Blog Archives
DISBELIEF “HEAL!”
20 Jahre und kein bisschen leise â so lang sind die Jungs von DISBELIEF mittlerweile schon unterwegs, um uns mit ihrem eigenstĂ€ndigen Extrem Metal ohrentechnisch zu verwöhnen.
Gefeiert wird dieses JubilĂ€um mit einem Mini-Album, welches mit vier Eigenkompositionen, einer Neuaufnahme und vier Coverversionen aufwartet, wobei man sich dort an den direkten EinflĂŒssen der Jungs orientiert und das ganze wohl als Hommage zu sehen sein soll.
So beginnt die CD mit einem Song, wie ihn auch SLAYER hĂ€tten schreiben können (ÂŽThe Eyes of HorrorÂŽ), gefolgt von ÂŽIsolationÂŽ, offensichtlich von DEATH inspiriert. Die anschlieĂenden Tracks ÂŽThe Last Force: Attack!ÂŽ und ÂŽCertainty Of RealityÂŽ gehen dabei ganz klar in die BOLT THROWER- und CROWBAR-Ecke, ohne jedoch nur stumpf abzukupfern. Die ureigene DISBELIEF-Note ist immer klar zu erkennen.
So ist es auch mit den sehr gut ausgewĂ€hlten Coverversionen, die ebenfalls zu ĂŒberzeugen wissen. Herangewagt hat man sich hier an Klassiker von KING DIAMOND (ÂŽWelcome HomeÂŽ), CRIMSON GLORY (ÂŽRed SharksÂŽ), KILLING JOKE (ÂŽLove Like BloodÂŽ) und an den abschlieĂenden, neu aufgenommenen eigenen Klassiker ÂŽShineÂŽ!
Als Fazit kann man Jagger und Co nur zu dem JubilÀum gratulieren und hoffen, dass noch mindestens weitere 20 Jahre so qualitativ hochwertige Musik von dieser Ausnahmecombo zu erwarten sind.
Ich freue mich schon aufs nÀchste Fulltime-Album!
5/6 Punkten
Chris
MIRROR OF DECEPTION “A SMOULDERING FIRE”
20 Jahre Doom Metal aus Deutschland und zum Geburtstag gibtâs ne neue Platte fĂŒr die Fans und solche, die es werden wollen. Das neue Album findet unschuldig den Weg zu meinem Player und eh ich es bemerke… ist es schon vorbei und 57 Minuten spĂ€ter auf meiner Uhr. Stark verwundert drĂŒcke ich erneut die Repeat Taste und warte ab, was auf mich zukommt…
Die Antwort ist ganz einfach: richtig geiler, liebevoll gemachter Doom Metal! WĂ€lzt sich der Opener noch die ersten Sekunden ein wenig schwerfĂ€llig durch die Boxen, so gewöhnt man sich doch sehr schnell an den Sound und die Songstrukturen erschlieĂen sich, dank der eingĂ€ngigen Melodien, sehr schnell. Doomig, mal nachdenklich, dann sogar eine Spur rockig, so servieren uns MIRRROR OF DECEPTION ihre neue Platte und entfĂŒhren uns in ihre musikalische Welt. Die Melodien nehmen den Hörer sofort bei der Hand, fĂŒhren ihn durch groovende und rockende Parts und lassen ihn schnell in âA Smouldering Fireâ eintauchen. Ăber allem thront die klare Stimme, die auf Geröchel oder Gegrunze verzichtet und so auch Neulingen den Weg in die Doom Area ebnet.
Dass man hier mit viel Liebe fĂŒrs Detail gearbeitet hat, ist deutlich zu hören; glasklare Produktion, geile Melodien, Groove bis der Arzt kommt und gerade auf Langlebigkeit getrimmt glĂ€nzt das Geburtstagsgeschenk der Stuttgarter in allen Farben. Auf der limitierten Erstauflage packen die Jungs noch eine Bonus-CD mit bisher teilweise nur auf Vinyl veröffentlichtem Material als Schmankerl oben drauf.
Fazit: 20 Jahre Doom zahlen sich aus; offenherzig und eigenstĂ€ndig gibtâs hier richtig âvalue for moneyâ. Also reinhören, sich freuen und den Herbst in vollen ZĂŒgen genieĂen!
5 von 6 Punkten
Sebastian GroĂ
MAGNUS âTHE ACCEPTANCE OF DEATHâ
13 Jahre hat man nichts mehr von MAGNUS gehört und nun lassen die seit 1987 aktiven Extrem Metaller aus Polen mit ihrem neuen Album nicht nur die Katze aus dem Sack, sondern mehr noch den Rotz auf die StraĂe. Laut Infozettel blicken sie bereits auf Live-Auftritte mit GröĂen wie NAPALM DEATH, ATROCITY, GOREFEST und SAMAEL zurĂŒck und sind also keine KĂŒken mehr im Metalbusiness. Leider scheinen sie irgendwo in den 90ern stehen geblieben zu sein, denn von einer Neuerfindung des Metals kann ebenso wenig die Rede sein, wie von einer konsequenten Weiterentwicklung der Band.
Sobald man seine Augen von dem quietschend rosa Cover wieder geheilt hat, beginnt auch schon das sinnlose GetrĂŒmmer in den ersten Sekunden loszurumpeln. Chaotisch, nervig und fast schon unertrĂ€glich. Man braucht viel Willenskraft, um sich an die musikalischen ErgĂŒsse von MAGNUS zu gewöhnen, wird aber mit AnsĂ€tzen von richtig geilen Songs belohnt… vorerst. Leider bleibt es bei den AnsĂ€tzen, denn gerade im Bezug auf Langlebigkeit nervt die Platte einfach nur und ist zum groĂen Teil einfach nur langweilig. Produktion ist ok, Stimme Durchschnitt, Gesamtsound akzeptabel, Songwriting reicht von tolerierbar bis zum Kotzen. Jede weitere Diskussion erscheint mir ĂŒberflĂŒssig, denn jedes Wort, ebenso wie die gesamte Platte, wĂ€re Zeitverschwendung.
Fazit: Eine Platte die die Welt nicht braucht. Aber es gibt schlimmere…auch wenn mir gerade keine einfallen wollen.
2 von 6 Punkten
Sebastian GroĂ
CAPILLA ARDIENTE âSOLVE ET COAGULAâ
Herbstliche Stimmung, lĂ€ngere Abende und langsamer Doom, so wird der Herbst eingelĂ€utet. Dabei möchten auch Chiles Newcomer von CAPILLA ARDIENTE mitwirken und klatschen eine bodenstĂ€ndige Mini-CD auf dem Markt. Hinter dem Bandnamen verbirgt sich der Teil der Kirche, der fĂŒr Beerdigungsrituale hergerichtet wird. Der Albumtitel bedeutet ĂŒbersetzt âLöse und verbindeâ, das hĂ€ufig in der alchemistischen Sprache verwendet wird.
Der Alchemistencocktail beginnt besinnlich mit Akustikgitarren, entfaltet sich jedoch im Laufe seiner Laufzeit ĂŒber langsame Parts (die alles niederwalzen), bis hin zu schnellen Gitarrensoli. Die Stimme ist klar und hĂ€lt den Hörer auch immer bei der Stange, so dass das Album (wenn teilweise auch nur sehr knapp) nicht in Richtung Langeweile tendiert. Das Duo aus Chile musiziert durchschnittliche Doom-Kost auf zwei Tracks, die thematisch ebenfalls noch mal in vier Parts unterteilt sind. GroĂartiges Neues gibt es zwar nichts zu hören, aber wer auf richtig schwermĂŒtigen und wĂ€lzenden Doom steht, der nicht nur von Gegrunze getragen wird, kann sich freuen.
Fazit: Eingefleischte JĂŒnger der Verdammnis werden CAPILLA ARDIENTE offenherzig willkommen heiĂen. Nichts Neues auf dem Sektor, aber eine ganz nett gemachte Platte.
3 von 6 Punkten
Sebastian GroĂ
BLIND GUARDIAN DĂSSELDORF REVIEW
BLIND GUARDIAN DĂŒsseldorf Phillipshalle 09.10.2010
Endlich wieder die WĂ€chter live sehen! Seit Tagen freue ich mich schon endlos wieder die Lauscher durchgeblasen zu bekommen und gebe mir seit Tagen nur noch die volle GUARDIAN-Bedienung im CD-Player meines Autos. Acht Jahre ist es her, seitdem ich sie das letzte Mal gesehen habe und mittlerweile ist einiges passiert; die umstrittene âA Twist In The Mythâ ist drauĂen und das neue Killeralbum haben sie auch im GepĂ€ck. Mein letztes Konzert hatte ich in traumhafter Erinnerung, ob es dieses Mal auch so wird? Schnell die Freundin ins Auto gescheucht, ab auf die Autobahn und nach 1,5 Stunden in die Warteschlange vor der Halle. Nach einiger Wartezeit hat man es endlich ins Foyer geschafft und deckt sich rasch mit einem Longsleeve, Brezeln und GetrĂ€nken ein, bevor es auf den Sitzplatz geht (Konzert vom Sitzplatz aus, eine völlig neue Erfahrung fĂŒr mich).
Licht aus, Spot an fĂŒr STEELWING. Die Schweden rocken sich durch ihr klassisches Metal Set, als wenn es kein Morgen gĂ€be. Der SĂ€nger post in bester Bruce Dickinson-Manier, die Gitarren schwenken eifrig von links nach rechts und auch das obligatorische Power Metal-Gequietsche wird zelebriert. Sehr viel Anklang finden die Newcomer leider nicht, denn viel zu oft nervt das Gequieke des SĂ€ngers und man ertrĂ€gt geduldig und tolerant den Gig. Zwischendurch gibtÂŽs einige BeifallsausbrĂŒche, weil STEELWING sich MĂŒhe geben und eigentlich auch recht sympathisch rĂŒberkommen, aber musikalisch leider nicht zu zĂŒnden vermögen.
Kurze Pause, einen Klogang spĂ€ter und VAN CANTO entern die BĂŒhne; es wird sofort Gas gegeben und abgesehen vom Schlagzeug wird alles a cappella erledigt; Bass- und Gitarrenlinien, Keyboardsounds und sogar Gitarrensoli werden von VAN CANTO ordentlich mit ihren Stimmen dargeboten, was schon eine unglaubliche Leistung ist. Dabei werden u.a. GRAVE DIGGER, METALLICA und IRON MAIDEN zelebriert, was die Stimmung in der Halle stellenweise schon zum Kochen bringt. Bei den Alben wĂŒrde ich zwar lieber auf die Originalbands zurĂŒckgreifen, aber als Einheizer fĂŒr die Hauptband sind VAN CANTO definitiv die AbrĂ€umer des Abends (Enforcer hatten abgesagt).
Danach folgt der Hauptgang: das Intro von âSacredâ lĂ€utet ein, was noch kommen wird, und dann kracht der gleichnamige Opener durch die Boxen. Laut, bombastisch, melodisch, dynamisch, göttlich! Eine siebenminĂŒtige GĂ€nsehaut, staunende Gesichter und jubelnde Fans sind das Ergebnis. Nach einer kleinen Ansage, in denen BLIND GUARDIAN sich eher als heimkehrende VĂ€ter statt Söhne fĂŒhlen (ja, auch groĂe Metalbands werden mal alt), platzt mit âWelcome To Dyingâ auch der letzte Knoten und die Philippshalle kocht. Im Laufe des Sets greifen die blinden Gardinen auch auf Computeranimationen zurĂŒck, die manchmal deplaziert (schon fast kitschig), aber meistens gut und stellenweise zum Niederknien rĂŒberkommen. Dabei scheuen sie sich nicht das aktuelle Album mĂŒhelos in ihr bereits aus Hits bestehendes Set mit einzustreuen. AlbenmĂ€Ăig wird sich hier auf âTales From The Twilight Worldâ, âImaginations From The Other Sideâ, âNightfall In Middle-Earthâ und natĂŒrlich auf das neue Album konzentriert, auch wenn Klassiker wie âValhallaâ natĂŒrlich nicht fehlen dĂŒrfen. Nachdem das Publikum sich mit mindestens vier SprechgesĂ€ngen von âValhallaâ warm gesungen hat, wird u.a. mit âNightfallâ, âBright Eyesâ, âBorn In A Mourning Hallâ und âLost In The Twilight Hallâ ordentlich zur Kasse gebeten.
Hansi KĂŒrsch hat das Publikum stets im Griff und die Chemie zwischen Band und Fans ist einfach nur ganz groĂes Entertainment (schlieĂlich haben BLIND GUARDIAN hier immer ihr Heimspiel gefeiert). Die RĂŒbe wird abgeschraubt zu âA Voice In The Darkâ, die Feuerzeuge geschwenkt zu âA Past And Future Secretâ und gestaunt beim âWhen Time Stands Still…â. Viel zu frĂŒh wird das Ende der Show angekĂŒndigt und natĂŒrlich springen die WĂ€chter nach dreiminĂŒtiger Pause wieder auf die BĂŒhne, um noch vier Zugaben in die Menge zu feuern. Der âBardÂŽs songâ wird natĂŒrlich komplett vom Publikum durchgesungen (und sogar von der Band aufgenommen) und als groĂes Finale wird âWheel Of Timeâ mit einer atemberaubenden Computeranimation im Hintergrund dargeboten. Saugeile Stimmung, göttliche Songauswahl, gemĂŒtliches und doch ergreifendes Konzert vom Sitzplatz aus und starke Verwunderung, wie schnell doch zwei Stunden vergehen können.
Fazit: BLIND GUARDIAN sind erwachsen geworden; das lĂ€sst sich sowohl an der Songauswahl, als auch anhand der BĂŒhnenshow feststellen. Mittlerweile sind die WĂ€chter zu einer professionellen Truppe geworden, die sowohl junge als auch alt eingesessene Metaller glĂŒcklich machen können. Man hat nicht gelebt, wenn man noch nie auf einem BLIND GUARDIAN Konzert war, es ist immer wieder ein atemberaubendes und göttliches Erlebnis. Alle Daumen steil nach oben!!!
Sebastian GroĂ
HALFORD CD-REVIEW
HALFORD “Made Of Metal” Das nun bislang vierte Album des Metalgods “Made Of Metal” wird am 22. Oktober in den Stores eurer Wahl zu finden sein. Frischer denn je, zeigt Mr. Halford, dass sein neues Werk wesentlich mehr Metal enthĂ€lt, als das letzte JUDAS PRIEST-Album “Nostradamus “. Genug der Vorrede.
Los geht es mit dem Opener ‘Undisputed’, ein in typischer HALFORD-Manier stampfendes Riffmonster, gefolgt von ‘Fire And Ice’, einem sehr eingĂ€ngigen Song, mit einem sehr einprĂ€gsamen Refrain, der einem im Ohr haften bleibt. Da kann sich der geneigte Fan eigentlich nur fragen, warum JUDAS PRIEST solche Songs nicht mehr zustande bringt!?
Der folgende Track ‘Made Of Metal’ ist bereits in Form eines Videoclips erschienen, ein ziemlich kommerzieller Song, ganz nett anzuhören, mehr aber auch nicht. Die nĂ€chsten zwei StĂŒcke sind natĂŒrlich wieder in typischer HALFORD-Art gehalten.
‘Till The Day I Die’ beginnt verhalten mit Dobro, Bassdrum und Gesang, der dann zu einem groovenden Rocker wird, einem sehr gefĂ€lligen Song, wo Rob auch wieder einmal seine Stimme nach oben bringt, die auf dem gesamten Album aber eher im mittleren Bereich liegt. Aber!!!!! Mehr dazu gegen Ende der Review.
Die nĂ€chsten drei StĂŒcke sind dann wieder gewohnte Hausmannskost, wĂ€hrend ‘Thunder And Lightning’ dann erneut mit seinem schönen Refrain und moderatem Songwriting heraussticht. ‘Twenty Five Years’ ist eine melodiöse Halbballade mit Akustikgitarre, die sich im Laufe des Songs immer mehr steigert.
Die nĂ€chsten beiden StĂŒcke muss ich nicht erwĂ€hnen, denn sie dĂŒmpeln leider einfach nur vor sich hin.
Nun zum letzten Song ‘The Mover’! Anfangs erwĂ€hnte ich etwas ĂŒber die Stimmlage von Rob! Aber! Unheilvoll drohend beginnend mit spoken Words versetzt, folgt nun der eindrucksvollste Song des gesamten Albums. Ein vertrackter Song mit stampfendem Rhythmus, einer geilen Gitarrenarbeit von Roy Z. und hier hört man Rob wĂ€hrend des gesamten Songs in seiner altbekannten hohen Stimmlage, der mit einem abruptem Ende aufhört. GĂ€nsehaut pur. Heavy Metal der Extraklasse.
Zum neuen Album vom Heavy Metal GroĂmeister Rob Halford kann ich nur abschlieĂend sagen: Vier Songs weniger und es wĂ€re ein gigantisches Album geworden. Aber es ist im Endeffekt gar nicht schlimm, denn HALFORD zĂ€hlt immer noch zu den Garanten des guten Heavy Metals. Besonders sei hier noch die exzellente Gitarrenarbeit von Roy Z. zu erwĂ€hnen, wĂ€hrend das Ganze noch von einer fetten Produktion abgerundet wird. Mit Sicherheit wird dieses Album das Herz eines jeden Metal-Fan höher schlagen lassen!
5.5/6
Uli
ALLEN/LANDE REVIEW
ALLEN/LANDE “The Showdown” ist das dritte Album der beiden Ausnahmesaenger, welches im November ĂŒber das italienischen Label Frontier Records erscheinen wird. Russel Allen (SYMPHONY X) und Jorn Lande (JORN, MASTERPLAN) sind eigentlich dafĂŒr bekannt, keine schlechten Sachen zu veröffentlichen und das beweisen sie auch hier mit diesem Album.
Nach einem kurzen symphonischem Intro geht es los mit dem Titeltrack ‘The Showdown’ , ein atmosphĂ€risch vertrackter Song, der aber sofort bei dem Refrain im Gehörgang kleben bleibt. Die beiden Saenger sind in absoluter Höchstform (natuerlich auf dem gesamten Album) und peitschen sich mit ihrem Gesang in ungeahnte Höhen. “Are you Ready for Showdown?” Yeah!
‘Judgement Days’ passt sich gĂ€nzlich dem VorgĂ€nger an. Hier geht es etwas melodischer zu Werke, ein guter Midtemposong mit einem eingĂ€ngigen Refrain und einem tollen Gitarrensolo.
‘Bloodlines’ beginnt verhalten mit schöner Melodie und endet dann erneut wieder in einem phantastischen melodiösen Song.
‘Copernicus’ entpuppt sich als eine melodiöse Halbballade, untermalt mit Streichern. Hier zeigen die Beiden, was wirklich stimmlich in ihnen steckt. Perfekte Gesangslinien von vorne bis hinten, gefolgt von einer gnadenlosen MelodiefĂŒhrung, sowie einem genialen Gitarrensolo! Hammer!
Nun folgt mit ‘We Will Rise Again’ der erste Rocker, ein straighter Song, wie immer mit starken Hooklines versehen, gefolgt wohl vom stĂ€rksten Song des gesamten Albums, ‘Eternity. Der Song beginnt verhalten, um dann sofort in den Refrain zu gleiten, ein sehr epischer Song, dramatisch aufgebaut. Perfekt!
Beim abschlieĂende Bonustrack ‘Alias’ geht es noch einmal zur Sache. Doublebassattacken, kreischende Gitarren und gnadenlose Hooklines bilden einen krönenden Abschluss eines ganz tollen Albums.
ResĂŒmee des Ganzen! Was die beiden SĂ€nger, hier abliefern, ist absoluter Pflichtkauf fuer alle Fans des Symphonic-Metals und die, die es noch werden wollen. Hier stimmt alles. Melodie, GefĂŒhl, HĂ€rte und nicht ganz zuletzt zu erwĂ€hnen, die Sangesleistung von Allen und Lande. TOP!
6/6
Uli
WAY OF DARKNESS 2010 REVIEW
âWay of Darknessâ â der Festivaltitel passte in diesem Jahr nicht nur zur Auswahl der Bands, sondern auch zum Wetter. Erst am Sonntag, als alle wieder abreisten, zeigte sich die Sonne. Davor war es von Anfang an dĂŒster, kalt und nass.
Nichtsdestotrotz konnten die Veranstalter mal wieder ein super Festival auf die Beine stellen, bei dem mehr als nur ein paar echte Leckerbissen an Land gezogen werden konnten. Beispielsweise POSSESSED, die ihre einzige Europa-Show in diesem Jahr auf dem W.O.D. spielten.
Der Beginn des Festivals jedoch, Freitagmittag um 11.35 Uhr, war denkbar ungĂŒnstig gewĂ€hlt. Da die meisten Festivalbesucher gewöhnlich entweder zur Schule oder zur Arbeit gehen, war das FestivalgelĂ€nde demnach zu Beginn noch gĂ€hnend leer.
Nicht mal ich als faule Studentin konnte pĂŒnktlich kommen und so war ich auch erst um 14.30 Uhr auf dem GelĂ€nde â gerade rechtzeitig, um noch die letzten Minuten des Auftrittes der Comedy-Grinder von ULTRAWURSCHT zu sehen. Der Sound â oh Wunder! â war um Welten besser als im Jahr zuvor. Das Outfit des SĂ€ngers âDr. Mett Wurschtâ â es sah nach einem schicken Schiesser-Feinripp-Herren-Unterhöschen aus â hĂ€tte hingegen doch eher nicht sein mĂŒssenâŠ
Danach kam mit RAWSIDE ein kleiner Stilbruch des sonst eher im Death-/Grindcore-Bereich angesiedelten Festivals. Die Hardcorepunk-Legende hatte ihr neues Album âWiderstandâ im GepĂ€ck und konnte dieses sehr gut prĂ€sentieren. Einzig die Sache mit dem Sound muss ich an dieser Stelle wieder zurĂŒcknehmen â der war hier nĂ€mlich eher blechern⊠Highlight des halbstĂŒndigen Auftritts war der âGastauftrittâ des Sohnes von SĂ€nger Henne, der zwar kaum hinter dem Drumset hervorschauen konnte, aber trommelte wie ein GroĂer!
POPPY SEED GRINDER verpasste ich leider. Man trifft einfach immer zu viele Leute auf Festivals â gerade, wenn sie in der Heimat stattfindenâŠ
Zu MILKING THE GOATMACHINE wollte ich jedoch wieder vor der BĂŒhne stehen. Machte ich auch und zwar ziemlich lange! Als nach einer halben Stunde Wartezeit, in der rein gar nichts auf der BĂŒhne passierte, schlieĂlich mal einer von uns Fotografen nachfragte, wurde uns gesagt, dass die Band noch im Stau stĂŒnde und nicht spielen könne. Nun ja, das hĂ€tte man vielleicht auch mal eher sagen können! Vor allem, weil sich deren Fans alle richtig ins Zeug gelegt hattenâŠ
Doch das Warten lohnte sich dennoch, denn als NĂ€chstes standen FINAL BREATH auf der BĂŒhne und konnten mich vollends fĂŒr sich gewinnen. Nicht nur musikalisch war die Band absolut mein Fall, auch SĂ€nger JĂŒrgen âEumelâ Aumann begeisterte mich durch seine natĂŒrliche und charismatische Art. Erst seit einem knappen Jahr sind FINAL BREATH nach einer zweijĂ€hrigen Pause wieder gemeinsam unterwegs und das merkt man ihnen an â und zwar im positiven Sinn! Jedes Bandmitglied sprĂŒhte nur so vor Energie. Da hatte sich zwei Jahre lang etwas aufgestaut, was jetzt raus musste und auch raus kam. Mein persönliches Festival-Highlight!
Nach einer â diesmal zum GlĂŒck kurzen â Umbaupause waren SADISTIC INTENT aus den Staaten an der Reihe. Die Band beeindruckte mich persönlich zwar eher durch ihre leder- und nietenĂŒberladenen Outfits als durch ihre Musik, aber das ging wohl nur mir so, denn die Band kam beim Publikum mit ihrem Black/Death Metal durchaus gut an.
Die nĂ€chsten drei Bands AT WAR, DESASTER und EVILDEAD musste ich aufgrund eines privaten Termins leider sausen lassen und konnte deshalb erst wieder zu PESTILENCE da sein. Und das lohnte sich! Die Band wurde schon Mitte der 80er in Holland gegrĂŒndet, doch nach dem fĂŒnften Album âMind Reflectionsâ war es 15 Jahre still um sie â bis sie 2009 mit âRessurection Macabreâ ganz nach dem Albumtitel auferstanden. Dass man hier erfahrene Musiker vor sich hat, hört und sieht man sofort. Die ausgewogene Mischung aus einem soliden GrundgerĂŒst der Songs und technischen Spielereien ĂŒberzeugte nicht nur mich, sondern auch den Rest des Publikums. Ein verdienter Co-Headliner!
Kurz vor eins durften schlieĂlich KATAKLYSM auf die BĂŒhne. Knapp eineinhalb Stunden spielten sie ihre Klassiker und Songs ihres neuen Albums âHeavenâs Venomâ, das von sĂ€mtlichen Magazinen bereits in den Himmel gelobt wurde (unser Review findet ihr hier). Aus ebenjenem Review klaue ich mir auch gleich mal ein Zitat â sorry, Dirk! â, welches lautet: âDie in so gut wie jedem Song eingestreuten Nackenbrecher-Passagen werden live unter Garantie ein Knallerâ. Und dieses Zitat kann ich mit einem ganz klaren âJa!â bestĂ€tigen! Wer die Chance hat, sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, eines der nĂ€chsten Konzerte von KATAKLYSM zu besuchen. Es lohnt sich richtig!!!
Nach diesem wunderbaren Abschluss war dann auch schon der erste Festivaltag zu Ende â zumindest fĂŒr die anderen Besucher. FĂŒr mich war das W.O.D. leider schon komplett vorbei, da das âtolleâ Wetter mir eine richtig fiese ErkĂ€ltung bescherte â na super! Deshalb kann ich nur fĂŒr alle anderen hoffen, dass der zweite Tag nochmal so gut war, und mich darĂŒber Ă€rgern, dass ich UNLEASHED, POSSESSED und viele andere geile Bands diesmal leider verpasst habe.
Anna
SUIDAKRA UPDATE
Neues von der SUIDAKRA Front; neues Album ist geplant und die Aufnahmen beginnen in KĂŒrze. Hierzu wurde folgendes Statement der Band veröffentlicht:
“Das ist nur ein kurzes Update, um Euch an unsere verbliebenen Konzerte im Jahr 2010 zu erinnern: Wir werden zwei Festivals in Norddeutschland spielen, bevor es zum ersten Mal in der Geschichte der Band in die TĂŒrkei geht. Wir werden unseren tĂŒrkischen Freunden zeigen, wo der teutonische Hammer hĂ€ngt und freuen uns schon sehr auf die beiden Konzerte in Istanbul und Izmir! Das letzte Konzert in diesem Jahr wird in Belgien sein, womit fĂŒr SUIDAKRA ein erfolgreiches Jahr zuende geht. Direkt danach werden wir uns ins Gernhart Studio begeben um unser neues [zehntes!] Album aufzunehmen, welches ‘Book Of Dowth’ heiĂen wird. [Der bekannte belgische Graphiker] Kris Verwimp wird sich erneut fĂŒr das Artwork und das lyrische Konzept verantwortlich zeigen.”




Die Band um den ehemaligen