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HELLOWEEN “UNARMED”
Helloween “UNARMED” Zum 25-jährigen Bandbestehen kleideten HELLOWEEN elf Songs in ein neues musikalisches Gewand. Die Auswahl ist ein keiner Querschnitt durch die Geschichte der Band und ist recht gut gewählt. Lediglich `Fallen To Pieces` will aber irgendwie nicht so ganz ins Konzept passen. Der Rest kann sich jedoch hören lassen.
Das HELLOWEEN sich selber covert, ist keine neue Idee, das ist allen Besitzern der `Future World`Single oder der Neuauflage der “Walls of Jericho” CD bekannt. Anders als bei den Liedern, `Starlight` und `A Little Time`, sind auf “Unarmed” aber nicht nur die Gesänge mit neuer Stimme aufgenommen, sondern alle Lieder komplett neu arrangiert worden. Mit Heavy Metal hat das Ganze nicht mehr wirklich viel zu tun, denn die E-Gitarren bleiben hier nur hintergrĂĽndig im Einsatz, während akustische Instrumente, Orchesterparts und Chöre hier auf „Unarmed“ im Vordergrund stehen.
HELLOWEEN “Ohne Waffen” ist demnach ein gewagtes Experiment, das nicht jeden Hörererfreuen dĂĽrfte und fĂĽr Neulinge in Sachen HELLOWEEN nicht zu empfehlen ist. Die Scheibe wirft ein falsches Licht auf die Band, sofern jene, die erste CD des Käufers sein sollte.
Kenner und Fans der Band kann ich diese Scheibe jedoch nur ans Herz legen, ich selber habe an diversen Stellen zuerst die Augenbrauen hochgezogen und danach schmunzeln mĂĽssen, weil alles zwar ungewohnt, aber insgesamt stimmig abgemischt wurde.
Zusammengefasst ist “Unarmed” trotz kleiner Fehler, eine gelungene und wĂĽrdige 25-Jahre-Helloween CD, die ich durchaus mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.
4/6
Kevin
OCTOBER FALLS REVIEW
OCTOBER FALLS – “A Collapse of Faith” Hinter dem viel versprechenden Titel und dem Coverartwork verbirgt sich eine mir bis dato völlig unbekannte Band, die uns ganze 3 Songs um Die Ohren wemsen. Textlich und musikalisch wird das Werk in 3 Kapiteln unterteilt (´A Collapse of Faith I – III´, soweit die Songtitel), was mich zum folgenden Review inspiriert:
Kapitel I: Die Band
Ursprünglich als Soloprojekt von einem Herrn M. Lehto im Jahr 2001 gegründet und später durch weitere Leute ergänzt, die bereits in Namenhaften Bands wie MOONSORROW, THY SERPENT oder CHAOSBREED mitgemischt haben. Die früheren Werke thematisierten die Natur im akustischen und Ambientgewand, was später eher in die Pagan-/Black- Metal Ecke tendierte. Einflüsse wie KATATONIA, OPETH oder FALKENBACH lassen sich dabei nicht verbergen.
Kapitel II: Das Album
Obwohl das Kochrezept nicht gerade neu ist (akustische Passagen wechseln sich mit heftigem Gitarrengewitter ab), bringen OCTOBER FALLS die Atmosphäre sehr gut rüber. Nach einem kleinen Vorspiel entfaltet sich das Album auch sofort zu seiner ganzen Größe und weiß mit eingängigen Gitarrenmelodien und ruhigeren Passagen zu überzeugen, ohne ins Klischeehafte und Tausendfach Kopierte abzudriften. Gesangstechnisch hat man sich auf die kehlige Variante eingeschossen, was stark an UNANIMATED erinnert. Bei leicht monströsen Spielzeiten (18 Minuten, 17 Minuten und zum Abschluss magere 5 Minuten) bekommt man Zeit, um sich mit der Musik auseinanderzusetzen und vor allem darin zu versinken. Auch wenn es mittlerweile sehr viele Bands gibt, die diesem Stil frohlocken, so werden OCTOBER FALLS nicht langweilig; ein besonderes Schmankerl bietet die dreiminütige Klavierpassage, die perfekt mit dem vorangegangenem Sturm harmoniert und die Atmosphäre dieses Albums unterstreicht!
Kapitel III: Das Urteil
Fans oben angesprochener Bands dürfen bei diesem Album bedenkenlos zugreifen. Atmosphärisch und produktionstechnisch liegt alles im grünen Bereich. Auch wenn hier das Rad nicht gerade neu erfunden wurde, so gibt´s hier was Bodenständiges auf die Ohren, wenn man seinen Horizont erweitern möchte und die Alben der oben genannten Bands nicht zum 1000.000. Mal durchhören möchte. Etwas Neues gibt es jedenfalls bei jedem Durchlaufen allemal zu entdecken.
4/6 Punkte
Sebastian GroĂź
MANDRAKE CD-REVIEW
MANDRAKE – „Innocence Weakness“ „Eine ostfriesische Band, eine tonnenschwere Produktion, eine geheimnisvolle Atmosphäre mit Texten, so vielfältig wie das Leben selbst.“ So oder ähnlich könnte die Kurzbeschreibung des neuen Albums ausfallen. Man könnte meinen, es handele sich um eine Newcomerband, doch können Mandrake bereits auf eine 14 jährige Bandgeschichte mit 4 Alben zurückblicken. Unbekannten Hörern die Band mit Einflüssen wie MY DYING BRIDE oder CREMATORY vorzustellen mag zwar auf der Hand liegen, wäre aber zu oberflächlich beurteilt. Also kommen wir zum Eigentlichen, nämlich zu der Musik:
Nach einem ruhigen Intro eröffnet sich dem Hörer ein Blumenfeld von Klängen, die ihn sofort in eine andere Welt reißen. Da wäre zum einen die liebliche Stimme von Birgit Lau, die Keyboardteppiche und groovenden Gitarren, die sich zu `A Secret To Reveal` formen. Der erste Eindruck zieht sich beim ersten Durchhören auch wie ein roter Faden durch und gibt keinen Grund zur Klage. Eigentlich wäre man schon damit durch und könnte die CD wieder ins Regal stellen, wenn nicht noch die Langzeitkomponente dazukommen würde; nach dem ersten Durchhören ist zwar alles in Ordnung, mehr aber leider auch nicht. Manch ein Hörer gewinnt den Eindruck, man hat es hier mit dem 1000.000. Exemplar einer „Gothic-Getränkten-Weichspülplatte“ zu tun. Spätestens beim zweiten Durchlauf der Platte wird dann aber klar, dass MANDRAKE gerade hier ihre Stärke haben, nämlich im Langzeitspaß des Albums. So schaffen sie es mühelos ab dem zweiten Durchgang eine Gänsehaut nach der anderen zu erzeugen; sei es beim erhabenen ´Among The Demons`(saugeile Lyrics übrigens), beim balladesken ´Silhouette´ oder beim flotten ´Existence`. Insgesamt erschließen sich bei mehrmaligem Durchhören immer neue Facetten, die dann auch als wahre Ohrwürmer längere Zeit bleiben.
Absolute Highlights des Albums sind zum einen die fette Produktion, zum anderen die drei instrumentalen StĂĽcke und am meisten dem Moshalarm – Track ´Autumn Infinity´ (bitte, spielt dieses Ding live!!!), mit dem mir MANDRAKE seit 3 Tagen ein absolutes Dauergrinsen geschenkt haben! Obwohl größtenteils die Doomrutsche gefahren wird, gibt´s auch mal gelegentliche AusbrĂĽche, die sich MANDRAKE öfter gönnen sollten.
Fazit: Eine schöne Platte, die jedoch Zeit braucht um sich zu entfalten. Freunde melodischer Klänge sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren. Ich denke, das MANDRAKE sich noch einiges weiterentwickeln können und noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen sind. Ein Live Auftritt wäre bestimmt sehr interessant.
4/6 Punkte
Sebastian
NEFARIUM “AD DISCIPULUM”
NEFARIUM -“Ad Discipulum (Agonia Records, 35:20min.) NEFARIUM ist ein schwarzmetallischer Vierer aus Norditalien mit zwei Steuermännern, nämlich Leadgitarrist Adventor, welcher fĂĽr die Musik verantwortlich zeichnet und Vokalist / Gitarrist Carnifex, zuständig fĂĽr die lyrische Komponente. Ergänzt werden die beiden durch Bassist Vexator, sowie einem alten Bekannten von Enthroned: Drummer Garghuf. FĂĽr einige Tracks konnte man desweiteren die Herren ‘Archaon’ von 1349 an der Gitarre und ‘Wildness Perversion’ von MORTUARY DRAPE fĂĽr einige Vocals verpflichten.
Obwohl die Band bereits seit 1999 kontinuierlich im zwei- bis dreijahres-Takt Releases auf die Menschheit loslässt und sich eifrig live präsentiert (zuletzt auf Tour mit Dark Funeral), blieb bis Dato der grosse Durchbruch verwehrt. Hört man den aktuellen Output „Ad Discipulum“ zum ersten Mal, fragt man sich, warum das so ist; die Produktion ist druckvoll und definiert, ohne kĂĽnstlich zu klingen. Die Songs präsentieren sich flott und abwechslungsreich gespielt. Hier sind Recken am Werk, die ihre Instrumente beherrschen und die wissen, wie man ordentliche Songs schreibt. Stilistisch bewegt man sich hier in einer Schnittmenge von 1349, SETHERIAL, MARDUK oder OLD MAN’s CHILD. Der Gesang ist eher im Keller angesiedelt und erinnert ebenfalls ein wenig an Galder von letztgenannter Band. Ergänzt hat man die Mischung mit passenden Soli, einigen wenigen Keyboards / Samples und einem Hauch Folk, was bisweilen auch ziemlich nach KEEP OF KALESSIN klingt (hört euch mal ‘Servus servorum Satanae’ an!).
Nach mehreren Durchläufen (und die sind bei mageren 35 Minuten schnell geschafft) wissen NEFARIUM immer noch zu gefallen. Wenn der Band etwas fehlt, dann eine eigene Identität. Und bitte nicht mehr so offensichtlich bei skandinavischen Szenegrössen abkupfern, das fällt auf!
Ansonsten ist „Ad Discipulum“ ein unterhaltsames Album, das auch nach mehrmaligem Genuss nicht langweilt.
4,5/6 Punkten
Dirk
Diskografie:
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Demo „999“ (1999, Eigenproduktion)
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„Avernus“ (2001, Maggot Records)
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„Praesidium“ (2004, Downfall Records)
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„ Haeretichristus“ (2007, Agonia Records)
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„Ad Discipulum“ (2010, Agonia Records)
TRIUMFALL REVIEW
„Sechs Serben sollt ihr sein…“Das dachten sich anno 2006 wohl auch TRIUMFALL bei ihrer GrĂĽndung. Nach einem unbetiteltem Demo im Jahre 2007 und darauffolgenden diversen Besetzungswechseln machten sich Atterigner (Vocals), Vorzloth (Guitars), Usud (Guitars), Inomatanas (Bass), Phantom (Keyboards) und Defluens (Drums) an die Aufnahmen ihres ersten Full-Length Albums, welches nun vorliegt. Zuvor hatte man noch einen Deal beim norwegischen Label Forces of Satan ergattert, welches von GORGOROTH´s Infernus betrieben wird.
Die Band selbst beschreibt ihren Stil als „schneller, aggressiver, aber dennoch melodischer und atmosphärischer Black Metal“.
Hat man das (zu lange) Keyboard-Intro überstanden, fühlen sich vor allem ältere Semester in die Mitte der 90er Jahre zurückversetzt. Damals war schwedischer Melodic Black Metal à la UNANIMATED (Ancient God of evil), NAGLFAR (Vittra) oder SIEBENBÜRGEN (Loreia) schwer angesagt. Und genau an jenen Bands haben sich TRIUMFALL wohl orientiert. Selbst die Produktion erinnert stark an oben genannte Alben. Die bandeigene Beschreibung ihrer Musik kann ich nicht vollständig unterschreiben; melodisch? -Ja. atmosphärisch? -zum Teil auch. Schnell? -sagen wir mal, bisweilen recht flott. Aber aggressiv? -Nö. Den Gesang würde ich noch als giftig durchgehen lassen. Aber die musikalische Aggressivität kommt bei mir nicht so recht an, was vielleicht auch an der Produktion liegen mag oder das in den letzten 15 Jahren einfach wesentlich härterer Stoff veröffentlicht wurde. TRIUMFALL spielen zwar keinen Weichspüler-Black-Metal, aber da ist auf der nach oben offenen Härte-Skala noch reichlich Luft.
Fazit: „Antithesis of all flesh“ ist ein solides Erstlingswerk. Ordentlich produziert, handwerklich ordentlich eingespielt, ordentlich verpackt. „Ordentlich“ hat hier allerdings den Beigeschmack von „auf Nummer Sicher gespielt“. Das, sowie die Tatsache, das man musikalisch gute 10 bis 15 Jahre in der Vergangenheit lebt, lässt diesen Release ein wenig in der Masse untergehen. Interessant ist das Album vor allem für Veteranen, die beim Hören garantiert eine Zeitreise machen werden und für Neueinsteiger, die ihren Härtegrad erst mal langsam nach oben schrauben wollen.
Dirk
MANTRIC “THE DESCENT”
MANTRIC haben sich aus den Ăśberresten von EXTOL gegrĂĽndet und sind somit im Musikzirkus keine Neulinge. Untergekommen ist man nun bei Prosthetic Records, welche den Stil der Band als eine Mischung aus Metal, Punk und Alternative mit Hang zum Progressive Metal bezeichnen. Die Band selbst sieht sich genrelos und will sich nicht kreativ limitieren.
Ich möchte mein Fazit gleich vorwegnehmen: MANTRIC hinterlassen bei mir einen sehr zwiespältigen Eindruck. Der Grund: Das Album ist nicht wirklich schlecht, aber unausgewogen und bisweilen sogar nervig. Und das sage ich nicht, weil meine Vorlieben im Death- und Black- Metal liegen.
Doch von Anfang an: Das Album kommt im Digipack und entspricht in seiner Aufmachung den Standards. Die Produktion wurde durch Tue Madsen (DARK TRANQUILLITY / THE HAUNTED) in Mix und Mastering veredelt und entsprechend klar und definiert ist der Sound. Das schon mal auf die Haben-Seite.
Musikalisch versuchen sich MANTRIC an der eierlegenden Wollmilchsau und kombinieren Bands wie GOJIRA (Melodien) und MESHUGGAH (Drums) mit College-Punkrock und HIM. Und auf den ersten drei Tracks gelingt den Jungs aus Norwegen das auch ganz passabel.
Das Intro erinnert an TIAMAT, ist ruhig und atmosphärisch und schafft einen Spannungsbogen, der neugierig auf mehr macht. Nahtlos geht das Ganze in das volle Brett auf Track Zwei über, welcher mit MESHUGGAH-Riffs und Drums beginnt, um im Refrain clean und poppig daherzukommen. Dazu der Gesang von Ole Sveen, ergänzt durch Mit-Gitarristen Tor Glidje, welche stimmlich zwischen MORGOTH / DISBELIEF (genial) und Cleangesang (solide, aber gähn) liegen. Auch Track Drei weiß mich noch zu überzeugen, was vor allem an der Gesangsleistung liegt. Und auch sonst lässt hier MORGOTH`S `Odium` grüssen. Auch das geht auf die Haben-Seite.
Doch meine anfängliche Begeisterung wird ab Track Vier auf fast Null gebremst. Nicht nur, das ab hier die harten Zeiten vorbei sind, der Sänger „erweitert“ sein stimmliches Spektrum um einen nöligen PHILLIP BOA Verschnitt und als Krönung versucht man sich auch als kleiner Ville Valo…
Zudem unternehmen Mantric ab jetzt auch musikalisch Ausflüge in alle Richtungen: Mal gibt man sich rockig, ein bißchen Ballade darf es auch sein, dann wieder chaotisch, auch mal sphärisch-ruhig und immer wieder stellenweise eingängig, poppig und straight. Fast scheint es so, als wollten sie es allen Recht machen, wären da nicht die fast permanenten Breakbeat-Drums, die nur selten Raum für den Rest der Instrumente lassen. Jungs, das nervt auf die Dauer und ist kein Qualitätsmerkmal für Progressive! So hetzt man sich mit nur wenigen kurzen Verschnaufpausen durch weitere sieben Stücke, die bestenfalls gehobener Durchschnitt sind und aufgrund des Stils der Band nur wenig Wiedererkennungswert haben. Das können besagte GOJIRA und MESHUGGAH besser. Das auf der Soll-Seite.
Einzig das letzte Stück vermag mich wieder etwas versöhnlich zu stimmen, ist es doch ein ruhiges, reduziertes Instrumentalstück, welches leicht dissonant die Atmosphäre des Intros wieder einfängt und so einen runden Abschluss bildet.
Das wir uns hier nicht falsch verstehen: Handwerklich sind MANTRIC wirklich gut. Auch merkt man, das sich kompositorisch einige Gedanken gemacht wurden.
Aber hätte sich die Band auf eine konsequente Linie geeinigt und ihre Stärken, welche eindeutig in der Härte liegen, weiter ausgebaut, es hätte ein Klopper-Debüt werden können. Zu viel Konjunktiv, zu wenig auf der Haben-Seite.
Schade…
Dirk
HALESTORM REVIEW
Debüt Alben zu rezensieren ist immer ein schwieriges Unterfangen, gerade dann, wenn es sich um Musik handelt, die letztlich in den achtziger Jahren ihren Höhepunkt hatte! Also genauer gesagt, handelt es sich um die amerikanische Band HALESTORM. Sängerin Lizzy Hale begann im Jahre 1998 Songs für das gleichnamige Atlantic Records Debüt Album zu schreiben, das es aber letztendlich erst 2009 an die Öffentlichkeit geschafft hat. Ein langer Weg, denn das Album kam bisher bis auf Platz 40, mit 150.000 verkauften Einheiten der Billboard Top 200. Aber das nur nebenbei!
Ich habe mir das Album mehrmalig angehört. Fetter Sound. Tolle Grooves. Eingängige Refrains. Toller Gesang. Fetter Hard Rock löst sich mit Balladen ab! Klingt doch schon einmal ganz gut! Wenn dieses Wörtchen ABER! nicht wäre. Die Amerikaner bejubeln dieses Album. Absolutely Great! But! Dieses Album ist nicht schlecht, doch es ist ersetzbar. Die Songs sind Massenware! Es klingt eher nach einer Durchschnittsrockband auf US-Mainstream getrimmt! Es gibt keine Überraschungen, nichts ist dem Zufall überlassen. Wenn Gitarrist Joe Hottinger auf der Scheibe seine knalligen Riffs und Soli nicht spielen würde, dann wäre es wirklich um das Album geschehen.
Da höre ich mir doch lieber das 1989 erschienene gleichnamige Debüt Album der New Yorker Hard Rock Band SARAYA an. Auch mit einer Frontrau, aber wesentlich spritziger und authentischer!
Uli
ENTHRONED CD REVIEW
“PENTAGRAMMATION” CD-REVIEW…3 Jahre nach dem Erscheinen von “Tetra Carcist“ gibt es nun wieder ein Lebenszeichen der belgischen Black Metal Veteranen ENTHRONED. Nach dem endgĂĽltigen Wechsel von Nornagest an die Vocalfront verabschiedet sich ENTHRONED langsam von ihren Trash-EinflĂĽssen und begibt sich nun wieder zum rootstreuen Black Metal. Und ganz genau dafĂĽr steht “Pentagrammation”. Aufgenommen im bandeigenen Blackout Multimedia Studio.Die Gitarren sind auf diesem Album hervorragend messerscharf abgemischt, Nornagest kreischt und keift sich die Seele aus dem Leib, während die Drums leider teilweise sehr fahrig, holprig klingen und der Drumsound grottig abgemischt wurde. Aber trotzdem klingt alles in allem sehr frostig, so wie eine good old Black Metal Scheibe nun mal klingen sollte.
Als Anspieltipp sei hier das grandiose `Mangos Princeps Leopard´ mit seinen düsteren Chorälen im Mittelteil zu erwähnen. Aber trotz einer Handvoll Highlights dümpeln einige Songs in ihrer Mittelmäßigkeit nur so umher, während die Band erst im letzten Drittel zeigt, was sie wirklich kann. Besonders hier wäre `Nenas`t` und das achtminütige geniale `Unconscious Minds`zu empfehlen.
“Pentagrammation” ist eine gute, solide Scheibe und fĂĽr den Fan von ENTHRONED natĂĽrlich ein Pflichtkauf! Wollen wir hoffen, dass die Band bei der nächsten Produktion noch ne SchĂĽppe drauflegt und noch mehr am Songwriting feilt. Denn die Band hat genug Potential um „Pentagrammation“ zu ĂĽbertrumpfen und den Anschluss an die obere Liga wieder zu erreichen.
5/10
Uli
Label: Regain Records
Releasedatum: 26.03.10



