Archive for the ‘Konzertberichte’ Category
SCORPIONS DORTMUND
SCORPIONS 27.12. Dortmund-Westfalenhalle âDas warÂŽs dann wohlâ. Mit diesem Gedanken und mehr als nur einer TrĂ€ne im Knopfloch haben wohl zahlreiche der mitunter augenscheinlich hart gesottenen Fans der harten Musik am Samstag die Dortmunder Westfalenhalle verlassen. Denn die SCORPIONS hatten zum groĂen Hallenabschlusskonzert gerufen. Es stehen nunmehr nur noch ein paar Auftritte in Russland und wenige Open-Airs im nĂ€chsten Jahr an, bevor der Abschied endgĂŒltig abgeschlossen ist.
Allein die Menschenmassen vor der Halle zur Ăffnung der Tore sieht diese nicht alle Tage. Eine Menschentraube bis auf die ParkplĂ€tze und Schlangen bis zur Westfalenhalle 2 mit Eltern, die ihre inzwischen volljĂ€hrigen Kinder dabei hatten, Rocker, Rentner, SchĂŒler, junge und jung gebliebene warteten geduldig und vereint im Namen der Musik auf diesen groĂen Auftritt.
Und das Warten lohnte sich. Es war noch keine 20 Uhr, als EDGUY die BĂŒhne zum Einheizen nutzte. Bereits hier zeigte sich ein groĂer Teil der Fans textsicher und sangesfreudig, sodass die Hessen nach ihren sieben StĂŒcken bereits reichlich gefeiert wurden. Artig bedankten sie sich bei den Hauptakteuren und kĂŒndigten diese entsprechend an.
Was dann aber fĂŒr zwei Stunden folgte, war absolut geeignet, als legendĂ€r in die GeschichtsbĂŒcher einzugehen. Mit dem Auftritt ihrer âGet Your Sting And Blackoutâ-Tour zog die Band alle Register ihres Könnens. Klaus Meine lief Meter um Meter auf dem langen Steg, der weit in das Auditorium hereinragte. Ein guter Schachzug. Denn so prĂ€sentierte sich die Band tatsĂ€chlich als eine Band fĂŒr die Fans und bei den Fans. Sie waren tatsĂ€chlich mittendrin. Das Herz der Pyrotechnikfreunde schlug bereits direkt zum Start des ersten StĂŒckes `Sting In The Tail` höher. Die Gitarristen Schenker und Jabs bearbeiteten ihre Instrumente, als wĂ€re der Leibhaftige hinter ihnen her. Drummer James Kottak stand dem nichts nach und spielte von seinem zirka vier Meter hohen Turm ein Solo, welches ĂŒber zehn Minuten dauerte, als wolle er seine Anlage zerschlagen. Und auch Bassist Pavel Maciwoda zupfte seine Basssaiten am Rande der GenialitĂ€t.
Visuell angereichert wurde die riesige BĂŒhne mit drei groĂen BildwĂ€nden, auf denen immer wieder Filmsequenzen vergangener Zeiten, Livebilder aus der Halle und Fotos gezeigt wurden.
Und musikalisch? Darauf kam es an diesem Abend wohl den Wenigsten an, denn man wollte sich schlieĂlich gemeinsam voneinander verabschieden. Dennoch haben sich die fĂŒnf auch hierfĂŒr das GĂŒtesiegel mit dem PrĂ€dikat âwertvollâ verdient. Insbesondere ist es immer wieder erstaunlich, zu welchen gesanglichen Höchstleistungen Klaus Meine nach so vielen Jahren immer noch fĂ€hig ist.
Zwischen ruhigen, zutraulichen und balladesken Tönen haut er mitunter RockÂŽnÂŽRoll-Kracher raus, die ihresgleichen such, um danach, nachdem ein StĂŒck lĂ€ngst beendet ist, dieses ohne Instrumente noch einmal anzustimmen, nach dem Motto: Einmal will ich es von euch noch hören.
Und so kam die ausverkaufte Halle auch frĂŒh und im Eiltempo zum Siedepunkt. Denn bereits als drittes StĂŒck wurde `Bad Boys Running Wild` lauthals mitgesungen. Und nach weiteren StĂŒcken wie `The Zoo` oder `Coast To Coast` hieĂ es `The Best Is Yet To Come`. So wurde das Tempo schon einmal leicht gedrosselt, um anschlieĂend `Send Me An Angel` und `Holiday` im akustischen Gewand darzubieten. Insbesondere hier bekam das Publikum immer wieder Gelegenheit, sich stimmlich und einzig mit SĂ€nger Meine zu verausgaben.
GĂ€nsehaut folgend natĂŒrlich bei `Wind Of Change`, anschlieĂend aber wurden wieder die musikalischen KnĂŒppel ausgepackt, bis hin zu `Big City Nights`.
Nach weiteren drei ZugabestĂŒcken war dann Schluss. Und auch den hĂ€rtesten Fans sah man die Wehmut an, dass hier ein Buch musikalischer Zeitgeschichte zugeschlagen wurde. Immerhin fand man Trost darin, an diesem Abend ein paar Zeilen mitgeschrieben zu haben.
Pics (5) und Review: Ludger Heitmann
ALICE COOPER DORTMUND
ALICE COOPER, Altmeister des Schockrocks, ist momentan mit seiner neuen aufwendigen Show âTheatre Of Deathâ durch Europa unterwegs und hatte am Freitagabend auch Einzug in die Dortmunder Westfalenhalle genommen. Mit im GepĂ€ck waren die deutschen Newcomer von EISBRECHER und TARJA (ehemalige NIGHTWISH-SĂ€ngerin), die hier ihr neustes Soloalbum âWhat Lies Beneathâ auf der Tour promotete.
Als ich an diesem sehr regnerischen Abend nun endlich die groĂe Westfalenhalle betrat, war ich sehr erstaunt. Was war das? Fast gĂ€hnende Leere. Auf den mittleren RĂ€ngen waren so gut wie keine Zuschauer zu sehen. Von einem Ordner (Hallo Tobias) erfuhr ich, dass sich bislang 2800 zahlende GĂ€ste eingefunden hatten und das bei einem Fassungsvermögen von 14.000 Zuschauern! Aber an diesem Abend sind bestimmt noch sehr viele Zuschauer verspĂ€tet eingetroffen, denn rund um Dortmund war groĂes Verkehrschaos angesagt, ein Heimspiel von Borussia Dortmund, die zwei zu null gegen Hamburg gewannen, dazu noch eine Automobilausstellung in den Nebenhallen!
PĂŒnktlich um 20 Uhr betraten dann EISBRECHER vermummt und mit Pelzjacken bekleidet die BĂŒhne, um das Publikum auf ALICE COOPER einzustimmen. Die Musik, eine brachiale Mischung aus harten elektrischen Gitarren und harten elektronischen KlĂ€ngen, versetzt mit deutschen Texten, kam beim Publikum erstaunlich gut an. Leider mussten sie schon nach dreiĂig Minuten die BĂŒhne wieder verlassen, aber nicht ohne ihren Hit ÂŽEiszeit`zu spielen. Aufgrund des Zeitlimits verpufften die lautstark geforderten Zugaberufe im leeren Rund der Halle
Nun war es an der Zeit, dass Tarja (ehemalige NIGHTWISH SĂ€ngerin) die Halle betrat, um den Stimmungspegel noch mehr anzuheben. Sie und ihre Band zogen alle Register aus ihrem musikalischen Repertoire, aber die Stimmung im Publikum wollte nicht so richtig steigen und da nĂŒtzte auch selbst kein Song wie ÂŽWishmaster` von NIGHTWISH! Diese Band war heute Abend leider eher fehl am Platz.
Gegen 21.15 Uhr war es endlich so weit. Ein groĂer Vorhang wurde vor der BĂŒhne hochgezogen, wĂ€hrend das Publikum langsam immer ungeduldiger wurde. Dann aber als das Hallenlicht erlosch, kam die Erlösung. Die ersten Akkorde von `SchoolÂŽs Out`ertönten, der Vorhang fiel und da stand er der ehrenwerte Altmeister der Inszenierungen und wurde vom Publikum lautstark bejubelt, wĂ€hrend es sofort weiter ging mit ÂŽNo More Mr. Nice GuyÂŽund ÂŽIÂŽm Eighteen`, wo Alice mit KnochenkrĂŒcken die Musiker drangsalierte.
Was soll man noch groĂartig zur Show sagen! Alice spielte wie immer den Bösewicht auf der BĂŒhne, meuchelte etliche holde Weiblichkeiten und musste dafĂŒr natĂŒrlich bĂŒĂen. Er wurde wĂ€hrend der Show geköpft, von einer riesigen Giftspritze getötet, er starb durch den Galgen und letztendlich in einer eisernen Jungfrau. Mal schmiss er âDiamantenâ oder âDollarnotenâ massenhaft ins Publikum, spieĂte einen Maskierten mit dem Mikro-StĂ€nder auf… oder stolzierte im Glitzeranzug die Deutschlandfahne schwenkend zu `Elected` ĂŒber die BĂŒhne. Jedoch gerade genau das wollte das Publikum wĂ€hrend der Show sehen. Mr. Furnier hatte sein Publikum von Anfang an fest im Griff. SouverĂ€n beherrschte er die BĂŒhne, war gut bei Stimme und wirkte ziemlich fit.
Die Songauswahl war natĂŒrlich gespickt mit all seinen unzĂ€hligen Hits. Wie immer hatte ALICE COOPER eine erstklassige Band am Start, die absolut souverĂ€n spielte. Der Sound kam laut, doch leider auch ein wenig unausgewogen aus den Boxen.
Nachdem ÂŽSchoolÂŽs OutÂŽ zum zweiten Man erneut ertönte, war der ganze Spuk nach neunzig Minuten groĂartiger Unterhaltung leider schon vorbei! Es war wirklich ein tolles Konzert. Was frĂŒher die Welt noch schockierte, erinnert heute eher augenzwinkernd an eine morbide Zirkusnummer, wĂ€hrend einer bunten schrillen Helloweenparty. Leider fanden heute Abend wenige Fans den Weg in die groĂe Westfalenhalle, trotzdem war es ein intimer Konzertabend und ich denke, ich spreche heute fĂŒr alle die dort waren! Es hat uns allen tierischen SpaĂ gemacht!
Uli
PORCUPINE TREE BOCHUM REVIEW
Porcupine Tree, RuhrCongress Bochum 7.10.10
Donnerstag, 7.10.10, 19.30 – Der Ruhrschnell weg wird mal wieder zum Ruhrlangsamweg bzw. zum Ruhrstandweg. Bleiben noch 20 km und 30 Minuten bis zu den ersten Noten von PORCUPINE TREE â mĂŒsste zu schaffen sein. Da erreicht mich die freudige Botschaft, dass OCEANSIZE den Anheizer geben werden â auch nicht schlecht.
Die ersten 2 Songs verpasst, stelle ich fest, dass OCEANSIZE im Gegensatz zum âFramesâ-Album richtig Eier haben. Kontrollierte epische Explosionen wie COLDPLAY â nur eben mit Eiern. Aufgrund des noch zu frischen neuen Materials kann ich leider nur einige Nummern des grossartigen âFramesâ-Albums identifizieren. Als Zugabe zerlegt das Schlagzeugtier noch fachgerecht seinen Schemel â dĂŒrfte aus Wut ĂŒber den katastrophalen Sound geschehen sein.
Steve Wilson sieht aus wie einer meiner zahllosen verschlissenen Mathe-Nachhilfelehrer: Nickelbrille, Spaghettihaare und nackige  FĂŒĂe. Auch heuer verzichtete Mr. Wilson wie gewohnt auf  Schuhwerk, was wie immer durch den Staubsaugerroadie auf der BĂŒhne und die entsprechenden Einblendungen auf den LeinwĂ€nden  angekĂŒndigt wurde.
Keyboarder Richard Barbieri trug eindeutig das T-Shirt des Abends â Kinski als Fitzcarraldo. Wo Fitzcarraldo verbissen und unter Aufwendung aller KrĂ€fte sein Schiff durch den Urwald zieht, durchpflĂŒgt der Tastenmann seine Soundlandschaften mit unglaublicher Leichtigkeit. Bassist Colin Edwin ist aus Ă€hnlichem Holz geschnitzt, man könnte ihm einen 10000-Seiten-Sudoku-Schmöker unter die Nase halten â den wĂŒrde er zwischen seinen BasslĂ€ufen auch noch entwirren.
Im Vergleich  zu den Live Sets der vorangegangenen âAnesthetizeâ -Tour gab es ein ziemlich aufgedröseltes  Best Of Set zu hören, welches  mit âEven Lessâ, âOpen Carâ und âLazarusâ eher verhalten begann. NatĂŒrlich wurde aus dem Publikum mal wieder âTrainsâ gefordert, was vom sehr gut aufgelegten Meister mit einem “Oh, not âTrainsâ again!” abgefrĂŒhstĂŒckt wurde. Zug also abgefahren, aber zu verkraften â hatte man doch mit den beiden epischen Ăbersongs âAnesthetizeâ und âThe Sky Moves Sidewardsâ genug GĂ€nsehautmomente im GepĂ€ck.
Dem jungen Herrn, der einige Meter entfernt der begeisterten Masse das Konzert leicht weggetreten in der Waagerechten âverfolgteâ, entgingen dann möglicherweise die groĂartigen âThe Blind Houseâ, âGreat Expectationsâ und âDrawing the Lineâ. Möglicherweise aber auch nicht.
Auch die technische Komponente passte wieder â jedes Instrument erreichte klar und perfekt abgemischt die GehörgĂ€nge â manchmal etwas zu perfekt und kalt. Doch diese klangliche KĂ€lte passt perfekt zu dem Bild, das Wilson mit seinen Songs und Texten malt â das Bild einer leeren Jugend, die abgestumpft vor der Glotze ihrem Schicksal entgegen dĂ€mmert. âX-box is a god to me â A finger on the switch â My mother is a bitch â My father gave up ever trying to talk to meâ Das ist Kunst. Ganz groĂe Kunst.
Im Gegensatz zu ihren groĂen BrĂŒdern PINK FLOYD, welche bei ihren Konzerten allzu exakt tönen, lĂ€sst Wilson seinen StĂŒcken mehr Luft zum atmen. Besonders deutlich wurde dies bei dem unglaublichen âTime Fliesâ und dem ĂŒberlangen RausschmeiĂer âArriving Somewhereâ.
Verwunderlich war dann allerdings, dass Wilson seine ihm ergebenen AnhĂ€nger mit der ĂŒberraschenden Feststelllung, dass Bochum eine “beautiful city” sei, in die laue Oktobernacht entlieĂ.
Sebastian Freitag
ERIC SARDINAS LIVE REVIEW
ERIC SARDINAS & BIG MOTOR .. Special Guest ROCCOS RED CLOUD 19. Oktober Dortmund – Musiktheater Piano. Einer der besten modernen Bluesgitarristen dieser Erde, ist endlich wieder mit seinen beiden WeggefĂ€hrten auf Tour nach Deutschland gekommen, um erneut zu zeigen, dass der Blues noch lange nicht begraben ist. 220 zahlende GĂ€ste fanden sich im ehrenwerten ehemaligen Theater in Dortmund ein, um den Meister in Action zu sehen, denn seine Konzerte sind immer hochexplosiv und einzigartig.
Als Vorband wurde ROCCOS RED CLOUD aus Dortmund, die bis dato relativ unbekannt sind, verpflichtet.
Rocco, ein gerade mal 19jÀhriger Jungspund, ist jetzt schon ein Meister an der Gitarre, sowohl akustisch, als auch an der Stromgitarre, dazu passend seine bluesig/rockig angeraute Stimme, seine tolle Ausstrahlung und schwups ist der neue Star von morgen geboren!! Und das meine nicht nur ich!
Seine Band durfte ich im Sommer zum ersten Mal live erleben, wo sie noch mit einem Gitarristen mehr auf der BĂŒhne standen, sind aber mittlerweile zum einem Trio geschrumpft, was der Band nur zu Gute kommt. Der Schlagzeuger wurde durch Karsten Bald (ex. ACID, aktuell PANIK POWER BAND) ersetzt, der dem Ganzen noch das i-TĂŒpfelchen an diesem Abend aufsetzte, wĂ€hrend der erstklassige
Bassist Uwe Humpert das Ganze abrundete.
In dem vierzig Minuten dauerten Set, zeigte die Band, was fĂŒr ein Potenzial in ihr steckte. Das Programm bestand zum gröĂten Teil aus eigenen Songs, nur `Voodoo Child` wurde gecovert. Dieses Konzert gefiel eigentlich jedem im Publikum, denn der Applaus sprach eindeutig fĂŒr sich. Sogar eine Zugabe war mit drin!
Ich bin mir ganz sicher, dass wir von dieser Band noch in Zukunft einiges hören werden, denn so eine Formation sieht man in dieser heutigen kurzlebigen Zeit eher selten! Alle Daumen hoch! (Interview folgt in KĂŒrze)
So, nun stieg die Spannung im Piano merklich an. Alle, vor allen Dingen aber die weiblichen Fans, warteten nun auf das Erscheinen von ERIC SARDINAS, der gegen 21 Uhr unter frenetischem Jubel mit seiner Band die BĂŒhne betrat. Was in den nĂ€chsten zwei Stunden hier zelebriert wurde, war eine Sternstunde des “harten” Blues. Eric, total in Form, spulte hier mit seiner erstklassigen Band,
Levell Price am Bass und
Patrick Caccia am Schlagzeug, ein Programm der Superlative ab. Das Publikum fraĂ ihm aus den HĂ€nden, wenn er ohne Mikro sang und nur mit seiner Dobro allein spielte. Er war stets in Bewegung, stachelte das Publikum immer wieder an, obwohl er es gar nicht brauchte.
Alle Schaffensepochen seiner Karriere wurden berĂŒcksichtigt, mal war es soft, mal war es bluesig, mal bluesig, mal soft, ein wenig hart. Ich will hiermit andeuten, dass mir nicht alles gefallen hat, denn ich kenne Eric ein wenig anders. Ich durfte ihn zwei mal als Support seines Freundes STEVE VAI live erleben und da klang er weitaus heavier als heute. Auch das Konzert in der Bochumer Matrix ist mir noch in guter Erinnerung geblieben, wo er ebenfals das ganze Konzert relativ musikalisch hart anging.
Aber ich denke, Eric ist musikalisch erwachsener geworden, denn als ich ihn das letzte Mal im FZW im Jahre 2007 in Dortmund sah, war das Konzert auch schon eher verhaltener. Die weiblichen Fans im Publikum waren jedoch an diesem Abend entzĂŒckt von seiner tollen Ausstrahlung, doch leider warteten sie vergebens darauf, dass er sein Hemd auf der BĂŒhne auszog, um seinen perfekten Body zu zeigen. Ebenfalls zĂŒndete er heute Abend seine Dobro nicht an und auch der Gang durchs Publikum fehlte ebenso, wie die Bierflasche als Bottleneck-Ersatz. Es war also Musik pur, die hier heute Abend zelebriert wurde. Seine beiden Mitstreiter zeigten ihr Können in Form eines Bass- und Schlagzeugsolos, das von den Fans mit frenetischem Applaus honoriert wurde.
Alles in allem war es ein toller abgerundeter Abend. Mit einer erstklassigen Supportband, quasi die Zukunft von morgen und einem perfekt spielendem Headliner, machte es einem deutlich, dass heute Abend keine Musik von der Stange gespielt wurde, sondern hier, wenn auch wenig zu lang, handwerkliches Können mit viel Seele vorgetragen wurde.
NatĂŒrlich erschien Eric mit seiner Band wie immer nach dem Konzert auĂerhalb des Backstagebereichs, um sich mit den Fans zu unterhalten und sich fotografisch mit ihnen ablichten zu lassen. Ein Beweis fĂŒr seine groĂe FannĂ€he. Ein Star zum Anfassen! WĂŒnschen wir uns noch mehr von ihnen!
Gerne wieder!
Uli
BLIND GUARDIAN DĂSSELDORF REVIEW
BLIND GUARDIAN DĂŒsseldorf Phillipshalle 09.10.2010
Endlich wieder die WĂ€chter live sehen! Seit Tagen freue ich mich schon endlos wieder die Lauscher durchgeblasen zu bekommen und gebe mir seit Tagen nur noch die volle GUARDIAN-Bedienung im CD-Player meines Autos. Acht Jahre ist es her, seitdem ich sie das letzte Mal gesehen habe und mittlerweile ist einiges passiert; die umstrittene âA Twist In The Mythâ ist drauĂen und das neue Killeralbum haben sie auch im GepĂ€ck. Mein letztes Konzert hatte ich in traumhafter Erinnerung, ob es dieses Mal auch so wird? Schnell die Freundin ins Auto gescheucht, ab auf die Autobahn und nach 1,5 Stunden in die Warteschlange vor der Halle. Nach einiger Wartezeit hat man es endlich ins Foyer geschafft und deckt sich rasch mit einem Longsleeve, Brezeln und GetrĂ€nken ein, bevor es auf den Sitzplatz geht (Konzert vom Sitzplatz aus, eine völlig neue Erfahrung fĂŒr mich).
Licht aus, Spot an fĂŒr STEELWING. Die Schweden rocken sich durch ihr klassisches Metal Set, als wenn es kein Morgen gĂ€be. Der SĂ€nger post in bester Bruce Dickinson-Manier, die Gitarren schwenken eifrig von links nach rechts und auch das obligatorische Power Metal-Gequietsche wird zelebriert. Sehr viel Anklang finden die Newcomer leider nicht, denn viel zu oft nervt das Gequieke des SĂ€ngers und man ertrĂ€gt geduldig und tolerant den Gig. Zwischendurch gibtÂŽs einige BeifallsausbrĂŒche, weil STEELWING sich MĂŒhe geben und eigentlich auch recht sympathisch rĂŒberkommen, aber musikalisch leider nicht zu zĂŒnden vermögen.
Kurze Pause, einen Klogang spĂ€ter und VAN CANTO entern die BĂŒhne; es wird sofort Gas gegeben und abgesehen vom Schlagzeug wird alles a cappella erledigt; Bass- und Gitarrenlinien, Keyboardsounds und sogar Gitarrensoli werden von VAN CANTO ordentlich mit ihren Stimmen dargeboten, was schon eine unglaubliche Leistung ist. Dabei werden u.a. GRAVE DIGGER, METALLICA und IRON MAIDEN zelebriert, was die Stimmung in der Halle stellenweise schon zum Kochen bringt. Bei den Alben wĂŒrde ich zwar lieber auf die Originalbands zurĂŒckgreifen, aber als Einheizer fĂŒr die Hauptband sind VAN CANTO definitiv die AbrĂ€umer des Abends (Enforcer hatten abgesagt).
Danach folgt der Hauptgang: das Intro von âSacredâ lĂ€utet ein, was noch kommen wird, und dann kracht der gleichnamige Opener durch die Boxen. Laut, bombastisch, melodisch, dynamisch, göttlich! Eine siebenminĂŒtige GĂ€nsehaut, staunende Gesichter und jubelnde Fans sind das Ergebnis. Nach einer kleinen Ansage, in denen BLIND GUARDIAN sich eher als heimkehrende VĂ€ter statt Söhne fĂŒhlen (ja, auch groĂe Metalbands werden mal alt), platzt mit âWelcome To Dyingâ auch der letzte Knoten und die Philippshalle kocht. Im Laufe des Sets greifen die blinden Gardinen auch auf Computeranimationen zurĂŒck, die manchmal deplaziert (schon fast kitschig), aber meistens gut und stellenweise zum Niederknien rĂŒberkommen. Dabei scheuen sie sich nicht das aktuelle Album mĂŒhelos in ihr bereits aus Hits bestehendes Set mit einzustreuen. AlbenmĂ€Ăig wird sich hier auf âTales From The Twilight Worldâ, âImaginations From The Other Sideâ, âNightfall In Middle-Earthâ und natĂŒrlich auf das neue Album konzentriert, auch wenn Klassiker wie âValhallaâ natĂŒrlich nicht fehlen dĂŒrfen. Nachdem das Publikum sich mit mindestens vier SprechgesĂ€ngen von âValhallaâ warm gesungen hat, wird u.a. mit âNightfallâ, âBright Eyesâ, âBorn In A Mourning Hallâ und âLost In The Twilight Hallâ ordentlich zur Kasse gebeten.
Hansi KĂŒrsch hat das Publikum stets im Griff und die Chemie zwischen Band und Fans ist einfach nur ganz groĂes Entertainment (schlieĂlich haben BLIND GUARDIAN hier immer ihr Heimspiel gefeiert). Die RĂŒbe wird abgeschraubt zu âA Voice In The Darkâ, die Feuerzeuge geschwenkt zu âA Past And Future Secretâ und gestaunt beim âWhen Time Stands Still…â. Viel zu frĂŒh wird das Ende der Show angekĂŒndigt und natĂŒrlich springen die WĂ€chter nach dreiminĂŒtiger Pause wieder auf die BĂŒhne, um noch vier Zugaben in die Menge zu feuern. Der âBardÂŽs songâ wird natĂŒrlich komplett vom Publikum durchgesungen (und sogar von der Band aufgenommen) und als groĂes Finale wird âWheel Of Timeâ mit einer atemberaubenden Computeranimation im Hintergrund dargeboten. Saugeile Stimmung, göttliche Songauswahl, gemĂŒtliches und doch ergreifendes Konzert vom Sitzplatz aus und starke Verwunderung, wie schnell doch zwei Stunden vergehen können.
Fazit: BLIND GUARDIAN sind erwachsen geworden; das lĂ€sst sich sowohl an der Songauswahl, als auch anhand der BĂŒhnenshow feststellen. Mittlerweile sind die WĂ€chter zu einer professionellen Truppe geworden, die sowohl junge als auch alt eingesessene Metaller glĂŒcklich machen können. Man hat nicht gelebt, wenn man noch nie auf einem BLIND GUARDIAN Konzert war, es ist immer wieder ein atemberaubendes und göttliches Erlebnis. Alle Daumen steil nach oben!!!
Sebastian GroĂ
HELL ON EARTH TOUR 2010 REVIEW
Seit 17. September ist die âHell on Earth Tour 2010â nun unterwegs durch Europa und das mit einem richtig teuflischen GepĂ€ck: TERROR, EVERY TIME I DIE, ALL SHALL PERISH, THE ACACIA STRAIN, DOWN TO NOTHING, THICK AS BLOOD, VERA CRUZ heiĂt das Line-Up, das auch am 9. Oktober Unmengen an Menschen in den Stattbahnhof Schweinfurt lockte.
Ich schaffte es wegen eines anderen Termins natĂŒrlich mal wieder nicht pĂŒnktlich und verpasste deshalb die ersten vier Bands VERA CRUZ, THICK AS BLOOD, DOWN TO NOTHING und THE ACACIA STRAIN â echt Ă€rgerlich! Aber wenigstens erstere werde ich bei der âPersistence Tourâ im Dezember noch erleben könnenâŠ
Los gingâs fĂŒr mich daher mit ALL SHALL PERISH und die hatten es in sich. âEddieâ Hermidas Gesicht konnte man hinter seiner LockenmĂ€hne zwar nur erahnen, nicht jedoch seine mehr als druckvolle Stimme. Was fĂŒr eine Gewalt! Gewaltig war auch der Sound, der mir fast das Trommelfell durchpustete â da hatte es der liebe Mischer fast ein bisschen zu gut gemeint. Am meisten begeisterte mich Bassist Mike Tiner, der wirklich alles aus seinem Sechssaiter holte. Alles in allem ein rundum gelungener Auftritt, was auch unschwer an den Reaktionen des Publikums zu erkennen war. Deathcore par excellence!
Nach einer kurzen Pause standen EVERY TIME I DIE auf der BĂŒhne, deren SĂ€nger vor allem die MĂ€dels im Saal begeisterte. Vor lauter Gekreische war teilweise fast die Band nicht mehr zu hören, nun ja⊠FĂŒr mich machte die Band leider nur den Anschein eines billigen A DAY TO REMEMBER-Abklatsches â sorry Jungs! Nichtsdestotrotz war das Publikum begeistert und das ist schlieĂlich die Hauptsache!
Dann kam mit TERROR auch schon der Hauptact des Abends und ich könnte mich jetzt noch schwarz Ă€rgern, dass ich zum Fotografieren und nicht zum Feiern im Stattbahnhof war. Ich war mittlerweile auf echt vielen Konzerten und ich kann guten Gewissens sagen, dass ich selten â oder ich wage fast zu behaupten nie â eine so geile Stimmung im Publikum erlebt habe! Wahnsinn! Was aus Fotografen-Sicht etwas nervig war, waren die vielen Stagediver â irgendwann möchte man ja auch mal ein Bandmitglied aufs Bild bekommen â, welche die Band allerdings total cool aufnahm: Wer auf die BĂŒhne sprang, bekam eine Umarmung von Scott Vogel oder durfte kurz ins Mikro singen!
Und jetzt natĂŒrlich das Wichtigste: Trotz des Chaos kam auch die Musik nicht zu kurz und neben den Klassikern kamen auch die Songs des neuen Albums âKeepers Of The Faithâ richtig gut an. Nicht mehr zu toppen war die Stimmung bei âAlways The Hard Wayâ, aber das hatte auch keiner anders erwartet. Daumen hoch an TERROR und an das geile Publikum â dieser Abend war Spitzenklasse!!!
Wer die Tour noch erleben will, hat noch dreimal die Möglichkeit:
14.10. Prag â Abaton
15.10. Leipzig â Conne Island
16.10. Berlin â SO 36
Anna
WAY OF DARKNESS 2010 REVIEW
âWay of Darknessâ â der Festivaltitel passte in diesem Jahr nicht nur zur Auswahl der Bands, sondern auch zum Wetter. Erst am Sonntag, als alle wieder abreisten, zeigte sich die Sonne. Davor war es von Anfang an dĂŒster, kalt und nass.
Nichtsdestotrotz konnten die Veranstalter mal wieder ein super Festival auf die Beine stellen, bei dem mehr als nur ein paar echte Leckerbissen an Land gezogen werden konnten. Beispielsweise POSSESSED, die ihre einzige Europa-Show in diesem Jahr auf dem W.O.D. spielten.
Der Beginn des Festivals jedoch, Freitagmittag um 11.35 Uhr, war denkbar ungĂŒnstig gewĂ€hlt. Da die meisten Festivalbesucher gewöhnlich entweder zur Schule oder zur Arbeit gehen, war das FestivalgelĂ€nde demnach zu Beginn noch gĂ€hnend leer.
Nicht mal ich als faule Studentin konnte pĂŒnktlich kommen und so war ich auch erst um 14.30 Uhr auf dem GelĂ€nde â gerade rechtzeitig, um noch die letzten Minuten des Auftrittes der Comedy-Grinder von ULTRAWURSCHT zu sehen. Der Sound â oh Wunder! â war um Welten besser als im Jahr zuvor. Das Outfit des SĂ€ngers âDr. Mett Wurschtâ â es sah nach einem schicken Schiesser-Feinripp-Herren-Unterhöschen aus â hĂ€tte hingegen doch eher nicht sein mĂŒssenâŠ
Danach kam mit RAWSIDE ein kleiner Stilbruch des sonst eher im Death-/Grindcore-Bereich angesiedelten Festivals. Die Hardcorepunk-Legende hatte ihr neues Album âWiderstandâ im GepĂ€ck und konnte dieses sehr gut prĂ€sentieren. Einzig die Sache mit dem Sound muss ich an dieser Stelle wieder zurĂŒcknehmen â der war hier nĂ€mlich eher blechern⊠Highlight des halbstĂŒndigen Auftritts war der âGastauftrittâ des Sohnes von SĂ€nger Henne, der zwar kaum hinter dem Drumset hervorschauen konnte, aber trommelte wie ein GroĂer!
POPPY SEED GRINDER verpasste ich leider. Man trifft einfach immer zu viele Leute auf Festivals â gerade, wenn sie in der Heimat stattfindenâŠ
Zu MILKING THE GOATMACHINE wollte ich jedoch wieder vor der BĂŒhne stehen. Machte ich auch und zwar ziemlich lange! Als nach einer halben Stunde Wartezeit, in der rein gar nichts auf der BĂŒhne passierte, schlieĂlich mal einer von uns Fotografen nachfragte, wurde uns gesagt, dass die Band noch im Stau stĂŒnde und nicht spielen könne. Nun ja, das hĂ€tte man vielleicht auch mal eher sagen können! Vor allem, weil sich deren Fans alle richtig ins Zeug gelegt hattenâŠ
Doch das Warten lohnte sich dennoch, denn als NĂ€chstes standen FINAL BREATH auf der BĂŒhne und konnten mich vollends fĂŒr sich gewinnen. Nicht nur musikalisch war die Band absolut mein Fall, auch SĂ€nger JĂŒrgen âEumelâ Aumann begeisterte mich durch seine natĂŒrliche und charismatische Art. Erst seit einem knappen Jahr sind FINAL BREATH nach einer zweijĂ€hrigen Pause wieder gemeinsam unterwegs und das merkt man ihnen an â und zwar im positiven Sinn! Jedes Bandmitglied sprĂŒhte nur so vor Energie. Da hatte sich zwei Jahre lang etwas aufgestaut, was jetzt raus musste und auch raus kam. Mein persönliches Festival-Highlight!
Nach einer â diesmal zum GlĂŒck kurzen â Umbaupause waren SADISTIC INTENT aus den Staaten an der Reihe. Die Band beeindruckte mich persönlich zwar eher durch ihre leder- und nietenĂŒberladenen Outfits als durch ihre Musik, aber das ging wohl nur mir so, denn die Band kam beim Publikum mit ihrem Black/Death Metal durchaus gut an.
Die nĂ€chsten drei Bands AT WAR, DESASTER und EVILDEAD musste ich aufgrund eines privaten Termins leider sausen lassen und konnte deshalb erst wieder zu PESTILENCE da sein. Und das lohnte sich! Die Band wurde schon Mitte der 80er in Holland gegrĂŒndet, doch nach dem fĂŒnften Album âMind Reflectionsâ war es 15 Jahre still um sie â bis sie 2009 mit âRessurection Macabreâ ganz nach dem Albumtitel auferstanden. Dass man hier erfahrene Musiker vor sich hat, hört und sieht man sofort. Die ausgewogene Mischung aus einem soliden GrundgerĂŒst der Songs und technischen Spielereien ĂŒberzeugte nicht nur mich, sondern auch den Rest des Publikums. Ein verdienter Co-Headliner!
Kurz vor eins durften schlieĂlich KATAKLYSM auf die BĂŒhne. Knapp eineinhalb Stunden spielten sie ihre Klassiker und Songs ihres neuen Albums âHeavenâs Venomâ, das von sĂ€mtlichen Magazinen bereits in den Himmel gelobt wurde (unser Review findet ihr hier). Aus ebenjenem Review klaue ich mir auch gleich mal ein Zitat â sorry, Dirk! â, welches lautet: âDie in so gut wie jedem Song eingestreuten Nackenbrecher-Passagen werden live unter Garantie ein Knallerâ. Und dieses Zitat kann ich mit einem ganz klaren âJa!â bestĂ€tigen! Wer die Chance hat, sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, eines der nĂ€chsten Konzerte von KATAKLYSM zu besuchen. Es lohnt sich richtig!!!
Nach diesem wunderbaren Abschluss war dann auch schon der erste Festivaltag zu Ende â zumindest fĂŒr die anderen Besucher. FĂŒr mich war das W.O.D. leider schon komplett vorbei, da das âtolleâ Wetter mir eine richtig fiese ErkĂ€ltung bescherte â na super! Deshalb kann ich nur fĂŒr alle anderen hoffen, dass der zweite Tag nochmal so gut war, und mich darĂŒber Ă€rgern, dass ich UNLEASHED, POSSESSED und viele andere geile Bands diesmal leider verpasst habe.
Anna
STEEL MEETS STEEL FESTIVAL 2010
In Castrop- Rauxel fand am 14.08.2010 das âSteel meets Steelâ Festival statt. UrsprĂŒnglich wurde dieses Festival von Hardy Kölzer (THE CLAYMORE) und Kai Overkamp (AGAMENDON) im Jahr 2001 aus der Taufe gehoben. Die Idee war simpel und doch originell: lokale Bands zusammen mit bekannteren Bands (unter besucherfreundlichen Bedingungen) auf eine BĂŒhne zu holen. Das Ergebnis konnte sich dieses Jahr sehr gut sehen lassen:
Kostenloser Eintritt, fĂŒnf angekĂŒndigte Bands und humane Bierpreise in einer gemĂŒtlichen AtmosphĂ€re lockten zahlreiche Besucher an und sollten eine gute Alternative zu Mammutfestivals sein. Als Opener gaben sich METALETY die Ehre; ihr Mix aus Ruhrpott-Thrash und klassischem Metal kam beim Publikum sehr gut an und sorgte auch recht schnell fĂŒr erste Propellerbangs. METALETY fanden sehr schnell den Draht zum Publikum, was nicht zuletzt am Animationstalent des SĂ€ngers lag. Dabei wurden Songs ihres Erstlings âMarch To Hellâ prĂ€sentiert, was vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. âCanÂŽt resistâ, âFearâ oder âOperation Meltdownâ fanden schnell Gehör und der Abschluss âMarch to Hellâ veranlasste einige Leute aus dem Publikum die BĂŒhne zu stĂŒrmen und den Refrain lauthals on Stage zu zelebrieren. Cooler Gig, geile Show und gelungener Opener!
Nicht ganz so leicht hatten es die RumĂ€nen von INTERITUS DEI; ohne Ansage oder gröĂere Intros legten sie auch gleich los und versetzten das Publikum in Staunen. Klassicher Metal im Gothic Gewand, gepaart mit Growl Vocals und progressiven Einlagen war fĂŒr die Zuschauer anfangs recht schwer zu verdauen, doch im Laufe des Gigs steigerten sich die Jungs, so dass man von einer gelungenen Show sprechen konnte. Obwohl INTERITUS DEI bereits Touren mit PARADISE LOST absolviert haben, fehlte hier leider fĂŒr den GroĂteil des Publikums der letzte Schliff, mit denen sie Zugang gefunden hĂ€tten. An MĂŒhe hat es jedoch nicht gemangelt; der hĂŒnenhafte Gitarrist poste sich durch den kompletten Gig, der SĂ€nger verlieh mit seinen theatralischen GebĂ€rden den Texten Nachdruck und der Bassist growlte sich ebenfalls durch das komplette Gothic-Inventar.
Einige Bierchen und eine Umbaupause spĂ€ter (in der Zwischenzeit hatten wir das GlĂŒck, die komplette Band INTERITUS DEI persönlich kennen zu lernen und ein wenig ĂŒber Festivals, internationalen Frauengeschmack und diverse Banderfahrungen zu plaudern), betraten THE CLAYMORE die BĂŒhne und begannen ihre 10. Bandgeburtstagsparty mit dem Cover von IRON MAIDENÂŽs âBe Quick Or Be Deadâ. Soweit, so gut, das Publikum war begeistert und so feuerte man auch weiter aus allen Rohren den Powermetalsound heraus. Gegen Mitte des Gigs schienen sie leider ihre Munition verschossen zu haben; Stimmung war da, aber doch recht verhalten und eher gemĂŒtlich, was sowohl an der leicht nervenden AttitĂŒde des SĂ€ngers (der mit aller Kraft so wie Bruce Dickinson klingen wollte) oder auch an dem mittlerweile nicht unbeachtlich gestiegenem Alkoholpegel der Menge liegen konnte. Im GroĂen und Ganzen ein zufrieden stellender Gig und ein netter 10. Bandgeburtstag.
Mittlerweile hatten wir mit allen Bandmitgliedern von INTERITUS DEI gesprochen (und natĂŒrlich auch angestoĂen), als uns der Gitarrist eröffnete, dass die Hauptband NEGURA BUNGET heute wohl nicht kommen wĂŒrde. Aus SpargrĂŒnden hĂ€tten sich die RumĂ€nen fĂŒr eine Reise mit dem Auto nach Deutschland entschieden, wĂŒrden jetzt aber in Ungarn festsitzen, weil der Wagen den Geist aufgegeben hĂ€tte. Da wir ihm nicht glauben wollten, wetteten wir mit dem Gitarristen: falls NEGURA BUNGET doch kommen wĂŒrden, wĂŒrde er allen Anwesenden einen Gratis Strip auf der BĂŒhne prĂ€sentieren. Falls nicht, wĂŒrde er ein Bier von uns bekommen. Ein wenig traurig und gespannt sahen wir dem Auftritt der nĂ€chsten Band entgegen.
Nach einem Intro der FRAGGLES stampfte der SĂ€nger auf die BĂŒhne und grunzte sofort die Bestellung raus; er will Haare fliegen sehen und er bekommt seinen Moshpit. Infernalisches Gegrunze und fleiĂiges GeknĂŒppel par excellence animierten die Besucher fleiĂig zum mitbrĂŒllen und abtanzen. Die gute Laune beim Auftritt war der Band anzusehen, und so lieĂ man munter die Death Metal Keule kreisen und gönnte sich sogar eine Coverversion von SEPULTURAÂŽs âTerritoryâ. Die gute Laune der Band war auch darin begrĂŒndet, dass sie eine lĂ€ngere Spielzeit bekommen hatten, weil NEGURA BUNGET es tatsĂ€chlich nicht mehr zum Auftritt schafften. Es blieben nach dem Gig entspannte Leute, zufriedene Gesichter und wenig Bierwertmarken zurĂŒck.
Fazit: Ein gelungenes Festival mit gutem Wetter und extrem besucherfreundlicher AtmosphĂ€re! Eine sehr gute Alternative zu gröĂeren Festivals (schon fast eher mit einem Gartenfest mit geiler Musik und netten Leuten vergleichbar) und Leistung fĂŒr lau! Kein Eintritt, 4 Bands und humane Bierpreise lassen das STEEL MEETS STEEL Festival in guter Erinnerung bleiben. Einzige EnttĂ€uschung: NEGURA BUNGET, die es nicht zum Festival geschafft haben (und mit denen wir ein Interview fĂŒhren wollten) und das rĂ€udige Grinsen des Gitarristen von INTERITUS DEI, als ich ihm dann sein Bier ausgegeben habe.
Chris & Sebastian G.
DONG OPEN AIR 2010 REVIEW
âGUDDDEEEEEE LAUUNĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂ!â Ja, ich weiss – ihr könnt es nicht mehr hören – (dem Rezensenten ging es nach der gefĂŒhlten, ĂŒber den Berg gebrĂŒllten 6987569. Wiederholung auch auf den Senkel) aber was auf anderen Festivlackern âSLAYEEEEERâ oder âHELGAAAAAAâ ist, ist auf dem Dong Berg eben âGUDDDEEEEEE LAUUNĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂ!â
Und fĂŒr gute Laune sorgte im 10. Jahr des Bestehens das hochkarĂ€tige JubilĂ€ums-Line-Up. Am Start waren unter anderem die Headliner der ersten drei Festivals, BLOOD RED ANGEL, ADORNED BROOD und SKYCLAD; ebenfalls den Berg hinauf gerollt waren DARK TRANQUILLITY, DIE APOKALYPTISCHEN REITER und die Bands der Organisatoren von 2003 und 2004, FOLKEDUDL und CHAINHEART. Das im Vorfeld angesagte Unwetter machte auch in diesem Jahr einen groĂen Bogen um die Halde Norddeutschland â die fĂŒr das Wetter zustĂ€ndige Gottheit kann eigentlich nur Metaller sein! â, stattdessen gab es kuschelige 28 Grad und eine leichte Brise. Beste Vorzeichen also fĂŒr eine geschmeidige Abfahrt.
PĂŒnktlich um 12 Uhr erfolgte dann der Startschuss mit FOLKEDUDL und CHAINHEART. In den folgenden 60 Minuten gab es schmissigen Folkmetal mit Saxophon und so wurde der Acker bestellt fĂŒr den Doppelauftritt der Thrash-GroĂmeister von GUERRILLA und deren Nachfolgeprojekt ALL WE HATE. GUERRILLA prĂ€sentierten sich mit etwas verĂ€ndertem Line Up – ALL WE HATE-Basser Ămer quĂ€lte statt seines Basses die StimmbĂ€nder, was er auĂerordentlich souverĂ€n meisterte â klasse Auftritt!
Als NĂ€chstes gab es Besuch aus der Horst-SchlĂ€mmer-Stadt Grevenbroich â ADORNED BROOD sorgten mit ihrem Viking-Metal fĂŒr Stimmung â und da man genauso wie Herr SchlĂ€mmer nicht zum Lachen in den Keller geht, gab es als Zugabe den unvermeidlichen BOTS-Klassiker âSieben Tage langâ.
Um Punkt 16Uhr ĂŒberrollte eine wahre âWall of Soundâ das nun gut gefĂŒllte Zelt. Niemand anderes als die extra fĂŒr diesen Gig reformierten Deather HATE FACTOR waren dafĂŒr verantwortlich.
Weiter ging es mit MOTORJESUS, die ganz klar die Gewinner des ersten Festivaltages waren. Kein Wunder, wenn man Songs wie âDistortion Sleepâ oder âThe Howlingâ in der Hinterhand hat. SĂ€nger Chris Birx ist der Schweinsteiger des harten Rocks â jede noch so kleine Vorlage wurde von ihm verwertet und an seine Sidekicks weitergegeben, die mit erstklassigem Stageacting abschlossen. Grossartig!
Die folgenden BLOOD RED ANGEL um ex-MOTORJESUS Drummer und SoundtĂŒftler Klaus konnten das Energielevel dann allerdings nicht ganz halten, boten aber einen mitreiĂenden Gig und feuerten zum Abschluss das SACRED REICH Cover âIndependentâ in die Menge.
Charles Manson und die Flodders kamen dem Rezensenten beim Anblick des SÀngers der EXCREMENTORY GRINDFUCKERS ganz spontan in den Sinn. Badelatschen und Gepardenganzkörperkondom sieht man nun mal eher selten bei Grind/Death-Bands. Genauso lustig wie das Outfit war dann auch der im Schlager/Fun/Pop-Grind der Herren, die gerne mit ihrer Black Metal Satire NEBELMACHT das Dong 2011 aufsuchen können.
Eine Band ohne Gitarren auf einem Metal-Festival? Funktioniert das? Offensichtlich ja, wenn man sich die Publikumsreaktionen bei Krachern wie âRebellionâ, âThe Bardâs Songâ oder NIGHTWHISHS âWhishmasterâ ansah. Klaro â VAN CANTO. Bravissimo.
Die Nordlichter von DARK AGE gaben sich im Anschluss die Ehre â es gab also wieder Stromgitarren und das nicht zu knapp. Mit ihrem dĂŒster angehauchten melodischen Todesblei trafen âHamburgs Finestâ mit Songs wie âOutside tue Insideâ und âZeroâ den Geschmack des gut gefĂŒllten Zeltes.
DrauĂen wurde es zappenduster, drinnen blutrot â Vorhang auf fĂŒr ROTTING CHRIST! Die fĂŒnf Griechen prĂ€sentierten einen guten Querschnitt ihrer stilistisch wechselvollen Historie. SĂ€nger Sakis bestritt den Auftritt aufgrund eines gebrochenen Beins ĂŒbrigens im Sitzen. Daumen hoch dafĂŒr!
Den Abend beendeten dann DARK TRANQUILLITY. Im Gegensatz zu ihren sich mittlerweile im Mainstream ölenden Nachbarn frönt man anno 2010 im GroĂen und Ganzen immer noch der guten alten Göteburger Schule. Auch wenn der Auftritt nicht wirklich spektakulĂ€r war, so erwies man sich genau wie vor zwei Jahren als wĂŒrdiger Headliner.
Weiter mit âGUDDDEEEEEE LAUUNĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂĂ!â ging es dann am zweiten Tag. FĂŒrs Wecken waren die kleinen BrĂŒder von MOTĂRHEAD namens GUN BARREL zustĂ€ndig. FĂŒr alle, die sich schon um 12 Uhr aus ihren PenntĂŒten gepellt hatten, gabâs saftigen Kick Ass RockÂŽn Roll zum FrĂŒhstĂŒck.
Grillen war zwar verboten auf dem Dong Berg, dafĂŒr lieferten JACK SLATER aber eine köstliche Death-Metal-Schlachtplatte. Die allseits bekannten Metzel-HĂ€ppchen Ă la âKinderfresserâ wurden wie immer mit launisch/lustigen Ansagen von Herrn Horn garniert. Das Publikum lieĂ sich auch nicht lumpen und warf mit bunten SchwimmbĂ€llen zurĂŒck.
Um einiges ernster ging es dann mit den Hagenern von INSIGNIUM weiter. Die Black Metaller kamen endlich dazu, ihren legendĂ€ren 2004er- Auftritt fortzusetzen, welcher ja bekannterweise von Sturm und Regen abrupt beendet wurde. Anno 2010 lachte allerdings die Mittagssonne ĂŒber den klirrend apokalyptischen Schwarzmetallern.
Quasiheimspiel dann fĂŒr SYNASTASIA aus Duisburg. âIn Beer we trustâ hieĂ einer der dargebotenen Songs und wer auf eine originelle Mischung aus Thrash und Power Metal steht, kann dem FĂŒnfer aus Duisburg einfach nur vertrauen. Das sah der junge, nur mit einer kurzen Hose bekleidete Herr in der ersten Reihe genauso. Der Aufforderung, eine spontane Wall of Death zu bilden, kam das Publikum allerdings nicht nach. Faules Pack!
ORPHAN HATE hingegen entgingen dem Rezensenten aus GrĂŒnden, die hier nicht genannt werden können. Festivals bestehen nun mal nicht nur aus Ravioli fressen und Bier trinken. Der Auftritt der Brachial-Thrasher soll allerdings ebenso fulminant ausgefallen sein wie 2009.
Die folgenden RAINTIME aus Bella Italia hatten progressiven Powermetal im GepĂ€ck, wobei das einzige, was hier tropfte der SchweiĂ der Protagonisten war. UmhĂ€ngekeyboards sind spĂ€testens seit Dieter Bohlen ein absolutes No-Go â hier ging es aber durchaus in Ordnung, zumal man Jacksonâs âBeat Itâ auf den Plastiktasten intonierte.
Weiterer Besuch aus dem Stiefelstaat kam mit ELVENKING. Der Frontmann der Band geht nicht wirklich als Riese durch, bestach aber durch unglaubliches Charisma. Zu Hören gab es eine etwas skurrile Mischung aus der alten eher folkigen Vergangenheit und neueren Songs, welche direkter und dĂŒsterer klingen. Höhepunkt war ganz klar das SKYCLAD-Cover âCivil war Danceâ mit Georgina Biddle an der Violine.
Synapsenpogo war nun angesagt. Verdrehter und verzwirbelter Prog-Sound aus Andorra von PERSEFONE â nicht immer nachvollziehbar, aber mitreiĂend dargeboten. Daumen hoch!
DEBAUCHERY-Shouter Thomas war ja in den vergangenen Wochen mehr in den Medien prĂ€sent als auf Konzertbodenbrettern â doch das sollte jetzt anders werden. Die deutsche Antwort auf SIX FEET UNDER trat zwar zum Trio geschrumpft vor die Dong-Crowd, trotz alledem sparte man weder an Kunstblut noch an Durchschlagskraft. Es gab âBlood for the Blood Godâ und einen Weltrekordversuch im Bass-möglichst-tief-ĂŒber-dem-Boden-spielen.
Heavy Metal ist ja manchmal irgendwie wie Karneval. Zwischen Piraten, Wikingern und Ă€hnlichem Volk fallen dann Musiker in bunten SuperheldenkostĂŒmen mit He-man Brustpanzern auch nicht weiter auf. Ob die mĂ€chtigen GRAILKNIGHTS im Verlauf ihres umjubelten Gigs den Gral endlich fanden, entzieht sich meiner Kenntnis â sicher ist aber, dass die Hannoveraner auch anno 2010 fĂŒr gute Laune auf dem Berg sorgten.
Ein absolutes Old-School Best-Of-Programm brachten SKYCLAD auf die Dong-BĂŒhne. Auch im 20. Jahr ihres Bestens machten sich nicht die geringsten ErmĂŒdungserscheinungen bei den sympathischen Briten bemerkbar. Kevin Ridley fĂŒllt mittlerweile die ĂŒbergroĂen FuĂstapfen seines VorgĂ€ngers locker aus. GĂ€nsehautmomente en masse gab es mit den Granaten âEmeraldâ, âThinking Allowedâ und âWiddershing Jigâ. In dieser Form dĂŒrfen uns SKYCLAD noch lange erhalten bleiben.
Langsam aber sicher ging das diesjĂ€hrige D.O.A. dem Ende entgegen⊠Fehlten eigentlich nur noch die APOKALYPTISCHEN REITER, deren Auftritt sich aufgrund eines medizinischen Notfalls im Backstage Bereich erheblich verzögerte. Wie gewohnt gab es einen ekstatischen Auftritt von den Mannen um SĂ€nger Fuchs â unterstĂŒtzt durch seltsame BĂŒhnenaufbauten in Form einer Keyboardschaukel, auf der sich Tastenmann Dr. Pest austobte. Wer sonst noch toben konnte, wurde mit den ĂŒblichen Klassikern wie âRiders on the Stormâ oder âMetal will never Dieâ dazu animiert.
Grand Finale also fĂŒr ein groĂartiges Festival mit leistungsbereiten Fans, humanen Bierpreisen und einfach genialer AtmosphĂ€re.
Auf die nÀchsten 10 Jahre! Cheers!
Sebastian Freitag
FOREIGNER ZECHE BOCHUM
FOREIGNER Zeche Bochum 28.7. FOREIGNER ist eine Band, die aus der Musikgeschichte gar nicht weg zu denken ist. UnzĂ€hlige Hits wie `Urgent, `Jukebox Heroe` oder der Ăberhit `I Want To Know What Love Is` schrieben Musikgeschichte. Und somit hatte ich nun jetzt endlich die Gelegenheit, die Band auf ihrer “Can’t Slow Down Tour” in der fast ausverkauften Bochumer Zeche live erleben zu dĂŒrfen. Das Konzert sollte eigentlich im Bochumer Ruhr Congress stattfinden, wurde aber aus logistischen GrĂŒnden verlegt.
Das Konzert fand, wenn ich mal so sagen darf, âGott sei Dankâ ohne Supportband statt, denn die Temperaturen in der Zeche waren von Anfang an Saunatemperaturen, die aber noch wĂ€hrend des Gigs enorm anstiegen. Langer Rede, kurzer Sinn, ab zum Konzert.
Kurz nach 20.30 Uhr betraten dann FOREIGNER unter frenetischem Jubel, lang erwartet, die BĂŒhne, um mit `Double Vision` kraftvoll zu starten. Auf der BĂŒhne war mĂ€chtig viel los. Allen voran der smarte Frontmann Kelly Hanson, der hier die Frauenherzen im Publikum höher schlugen lieĂ, ein richtiger Eyecatcher, stĂ€ndig in Bewegung, immer wieder das Publikum anstachelnd. Dann natĂŒrlich der Ruhepol der Band, Chef des Ganzen: Mick Jones an der Gitarre/Keyboard, dem man seine 66 Jahre absolut nicht ansehen kann, immer noch Garant fĂŒr gute Gitarrensoli. Am Bass fungierte ein alter Bekannter, Jeff Pilson, ehemaliger Bassist der legendĂ€ren Poser-Truppe DOKKEN, wirkte auf der BĂŒhne agil wie eh und je. Thom Gimbel, langjĂ€hriges Mitglied der Band an der Gitarre, brillierte zwischendurch am Saxophon bei ÂŽUrgentÂŽ, wĂ€hrend er bei ÂŽStarrider` die Querflöte blies. Der Rest der Band, Keyboarder Michael Bluestein und Neuzugang Jason Sutter am Schlagzeug, rundeten das Ganze ab.
Was hier heute Abend auf der BĂŒhne zelebriert wurde, war eine ganz ganz groĂe Liga. Hard-Rock vom Allerfeinsten! Hier stimmte alles, die Setlist (obwohl ich gern ein paar neuere Songs gehört hĂ€tte), der mehrstimmige Gesang, ein Top-Sound, ein absolut gutes Licht (gut fĂŒr die Fotografenfront), die BĂŒhnenprĂ€senz: Die gesamte Band hatte absolut sichtlich SpaĂ und stand mit einem Dauergrinsen auf der BĂŒhne. Und nicht zuletzt zu erwĂ€hnen, das enthusiastische Publikum, welches der Band förmlich aus der Hand fraĂ.
Einziges Manko war die recht kurze Spielzeit inklusiver Zugabe von nur neunzig Minuten. Aber wir haben sie live erleben dĂŒrfen. Frischer denn je waren sie, denn mit ihrem neuen Frontmann Kelly Hanson hat die Band um 100 % gewonnen.
Alle Daumen hoch!!!
Einen besonderen Dank gilt DMC Musikmarketing fĂŒr die Akkreditierung!
Uli



