Archive for the ‘CD-Reviews’ Category
REVIEW: RAVENFIELD
Ich bin ja immer gleich total von den Socken, wennâs fĂŒr mich was zum Hören gibt, wo man mir verspricht, dass âich es magâ.
Manchmal stimmt es, manchmal eben nicht.
Bei RAVENFIELD kann ich euch sagen: ich hatte GlĂŒck – ich LIEBE es.
Das Quartett beschert dĂŒstere, melancholische Musik, traurig aber auch wieder hoffnungsvoll. Es ist eine Reise voller Herzschmerz mit âAloneâ und Hoffnung mit âAshesâ, gepaart mit TiefschlĂ€gen und einem wahnsinnig tollen InstrumentalstĂŒck.
Nicht zu vergessen: der Gesang. Ich war wirklich geflashed.
Die Jungs aus Dachau geben ihr Bestes, und das hört man auch.
Ich hoffe, ich darf bald auf einen ihrer Auftritte dabei sein.
âWir wollen Euch live das geben, was Ihr verdient.
Power und Emotionen bis zum Schlussâ,
so steht es auf ihrer Facebookseite. Eins lasst euch gesagt sein: mich hat es mitgerissen.
Und ja, diesmal habe ich brav auf den Tacho geschaut, obwohl ich die CD im Auto gehört habe.
REVIEW: WATAIN
Wie ich in der Vergangenheit schon des Ăfteren bemerkte:
Aus Schweden kommen verdammt gute Bands und super gute Musik!

Ich habe mir angewöhnt, CDÂŽs auf voller LautstĂ€rke im Auto zu hören. Da kann ich mich konzentrieren, ich bekomme den Kopf frei und auĂerdem entspannt es mich.
WATAIN jedoch haben mich so sehr mitgenommen, dass ich – ihr werdet lachen – ein 30 Euro Foto von der Rennleitung bekommen habe. Und das Foto zeigt nicht mal meine Schokoladenseite. Ja, ich war etwas zu schnell unterwegs, ich kann wirklich nichts dafĂŒr. Ihr Album âTrident Wolf Eclipseâ ist der absolute Hammer.
âNuclear Alchemyâ startet das Album, gefolgt von âSacket Damnationâ und âTeufelsreichâ (meine absolute Empfehlung!).
âFuror Diabolicusâ war Schuld an meinem Strafzettel. âA Throne Belowâ hat mir die Chance gegeben, mich darĂŒber zu Ă€rgern und âUltra (Pandemoniac)â hat mich wieder runter geholt.
âTowards the Sanctuaryâ und âThe Fire of Powerâ beenden das energiegeladene Album.
Alles in Allem kann ich euch die Band WATAIN echt ans Herz legen.
Aber bitte merkt euch meine Worte. Black Metal ist sehr geil, solange man dafĂŒr nicht mehr als 30 Euro ausgeben muss
REVIEW: SUMMONING
WITH DOOM WE COME
Schnelle Veröffentlichungen waren noch nie die StĂ€rke von Protector und Silenius. Auch die Orientierung an Erwartungshaltungen gehen den beiden Herren seit der GrĂŒndung gepflegt am Arsch vorbei. So nimmt man sich die Zeit die es braucht, um den Nachfolger zu âOld MorningÂŽs Dawnâ einzuspielen und schon sind die Fans 5 Jahre Ă€lter geworden.
âWith Doom We Comeâ hat hat gleich zwei groĂe StĂ€rken im GepĂ€ck: einerseits sind alle bekannten Eigenheiten (sĂ€gende Gitarren, Ambient Songwriting und Herr der Ringe Thematik) mit an Bord. Gleichzeitig wurde hier sehr detailverliebt zu Werke gegangen und einige Neuerungen eingespielt. Dies merkt man bereits beim Opener ÂŽTar-Calion`, der nicht gewohnheitsmĂ€Ăig als Intro herhalten muss, sondern direkt als vollwertiger Track auf den Tisch gepackt wird. Die gesprochenen Passagen lassen schnell Hörspielfeeling aufkommen und die Balance zwischen Ambient,Folk und Black Metal wird vom Beginn bis Ende des Albums auf intensivster Ebene durchgezogen. `Silvertine` schleicht sich mit Schellen und Pauken an, ehe die griffigen Gitarrenlinien einsetzen. Besonders schön die Steigerung mit Keyboards und Chören, bei denen 100%iges Bathory Feeling aufkommt. Auf knapp 9 Minuten haben SUMMONING hier ihre gesamten StĂ€rken gebĂŒndelt und den Nachfolger zu `Passing Of The Grey Company` geschaffen, den ich bisher mit der Band verbunden hatte. Dezente PianoklĂ€nge,Posaunen und sowohl krĂ€chzender,als auch cleaner Gesang ergieĂen sich zu einem epischen Mittelerde – Moment, der seit Tagen nicht mehr aus meinen Boxen (oder dem LangzeitgedĂ€chtnis) weichen will.
`Carcharoth ` kommt sehr viel knarziger und old school mĂ€Ăiger einher, versöhnt jedoch durch seine sphĂ€rischen Keyboards und den (beinahe cleanen) Gesang.`Herumor `hĂ€tte auch problemlos auf dem VorgĂ€ngeralbum seinen Platz gefunden; eigentlich nichts besonderes, aber irgendwie wohnt auch diesem StĂŒck ein Zauber inne, dem ich mich nicht entziehen kann. `Barrow-downs ` ist der instrumentale LĂŒckenfĂŒller, ehe `Night Fell Behind `uns irgendwo zwischen der âDol Guldurâ und bisher Unbekanntem trĂ€umen lĂ€sst. Der Ambient Einschlag kommt hier besonders zur Geltung, ohne seine schwarzen Krallen zu verlieren. `Mirklands `ist ein weiterer Langzeitgast in den Ohren; geht es gemĂ€chlich mit einem Pianopart los, wĂ€chst der Song im Laufe seiner 11 Minuten, wĂ€hrend sich in seinem Schatten das Black Metal Feeling der 90er, Doom Elemente und FolkeinschlĂ€ge widerspiegeln. Die Spielzeit vergeht wie im Flug und auch nach mehrfachen DurchlĂ€ufen gibt es Neues zu entdecken. Am Ende der Reise wartet der Titeltrack und bleibt besonders aufgrund seiner charismatischen Gesangslinien und den FlöteneinsĂ€tzen hĂ€ngen. Man sieht vor dem inneren Auge eine Schar von Elben auf ihrem letzten Marsch in Richtung Meer ziehen und im nĂ€chsten Augenblick einen jungen Mann alte Schriften entdecken, in denen von fernen Zeitaltern aus Mittelerde berichtet wird.
Insgesamt sind die Zutaten bereits bekannt und bewĂ€hrt. Faszinierend ist, wie geschickt SUMMONING alle Elemente vereinen, ohne auch nur ansatzweise in irgendwelchen Kitschwassern zu fahren. Eigentlich könnte man das Album als âgutâ abnicken und fertig. Allerdings hat âWith Doom We Comeâ etwas, was mir seit vielen Jahren gefehlt hat: die AtmosphĂ€re, die mich einnimmt und die AuĂenwelt komplett abschirmt. Das Album hat auf mich etwa die Wirkung, wie der Ring auf Gollum: ich weiĂ, was mich darauf erwartet und es gibt bestimmt massig bessere Alben. Allerdings lĂ€sst mich die AtmosphĂ€re nicht los und ich will mich einfach nicht von der Platte lösen. Die Liebe zum Detail, das Herzblut und das GefĂŒhl sind hier zu intensiv, um das Album im CD Regal oder auf der Festplatte versinken zu lassen. Wer sich das Rundum-Sorglos-Paket gönnen will, dem sei das Box Set empfohlen, in dem mal eben eine Bonus CD (2 Songs), Flagge, Patch und ein Ring beiliegen.
Fazit: Ein Mittelerde Soundtrack im schwarzmetallischen Ambient Gewand. Dazu die intensivste SUMMONING AtmosphĂ€re, die ich seit Jahren vermisst habe und eine wertvolle Erkenntnis: auch wenn wir in der heutigen (schnelllebigen) Zeit mit Musik gefĂŒttert werden, gibt es noch Bands, die kompromisslos ihr Ding durchziehen und entsprechend viel Zeit in ihr Album investieren. Wenn man als Hörer auch entsprechend viel Zeit in das Album steckt, wird man mit einem intensiven Trip belohnt, der old school Fans erfreuen und neugierige Ohren definitiv aufhorchen lassen wird.
5/6 Punkten
Radu
REVIEW: OPERATION CHERRYTREE
Scum And Honey
âBrachiale Fjordromantik auf Selbstfindungstourâ. Das ist in jedem Fall mal eine Bandbeschreibung, die man sonst nicht so hĂ€ufig zu hören bekommt, die aber auf OPERATION CHERRYTREE passt wie der Honig zur Biene (oder zum Abschaum?). Doch bei dieser Band ist ohnehin nichts wirklich normal, was sich sowohl in der Biographie, als auch auf dem DebĂŒtalbum âScum And Honeyâ wiederspiegelt.
REVIEW: GRAI
GRAI
Von Noizgate Records erwartet man ja oftmals eher KlĂ€nge, die zumindest teilweise dem Core-Bereich entspringen. Doch weit gefehlt, denn das Label kann auch Folk und das mindestens genauso hochwertig wie moderne Stilrichtungen. Der beste Beweis sind GRAI, die ihr neustes Album âAshesâ nun auf den Markt werfen.
REVIEW: PINK CREAM 69
In der Metalszene ist es bekanntlich schwer, (fĂŒr einen persönlich) neue gute Musik zu finden. Hat man sich einmal auf eine Schiene eingefahren, so bleibt man meistens dabei. Pink Cream 69 war fĂŒr mich bisher eine Band, die ich lange nicht kannte, bis heute.
Ich durfte mir exklusiv das Album âHeadstrongâ zu Ohren fĂŒhren und ich muss sagen: ich bin absolut begeistert!
Wenn man bedenkt, dass Pink Cream 69 dieses Jahr ihr 30-jĂ€hriges BandjubilĂ€um feiern, Ă€rgert es mich tatsĂ€chlich, dass ich diese Band nicht schon frĂŒher entdeckt habe.
Insgesamt befinden sich satte 19 Songs auf dem Album, neun davon sind live. Mein absoluter Favorit unter den Songs ist âWe Bow to Noneâ, ein super intensiver Track, der nicht nur mich zum Headbangen bringt.
âWalls come Downâ, âBloodsuckerâ oder âWhistleblowerâ, egal welchen Song man anhört, das Album strotzt vor Energie, guten Gitarrenriffs und super Gesang.
Alles in Allem kann ich âHeadstrongâ nur weiterempfehlen, hört rein, es lohnt sich.
Egal ob nach einem harten Arbeitstag, im Auto oder -wie bei mir – im Fitnessstudio – Pink Cream 69 ist definitiv eine gute Wahl!
5/6
REVIEW: COMMUNIC
WHERE ECHOES GATHER
Mit â Where Echoes Gatherâ hauen uns die Norweger COMMUNIC das 5 Studioalbum um die Ohren. Nachdem viele die Band fĂŒr verschollen hielten, segeln die Skandinavier nun nach 6 Jahren unter der Flagge von AFM Records. Ob das neue Album die GehörgĂ€nge frei blĂ€st wie die VorgĂ€nger Alben testen wir nun auf dem PrĂŒfstand.
Die Beschleunigung ist schon mal ansprechend. Bei vielen Songs hört man nach wie vor die Communic typischen Trademarks; die Produktion ist ĂŒber alles erhaben. Spielerisch brauchen die Jungs nichts mehr zu beweisen, daĂ die Skandinavier an ihre Instrumenten fit sind braucht nicht erwĂ€hnt zu werden.
Manche Stellen der Songs sind fĂŒr meinen Geschmack kĂŒnstlich in die LĂ€nge gezogen und hören sich aneinander gestĂŒckelt an. Die Tracks sind noch etwas komplexer und abwechslungsreicher geworden, als auf den letzten Alben, was allerdings den Nachteil hat, daĂ die StĂŒcke weniger zugĂ€nglich sind und nicht sofort zĂŒnden. Geile Riffs sind Tonnenweise vorhanden, es fehlt leider an herausragenden Songs. âWhere Echoes Gatherâ ist kein schlechtes Album, aber irgendwie habe ich mir davon mehr erwartet.
Der WOW Effekt bleibt leider aus und die Songs krallen sich nicht wirklich in der Hirnrinde fest. Mehr Metal und etwas geradliniger auf die Glocke hÀtte dem Album bestimmt gut getan. Allen Communic und Progmetal Fans kann ich das Album wÀrmstens ans Herz legen.
3/6
Stormrider
Die Faust des Nordens schlĂ€gt erneut zu â TYSON aus Kiel
Die einst im Jahre 2007 gegrĂŒndete Band startete als Hardcore-Punk-Band. 2008 wurde die erste EP veröffentlicht. 2010 erschien ihr erstes Studio-Album âBareknuckle Fightâ, welches dann alles andere als Punk war, sondern seine komplett eigene Schublade im Metalcore fand. 2014 veröffentlichte die Band unter neuem Lable, nĂ€mlich Remedy Records, ihr Album âCounterpartsâ. Wer diese Band schon einmal live erlebt hat, wird sich dabei ertappen, nach dem Konzert den Merch-Stand aufzusuchen und sich ihre Scheiben gleich mitzunehmen. Sie schlagen ein wie eine Faust. So ging es mir vor zwei Jahren ebenfalls, als ich das erste Mal auf unsere norddeutsche Metal-Perle aufmerksam wurde. Umso mehr ist es mir nun als Redakteurin des Metal Impressions Magazines eine Ehre, das neue Album âUnbreakableâ (erneut unter dem Lable von Remedy Records / Soulfood) rezensieren zu dĂŒrfen. Nach vier Jahren wurde nun neue TYSON-Geschichte geschrieben und ich habe, um hier auch subjektiv zu sein, meinen Kollegen Kai mit ins Boot geholt und wir haben unabhĂ€ngig voneinander das am 28.02.2018 erscheinende Werk unter die Lupe genommen.
Die vier Mannen der Band TYSON, AndrĂ© âKochiâ Koch (Volcals/Bass), Pierre âDiddyâ Dapper (Guitar), Tom Banx (Drums) und Zed Doomhammer (Guitar) sind nun zusammen einen anderen Weg gegangen, wobei man selbstverstĂ€ndlich immer noch den typischen TYSON-Sound erkennbar hört â also die TYSON-Fans mĂŒssen keine Panik bekommen. Es sind die alten TYSONÂŽs â dennoch kommen sie thrashiger daher, aber auch melodiöser.
Vollkommen gespannt und glĂŒcklich ĂŒber den eingeschlagenen Pfad kamen TYSON im SpĂ€tsommer aus dem Preetzer Studio âJAK`s Hellâ und berichteten mir: âEs ist als wĂŒrde ich Dir nun erzĂ€hlen, wir hĂ€tten gerade unser Baby bekommenâ.
Da ich TYSON, wie schon zuvor erwĂ€hnt, aus alten Tagen mit ihrer brachialen Hardcore-Metal-HĂ€rte kannte, fiel mir sofort auf, dass ich mit dem neuen Album nun auch Neues auf die Ăhrchen bekommen sollte. Dem Kollegen Kai und mir gefiel die Scheibe schon beim ersten Durchlauf. Das passiert mir Ă€uĂerst selten. Aber dabei sollte es nicht bleiben. UnabhĂ€ngig voneinander hörten wir uns StĂŒck fĂŒr StĂŒck durch âUnbreakableâ – ich nunmehr schon gefĂŒhlte 50 Mal, was aber nicht bedeutet, dass es mir schwer fallen sollte, hier eine Rezensierung abzuliefern. Nein im Gegenteil: Sie lĂ€uft rauf und runter, da dies eine absolut geile Scheibe ist.
Schon bei dem VorgĂ€ngeralbum âCounterpartsâ gefiel mir das Intro vorweg. Bei âUnbreakableâ gibt es das `DarknessÂŽ-Intro. Mystisch lĂ€sst es uns in das Album hineinschlittern und fĂŒr mich ist der erste Drops damit gelutscht und dieser macht Lust auf mehr.
Mit Oldschool-Thrash geht es ĂŒber in `From the ashesÂŽ. Erinnert diese Nummer doch gesanglich an alte Tage von Rage, meinte Kai. Sehe ich genauso, dennoch finde ich in den melodiösen Parts auch Annihilator-EinflĂŒsse. Die gewohnte Schnelligkeit von TYSON ist hier wie immer findbar, aber fĂŒr mich â als eine auf den Gesang sehr fixierte Person â endlich erkennbar die wundervolle Stimmfarbe von AndrĂ© âKochiâ Koch. GefĂ€llt mir sehr, dieses Zusammenspiel zwischen hart und zart. Kollege Kai gab als Anspieltipps die Tracks `Bleeding machineÂŽ oder `HigherÂŽ Aber auch die melodiösen Songs, wie ÂŽThin iceÂŽoder `ScarsÂŽ sind sehr gelungen. Auch bei `ScarsÂŽ bin ich gitarrenmĂ€Ăig wieder bei Annihilator. Sauber klar gespielte Thrash-Nummer mit gesanglich weichem Refrain. Daumen nach oben. Bei ÂŽMoshpit AllianceÂŽ hat man sofort das GefĂŒhl, man begibt sich in den Strudel moshender Metalheads und muss total mit abgehen in dem wirbelnden Kreis. Sehr gute Nummer. Nennenswert und mein liebstes Kind auf diesem Album ist allerdings ÂŽDeath by silenceÂŽ. Schnell taktierender Beginn, nette Riffs und am Anfang die Gewalt in der Stimme die nahtlos ĂŒbergeht in seichten Gesang und zurĂŒckspringt in die HĂ€rte. Ich liebe diese Nummer. Höre ich da nicht ein wenig an einigen Stellen Tremonti ?
Zusammenfassend: Dieses Album ist im Vergleich zum VorgĂ€ngeralbum, das schon wirklich gut war, um einiges besser. Oldschool-Thrash wurde gepaart mit âmehrâ Augenmerk auf Stimme und melodischen Parts. Eine Stimme, die die VorgĂ€ngeralben natĂŒrlich ebenfalls hatten, aber sie auf “Unbreakable” nun endlich zu ihrem Besten kommt. Die mal kratzenden harten Töne kĂŒssen ineinanderflieĂend melodische KĂ€nge und werden von sauber gespielter instrumentaler Seite unterstĂŒtzt. Eine tolle Entwicklung, mit der TYSON einerseits ihren alten Fans treu bleibt und andererseits neue hinzu bekommt. Da bin ich mir sicher. Einen Abzugspunkt gibt es leider von uns in punkto Produktion. Hier waren wir uns – unabhĂ€ngig voneinander – einig, dass der Gesang hĂ€ufig allein im Raum steht. Ansonsten aber eine super geile Scheibe, die absolut Lust auf mehr macht.
Wir wĂŒnschen der nordischen Formation TYSON mit diesem wirklich gutem Endergebnis einen erfolgreichen Plattenverkauf und die Chance von einer gröĂeren Band auf gröĂere BĂŒhnen mitgenommen zu werden. Denn da gehören TYSON hin.
Das Album ist ab 28.02.2018 erhÀltlich.
https://www.facebook.com/TYSON.HWM/
http://www.tyson-kiel.de/tyson/
Punkte: 5/6
Stefanie u. Kai
REVIEW: JEN MAJURA
JEN MAJURA – InZENity: Am 24. November erschien endlich das lang erwartete zweite Album der Gitarristin und SĂ€ngerin JEN MAJURA, ehemaliges Mitglied von KNORKATOR/ EQUILIBRIUM und mittlerweile seit 2015 festes Bestandteil der wohl bekannten amerikanischen Band EVANESCENE. Da sich die SĂ€ngerin Amy Lee in den vergangenen Jahren eine kreative Auszeit gönnte, konnte sich Jen nun endlich um ihr neues Album kĂŒmmern. DafĂŒr hat sie sich ein paar langjĂ€hrige musikalische Freunde mit an Bord gezogen, die hier einige erstklassige Gastsoli zum Besten geben durften: Alex Skolnick (TESTAMENT), Jeff Waters (ANNIHILATOR), Matthias Ia Eklundh (FREAK KITCHEN), Jan Zehrfeld (PANZERBALLETT) und Nico Schliemann (GLASPERLENSPIEL).
Herausgekommen ist hier nun ein Album, das sich wirklich hören lassen kann. Angefangen vom starken Opener `All The Other Ones`, dem vertrackten Titelsong `InZENity`, der durch seine abwechslungsreiche Rhythmik und MelodiefĂŒhrung besticht. `Bully Lies` wiederum ĂŒberzeugt mit einem starken Groove und brillantem Gitarrensolo. `Lied Ohne Namenâ wird akustisch dargeboten. ÂŽSick Brain`geht wieder in die Vollen, gefolgt von `Stupid Piece Of Wood` und dem anschlieĂenden instrumentalen `Tobi DidnÂŽt Show Up For Breakfast`, meines Erachtens dem geilsten Song der ganzen Scheibe, wĂ€hrend âLike Chuck Norrisâ auch ganz schön im Gehör steckenbleibt. `Far Away`beendet dann das Album.
Man muss es wirklich gehört haben. Dieses Album ist ein erstklassiges Rock/Metal Album geworden. Angefangen mit Jens groĂartigem Gesang, der mal rockig und soulig rĂŒberkommt, die Refrains gehen sofort ins Gehör und bleiben dort stecken. Das Songwriting ist bis ins kleinste Detail liebevoll durchdacht und es macht wirklich Freude immer neue Nuancen, wie witzige Soundschnipsel oder kurze experimentelle Soundkaskaden zu entdecken. Brachiale Riffs wechseln sich mit ruhigen Passagen ab und geile Gitarrensoli runden das Ganze ab.
Jen ist es wirklich gelungen ein Album der Extraklasse zu veröffentlichen. Man merkt, dass sie hier ihr ganzes Herzblut reingesteckt hat und wir wollen doch hoffen, dass es ihr gelingt, die breite Masse anzusprechen. Alle Daumen hoch!
5/6 Uli
REVIEW: BRUTAL VISION 3
Brutal Vision Vol. 3
Das Konzept der Brutal Vision Reihe, eine Mischung aus Labelsampler, UnterstĂŒtzung kleinerer Bands und Anpreisung von Favoriten auĂerhalb des eigenen Labels, hat sich durch die ersten beiden Teile bereits etabliert und daher war die Freude groĂ, als Deafground den dritten Teil der Serie ankĂŒndigten. Monatelang wurde gearbeitet um insgesamt 34 (!) Titel zusammenzustellen, von denen 10 Songs auf die Gewinner eines aufwendigen Online Votings entfallen! Doch ist dies zu viel der Vielfalt?







