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Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

Beast in Black – “From Hell with Love” in Berlin

Posted by Metal Rollz On MĂ€rz - 14 - 2019

„FROM HELL WITH LOVE“ – Das Tourende der ersten Headliner-Tour in Mittel-Europa fĂŒr BEAST IN BLACK. Was vor 14 Tagen in Hamburg fulminant begann, endete am 11.03.2019 ebenso ĂŒberzeugend im vollen Columbia Theater in Berlin.

metal_rollz-8Der Abend begann mit TURMION KÄTILÖT als Support. Elektro-Metal aus Finnland und wie 14 Tage zuvor in der Markthalle in Hamburg sind auch die Berliner – trotz des Techno-Crossovers – sofort auf Seiten der Finnen.  Das liegt ganz sicher nicht nur an der Reminiszenz, die Hannu „Master Bates“ Voutilainen im Angus Young-Outfit lieferte. Apropos Kleidung: Nach dem Konzert wurde ĂŒberall, wo ich auch hinhörte, gerĂ€tselt, ob Saku „Shaq-U“ Solin nun etwas unter dem Kilt trug oder nicht? Dies wird uns wohl weiterhin auch ein RĂ€tsel bleiben! Kein RĂ€tsel blieb jedoch der Opener; es war `Grand BallÂŽ von der 2011 erschienenen “Perstechnique”.

53873366_334234387205229_3784974452547125248_oInteressanterweise ein anderer Opener als zuvor in Hamburg. Der Opener aus Hamburg hatte es beim Berliner Konzert nicht einmal auf die Setlist geschafft. Aber egal, die Band hat  aus ĂŒber 15 Jahren Musikgeschichte genug Material und alles rockt so herrlich heftig. Das Besondere an TURMION KÄTILÖT  ist, dass die beiden SĂ€nger Saku „Shaq-U“ Solin und  Petja „MC Raaka Pee“ Turunen beim Gesang sprachlich immer zwischen Englisch und Finnisch wechselten. Das tat der Freude jedoch keinen Abbruch; ganz im Gegenteil: Das Berliner Publikum ist von der  ja auch als “Kehlkopfverletzung” durchgehenden finnischen Sprache begeistert, ebenso wie vom Gesangsbattle der beiden! Insgesamt merkt man der der Band die Freude ĂŒber die Begeisterung des Publikums auch nach 13 Konzerten außerhalb von Skandinavien immer noch an. Nach 45 Minuten und 11 Songs ist dann Schluss mit der finnischen Techno-Metal-Party.

metal_rollz-5Kurze Umbaupause: Und da stehen sie nun - BEAST IN BLACK auf ihrer als KĂ€fig dargestellten BĂŒhne. Totenköpfe auf den Pfahlspitzen betonen den Tourtitel ”FROM HELL WITH LOVE”. Und es geht gleich richtig fett zur Sache. Der Opener der aktuellen Scheibe „From Hell with Love“ ist auch die Nummer eins auf der Setlist beim Konzert in Berlin. `Cry out for a HeroÂŽ legt klar fest, worum es heute Abend gehen wird. Metal “rulez” the world! Der zweite Song `Unlimited SinÂŽ kommt ebenfalls von der zuvor genannten neuen Scheibe. Und auch wenn in der einschlĂ€gigen Presse die Stimme von SĂ€nger Yannis Papadopoulus als ĂŒberfordert bezeichnet wurde, live ist er eine absolute Bank.

54361819_334242037204464_8381366006534111232_oWie ĂŒbrigens die ganze Band, die vor Spielfreude fast platzt. Der Spaß kommt total rĂŒber. Es werden Grimassen geschnitten, solange bis das Smartphonebild im Kasten ist. Und das Publikum geht absolut mit. Ich habe das GefĂŒhl, die haben zur Vorband nochmals zwei Schippen drauf gelegt. Es wird gefeiert und gesungen was das Zeug hĂ€lt. Nicht ĂŒberraschend besteht die Frontrow ĂŒberwiegend aus jungen Damen, die  absolut textsicher sind. Faszinierend fĂŒr eine Band, die gerade ihre erste Headliner-Tour spielt! Aber zum einem machen die fĂŒnf optisch etwas her und zum anderen denke ich, aufgrund der vielen Nightwish-Shirts an diesem Abend, dass sich der Support von BEAST IN BLACK von Nightwish ausgezahlt hat. Ich jedenfalls  habe BEAST IN BLACK auch das erste Mal bei Nightwish live gesehen und fĂŒr gut befunden! Einziger Wehrmutstropfen ist allerdings dieses ewige Eingespiele von Keyboard-Tracks. Das hat die Band eigentlich nicht nötig. Sie sind aber nicht die einzigen, die das so machen. Nun ja…kann, aber muss nicht.

metal_rollz-4Nach 16 energiegeladenen Songs war dann mit dem Titelsong der aktuellen CD von `From Hell With LoveÂŽ Schluß. NatĂŒrlich forderte das Publikum frenetisch nach einer Zugabe. Diese ließ auch nicht lange auf sich warten. Nach `No surrenderÂŽ, `Blind and FrozenÂŽ und `End of the WorldÂŽ war dann aber wirklich Schluß. ZurĂŒck blieben eine offentsichtlich glĂŒckliche Band und ein Publikum, das voll auf seine Kosten kam. Leider haben die Bands nach dem Konzert keine Autogrammstunde gegeben. Eigentlich wirklich schade nach solch einem Abend!

Mein Fazit: Die Fahrt nach Berlin, um dort BEAST IN BLACK zu sehen, hat sich wirklich gelohnt. Live sind die Herren um Anton Kabanen irre gut! Dieser scheint die Trennung von Battle Beast offensichtlich sehr gut verarbeitet zu haben und hat aus meiner Sicht mit BEAST IN BLACK eine ebenbĂŒrtige Band aufgebaut! Auf jeden Fall meine “Geht bitte hin!-Empfehlung”, denn sie kommen garantiert bald wieder.

metal_rollz-2Da ich selbst Rollstuhlfahrer bin, möchte ich hier die Gelegenheit kurz noch nutzen, um etwas zur Barrierefreiheit der Venue in Berlin – dem Columbia Theater – zu schreiben. Ich habe mehrere Rollstuhlfahrende dort gesehen. Der Zugang zum Columbia Theater geht ĂŒber einen separaten Eingang an der Seite. Ihr mĂŒsst Euch nur beim Einlass bemerkbar machen, dann werdet Ihr durch den „Garten“ zum Rolli-Eingang gefĂŒhrt. Es gibt auch eine fĂŒr Rollstuhlfahrer geeignete Toilette. Diese ist immer abgeschlossen, also kurz der Bar melden, dann klappt das wunderbar! Es gibt keine TribĂŒne, aber ich durfte als Aktivrollstuhlfahrer nach getaner Arbeit im Fotograben (dem sogenannten “Pit”) verbleiben und von dort aus den Rest des Konzertes genießen. Ich werde auf jeden Fall wieder ins Columbia Theater gehen. Der Daumen geht somit nach oben !

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ

ARCHITECTS in Hamburg

Posted by joel On Februar - 28 - 2019

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Am 08.02.2019 in Hamburg, in der Alsterdorfer Sporthalle, wurden wir einmal wieder durch die ARCHITECTS Zeugen, wie Metalcore vom Feinsten heutzutage funktioniert. Die Mannen um GrĂŒndungsmitglied und Drummer Dan Searle punkteten auf ganzer Linie; doch Moment – wartet 
 Lasst uns von vorne beginnen!

dddDer Altersdurchschnitt des bereits anwesenden Publikums ist eher der zwischen 20-30 Jahren – bis auf einige wenige Ausnahmen. Nichts desto trotz macht es Spaß mittendrin zu sein. 19:30 Uhr – Dank des Supports-Auftaktes von POLARIS war die Sporthalle, die nicht komplett ausverkauft war, aber schon mĂ€chtig vom Stimmungsfaktor her am Brennen.

Der Umbau fĂŒr BEARTOOTH, die sodann nach POLARIS die BĂŒhne betreten sollten, dauerte nicht sehr lange und pĂŒnktlich um 20:15 fingen diese dann an ihr Set zu spielen.

jVgW0wRQDie Crowd war schon echt happy, als sie als “das beste Publikum der gesamten Tour” angefeuert wurde. SĂ€nger Shomo shoutet Altbekanntes was das Zeug hĂ€lt und man realisiert, dass hier einige nicht zum ersten Mal als bestes Publikum der Amerikaner bezeichnet wurden und auf ihre Kosten kommen. Dass die Band vollends auf ein elektronisches Element verzichtet, um hardcore- und punklastiger zu klingen, hört und spĂŒrt man bei jedem Riff.

Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit und einem Umbau der BĂŒhne, der auf Großes hoffen ließ, betraten dann endlich die Headliner des Abends – die ARCHITECTS – die BĂŒhne. Es wird nicht lange gefackelt, sondern umgehend mit einer irren Lichtshow und dem Kracher ‘Death is not Defeat‘ durchgestartet. Holla die Waldfee – hier geht das Publikum von der ersten Sekunde mit! Kein Verschnaufen! Denn jetzt kommt noch der zweite Hammersong ‘Modern Misery‘. Erst nach dem dritten Song `Nhilist‘ greift Samuel David Carter zum Sprechmicro und begrĂŒĂŸt die ekstatische Menge mit viel Herz und netten Worten. Diese FannĂ€he wird ihm umgehend bei ‘Broken Cross‘ mit einem Circle Pit gedankt.

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Als fĂŒnfter Song kommt nun endlich der Headliner Song der Tour ‘Holy Hell‘ und selbst Nichtwissende spĂŒren jetzt, wie viel Emotion in diesem Song steckt. Die Band sagte vor Kurzem, dass sie den Tod von GrĂŒndungsmitglied und Gitarristen Tom Searle († 2016) mit diesem Album, dem ersten ohne Tom, verarbeiten wollen. Dies ist auch deutlich geschehen und etwas Wunderbares erschaffen worden, auch wenn ein stĂŒckweit Tragik dahintersteht. Das Publikum jedenfalls dankt mit enthusiastischem Applaus und Sprechchören bei jeder Zeile. Generell fĂ€llt auf, dass die Leute hier, egal in welchen Ecken des Metals sie sich heimisch fĂŒhlen, textsicher sind und gut aufgepasst haben, denn sie wissen wie man richtig geiles Crowdsurfing betreibt! Was will man mehr? So geht Metalcore! Die ARCHITECTS sind meiner Meinung nach die perfekte Vorzeigeband fĂŒr modernen und progressiven Metalcore.

Fazit des Konzertes in Hamburg: Die Show rockte! Das Publikum ebenso! Ich vergebe 9/10 Punkten fĂŒr Carter und seine Jungs. Der letzte Punkt, sei den zum Teil nicht existenten Gitarren-Riffs geschuldet, was dem Gesamtbild aber nicht wirklich geschadet hat. Mindestens ein zusĂ€tzlicher Punkt geht als Bonus an die sehr gut gewĂ€hlten Supportbands BEARTOOTH und POLARIS.

Berichterstattung / PhotoCredits: Joel Villwock

GHOST- RCC BOCHUM

Posted by Uli On Februar - 24 - 2019

FI_Oslo_APTND-600x410Am 15. Februar traten die schwedischen GHOST im Rahmen ihrer „A Pale Tour Named Death 2019“ im fast ausverkauften Bochumer RuhrCongress Center auf. Als Supportband hatten sie die schwedischen Doomer von CANDLEMASS mit an Bord, die in diesem Monat ihr neustes Werk „The Door To Doom“ veröffentlichten.

Trotz der zwei sehr langen Menschenschlangen, die sich um das RCC bildeten, ging der Einlass sehr zĂŒgig vonstatten. An der Kasse angekommen, holte ich meinen Fotopass ab und begrĂŒĂŸte danach meine Kollegen von der schreibenden und fotografierenden Zunft. Los ging es fĂŒr uns um 19.20 Uhr, bekamen hier die ĂŒblichen Instruktionen von der Security und wurden in den Fotograben gefĂŒhrt, wo es auch schon pĂŒnktlich um halb mit CANDLEMASS losging.

P2151167-2CANDLEMASS eröffneten mit `The Well Of Souls`, gefolgt von `Dark Reflections` ihren leider nur sehr kurzen Gig als Opener. Die Band war in guter Spiellaune, Bassist Leif Edling genoss es sichtlich einmal wieder auf der BĂŒhne zu stehen und der zurĂŒckgekehrte Ur-SĂ€nger Johan Langquist hat nichts wĂ€hrend seiner Abwesenheit an Stimme verloren! Somit zog die Band alle Register um ihren Doom in die Halle zu schmettern. DOCH! Das Publikum wollte diese Band eigentlich gar nicht hören, was man am Applaus sehr wohl raushören konnte und auch dass die Halle nicht sehr gefĂŒllt war, war wohl Beweis genug. Ich möchte CANDLEMASS lieber in einer Headlinershow sehen, am besten zusammen mit SORCERER!!

Setlist: The Well Of Souls, Dark Reflections, Astorolus – The Great Octopus, Mirror Mirror, A SorcereÂŽs Pledge, Solitude

P2151279-4Nachdem der letzte Ton in der Halle verebbte, wurde die Halle dann auf einmal ganz schnell voll! Die Spannung stieg. Als dann der Vorhang fiel und GHOST auf der BĂŒhne erschien und mit `Rats` startete, gab es im Publikum kein halten mehr. Cardinal Copia (Tobias Forge) hatte die Meute von Anfang an im Griff. Nach `Absolution` und `RitualÂŽ mussten wir den Fotograben verlassen, konnten unsere Kamera aber dann an der Garderobe abgeben und somit wieder in die Halle zurĂŒckkehren.

Was dort auf der BĂŒhne geboten wurde, war eine Show der Superlative. Die Show war total durchdacht, nichts war dem Zufall ĂŒberlassen, jeder Schritt war durchchoreografiert. Aber nichts wirkte aufgesetzt, sondern man sah hier ganz großes Kino. Eine hervorragende Lightshow rundete das ganze Spektakel ab.

P2151313Nach einer Stunde Spielzeit wurde eine kleine Verschnaufpause von einer viertel Stunde eingelegt, um danach noch einmal fĂŒr eineinhalb Stunden in die Vollen zu gehen. Mal ganz ehrlich, welche Band spielt schon ein zweieinhalb stĂŒndiges Konzert?

Die Setlist ließ keine WĂŒnsche ĂŒbrig! Alte und neue Songs mischten sich nahtlos ineinander, eine hervorragende Melange! Forge wechselte wĂ€hrend des Konzertes natĂŒrlich auch seine Garderobe. Erschien mal im weißen Anzug auf der BĂŒhne, mal im KardinalskostĂŒm oder bei dem Instrumental `Miasma` als Papa Nihil am Saxophon. Seine Begleitband, die Nameless Ghouls, fungierten ĂŒberragend an ihren Instrumenten und ein druckvoller klarer Sound rundete das Ganze ab, wĂ€hrend das buntgemischte Publikum kollektiv ausrastete und die Band lautstark abfeierte.

IMG_1048Wenn Cardinal Copia und seine Nameless Ghouls so weitermachen, werden sie bald riesige Stadien fĂŒllen und ganz oben an der Speerspitze stehen.

Setlist Set1: Rats, Absolution, Ritual, Con Clavi Con Dio, Per Aspera Ad Inferni, Devil Church, Cirice, Miasma, Jigolo Har Megiddo, Pro Memoria, Witch Image, Life Eternal

Setlist Set2: Spirit, From The Pinnacle To The Pit, Majesty, Satan Prayer, Faith, Year Zero, Spöksonat, He Is, Mummy Dust, If You Have Ghosts, Dance Macabre, Square Hammer

Encore: Monstrance Clock


Selten habe ich ein soo gutes Konzert gesehen und gehört! Alle Daumen hoch!

Uli

Photocredits: Uli


Amorphis/SOILWORK WIESBADEN

Posted by Etienne On Februar - 23 - 2019

Auf ihrer Co-Headline Tour gaben die nordischen Gewalten von AMORPHIS und SOILWORK selbstverstĂ€ndlich auch in Deutschland einige Shows. Metal-Impressions konnte sich das natĂŒrlich nicht entgehen lassen und war fĂŒr Euch in Wiesbaden zugegen.

Bei meiner Ankunft gegen 16.00 Uhr erlebte ich zunĂ€chst einen kleinen Schockmoment, als ich knapp 1,5 Stunden vor Einlass gerade einmal sage und schreibe drei Leute vor dem Wiesbadener Schlachthof vorfand. Nach einer kurzen AufklĂ€rung, dass es keine Absage oder Ă€hnliches gab vertrieben wir uns die restliche Zeit mit gemĂŒtlichem Plauschen, wĂ€hrend die Schlange hinter uns glĂŒcklicherweise immer lĂ€nger wurde. Etwas verspĂ€tet öffneten sich um 17.40 Uhr dann endlich die HallentĂŒren und ließen die wartenden Massen herein.

Nach gerade mal einer halben Stunde Wartezeit stĂŒrmte auch schon der erste Act des Abends die BĂŒhne: NAILED TO OBSCURITY. Den Einstieg bildete dabei der Titelsong zu ihrer aktuellen Scheibe „Black Frost“, welcher die Menge langsam aufweckte und bereits einige Köpfe zum mitnicken motivierte. Nach drei weiteren Songs des erst kĂŒrzlich erschienen Albums gaben sie mit ,Desolate RuinÂŽ noch einmal alles, bevor sie die BĂŒhne fĂŒr den nĂ€chsten Act frei machten.

Nur eine knappe viertel Stunde spĂ€ter war es dann auch schon so weit und JINJER ĂŒbernahmen die BĂŒhne mit ,Words Of WisdomÂŽ. Es folgten acht weitere Lieder von denen immerhin vier von der gerade erst im Januar erschienen und nur fĂŒnf Song umfassenden EP „Micro“ stammten. SelbstverstĂ€ndlich gaben sie aber auch ihrer Klassiker wie ,PiscesÂŽ oder ,Who Is Gonna Be The OneÂŽ zum Besten, bevor sich die Formation rund um Frontfrau Tatiana mit ,Sit Stay Roll OverÂŽ verabschiedete.

gF2DlyA_Gegen 20.15 Uhr begann mit SOILWORK endlich der erste Headliner des Abends. Nach dem Intro des ebenfalls im Januar erschienen Albums „Verkligheten“ ging es mit ,ArrivalÂŽ vom selben Album auch direkt zur Sache. Die vorderen Reihen waren geprĂ€gt von fliegenden Haaren und mitgröhlenden Fans, wĂ€hrend sich die AMORPHIS Fans in den hinteren Reihen noch etwas bedeckter hielten.

Doch auch sie wurden wĂ€hrend des knapp 80 minĂŒtigen Sets immer mehr in den Bann gezogen und zur Bewegung animiert.

Die Setlist des Abends:
Verkligheten Intro/ Arrival/ The Crestfallen/ Nerve/ Full Moon Shoals/ Death In General/ Like The Average Stalker/ The Akuma Afterglow/ Drowning With Silence/ The Phantom/ The Nurturing Glance/ Bastard Chain/  The Ride Majestic/ The Living Infinite II/ Witan/ Stabbing The Drama/ StÄlfÄgel

Ganze 16 Songs spielte die schwedische Melodic-Death-Metal-Truppe und bot dabei einen Überblick ĂŒber immerhin sieben ihrer bisher elf erschienen Alben. Aber auch ihr neustes Werk kam dabei mit fĂŒnf Songs keineswegs zu kurz, so dass sowohl fĂŒr alteingefleischte als auch fĂŒr noch relativ neue Fans etwas geboten wurde. Bevor sie mit der aktuellen Single ,StĂ„lfĂ„gelÂŽ ein letztes Lied spielten, gaben sie jedoch noch einmal die BĂŒhne fĂŒr ein Teammitglied frei, welches unter tosendem Applaus seiner Freundin einen Antrag machte, welcher glĂŒcklicherweise auch angenommen wurde.

HBIn0vlxWĂ€hrend viele Soilwork-Fans die ersten Reihen verließen, ging es nach etwa 30 ungeduldigen Minuten fĂŒr einige nun mit dem Highlight des Abends weiter: AMORPHIS. Auch die finnische Truppe um den SĂ€nger Tomi Joutsen stieg direkt mit einer Single zu deren aktuellen Album ein, welches im Mai letzten Jahres erschien. Es folgten 14 weitere Songs die ebenfalls eine bunte Mischung aus den Ă€lteren Alben und fĂŒnf Titeln des letzten Werkes enthielten.

Hier die Setlist des Abends:
The Bee/ The Golden Elk/ Sky Is Mine/ Sacrifice/ Message In The Amber/ Silver Bride/ Bad Blood/ Wrong Direction/ Daughter Of Hate/ Heart Of The Giant/ Hopeless Days/ Black Winter Day/ Death Of A King/ House Of Sleep

rR6rdVua-1WĂ€hrend die neueren Titel eher melodisch angehaucht daherkommen, luden insbesondere die Ă€lteren StĂŒcke besonders dazu ein die Matten kreisen zu lassen oder ein Pit zu starten. So ließen sich die Fans nicht lange bitten dieser Aufforderung nachzukommen und powerten sich nach dem bereits schon recht langen Abend in der zweiten HĂ€lfte des Sets noch einmal krĂ€ftig aus.
Perfekt abgerundet endete die gut 90-minĂŒtige Show mit einem ihrer wohl bekanntesten Songs: ,House Of SleepÂŽ. Und so machte ich mich um 23.30 Uhr erschöpft, aber mit einem LĂ€cheln auf den Lippen, auf den Heimweg.

Zusammenfassend ein rundum gelungener Abend mit einer sehr gut abgestimmten Bandkombination, die gerne wieder in dieser Konstellation vorbeischauen darf. FĂŒr mich war es zwar das bandseitig am wenigsten gesprĂ€chige Konzert seit langem, aber musikalisch dafĂŒr umso genialer!

Etienne

Photocredits: Etienne

Avatar FRANKFURT

Posted by Etienne On Februar - 23 - 2019

Auf ihrer Tour durch das – mittlerweile weltweite – “AVATAR-Land”, ließen es sich der König und sein Gefolge von AVATAR nicht nehmen, auch in Deutschland einige Auftritte zu absolvieren und so waren auch wir vom Metal Impressions Magazine fĂŒr Euch in Frankfurt vor Ort. ÜberpĂŒnktlich erreichte ich gegen 16:00 Uhr die Batschkapp in Frankfurt, vor der sich bereits etwa 20 treue Fans mit Rettungsdecken und Tee bewaffnet platziert hatten und der KĂ€lte trotzten bis gegen 17.30 Uhr endlich die Pforten geöffnet wurden.

Bereits eine halbe Stunde spĂ€ter begann dann schon frĂŒher als angekĂŒndigt der erste Act des Abends mit dem Ein-Mann-KĂŒnstler DYLAN WALSHE. Jeweils ein Fuß kĂŒmmerte sich um ein Tamburin und der andere um die Stomp Box, wĂ€hrenddessen seine HĂ€nde die Gitarre bedienten. Mit dem Mund bediente er musikalisch die in ein Gestell gesteckte Mundharmonika und fĂŒhrte mit seinem sĂŒdstaatlich anmutenden Gesang durch sein Programm. Auf diese Weise performte er ganze acht Songs, bei denen er von Nicole von den THE MAHONES fĂŒr zwei Titel mit einem Akkordeon unterstĂŒtzt wurde.

h9ZlyrDMNach einer gerade mal 20-minĂŒtigen Umbaupause erschienen dann schon THE MAHONES mit `A Great Night On The LashÂŽ auf der BĂŒhne. In ihrer persönlichen Kombination aus Irish Folk und Punkrock spielten sie 10 Songs, bei denen sie bei die letzten beiden Songs `Punk Rock Saved My LiveÂŽ und `Drunken Lazy BastardÂŽ UnterstĂŒtzung von Dylan Walshe erhielten. Gegen 19.30 Uhr verließen THE MAHONES  die BĂŒhne, bevor der Vorhang mit dem riesigen Avatar-Country-Logo herabgelassen wurde, um einstweilen den Blick auf die BĂŒhne zu verdecken.

zGh6B7rcDie folgenden 30 Minuten spielte das bereits von der letzten Tour bekannte „Avatar Radio“, welches das wartende Volk mit wichtigen Informationen rund um seinen König versorgte und einige von ihm abgesegnete Produkte bewarb. PĂŒnktlich, wie es sich fĂŒr seine MajestĂ€t geziemt, erschien dieser um 20:00 Uhr unter tosendem Applaus und den GesĂ€ngen der Hymne `Glory To Our KingÂŽ mit einem königlichen Winken auf der BĂŒhne. Um einem gebĂŒhrenden Auftritt zu hinterlassen, stieg er mitsamt seinem Thron aus der Versenkung empor und begann mit seinen vier Gefolgsmannen den gut zweistĂŒndigen AVATAR-Konzert-Abend mit `A Statue of the KingÂŽzu eröffnen.

Hier die Setlist des Abends:
Glory To Our King Intro/ A Statue Of The King/ Legend Of The King/ Paint Me Red/ KingÂŽs Harvest/ Bloody Angel/ For The Swarm/ Get In Line/ Tsar Bomba/ Tower/ The Eagle Has Landed/ Let It Burn/ King After King/ Reload/ Smells Like A Freakshow/ Torn Apart/ The King Welcomes You To Avatar Country/ Hail The Apocalypse

0Gdzje3eAuf diese Weise boten AVATAR ihren Fans eine Reise durch einen Großteil der Bandgeschichte, welcher sich vor allem auf die letzten vier Alben der Band fokussierte. Besonders das im letzten Jahr erschienene „Avatar Country“ rund um den König und Gitarristen Jonas „Kungen“ Jarlsby, zog sich dabei wie ein roter Faden durch den Abend. Die dabei rundum durchdachte BĂŒhnenshow mit einem Thron, einer Krone oder den als „Pagen“ gekleideten Technikern, unterstĂŒtzte dieses Thema hervorragend.

Auch ein gelungener Wechsel zwischen schnellen Liedern zum Headbangen, welches auch auf der BĂŒhne immer wieder in SynchronitĂ€t praktiziert wurde, und ruhigeren Liedern zum Mitsingen, war perfekt gelungen. WĂ€hrend der Wechsel von ruhigen zu schnelleren Liedern, ließ es sich SĂ€nger Johannes Eckerström nicht nehmen, immer wieder das Wort an das Publikum zu richten. Hierbei fielen vor allem seine Emotionen und Verbundenheit gegenĂŒber Deutschland ins Auge, da er selbst Vorfahren hierzulande hat und vieles mit dem Land selbst verbindet. Entsprechend waren die Ansprachen auch in gebrochenem, aber dennoch sehr gutem Deutsch gehalten, woraus er sich auch gerne einen Spaß machte, da der Rest der Band es nicht verstand. Aus eben diesen Ansprachen entwickelte sich auch eine Art Running Gag, da Johannes jede „Korrektur“ seiner Sprachkenntnisse seitens des Publikums mit einem „das was ich habe gesagt“ und einem schelmischen Grinsen quittierte. Ebenso wie bei den anderen Mitgliedern zeigte sich dabei immer wieder ein Ausdruck purer Freude und UnglĂ€ubigkeit, sei es bei einem „Avatar“-Chor der Menge oder beim erstmaligen Gelingen des Pulikums-Parts von `TowerÂŽ auf dieser Tour.

AE_Ay3pfDen Schluss bildete der Titelsong des 2013 erschienen „Hail The Apocalypse“ Albums, bei dem Fans und Band noch einmal alles zusammen geben konnten. Nach einigen Verbeugungen endete das Konzert fĂŒr die Band und ebenso fĂŒr die Fans, mit einem strahlenden LĂ€cheln auf den Lippen, das sicher noch einige Zeit nach der Show anhielt.

FĂŒr mich ein grandioser Abend mit einer in Deutschland viel zu unbekannten Band, deren BĂŒhnenshows absolut durchdacht sind und vom Niveau nahezu an weitere GrĂ¶ĂŸen des Genres herankommen. Trotz dieser PopularitĂ€t lassen sie es sich nicht nehmen, immer wieder unerwartete und persönliche Noten einzubringen (hier wurde beispielsweise die Seifenblasenmaschine zu `The King Welcomes You To Avatar CountryÂŽ angestellt). AVATAR zeigten sich absolut ehrlich, authentisch und mit großer Dankbarkeit den Fans gegenĂŒber bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Was bleibt mir da noch mehr zu sagen als – GLORY TO OUR KING !!!

/ Euer Etienne

Photocredits: Etienne Kulik

AMARANTHE HAMBURG

Posted by Andrea On Februar - 17 - 2019

Amaranthe-mit-Follow-The-Cipher-und-Warkings-am-04.02.-im-Gruenspan-in-HamburgAm 04.02.2019 gaben sich AMARANTHE im Rahmen ihrer „Helix Worldtour“ die Ehre, im schönen Hamburg aufzutreten. Ort des Geschehens war das wunderbare GrĂŒnspan, ein Ort mit Tradition hier im hohen Norden. Hier spielten schon viele der großen, als sie noch ganz klein waren. Das GrĂŒnspan ist ein ĂŒbersichtlicher Veranstaltungsort mit sehr viel AtmosphĂ€re. Bei Konzerten steigt sehr schnell die Stimmung, so auch an besagtem Montag. Das GrĂŒnspan liegt auf der großen Freiheit, da ist es ratsam die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu gestalten.

Ich war leider etwas zu spĂ€t, und musste damit leben die WARKINGS als erste Vorband verpasst zu haben. Nach Aussagen einiger Konzertbesucher habe ich einen guten Auftritt verpasst. Die WARKINGS haben fĂŒr ca eine halbe Stunde die BĂŒhne gerockt. Ich hoffe ich bekomme noch einmal die Chance, mir einmal Bild von der Band zu machen.

e8f0b57d46eea5f41bd20d3b608c82a6PĂŒnktlich zur Umbaupause habe ich es ins GrĂŒnspan geschafft. FOLLOW THE CIPHER enterten dann recht schnell die BĂŒhne. Bisher hatte ich nur nebenbei ein paar Songs gehört, die mich aber nicht weiter mitgerissen haben. Das hat sich nach dem Konzert geĂ€ndert. Auf der BĂŒhne haben FOLLOW THE CIPHER ein fettes Brett an Songs hingelegt. Sehr abwechslungsreich, mit viel Action und gutem Gesang. Die SĂ€ngerin ist sowohl was fĂŒrs Auge, als auch was fĂŒr die Ohren.

0af2d8957bc58299f2aaa584518b165dMit der Songauswahl fĂŒr diesen Abend hat die Band absolut ins Schwarze getroffen und das Publikum war vollends begeistert. Ein Song im Set dĂŒrfte dem einen oder anderem nicht ganz unbekannt sein. Die Band spielte `Carolus RexÂŽ ein SABATON-Cover.  Der Gitarrist im Ninja Outfit, Ken KĂ€ngström, ist einer der Songschreiber des SABATON Songs, so ist es auch nicht ĂŒberraschend, dass die Band den Song gecovert hat. Allerdings ist es kein Abklatsch geworden, sondern eine gute eigene Version. Im Set der Band gab noch acht weitere Songs. Auf jeden Fall hat die Band einen sehr hohen Wiedererkennungswert durch Gesang und Performance und sind definitiv ein weiteres Konzert wert.

Setlist: Enter The Cipher; A MindÂŽs Escape; Winterfall; Play With Fire; Carolus Rex; I Revive; The Rising; Titans Call; Valkyria

Nun wurde es endlich aber Zeit fĂŒr die wundervollen AMARANTHE. Dem Publikum merkte man an, dass es auf den Höhepunkt des Abends zuging. Als die ersten Töne des Intros erklangen, wusste ich schon das wird ein unvergesslicher Abend. Mit `MaximizeÂŽ ging es auf in die Show.

amaranthe1AMARANTHE spielten einen tollen Mix aus alten und neuen Songs. So stellten sie ihr neues Album „Helix“ vor, vergaßen aber auch nicht die Klassiker. Nils Molin und Elize Ryd geben gesanglich ein sehr harmonisches Duo ab, dem Hendrik Englund zwischendurch immer wieder mit seinen Shouts den Arsch versohlt. Alle Bandmitglieder beweisen BĂŒhnenprĂ€senz, so dass man sich nach dem Spektakel nicht nur an Elize erinnert, sondern wirklich den ganzen Abend in Erinnerung hat. Der unverwechselbare Sound wurde von einer guten Lichtshow unterstĂŒtzt.amaranthe2

Elize hat ihre Gesangspausen gerne mal genutzt, um die Zuschauer mit ihren Outfitwechsel zu ĂŒberraschen. Selbst Morten, der Schlagzeuger, hat in einem Solo seine QualitĂ€t bewiesen. Die Band hat den Auftritt immer wieder mit Witz und SprĂŒchen aufgelockert und so das Publikum hervorragend unterhalten. Der offizielle Teil der Show endete mit `Drop Dead CynicalÂŽ.

AMARANTHE3Nach diversen Zugabe Rufen kam der Bassist auf die BĂŒhne, hat das Publikum zum Klatschen und Rufen animiert und mit ein Paar SprĂŒchen das Publikum auf die Zugabe eingestimmt. So gab es dann drei weitere Songs der Band auf die Ohren. Das Konzert wurde dann mit `The NexusÂŽ geschlossen. Alles in Allem hat der Abend keinen Wunsch offengelassen. Ich kann es kaum erwarten, dass AMARANTHE sich wieder auf den Weg nach Deutschland machen.

Setlist: Maximize; Digital World; On The Rocks; 1.000.000 Lightyears; Hunger; Invincible; Electroheart; Amaranthine; GG6; Unified; The Score; Helix; Drum Solo; 365; That Song; Drop Dead Cynical   Zugabe:Dream; Countdown; The Nexus

Andrea

Photocredits: Andrea

MASTODON OBERHAUSEN

Posted by Peter Marquardt On Februar - 17 - 2019

Ein nasskalter Donnerstagabend in Oberhausen. Ich bin auf dem Weg in die Turbinenhalle 2 um mir die Grammygewinner 2018 in der Kategorie “Best Metal Performance” anzugucken. Der Parkplatz und der Eingangsbereich sehen nicht gerade voll aus, gut fĂŒr mich, somit bin ich schneller in der Halle. Dann das leidige Thema GetrĂ€nkebons!! Ich hasse diese Dinger, immer kauft man die falsche Menge! Drinnen bin ich doch sehr verwundert ĂŒber die geringe Zuschauerzahl. Den oberen Rang hat man nicht einmal geöffnet und auch unten ist noch reichlich Platz.

52608680_2073787409395223_3908104855616487424_nMUTOID MAN aus New York, die erste von zwei Vorbands, macht es einen nicht ganz einfach, denn die StĂŒcke wechseln oft in Geschwindigkeit und Genre das man sich irgendwie erschlagen fĂŒhlt. Der echt miese Sound macht es noch schwieriger der Band zu folgen. Ein Blickfang fĂŒr mich, ist Drummer Ben Koller (CONVERGE) der so einfallsreich, powervoll und leidenschaftlich seine Felle verdrischt das es ein VergnĂŒgen ist ihm dabei zuzugucken. Der Opener “Melt Your Mind” und das Liebeslied “Kiss Of Death” haben mir am Besten gefallen.

52602928_376739503145978_263735417453412352_nNun folgte mit den Norwegern von KVELERTAK, eine Band, die ich bis dato ĂŒberhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Ein Fehler, wie sich bereits wenige Minuten nach Beginn herausstellte. Der Einstieg mit “Apenbaring“ ist schon der Hammer. Gitarrist Nummer eins fĂ€ngt mit dieser, leicht an D.A.D. erinnernden Melodie an und es steigen nach und nach die zwei anderen Gitarristen (ja, die Band spielt mit drei Gitarristen!!), Bass und Schlagzeug ein. Dann folgt der neue SĂ€nger Ivar Nikolaisen. Ich kenn den alten SĂ€nger ja nicht, aber was der neue da abfackelt ist nicht von dieser Welt. Das nenn ich mal einen Frontmann!! Ob schreiend, brĂŒllend oder clean singend, stehend, liegend oder springend in der Luft, er zieht alle in seinen Bann. Das Stageacting der anderen erinnert mich eher auch an eine Hardcore Band als an eine Metalkombo. Das die Songs alle in norwegischer Sprache vorgetragen werden, stört hier keine Sau. So klingt also skandinavischer Hardcore Punk mit Black Metal Anleihen. GefĂ€llt mir!! Meine Highlights: “Apenbaring”,”1985″ und die Bandhymne “Kvelertak”.

51977538_242283169987484_6631613918034788352_nRUSH als Umbaumusik gefĂ€llt mir persönlich schonmal sehr gut, treibt aber auch meine Erwartungen in die Höhe. Mit Gene Kellys “Singin`in the Rain” erscheint nun endlich Headliner MASTODON auf der BĂŒhne um direkt im Anschluss mit “Iron Tusk” in ihren Set zu starten. Die Lightshow erinnert mich ein wenig an ein ĂŒberdimensionales Kaleidoskop. Schillernd, grell, bunt und auf die Dauer auch ein wenig hypnotisch. Leider spielt der Sound nicht in der selben Liga, aber das ist man von der Turbinnenhalle ja leider gewohnt. Bei der Single “Steambreather” kommt zum ersten Mal richtig Stimmung auf. Aber die Musik von MASTODON lebt ja eher von ihrer brachialen Gewalt und den ausufernden Instrumentalpassagen, daher schweig das Publikum meist andĂ€chtig. Ein bisschen anstrengend ist das auf Dauer aber auch.

Nach etwas mehr als einer Stunde erscheint dann auch noch Special Guest und Freund der Band Scott Kelly von NEUROSIS auf der BĂŒhne. Der bringt nochmal ein wenig BĂŒhnenprĂ€senz und Power auf die BĂŒhne. Unter den letzten sechs Songs des Abends befinden sich mit “Crack The Skye”, “Spectrelight”  und “Blood And Thunder” meine persönlichen Highlights. Bleibt nur die Frage warum man den GrammySong “SultanÂŽs Curse” nicht gespielt hat? Na gut, man kann ja nicht alles spielen. Im grossen und ganzen war es ein abwechslungsreicher, bunter und ab und zu auch anstrengender Abend.

Peter

Photocredit: Oliver Niklas


Parkway Drive – Feuer und Flamme fĂŒr die Fans

Posted by Etienne On Februar - 9 - 2019

51620291_10157209533364123_4706231696154951680_oWas gibt es besseres, als den kalten Tagen sich einmal so richtig einheizen zu lassen? Richtig, dann ist eine klare Option ein Konzert von PARKWAY DRIVE in heimischen Hallen! Und deshalb waren wir vom Metal Impressions fĂŒr Euch in Frankfurt vor Ort. Gegen 15.30 Uhr erreichte ich die Jahrhunderthalle in Frankfurt und fand zu meinem Erstaunen gerade einmal etwa 10 Leute vor. Dies Ă€nderte sich in den darauffolgenden Stunden jedoch rasch, so dass pĂŒnktlich zum Einlass (17.30 Uhr) Scharen ungeduldiger Fans in die Halle stĂŒrmen konnten.

taim1Ebenso pĂŒnktlich startete mit THY ART IS MURDER um 19.00 Uhr die erste Band des Abends. Mit `Dear DesolationÂŽ gab es direkt einen gelungenen Einstieg, bei dem keiner der Anwesenden still stehen blieb. Nach zwei weiteren Songs folgte `Reign of DarknessÂŽ, welches SĂ€nger Chris McMahon auf dem Wellenbrecher stehend sang, um die Menge noch besser anheizen zu können. Nach zwei weiteren Songs und einer insgesamt 30minĂŒtigen Show,  verließen sie dann auch schon wieder die BĂŒhne, um den Weg fĂŒr die nĂ€chste Band freizumachen.

kill2Im Anschluss an die gerade einmal viertelstĂŒndige Umbaupause, in der die Technik eine eigenartige Reggae-CD aus dem Schrank zauberte, stĂŒrmten dann auch schon KILLSWITCH ENGAGE mit `Strength of the Mind ÂŽdie BĂŒhne. In altgewohnter Manier gab die fĂŒnfköpfige Truppe den Anwesenden wĂ€hrend ihrer ganzen 11 Songs einiges zum Mitsingen und gewĂ€hrte ihnen eine kurze FĂŒhrung durch alle bisherigen Alben der Bandgeschichte. Zur Freude vieler Fans versprach SĂ€nger Jesse Leach ein baldiges Wiedersehen auf den deutschen BĂŒhnen zum demnĂ€chst erscheinenden Album der Band. Gegen 20.30 Uhr verließen sie dann nach `In Due TimeÂŽ die BĂŒhne, um den Umbau fĂŒr den Headliner des Abends freizugeben.

pwd3WĂ€hrend der nun folgenden 30minĂŒtigen Umbauphase machte sich dann schon merklich Unruhe im Publikum breit. Das Killswitch Engage-Backdrop wurde entfernt und das dahinter versteckte PARKWAY DRIVE BĂŒhnenbild freilegt. Auf der nunmehr gleich doppelt so groß wirkenden BĂŒhne prangte neben dem Drumkit und einer FĂŒlle von Scheinwerfern auch eine vielversprechend aussehende HebebĂŒhnenkonstruktionen, die einen jeden im Saal in Vorfreude auf das nunmehr Folgende versetzten. Gegen 21.00 Uhr erschien ein Fackelzug an der rechten Saalseite, welcher die Band durch das Publikum zur BĂŒhne geleitete, wĂ€hrend aus den Lautsprechern eine Art Remix ihres Songs `Absolute PowerÂŽ drang. Auf der BĂŒhne angelangt positionierten die fĂŒnf Mitglieder sich auf den HebebĂŒhnen und warteten wie versteinert das Ende des Songs ab, um nunmehr mit einer im Halbdunkel stattfindenden und stark an eine Live-Inszenierung des Videos zur Single `Wishing WellsÂŽ erinnernden Performance, eine 1,5stĂŒndige Show einzuleiten.

Setlist PARKWAY DRIVE:
Wishing Wells/ Prey/ Carrion/ Vice Grip/ Karma/ Cemetery Bloom/ The Void/ Idols and Anchors/ Dedicated/ Absolute Power/ Writings on the Wall/ Shadow Boxing/ Wild Eyes/ Chronos/ The Colour of Leaving/ Crushed/ Bottom Feeder

Bereits wĂ€hrend des zweiten Songs `PreyÂŽ ließen es sich die Fans nicht nehmen, ein riesiges Ruder-Pit zu eröffnen, was SĂ€nger Winston McCall in ein Staunen versetzte und ihn dabei sogar fast den Song vergessen ließ. Entsprechend ĂŒberwĂ€ltigt und immer noch nahezu sprachlos, bedankte er sich wĂ€hrend nicht stoppender „Parkway Drive”-Rufe am Ende des Songs mit einem Leuchten in den Augen, welches nicht das letzte Mal an diesem Abend gesehen wurde. Ein zweites Mal erschien es bereits drei Songs spĂ€ter, als Winston zu Beginn von `KarmaÂŽ den Song unterbrach, um das Circle Pit anzufeuern, sich nochmals zu vergrĂ¶ĂŸern, obwohl es bereits die halbe Halle einnahm, und ihm dieser Wunsch sofort von Publikum erfĂŒllt wurde. Ebenfalls sehr auffallend war die aufwendige Inszenierung der einzelnen Lieder, die voller Licht- und Schatteneffekte sowie unter Einsatz der HebebĂŒhnen glĂ€nzten.

pwd1Auf diesen `HebebĂŒhnen erschienen fĂŒr `Writings on the WallÂŽ sogar plötzlich vier mit Violinen und Cello bewaffnete Damen, um den Song entsprechend zu untermalen und damit vielen der Anwesenden eine GĂ€nsehaut zu bescheren. Auch fĂŒr das darauffolgende `Shadow BoxingÂŽ wurde die Band weiterhin von diesem Quintett begleitet, was dem Lied eine ungewohnte, aber durchaus begrĂŒĂŸenswerte Note gab. Eine der Violinistinnen fand sich zu einem spĂ€teren Zeitpunkt noch einmal neben dem SĂ€nger wieder, als sie gemeinsam mit ihm urplötzlich auf einem hell erleuchteten Podest inmitten des Publikums erschien und `The Colour of LeavingÂŽ zum Besten gab. Neben der unglaublichen Freude der Band und den makellosen Inszenierungen war der Abend aber vor allem von einem geprĂ€gt: FIRE!

Nahezu jedes zweite Lied endete mit einem Knalleffekt. Überall standen, trotz der durchaus nicht allzu großen Halle, Flammenwerfer und zur Zugabe wurde das hochgezogene und metergroße Metall-Logo der Band von Winston mit einem Molotowcocktail in Brand gesetzt, bevor die auf der gesamten BĂŒhne angebrachten Schienen entzĂŒndet wurden und die Band mit `CrushedÂŽ noch einmal alles gab. Den krönenden Abschluss bildete der Song `Bottom FeederÂŽ, der dem Publikum ein letztes Mal alles abverlangte und viele völlig erschöpfte, aber glĂŒckliche Besucher hinterließ.

pwd4FĂŒr mich war es definitiv ein gelungener Abend,  voll mit hochkarĂ€tigem Metalcore und wahnsinniger Showeinlagen, welche man, auch aufgrund der bestimmt noch einige Tage andauernden Nackenschmerzen und Hitzewallungen, so schnell nicht vergessen wird! Insbesondere die nahezu theatralische Inszenierung dieser Show und die absolut aufrichtige Freude der Band, sind eine wahnsinnige Kombination, mit der sich PARKWAY DRIVE  ihren guten Ruf mehr als verdient haben.

/Etienne Kulik (Redakteur Metal Impressions Magazine)

The Dead Daisies Live

Posted by Etienne On Januar - 3 - 2019

921E7B3C-2F61-49E2-BA42-24111BD83024Auch auf der dritten Tour in diesem Jahr gaben die DEAD DAISIES wieder einmal alles und boten ihren Fans mit altgewohntem Rock und dem bereits auf der letzten Tour erprobten „Daisyland“ eine großartige Show.

Bereits bei meiner Ankunft gegen 16 Uhr und bei gerade mal einem Grad Außentemperatur befanden sich bereits etwa 35 hartgesottene Fans vor der Batschkapp und warteten mit Tee und WĂ€rmflaschen ausgerĂŒstet auf den Einlass ins „Daisyland“, welches den ersten 50 Fans an jeder Location der Tour eröffnet wurde. Gegen 18 Uhr öffneten sich dann die Tore und die wartenden AuserwĂ€hlten machten sich auf den Weg zum bereits aufgebauten Akustik Set inmitten der Halle. Da es der letzte Tag der Tour war, bekamen ausnahmsweise mehr Leute die Chance Daisyland zu erleben und so fanden sich etwa 80 Leute in einem Halbkreis um die Musiker ein, welche nach einer persönlichen BegrĂŒĂŸung eines jeden Fans hinter den Instrumenten Platz nahmen.

11BFEE71-64F8-45E4-9353-C5D6EBE7B1F3Den Anfang machten sie mit dem zu Beginn der Daisyland Touren veröffentlichen „Dead and Gone“ in einer Akustik Version, welche bei den Fans positiv aufgenommen wurde. Es folgten fĂŒnf weitere Songs, von denen auch der sonst eher wortkarge David Lowy, wie schon auf der vorangegangenen Tour (wir berichteten hierĂŒber ebenfalls), mit dem  GEORGE THOROGOOD Song ,Get A HaircutÂŽ ein Lied darbot. Im Anschluss standen die einzelnen Mitglieder noch fĂŒr Autogramme, auf den zuvor ausgeteilten Tourplakaten, Fotos oder gar kurze GesprĂ€che bereit, wĂ€hrend das Akustik Set abgebaut und der Weg zur BĂŒhne freigemacht wurde.

Um 19 Uhr begann auch der Einlass fĂŒr die restlichen Fans, wĂ€hrend auf der BĂŒhne alles fĂŒr die  Supportband BLIZZEN vorbereitet wurde. Nach dem Umbau stĂŒrmte die vierköpfige Truppe aus Gießen im Retro-Style der 80er Jahre in genieteten Kutten und mit wehenden langen MĂ€hnen die BĂŒhne. Den Anfang bildete ihre Single ,Trumpets of the GodsÂŽ, gefolgt von fĂŒnf weiteren Liedern, die das Publikum gut in Bewegung versetzten und aufwĂ€rmten, sodass ihnen auch die etwas zu vorschnelle AnkĂŒndigung ihres Songs ,Gone WildÂŽ seitens des SĂ€ngers verziehen wurde.

D4204B78-B39E-468C-9FCD-5B3B6BBD71DBEs folgte eine weitere kurze Umbauphase und der Hauptact des Abends betrat endlich die BĂŒhne.
Mit ,Midnight MosesÂŽ gaben die DEAD DAISIES auch sofort Vollgas und sorgten dafĂŒr, dass keiner in der Halle ruhig stehen blieb. Es folgten gut zwei Stunden Show, die eine Reise durch alle vier Alben der Band und wie gewohnt mit immer wieder eingestreuten Covern eine ordentliche Portion Abwechslung bot.

Hier die Setlist des Abends:
Midnight Moses/ Evil/ Make Some Noise/ Rise Up/ Dead And Gone/ What Goes Around/ Resurrected/ Last Time I Saw The Sun/ Join Together (The Who Cover)// Akustik Show: Something I Said/ Maggie May (Rod Stewart Cover)/ Let It Be (The Beatles Cover)// Burn It Down/ All The Same/ With You And I/ Band Intro Medley/ Leave Me Alone/ Bitch (The Rolling Stones Cover)/ Song & A Prayer/ Long Way To Go/ Helter Skelter (The Beatles Cover)/ Mexico/ Highway Star

01BE6065-9425-424D-97B9-6E98489522A1Ganze 23 Songs spielten die Daisies an diesem Abend und boten hierbei auch den spĂ€ter erschienen Fans eine kurze Akustik Session, die jedoch diesmal auf der BĂŒhne stattfand. Besonders stach hierbei das ROD STEWART Cover ,Maggie MayÂŽ hervor, welches von Drummer Deen Castronovo (Ex-JOURNEY) gesungen wurde und großen Anklang fand. Ebenfalls fĂŒr viele glĂŒckliche Gesichter sorgte das Cover des BEATLES Klassikers ,Let It BeÂŽ, welcher ohne Probleme auch als ihr eigener Song hĂ€tte durchgehen können. Wie schon auf frĂŒheren Touren stellten sich die Band Mitglieder in einem Medley vor, bei dem jedes Mitglied ein ausgewĂ€hltes Intro auf dem eigenen Instrument anklingen lĂ€sst. So wĂ€hlte beispielsweise David Lowy AC/DCs ,Highway To HellÂŽ, Marco Mendoza spielte JOAN JETTs ,I Love Rock ÂŽnÂŽRollÂŽ an und Deen Castronovo entschied sich fĂŒr ALICE COOPERs ,SchoolÂŽs OutÂŽ.

Auch der altbekannte Humor der Band war wieder allgegenwĂ€rtig spĂŒrbar. Sei es Doug Aldrich (Ex-Whitesnake), welcher sich von seinem Techniker mitten im Lied neue Plektren zuwerfen lĂ€sst und ihm seines zurĂŒck wirft oder Marco Mendoza (ebenfalls Ex-Whitesnake), welcher plötzlich David Lowy ableckt. Auch SĂ€nger John Corabi (Ex-Mötley CrĂŒe) bot mit seiner Bitte an eine Besucherin, die seine Ansprache mit unverstĂ€ndlichen Zwischenrufen unterbrach, doch beim nĂ€chsten mal auf den Kaffee zu verzichten eine Menge Unterhaltung. So verließen am Ende viele zufrieden dreinschauende Fans die Halle um sich in der KĂ€lte auf den Heimweg zu begeben.

Insgesamt war es fĂŒr mich ein rundum gelungener Abend voller Rock, welcher problemlos an die frĂŒhen Vertreter des Genres erinnert. BLIZZEN boten mit ihrem Look und dem SĂ€nger, der mich stellenweise an LED ZEPPELIN erinnerte, eine geniale Show fĂŒr Augen und Ohren. Die DEAD DAISIES ĂŒberzeugten wie immer auf ganzer Linie und blieben ihrer gewohnten Linie von Classic Rock und FannĂ€he treu, was mich auf weitere Touren im nĂ€chsten Jahr hoffen lĂ€sst.

European Apocalypse Tour 2018 – 01.12.2018 / Hamburg

Posted by Stefanie On Dezember - 12 - 2018

European-Apocalypse-Tour

Die Alsterdorfer Sporthalle fĂŒllte sich sichtlich gut und wie gewohnt – trotz Andrang – war es in den GĂ€ngen und Gassen unter den Metalheads wirklich entspannt. Das beruhigte natĂŒrlich etwas, denn bei anderen “Musikrichtungen” bringt selbst der Einlass in den Saal schon jeweils Stresspickel mit sich. Erstaunlich war ebenfalls die doch deutlich gute Nachfrage an den Merchandise-StĂ€nden, denn hier war es proppevoll. Die Bierbecher des Abends waren ganz hĂŒbsch (u.a. mit den Köpfen Dimmu Borgirs verziert), aber dennoch rechtfertigten sie keine 3,00 € Pfand. Bedeutet dann immer gleich bei: „Drei Bier bitte“ 
 „Gerne, das macht dann 24,00 €“. Das war doch etwas zu hoch gegriffen. Auch eine Suppe fĂŒr 5,00 € war gerade noch so „naja“ preislich gesehen.

47423875_2472645539419196_2607689015809277952_oDer Nebel war Motto des gesamten Abends und waberte durch die Sporthalle. FĂŒr Atemwegserkrankte schlicht nicht zu empfehlen. So konnte man hier und da tatsĂ€chlich nach den Gigs einige ĂŒble Hustenattacken vernehmen, was natĂŒrlich wiederum den GetrĂ€nkekonsum ordentlich ankurbelte. In der Halle selbst war es bei der Enge dann doch etwas unangenehm, wenn man von links und rechts direkt immer und immer wieder angehustet wurde. Warum seit Jahren eigentlich ein Rauchverbot herrscht, erschliesst sich uns oftmals nicht wirklich, denn die Luft erinnerte doch stark an die die DDR – Mitte der 80er Jahre – direkt stehend vor einer Stahlkocherei.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Teil des Abends und zu den musikalischen Acts. Vorweihnachtlich war da ein fettes PĂ€ckchen geschnĂŒrt worden. Vier Bands aus den Bereichen Black Metal, Death Metal, Hardcore und Thrash Metal.

47229423_2472645716085845_8329435604202815488_oEs begann um 18:00 Uhr mit der Abteilung Death Metal. Es erschienen die Schweden von BLOODBATH. Klare Sache, hier war der Name Programm. Von daher erahnte man die Bandmitglieder anhand ihrer Silhouetten in roter Dunkelheit, gepaart mit einer ordentlich gewohnten Prise des immer wieder in Hamburg auftauchenden Show-Nebels. Am Anfang gab es dann auch vom Ton her einige kleine Probleme und so spielte sich die Band dann gut und gerne ab Song 3 bzw. 4 so richtig warm. Das war natĂŒrlich wirklich schade, denn wenn die Band eh nur 35 Minuten Spielzeit hat und es anfangs dann noch humpelt, bleibt dann nicht mehr so viel ĂŒber. Alles in allem hatte man das GefĂŒhl, diese Opener Band hĂ€tte in einem kleineren Club sicherlich besser gepasst und bekam daher auch irgendwie vom Publikum nicht die gebĂŒhrende Aufmerksamkeit.

Setlist BLOODBATH:

Fleischmann / Let the Stillborn Come to Me / Outnumbering the Day / Chainsaw Lullaby / Eaten

47224423_2472645526085864_8383628329017671680_oNext Step HATEBREED: Auch hier beim Intro humpelten Ton und Strom irgendwie. Was die VorgĂ€nger von Bloodbath zuvor nicht schafften, schafften nun aber Hatebreed. Sie nahmen das Hamburger Publikum von Anfang an mit voller Tube Hardcore mit. Sie sind großen BĂŒhne gewohnt und können einfach auch Show. Frontmann Jasta schien sich sichtlich auf Hamburg gefreut zu haben und lud auch gleich die Hanseaten zum Elbriot 2019. Bei Hatebreed hatte man dann auch auf die roten Laternen verzichtet und die komplette Band war gut fĂŒr jeden Besucher erkennbar. Hatebreed hatten eine Spielzeit von gut 40 Minuten. Sie kamen deutlich frischer rĂŒber als der Opener und es war ordentlich Bewegung auf der BĂŒhne. Selbst im hinteren Teil der Sporthalle konnte man gut den Sound der Amerikaner genießen. Alles in allem eine zweite gute Runde “Warm-Up”.

Setlist HATEBREED:

To the Threshold / As Diehard as they Come / This is now / Looking down the Barrel of Today / Doomsayer / Perseverance / Live for this / I will be heard / Destroy everything

47394736_2472650106085406_8866869182688395264_oNach einer erneuten Umbauphase ging es um 20:00 Uhr weiter mit der Fraktion Black Metal und den Headlinern aus Norwegen – DIMMU BORGIR. Hierauf hatten doch einige mehr gewartet. Das Licht ging aus und in Dunkelheit mit (na klar, wie sollte es anders sein) jeder Menge Nebel, erschienen Shagrath und Erkekjetter mit Gefolge in dĂŒsteren Kapuzen-Outfits. Sie begannen ruhig mit `The Unveiling‘, dem Opener ihres aktuellen Albums. Es folgten 70 Minuten Spielzeit, in denen das Publikum durch aktuelle Songs, aber mit Klassikern der alten Dimmu Borgir Zeiten beschallt wurde. Schauten wir uns um, blickten wir auf eine zufriedene AnhĂ€ngerschaft des Black Metals. Man erlebte eine geniale Show, wie man sie eben von den Norwegern gewohnt ist. Viel Nebel, Dunkelheit, mystische LichteinflĂŒsse und sakrilege BĂŒhnenbilder. Alles Seelenbalsam fĂŒr den Black-Metal-Fan. Mit `សourning Palace‘ beendeten die Norweger von Dimmu Borgir ihre Apocalypse des Abends und die Schwarzkittel-Fraktion des Metals war wieder einmal gesegnet durch die dunklen MĂ€chte „on stage“. Kurzum: Dimmu Borgir liefern, ob nun seinerzeit mit Orchester oder Backround-Chor oder auch jetzt aktuell „more naked“ immer grandios ab und bringen das auf die BĂŒhne, was ein Album von ihnen zuvor auf Plastik gepresst, versprach.

Setlist DIMMU BORGIR:

The Unveiling / Interdimensional Summit / The Chosen Legacy / The Serpentine Offering / Gateways / Dimmu Borgir / Council of Wolves and Snakes / Puritania / Indoctrination / Progenies of the Great Apocalypse / Mourning Palace

47505336_2472646206085796_4110652262005604352_oUm 21:40 Uhr folgten die weiteren Headliner dieser Tour – KREATOR. Mit den Thrash-Urgesteinen aus Essen gibt es musikalisch immer auf die Zwölf. Mit einem lauten Knall fiel der Vorhang und ab ging die Luzie. Es folgte das Intro per Projektor. Kreator waren an diesem Abend die Headliner im wahrsten Sinne des Wortes und bewiesen einmal wieder, dass sie ungeschlagen den besten Thrashmetal Europas mit sich bringen. Das was die Fans von Kreator vielen Jahren erwarten, bekommen sie auch mit jedem Auftritt. So wie auch an diesem Abend in Hamburg. Frei nach dem Motto “Who the fuck is Slayer” ballerte es dermaßen in der Alsterdorfer Sporthalle, dass es stellenweise zu Crowdsurfing kam und sich kleine Mini-Circle-Pits bildeten. Da denkt man doch eigentlich, wenn man zu einem Kreator-Konzert geht, dass eine Band nach so vielen Jahren BĂŒhne endlich ein wenig ruhiger wird. Aber neee, gar nicht, eher das Gegenteil. Mille und seine Mannen sind ihr Geld wert. Diese Band ist kein ausgestopfter Mythos, hier geht das Geld, was der Fan fĂŒr seine Thrasher zahlt, auch 1:1 in die LĂ€rmtĂŒte. Kreator liefern noch immer bestens ab – irgendwie wirken sie, wie frisch vom Motortuning kommend, mit Zielgerade Enddrehzahl. Dass nun immer – wie schon oft erlebt – Lametta aus Kanonen geschleudert wird, erschließt sich uns nicht. Das braucht doch kein Thrasher. Wie dem auch sei: Mit einer Spielzeit von ebenfalls 70 Minuten und einer hochkarĂ€tigen Setlist, verabschiedeten sich die Ruhrpottler und die Apocalypse nahm ihr Ende.

Setlist KREATOR:

Enemy of God / Hail to the Hordes / Awakening of the Gods / Gods of Violence / Satan is real / Phantom Antichrist / Fallen Brother / Flag of Hate / Phobia / Hordes of Chaos / People of the Lie / Violent Revolution / Pleasure to Kill

47384333_2472742622742821_5424966143536267264_oDas war nun also die EUROPEAN APOCALYPSE TOUR 2018 in Hamburg. Vier geile Bands, eine besser als die andere. Allerdings startete man leider – was den Schweden von Bloodbath nicht gerade in die Karten spielte – mit einem Soundmatsch und technischen Problemen, diese Probleme hielten bei Hatebreed noch an, waren dann aber bei den beiden Mainacts Dimmu Borgir und Kreator verschwunden. Auf jeden Fall ein dickes Lob an die Veranstalter dieser Tour. Eine erfolgreiche Mixtur, die ihres gleichen sucht und so in dergestalt noch öfter stattfinden sollte. FĂŒr uns vom Metal Impressions Magazine mit eines der besten Konzert-Events in 2018.

Berichterstattung & Photo-Credits: 

Dirk Jacobs

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