ARCHITECTS in Hamburg
Am 08.02.2019 in Hamburg, in der Alsterdorfer Sporthalle, wurden wir einmal wieder durch die ARCHITECTS Zeugen, wie Metalcore vom Feinsten heutzutage funktioniert. Die Mannen um GrĂźndungsmitglied und Drummer Dan Searle punkteten auf ganzer Linie; doch Moment – wartet ⌠Lasst uns von vorne beginnen!
Der Altersdurchschnitt des bereits anwesenden Publikums ist eher der zwischen 20-30 Jahren – bis auf einige wenige Ausnahmen. Nichts desto trotz macht es SpaĂ mittendrin zu sein. 19:30 Uhr – Dank des Supports-Auftaktes von POLARIS war die Sporthalle, die nicht komplett ausverkauft war, aber schon mächtig vom Stimmungsfaktor her am Brennen.
Der Umbau fßr BEARTOOTH, die sodann nach POLARIS die Bßhne betreten sollten, dauerte nicht sehr lange und pßnktlich um 20:15 fingen diese dann an ihr Set zu spielen.
Die Crowd war schon echt happy, als sie als “das beste Publikum der gesamten Tour” angefeuert wurde. Sänger Shomo shoutet Altbekanntes was das Zeug hält und man realisiert, dass hier einige nicht zum ersten Mal als bestes Publikum der Amerikaner bezeichnet wurden und auf ihre Kosten kommen. Dass die Band vollends auf ein elektronisches Element verzichtet, um hardcore- und punklastiger zu klingen, hĂśrt und spĂźrt man bei jedem Riff.
Nach einer gefĂźhlten Ewigkeit und einem Umbau der BĂźhne, der auf GroĂes hoffen lieĂ, betraten dann endlich die Headliner des Abends – die ARCHITECTS – die BĂźhne. Es wird nicht lange gefackelt, sondern umgehend mit einer irren Lichtshow und dem Kracher âDeath is not Defeatâ durchgestartet. Holla die Waldfee – hier geht das Publikum von der ersten Sekunde mit! Kein Verschnaufen! Denn jetzt kommt noch der zweite Hammersong âModern Miseryâ. Erst nach dem dritten Song `Nhilistâ greift Samuel David Carter zum Sprechmicro und begrĂźĂt die ekstatische Menge mit viel Herz und netten Worten. Diese Fannähe wird ihm umgehend bei âBroken Crossâ mit einem Circle Pit gedankt.
Als fĂźnfter Song kommt nun endlich der Headliner Song der Tour âHoly Hellâ und selbst Nichtwissende spĂźren jetzt, wie viel Emotion in diesem Song steckt. Die Band sagte vor Kurzem, dass sie den Tod von GrĂźndungsmitglied und Gitarristen Tom Searle (â 2016) mit diesem Album, dem ersten ohne Tom, verarbeiten wollen. Dies ist auch deutlich geschehen und etwas Wunderbares erschaffen worden, auch wenn ein stĂźckweit Tragik dahintersteht. Das Publikum jedenfalls dankt mit enthusiastischem Applaus und SprechchĂśren bei jeder Zeile. Generell fällt auf, dass die Leute hier, egal in welchen Ecken des Metals sie sich heimisch fĂźhlen, textsicher sind und gut aufgepasst haben, denn sie wissen wie man richtig geiles Crowdsurfing betreibt! Was will man mehr? So geht Metalcore! Die ARCHITECTS sind meiner Meinung nach die perfekte Vorzeigeband fĂźr modernen und progressiven Metalcore.
Fazit des Konzertes in Hamburg: Die Show rockte! Das Publikum ebenso! Ich vergebe 9/10 Punkten fßr Carter und seine Jungs. Der letzte Punkt, sei den zum Teil nicht existenten Gitarren-Riffs geschuldet, was dem Gesamtbild aber nicht wirklich geschadet hat. Mindestens ein zusätzlicher Punkt geht als Bonus an die sehr gut gewählten Supportbands BEARTOOTH und POLARIS.
Berichterstattung / PhotoCredits: Joel Villwock






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