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BURDEN OF GRIEF

Posted by admin On November - 15 - 2010

BURDEN OF GRIEF haben seit ihrer letzten Veröffentlichung im Jahre 2007 zwar Albumtechnisch nichts mehr von sich hören lassen, haben aber die Zeit mit etlichen Konzerten und Festivalauftritten optimal genutzt. Die letzten Monate hat man sich dann ins Studio begeben um am neuen Werk „Follow The Flames“ zu arbeiten. Nach dem etwas ĂŒberproduzierten VorgĂ€nger „Dead End Road“ war die Voraussetzung klar: Ein solides, kraftvolles Album. Die Band selbst steht ja schon fĂŒr starken Metal – um auch die passende Produktion garantieren zu können wurde kein geringerer als Dan Swanö ins Team geholt – er hat sich durch seine Arbeiten mit Bands wie Edge of Sanity, Dissection und Opeth einen Namen gemacht. Nun liegt ein Doppel-Album vor, wobei die Zweite CD nur aus Coversongs besteht. Man darf gespannt sein.

Legt man die Scheibe ein wird nach einem kurzen stimmungsvollen Intro gleich losgeknĂŒppelt. Feinster Melodic Death Metal schallt uns da entgegen. Die Songs erfinden das Genre zwar nicht neu, verbreiten aber trotzdem eine eigene Frische. Die Songs reissen den Hörer mit und drĂŒcken ihre Riffs und Melodien wuchtig durch. Leider ist das nur bei den ersten paar Songs der Fall. Das Album flacht zur Mitte hin etwas ab. Das soll nicht heissen dass es schlechter wird, ganz und gar nicht. „Follow the Flames“ ist ein durchgehend solides, mĂ€chtiges Metal-Album. Nur wird es leider nach dem furiosen Start etwas eintönig. Die Songs sind technisch astrein, gute Riffs, tragende Drums. Nur das gewisse Etwas fehlt halt. Egal was das gewisse Etwas ist, zum Ende hin grĂ€bt’s die Band wieder aus. Der Schluss gipfelt in einem melodischen Trash/Death Feuerwerk, dass seines Gleichen sucht. Die letzten Songs, insbesondere `Mirror of Truth`, runden das Album ab und animieren nochmal richtig zum Headbangen.

Mit der zweiten CD auf der ausschliesslich Covers zu finden sind begibt sich die Band auf den ersten Blick auf ziemlich dĂŒnnes Eis. Covers von THE DOORS, AC/DC und WHITESNAKE von BURDEN OF GRIEF? Gut, die Band hatte schon immer eine Vorliebe fĂŒr Covers, aber dann gleich eine Scheibe voll? Alle Zweifel sind völlig unberechtigt. Die Songs machen richtig Spass. Jeder einzelne wurde originell umgesetzt. Besonders `Break on Through` weiss zu begeistern. Aber auch `Hell Ain’t A Bad Place To Be` und `Fool For Your Loving` sind sehr gut gelungen.

Abschliessend kann man sagen dass BURDEN OF GRIEF mit „Follow The Flames“ ein starkes Album erschaffen haben, welches zwar zwischenzeitlich etwas hinkt, aber im Grossen und Ganzen sehr solide daherkommt. Die Songs sind toll eingespielt und die Produktion lĂ€sst keine WĂŒnsche offen.

Ein gutes Album mit kleinen SchwÀchen.

4.5/6

The AR

STAR ONE REVIEW

Posted by admin On November - 8 - 2010



ElitePartner.de

ARJEN LUCASSEN’S STAR ONE “Victims Of The Mordern Age” Space Metal Is Back! Nach achtjĂ€hriger Wartezeit gibt es endlich wieder ein Lebenszeichen vom STAR ONE Projekt des hollĂ€ndischen Masterminds Arjen Lucassen (AREYON, ex-VENGEANCE) mit seinem neuen Album “Victims Of A Modern Age”. Damals wie heute schart er eine unglaubliche illustre Sangesschar um sich, Namen die auf der Zunge zergehen: Russel Allen (SYMPHONY X), Damian Wilson (TRESHOLD), Floor Jansen (REVAMP, ex-AFTER FOREVER) und Dan Swanö (NIGHTINGALE, ex-EDGE OF SANITY). Die Begleitband besteht wieder aus dem Gitarristen Gary Weehrkamp (SHADOW GALLERY) und Lucassens langjĂ€hrigem Drummer Ed Warby (GOREFEST). Bassmann Peter Fink und Ausnahmekeyboarder Joost van den Broek begleiteten STAR ONE auf der bisher einzigen damaligen Tour.

Zum Album kann ich nur sagen, es ist anders, aber eigentlich auch nicht, es kommt wesentlich heavier rĂŒber als die AYREON-Werke, mit einem herrlich tief gestimmten Gitarrensound, ebenso wie das erste STAR ONE Werk! Als ich das Album zum ersten Mal hörte, war ich etwas enttĂ€uscht, denn ich hatte immer noch die Songs `Songs Of The Oceans` und `The Eye Of RaÂŽ, vom Debut-Album in den Ohren, aber je öfter ich mir nun dieses Album anhörte, desto mehr wurde mir klar, hier eigentlich DAS Meisterwerk von Ajren Lucassen, zu hören!!!! Und das ist wirklich nicht ĂŒbertrieben! Hier gibt es eine einzigartige Mischung aus Hardrock, Powermetal, Progmetal, mit einer Menge Pathos, von einem genialen Komponisten geschrieben.

Ich kann und will hier nicht auf jeden einzelnen Song eingehen, denn dieses Album ist ein Gesamtkunstwerk fĂŒr sich! Angefangen von der absolut geilen heavy Gitarrenarbeit, gepaart vom herrlich warmen analogen Keyboardsound, die sich Beide öfters ein packendes Duell auf der Scheibe liefern, dazu die geniale Sangesleistung der vier Vocalisten, die sich hier wirklich selbst ĂŒbertreffen! Hier stimmt alles! GefĂŒhl! HĂ€rte! Melodie! GENIALITÄT!

Arjen Lucassen hat sich mit “Victims Of The Modern Art” selbst ĂŒbertroffen und sich ein Denkmal gesetzt! STAR ONE ist nun erwachsen geworden, es erreicht die KomplexibiltĂ€t und Dichtigkeit der AYERON-Werke, kommt aber dafĂŒr wesentlich heavier rĂŒber. Leider wird es mit STAR ONE noch vorerst keine Konzerte geben, aber vielleicht besinnt sich Arjen doch, irgendwann mal mit STAR ONE wieder auf Tour zu gehen. Und das wĂŒrde der absolue Knaller werden!

Definitiv die Scheibe des Monats!!! Melodien fĂŒr die Ewigkeit!

6/6

Uli

MONSTER MAGNET

Posted by admin On Oktober - 24 - 2010



Elbenwald - Der Onlineshop fĂŒr Fantasy, Lifestyle und Gaming

Die New Jersey Rocker MONSTER MAGNET um Frontmann Dave Wyndorf veröffentlichen in diesem Monat mit „Mastermind“ ihr erstes musikalisches Lebenszeichen seit dem 2007er Release „4-Way Diablo“. Der charismatische SĂ€nger hatte den Fans schon im Vorfeld mit Aussagen wie “Mastermind ROCKS, and that’s what’s most important” angekĂŒndigt, dass eine geile Scheibe zu erwarten sei.

Der Opener `Hallucination Bomb` dröhnt schwer und zĂ€h aus den Boxen und fĂŒhrt den Hörer wie der Titel schon sagt in Stoner- mĂ€ĂŸige Gefilde. Geiles Ding. `Bored With SorceryÂŽ erinnert da schon mehr an “Monolythic Baby“ Zeiten und geht straight nach vorn. DaveÂŽs Stimme kommt wie immer stark um die Ecke, treibt den Song weiter an und Ed Mundell lĂ€sst hier wieder eines seiner typischen Solos einfließen. Textlich geht es auf der Platte zu wie in einem Fieber-Traum vom Leben im 21 Jahrhundert. Zumindest nach Wyndorf. Es gibt Zynismus, Optimismus, Satire, Sex and so on.

Mit `Dig That Hole`schaufeln uns die Jungs einen sehr sphÀrisch monotonen Haufen Rock entgegen, welcher quasi nur aus einem Riff besteht, bevor mit `GodŽs And Punks` die erste Radiosingle folgt und klarstellt, dass die Band immer noch geilen eingÀngigen Rock mit Eiern schreiben kann. Das Main-Riff und die Melodielinien der Vocals setzen sich sofort im Gehör fest und bleiben auch dort.

`The Titan Who Cried Like A Baby“ bietet ausser seinem lustigen Namen leider nichts wirklich aussergewöhnliches. Ein ruhiger atmosphĂ€rischer Song, von denen die Band schon wirklich bessere gemacht hat. Der Titeltrack beginnt recht schrĂ€g und wartet mit fettem Bass Sound auf. Das Teil groovt unglaublich vor sich hin und blĂ€st dem Hörer am Ende ein Wahnsinns Gitarren Solo um die Birne. `100 Million Miles`beginnt Ă€hnlich wie „Mastermind“ legt dann aber ordentlich los und bietet einen starken Mitgröhl-Refrain. Definitiv ein Single Favorit. Mit seinem originellen Trommelsound kommt `Perish In Fire` daher und bietet dann allerdings gewohnte MM-Kost. Mit `Time Machine` gibt es dann die erste Ballade und wirklich einen Sprung in die Vergangenheit. Man fĂŒhlt sich an „Powertrip“ erinnert und taucht tief in den Song ein.

MĂ€chtiges Stoner Riffing und Downtempo gibt’s bei anschließend bei `When The PlaneÂŽs Fall From The SkyÂŽ. Der Refrain rettet diesen Song allerdings gerade so eben vor dem “Skip” Knopf und das spĂ€ter einsetzende Soli und die interessante Gitarrenarbeit kicken nochmal ordentlich, bevor es dann bei `Ghost Story` einen Anflug von “Tex-Mex Rock” gibt. Dieser Song könnte auch gut auf den Soundtrack eines Rodriguez Films passen. Der letzte Song `All Outta Nothin` ist zwar nicht sonderlich spektakulĂ€r, schließt aber ein Gutes Album rund ab. small;”>Man kann sagen, MONSTER MAGNET hat mit „Mastermind“ ein gelungenes und interessantes Rock Album geschaffen, was alte Fans und auch zukĂŒnftige die Hörner in die Luft strecken lassen dĂŒrfte.

5/6

Tobi

Ausserdem werden MONSTER MAGNET bald auf Tour gehen. Wir berichteten!

MIRROR OF DECEPTION “A SMOULDERING FIRE”

Posted by admin On Oktober - 14 - 2010

20 Jahre Doom Metal aus Deutschland und zum Geburtstag gibt‘s ne neue Platte fĂŒr die Fans und solche, die es werden wollen. Das neue Album findet unschuldig den Weg zu meinem Player und eh ich es bemerke… ist es schon vorbei und 57 Minuten spĂ€ter auf meiner Uhr. Stark verwundert drĂŒcke ich erneut die Repeat Taste und warte ab, was auf mich zukommt…

Die Antwort ist ganz einfach: richtig geiler, liebevoll gemachter Doom Metal! WĂ€lzt sich der Opener noch die ersten Sekunden ein wenig schwerfĂ€llig durch die Boxen, so gewöhnt man sich doch sehr schnell an den Sound und die Songstrukturen erschließen sich, dank der eingĂ€ngigen Melodien, sehr schnell. Doomig, mal nachdenklich, dann sogar eine Spur rockig, so servieren uns MIRRROR OF DECEPTION ihre neue Platte und entfĂŒhren uns in ihre musikalische Welt. Die Melodien nehmen den Hörer sofort bei der Hand, fĂŒhren ihn durch groovende und rockende Parts und lassen ihn schnell in „A Smouldering Fire“ eintauchen. Über allem thront die klare Stimme, die auf Geröchel oder Gegrunze verzichtet und so auch Neulingen den Weg in die Doom Area ebnet.

Dass man hier mit viel Liebe fĂŒrs Detail gearbeitet hat, ist deutlich zu hören; glasklare Produktion, geile Melodien, Groove bis der Arzt kommt und gerade auf Langlebigkeit getrimmt glĂ€nzt das Geburtstagsgeschenk der Stuttgarter in allen Farben. Auf der limitierten Erstauflage packen die Jungs noch eine Bonus-CD mit bisher teilweise nur auf Vinyl veröffentlichtem Material als Schmankerl oben drauf.

Fazit: 20 Jahre Doom zahlen sich aus; offenherzig und eigenstĂ€ndig gibt‘s hier richtig „value for money“. Also reinhören, sich freuen und den Herbst in vollen ZĂŒgen genießen!

5 von 6 Punkten

Sebastian Groß

MAGNUS „THE ACCEPTANCE OF DEATH“

Posted by admin On Oktober - 14 - 2010

13 Jahre hat man nichts mehr von MAGNUS gehört und nun lassen die seit 1987 aktiven Extrem Metaller aus Polen mit ihrem neuen Album nicht nur die Katze aus dem Sack, sondern mehr noch den Rotz auf die Straße. Laut Infozettel blicken sie bereits auf Live-Auftritte mit GrĂ¶ĂŸen wie NAPALM DEATH, ATROCITY, GOREFEST und SAMAEL zurĂŒck und sind also keine KĂŒken mehr im Metalbusiness. Leider scheinen sie irgendwo in den 90ern stehen geblieben zu sein, denn von einer Neuerfindung des Metals kann ebenso wenig die Rede sein, wie von einer konsequenten Weiterentwicklung der Band.

Sobald man seine Augen von dem quietschend rosa Cover wieder geheilt hat, beginnt auch schon das sinnlose GetrĂŒmmer in den ersten Sekunden loszurumpeln. Chaotisch, nervig und fast schon unertrĂ€glich. Man braucht viel Willenskraft, um sich an die musikalischen ErgĂŒsse von MAGNUS zu gewöhnen, wird aber mit AnsĂ€tzen von richtig geilen Songs belohnt… vorerst. Leider bleibt es bei den AnsĂ€tzen, denn gerade im Bezug auf Langlebigkeit nervt die Platte einfach nur und ist zum großen Teil einfach nur langweilig. Produktion ist ok, Stimme Durchschnitt, Gesamtsound akzeptabel, Songwriting reicht von tolerierbar bis zum Kotzen. Jede weitere Diskussion erscheint mir ĂŒberflĂŒssig, denn jedes Wort, ebenso wie die gesamte Platte, wĂ€re Zeitverschwendung.

Fazit: Eine Platte die die Welt nicht braucht. Aber es gibt schlimmere…auch wenn mir gerade keine einfallen wollen.

2 von 6 Punkten

Sebastian Groß

CAPILLA ARDIENTE „SOLVE ET COAGULA“

Posted by admin On Oktober - 14 - 2010

Herbstliche Stimmung, lĂ€ngere Abende und langsamer Doom, so wird der Herbst eingelĂ€utet. Dabei möchten auch Chiles Newcomer von CAPILLA ARDIENTE mitwirken und klatschen eine bodenstĂ€ndige Mini-CD auf dem Markt. Hinter dem Bandnamen verbirgt sich der Teil der Kirche, der fĂŒr Beerdigungsrituale hergerichtet wird. Der Albumtitel bedeutet ĂŒbersetzt „Löse und verbinde“, das hĂ€ufig in der alchemistischen Sprache verwendet wird.

Der Alchemistencocktail beginnt besinnlich mit Akustikgitarren, entfaltet sich jedoch im Laufe seiner Laufzeit ĂŒber langsame Parts (die alles niederwalzen), bis hin zu schnellen Gitarrensoli. Die Stimme ist klar und hĂ€lt den Hörer auch immer bei der Stange, so dass das Album (wenn teilweise auch nur sehr knapp) nicht in Richtung Langeweile tendiert. Das Duo aus Chile musiziert durchschnittliche Doom-Kost auf zwei Tracks, die thematisch ebenfalls noch mal in vier Parts unterteilt sind. Großartiges Neues gibt es zwar nichts zu hören, aber wer auf richtig schwermĂŒtigen und wĂ€lzenden Doom steht, der nicht nur von Gegrunze getragen wird, kann sich freuen.

Fazit: Eingefleischte JĂŒnger der Verdammnis werden CAPILLA ARDIENTE offenherzig willkommen heißen. Nichts Neues auf dem Sektor, aber eine ganz nett gemachte Platte.

3 von 6 Punkten

Sebastian Groß

AMBERIAN DAWN „END OF EDEN“

Posted by admin On Oktober - 14 - 2010

Kitsch vor dem Herrn oder brandheiße Symphonic-Empfehlung? Bei dem neuesten Output von AMBERIAN DAWN dĂŒrften sich die Geister scheiden. Dass Finnland fĂŒr QualitĂ€t steht, sollte spĂ€testens nach GrĂ¶ĂŸen wie NIGHTWISH bekannt sein, die hier teilweise bis zum Erbrechen kopiert werden. Auf der anderen Seite steht das abwechslungsreiche Songwriting, also wohin sollte man tendieren? Schauen wir uns mal beide Gesichter von „End of Eden“ an:

Herrlich: Die Produktion geht in Ordnung, auch wenn sie einen Hauch mehr Bombast vertragen hĂ€tte; ein wenig mehr Bass und die Höhen leicht raus und schon wĂ€r der Monstersound perfekt. Beim Anblick des Covers geht fĂŒr den geneigten Fantasy/Symphonic-Metaller die Sonne auf, denn es ist schön gestaltet und macht neugierig auf den Inhalt der Platte. Das Songwriting ist abwechslungsreich und glĂ€nzt teilweise mit richtig geilen Riffs, Melodien und ohrwurmtauglichen Songs. Mal schnell, dann introvertiert, aber immer fernab vom stumpfen Wiederholen, steckt hinter AMBERIAN DAWN eine kreative Kraft. Die Idee, klassischen Gesang mit Metal zu kombinieren, ist zwar nicht neu, wird aber fleißig zelebriert. Auch findet man hier ein klassisches Duett vor, dass den Gesamtrahmen der Platte etwas auflockert.

Schrecklich: Die Stimme! Zugegeben, Heidi Parviainen kann singen und setzt ihre Stimme auch gekonnt ein, allerdings ist ihr die Technik zum Wechseln der Stimmlage völlig unbekannt, was den Sound der Platte extrem abstĂŒrzen lĂ€sst. Was bombastisch und symphonisch beginnt, wird mit der Stimme (vor allem auf langer Sicht) schnell langweilig und versalzt die liebevoll zusammengewĂŒrfelte Suppe gewaltig. Weiterer Knackpunkt: NIGHTWISH wird hier stellenweise zu oft kopiert. Das Kochrezept ist nicht neu, aber man kann es auch besser zelebrieren.

Fazit: Ein Spagat zwischen heiß und scheiß. Symphonic-Metaller ohne allzu große AnsprĂŒche und Einsteiger in das Metal-Genre könnten mit der Platte glĂŒcklich werden, der Rest sollte die Finger davon lassen. Das Songwriting verspricht vieles; wenn noch an der Stimme fleißig gefeilt wird, könnten AMBERIAN DAWN es schaffen, sich zu einer etablierten Band zu entwickeln.

2,5 von 6 Punkten

Sebastian Groß

HALFORD CD-REVIEW

Posted by admin On Oktober - 13 - 2010

HalfordHALFORD “Made Of Metal” Das nun bislang vierte Album des Metalgods “Made Of Metal” wird am 22. Oktober in den Stores eurer Wahl zu finden sein. Frischer denn je, zeigt Mr. Halford, dass sein neues Werk wesentlich mehr Metal enthĂ€lt, als das letzte JUDAS PRIEST-Album “Nostradamus “. Genug der Vorrede.

Los geht es mit dem Opener ‘Undisputed’, ein in typischer HALFORD-Manier stampfendes Riffmonster, gefolgt von ‘Fire And Ice’, einem sehr eingĂ€ngigen Song, mit einem sehr einprĂ€gsamen Refrain, der einem im Ohr haften bleibt. Da kann sich der geneigte Fan eigentlich nur fragen, warum JUDAS PRIEST solche Songs nicht mehr zustande bringt!?

Der folgende Track ‘Made Of Metal’ ist bereits in Form eines Videoclips erschienen, ein ziemlich kommerzieller Song, ganz nett anzuhören, mehr aber auch nicht. Die nĂ€chsten zwei StĂŒcke sind natĂŒrlich wieder in typischer HALFORD-Art gehalten.

‘Till The Day I Die’ beginnt verhalten mit Dobro, Bassdrum und Gesang, der dann zu einem groovenden Rocker wird, einem sehr gefĂ€lligen Song, wo Rob auch wieder einmal seine Stimme nach oben bringt, die auf dem gesamten Album aber eher im mittleren Bereich liegt. Aber!!!!! Mehr dazu gegen Ende der Review.

Die nĂ€chsten drei StĂŒcke sind dann wieder gewohnte Hausmannskost, wĂ€hrend ‘Thunder And Lightning’ dann erneut mit seinem schönen Refrain und moderatem Songwriting heraussticht. ‘Twenty Five Years’ ist eine melodiöse Halbballade mit Akustikgitarre, die sich im Laufe des Songs immer mehr steigert.

Die nĂ€chsten beiden StĂŒcke muss ich nicht erwĂ€hnen, denn sie dĂŒmpeln leider einfach nur vor sich hin.

Nun zum letzten Song ‘The Mover’! Anfangs erwĂ€hnte ich etwas ĂŒber die Stimmlage von Rob! Aber! Unheilvoll drohend beginnend mit spoken Words versetzt, folgt nun der eindrucksvollste Song des gesamten Albums. Ein vertrackter Song mit stampfendem Rhythmus, einer geilen Gitarrenarbeit von Roy Z. und hier hört man Rob wĂ€hrend des gesamten Songs in seiner altbekannten hohen Stimmlage, der mit einem abruptem Ende aufhört. GĂ€nsehaut pur. Heavy Metal der Extraklasse.

Zum neuen Album vom Heavy Metal Großmeister Rob Halford kann ich nur abschließend sagen: Vier Songs weniger und es wĂ€re ein gigantisches Album geworden. Aber es ist im Endeffekt gar nicht schlimm, denn HALFORD zĂ€hlt immer noch zu den Garanten des guten Heavy Metals. Besonders sei hier noch die exzellente Gitarrenarbeit von Roy Z. zu erwĂ€hnen, wĂ€hrend das Ganze noch von einer fetten Produktion abgerundet wird. Mit Sicherheit wird dieses Album das Herz eines jeden Metal-Fan höher schlagen lassen!

5.5/6

Uli

STONE SOUR “AUDIO SECRECY”

Posted by admin On September - 27 - 2010

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Mit „Audio Secrecy“ legen STONE SOUR, die Mannen um Corey Taylor, nun ihr drittes Werk an den Tag. Stellt sich hier die Frage, inwieweit sich die Band von ihrem anfĂ€nglich sehr rockigen und Metal-lastigen Stil weiterentwickelt hat.

Los geht’s mit dem markanten Titeltrack, welches sich als sehr dĂŒsteres Klavier-Intro entpuppt und einen nachdenklichen Einstieg in das Album gibt. Generell lĂ€sst sich schon sagen, dass es sich um ein wohl sehr persönliches Album handelt, da sich viele Texte um zwischenmenschliche Beziehungen drehen.

Doch nun weiter im Text.

Mit dem auf der Myspace-Seite der Band schon vorab hörbaren Song `Mission Statetment` gibt’s direkt erstmal eine geballte Ladung Metal auf die Ohren. Der wohl aggressivste Song der Platte geht direkt nach vorne. Hier lĂ€sst Taylor ab und an noch seine Shouter-Stimme durchblicken, was jedoch eher die Ausnahme auf dieser Scheibe darstellt. Mit `DigitalÂŽ folgt dann einer fĂŒr mich der besten Songs der Platte. Dieser zĂŒndet sofort mit seinen starken Riffs und dem nach vorne preschenden Schlagzeug. Der Refrain ist zudem ein echter Ohrwurm und auch der Mittelteil des Songs ĂŒberrascht mit ungewöhnlichen Gitarrenmelodien. Es folgt mit `Say YouÂŽll Haunt MeÂŽ die erste Single-Auskopplung, welche eine rockige, aber klar und simpel strukturierte Reise durch STONE SOURÂŽs massentaugliche Gefilde bietet. Guter Song, mit balladeskem Charakter, bei dem CoreyÂŽs zeigt, dass er inzwischen genau weiß wie er seine Stimme einsetzen muss und sich daher in Clean-Vocal Gefilden sehr wohl zu fĂŒhlen scheint. Eine klasse Leistung!

`DyingŽ schlÀgt in etwa in die selbe Kerbe und dreht sich ebenfalls um die Beziehung zweier Menschen. Es scheint, als hÀtte da jemand einiges in seinen Songs zu verarbeiten.

`LetŽs Be HonestŽ hÀtte ebenso gut auf den VorgÀngeralben zu finden sein können, leider ein relativ unspektakulÀrer Song ohne markante Highlights.

Mit `Unfinished` geht’s dann wieder Richtung Vollgas. Der Song brettert so richtig los und reißt den Hörer mit den super Hooklines direkt mit. Was nun folgt erschließt sich mir bis heute nicht. Der wohl poppigste Song: `Hesitate` bietet radiotauglichen schnulzigen Einheitsbrei. Das können die Jungs besser. `Nylon` kommt etwas proggiger um die Ecke geschossen. Der Anfangs-Riff erinnert mich irgendwie an MESHUGGA und sticht generell ein wenig aus dem Rest hervor. Definitiv ein Highlight ist auch `MiraclesÂŽmit einer Wahnsinns-Stimmung, so richtig schön dĂŒster.

`Pieces` sticht leider nicht sehr heraus, ist aber dennoch ein solider Song. Aber auch hier gilt: Sie können es besser.

`The Bitter End` bietet dem eher Metallisch veranlagten Hörer dann wieder mehr Kost zum headbangen.

Nun folgt mit `Imperfect`, mein persönliches Highlight von „Audio Secrecy“. Obwohl das Album doch eher recht ruhig ausgefallen ist und viele balladeske Songs enthĂ€lt, sticht `Imperfect` dennoch einfach raus. Was Corey hier abliefert ist schlichtweg bewegend. Man merkt ihm an, dass er den Text ehrlich singt und es schafft, den Song durch die tollen Gesangslinien zu einem der intensivsten in der STONE SOUR Geschichte zu machen.

`Threadbare` setzt dann einen leider doch recht unspektakulĂ€ren Schlussstrich unter ein durchwachsenes , aber dennoch interessantes Album einer Band, die sich inzwischen wohl gefunden hat. Ich habe zwar mehr Metal und Rock erwartet und nicht so viele ruhige Songs, aber dennoch haben die Jungs ein gutes und interessantes Album abgeliefert. Wer ĂŒbrigens die CD mit Bonus besitzt, bekommt mit `Anna` noch einen recht starken Song geboten, der es regulĂ€r nicht auf das Album geschafft hat.

4/6 Tobi

PSYCHOPUNCH CD-REVIEW

Posted by admin On August - 4 - 2010



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psychopunch_goodbye_coverPSYCHOPUNCH “The Last Goodbye” – Die schwedischen Rotzrocker von PSYCHOPUNCH werden  ihr neues Album “The Last Goodbye” am 16. August veröffentlichen. Das Album ist zwar keine Weiterentwicklung in der Bandgeschichte, aber es kann das hohe Level der vorherigen Alben absolut halten. Der Opener ‘Long Time Coming` zeigt deutlich wo es lang geht. Rotziger Rock’n Roll mit einer Prise Punk-Einschlag. Von vorn bis hinten absolut erfrischend gespielt. Mal kommt eine akustische Gitarre bei der Halbballade `The Last Goodbye` ins Spiel oder der „Country-Song“ ÂŽBring It On` sorgt fĂŒr Abwechslung auf dem Album.

Das Album ist fett abgemischt und tritt ganz schön Arsch. Dreckiger Gesang, messerscharfe Gitarrenriffs und eine total groovende Rhythmussektion sorgen fĂŒr nicht aufkommende Langeweile. Weiter so. Man darf auf die nĂ€chsten Konzerte gespannt sein.

Fazit: Eine Scheibe ideal fĂŒr heiße Sommerpartys!

5/6

Uli


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