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REVIEW: GRAI

Posted by Samir On Januar - 16 - 2018

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Von Noizgate Records erwartet man ja oftmals eher Klänge, die zumindest teilweise dem Core-Bereich entspringen. Doch weit gefehlt, denn das Label kann auch Folk und das mindestens genauso hochwertig wie moderne Stilrichtungen. Der beste Beweis sind GRAI, die ihr neustes Album „Ashes“ nun auf den Markt werfen.

Mit ‚Haze‘ erwartet den Hörer zunächst ein Intro, dass mit dezentem Frauengesang gekonnt Stimmung aufbaut und zum ‚Song Of Dead‘ überleitet, in dem es das erste Mal lauter wird und sich eine klare Frauenstimme und Gegrowle abwechseln. Dieser Gegensatz wird auch durch unterschiedliche Rhythmen unterstützt und verleiht dem Song eine angenehme Dynamik, die zeitweilen an ältere Songs von ELUVEITIE erinnert. ‚A Water Well‘ bietet zusätzlich zur ohnehin schon üppigen Instrumentierung eine Maultrommel, die dem Gesamtsound eine weitere Facette verleiht und sicherlich live jede Menge Spaß machen wird.

Der große Unterschied von GRAI zu vielen anderen Bands des Folk Metals ist, dass sie es schaffen verschiedenste Harmonien, Stimmungen und Instrumente zu verwenden, ohne hierbei die einzelnen Songs zu überladen oder gar ins kitschige abzudriften. Ruhigere Songs wie ‚Ashes‘ erzeugen in Verbindung mit dem träumerischen ‚Farewell‘ oder dem schnellen ‚Donya‘ ein Gesamtwerk, das bis auf wenige Ausnahmen durchgehend interessant bleibt und immer wieder mit Überraschungen wie dem Rotting Christ Cover ‚…Pir Threontai‘ aufwartet.

Insgesamt liefern GRAI ein beachtliches Album ab, das auch einige Fans außerhalb des Folk Metal Genres erreichen könnte. Der Sound, die Songstrukturen sowie die Umsetzung sind in jedem Fall auf dem Niveau der ganz Großen des Genres.

4,5/6 Punkten

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