Archive for Juli, 2016

CROSSPLANE VIDEO

Posted by Uli On Juli - 30 - 2016

CROSSPLANE-Logo-160x110Die Essener Rocker von CROSSPLANE werden am 10. Februar ihr neues Album “Backyard Frenzy” via 7Hard in die Plattenläden eurer Wahl stellen. Um die Wartezeit zu verkĂĽrzen veröffentlichen sie mit `Dance With The Devil`ein Zeichentrickvideo, welches von den Machern der Zeichentrickserie Heavy Metal Maniacs kreiert worden ist! Watch Below!

EVERGREY VIDEO

Posted by Uli On Juli - 30 - 2016

13533028_1194469783937901_158367824524095401_nDie schwedischen Dark Metaler EVERGREY haben mit `Distance` ein neues Video ins Netz gestellt, welches vom kommenden neuen Album “The Storm Within” stammt, welches am 9. September via AFM Records erscheinen wird! Watch Below!!

TUROCK OPEN AIR 2016

Posted by admin On Juli - 26 - 2016

130716_101832Der Essener Metalclub Turock, veranstaltet auch in diesem Jahr wieder das beliebte TUROCK OPEN AIR Festival 2016, welches vom  02.-04.09.2016 in Essen stattfindet. Und das wie immer umsonst und draußen. Folgende Bands sind bisher bestätigt worden:

PENNYWISE
JOHN DIVA & THE ROCKETS OF LOVE
ASPHYX
DARK TRANQUILLITY
STEAK NUMBER EIGHT
PYROGENESIS
HONIGDIEB
DEBAUCHERY
KRISIUN
CROSSPLANE
THUNDERMOTHER
EAT MY BODY
DISBELIEF
TOXIC WALTZ
GREYDON FIELDS
CORPORAL SHRED

Review: WITHERSCAPE

Posted by Radu On Juli - 23 - 2016

REVIEW: THE SANTUARY

WitherscapeMan sollte meinen, dass man sein persönliches Schaffen irgendwann nicht mehr steigern kann. Dan Swanö und Ragnar Widerberg belehren uns hier eines besseren und vermischen mit dem aktuellen WITHERSCAPE Album sowohl 70er, Prog Rock und sogar AOR Elemente und tüten diese in ein atmosphärisches Death Metal Gewand ein.

Der Opener `Wake Of Infinity` zeigt zwar anfangs seine Zähne, mündet jedoch in eine introvertierte Rocknummer, ehe wieder Aggressionsalarm herrscht. Abwechslung und das Element der Überraschung wird hier professionell eingesetzt. `In the Eyes Of Idols` ist eine griffige Nummer in Black Tears Tradition, während die Griffbretter mit `Rapture Ballet` drastisch bearbeitet werden und Progressivität und Atmosphäre vereinen. Eine „Ballade“ der besonderen Art kredenzt `The Examiner` auf der Dan Swanös Stimme in Begleitung mit Piano und Akustikgitarre bedächtig Melancholie herbeibeschwören.

Erstaunlich, wie selbstverständlich der Song sich aufbaut, wächst und schließlich die Fangarme noch so vielen Stilen ausstreckt und in einer Gänsehaut vereint. Nicht minder geht es bei `Marionette` zu, wo der Kontrast zwischen Ruhe und Aggression mittels balladesken Tönen und Stimmwechsel (klar und geröchelt) eindeutig gelebt wird. `Divinity` ist ein Augenzwinkern in Richtung Nightingale, unterscheidet sich jedoch klar durch seine Wutausbrüche, während `God Of Ruin` schon etwas rituelles an sich an. Der Titeltrack ist Dan Swanös Reaktion auf einen Kommentar im Netz, bei dem man ihn angestiftet hat, nicht immer auf Sicherheit zu spielen. Als Ergebnis wurden alle Elemente in die Waagschale geworfen und ein 14 minütiges Monster erschaffen, das problemlos als Erbe der Crimson Alben durchgehen kann.

Dan Swanö Röchelt und singt in Topform und schafft es trotz starkem Wiedererkennungswert eine klare Grenze zu aktuellen Nightingale und alten Edge of Sanity zu ziehen. Auch wenn der Rausschmeißer `Vila I Fried` nicht gerade lang ist, so hat das Instrumentalstück einen Charme, der den Hörer in nachdenklicher Ruhe zurück lässt. Storymäßig wird an dem Debüt angeknüpft, wobei Paul Kuhr (Novembers Doom) unterstützt hat; der Mann in Weiß hat das Horrorhaus neu hergerichtet und vermietet es an einige Gäste. Ungünstig nur, dass es auf den Ruinen eines Höllentores erbaut wurde, und so wird der Protagonist besessen und öffnet das Tor zu einer anderen Dimension. Die Thematik wurde beim Cover perfekt umgesetzt, wobei Swanö und Widerberg perfekte Geschichtenerzähler sind.

Fazit: neben der gewohnt hohen Qualität, gibt es einige neue Elemente und Gänsehautmomente, die man längst nicht gewohnt ist. WITHERSCAPE erklimmen das nächste Level und perfektionieren nicht nur, sondern bereiten neue Wege. Auch für Swanö Verhältnisse ein herausragendes Album und absoluter Pflichtkauf!

5 Punkte

Radu

REVIEW: THE VISION BLEAK

Posted by Radu On Juli - 18 - 2016

REVIEW: THE UNKNOWN

thevisionbleak-theunknownIch gebe zu, ich habe gesĂĽndigt. Nachdem die Band aus der Taufe gehoben war, ergötzte ich mich an dem Erstling, ehe es fĂĽr mich steil bergab ging. Die ĂĽbrigen Alben habe ich nur flĂĽchtig verfolgt, weil sie mich schlicht und ergreifend kalt gelassen haben. Der neue Stoff hat meine Aufmerksamkeit aufgrund des Covers erregt, weil es einfach so herrlich nach old school Death Metal aussieht. Also, mal eben reinhören…

…und kräftig staunen, denn es hat wirklich die Urgewalt einer Todesscheibe. Kleines Intro, das auch bequem auf jede Empyrium Scheibe gepasst hätte, ehe `From Wolf To Peacock` mich an die Wand blasten und staunen lassen. Wuchtige Gitarrenwände, ballerndes Schlagzeug und hohe Gitarrenlinien, die den Adrenalinspiegel in mir kochen lassen? Keine Chance bei der Erwartungshaltung. Viel Zeit zum Ausruhen ist nicht, denn `The Kindred Of Sunset` wartet mit jenen Riffs auf, die ich bereits am Erstling geliebt habe; klar, einprägsam und in wuchtigem Gewand gebettet. Garniert mit dezenten Synthesizern und dieser Stimme katapultiert es mich in meinen Albtraum, durch den mich auch der Titeltrack trägt.

Unglaublich, was THE VISION BLEAK sich da zusammengeschmiedet haben, denn das Album strotzt nur so vor Ideenreichtum und Atmosphäre. Besonders die Mischung aus schleppenden Riffs und melancholischen Momenten ist hier sehr gelungen und transportiert das Feeling alter Doom Bands in die Neuzeit. Auch ein Blick in die Tiefen des Tartaros lohnt sich auf dem Album, denn hier verschmelzen sämtliche Stärken, ehe `Who May Oppose Me?` uns eine kurze Verschnaufpause gönnt. Mit `The Fragrancy Of Soil Unearthed` wird ein Album geschlossen, das für mich eine längst totgeglaubte Band zu neuem Leben erweckt hat. Pflicht!

4,5 Punkte

Radu

Review: KUOLEMANLAAKSO M. LAAKSO

Posted by Radu On Juli - 18 - 2016

REVIEW: VOL. 1- THE GOTHIC TAPES

kuolemanlaakso-mlaakso-vol1-gothic-tapes-9340Der Name dürfte vielen bereits von Swallow The Sun ein Begriff sein, bei dem Mikko Kotamäki singt. Nun hat der Meister sich in sein stilles Kämmerlein zurückgezogen und einige Erinnerungen an die goldene Gothic Ära ausgegraben. Dabei hat er acht Songs zutage gefördert, die eine gute Retrospektive darüber geben, wie sich die Gothic Szene damals entwickelt hat. Eine dunkle Stimme, im Hintergrund gemischte Gitarren, einprägsame Solis und etwas Keyboards dazu. Was simpel ist, funktionierte bereits bei Sisters of Mercy und prägte eine ganze Szene.

Hier haben wir einen Kniefall vor eben jener Musikrichtung, die ausgiebig zelebriert wird, im guten wie im schlechten. Bereits `Children Of The Night` deutet an, wie das Album sich entwickelt; Ohrwürmer, die für den Moment zünden, jedoch in ihrer Langzeitwirkung schnell verpuffen. Klar hat man vieles bereits gehört und man driftet teilweise ( Chorus auf `Where The River Runs Red`) in die penetrante Ecke ab und schießt über das Ziel hinaus. Auch wenn an einige Parallelen zu seiner Hauptband hört, die wiederum gelungen sind (`The World´s Intolerable Pain`), zerschellt das Album leider im Gesamteindruck in seiner Belanglosigkeit. Eingefleischte Gothic Fans könnten hier die eine oder andere Stunde Spaß haben, das war´s dann aber auch schon.

2 Punkte

Radu

REVIEW: HELLSWORN

Posted by Radu On Juli - 18 - 2016

REVIEW: REPULISVE EXISTENCE

HellswornIhr wollt es old school? OK, dann könnten wir hier über eine Band sprechen, die dem alten Death Metal fröhnt und ihr könnt aufhören zu lesen. Ihr wollt es aber mal RICHTIG old school? Dann klickt hier und hört es euch an.

Kranke Stimme, bollernde Drums und crustige Gitarren irgendwo zwischen Edge of Sanity und Dismember. Das Teil gibt’s auch als Kassette.

Ende der Durchsage

4 Punkte

Radu

REVIEW:HEAVENWOOD

Posted by Radu On Juli - 18 - 2016

THE TAROT OF THE BOHEMIANS – PART 1

HeavenwoodEin Relikt aus den 90er Jahren greift nach dem Jahr 2016. Gemeinsam mit Bands wie Crematory und Moonspell erhoben sich HEAVENWOOD damals aus der Ursuppe des Gothic Metals. Während andere Bands die Szene prägten, agierten die Portugiesen eher im Schatten der Großen, beeinflussten jedoch die Szene und aufstrebende Bands dabei mit. Auch ihre Tradition für Gastauftritte machte schnell Schule und nach fünf Jahren Funkstille kehren sie zu ihrem ersten Label zurück und haben ein neues Album im Gepäck.

Statt Gothic Metal, blastet `The Juggler` orchestralen Black Metal Sound aus den Boxen, den ich den Portugiesen nicht zugetraut hätte. Auch wenn es an Dimmu Borgir erinnern mag, so versprüht es eine eigene Note, mit der die Band ihre Geschichte erzählt. Gerade Langzeitfans werden die ersten Sekunden von `The High Priestess`Gänsehaut bescheren, denn eingebungsvolle Gitarrenlinien schlängeln sich durch die Gehörgänge, während sie von orchestralen Elementen und aggressivem Schlagzeug getragen werden, ehe der Song sich durch heilige Hallen stampft. Besonders der Wechsel zwischen klarem und Growl Gesang geht schnell ins Ohr und lässt manchen Schwedentod Anhänger grinsen. Für die Autofahrt zwischendurch ist `The Empress` ein guter Soundtrack, rifft er sich doch schnell warm und treibt die Textzeilen schnell ins Langzeitgedächtnis. Allerdings geht es nicht nur straight zur Sache, denn `The Emperor` rotzt in die Black Metal Ecke, ehe es sich als progressiver Bastard aus Aggression und orchestralen Arrangements offenbart. Ein Relikt aus der Gothic Ära wird mit `The Lovers` zelebriert, wobei Fans der ersten Stunden sofort die Portugiesen wiedererkennen dürften.

Das Album steckt voller Überraschungen, die ich HEAVENWOOD so weder zugetraut, noch von ihnen erwartet hätte. Sie haben zwar immer noch mit dem Vorwurf zu kämpfen, dass man viele Elemente bereits von anderen Bands gehört hat, aber die Kombination macht einiges her. Auch die traditionellen Gastauftritte von Daniel Cardoso (Anathema), Franky Constanza (Dagoba) und Sandra Oliveira (Blame Zeus) machen einiges her und werden von der wuchtigen Produktion abgerundet. Das Cover ist ebenfalls ein Eye Catcher, also definitiv alles richtig gemacht. Fans können sich freuen, Neulinge bedenkenlos zugreifen, es gibt vieles zu entdecken und es lohnt sich!

4 Punkte

Radu

PROPHECY FEST NEWS

Posted by Radu On Juli - 10 - 2016

Prophecy ProductionsDas Prophecy Fest 2016 rĂĽckt näher und die Veranstalter freuen sich auf ein groĂźes Zusammentreffen mit vielen Fans und Freunden zu einem einzigartigen musikalischen Programm. Zur Eröffnung findet bereits am Donnerstag ein Konzertabend des  Trollmusic-Labels statt. Am Samstagvormittag wird zudem das Wöljager-MusiktheaterstĂĽck(!) “Vom Leben und Sterben” aufgefĂĽhrt! Hier die genaue Running Order der kompletten Veranstaltung:

Donnerstag, 28.07. (Hönnetalhalle, Balve):
19.00 Trollmusic Konzertabend
Alvenrad / Mirna’s Fling / The Good Hand

Freitag, 29.07. (Balver Höhle, Balve):
15.20 Hekate
17.10 Germ
18.30 Les Discrets
20.15 Iron Mountain
21.45 Secrets of the Moon
23.30 Helrunar

Samstag, 30.07. (Hönnetalhalle, Balve)
11.00 Wöljager (Musik-Theater, Sitzplätze)

Samstag, 30.07. (Balver Höhle):
13.50 Völur
15.10 Bohren & der Club Of Gore
16.50 Antimatter
18.30 GlerAkur
20.00 Alcest
21.50 Sol Invictus
23.20 Vemod

Darüber hinaus erhält jeder Besucher des Festivals gratis ein exklusives
Programmbuch im Festeinband (Format: 18×18 cm, 72 Seiten) mit 2(!)
Audio-CDs und einer DVD. Das Buchcover mit einer Illustration von Fursy
Teyssier, dem Art Director des diesjährigen Prophecy Fests, findest Du im
Anhang. Hier die Titellisten der DVD und CDs:

Live-DVD “Prophey Fest 2015″
1. Crone – Perfect Army
2. Lifelover – Mitt Ă–ppna Ă–ga
3. Amber Asylum – Autonomy Suite
4. Camerata Mediolanense – Canzone All’Italia
5. Darkher – Hollow Veil
6. Empyrium – The Franconian Woods In Winter’s Silence
7. Tenhi – Uuvu Oravan Luu
8. Vemod – Ikledd Evighetens Kappe

CD1
1. Germ – An Overdose On Cosmic Galaxy
2. Alcest – PercĂ©es De Lumière
3. GlerAkur – Can’t You Wait
4. Iron Mountain – Enthralldom
5. Antimatter – Leaving Eden
6. Les Discrets – VirĂ©e Nocturne
7. Bohren & der Club Of Gore – Prowler

CD2
1. Völur – Es wächst aus seinem Grab
2. Secrets Of The Moon – Man Behind The Sun
3. Helrunar – Magdeburg brennt
4. Vemod – Venter PĂĄ Stormene
5. Wöljager – Up’n Likwäg
6. Sol Invictus – Kneel To The Cross
7. Hekate – Die Sonne im Geiste

Weitere Informationen zum Prophecy Fest und Kartenvorverkauf gibt es auf hier.

Prophecy Fest

CHRISTIAN KRUMM INTERVIEW

Posted by Radu On Juli - 9 - 2016

Mit seinem neuen Roman „Traumschrott“ macht sich (Metal-) Autor Christian Krumm daran, das Unterbewusstsein zu erforschen. Das Buch vereint Kurzgeschichten und setzt sie im Kontext zu einer großen Rahmenhandlung. Was dem Leser so erfrischende Bilder durch den Kopf jagt, hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. „Die ursprüngliche Idee war, 10 Storys in 10 Wochen zu schreiben. Es sollte dann als Open AirTheaterstück in Krefeld aufgeführt werden, wozu es jedoch nie gekommen ist. Nach der Veröffentlichung der MORGOTH Biographie kam der Verlag (Roter Drache) auf mich zu und fragte, welches Projekt ich noch am Start hätte. So entstand dann das neue Buch.“

TraumschrottDas Cover hat ebenfalls einen Bezug zu den Geschichten beinhaltet es unterschiedliche Eindrücke in einer zerbrochenen Flasche vereint. Unsortiert, wie das Unterbewusstsein halt. Björn Gooßes hat hier sehr gute Arbeit geleistet, um sowohl das Innenleben des Buche widerzuspiegeln, als auch neugierig zu machen. Bereits nach den ersten Seiten wird schnell klar, dass es kein herkömmlicher Roman mit einer Handlung ist, denn hier wird der Leser gleich zu Beginn integriert. „Es wird zu Beginn heftig diskutiert, wobei der Leser quasi als Mitjuror präsent ist. Es ist bewusst satirisch gehalten, damit man schnell die unterschiedlichen Stereotypen der anderen Juroren erkennt, die später auch eine tragende Rolle spielen werden.“ Auch wenn sich der Beginn „nur“ als Intro herausstellt, wird gegen Ende des Buches klar, in welchem Rahmen sich der Leser hier bewegt. Nach dieser Einleitung folgen die Kurzgeschichten, die an sich keinen inhaltlichen Zusammenhang haben, außer der Magie des Traumes, dem sie alle schließlich innewohnen.

Auf die Frage nach seinem Lieblingsstück, spricht mir Christian schnell aus der Seele. „An der Ecke! Jede Geschichte hat ihren eigenen Charme, aber gerade die unterschiedlichen Perspektiven zwischen den Welten ist das, was diese Geschichte zu etwas besonderem macht. Wir erleben im Alltag viele unterschiedliche und seltsame Begegnungen, bei denen die eigene Wahrnehmung über Realität und Fiktion unterscheidet. Hier habe ich eine besonders gute Vorlage bekommen, um diese Geschichte zu schreiben.“ Neben einschlägigen Sequenzen sind es aber auch die bewusst humoristischen Seiten, die „Traumschrott“ eine besondere Würze verleihen. „Ja, „Sonntagskuchen“ ist so eine Story, die sich bewusst mit der Oberflächlichkeit auseinandersetzt. Viele von uns kennen das Gefühl, im hektischen Alltag gefangen zu sein. Es sind aber auch die kleinen Dinge, die manchmal mehr Bedeutung haben und an Gewicht gewinnen. Hier wird es mit einem Augenzwinkern erzählt, obwohl die Wahrheit auch etwas bitter schmecken kann.“ Aber nicht nur inhaltlich erfreut sich „Traumschrott“ großer Vielfalt, sondern auch optisch gibt es hier einiges zu entdecken. So wurde „Der Eremit“ beispielsweise auf dunklerem Papier gedruckt, das einen leichten Pergamentcharakter aufweist, während „Dämonen“ nicht nur inhaltlich finster, sondern auch optisch den Charme einer alten Ritualschriftrolle aufweist. Christian spielt mit den unterschiedlichen Handlungssträngen und buhlt dabei um die Gunst der stereotypischen Kritiker, ohne sich von ihnen beeinflussen zu lassen.

-Achtung SPOILER-Alarm-
Christian Krumm LesungGegen Ende gelangt man zurück in den Jurorenraum, bei dem man erneut auf die unterschiedlichen Charaktere trifft. „Die Figuren habe ich bewusst stilisiert, denn es kommen so unterschiedliche Meinungen zusammen, dass der Leser sich entweder einer anschließen kann, oder sich seine eigene Meinung bildet. Hier habe ich mich für letzteres entschieden und entsprechend die Figuren als das aufgedeckt, was sie eigentlich sind: Werkzeuge in meinem Buch, die ich auch mühelos verschwinden lassen kann. Dem Leser selbst kann ich jedoch nicht gefährlich sein, weil er keine Erfindung von mir ist. Stattdessen lade ich ihn dazu ein, mir in der „realen“ Welt von seinen Träumen zu erzählen, wobei real natürlich ein weit dehnbarer Begriff ist.“
-SPOILER Ende-

Bei der Buchpremiere wurde Gas gegeben. „Es war ein spektakulärer Abend mit tollen Leuten, den ich verbringen durfte“ schwärmt der Autor. „Sophie hat eine tolle Vorstellung abgeliefert und auch Luci van Org (alias „Lucilectric“) war mit am Start. Andy Brings könnte der eine oder andere von SODOM noch kennen. Er hat mit mir einige Passagen aus dem Buch vorgelesen. Der Typ hat einfach Charisma und hat der Geschichte richtig Leben eingehaucht.“ Leidenschaft statt stumpfes Vorlesen sind hier trumpf. Was passiert jedoch nach „Traumschrott“ und welche Pläne gibt es bereits? „Nun, ich will nicht all zu viel verraten, aber das nächste Projekt wird ein Roman werden. Es wird dabei auch um unerklärliche und unheimliche Phänomene gehen. Die grobe Struktur steht bereits.“ Für andere Autoren hat Christian einen guten Tipp, wie man mit Schreibblockaden und angefangenen texten umgehen kann. „Natürlich habe ich noch Seitenweise angefangene Skripte. Ich sehe sie als eine Art Werkstatt, in der man sich nach Herzenslust bedienen kann. Wenn man mal eine bestimmte Passage oder ein bestimmtes Gefühl braucht, kann man sich dort nochmal umsehen und findet vielleicht den einen oder anderen Ansatz für sein aktuelles Projekt.“ Was die Zukunft also noch bringt, dürfte spannend werden. Fakt ist, dass „Traumschrott“ sich nahtlos in das Portfolio von Christian Krumm einreiht und eine Message dabei klar vermittelt: Lesen ist Metal und verbindet gleichermaßen!

Christian Krumm3

Radu