Archive for the ‘Konzertberichte’ Category

Kissin┬┤Dynamite – Hamburg in Ekstase

Posted by Andrea On April - 15 - 2019

56551797_2157491247653889_3937662687403573248_oAm 06.04.2019 hie├č es f├╝r KISSIN┬┤DYNAMITE auf ihrer “Ecstasy Tour 2019″ ebenfalls Halt zu machen in Hamburg, dort in Hamburgs sch├Ânsten Rock- und Metal-Wohnzimmer, der Hamburger Markthalle. Mit auf Tour als Support wurden sie begleitet von JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE. Es versprach somit ein aufregender Abend zu werden. Die Schlange an der Markthalle lie├č schon erahnen, wie voll und hei├č es werden w├╝rde. Die Show in Hamburg war, wie auch einige andere Konzerte der Tour, komplett ausverkauft. Der Einlass verlief jedoch trotz der unendlich langen Warteschlange, wie in der Markthalle gewohnt, z├╝gig und reibungslos. Ein gro├čes Kompliment somit immer wieder an die Organisation bzw. Security der Markthalle. In der Halle angekommen, wurden schnell Bekannte begr├╝├čt, das erste Getr├Ąnk genossen und man z├Ąhlte die Minuten bis die Show endlich begann. Um 20:00 Uhr war es dann soweit. JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE sprangen auf die B├╝hne und legten volle Pulle los. Diese Band hat Spa├č auf der B├╝hne, das sp├╝rte man vom ersten Moment. Auch das Publikum war sofort Feuer und Flamme f├╝r diese farbenfrohe, hei├če Band, die ein wirklich w├╝rdiger Opener f├╝r KISSIN DYNAMITE war. Sie leben und lieben den Hardrock der 80er Jahre. Schrill, bunt, voller Sex and Rock n┬┤Roll – so sind Musik und Stil dieser Band.

56659952_2157491454320535_2374023205561040896_oDie “Diven” hatten f├╝r diesen Abend Songs ihres Erstlingswerkes ÔÇ×Mama said rock is deadÔÇť im Gep├Ąck und rockten sich gut 40 Minuten ├╝ber die B├╝hne der Markthalle. Die Musik der Band erinnert total an die Glam-Rock-Zeit der 80er Jahre. Einfl├╝sse von Alice Cooper bis hin zu Aerosmith sind unverkennbar. Den H├Âhepunkt ihrer Show bildete f├╝r mich ihr Song `Lolita┬┤. Dieses Lied ist die erste Single aus dem zuvor genannten Album und sorgt f├╝r Lust auf Sommer, Sonne und Urlaubsstimmung. Ein Konzert, das unbedingt nach einer Wiederholung schreit. Wie die Band bekannt gab, wird es zum Ende des Jahres eine Headliner-Tour geben. Musik und Show von JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE ist einfach ein Muss f├╝r diejenigen, die den Glitter-Glam-Rock der 80er Jahre lieben. Diese Band hat auch mit dem Publikum zusammen jede Menge Spa├č. Zum Ende ihres Auftrittes verteilte John Diva eine Flasche Fireball Lik├Âr im Publikum, zumindest f├╝r die Besucher in der ersten Reihe direkt vor der B├╝hne wurden verk├Âstigt. Aber dann waren auch schon 40 Minuten wie im Fluge vergangen. JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE verlie├čen die B├╝hne und es kam die Zeit f├╝r den Headlinger des Abends.

56775649_2157512800985067_443201583694479360_oDie B├╝hne wurde flugs mit einem Vorhang verh├╝llt und man erahnte Umbauarbeiten im Hintergrund. Kurze Zeit sp├Ąter kamen dann auch schon KISSIN┬┤DYNAMITE auf die B├╝hne und es ert├Ânten die ersten Kl├Ąnge von `I`ve got the fire┬┤. Die Stimmung war sofort von Null auf Hundert und man hatte das Gef├╝hl das komplette Publikum der Markthalle in Hamburg sang jede Textzeile mit. Von da ab an gab es in Hamburg kein Halten mehr und die ohnehin schon aufgeheizte Markthalle wurde noch hei├čer. Schwitzige K├Ârper rieben sich von jetzt auf gleich gewollt oder ungewollt aneinander – das war aber auch total egal bei dieser irre geilen Stimmung. KISSIN┬┤DYNAMITE sind echt wie Dynamit auf der B├╝hne.┬á Feuerfont├Ąnen wurden rausgehauen und das Publikum war in totaler Ekstase – was ja auch irgendwie zum neuen Album und zur Tour passt. ┬áDie Harmonie der Bandmitglieder untereinander wirkt sich absolut positiv auf die Stimmung auf Konzerten aus. Hannes Braun f├╝hrt wunderbar durch den Abend und ist, wie auch der Rest der Band, von der Stimmung in der Markthalle selbst mehr als begeistert.

56605053_2157512837651730_6011330145531461632_oDie Atmosph├Ąre an diesem Abend ist wirklich von Anfang an etwas Gro├čartiges. Die Band erntet den Jubel und die Begeisterung des Publikums und das Publikum bekommt – als w├╝rde man einen Ball sofort zur├╝ckspielen – geballte B├╝hnenpower und jede Menge Spa├č, Lust und Leidenschaft von KISSIN┬┤DYNAMITE zur├╝ck. Songm├Ą├čig ist der Abend eher von den schnelleren Nummern gepr├Ągt. Neben vielen Songs aus ihrem aktuellen Album, gab es auch einige ├Ąltere St├╝cke zu h├Âren. Es war eine bunte Mischung, bei dem f├╝r jeden etwas dabei war.

56614062_2157512377651776_4399955052836421632_oDen Song `Ecstasy┬┤ hat die EXIT EDEN S├Ąngerin Anna Brunner mit eingesungen. An diesem Abend stand sie ebenfalls mit auf der B├╝hne und gab zusammen mit Hannes diesen Song zum Besten. F├╝r den stimmungsvollsten Moment des Abends sorgte jedoch `Heart of stone┬┤. Hannes Braun setzte sich an das Klavier und wurde auf der Akustikgitarre von seinem Bruder Ande unterst├╝tzt. Dieser Moment brachte mir, aber ich denke auch vielen anderen im Saal, eine G├Ąnsehaut.

Nach dieser ruhigeren Nummer ging aber dann auch gleich wieder die Post ab. Es hat wirklich einfach nur Spa├č gemacht, KISSIN┬┤ DYNAMITE so wie an diesem Abend auf der B├╝hne zu erleben. Das offizielle Set endete dann mit `I will be King┬┤. HANNES kam mit einem Hofnarren und in K├Ânigsgewandung auf die B├╝hne und hat sich das bunte Treiben von seinem Thron aus angeschaut. Zum Einsatz seines Gesangsparts stand er dann aber wieder bei seinen Kollegen und gab noch einmal alles. Nat├╝rlich lie├č das Publikum die Band nicht ohne Zugabe von der B├╝hne ziehen und so hatten wir noch drei weitere Songs, bevor das Konzert endg├╝ltig sein Ende fand. Auch w├Ąhrend der Zugabe kam Anna Brunner noch einmal auf die B├╝hne und unterst├╝tzte die Band gesanglich. Alles in allem war es ein sehr gelungener Auftritt zweier grandioser Bands. Wer die Chance hat sich noch eines der Konzerte der “Ecstasy Tour” anzuschauen, sollte nicht lange ├╝berlegen und sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Mein Fazit des Abends ist jedoch: Rock is not dead!

Berichterstattung / PhotoCredits: Andrea Da Silva Nolasco


54436747_2132156246854056_3629107353481117696_oAm 21.03.2019 ging f├╝r mich die Reise von Hamburg nach Kiel. Dort sollte nun die erste Show des 2. Teils der LORD OF THE LOST ÔÇ×ThornstarÔÇť-Tour stattfinden. In Kiel gaben sich die Lords im Orange Club an diesem Abend die Ehre. Es ist eine relativ kleine Location, die aber kuschelig und famili├Ąr wirkte. Location mit Wohlf├╝hlcharakter. Der Einlass ging schnell und verlief absolut reibungslos. Man hatte von jedem Punkt – egal wo man im Club stand – eine wirklich gute Sicht. Au├čerdem hatte man auch das Gef├╝hl, der Band sehr nahe zu sein. Das Publikum war sehr gemischt, aber die vorherrschende Klamottenfarbe der Fans war dann doch ein einheitliches Schwarz. Die Stimmung im Club war gut und die Veranstaltung begann p├╝nktlich um 20:00 Uhr. Es trat Chris Harms pers├Ânlich auf die B├╝hne, um seine Kollegen von HELL BOULEVARD – der heutigen Supportband – anzuk├╝ndigen. Der Schlagzeuger von HELL BOULEVARD spielte vor ca. 20 Jahren zusammen mit Chris Harms in einer Band. Man sp├╝rte die besondere Beziehung zwischen den beiden Bands des Abends.

55446972_2132160606853620_5563446497728528384_oNun ging es aber los mit HELL BOULEVARD. Sie haben vom ersten Song an den Laden gerockt. Der S├Ąnger hat eine sehr angenehme Stimme und wusste diese gut einzusetzen. Sie brachten ihr Album ÔÇ×In Black we TrustÔÇť mit, das es definitiv wert ist, ein Ohr mehr zu riskieren. So spielten HELL BOULEVARD eine ganze Reihe Songs aus diesem Album. Unter anderem den Titelsong `In Black we Trust┬┤ und `Dead Valentine┬┤.

54519824_2132160530186961_1640897860369121280_oLetzterer hat mich neben dem Britney Spears Cover am meisten abgeholt. Diesen Britney-Song konnte auch irgendwie jeder mitsingen. Punkt somit f├╝r HELL BOULEVARD, die fortan das gesamte Publikum auf ihrer Seite hatten. Das Auftreten der Band entspricht ganz und gar dem Stil ihrer Musik. Goth┬┤n┬┤Roll ist bei ihnen Programm. Sie sind sehr schwarz und etwas d├╝ster, aber dennoch rockig. Also meine Empfehlung ist auf jeden Fall: Mal zu einem Konzert zu gehen und bei HELL BOULEVARD reinh├Âren! Ja, aber dann war auch nach 10 Songs der Auftritt von HELL BOULEVARD zu Ende und es ging fast nahtlos ├╝ber zu LORDS OF THE LOST.

55560499_2132156346854046_6904720541811212288_oEs wurde kurz die B├╝hne umgebaut und f├╝r die Lords vorbereitet. Gegen 21:00 Uhr kamen sie dann auf die B├╝hne. LORD OF THE LOST legten los mit `Loreley┬┤. Das Publikum tobte vom ersten Moment an und sang textsicher mit. Schnell wurde klar, dass der 2. Teil der Tour sich klar von dem ersten Teil unterscheidet. Es war ein ├Ąhnlicher Umfang an Songs, aber eine ganz neue Zusammenstellung. Wurde “Thornstar Part 1″ eher von Partystimmung getragen, so f├╝hrte bei Part 2 eher die Melancholie durch das Programm. Die Stimmung war deutlich d├╝sterer.

55807393_2132156216854059_7205939221188575232_oTrotzdem ist das Publikum bei eigentlich jedem Song mitgegangen. Chris Harms und seine Kollegen haben es geschafft, das Kieler Publikum an jedem Punkt der Show mit einzubeziehen und jedem Einzelnen im Publikum das Gef├╝hl zu geben, dazu zu geh├Âren. Chris Harms ist wahrlich eine echte Rampensau. So hangelte er sich auch mal an den B├╝hnenaufbauten entlang, aber es gab aber auch sehr ruhige Elemente in der Show. Chris und Gared sa├čen z.B. zusammen am E-Piano und gaben den Song `Sooner or Later┬┤ zum Besten. Dieses war einer der gr├Â├čten G├Ąnsehaut-Momente. Der Refrain des Liedes wurde komplett vom Publikum getragen. ┬áAuch die Lords wagten sich an diesem Abend an ein Cover und so erklangen nach `Sooner or Later┬┤ die ersten T├Âne von `It┬┤s a Sin┬┤. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Cover. Die komplette Show sorgte so also durchgehend immer wieder f├╝r ├ťberraschungen.

54267957_2132161290186885_1956560063791366144_oDoch irgendwann geht ja bekanntlich auch der sch├Ânste Abend zu Ende und diesen beendeten LORD OF THE LOST mit `La Bomba┬┤ und `Lighthouse┬┤. Bei letzterem forderte Chris das Publikum auf, alle Lichter anzumachen, die gerade zur Hand waren. Ein kleines Lichtermeer entstand und passte herrlich zu diesem Abschluss. Ein wundersch├Âner ruhiger und besinnlicher Ausklang einer Wahnsinns-Show! Danke┬áLORD OF THE LOST, wir sehen uns auf jeden Fall wieder! Und f├╝r alle, die immer noch nicht genug von den Lords haben -┬á die Tour geht ja noch weiter und im Herbst starten die Konzerte zum 10-j├Ąhrigen Bandjubil├Ąum. Es lohnt sich ein Konzert von LORD OF THE LOST auf jeden Fall !

Berichterstattung / PhotoCredits: Andrea Da Silva Nolasco

Beast in Black – “From Hell with Love” in Berlin

Posted by Metal Rollz On M├Ąrz - 14 - 2019

ÔÇ×FROM HELL WITH LOVEÔÇť – Das Tourende der ersten Headliner-Tour in Mittel-Europa f├╝r BEAST IN BLACK. Was vor 14 Tagen in Hamburg fulminant begann, endete am 11.03.2019 ebenso ├╝berzeugend im vollen Columbia Theater in Berlin.

metal_rollz-8Der Abend begann mit TURMION K├äTIL├ľT als Support. Elektro-Metal aus Finnland und wie 14 Tage zuvor in der Markthalle in Hamburg sind auch die Berliner – trotz des Techno-Crossovers – sofort auf Seiten der Finnen.┬á Das liegt ganz sicher nicht nur an der Reminiszenz, die Hannu ÔÇ×Master BatesÔÇť Voutilainen im Angus Young-Outfit lieferte. Apropos Kleidung: Nach dem Konzert wurde ├╝berall, wo ich auch hinh├Ârte, ger├Ątselt, ob┬áSaku ÔÇ×Shaq-UÔÇť Solin nun etwas unter dem Kilt trug oder nicht? Dies wird uns wohl weiterhin auch ein R├Ątsel bleiben! Kein R├Ątsel blieb jedoch der Opener; es war `Grand Ball┬┤ von der 2011 erschienenen “Perstechnique”.

53873366_334234387205229_3784974452547125248_oInteressanterweise ein anderer Opener als zuvor in Hamburg. Der Opener aus Hamburg hatte es beim Berliner Konzert nicht einmal auf die Setlist geschafft. Aber egal, die Band hat┬á aus ├╝ber 15 Jahren Musikgeschichte genug Material und alles rockt so herrlich heftig. Das Besondere an TURMION K├äTIL├ľT┬á ist, dass die beiden S├Ąnger Saku ÔÇ×Shaq-UÔÇť Solin und ┬áPetja ÔÇ×MC Raaka PeeÔÇť Turunen beim Gesang sprachlich immer zwischen Englisch und Finnisch wechselten. Das tat der Freude jedoch keinen Abbruch; ganz im Gegenteil: Das Berliner Publikum ist von der ┬ája auch als “Kehlkopfverletzung” durchgehenden finnischen Sprache begeistert, ebenso wie vom Gesangsbattle der beiden! Insgesamt merkt man der der Band die Freude ├╝ber die Begeisterung des Publikums auch nach 13 Konzerten au├čerhalb von Skandinavien immer noch an. Nach 45 Minuten und 11 Songs ist dann Schluss mit der finnischen Techno-Metal-Party.

metal_rollz-5Kurze Umbaupause: Und da stehen sie nun - BEAST IN BLACK auf ihrer als K├Ąfig dargestellten B├╝hne. Totenk├Âpfe auf den Pfahlspitzen betonen den Tourtitel┬á”FROM HELL WITH LOVE”. Und es geht gleich richtig fett zur Sache. Der Opener der aktuellen Scheibe ÔÇ×From Hell with LoveÔÇť ist auch die Nummer eins auf der Setlist beim Konzert in Berlin. `Cry out for a Hero┬┤ legt klar fest, worum es heute Abend gehen wird. Metal “rulez” the world! Der zweite Song `Unlimited Sin┬┤ kommt ebenfalls von der zuvor genannten neuen Scheibe. Und auch wenn in der einschl├Ągigen Presse die Stimme von S├Ąnger Yannis Papadopoulus als ├╝berfordert bezeichnet wurde, live ist er eine absolute Bank.

54361819_334242037204464_8381366006534111232_oWie ├╝brigens die ganze Band, die vor Spielfreude fast platzt. Der Spa├č kommt total r├╝ber. Es werden Grimassen geschnitten, solange bis das Smartphonebild im Kasten ist. Und das Publikum geht absolut mit. Ich habe das Gef├╝hl, die haben zur Vorband nochmals zwei Schippen drauf gelegt. Es wird gefeiert und gesungen was das Zeug h├Ąlt. Nicht ├╝berraschend besteht die Frontrow ├╝berwiegend aus jungen Damen, die┬á absolut textsicher sind. Faszinierend f├╝r eine Band, die gerade ihre erste Headliner-Tour spielt! Aber zum einem machen die f├╝nf optisch etwas her und zum anderen denke ich, aufgrund der vielen Nightwish-Shirts an diesem Abend, dass sich der Support von BEAST IN BLACK von Nightwish ausgezahlt hat. Ich jedenfalls┬á habe BEAST IN BLACK auch das erste Mal bei Nightwish live gesehen und f├╝r gut befunden! Einziger Wehrmutstropfen ist allerdings dieses ewige Eingespiele von Keyboard-Tracks. Das hat die Band eigentlich nicht n├Âtig. Sie sind aber nicht die einzigen, die das so machen. Nun ja…kann, aber muss nicht.

metal_rollz-4Nach 16 energiegeladenen Songs war dann mit dem Titelsong der aktuellen CD von `From Hell With Love┬┤ Schlu├č. Nat├╝rlich forderte das Publikum frenetisch nach einer Zugabe. Diese lie├č auch nicht lange auf sich warten. Nach `No surrender┬┤, `Blind and Frozen┬┤ und `End of the World┬┤ war dann aber wirklich Schlu├č. Zur├╝ck blieben eine offentsichtlich gl├╝ckliche Band und ein Publikum, das voll auf seine Kosten kam. Leider haben die Bands nach dem Konzert keine Autogrammstunde gegeben. Eigentlich wirklich schade nach solch einem Abend!

Mein Fazit: Die Fahrt nach Berlin, um dort BEAST IN BLACK zu sehen, hat sich wirklich gelohnt. Live sind die Herren um Anton Kabanen irre gut! Dieser scheint die Trennung von Battle Beast offensichtlich sehr gut verarbeitet zu haben und hat aus meiner Sicht mit BEAST IN BLACK eine ebenb├╝rtige Band aufgebaut! Auf jeden Fall meine “Geht bitte hin!-Empfehlung”, denn sie kommen garantiert bald wieder.

metal_rollz-2Da ich selbst Rollstuhlfahrer bin, m├Âchte ich hier die Gelegenheit kurz noch nutzen, um etwas zur Barrierefreiheit der Venue in Berlin – dem Columbia Theater – zu schreiben. Ich habe mehrere Rollstuhlfahrende dort gesehen. Der Zugang zum Columbia Theater geht ├╝ber einen separaten Eingang an der Seite. Ihr m├╝sst Euch nur beim Einlass bemerkbar machen, dann werdet Ihr durch den ÔÇ×GartenÔÇť zum Rolli-Eingang gef├╝hrt. Es gibt auch eine f├╝r Rollstuhlfahrer geeignete Toilette. Diese ist immer abgeschlossen, also kurz der Bar melden, dann klappt das wunderbar! Es gibt keine Trib├╝ne, aber ich durfte als Aktivrollstuhlfahrer nach getaner Arbeit im Fotograben (dem sogenannten “Pit”) verbleiben und von dort aus den Rest des Konzertes genie├čen. Ich werde auf jeden Fall wieder ins Columbia Theater gehen. Der Daumen geht somit nach oben !

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ

ARCHITECTS in Hamburg

Posted by joel On Februar - 28 - 2019

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Am 08.02.2019 in Hamburg, in der Alsterdorfer Sporthalle, wurden wir einmal wieder durch die ARCHITECTS Zeugen, wie Metalcore vom Feinsten heutzutage funktioniert.┬áDie Mannen um Gr├╝ndungsmitglied und Drummer Dan Searle punkteten auf ganzer Linie; doch Moment – wartet ÔÇŽ Lasst uns von vorne beginnen!

dddDer Altersdurchschnitt des bereits anwesenden Publikums ist eher der zwischen 20-30 Jahren – bis auf einige wenige Ausnahmen. Nichts desto trotz macht es Spa├č mittendrin zu sein. 19:30 Uhr – Dank des Supports-Auftaktes von┬áPOLARIS war die Sporthalle, die nicht komplett ausverkauft war, aber schon m├Ąchtig vom Stimmungsfaktor her am Brennen.

Der Umbau für BEARTOOTH, die sodann nach POLARIS die Bühne betreten sollten, dauerte nicht sehr lange und pünktlich um 20:15 fingen diese dann an ihr Set zu spielen.

jVgW0wRQDie Crowd war schon echt happy, als sie als “das beste Publikum der gesamten Tour” angefeuert wurde. S├Ąnger Shomo shoutet Altbekanntes was das Zeug h├Ąlt und man realisiert, dass hier einige nicht zum ersten Mal als bestes Publikum der Amerikaner bezeichnet wurden und auf ihre Kosten kommen. Dass die Band vollends auf ein elektronisches Element verzichtet, um hardcore- und punklastiger zu klingen, h├Ârt und sp├╝rt man bei jedem Riff.

Nach einer gef├╝hlten Ewigkeit und einem Umbau der B├╝hne, der auf Gro├čes hoffen lie├č, betraten dann endlich die Headliner des Abends – die┬áARCHITECTS – die B├╝hne. Es wird nicht lange gefackelt, sondern umgehend mit einer irren Lichtshow und dem Kracher┬áÔÇśDeath is not DefeatÔÇś durchgestartet. Holla die Waldfee – hier geht das Publikum von der ersten Sekunde mit! Kein Verschnaufen! Denn jetzt kommt noch der zweite Hammersong ÔÇśModern MiseryÔÇś. Erst nach┬ádem dritten Song `NhilistÔÇś greift Samuel David Carter zum Sprechmicro und begr├╝├čt die ekstatische Menge mit viel Herz und netten Worten. Diese Fann├Ąhe wird ihm umgehend bei┬áÔÇśBroken CrossÔÇś mit einem Circle Pit gedankt.

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Als f├╝nfter Song kommt nun endlich der Headliner Song der Tour ÔÇśHoly HellÔÇś und selbst Nichtwissende sp├╝ren jetzt, wie viel Emotion in diesem Song steckt. Die Band sagte vor Kurzem, dass sie den Tod von Gr├╝ndungsmitglied und Gitarristen Tom Searle (ÔÇá 2016) mit diesem Album, dem ersten ohne Tom, verarbeiten wollen. Dies ist auch deutlich geschehen und etwas Wunderbares erschaffen worden, auch wenn ein st├╝ckweit Tragik dahintersteht. Das Publikum jedenfalls dankt mit enthusiastischem Applaus und Sprechch├Âren bei jeder Zeile. Generell f├Ąllt auf, dass die Leute hier, egal in welchen Ecken des Metals sie sich heimisch f├╝hlen, textsicher sind und gut aufgepasst haben, denn sie wissen wie man richtig geiles Crowdsurfing betreibt! Was will man mehr? So geht Metalcore! Die ARCHITECTS sind meiner Meinung nach die perfekte Vorzeigeband f├╝r modernen und progressiven Metalcore.

Fazit des Konzertes in Hamburg: Die Show rockte! Das Publikum ebenso! Ich vergebe 9/10 Punkten f├╝r Carter und seine Jungs. Der letzte Punkt, sei den zum Teil nicht existenten Gitarren-Riffs geschuldet, was dem Gesamtbild aber nicht wirklich geschadet hat. Mindestens ein zus├Ątzlicher Punkt geht als Bonus an die sehr gut gew├Ąhlten Supportbands┬áBEARTOOTH und POLARIS.

Berichterstattung / PhotoCredits: Joel Villwock

GHOST- RCC BOCHUM

Posted by Uli On Februar - 24 - 2019

FI_Oslo_APTND-600x410Am 15. Februar traten die schwedischen GHOST im Rahmen ihrer ÔÇ×A Pale Tour Named Death 2019ÔÇť im fast ausverkauften Bochumer RuhrCongress Center auf. Als Supportband hatten sie die schwedischen Doomer von CANDLEMASS mit an Bord, die in diesem Monat ihr neustes Werk ÔÇ×The Door To DoomÔÇť ver├Âffentlichten.

Trotz der zwei sehr langen Menschenschlangen, die sich um das RCC bildeten, ging der Einlass sehr z├╝gig vonstatten. An der Kasse angekommen, holte ich meinen Fotopass ab und begr├╝├čte danach meine Kollegen von der schreibenden und fotografierenden Zunft. Los ging es f├╝r uns um 19.20 Uhr, bekamen hier die ├╝blichen Instruktionen von der Security und wurden in den Fotograben gef├╝hrt, wo es auch schon p├╝nktlich um halb mit CANDLEMASS losging.

P2151167-2CANDLEMASS er├Âffneten mit `The Well Of Souls`, gefolgt von `Dark Reflections` ihren leider nur sehr kurzen Gig als Opener. Die Band war in guter Spiellaune, Bassist Leif Edling genoss es sichtlich einmal wieder auf der B├╝hne zu stehen und der zur├╝ckgekehrte Ur-S├Ąnger Johan Langquist hat nichts w├Ąhrend seiner Abwesenheit an Stimme verloren! Somit zog die Band alle Register um ihren Doom in die Halle zu schmettern. DOCH! Das Publikum wollte diese Band eigentlich gar nicht h├Âren, was man am Applaus sehr wohl raush├Âren konnte und auch dass die Halle nicht sehr gef├╝llt war, war wohl Beweis genug. Ich m├Âchte CANDLEMASS lieber in einer Headlinershow sehen, am besten zusammen mit SORCERER!!

Setlist: The Well Of Souls, Dark Reflections, Astorolus – The Great Octopus, Mirror Mirror, A Sorcere┬┤s Pledge, Solitude

P2151279-4Nachdem der letzte Ton in der Halle verebbte, wurde die Halle dann auf einmal ganz schnell voll! Die Spannung stieg. Als dann der Vorhang fiel und GHOST auf der B├╝hne erschien und mit `Rats` startete, gab es im Publikum kein halten mehr. Cardinal Copia (Tobias Forge) hatte die Meute von Anfang an im Griff. Nach `Absolution` und `Ritual┬┤ mussten wir den Fotograben verlassen, konnten unsere Kamera aber dann an der Garderobe abgeben und somit wieder in die Halle zur├╝ckkehren.

Was dort auf der B├╝hne geboten wurde, war eine Show der Superlative. Die Show war total durchdacht, nichts war dem Zufall ├╝berlassen, jeder Schritt war durchchoreografiert. Aber nichts wirkte aufgesetzt, sondern man sah hier ganz gro├čes Kino. Eine hervorragende Lightshow rundete das ganze Spektakel ab.

P2151313Nach einer Stunde Spielzeit wurde eine kleine Verschnaufpause von einer viertel Stunde eingelegt, um danach noch einmal f├╝r eineinhalb Stunden in die Vollen zu gehen. Mal ganz ehrlich, welche Band spielt schon ein zweieinhalb st├╝ndiges Konzert?

Die Setlist lie├č keine W├╝nsche ├╝brig! Alte und neue Songs mischten sich nahtlos ineinander, eine hervorragende Melange! Forge wechselte w├Ąhrend des Konzertes nat├╝rlich auch seine Garderobe. Erschien mal im wei├čen Anzug auf der B├╝hne, mal im Kardinalskost├╝m oder bei dem Instrumental `Miasma` als Papa Nihil am Saxophon. Seine Begleitband, die Nameless Ghouls, fungierten ├╝berragend an ihren Instrumenten und ein druckvoller klarer Sound rundete das Ganze ab, w├Ąhrend das buntgemischte Publikum kollektiv ausrastete und die Band lautstark abfeierte.

IMG_1048Wenn Cardinal Copia und seine Nameless Ghouls so weitermachen, werden sie bald riesige Stadien f├╝llen und ganz oben an der Speerspitze stehen.

Setlist Set1: Rats, Absolution, Ritual, Con Clavi Con Dio, Per Aspera Ad Inferni, Devil Church, Cirice, Miasma, Jigolo Har Megiddo, Pro Memoria, Witch Image, Life Eternal

Setlist Set2: Spirit, From The Pinnacle To The Pit, Majesty, Satan Prayer, Faith, Year Zero, Sp├Âksonat, He Is, Mummy Dust, If You Have Ghosts, Dance Macabre, Square Hammer

Encore: Monstrance Clock


Selten habe ich ein soo gutes Konzert gesehen und geh├Ârt! Alle Daumen hoch!

Uli

Photocredits: Uli


Amorphis/SOILWORK WIESBADEN

Posted by Etienne On Februar - 23 - 2019

Auf ihrer Co-Headline Tour gaben die nordischen Gewalten von AMORPHIS und SOILWORK selbstverst├Ąndlich auch in Deutschland einige Shows. Metal-Impressions konnte sich das nat├╝rlich nicht entgehen lassen und war f├╝r Euch in Wiesbaden zugegen.

Bei meiner Ankunft gegen 16.00 Uhr erlebte ich zun├Ąchst einen kleinen Schockmoment, als ich knapp 1,5 Stunden vor Einlass gerade einmal sage und schreibe drei Leute vor dem Wiesbadener Schlachthof vorfand. Nach einer kurzen Aufkl├Ąrung, dass es keine Absage oder ├Ąhnliches gab vertrieben wir uns die restliche Zeit mit gem├╝tlichem Plauschen, w├Ąhrend die Schlange hinter uns gl├╝cklicherweise immer l├Ąnger wurde.┬áEtwas versp├Ątet ├Âffneten sich um 17.40 Uhr dann endlich die Hallent├╝ren und lie├čen die wartenden Massen herein.

Nach gerade mal einer halben Stunde Wartezeit st├╝rmte auch schon der erste Act des Abends die B├╝hne: NAILED TO OBSCURITY. Den Einstieg bildete dabei der Titelsong zu ihrer aktuellen Scheibe ÔÇ×Black FrostÔÇť, welcher die Menge langsam aufweckte und bereits einige K├Âpfe zum mitnicken motivierte. Nach drei weiteren Songs des erst k├╝rzlich erschienen Albums gaben sie mit ,Desolate Ruin┬┤ noch einmal alles, bevor sie die B├╝hne f├╝r den n├Ąchsten Act frei machten.

Nur eine knappe viertel Stunde sp├Ąter war es dann auch schon so weit und JINJER ├╝bernahmen die B├╝hne mit ,Words Of Wisdom┬┤. Es folgten acht weitere Lieder von denen immerhin vier von der gerade erst im Januar erschienen und nur f├╝nf Song umfassenden EP ÔÇ×MicroÔÇť stammten. Selbstverst├Ąndlich gaben sie aber auch ihrer Klassiker wie ,Pisces┬┤ oder ,Who Is Gonna Be The One┬┤ zum Besten, bevor sich die Formation rund um Frontfrau Tatiana mit ,Sit Stay Roll Over┬┤ verabschiedete.

gF2DlyA_Gegen 20.15 Uhr begann mit SOILWORK endlich der erste Headliner des Abends. Nach dem Intro des ebenfalls im Januar erschienen Albums ÔÇ×VerklighetenÔÇť ging es mit ,Arrival┬┤ vom selben Album auch direkt zur Sache. Die vorderen Reihen waren gepr├Ągt von fliegenden Haaren und mitgr├Âhlenden Fans, w├Ąhrend sich die AMORPHIS Fans in den hinteren Reihen noch etwas bedeckter hielten.

Doch auch sie wurden w├Ąhrend des knapp 80 min├╝tigen Sets immer mehr in den Bann gezogen und zur Bewegung animiert.

Die Setlist des Abends:
Verkligheten Intro/ Arrival/ The Crestfallen/ Nerve/ Full Moon Shoals/ Death In General/ Like The Average Stalker/ The Akuma Afterglow/ Drowning With Silence/ The Phantom/ The Nurturing Glance/ Bastard Chain/┬á The Ride Majestic/ The Living Infinite II/ Witan/ Stabbing The Drama/ St├ąlf├ągel

Ganze 16 Songs spielte die schwedische Melodic-Death-Metal-Truppe und bot dabei einen ├ťberblick ├╝ber immerhin sieben ihrer bisher elf erschienen Alben. Aber auch ihr neustes Werk kam dabei mit f├╝nf Songs keineswegs zu kurz, so dass sowohl f├╝r alteingefleischte als auch f├╝r noch relativ neue Fans etwas geboten wurde.┬áBevor sie mit der aktuellen Single ,St├ąlf├ągel┬┤ ein letztes Lied spielten, gaben sie jedoch noch einmal die B├╝hne f├╝r ein Teammitglied frei, welches unter tosendem Applaus seiner Freundin einen Antrag machte, welcher gl├╝cklicherweise auch angenommen wurde.

HBIn0vlxW├Ąhrend viele Soilwork-Fans die ersten Reihen verlie├čen, ging es nach etwa 30 ungeduldigen Minuten f├╝r einige nun mit dem Highlight des Abends weiter: AMORPHIS. Auch die finnische Truppe um den S├Ąnger Tomi Joutsen stieg direkt mit einer Single zu deren aktuellen Album ein, welches im Mai letzten Jahres erschien. Es folgten 14 weitere Songs die ebenfalls eine bunte Mischung aus den ├Ąlteren Alben und f├╝nf Titeln des letzten Werkes enthielten.

Hier die Setlist des Abends:
The Bee/ The Golden Elk/ Sky Is Mine/ Sacrifice/ Message In The Amber/ Silver Bride/ Bad Blood/ Wrong Direction/ Daughter Of Hate/ Heart Of The Giant/ Hopeless Days/ Black Winter Day/ Death Of A King/ House Of Sleep

rR6rdVua-1W├Ąhrend die neueren Titel eher melodisch angehaucht daherkommen, luden insbesondere die ├Ąlteren St├╝cke besonders dazu ein die Matten kreisen zu lassen oder ein Pit zu starten. So lie├čen sich die Fans nicht lange bitten dieser Aufforderung nachzukommen und powerten sich nach dem bereits schon recht langen Abend in der zweiten H├Ąlfte des Sets noch einmal kr├Ąftig aus.
Perfekt abgerundet endete die gut 90-min├╝tige Show mit einem ihrer wohl bekanntesten Songs: ,House Of Sleep┬┤. Und so machte ich mich um 23.30 Uhr ersch├Âpft, aber mit einem L├Ącheln auf den Lippen, auf den Heimweg.

Zusammenfassend ein rundum gelungener Abend mit einer sehr gut abgestimmten Bandkombination, die gerne wieder in dieser Konstellation vorbeischauen darf. F├╝r mich war es zwar das bandseitig am wenigsten gespr├Ąchige Konzert seit langem, aber musikalisch daf├╝r umso genialer!

Etienne

Photocredits: Etienne

Avatar FRANKFURT

Posted by Etienne On Februar - 23 - 2019

Auf ihrer Tour durch das – mittlerweile weltweite – “AVATAR-Land”, lie├čen es sich der K├Ânig und sein Gefolge von AVATAR nicht nehmen, auch in Deutschland einige Auftritte zu absolvieren und so waren auch wir vom Metal Impressions Magazine f├╝r Euch in Frankfurt vor Ort. ├ťberp├╝nktlich erreichte ich gegen 16:00 Uhr die Batschkapp in Frankfurt, vor der sich bereits etwa 20 treue Fans mit Rettungsdecken und Tee bewaffnet platziert hatten und der K├Ąlte trotzten bis gegen 17.30 Uhr endlich die Pforten ge├Âffnet wurden.

Bereits eine halbe Stunde sp├Ąter begann dann schon fr├╝her als angek├╝ndigt der erste Act des Abends mit dem Ein-Mann-K├╝nstler DYLAN WALSHE. Jeweils ein Fu├č k├╝mmerte sich um ein Tamburin und der andere um die Stomp Box, w├Ąhrenddessen seine H├Ąnde die Gitarre bedienten. Mit dem Mund bediente er musikalisch die in ein Gestell gesteckte Mundharmonika und f├╝hrte mit seinem s├╝dstaatlich anmutenden Gesang durch sein Programm. Auf diese Weise performte er ganze acht Songs, bei denen er von Nicole von den THE MAHONES┬áf├╝r zwei Titel mit einem Akkordeon unterst├╝tzt wurde.

h9ZlyrDMNach einer gerade mal 20-min├╝tigen Umbaupause erschienen dann schon THE MAHONES mit `A Great Night On The Lash┬┤ auf der B├╝hne. In ihrer pers├Ânlichen Kombination aus Irish Folk und Punkrock spielten sie 10 Songs, bei denen sie bei die letzten beiden Songs `Punk Rock Saved My Live┬┤ und `Drunken Lazy Bastard┬┤ Unterst├╝tzung von Dylan Walshe erhielten. Gegen 19.30 Uhr verlie├čen THE MAHONES┬á die B├╝hne, bevor der Vorhang mit dem riesigen Avatar-Country-Logo herabgelassen wurde, um einstweilen den Blick auf die B├╝hne zu verdecken.

zGh6B7rcDie folgenden 30 Minuten spielte das bereits von der letzten Tour bekannte ÔÇ×Avatar RadioÔÇť, welches das wartende Volk mit wichtigen Informationen rund um seinen K├Ânig versorgte und einige von ihm abgesegnete Produkte bewarb. P├╝nktlich, wie es sich f├╝r seine Majest├Ąt geziemt, erschien dieser um 20:00 Uhr unter tosendem Applaus und den Ges├Ąngen der Hymne `Glory To Our King┬┤ mit einem k├Âniglichen Winken auf der B├╝hne. Um einem geb├╝hrenden Auftritt zu hinterlassen, stieg er mitsamt seinem Thron aus der Versenkung empor und begann mit seinen vier Gefolgsmannen den gut zweist├╝ndigen AVATAR-Konzert-Abend mit `A Statue of the King┬┤zu er├Âffnen.

Hier die Setlist des Abends:
Glory To Our King Intro/ A Statue Of The King/ Legend Of The King/ Paint Me Red/ King┬┤s Harvest/ Bloody Angel/ For The Swarm/ Get In Line/ Tsar Bomba/ Tower/ The Eagle Has Landed/ Let It Burn/ King After King/ Reload/ Smells Like A Freakshow/ Torn Apart/ The King Welcomes You To Avatar Country/ Hail The Apocalypse

0Gdzje3eAuf diese Weise boten AVATAR ihren Fans eine Reise durch einen Gro├čteil der Bandgeschichte, welcher sich vor allem auf die letzten vier Alben der Band fokussierte. Besonders das im letzten Jahr erschienene ÔÇ×Avatar CountryÔÇť rund um den K├Ânig und Gitarristen Jonas ÔÇ×KungenÔÇť Jarlsby, zog sich dabei wie ein roter Faden durch den Abend. Die dabei rundum durchdachte B├╝hnenshow mit einem Thron, einer Krone oder den als ÔÇ×PagenÔÇť gekleideten Technikern, unterst├╝tzte dieses Thema hervorragend.

Auch ein gelungener Wechsel zwischen schnellen Liedern zum Headbangen, welches auch auf der B├╝hne immer wieder in Synchronit├Ąt praktiziert wurde, und ruhigeren Liedern zum Mitsingen, war perfekt gelungen. W├Ąhrend der Wechsel von ruhigen zu schnelleren Liedern, lie├č es sich S├Ąnger Johannes Eckerstr├Âm nicht nehmen, immer wieder das Wort an das Publikum zu richten. Hierbei fielen vor allem seine Emotionen und Verbundenheit gegen├╝ber Deutschland ins Auge, da er selbst Vorfahren hierzulande hat und vieles mit dem Land selbst verbindet. Entsprechend waren die Ansprachen auch in gebrochenem, aber dennoch sehr gutem Deutsch gehalten, woraus er sich auch gerne einen Spa├č machte, da der Rest der Band es nicht verstand. Aus eben diesen Ansprachen entwickelte sich auch eine Art Running Gag, da Johannes jede ÔÇ×KorrekturÔÇť seiner Sprachkenntnisse seitens des Publikums mit einem ÔÇ×das was ich habe gesagtÔÇť und einem schelmischen Grinsen quittierte. Ebenso wie bei den anderen Mitgliedern zeigte sich dabei immer wieder ein Ausdruck purer Freude und Ungl├Ąubigkeit, sei es bei einem ÔÇ×AvatarÔÇť-Chor der Menge oder beim erstmaligen Gelingen des Pulikums-Parts von `Tower┬┤ auf dieser Tour.

AE_Ay3pfDen Schluss bildete der Titelsong des 2013 erschienen ÔÇ×Hail The ApocalypseÔÇť Albums, bei dem Fans und Band noch einmal alles zusammen geben konnten. Nach einigen Verbeugungen endete das Konzert f├╝r die Band und ebenso f├╝r die Fans, mit einem strahlenden L├Ącheln auf den Lippen, das sicher noch einige Zeit nach der Show anhielt.

F├╝r mich ein grandioser Abend mit einer in Deutschland viel zu unbekannten Band, deren B├╝hnenshows absolut durchdacht sind und vom Niveau nahezu an weitere Gr├Â├čen des Genres herankommen. Trotz dieser Popularit├Ąt lassen sie es sich nicht nehmen, immer wieder unerwartete und pers├Ânliche Noten einzubringen (hier wurde beispielsweise die Seifenblasenmaschine zu `The King Welcomes You To Avatar Country┬┤ angestellt). AVATAR zeigten sich absolut ehrlich, authentisch und mit gro├čer Dankbarkeit den Fans gegen├╝ber bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Was bleibt mir da noch mehr zu sagen als – GLORY TO OUR KING !!!

/ Euer Etienne

Photocredits: Etienne Kulik

AMARANTHE HAMBURG

Posted by Andrea On Februar - 17 - 2019

Amaranthe-mit-Follow-The-Cipher-und-Warkings-am-04.02.-im-Gruenspan-in-HamburgAm 04.02.2019 gaben sich AMARANTHE im Rahmen ihrer ÔÇ×Helix WorldtourÔÇť die Ehre, im sch├Ânen Hamburg aufzutreten. Ort des Geschehens war das wunderbare Gr├╝nspan, ein Ort mit Tradition hier im hohen Norden. Hier spielten schon viele der gro├čen, als sie noch ganz klein waren. Das Gr├╝nspan ist ein ├╝bersichtlicher Veranstaltungsort mit sehr viel Atmosph├Ąre. Bei Konzerten steigt sehr schnell die Stimmung, so auch an besagtem Montag. Das Gr├╝nspan liegt auf der gro├čen Freiheit, da ist es ratsam die Anreise mit den ├Âffentlichen Verkehrsmitteln zu gestalten.

Ich war leider etwas zu sp├Ąt, und musste damit leben die WARKINGS als erste Vorband verpasst zu haben. Nach Aussagen einiger Konzertbesucher habe ich einen guten Auftritt verpasst. Die WARKINGS haben f├╝r ca eine halbe Stunde die B├╝hne gerockt. Ich hoffe ich bekomme noch einmal die Chance, mir einmal Bild von der Band zu machen.

e8f0b57d46eea5f41bd20d3b608c82a6P├╝nktlich zur Umbaupause habe ich es ins Gr├╝nspan geschafft. FOLLOW THE CIPHER enterten dann recht schnell die B├╝hne. Bisher hatte ich nur nebenbei ein paar Songs geh├Ârt, die mich aber nicht weiter mitgerissen haben. Das hat sich nach dem Konzert ge├Ąndert. Auf der B├╝hne haben FOLLOW THE CIPHER ein fettes Brett an Songs hingelegt. Sehr abwechslungsreich, mit viel Action und gutem Gesang. Die S├Ąngerin ist sowohl was f├╝rs Auge, als auch was f├╝r die Ohren.

0af2d8957bc58299f2aaa584518b165dMit der Songauswahl f├╝r diesen Abend hat die Band absolut ins Schwarze getroffen und das Publikum war vollends begeistert. Ein Song im Set d├╝rfte dem einen oder anderem nicht ganz unbekannt sein. Die Band spielte `Carolus Rex┬┤ ein SABATON-Cover.┬á Der Gitarrist im Ninja Outfit, Ken K├Ąngstr├Âm, ist einer der Songschreiber des SABATON Songs, so ist es auch nicht ├╝berraschend, dass die Band den Song gecovert hat. Allerdings ist es kein Abklatsch geworden, sondern eine gute eigene Version. Im Set der Band gab noch acht weitere Songs. Auf jeden Fall hat die Band einen sehr hohen Wiedererkennungswert durch Gesang und Performance und sind definitiv ein weiteres Konzert wert.

Setlist: Enter The Cipher; A Mind┬┤s Escape; Winterfall; Play With Fire; Carolus Rex; I Revive; The Rising; Titans Call; Valkyria

Nun wurde es endlich aber Zeit f├╝r die wundervollen AMARANTHE. Dem Publikum merkte man an, dass es auf den H├Âhepunkt des Abends zuging. Als die ersten T├Âne des Intros erklangen, wusste ich schon das wird ein unvergesslicher Abend. Mit `Maximize┬┤ ging es auf in die Show.

amaranthe1AMARANTHE spielten einen tollen Mix aus alten und neuen Songs. So stellten sie ihr neues Album ÔÇ×HelixÔÇť vor, verga├čen aber auch nicht die Klassiker. Nils Molin und Elize Ryd geben gesanglich ein sehr harmonisches Duo ab, dem Hendrik Englund zwischendurch immer wieder mit seinen Shouts den Arsch versohlt. Alle Bandmitglieder beweisen B├╝hnenpr├Ąsenz, so dass man sich nach dem Spektakel nicht nur an Elize erinnert, sondern wirklich den ganzen Abend in Erinnerung hat. Der unverwechselbare Sound wurde von einer guten Lichtshow unterst├╝tzt.amaranthe2

Elize hat ihre Gesangspausen gerne mal genutzt, um die Zuschauer mit ihren Outfitwechsel zu ├╝berraschen. Selbst Morten, der Schlagzeuger, hat in einem Solo seine Qualit├Ąt bewiesen. Die Band hat den Auftritt immer wieder mit Witz und Spr├╝chen aufgelockert und so das Publikum hervorragend unterhalten. Der offizielle Teil der Show endete mit `Drop Dead Cynical┬┤.

AMARANTHE3Nach diversen Zugabe Rufen kam der Bassist auf die B├╝hne, hat das Publikum zum Klatschen und Rufen animiert und mit ein Paar Spr├╝chen das Publikum auf die Zugabe eingestimmt. So gab es dann drei weitere Songs der Band auf die Ohren. Das Konzert wurde dann mit `The Nexus┬┤ geschlossen. Alles in Allem hat der Abend keinen Wunsch offengelassen. Ich kann es kaum erwarten, dass AMARANTHE sich wieder auf den Weg nach Deutschland machen.

Setlist: Maximize; Digital World; On The Rocks; 1.000.000 Lightyears; Hunger; Invincible; Electroheart; Amaranthine; GG6; Unified; The Score; Helix; Drum Solo; 365; That Song; Drop Dead Cynical   Zugabe:Dream; Countdown; The Nexus

Andrea

Photocredits: Andrea

MASTODON OBERHAUSEN

Posted by Peter Marquardt On Februar - 17 - 2019

Ein nasskalter Donnerstagabend in Oberhausen. Ich bin auf dem Weg in die Turbinenhalle 2 um mir die Grammygewinner 2018 in der Kategorie “Best Metal Performance” anzugucken. Der Parkplatz und der Eingangsbereich sehen nicht gerade voll aus, gut f├╝r mich, somit bin ich schneller in der Halle. Dann das leidige Thema Getr├Ąnkebons!! Ich hasse diese Dinger, immer kauft man die falsche Menge! Drinnen bin ich doch sehr verwundert ├╝ber die geringe Zuschauerzahl. Den oberen Rang hat man nicht einmal ge├Âffnet und auch unten ist noch reichlich Platz.

52608680_2073787409395223_3908104855616487424_nMUTOID MAN aus New York, die erste von zwei Vorbands, macht es einen nicht ganz einfach, denn die St├╝cke wechseln oft in Geschwindigkeit und Genre das man sich irgendwie erschlagen f├╝hlt. Der echt miese Sound macht es noch schwieriger der Band zu folgen. Ein Blickfang f├╝r mich, ist Drummer Ben Koller (CONVERGE) der so einfallsreich, powervoll und leidenschaftlich seine Felle verdrischt das es ein Vergn├╝gen ist ihm dabei zuzugucken. Der Opener “Melt Your Mind” und das Liebeslied “Kiss Of Death” haben mir am Besten gefallen.

52602928_376739503145978_263735417453412352_nNun folgte mit den Norwegern von KVELERTAK, eine Band, die ich bis dato ├╝berhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Ein Fehler, wie sich bereits wenige Minuten nach Beginn herausstellte. Der Einstieg mit “ApenbaringÔÇť ist schon der Hammer. Gitarrist Nummer eins f├Ąngt mit dieser, leicht an D.A.D. erinnernden Melodie an und es steigen nach und nach die zwei anderen Gitarristen (ja, die Band spielt mit drei Gitarristen!!), Bass und Schlagzeug ein. Dann folgt der neue S├Ąnger Ivar Nikolaisen. Ich kenn den alten S├Ąnger ja nicht, aber was der neue da abfackelt ist nicht von dieser Welt. Das nenn ich mal einen Frontmann!! Ob schreiend, br├╝llend oder clean singend, stehend, liegend oder springend in der Luft, er zieht alle in seinen Bann. Das Stageacting der anderen erinnert mich eher auch an eine Hardcore Band als an eine Metalkombo. Das die Songs alle in norwegischer Sprache vorgetragen werden, st├Ârt hier keine Sau. So klingt also skandinavischer Hardcore Punk mit Black Metal Anleihen. Gef├Ąllt mir!! Meine Highlights: “Apenbaring”,”1985″ und die Bandhymne “Kvelertak”.

51977538_242283169987484_6631613918034788352_nRUSH als Umbaumusik gef├Ąllt mir pers├Ânlich schonmal sehr gut, treibt aber auch meine Erwartungen in die H├Âhe. Mit Gene Kellys “Singin`in the Rain” erscheint nun endlich Headliner MASTODON auf der B├╝hne um direkt im Anschluss mit “Iron Tusk” in ihren Set zu starten. Die Lightshow erinnert mich ein wenig an ein ├╝berdimensionales Kaleidoskop. Schillernd, grell, bunt und auf die Dauer auch ein wenig hypnotisch. Leider spielt der Sound nicht in der selben Liga, aber das ist man von der Turbinnenhalle ja leider gewohnt. Bei der Single “Steambreather” kommt zum ersten Mal richtig Stimmung auf. Aber die Musik von MASTODON lebt ja eher von ihrer brachialen Gewalt und den ausufernden Instrumentalpassagen, daher schweig das Publikum meist and├Ąchtig. Ein bisschen anstrengend ist das auf Dauer aber auch.

Nach etwas mehr als einer Stunde erscheint dann auch noch Special Guest und Freund der Band Scott Kelly von NEUROSIS auf der B├╝hne. Der bringt nochmal ein wenig B├╝hnenpr├Ąsenz und Power auf die B├╝hne. Unter den letzten sechs Songs des Abends befinden sich mit “Crack The Skye”, “Spectrelight”┬á und “Blood And Thunder” meine pers├Ânlichen Highlights. Bleibt nur die Frage warum man den GrammySong “Sultan┬┤s Curse” nicht gespielt hat? Na gut, man kann ja nicht alles spielen. Im grossen und ganzen war es ein abwechslungsreicher, bunter und ab und zu auch anstrengender Abend.

Peter

Photocredit: Oliver Niklas


Parkway Drive – Feuer und Flamme f├╝r die Fans

Posted by Etienne On Februar - 9 - 2019

51620291_10157209533364123_4706231696154951680_oWas gibt es besseres, als den kalten Tagen sich einmal so richtig einheizen zu lassen? Richtig, dann ist eine klare Option ein Konzert von PARKWAY DRIVE in heimischen Hallen! Und deshalb waren wir vom Metal Impressions f├╝r Euch in Frankfurt vor Ort. Gegen 15.30 Uhr erreichte ich die Jahrhunderthalle in Frankfurt und fand zu meinem Erstaunen gerade einmal etwa 10 Leute vor. Dies ├Ąnderte sich in den darauffolgenden Stunden jedoch rasch, so dass p├╝nktlich zum Einlass (17.30 Uhr) Scharen ungeduldiger Fans in die Halle st├╝rmen konnten.

taim1Ebenso p├╝nktlich startete mit THY ART IS MURDER um 19.00 Uhr die erste Band des Abends. Mit `Dear Desolation┬┤ gab es direkt einen gelungenen Einstieg, bei dem keiner der Anwesenden still stehen blieb. Nach zwei weiteren Songs folgte `Reign of Darkness┬┤, welches S├Ąnger Chris McMahon auf dem Wellenbrecher stehend sang, um die Menge noch besser anheizen zu k├Ânnen. Nach zwei weiteren Songs und einer insgesamt 30min├╝tigen Show,┬á verlie├čen sie dann auch schon wieder die B├╝hne, um den Weg f├╝r die n├Ąchste Band freizumachen.

kill2Im Anschluss an die gerade einmal viertelst├╝ndige Umbaupause, in der die Technik eine eigenartige Reggae-CD aus dem Schrank zauberte, st├╝rmten dann auch schon KILLSWITCH ENGAGE mit `Strength of the Mind ┬┤die B├╝hne. In altgewohnter Manier gab die f├╝nfk├Âpfige Truppe den Anwesenden w├Ąhrend ihrer ganzen 11 Songs einiges zum Mitsingen und gew├Ąhrte ihnen eine kurze F├╝hrung durch alle bisherigen Alben der Bandgeschichte. Zur Freude vieler Fans versprach S├Ąnger Jesse Leach ein baldiges Wiedersehen auf den deutschen B├╝hnen zum demn├Ąchst erscheinenden Album der Band. Gegen 20.30 Uhr verlie├čen sie dann nach `In Due Time┬┤ die B├╝hne, um den Umbau f├╝r den Headliner des Abends freizugeben.

pwd3W├Ąhrend der nun folgenden 30min├╝tigen Umbauphase machte sich dann schon merklich Unruhe im Publikum breit. Das Killswitch Engage-Backdrop wurde entfernt und das dahinter versteckte PARKWAY DRIVE B├╝hnenbild freilegt. Auf der nunmehr gleich doppelt so gro├č wirkenden B├╝hne prangte neben dem Drumkit und einer F├╝lle von Scheinwerfern auch eine vielversprechend aussehende Hebeb├╝hnenkonstruktionen, die einen jeden im Saal in Vorfreude auf das nunmehr Folgende versetzten. Gegen 21.00 Uhr erschien ein Fackelzug an der rechten Saalseite, welcher die Band durch das Publikum zur B├╝hne geleitete, w├Ąhrend aus den Lautsprechern eine Art Remix ihres Songs `Absolute Power┬┤ drang. Auf der B├╝hne angelangt positionierten die f├╝nf Mitglieder sich auf den Hebeb├╝hnen und warteten wie versteinert das Ende des Songs ab, um nunmehr mit einer im Halbdunkel stattfindenden und stark an eine Live-Inszenierung des Videos zur Single `Wishing Wells┬┤ erinnernden Performance, eine 1,5st├╝ndige Show einzuleiten.

Setlist PARKWAY DRIVE:
Wishing Wells/ Prey/ Carrion/ Vice Grip/ Karma/ Cemetery Bloom/ The Void/ Idols and Anchors/ Dedicated/ Absolute Power/ Writings on the Wall/ Shadow Boxing/ Wild Eyes/ Chronos/ The Colour of Leaving/ Crushed/ Bottom Feeder

Bereits w├Ąhrend des zweiten Songs `Prey┬┤ lie├čen es sich die Fans nicht nehmen, ein riesiges Ruder-Pit zu er├Âffnen, was S├Ąnger Winston McCall in ein Staunen versetzte und ihn dabei sogar fast den Song vergessen lie├č. Entsprechend ├╝berw├Ąltigt und immer noch nahezu sprachlos, bedankte er sich w├Ąhrend nicht stoppender ÔÇ×Parkway Drive”-Rufe am Ende des Songs mit einem Leuchten in den Augen, welches nicht das letzte Mal an diesem Abend gesehen wurde. Ein zweites Mal erschien es bereits drei Songs sp├Ąter, als Winston zu Beginn von `Karma┬┤ den Song unterbrach, um das Circle Pit anzufeuern, sich nochmals zu vergr├Â├čern, obwohl es bereits die halbe Halle einnahm, und ihm dieser Wunsch sofort von Publikum erf├╝llt wurde. Ebenfalls sehr auffallend war die aufwendige Inszenierung der einzelnen Lieder, die voller Licht- und Schatteneffekte sowie unter Einsatz der Hebeb├╝hnen gl├Ąnzten.

pwd1Auf diesen `Hebeb├╝hnen erschienen f├╝r `Writings on the Wall┬┤ sogar pl├Âtzlich vier mit Violinen und Cello bewaffnete Damen, um den Song entsprechend zu untermalen und damit vielen der Anwesenden eine G├Ąnsehaut zu bescheren. Auch f├╝r das darauffolgende `Shadow Boxing┬┤ wurde die Band weiterhin von diesem Quintett begleitet, was dem Lied eine ungewohnte, aber durchaus begr├╝├čenswerte Note gab. Eine der Violinistinnen fand sich zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt noch einmal neben dem S├Ąnger wieder, als sie gemeinsam mit ihm urpl├Âtzlich auf einem hell erleuchteten Podest inmitten des Publikums erschien und `The Colour of Leaving┬┤ zum Besten gab. Neben der unglaublichen Freude der Band und den makellosen Inszenierungen war der Abend aber vor allem von einem gepr├Ągt: FIRE!

Nahezu jedes zweite Lied endete mit einem Knalleffekt. ├ťberall standen, trotz der durchaus nicht allzu gro├čen Halle, Flammenwerfer und zur Zugabe wurde das hochgezogene und metergro├če Metall-Logo der Band von Winston mit einem Molotowcocktail in Brand gesetzt, bevor die auf der gesamten B├╝hne angebrachten Schienen entz├╝ndet wurden und die Band mit `Crushed┬┤ noch einmal alles gab. Den kr├Ânenden Abschluss bildete der Song `Bottom Feeder┬┤, der dem Publikum ein letztes Mal alles abverlangte und viele v├Âllig ersch├Âpfte, aber gl├╝ckliche Besucher hinterlie├č.

pwd4F├╝r mich war es definitiv ein gelungener Abend,┬á voll mit hochkar├Ątigem Metalcore und wahnsinniger Showeinlagen, welche man, auch aufgrund der bestimmt noch einige Tage andauernden Nackenschmerzen und Hitzewallungen, so schnell nicht vergessen wird! Insbesondere die nahezu theatralische Inszenierung dieser Show und die absolut aufrichtige Freude der Band, sind eine wahnsinnige Kombination, mit der sich PARKWAY DRIVE┬á ihren guten Ruf mehr als verdient haben.

/Etienne Kulik (Redakteur Metal Impressions Magazine)