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Amorphis/SOILWORK WIESBADEN

Posted by Etienne On Februar - 23 - 2019

Auf ihrer Co-Headline Tour gaben die nordischen Gewalten von AMORPHIS und SOILWORK selbstverständlich auch in Deutschland einige Shows. Metal-Impressions konnte sich das natürlich nicht entgehen lassen und war für Euch in Wiesbaden zugegen.

Bei meiner Ankunft gegen 16.00 Uhr erlebte ich zunächst einen kleinen Schockmoment, als ich knapp 1,5 Stunden vor Einlass gerade einmal sage und schreibe drei Leute vor dem Wiesbadener Schlachthof vorfand. Nach einer kurzen Aufklärung, dass es keine Absage oder ähnliches gab vertrieben wir uns die restliche Zeit mit gemütlichem Plauschen, während die Schlange hinter uns glücklicherweise immer länger wurde. Etwas verspätet öffneten sich um 17.40 Uhr dann endlich die Hallentüren und ließen die wartenden Massen herein.

Nach gerade mal einer halben Stunde Wartezeit stürmte auch schon der erste Act des Abends die Bühne: NAILED TO OBSCURITY. Den Einstieg bildete dabei der Titelsong zu ihrer aktuellen Scheibe „Black Frost“, welcher die Menge langsam aufweckte und bereits einige Köpfe zum mitnicken motivierte. Nach drei weiteren Songs des erst kürzlich erschienen Albums gaben sie mit ,Desolate Ruin´ noch einmal alles, bevor sie die Bühne für den nächsten Act frei machten.

Nur eine knappe viertel Stunde später war es dann auch schon so weit und JINJER übernahmen die Bühne mit ,Words Of Wisdom´. Es folgten acht weitere Lieder von denen immerhin vier von der gerade erst im Januar erschienen und nur fünf Song umfassenden EP „Micro“ stammten. Selbstverständlich gaben sie aber auch ihrer Klassiker wie ,Pisces´ oder ,Who Is Gonna Be The One´ zum Besten, bevor sich die Formation rund um Frontfrau Tatiana mit ,Sit Stay Roll Over´ verabschiedete.

gF2DlyA_Gegen 20.15 Uhr begann mit SOILWORK endlich der erste Headliner des Abends. Nach dem Intro des ebenfalls im Januar erschienen Albums „Verkligheten“ ging es mit ,Arrival´ vom selben Album auch direkt zur Sache. Die vorderen Reihen waren geprägt von fliegenden Haaren und mitgröhlenden Fans, während sich die AMORPHIS Fans in den hinteren Reihen noch etwas bedeckter hielten.

Doch auch sie wurden während des knapp 80 minütigen Sets immer mehr in den Bann gezogen und zur Bewegung animiert.

Die Setlist des Abends:
Verkligheten Intro/ Arrival/ The Crestfallen/ Nerve/ Full Moon Shoals/ Death In General/ Like The Average Stalker/ The Akuma Afterglow/ Drowning With Silence/ The Phantom/ The Nurturing Glance/ Bastard Chain/  The Ride Majestic/ The Living Infinite II/ Witan/ Stabbing The Drama/ Stålfågel

Ganze 16 Songs spielte die schwedische Melodic-Death-Metal-Truppe und bot dabei einen Überblick über immerhin sieben ihrer bisher elf erschienen Alben. Aber auch ihr neustes Werk kam dabei mit fünf Songs keineswegs zu kurz, so dass sowohl für alteingefleischte als auch für noch relativ neue Fans etwas geboten wurde. Bevor sie mit der aktuellen Single ,Stålfågel´ ein letztes Lied spielten, gaben sie jedoch noch einmal die Bühne für ein Teammitglied frei, welches unter tosendem Applaus seiner Freundin einen Antrag machte, welcher glücklicherweise auch angenommen wurde.

HBIn0vlxWährend viele Soilwork-Fans die ersten Reihen verließen, ging es nach etwa 30 ungeduldigen Minuten für einige nun mit dem Highlight des Abends weiter: AMORPHIS. Auch die finnische Truppe um den Sänger Tomi Joutsen stieg direkt mit einer Single zu deren aktuellen Album ein, welches im Mai letzten Jahres erschien. Es folgten 14 weitere Songs die ebenfalls eine bunte Mischung aus den älteren Alben und fünf Titeln des letzten Werkes enthielten.

Hier die Setlist des Abends:
The Bee/ The Golden Elk/ Sky Is Mine/ Sacrifice/ Message In The Amber/ Silver Bride/ Bad Blood/ Wrong Direction/ Daughter Of Hate/ Heart Of The Giant/ Hopeless Days/ Black Winter Day/ Death Of A King/ House Of Sleep

rR6rdVua-1Während die neueren Titel eher melodisch angehaucht daherkommen, luden insbesondere die älteren Stücke besonders dazu ein die Matten kreisen zu lassen oder ein Pit zu starten. So ließen sich die Fans nicht lange bitten dieser Aufforderung nachzukommen und powerten sich nach dem bereits schon recht langen Abend in der zweiten Hälfte des Sets noch einmal kräftig aus.
Perfekt abgerundet endete die gut 90-minütige Show mit einem ihrer wohl bekanntesten Songs: ,House Of Sleep´. Und so machte ich mich um 23.30 Uhr erschöpft, aber mit einem Lächeln auf den Lippen, auf den Heimweg.

Zusammenfassend ein rundum gelungener Abend mit einer sehr gut abgestimmten Bandkombination, die gerne wieder in dieser Konstellation vorbeischauen darf. Für mich war es zwar das bandseitig am wenigsten gesprächige Konzert seit langem, aber musikalisch dafür umso genialer!

Etienne

Photocredits: Etienne

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