenspiel zwischen den leisen Klängen und dem Entstehen des Gemäldes verfehlt seine Wirkung nicht, denn man sieht bereits einige Leute andächtig der Performance lauschen. Es hat etwas intimes dabei zu zu sehen, wie in Begleitung simpler Klänge ein Bild Gestalt annimmt und somit ist der Gig bedächtig und mit Ruhe vollzogen worden, ehe es ohne Verbeugung oder Worte an das Publikum von der Bühne geht. Ein etwas anderer Start in ein Festival und eine sehr coole Idee.

Solor DolorosaStar Allüren sind auf dem Prophecy Fest kaum zu finden. So wundert es auch nicht, daß mal eben einige Mitglieder der musikalischen Familien von Alcest und Les Discrets durch die Reihen spazieren. Man kennt sich halt, macht gemeinsam Musik und quatscht lässig auf dem Fest. SOLOR DOLOROSA wurde von Andy Julia, der ein enger Freund von Neige ist, aus der Taufe gehoben. Optisch und musikalisch frönt die Truppe den 90er Jahren Gothic Rock, wobei Sisters of Mercy für die Einflüsse der Band dabei Pate standen und hier auch zur Schau gestellt werden. Der Sänger post um sein Leben und sein Hüftschwung und der Versuch einen verletzlichen und gleichzeitig hartgesottenen Rockstar zu mimen ist zwar nicht neu, wird aber lässig in Szene gesetzt. Auch bei technischen Problemen lässt er sich nicht von seinem Konzept ablenken und zieht sein Ding durch, was auch bei den Zuschauern gut ankommt. Für einige Damen das Sahneschnittchen, für den Rest ein solider Auftritt bei gutem Sound und amtlicher Wirkung. Titelmäßig spielt man auf Sicherheit und spätestens bei „American Chronicle“ dominiert der Daumen nach oben. Läuft bei den Jungs.

Auch dieses Jahr stellt traditionsgemäß ein Künstler in der Balver Höhle aus. Dieses Mal ist es Irrwisch, der seine Werke ausstellt. Dabei befinden sich sowohl Malereien, als auch zusammengeschnittene Bilder oder mit Garn kreierte Ausstellungsstücke in der Ausstellung.

Sun Of The SleeplessIm (erneut liebevoll gestalteten) Programmheft findet man nützliche Infos zu den Bands. So auch zu SUN OF THE SLEEPLESS; zwei Alben, 20 Jahre Zusammenarbeit mit dem Prophecy und bisher ein einziger Live Auftritt. Recht dürftig, möchte man meinen, wenn das Soloprojekt nicht vom Mastermind Schwadorf (Empyrium, The Vision Bleak) ins Leben gerufen sein würde. Intensiver und abwechslungsreicher Black Metal steht auf dem Programm und neben atmosphärischem Bühnenbild gibt es auch derbe auf die Fresse. Beginnt alles noch leicht melancholisch, bricht schnell der brachiale Gitarrenwahnsinn aus den Boxen, untermalt von einer knarzigen Stimme und einer bösen Soundwand. Für den zweiten Auftritt ist es beachtlich, wie selbstverständlich das Zusammenspiel funktioniert. Mir war die Band bis dato nur kurz in Erscheinung getreten, aber der live Auftritt ist der beste Beweis dafür, daß Schwadorf etwas konsequent und mit vollem Elan durchzieht. Auch wenn die Abwechslung ganz oben auf dem Programm steht, so hat er anscheinend vor dem Gig eine gehörige Packung Aggression getankt, um sich live übelst aus zu scheißen. Sehr schön.

ArcturusMein persönlicher Hauptgrund für das diesjährige Prophecy Fest heißen eindeutig ARCTURUS. Aber kann man die Genialität der Alben auch live atmosphärisch umsetzen? Eine Frage, die sich viele während der 40 minütigen Umbaupause stellen dürfen, ehe der Vorhang aufgeht und der Wahnsinn beginnt. Der Startschuss ist eine Mischung aus Faszination und Fremdschämen, denn Captain ICS Vortex hat nicht nur einen Clown gefrühstückt, sondern anscheinend sich mental die Lichter ausgeknipst. Gefangen im Körper eines erwachsenen Mannes hüpft ein verspieltes Kind auf der Bühne in bester Hodor- Manier rum und wirft mit Posen um sich, wobei ich mir als Zuschauer verarscht vorkomme. Warum tu ich mir so eine Scheiße eigentlich an? Die Antwort ist simpel: weil die musikalische Darbietung einfach nur genial ist! So bescheuert sein Gebaren auf der Bühne auch aus, seine Stimme ist über jeglichen Zweifel erhaben und liefert vom allerfeinsten die Bestellung ab. Der Sound ist herrlich und trägt Klassiker wie „The Chaos Path“ oder „Shipwrecked“ durch sanfte Gefilde und kosmische Stürme, während die intensive Lichtershow diese Grenzerfahrung unterstreicht. Irgendwann hat man sich an das seltsame Gehoppel auf der Bühne gewöhnt und spätestens bei der smootheren Version von „Crashlands“ überrollt einen die Gänsehaut, die man sich von dem Gig erhofft hatte. Keine Frage, diese Band polarisiert, von außen wie von innen und auch wenn ich mir von der Bühnenshow mehr Ernsthaftigkeit gewünscht hätte, passt es um so besser zu ARCTURUS, den Erwartungen des Hörers schlichtweg mit ihrer Performance ins Gesicht zu schlagen. Dieser Gig trümmert sich in allen Facetten durch die Höhle und ist einfach nur krank, wahnsinnig und richtig genial!

Gler ArkurNach ARCTURUS den Boden aufwischen ist keine leichte Aufgabe. Hier wurde von der Running Order auf Sicherheit gesetzt und GLER ARKUR eingesetzt. Bereits im letzten Jahr hat die Truppe mit ihrem Gitarren-Overkill und dem Drohne geschwängerten Sound die Massen hypnotisiert. Dieses Jahr soll es nochmal sein und wer sie letztes Jahr verpasst hat, wird mit einer Top Performance belohnt. Besucher des letzten Jahres erleben eine solide Wiederholung des letztjährigen Gigs mit einem zusätzlichen Gastauftritt; Songs kann ich keine hervorheben, allerdings ist es erstaunlich, welche Soundcoullagen man aus vier Gitarren zaubern kann und diese zu einem harmonischen Zusammenspiel vereinen kann. Gerade die Techniker und Gitarrennerds unter den Besuchern hatten nach dem Gig einiges zu philosophieren und nach dem Gig gingen einige Platten über den Merchandise Thresen.

SolstafirSOLSTAFIR sollen an diesem Abend den Sack zumachen. Sie stehen einer gut gefüllten Höhle, mit von dem Festival sichtbar gezeichneten Meute gegenüber und legen (nach einer etwas längeren Umbaupause) los. Sänger und Gitarrist Tryggvason lebt seine Songs sehr intensiv und vermittelt das Gefühl, sich in einer anderen Welt zu befinden. Trotz mehrfachen Live Versuchen kann ich dieser Band nichts abgewinnen und so verpuffen sowohl Musik, als auch Bühnenperformance bei mir gänzlich. Nach zwei Songs verlassen wir die vollgestopfte Höhle und erfahren am nächsten Tag, daß eingefleischte SOLSTAFIR Fans anscheinend den Gig ihres Lebens erlebt haben.

Lotus ThiefNeuer Tag, neues Glück. Pünktlich zur Mittagszeit dürfen LOTUS THIEF ran, um den Besuchern den Schlaf aus den Augen zu spielen. Die Höhle ist bereits amtlich gefüllt und die Vorbereitungen lassen auf einen umfangreicheren Gig schließen. Soundcheck fertig uns sofort geht´s los; während die Band spielt, läuft im Hintergrund ein optimal zusammengeschnittener Film aus Szenen von „Dantes Inferno“ aus den 20er Jahren, aktuellen Nachrichten, Naturaufnahmen und historischen Bildern eines Atombombentests. Das Zusammenspiel mit der Musik funktioniert sehr gut und zaubert eine Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. Leider kann man die zweite Gitarre mehr erahnen als hören, aber das tut dem Gig in keinster Weise einen Abbruch. Das gesangliche Zusammenspiel der Damen fesselt, die Soli reißen die Aufmerksamkeit des Publikums an sich und während man noch zwischen dem Film und der Live Performance hin- und hergerissen ist, kann sich die Gänsehaut bereits als Stammgast anmelden. Eine audiovisuelle Vollbedienung die gegen Ende des Gigs in einem aggressiven Growling der Sängerin mündet, was die große Bandbreite an Abwechslung und Überraschungsmomente dieser Band unterstreicht. Überragender Auftritt und ein mehr als gelungener Start in den Tag!

Moon And The NightspiritTHE MOON AND THE NIGHTSPIRIT haben einige Anhänger mitgebracht, denn die Höhle füllt sich rasch. Der leicht melancholisch angehauchte,Pagan Folk aus Ungarn wird heute durch einen Bassisten live unterstützt. Nachdenkliche Stimmung, introvertierte Bühnenshow und nur Hintergrundmusik? Vergiss es, die Truppe überrascht mit einem sehr guten Draht zum Publikum und wird entsprechend gefeiert. Das charismatische Geigenspiel und der Gesang auf der einen Seite und das stimmungsvolle Percussion Set (inklusive Solo) und weitere Instrumentenvielfalt lassen die Meute klatschen, staunen und die Stimmung anheizen. Der Gig ist geprägt von einem gegenseitigen Geben und nehmen und das Publikum feiert es glücklich ab, während die Band einen weiteren Erfolg für sich verbuchen kann.

„Jedes Shirt hat eine Geschichte“ mit diesem Satz beginnt ein interessantes Gespräch mit Alexander Prinz , den einige unter dem Pseudonym DER DUNKLE PARABELRITTER kennen dürften. Nun steht er bei dem Stand seines Fair-Trade-Labels VON TILLING und bringt eine neue Shirt Kollektion unter die Leute. Heutzutage gibt es viele Shirts von Bands, die in der Massenproduktion hergestellt werden. Als der Metal noch nicht salonfähig war, war es entsprechend schwierig an solche Sachen ran zu kommen. Grund genug, sich die Frage zu stellen, warum die Leute eigentlich Shirts kaufen. Ist es die Zugehörigkeit zu einer Band, weil das Cover cool aussieht, oder was ist es dann? Eine tiefschürfende Antwort dürfte man bei der Auswahl finden, wobei jedes Shirt ein anderes Thema und eine andere Geschichte aufweist. Hinzu kommt der auf Naturbasis hergestellte Stoff, der sich von der Massenproduktion abhebt. Einen genaueren Eindruck bekommt ihr auf der VON TILLING Website.
Von Tilling
Neben seinen Shirts, ist Alex im Auftrag seines Online Magazins SILENCE MAGAZIN unterwegs. An dieser Stelle ist es nur fair auf den ursprĂĽnglichen Spirit des Metals hin zu weisen, der die gemeinsame Leidenschaft sieht und sich gegenseitig unterstĂĽtzt, statt um Besucherzahlen zu konkurrieren. Checkt unseren Kumpel Alex online mit seinem Label und seinem Magazin an, es lohnt sich!

Spiritual FrontSPIRITUAL FRONT scheinen ebenfalls viele Anhänger zu haben, denn die Höhle wird voller. Mir ist die Band bis dato völlig unbekannt und so gehe ich ohne Erwartungen in die vordersten Reihen. Der Mix aus Country, Blues und irgendwas anderes inklusive eingängigen Gesangslinien reißt mich aber nicht wirklich vom Hocker. Auch die übermäßig zelebrierte Johnny Cash Performance geht spurlos an mir vorbei, so daß ich die Höhle zugunsten eines Mittagessens verlasse. Das Publikum erfreut sich derweil und feiert den Auftritt amtlich ab.

NoetaKeinen Grund zum feiern dürften NOETA bei ihrem Gig haben, denn erstmals erlebe ich hier den Tiefpunkt eines Festivals. Bereits im Vorfeld scheint es technische Probleme zu geben und während des Auftritts wird es nicht besser. Aus der Dose kommen sphärische Klänge, während der Gitarrist seinen Part zu spielen versucht und gleichzeitig im Minutentakt eine neue Einstellung an der Elektronik vornehmen muss. Das scheint die Sängerin ebenfalls zu verunsichern, denn sie versucht krampfhaft in den Song einzusteigen, was nur stellenweise gelingt. Peinliche Pausen und schiefe Gesangslinien sind das Ergebnis, die viele Anwesenden zu einer Pinkel- und Bierpause animieren. Hier hätte ich mir Kommunikation mit dem Publikum gewünscht, denn Pannen können immer passieren. So betrachtet man jedoch einen gequälten Auftritt, der nach knapp 40 Minuten Spielzeit den Gnadenstoß erhält. Fans der Band unterstützen durch aufmunternden Applaus, aber es war schlichtweg nicht ihr Tag. Sehr schade.

DornenreichEs sollte besser werden, denn als nächstes stehen DORNENREICH auf dem Programm. Wer sich jedoch auf die rabiate Vollbedienung, inklusive „Trauerbrandung“ gefreut hat, wird ernüchtert feststellen, daß es ein Akustik Set wird. Gitarre, Geige, Gesang und fertig. Die Höhle ist allerdings bis zum Anschlag mit DORNENREICH Fans gefüllt und so treffen die akustischen Interpretationen der eigenen Stücke auf offene Ohren. Dabei wird sowohl eine große Bandbreite von “In Luft geritzt“, als auch die erste Demo angesteuert. Natürlich dürfen auch Klassiker wie „Reime faucht der Märchensarg“ nicht fehlen und so spielt man sich mit Inbrunst durch ein Set, das staunen lässt; wo andere Kapellen Schlagzeug und elektrische Gitarren benötigen, um Aggression zu erschaffen, genügt hier das minimalistische Modell und verarbeitet Aggression gekonnt in Dynamik. Fans feiern es ab, andere Hörer werden stellenweise an Goethes Erben erinnert bzw. empfinden den Gig als etwas zu sehr in die Länge gezogen. Wie viele andere Bands polarisieren DORNENREICH und gerade Fans, die eine weite Anreise auf sich genommen haben, werden heute sichtlich belohnt.

Vision BleakNach so vielen Gefühlen und abwechslungsreichen Darbietungen braucht man mal wieder etwas Deftiges. Mittlerweile haben sich die Spielzeiten durch teils längere Soundchecks nach hinten verschoben, so daß wir pünktlich zu Beginn von THE VISION BLEAK in der Höhle sind. Heute sind sie mit einem kleinen Orchester am Start, während Fursey Tessier am Bass aushilft. Endlich gibt es das Kontrastprogramm zu den vorangegangenen Bands, nämlich herrlich in die Fresse! Der Soundcheck hat sich gelohnt, denn sowohl die Gitarrenwand, als auch die Gesänge pflügen sich durch eine volle Hätte, die frenetisch abfeiern will. Die Bestellung wird vernommen und auch prompt abgeliefert, denn „Carpathia“ und „ By Our Brotherhood with Seth“ werden abgebangt und mitgesungen, während der Härtegrad sich weiter nach oben schraubt. Während man sich fragt, ob man das noch steigern kann, feuert man mit „Deathship Symphony“ einen Klassiker in die Menge, die sich mit dem brachialen Soundgewand derbe austobt. Kreisende Mähnen, singende Fans und abschließender Beifall krönen einen herrlich aggressiven und leider viel zu kurzen Gig. Inmitten all der unterschiedlichen Bands hat es gerade zu diesem Zeitpunkt eine Packung Arschtritte gebraucht. Sehr gute Wahl!

HexvesselRastermähnen, eindeutige Düfte und intensive Songs; HEXVESSEL locken viele Fans der Krautrock und Stonermucke in die Höhle und beeindrucken mit einer eleganten Show. Hier ist alles da, wo es hingehört; nickende Fans, eingängige Gesangslinien und lässige Atmosphäre. Zum Runterkommen und gemütlichem Gänsehautfaktor laden Songs wie „Thiev Of The Mountain“ ein und erfreut die Menge. Nicht meins, aber dennoch gut.

DoolDOOL sind wahrscheinlich die Band der Stunde. Werden sie zur Zeit von vielen gehypt und das erste Album ist in aller Munde. Die Truppe aus Holland hat ebenfalls einige Fans mitgebracht und so ist die Vorfreude (während einer weiteren, längeren Umbaupause) groß. Vorhang auf und los geht´s mit gemütlich, doomigen Riffs, wobei sich die Truppe schnell in Ekstase spielt. Das Album wurde bereits mit vielen Bands verglichen, was ich mir an dieser Stelle erspare. Leider springt der Funke bei mir in keinster Weise über. Ich scheine mit meiner Meinung komplett alleine zu stehen, denn um mich herum tobt der Mob, während sich neben mir eine Moshpit auftut. Fakt ist, daß die Band sich den Arsch nicht auf, sondern definitiv abreißt! Ryanne van Dorst spielt sich in Ekstase und nimmt die begeisterte Menge mit auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Mal balladesk, dann wieder als Kampfansage spielt sich die Truppe in einen Rausch, den sonst nur Drogenfreunden vorbehalten sein dürfte. Krasse Stimmung, 200% Herzblut, dennoch nicht meine Baustelle.

HypnopazuzuAls Rausschmeißer sollen dises Jahr HYPNOPAZUZU ran. Die Höhle hat sich mittlerweile sichtbar gelichtet und lediglich Die Hard Fans sind noch in unterschiedlichen Körperzuständen anwesend. Das Intro „Chirpy Chirpy Cheep Cheep “ wird durch den instrumentalen Fleischwolf gedreht, ehe wenige Minuten später die Truppe auftritt. Synthesizer, eine Quetschkommode und Geige lassen mich Schlimmes erahnen. Als der Sänger im Penner Auftritt und einer Pulle irgendwas auf die Bühne kommt, knallen bei mir sämtliche Klischeeschubladen auf; entweder ist es ein Imagespiel, daß ich nicht brauche, oder der Mann ist derbe fertig. Seine Stimme ist jedoch das genaue Gegenteil und so staune ich nicht schlecht, was er da vom Stapel lässt. Atmosphärisch und beeindruckend, aber letzten Endes gewinnt die Erschöpfung der letzten Tage die Oberhand und ich verlasse die Höhle.

Normalerweise würde ich jetzt alles zusammenfassen und mich auf nächstes Jahr freuen. Allerdings steht das Prophecy Fest , wie es bisher statt fand, auf der Kippe. Nach dem erfolgreichen Einstieg vor drei Jahren, wurden immer weniger Besucherzahlen verzeichnet. Trotz eines vielfältigen Programms (Kunstausstellung, Theaterstück, liebevoll gestaltetes Programmbuch), eines charismatischen Ambientes und vielfältigen Bandauswahl kommt man nicht auf die erhofften Besucherzahlen. Daher hat sich der Veranstalter nach langer Überlegung dazu entschlossen, daß Prophecy Fest nicht im jährlichen Rhythmus fort zu führen. Die Entwicklung des Festivals steht in den Sternen und so stellt man sich als Fan die Frage, womit man rechnen muss; kein Prophecy Fest mehr, oder an einem anderen Ort? Wieder zurückstufen auf das Eintagsfestival? Es dürfte mehrere Möglichkeiten geben, aber hier ist der Veranstalter auf eure Hilfe angewiesen. Was hat euch gefallen, was hat euch gefehlt? Was würde ihr euch wünschen, um das Festival zu besuchen? Hier ist konstruktive Kritik gefragt und daher ist es an den Fans, den Veranstalter durch konstruktives Feedback zu unterstützen. Schreibt eure Anregungen auf der FACEBOOK Seite des Veranstalters und tragt euren Teil für die Zukunft des Prophecy Festes bei!

Jetzt kommt aber unser Fazit:
Es war erneut ein herrliches Fest mit gemütlichem Ambiente, vielfältigen Bands und einer familiären Atmosphäre! Dieses Jahr kannte ich weniger Bands, konnte aber meinen Horizont um einiges erweitern (danke LOTUS THIEF, SUN OF THE SLEEPLESS). Auch die unerwartete Erfahrung von ARCTURUS, die mich anfangs schockiert und im Nachhinein immer noch schwärmen lässt und der herrliche Schlag in die Fresse von THE VISION BLEAK gehören definitiv zu meinen Jahreshighlights. Auch hat man dieses Jahr den Wühltisch besser gestaltet, so daß die Shirts geordnet waren. Mit einigen Bands konnte ich wenig anfangen, aber es war ein Blick über den Tellerrand hinaus. Die freundliche Security gehört mittlerweile genauso zum Kult, wie die coolen Leute, die das Festival besuchen. Schade fand ich die längeren Soundchecks, wobei sich die Shows nach hinten gezogen haben und die Spielzeit einiger Künstler (logischerweise) verkürzt wurde. Auch die kulinarische Auswahl ist recht begrenzt, was aber am Veranstaltungsort liegt. Unterm Strich ist es allerdings seit dem Startschuss ein ungebrochenes Kultfestival, bei dem wir gerne weiterhin Stammgast sind. Große Abwechslung, nette Leute und coole Ideen wie Ausstellung, Theaterstück und eine Live Zeichnung machen das PROPHECY FEST zu einem Erlebnis, das fest eingeplant ist. Egal wann, wir sind wieder dabei!

Radu

Fotos von Heike GroĂź- Gerenkamp

LIVE REVIEW: RHF 2017

Posted by Uli On Juni - 18 - 2017

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ROCK HARD FESTIVAL 2017 Zum fünfzehnten Mal rockt nun schon der Pott am Pfingstwochenende beim diesjährigen Rock Hard Festival 2017 im traumhaften Amphitheater in Gelsenkirchen, direkt am Rhein Herne Kanal und wieder einmal es ist dem Rock Hard Team gelungen, ein spannendes Billing auf die Beine zu stellen. Headliner wie OPETH, BEHEMOTH und BLUES PILLS sowie andere namhafte Bands wie EXODUS, DIRKSCHNEIDER, CANDLEMASS und FATES WARNING sorgten für redlichen Publikumsandrang.

Voller Vorfreude ging es endlich am Freitag los zum ersten Festivaltag, das Wetter war einfach ideal, schon ein wenig zu heiß, das erste Festivalbier wurde auf dem Gelände vernichtet, die Kollegen der fotografierenden und schreibenden Zunft wurden begrüßt. Kurz vor fünfzehn Uhr ging es dann wieder los in Richtung Fotograben, wo wir natürlich wie jedes Jahr freudig von den Jungs der CCS-Security herzlich begrüßt wurden.

FREITAG 1. Festivaltag

P6020071Als erste Band betraten die deutschen Thrasher DUST BOLT die Bühne und konnten das schon zahlreich erschienene Publikum voll begeistern. Das bayrische Trio entfesselte auf der Bühne einen wahren Hexenkessel, konnte mit doppelläufigen Gitarrensoli und Midtempopassagen voll überzeugen. Ein gelungener Auftakt.

Auf zur nächsten Truppe. ROBERT PEHRSSON´S HUMBUCKER aus Schweden, gaben sich ein wenig schwer auf der Bühne. Eine Mischung aus Classic Rock Ikonen wie THIN LIZZY, UFO, RAINBOW oder DEEP PURPLE kann ja eigentlich nicht verkehrt sein, aber was Herr Pehrsson dort auf der Bühne mit seiner Band zelebrierte war wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Die Musik hatte keine Höhen und Tiefen, kam ziemlich lustlos und langweilig daher. Dementsprechend war die Publikumslaune auch nicht sehr euphorisch.

P6020226Ganz anders sollte es nun bei MANTAR werden. Hier gab es heute zum ersten Mal richtig Stimmung im Publikum. Was die beiden Musiker, Hanno (v./g.) und Erinc (dr.) hier zelebrierten, war schon ganz harter Tobak.

Mit einer Mischung aus Black-, Death-, Punk- und Doom-Elementen sorgten sie hier für einen wahren Hexenkessel. Die Musik wurde mit einer immensen brachialen Kompromisslosigkeit vorgetragen, während Hanno sich gesanglich im wahrsten Sinne des Wortes auskotzte. Ein sehr intensives Konzert, das man nicht jeden Tag zu sehen und hören bekommt!! Daumen hoch!!!

P6020321Ăśber die DEAD DAISIES muss man nicht viel berichten, denn wer sie fĂĽr ein Konzert oder Festival bucht, der weiĂź wirklich was einem erwartet. Hard Rock at its best.

Die 2012 gegründete All-Star Band um Gitarrist Davy Lawy hat 2016 ihren dritten Longplayer „Make Some Noise“ auf den Markt geworfen, ein Live-Album folgt in Kürze. Sänger John Corabi (ex-MOTLEY CRÜE), Gitarrist Doug Aldrich (ex-DIO/WHITESNAKE), Bassist Marco Mendoza (ex-WHITESNAKE, THIN LIZZY) und Brain Tichy (ex-WHITESNAKE) boten hier ganz großes Rock`n Roll Kino der Extraklasse nach dem Motto: Make Some Noise. Und das Publikum dankte der Band hinterher mit kräftigem Applaus!!!!! Ein kleiner Abzug noch am Rande: Es wurden zwei oder drei Coversongs zu viel gespielt!

P6020455Ein Höhepunkt folgte nun dem nächsten. CANDLEMASS, die Doom Metal Götter aus Schweden, betraten die Bühne und zelebrierten hier wirklich eine Messe vom Allerfeinstem. Die Band um Mastermind Leif Edling (b) zog hier alle Register, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Das Gitarrenduo Lars Johansson und Mats Björkman schmissen ihre zähen Lavariffs ins Publikum, während Sänger Mats Leven überaus mit seiner geilen Stimme überzeugen konnte und seine Rolle als Frontmann gekonnt in Szene setzte. Die Setlist ließ nichts zu wünschen übrig, die Band hinterließ ein vollkommen zufriedenes Publikum, welches die Band von Anfang an lautstark abfeierte.

P6020633So, nun zum Headliner am Freitag. Die BLUES PILLS aus Schweden hatten danach keinen leichten Stand, den Auftritt von CANDLEMASS zu toppen. Auch schon im Vorfeld wurde schon viel darüber diskutiert, ob diese Band überhaupt Headlinerstatus hier auf diesem Festival hätte. Nun ja, die Band ist mittlerweile zu einer wichtigen neuen Classic Rock Band geworden, aber ich finde, sie wird dennoch ein wenig zu hoch gepusht. Nichtsdestotrotz kam sie hier im Rund gut an.

Sängerin Elin Larsson ist natürlich der Blickfang der Band, während die Musiker eigentlich nur im Hintergrund agieren. Der sehr junge Gitarrist Dorian Sorriaux ist ohne jeden Zweifel einer der besten kommenden Gitarristen in seinem Genre. Die Rhythmussektion der Band ist perfekt. Aber trotzdem kommt bei mir nicht so richtig die Stimmung auf. Als die Band 2014 hier auf dem Rock Hard Festival im Sonnenschein spielte, hatte ich noch einen Gänsehauteffekt, heute aber war es eher ein fader Nachgeschmack!

Uli

SAMSTAG 2. Festivaltag

Snapseed_22Der Samstag startete mit einer gepflegten Runde NWOBHM. Wer sich auf eine gemütliche Runde rumstehen mit einem Kontrabier gegen den Kater eingestellt hatte, wurde mit dem Auftritt von MONUMENT schnell eines besseren belehrt. Die Truppe legte einen regelrechten Senkrechtstart hin, der das Amphitheater schnell füllte. Ex- White Wizzard-Sänger Peter Ellis` Organ lockte einfach vor die Bühne und die Spielfreude entfachte schnell einen Flächenbrand im Publikum, der sich ausbreitete.

Die Songs von „Hair Of The Dog“ funktionieren live nicht nur, sie haben bei der Audienz die Wirkung eines Schleudersitzes, wobei auch die Pyroshow den Jungs in die Karten spielte. Erstaunte Blicke, breites Grinsen und eine fette Party waren die Folgen des Sounds, der in bester Maiden/Thin Lizzy Manier zelebriert wurde. Trotz der frühen Startposition legten MONUMENT die Messlatte für diesen Tag schon sehr hoch und wurden bei einigen bereits schnell als heimlicher Headliner gehandelt.

Während die feierwütige Menge sich an die Bierstände drängte, begann der Umbau für KETZER. Ob sie den Stimmungspegel halten konnten? Sie legten ohne große Vorwarnung los und brachten die Menge schnell auf Betriebstemperatur. Obwohl sie durchaus aggressiver zugange waren, rockten die Riffs tapfer, ohne in Geknüppel zu verfallen. Während des Gigs blieb der Energiepegel zwar oben, aber eine weitere Steigerung gab`s leider nicht. Egal, die Songs funktionierten und der Gig wurde abgefeiert.

Snapseed_20THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA brauchten ein wenig, um das Publikum aus der Reserve zu locken. Auch wenn zwei nette Stewardessen im Hintergrund tanzten und sangen, so frisst der Keyboardsound zu Beginn stellenweise Björn Strids Vocals gnadenlos auf. Im Laufe des Gigs wurde die Meute zutraulicher für den AOR Sound und so verfehlten Schwergewichte wie `Living For The Lifetime` ihre Wirkung nicht. Keine tobende Meute, sondern eher eine entspannte, lässige Stimmung dominierte hier auf und vor der Bühne und sorgte für eine gemütliche Urlaubsatmosphäre.

Snapseed_19Die Pechvögel des Festivals waren eindeutig SKYCLAD; müssen sie bei Hardcore Fans bereits leichte Ablehnung wegen des fehlenden Original Sängers über sich ergehen lassen, fehlte ihnen gerade beim Gig ihre Violinistin Georgina Biddle, die kurzfristig krank geworden war. Und so begann der Gig einer generell unterbewerteten Band pünktlich zum Regeneinsatz. Zum Glück war das den Jungs scheißegal, denn sie hatten richtig Bock auf ihren Gig und spielten sich schnell in einen Partyrausch, der ansteckte.

Getreu dem Motto „Wenn alles schon scheiße ist, genießen wir es richtig“ schmissen sie mit Songs um sich, dass der Moshpit kochte. `Parliament Of Fools` ließ die Meute mitsingen, `Inequality Street` wurde hart abgefeiert, während `Another Drinking Song` den Stimmungspegel überkochen ließ. Neben Party und Wortspielchen fanden SKYCLAD auch kurz Zeit für ernste Worte und so lautet ihre Antwort auf die politische Gesamtsituation `Thinking Allowed`, ehe sich die Truppe verabschiedete. Schlechte Voraussetzungen, unterbewertete Band, richtig fetter Gig!

Snapseed_17Ein leichtes Kontrastprogramm zur fröhlichen Stimmung bot das holländische Flaggschiff ASPHYX. Zumindest musikalisch, denn stimmungsmäßig wurde hier aus allen Rohren gefeuert, bis das Amphitheater aus allen Poren von den Besuchern blutete. Martins Sprüche („Unser Drummer weigert sich seit Jahren nackt zu spielen“), die kompromisslose Brutalität und das vollgestopfte Amphitheater harmonierten perfekt miteinander. Songauswahl, Qualität und Stimmung, konnte man folgendermaßen beschreiben:
DEEAAAAATH HAAAMMEER!!!!! BOW DOWN TO THE DEATH HAMMMER!!!
ON YOUR KNEES!!!!!

Oldschool mäßig die Rübe abschrauben lassen und danach völlig zerstört aus dem Moshpit in Richtung Bierstand kriechen. ASPHYX lieferten zuverlässig ab und hinterließen eine schwitzende und glückliche Meute.

Radu

Snapseed_16Die nächste Abrissbirne stand nun schon in den Startlöchern, um dem Publikum zu zeigen was ne Harke ist. Die Bay Area Thrasher EXODUS sind immer wieder ein Garant für hochexplosive Konzerte. Auch heute war es der Fall. Vor allem mit dem zurückgekehrten Sänger Steve „Zetro“ Sousa, ging es hier im Rund mächtig zur Sache. Die beiden Gitarristen Gary Holt und Lee Altus ballerten ihre Riffs und aberwitzigen Gitarrensoli ins Publikum, während die Rhythmusfraktion mächtig Dampf abließ und das Publikum ausrasten ließ. Die Setlist war vom Allerfeinsten, somit war EXODUS an diesem Wochenende wirklich einer der Höhepunkte.

Snapseed_14PARTYTIME……….D-A-D aus Dänemark hatten es trotzdem nach EXODUS leicht, das Publikum auf seine Seite zu ziehen, denn sie sind wirklich Garant für gute Laune Konzerte. Angefangen vom genialen Bühnenbild: Ein komplettes Wohnzimmer wurde auf die Bühne gebracht. Auf einer riesigen blauen Couch stand das Schlagzeug von Laust Sonne. Links und rechts der Bühne standen zwei überdimensionale Verstärkerattrappen, während im Hintergrund zwei riesige Wandteppiche hingen, drapiert von zahlreichen Stehlampen. Also DAS Bühnenbild schlechthin vor dem Herrn!!

Die Show wie immer spaĂźig, mit lustigen Ansagen von Herrn Binzer, Mitsingspielchen und natĂĽrlich einer deftigen Prise Rock´n Roll. Ausnahmebassist Stig Pedersen, der mit seinen absolut genialen zweiseitigen Bässen immer ein Hingucker ist und heute mit Astronautenanzug und Helm bekleidet war…ein Mordsgaudi. Das Publikum war auĂźer Rand und Band und feierte die Band lautstark, besondern zum SchluĂź, als die Bandhymne `Sleeping My Day Away` ertönte. Alle Daumen hoch!

Snapseed_12Nun wurde es bitterböse. BEHEMOTH, das polnische Black/Death Abrisskommando, gab sich die Ehre, den Samstag abzuschließen. Für die Fotografen hieß es nach dem ersten Song in den Fotograben, nur zwei Songs fotografieren und dann ganz schnell wieder daraus zu verschwinden. Manchmal muss man das nicht verstehen.

Das Konzert begann düster mit `Blow Your Trumpets Gabriel`. Frontmann Nergal erschien mit Fackeln auf der Bühne, zündete einige Lampen an, warf die Fackeln zur Seite und fast hätte das Backdrop Feuer gefangen, hätte nicht ein beherzter Roadie eingegriffen. Die Band spielte sich konsequent durch ihre Setlist, die kaum Wünsche übrig ließ. Natürlich durfte eine deftige Pyroshow nicht fehlen, ebenso der obligatorische Weihrauch. Sänger und Gitarrist Nergal über alles erhaben zog das Publikum in seinen Bann. Alles in allem war es ein sehr intensives Konzert, so wie man es von BEHEMOTH kennt…..und dem Publikum gefiel es.

Sonntag 3. Festivaltag

Snapseed_11Sonntag, der wohl beste Tag auf diesem Festival, startete leider mit einer derben Verspätung des Einlasses und somit konnten nicht alle den Anfang des Gigs um 12 Uhr des US-Trios NIGHT DEMON sehen oder zumindest nur die letzten Songs hören. Trotzdem konnte ich noch glücklicherweise pünktlich den Graben betreten. Die mittlerweile sehr erfolgreiche Newcomer Band aus Ventura um Sänger und Bassisten Jarvis Leatherby, John Anthony (g.) und Dusty Squires (dr.) kamen mit ihrem klassischen Heavymetal, einer erlesenen Prise NWOBHM gut beim Publikum an und konnten somit die ersten Pluspunkte dieses Festivaltages für sich einstecken. Daumen hoch!!

Snapseed_10BLOOD CEREMONY aus Kanada stand als nächste Band auf dem Programm. Die Band um Frontfrau Alia O´Brain (voc., fl., keyb.) zelebrierte hier Psychedelic Rock, gemischt mit einer Prise Doom Metal, gewürzt mit ein wenig Folk und Progressive Rock! Die Band erinnerte ein wenig an Jethro Tull und Jefferson Airplane, wobei der Gesang der Frontfrau Alia nach einiger Zeit etwas nervig wurde. Die Musik war gut, keine Frage! Aber solche eine Band würde ich lieber in einem Club sehen, als bei hellem Tageslicht. Nicht ganz so prickelnd!!

Snapseed_8SECRETS OF THE MOON bei hellstem Tageslicht. Yes!!! Endlich konnte man sie fotografieren. In den Clubs waren sie kaum auf der Bühne zu sehen, da das Licht meist von hinten kam. Die Band bot hier wirklich ein allerfeinstes Konzert. Mit ihrem düsteren Black Metal zog die Band alle Register, konnte auch am Tage ihre intensive Musik voll entfalten. Auch für mich gab es Gänsehauteffekte, denn diese Band kann einen wirklich in ihren Bann ziehen. Mitreißend!!!!!!!!! Alle Daumen hoch!!

Snapseed_7Es folgte nun DEMON, 1979 in England gegrĂĽndet, schossen hier wirklich ein Feuerwerk an Hits ins Publikum. Eigentlich ist die Band ja immer noch ein Geheimtipp und konnte sich bis dato nicht so richtig an der Spitze der Bands ihres Genres setzen. Aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch. Dem Publikum gefiel es und feierte die Band lautstark.

Snapseed_5ROOS THE BOSS war nun angesagt, mit dem ehemaligen MANOWAR Gitarristen Ross Friedman. Auf dem „Keep It True 2016“ und „Headbangers Open Air 2016“ sollen sie mächtig abgesahnt haben. Dementsprechend war die Vorfreude hier im Publikum sehr hoch und zum ersten Mal war hier das Amphitheater brechend voll, was dann hier geschah war unglaublich! Das komplette Publikum rastete vollkommen aus. Hier wurde lautstark zu dem „Early Days MANOWAR Set“ mitgesungen, gebangt……..Stimmung hoch drei, auch wenn der Gesang ein wenig enervierend war! Obwohl ich kein MANOWAR Fan bin, war das wirklich klasse!!!

Snapseed_4Nun kam für mich einer meiner persönlichen Höhepunkte des Festivals. FATES WARNING, die Mitbegründer des progressiven Metal. Das Set begann mit `From The Rooftops` vom aktuellem Album „Theories Of Flight“, gefolgt von `Live In Still Water` und eines meiner Lieblingssongs der Band `Seven Stars`. Was soll ich zu dieser Truppe noch sagen! Eine begnadete Band, die es live wirklich schafft, fast alle in ihren Bann zu ziehen. Angefangen mit Ray Alders fantastischem Gesang, der einmaligen Gitarrenfraktion mit Jim Matheos und Frank Aresti, Joey Vera, dem Bassisten vor dem Herrn und Bobby Jarzombek an den Drums. Was diese Herren hier in einer Spielzeit von siebzig Minuten zelebrierten, war ganz großes Kino. Hier stimmte alles, es war ein komplettes Gesamtpaket voller großartigen Songs. Danke!!!

Jetzt folgte DER Höhepunkt des gesamten Festivals!!!! DIRKSCHNEIDER!!! Soll ich sagen: Er kam sah und siegte!? DEFINITIV.

Snapseed_2Was jetzt hier im Amphitheater geschah, kann man schlecht in Worten beschreiben. ROSS THE BOSS haben schon mächtig abgeräumt. Aber Udo hat es geschafft hier wirklich alles zu toppen! Udo Dirkschneider, eigentlich die ehemalige Stimme der deutschen Metalschmieder ACCEPT, hat nach U.D.O. den Schritt gewagt mit DIRKSCHNEIDER alte ACCEPT-Klassiker ein letztes Mal live zu spielen, nach dem Motto: Back To The Roots – Farewell to Accept…. Ok kommen wir nun zur Sache! Die Setlist lieĂź absolut keine WĂĽnsche offen. Songs wie: `London Leatherboys`, `Midnight Mover`, `Breaker`, `Princess Of The Dawn`, `Restless And Wild`, `Metal Heart` und und und………

Die Band in absoluter Spiellaune, machte aus dem Ganzen eine riesige Metalparty. Matten wurden geschüttelt, jeder Refrain wurde lautstark mitgesungen und Crowdsurfer ohne Ende…..das Amphitheater kochte förmlich über! So muss ein Metalkonzert sein. Laut! Ehrlich! Mitreissend! Das war wirklich nicht mehr zu toppen!! Selten habe ich so einen energiegeladenen und emotionsvollen Gig erlebt!! Alle Daumen hoch!! Danke Udo und Band!!

SnapseedKommen wir nun zum Sonntagsheadliner, die Melodic Death Metaler OPETH aus Schweden, die nicht wirklich den Auftritt von DIKSCHNEIDER toppen konnten. Die Band hatte zwar einen phänomenalen Sound, die Fans der Band waren natürlich entzückt und feierten somit die Band mächtig ab. Aber zahlreiche Metalheads verließen schon frühzeitig das Rund um sich noch ein letztes Bier zu genehmigen, Party auf dem Campingplatz zu machen oder den Heimweg anzutreten.

Tja, leider ist es nun auch schon wieder vorbei und die Schreiber denken mit Wehmut zurück, schauen aber auch gleichzeitig wieder nach vorne und sagen: Auf zum nächsten Familientreffen 2018!

Danke an die Truppe vom Rock Hard, der es wieder einmal gelungen war, ein hervorragend entspanntes Festival mit tollen Bands wie DIRKSCHNEIDER, ROSS THE BOSS, FATES WARNING, EXODUS, MONUMENT, ASPHYX und und und auf die Beine zu stellen.

Wir sehen uns nächstes Jahr!!

Uli und Radu

LIVE REVIEW: LES DISCRETS

Posted by Samir On Januar - 25 - 2017

Erfurt, Montagabend, -11 Grad. Trotz der eisigen Temperaturen ist das From Hell gut gefüllt und bietet wiedermal eine hochwertige musikalische Zuflucht. LES DISCRETS laden ein und haben mit MOSAIC einen vielversprechenden Support im Gepäck.

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LIVE REVIEW: EQUILIBRIUM

Posted by Radu On Oktober - 9 - 2016

EQUILIBRIUM, HEIDEVOLK, FINSTERFORST,NOTHGARD

Pagan Overload vom feinsten versprach der Banner. Einlass 18 Uhr und Startschuss um 19 Uhr in die Bochumer Matrix. Entweder spielten NOTHGARD den kürzesten Gig ever, oder sie hatten schlichtweg vorher angefangen, weil wir nur noch die letzten anderthalb Songs mitbekommen. Schade, denn da ich sie nicht kannte hätte ich mich über mehr gefreut. Der Meute scheint es zu gefallen, denn sie frisst Dom bei seinen Ansagen aus der Hand und entlässt die Truppe mit einer ordentlichen Packung Feierwut im Bauch.

Finsterforst Danach wird die Bühne in mystisches Licht getaucht, ehe epochale Klänge eine unheilige Allianz in Form von FINSTERFORST ankündigen. Entsprechend seltsam mutet die grün blickende Brille auf Olis Glatze an, aber die Band hat halt einen eigenen Humor. Epische Klänge wechseln sich mit kurzfristiger Raserei ab, ohne den Spaß auf der Strecke zu lassen. „Da wir ja so eine böse Black Metal Band sind, gibt es jetzt etwas für die gute Laune“ spricht es und lässt `Zeit für Hass` von der Kette. Auch eine Mini Circle Pit der Band auf der Bühne ist drin und so steigt die Stimmung proportional zum Alkoholpegel.

HeidevolkDer Kessel steht schon amtlich unter Druck, ehe die Truppe von HEIDEVOLK auf die Bühne springt, um dem Publikum einen amtlichen Tritt zu verpassen. Die Songs knallen, das Publikum jubelt und klatscht, während man sich vor und auf der Bühne zu sportlichen Höchstleistungen anstachelt. Kein Wunder, denn Live Granaten wie `voorwaarts` sind halt Selbstläufer, die eine Belastungsprobe für Nacken und Stimmbänder gleichzeitig darstellen. Auch wenn kurz mal der Fuß vom Gas genommen wird, so dreht man konstant an der Spannungskurve, bis die Meute kaum noch kann. Gegen Ende des Gigs merkt man das der Audienz auch an, denn man ist ausgepowert und wartet mittlerweile auf den Hauptakt. Der Sympathiefaktor zur Band macht alles wieder wett und so wird nochmal alles zusammengekratzt, um nochmal einen würdigen Abschluss zu bieten. Die Niederländer danken es herzlich, die Masse ist am Ende. Die Umbaupause zieht sich in die Länge, aber was will man machen, wenn mal eben eine Baumlandschaft und die Instrumente vorbereitet werden müssen? Besonders in den vordersten Reihen herrscht eine höllische Hitze, wobei die Organisation hier beherzt eingreift und Wasserflaschen an die Besucher verteilt.

EquilibriumDie Lüftung funktioniert nur sporadisch und ehe ein Herr mit Aufgusswünschen um die Ecke kommen kann, erlischt das Licht und EQUILIBRIUM betreten die Bühne. Getreu dem Motto „Was auf dem Album funktioniert, klappt auch live“ wird der Opener des aktuellen Werkes „Armageddon“ rausgehauen und der Akku einer ausgepowerten Menge schießt explosionsartig in die Höhe. Robse hält die Gäste gut bei der Stange und fordert einiges an Einsatz ein. Dafür wird man im Gegenzug mit überwiegend Material vom neuen Album belohnt. Leider hat der Soundmischer einen durchwachsenen Tag, so dass gerade der Effekt bei `Born To Be Epic` teilweise auf der Strecke bleibt. Auch die `Wirtshaus Gaudi` gehört zu den schwächeren Momenten der Band und lässt das Konzert an manchen Stellen einbrechen. Solche Patzer sind aber schnell vergeben, wenn in voller Lautstärke das `Skyrim` Cover ertönt und sich Metalheadz und Gaming Nerds beim Feiern die Gläser reichen. Viel zu früh scheint man den Stecker zu ziehen, ehe man noch mit weiteren Zugaben belohnt wird spätestens mit `Unbesiegt` den Boden aufwischt. Alles in allem eine schweißtreibende Sache, bei der man einem noch ansieht, dass es ein anstrengender Abend war. Aber ohne Fleiß, keinen Mosh.

Sebastian Radu GroĂź

LIVE REVIEW: PSOA 2016

Posted by Samir On September - 22 - 2016

psoaZum mittlerweile 21ten mal öffneten sich die Pforten der Hölle, besser bekannt als Thüringen und versammelt Extreme Metal Fans aus aller Welt zum Party San Open Air. Was 1996 vor 170 Zuschauern begann, hat sich längst als eines der beliebtesten Festivals der Republik etabliert. Und dies auch, wie sich 2016 zeigt, vollkommen zurecht!

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PROPHECY FEST 2016

Posted by Radu On August - 2 - 2016

Was habt ihr so am Wochenende gemacht? „Wir waren auf einer Kunstausstellung, im TheaterstĂĽck und haben eine Höhle besichtigt. AuĂźerdem haben wir zwei Tage lang Konzerte (von zart bis hart) gehabt und viele nette Leute in einer entspannten Atmosphäre kennen gelernt.“ Soweit die kurze Zusammenfassung vom diesjährigen PROPHECY FEST in der Balver Höhle. War es letztes Jahr bereits sehr schön, konnten die Veranstalter dieses Mal sogar noch eine Schippe drauflegen. Aber lest selbst…

Vernisage

Das Ambiente der Balver Höhle ist einzigartig und bietet neben der Atmosphäre auch weitere Vorteile: alles liegt eng beieinander und man hat nur kurze Wege zu Fressbuden, Toiletten und Campingplatz. In Sachen Abwechslung wird erneut Gas gegeben; im hinteren Teil der Höhle stellt Fursy Teyssier von LES DISCRETS seine Malereien aus. Er dürfte vielen bereits als Covergestalter von seiner Band, sowie von ALCEST bekannt sein. Auch der heiß umkämpfte Merchandise Wühlstand ist dieses Jahr am Start und bietet neben Schallplatten auch Shirts (zu Schleuderpreisen) und liebevoll aufgemachte CD Bücher an. Hier wurde dieses Mal eine Absperrung eingebaut, damit die Meute in kleinen Gruppen wühlen können. Auch vor der Bühne haben die Veranstalter eine Absperrung eingebaut, so das man sich jederzeit verkrümeln kann, was einiges an Massenchaos raus nimmt. Nach einem entspannten Rundgang durch Fursys Galerie geht es auch schon los mit dem ersten Gig.

HEKATE eröffnen das Fest und sorgen anfangs für verhaltene Blicke und neugierige Ohren. Der Mix aus experimentellen Elektronikklängen und mittelalterlicher Folklore braucht seine Zeit, entfaltet dann jedoch eine packende Atmosphäre. Viele Besucher sehen es ähnlich und so wird im Laufe des Sets aus wohlwollendem Klatschen eine immer größere Gemeinde, welche der Band aus der Hand fressen. Getreu dem Motto „Keine Ahnung was es ist, aber sie haben es“ zieht die Truppe ihren Siegeszug fort und macht neugierig auf mehr. Ein optimaler Start und charismatischer Opener fürs Fest.

Hekate1

Ganz andere Töne schlagen dagegen GERM an. Mit den Alben hat man sich schnell eine Fangemeinde aufgebaut, die aber weitestgehend auf eine Live Präsenz verzichten musste. Eingebettet in wuchtigem Soundgewand und eingestreuten, sphärischen Klängen, pflügt man sich durch das Set. Die aggressive Stimme durchbricht dabei die Schönheit (jedoch nicht die Erhabenheit) der Stücke und hinterlässt bei der Audienz unterschiedliche Eindrücke. Rastet ein Teil mit Gänsehaut auf der Pelle hemmungslos dazu aus, so würde sich der andre Teil ebenfalls freuen, wenn das Kreischen am Mikro nicht wäre, aus dem kein menschliches Wort zu verstehen ist. Unterstützt wird GERM von Andreas Schiffmann am Bass, David Conrad von Heretoir und Audrey Sylvain am Gesang, wobei „Just For A Moment“ erstmals live dargeboten wird.

Germ1

Es ist bereits einige Zeit her, dass LES DISCRETS live von sich Reden gemacht haben. Auch das letzte Album hat bereits vier Jahre auf dem Buckel und so ist die Erwartungshaltung an Fursy groĂź. Hat man sich in der Vergangenheit mit Neige und Winterhalter von ALCEST live ausgeholfen, ist man nun mit einer komplett neuen Truppe am Start. Leider hört man es ihnen auch an, denn man stolpert sich mehr oder weniger durch das Set. NatĂĽrlich krachen Klassiker wie „L’Ă©chappĂ©e“ und “Les Feuilles de l’olivier“ live immer noch schön mächtig, aber man merkt halt, dass es an einigen Ecken noch hapert. Auch die Entscheidung zwei neue Songs direkt hintereinander zu präsentieren sollte hinterfragt werden, aber OK. Das neue Material vom 2017 erscheinenden Album „Predateurs“ klingt ruhiger und birgt eine Mischung aus 80er Jahre und Ambient EinflĂĽsse, die auch die Marschrichtung der neuen Katatonia verfolgen. Wie es sich insgesamt macht, wird man dann noch sehen; fest steht, dass es hier „nur“ ein guter Auftritt war und man die Band auch schon in besserer Form erlebt hat. Bleibt zu hoffen, dass man sich aufeinander einspielt und die Magie nächstes Mal wieder besser ĂĽbertragen wird.

Les Discrets1

A propos Magie: zugunsten des Merchandise Standes und der Fressbuden, muss der erste Teil von IRON MOUNTAIN eher im Hintergrund für mich laufen. Frisch gestärkt „nur mal eben rasch reinhören und danach zum Bierstand“ ist aber nicht, denn das komplett instrumentale Material proggt sich munter durch die Audienz. Eine derart zusammengewürfelte Mischung aus Prog, Psychedelic, und Post Rock zu vereinen ist mutig, aber irgendwie funktioniert es auch live besonders gut. „Bonfires“ entfaltet eine packende Atmosphäre aus introvertierten Momenten, ehe es einen Abstecher zum Irish Folk macht, ohne den Zuschauer los zu lassen. Man kann in vielen Augen erkennen, dass sich ganze Gedankenwelten während der Darbietung öffnen und jeder seinen eigenen Trip fährt, während sich die Iren auf der Bühne fleißig abmühen. Die Kritik, nichts Halbes und nichts Ganzes zu sein, lassen sich die Jungs locker gefallen, denn fest steht, dass sie mit ihrem Auftritt für große Überraschung gesorgt haben.

Iron Mountain2

Professionell, atmosphärisch und charismatisch; SECRETS OF THE MOON haben auf dem Prophecy Fest ein Heimspiel und können mit einer fetten Setlist punkten. Im Hintergrund werden auf einer Leinwand die einzelnen Songtitel mit kleinen Erläuterungen aufgefahren, während man sich eines mächtigen Sounds erfreuen kann. Wenn alles perfekt ist, warum haut mich die Band an diesem Abend nicht vom Hocker? Vielleicht ist alles zu perfekt oder es ist auch der Müdigkeit geschuldet, aber irgendwie springt der Funken bei mir nicht über. Die Fangemeidne freut sich, scheint aber teilweise auch vom Tag angeschlagen zu sein. Nichtsdestotrotz machen die Jungs mit Schwergewichten wie „Man Behind The Sun“ alles richtig und pfeffern alles in die Meute, um zufriedene Gesichter zu hinterlassen.

Secrets Of The Moon3

Der Soundcheck von HELRUNAR lässt bereits staunen, denn auf die Bitte des Tontechnikers mal zu screamen, eröffnet Skald Draugir eine große Bandbreite an Aggressivität, ehe sein tiefes Stimmorgan auch im cleanen Bereich die Höhle erzittern lässt. Vorhang auf und nochmal alle Kraftreserven mobilisiert, denn man wird gefordert. Schnell folgt die Audienz der Truppe und auch die charismatischen Ansagen Skalds verfehlen ihre Wirkung nicht. Wehende Mähnen, staunende Blicke und euphorischer Beifall begleiten den Gig, den ich leider wegen der Müdigkeit nicht ganz zu Ende schaffe. Sehr gelungen und eine guter Grund sich die Alben nochmal in Ruhe in den Kopf zu schaufeln.

Helrunar

Der nächste Tag beginnt relativ früh, denn unter dem Namen WÖLJAGER hat Marcel „Skald Draugir“ Dreckmann ein Theaterstück geschrieben, das ebenfalls in meiner Heimatstadt Lüdinghausen vor zwei Wochen aufgeführt wurde. Nun dient die Schützenhalle Beckum als Ort des Geschehens für das Stück, dem auch das Album „Van´t Liewen und Stiawen“ („Vom Leben und Sterben“) gewidmet ist. Ein seltsamer Anblick, viele Black Metaller lieb und artig in einer voll besetzten Halle sitzen zu sehen, aber das Theaterstück ist ein sehr guter Grund dafür. Packend und extrem atmosphärisch dargeboten wird die Geschichte des jungen Wilhelm aus dem Münsterland erzählt, der die Gabe hat, in die Zukunft zu blicken. Diese Gabe lässt sich nicht kontrollieren und beschränkt sich darauf, den Tod einiger Mitmenschen zu erblicken, weshalb ihn die Leute meiden. Marcel Dreckmann verhilft mit seinem Projekt WÖLJAGER der plattdeutschen Sprache zu seinem Erben, da diese vom Aussterben bedroht ist. Das Theaterstück unterstreicht sowohl die Münsterländer Mentalität und baut gleichzeitig die Brücke zum morbiden Geist der Metalszene. Musik und Theater sind Künste, die hier auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen und zeigen, das der Zeitgeist der Metaller nicht ausschließlich auf dem rebellischen Aufbegehren limitiert ist, sondern gleichzeitig den Geist eines Freidenkers fördert. Dabei kommt viel Kreativität rum, die hier sehr eindrucksvoll inszeniert wird und das Prophecy Fest in Sachen Vielfältigkeit um einen großen Beitrag bereichert.

Wöljager

Zurück zur Balver Höhle, rasch etwas zum Essen reingeballert und ab zur Bühne, wo bereits VÖLUR einen massiven Klangteppich zelebrieren. Auf der Bühne eine Gestalt in schwarzer Kutte mit Bass, eine Violistin mit gefühlten 100 Effektgeräten auf der Bühne und ein Schlagzeug im Hintergrund. Mit Leidenschaft bricht ein musikalischer Brocken spirituellen Trance/Dooms auf die Audienz ein, der Staunen lässt. Unglaublich, was man aus drei Instrumenten rausquetschen kann und auch wenn es für mich zu schwer verdaulich ist, so sieht man viele glückliche Gesichter nach dem Gig mit einer VÖLUR Platte aus der Höhle strömen.

Völur

Während man sich kurz über den italienischen Eiswagen am Eingang der Höhle wundert (und sich später über ein Vanilleeis hermacht), brummt eine Eruptionswelle von Bass aus der Höhle und macht neugierig auf die nächste Band. Dunkle Bühne, zähflüssiger Sound und Ansagen mit Helge Schneider Humor; BOHREN & DER CLUB OF GORE nehmen sich nicht all zu ernst und was ich ursprünglich für den Soundcheck gehalten hatte, stellt sich bereits als Performance heraus. „Wir bringen euch Abwechslung“ lautet die selbstironische Ansage, ehe der Doom/Jazz auf die Audienz unterschiedliche Wirkungen hat. Die einen entfachen im Kopfkino sofort eine Film Noir Szenerie, bei der eine verregnete Straßenecke den Weg zu einem alten Detektivbüro ebnet, in der eine Femme Fatale den Raum betritt. Die anderen wundern sich, wie man eine Stunde Spielzeit mit maximal fünf Tönen überbrücken kann; da ich zur letzten Kategorie gehöre, verschließt sich mir das Kopfkino und ich überbrücke die Zeit mit einem Mittagsschläfchen, zu dem mich diese Band gut inspiriert hat.

Bohren und Club of Gore

Es fällt mir schwer, aus meinem hypnotischen Zustand herauszukommen, aber ANTIMATTER dürften nach der vorangegangenen Band leichtes Spiel bei mir haben. Und tatsächlich, die überwiegend ruhigeren Stücke entfalten rasch ihre Wirkung auf die Audienz und füllen die Höhle mit jeder Spielminute mehr. Die dunklen Songs beherbergen stets einen Hoffnungsschimmer und gehen schnell in den Gehörgang. Viele Fans haben sich zusammengefunden und feiern frenetisch ab und freuen sich auf die Abwechslung zwischen introvertierten Elementen, Aufbegehren und romantisch, akustischen Momenten. Ich kannte sie bis dahin nicht,aber live kann man ANTIMATTER eine dichte Atmosphäre nicht absprechen.

Antimatter2

Es wird eng auf der Bühne, wenn sich die komplette Belegschaft von GLERAKUR auf die Bühne drängelt. Warum zum Teufel hat man drei Gitarristen, zwei Bassisten und zwei Schlagzeuger am Start, wenn der Grundrhythmus doch eigentlich kaum variiert? Und warum kann man sich nicht auf einen Stil einigen? Und warum zum Teufel geht einem der Scheiß auch Minuten später nicht mehr aus dem Kopf, obwohl man es gar nicht so intensiv erlebt hat? Die Antwort ist simpel: was nach nicht viel aussieht oder auf den ersten Blick klingt, entfaltet seine Langzeitwirkung nach mehreren Minuten. Mit chirurgischer Präzision werden unterschiedliche Gitarrenarrangements untereinander vermischt und zu einem großen Ganzen zusammengefügt, um es in ruhigen Momenten sanft auseinanderbrechen zu lassen, damit man die einzelnen Elemente raus hören kann. Bestaunt man diese Schönheit gerade fasziniert, ebnet man einen geraden Weg, der den Song in einen Moshpart verfallen lässt, und damit endgültig das Siegel der Langlebigkeit drauf klatscht. Klingt verschachtelt, ist es auch. Aber verdammt genial inszeniert und der Audienz dargeboten.

Glerakur

Über ALCEST im Livemodus muss man nicht viele Worte verlieren, denn sie haben sich seit der Veröffentlichung von „Écailles de Lune“ schnell im Sektor verbreitet. Grund genug das Album in kompletter Länge live zu würdigen und um ein Best Of Set zu ergänzen. Bevor man das Best Of Set auf „2 Mal „Écailles de Lune“ live spielen“ limitiert, gibt es doch noch vier weitere Songs, die dargeboten werden. Gänsehaut pur, schmusende Paare oder Fasziniation in den Blicken der Anwesenden, die Wirkung von ALCEST ist sehr facettenreich. Das nutzt man natürlich schamlos aus, um eine astreine Performance zu zaubern und der sonst eher schüchterne Neige lässt sich sogar zu Danksagungen und einigen Lächlern hinreißen. Warum allerdings der Gesang bei `Delivrance` aus der Dose kommt, ist mir ein Rätsel; entweder man spielt alles live oder lässt es komplett. Das tut dem Auftritt jedoch keinen Abbruch und sei dieses Mal verziehen, denn es wurde nach allen Regeln der Kunst abgeräumt.

Alcest2

Der Tag hinterlässt seine Spuren und man wird müde, Dennoch werden nochmal alle Kraftreserven gesammelt, um sich SOL INVICTUS anzuschauen, die mir bis dahin unbekannt sind. Prog Folk mit irischen Momenten oder doch eher eine Mischung aus nachdenklichen und fröhlichen Elementen? Mein Kopf kann die Schublade zu dieser späten Stunde nicht mehr finden; fest steht, dass Tony Wakeford an der Akustik Klampfe und Gesang alles gibt und die Menge damit auf seine Seite zieht. Das muss er auch, denn der Auftritt ist leider von Pannen überschattet: die zweite Violine fällt aus, beim Duett wollen die Stimmen nicht harmonieren und auch die Flöte rutscht in schiefe Gefilde rein. Dennoch macht man seine Sache gut, kann man schließlich auf die Diskographie von gefühlten 30 Alben zugreifen. Die Dame am Cello geht steil, der dritte Geiger fällt mit seine arhythmischen Verrenkungen auf, Tony spielt locker weiter und schafft es noch dazu, das Publikum mit seinem trockenen Humor zu begeistern. Trotz (oder gerader wegen?) dieser Pannen reißt man einen charismatischen Gig runter, der sich gewaschen hat.

Sol Invictus

Letztes Jahr VEMOD verpasst, dieses Jahr soll es aber sein. Nachdem sie letztes Jahr einen epischen Auftritt gehabt haben, stehen die Zeichen dieses Jahr auf Wiederholung. Nach einem langgezogenen Intro, das alleine schon für sich das Warten wert ist, ballert man sich auch schon durchs Black Metal Programm. Auffällig der Gesang, der nicht klassisch gescreamt, sondern eher tief ist. Leider schluckt der Bass einiges an Sound weg, so dass es für mich „nur“ ein guter, aber halt kein epischer Gig ist. Auf jeden Fall ein guter Grund sich näher mit dem Album zu beschäftigen.

Vemod2

Fazit:
Das war´s dieses Jahr also leider schon wieder mit dem PROPHECY FEST. Was also bleibt noch zu sagen? Es gab tolle Künstler, ein sehr vielfältiges Programm und eine tolle Atmosphäre. Die Veranstalter haben alles richtig gemacht und aus dem letzten Jahr gelernt. Das Besondere an der ganzen Sache: die herzlichen und familiären Rahmenbedingungen ebnen den Weg für die vielen Kleinigkeiten, die dieses Festival zu etwas ganz Besonderem machen. So ist es ein überschaubares Festival, bei dem man seine Kumpels immer wieder über denn Weg läuft (ca. 1300 Leute). Ein aufwendig gestaltetes Programmbuch (inkl. Soundtrack und Video) für lau und die Vorabshow am Donnerstag von Troll Music (leider nicht geschafft) sind ebenfalls ein echtes Schmankerl. Auch die freundliche und hilfsbereite Security, sowie entspannten Feuerwehrleute tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Gäste wohl fühlen. Und die Gäste sind das, was diesem Festival zum Highlight verhelfen: hier kommen die Leute gerne hin, um Freunde zu treffen, sich über unterschiedliche Musikstile auszutauschen, ihren Horizont zu erweitern (WÖLLJAGER Theaterstück) und neue Leute aus unterschiedlichen Ländern kennen zu lernen. Musik verbindet halt unterschiedliche Nationen und gerade in diesen Tagen, in denen sich die Nachrichten über Terror überschlagen, ist es schön zu sehen, wie die Leute respektvoll und freundschaftlich miteinander umgehen. Mittlerweile wurde auch der Termin fürs nächste Jahr (28./29.07.2017) und erste Bands (DORNENREICH, SUN OF THE SLEEPLESS, DOOL, THE VISION BLEAK, THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT) bestätigt. Letztes Jahr waren wir neugierig, ab diesem Jahr steht für uns fest: PROPHECY FEST ist fester Bestandteil unseres Sommers und hat sich zum Kult gemausert.

Thanx PROPHECY, it was a blast!!!

WINERY DOGS MATRIX

Posted by Uli On Juni - 26 - 2016

WINERY DOGS, TOSELAND 13.6.2016 Matrix Bochum…wie kann man einen verregneten Montag am besten beenden. Auf der Couch? Oder man fährt in die Bochumer Matrix um die WINERY DOGS auf ihrem Exclusivkonzert in Deutschland im Rahmen ihrer Double Down Summer Show zu bewundern. Aber auf dieses Idee kamen auch andere, denn die Matrix war sehr gut gefĂĽllt.

IMG_1332Mit im Gepäck, bzw. Vorprogramm, hatten sie die britischen Hard Rocker von TOSELAND, die von Anfang an für gute Stimmung sorgten. Die Band um Namensgeber James Michael Toseland (ehemaliger britischer Motorradrennfahrer) war gut eingespielt, brachte viel Spiellaune auf die Bühne, die sich sofort auf das Publikum übertrug, welches die Band lautstark abfeierte. Nach fünfundvierzig minütiger Spielzeit verließ dann die Band die Bühne.

Nach einer etwas längeren Umbaupause, ichfragemichwarumdasimmersolangedauernmuss, denn es geschah nicht sehr viel auf der Bühne, erschien dann endlich das Trio, wurde frenetisch vom Publikum begrüßt und legte sofort fulminant mit dem Titelstück `Oblivion` von ihrem Album „Hot Streak“ los. Schon nach den ersten Takten konnte man bereits merken, dass hier drei Ausnahmemusiker auf der Bühne standen, die zwar ihr ganzen Können zur Schau stellten, aber trotzdem das Gefühl gaben, eine richtige Band zu sein.

Allen voran Sänger und Gitarrist Richie Kotzen, der früher mal bei POISON und MR. BIG sein Stelldichein gab, der mit seinerIMG_1312 soulig/rockigen Stimme und seinem virtuellen Gitarrenspiel über alles erhaben war, gefolgt von Bassist Billy Sheehan, früher bei TALAS, DAVID LEE ROTH, MR. BIG und STEVE VAI, sorgte mit seinen wahnwitzigen Bassläufen für heruntergeklappte Kinnladen. An den Drums Mike Portnoy, ehemals DREAM THEATER, AVENGED SEVENFOLD und TRANSATLANTIC, spielte eher nicht überragend, wie man es von ihm kennt, sondern viel mehr songdienlich.

IMG_1305Weiter ging es mit `Captain Love`, gefolgt von `We Are One`……..usw.. Was hier auf der BĂĽhne geschah war ganz groĂźes Kino. Abwechlungsreicher konnte dieses Konzert nicht sein. Es war eine Mischung aus GefĂĽhl und Härte, Virtuosität und Wahnsinn. Bluesige ruhige Parts wechselten sich mit Metalriffs ab. Eine absolut genial gelungene Mischung. Kotzen und Sheehan spielten unisono wahnwitzige Gitarren- und Bassläufe, dass es eine wahre Freude war ihnen zuzusehen. (aber lange nicht so nervig wie zu VAIs Zeiten), denn hier wurde das Wort GefĂĽhl noch groĂź geschrieben.

IMG_1320NatĂĽrlich durfte das obligatorische Basssolo von Billy Sheehan nicht fehlen, wo er sein ganzes Können zeigte……………!!! Aber auch leise Töne wurden gespielt. Richie Kotzen allein mit seiner akustischen Gitarre oder verhalten an der Wurlitzer sitzend auf der BĂĽhne, wo seine Stimme hier richtig gut zur Geltung kam. Aber jedes Konzert geht einmal zu Ende und die Band beendete dann mit `Regret`und `Desire` das Konzert in der Matrix.

Beendet wurde hier nun ein stark bejubeltes Konzert der Superlative, anders kann ich es nicht ausdrĂĽcken. Es war eines der besten Konzerte, welches ich je gesehen habe. Punkt Ende Aus!IMG_1304

Alle Daumen hoch!!!!

IRON MAIDEN WALDBĂśHNE

Posted by Hendrik On Juni - 26 - 2016

Wie weit pilgert man, um die Band seiner Jugendzeit zu erleben? Richtig, mindestens 500 km! Auf welchem Berliner Flughafen die noch weiter gereiste „Ed Force One“ landen durfte, wurde allerdings nicht überliefert.

THE RAVEN AGE, die Band des Sohnes von Steve Harris spielte bereits, als wir noch in der Schlange voller verschiedener Eddies auf schwarzbaumwollenem Hintergrund standen. Als wir dann das Amphitheater betraten, hatte sich gerade ein kleines Gewitter verzogen und es wurde für GHOSTumgebaut. Die Musiker im üblichen schwarzen Einheitsdress und Teufelsmasken spielten ein routiniertes Set, was hauptsächlich aus Stücken der „Meliora“ bestand. Das etwas statische Verhalten der Musiker hat vermutlich auf einige Zuschauer etwas unmotiviert gewirkt… aber der Funke sprang teilweise über, zumindest in den vordersten Reihen und von meiner Seite aus gab es viel Applaus.

Als die Geister die BĂĽhne verlieĂźen, gab es noch genĂĽgend Zeit, sich ein neues teures Bier zu holen.

Dann zogen die Roadies die Planen von der Bühne, Nebel stieg aus der Mitte der Bühne, darüber Bruce Dickinson, der mit `If Eternity Should Fail` begann. Ein echter Gänsehautmoment und ein genialer Opener für die nachgewittrige Stimmung im Halbrund! Die schönste Erkenntnis an diesem Abend: Dickinson hat seine volle Stimme wieder! Und sie klang besser und kraftvoller als auf dem aktuellen Album! Dazu reisst dieser Mann in seinem Alter immer noch ein Laufpensum runter, was den Headbang-Kalorienverbrauch des gesamten Publikums toppen dürfte.

IMG_9976Es war eine helle Freude, IRON MAIDEN auf der Bühne zu sehen, die herumalberte und sich souverän durch ihr Set, unter anderem mit Highlights wie ´Speed Of Light´, ´Blood Brothers´, ´Fear Of The Dark´, ´Wasted Years´ und ´Children Of The Damned´ spielte. Es gab zwischendurch ein paar humorige Ansagen, ein bisschen Geschichtsstunde über die Mayas hier, ein bisschen Pathos vor ´Blood Brothers´ dort, ein blutendes Kunstherz, was irgendwo vorne auf den Zuschauern landete, das obligatorische „Scream for me, Berlin!“  und viel kleine Albereien, von denen seine Kollegen wohl nach der Tour erstmal eine Auszeit brauchen.

Als die Nacht hereinbrach, wurde passenderweise ´The Number Of The Beast´ eingeläutet, auf der Bühne schossen IMG_9998Flammen in die Höhe und „The Air Raid Siren“ kreischte immer noch diesen Schrei. Mit einem sanften Pfeifen im Ohr verließen wir die Location und kämpften anschließend ergebnislos mit den Entscheidungsschwierigkeiten im Angesicht der riesigen Merchandise-Auswahl. Aber wofür brauche ich noch ein T-Shirt nach so einem geilen Konzert?

Auf der nächtlichen StraĂźe lauschten wir noch einem Gitarristen, der ein kleines Privatkonzert mit Batterie und Miniverstärker gab… um ihn herum tanzende und applaudierende Metalheads. Ach ja, irgendwie sind wir ja doch alle Hippies…

LIVE REVIEW: RIP 2016

Posted by Samir On Juni - 21 - 2016

rip

Ein neues Jahr, eine neue Ausgabe Rock im Park! Im einundzwanzigsten Jahr wird erneut ein beachtliches Line-Up aufgefahren und knapp 75000 folgen dem Ruf. Im Vorfeld gab es seitens der Organisation mehrfach die Vorwarnung, dass es während des Wochenendes zu Gewittern und heftigen Unwettern kommen kann und sich die Besucher darauf einstellen sollten. Glücklicherweise blieben jedoch größere Stürme aus und man konnte im Gegensatz zum Partnerfestival Rock am Ring die vollen drei Tage Festival durchziehen.

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LIVE REVIEW: DORNENREICH

Posted by Samir On April - 16 - 2016

DORNENREICH

Zeit fĂĽr “20 Jahre Gänsehaut statt Gänsemarsch”. DORNENREICH laden ins From Hell nach Erfurt und haben neben Songs aus allen Schaffensphasen mit VELNIAS und AETHERNAEUM auch hochkarätige Supportbands im Gepäck.

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