The Raven Age LIVE REVIEW
Das musikalisches Talent vererblich ist, stellt George Harris, Sohn von niemand geringerem als Steve Harris (IRON MAIDEN), mit seiner Band THE RAVEN AGE auf deren aktueller Tour unter Beweis. Deshalb war Metal-Impressions für Euch in Aschaffenburg vor Ort um Euch ein paar Eindrücke zu gewähren.
In Deutschland sind THE RAVEN AGE eigentlich schon alte Bekannte, da sie seit 2015 jedes Jahr mehrfach hier auftraten. Dabei supporteten sie unter anderem Bands wie ANTHRAX, TREMONTI und selbstverständlich IRON MAIDEN, um sich so ihren guten Ruf zu erspielen. Vor knapp einem Monat erschien endlich ihr zweites Album, welches das Erste mit dem neuen Sänger Matt James markierte und von Kritikern überall gefeiert wurde. Passend hierzu kehrten sie mit der gleichnamigen Conspiracy-Tour zurück und stellten auch Live ihr Können unter Beweis.
Den Start machten die Wiener von PSYCHO VILLAGE, welche unter anderem die letzten Monate mit PUDDLE OF MUDD und NOTHING MORE einige Auftritte in Deutschland absolvierten und daher vielen ebenfalls schon ein Begriff sind. Ganze acht Songs performten sie hierbei, welche in altgewohnter Manier von den zwei Bildschirmen am Bühnenrand und zumeist mit den zugehörigen Musikvideos oder ähnliche Einspielungen untermauert wurden, um die Menge ordentlich anzuheizen. Nach knapp 45 Minuten und dem ersten, aber noch lange nicht letzten, Moshpit des Abends verließ die Band die Bühne um Platz für den Headliner zu machen: THE RAVEN AGE.
Nur eine Viertelstunde später ging es dann auch schon weiter und es startete eine E-Gitarren-Version des “Game of Thrones”-Themes, welches nahezu nahtlos in das Conspiracy-Intro “Bloom Of The Poison Seed” ĂĽberleitete. Kurz darauf stĂĽrmte die fĂĽnfköpfige britische Truppe die BĂĽhne und legte sich mit der zweiten Singleauskopplung aus ihrem aktuellen Album “Betrayal Of The Mind” direkt mächtig ins Zeug.
Nach einem so gelungenen Start voller fliegender Haare und Moshpits ging es weiter mit gut eineinhalb Stunden Reise durch beide Alben der Band. Dabei lag der Fokus natürlich eher auf dem neueren Werk der Band aus dem beachtliche 11 der 12 vorhandenen Songs ausgewählt wurden. Besonders auffallend war hierbei die pure Freude der Band darüber für diesen Abend auf der Bühne zu stehen, wie man sie nur bei wenigen Bands heutzutage sieht. Auch trotz eines Abstands des Publikums zur Bühne von rund eineinhalb Metern, welcher sich leider die ganze Show über nicht verlief, konnte man die Verbundenheit der Band zu ihren Fans fast mit Händen greifen. Sei es durch Jai Patel, der während der Show immer wieder die Fans von seinem Drumkit aus bespaßte oder Tony Maue, welcher mehrfach samt seiner Gitarre den Weg ins Pit fand, um dort mit den Fans mitzumoshen.
Den Abschluss bildete ,Angel In Disgrace’, welches ursprĂĽnglich auf der ersten EP der Band zu finden war und später auch seinen Weg auf das DebĂĽtalbum fand. Somit gab es nochmal einen echten Klassiker der Band zum Abschluss, der alte und neue Fans gleichermaĂźen begeisterte. Auch lieĂź es sich die Band nicht nehmen nach dem gelungenen Abschluss in weniger als fĂĽnf Minuten an den Merch-Tisch zu stĂĽrmen und, ebenso wie PSYCHO VILLAGE, ihre Fans zu begrĂĽĂźen. Dort signierten sie einige Dinge oder hielten einen Plausch, bevor sich die Leute mit einem Lächeln auf den Lippen auf den Heimweg machten.
Für mich war es ein super Abend mit zwei großartigen Bands, von denen man in naher Zukunft bestimmt noch einiges mehr hören wird.
Hier die Setlist des Abends:
Bloom Of The Poison Seed/ Betrayal Of The Mind/ Promised Land/ Forgotten World/ Surrogate/ The Merciful One/ Salem’s Fate/Fleur The Lis/ The Day The World Stood Still/ The Face That Launched A Thousand Ships/ Tomb Of The Unknown Soldier/ Stigmata/ Grave Of The Fireflies/ Seventh Heaven/ Angel In Disgrace




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