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TRIUMFALL REVIEW

Posted by admin On Mai - 30 - 2010

„Sechs Serben sollt ihr sein…“Das dachten sich anno 2006 wohl auch TRIUMFALL bei ihrer GrĂĽndung. Nach einem unbetiteltem Demo im Jahre 2007 und darauffolgenden diversen Besetzungswechseln machten sich Atterigner (Vocals), Vorzloth (Guitars), Usud (Guitars), Inomatanas (Bass), Phantom (Keyboards) und Defluens (Drums) an die Aufnahmen ihres ersten Full-Length Albums, welches nun vorliegt. Zuvor hatte man noch einen Deal beim norwegischen Label Forces of Satan ergattert, welches von GORGOROTH´s Infernus betrieben wird.
Die Band selbst beschreibt ihren Stil als „schneller, aggressiver, aber dennoch melodischer und atmosphärischer Black Metal“.
Hat man das (zu lange) Keyboard-Intro überstanden, fühlen sich vor allem ältere Semester in die Mitte der 90er Jahre zurückversetzt. Damals war schwedischer Melodic Black Metal à la UNANIMATED (Ancient God of evil), NAGLFAR (Vittra) oder SIEBENBÜRGEN (Loreia) schwer angesagt. Und genau an jenen Bands haben sich TRIUMFALL wohl orientiert. Selbst die Produktion erinnert stark an oben genannte Alben. Die bandeigene Beschreibung ihrer Musik kann ich nicht vollständig unterschreiben; melodisch? -Ja. atmosphärisch? -zum Teil auch. Schnell? -sagen wir mal, bisweilen recht flott. Aber aggressiv? -Nö. Den Gesang würde ich noch als giftig durchgehen lassen. Aber die musikalische Aggressivität kommt bei mir nicht so recht an, was vielleicht auch an der Produktion liegen mag oder das in den letzten 15 Jahren einfach wesentlich härterer Stoff veröffentlicht wurde. TRIUMFALL spielen zwar keinen Weichspüler-Black-Metal, aber da ist auf der nach oben offenen Härte-Skala noch reichlich Luft.
Fazit: „Antithesis of all flesh“ ist ein solides Erstlingswerk. Ordentlich produziert, handwerklich ordentlich eingespielt, ordentlich verpackt. „Ordentlich“ hat hier allerdings den Beigeschmack von „auf Nummer Sicher gespielt“. Das, sowie die Tatsache, das man musikalisch gute 10 bis 15 Jahre in der Vergangenheit lebt, lässt diesen Release ein wenig in der Masse untergehen. Interessant ist das Album vor allem für Veteranen, die beim Hören garantiert eine Zeitreise machen werden und für Neueinsteiger, die ihren Härtegrad erst mal langsam nach oben schrauben wollen.

Dirk

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