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BATTLE BEAST HAMBURG

Posted by Metal Rollz On Mai - 14 - 2019

BB8.5.2019, BATTLE BEAST und Special Guest ARION bringen finnischen Metal in der Markthalle. Zwei Jahre ist es her, dass BATTLE BEAST ihren Tontr├Ąger ÔÇÜBringer Of PainÔÇś im rammel vollen Logo vorstellten. Jetzt war die deutlich gr├Â├čer Venue auch wieder sehr gut gef├╝llt. Also genau die richtige Entscheidung f├╝r die Tour zur neuen Scheibe ÔÇÜNo More Hollywood EndingsÔÇś.


Mit einer halben Stunde Versp├Ątung ging es dann mit ARION, die zum ersten Mal in Deutschland auf Tour sind, los. ┬áModerner Power Metal mit einer kraftvollen Stimme sorgte f├╝r gute Stimmung von Anfang an. Die positive Energie der ┬áf├╝nf sympatischen Finnen ├╝bertrug sich auf das Publikum. Nach 45 Minuten kassierte die Band fetten Applaus f├╝r diese erste, aber bestimmt nicht letzte Show in Hamburg!

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Dann kamen BATTLE BEAST! Was f├╝r ein Empfang! Ein euphorischer Jubel erfasste die ganze Markthalle, als die Band die ersten T├Âne von ÔÇśUnbrokenÔÇś spielte und dieser wurde noch lauter als Noora Louhimo, die wie angek├╝ndigt ein neues schillerndes Outfit trug, anfing zu singen! Ich wei├č ja, dass BATTLE BEAST in der Metal Szene umstritten ist. Nicht jede(r) mag den, ich sage es mal despektierlich, Party-Metal der heute Abend zelebriert wird, aber diese Hammerstimme des Ausnahmetalents am Gesangsmikro ist echt H├Ârens wert!

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ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH – Hamburg Mehr!Theater

Posted by Metal Rollz On April - 25 - 2019

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Obwohl ich am Dienstag um 6:00 Uhr fr├╝h im Flieger sitzen musste, wollte ich mir DAS Konzertereignis an Ostern nicht entgehen lassen. ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH spielen eines von sechs Konzerten auf ihrer “SYMPHONIC TERROR Tour 2019″ am Ostermontag u.a. im Hamburger Mehr!Theater! Eine w├╝rdige Venue f├╝r das Projekt, das 2017 bereits in Wacken aufgef├╝hrt wurde. “Metal vs. Orchester” – das hatte f├╝r ACCEPT so gut funktioniert, dass in 2018 das Konzert aus Wacken auf CD gebrannt wurde. ÔÇ×Symphonic Terror ÔÇô Live at Wacken 2017ÔÇť hei├čt die sehr h├Ârenswerte Ver├Âffentlichung.

Nachdem ich meine Koffer gepackt und gut gessen hatte, habe ich mich bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zum Mehr!Theater gemacht. Der erste Anblick vor Ort war dann jedoch etwas irritierend. Ich hatte Schlangen vor dem Einlass erwartet. Stattdessen sa├čen die meisten Metalheads bei einem Bier in Liegenst├╝hlen vor der Venue und warteten gelassen darauf, dass sich die Tore ├Âffneten. Probe sitzen, wie ich vermute, denn etwas ungew├Âhnlich f├╝r eine Metalband wie ACCEPT, ist es schon, dass der komplette Zuschauerraum bestuhlt sein sollte an diesem Abend. Komisch, dass ich das jetzt eigentlich schreibe. Ich erlebe ja als Rollstuhlfahrer jedes Konzert im Sitzen. Gut, aber es ist halt f├╝r alle anderen eben nicht normal! F├╝r uns Fotografen gab es durch die komplette Bestuhlung eine weitere Herausforderung. Es durfte nur von der Seite aus fotografiert werden. Es gab keinen sogenannten Pit (B├╝hnengraben) in dem wir ansonsten direkt vor der B├╝hne arbeiten k├Ânnen.

Ich bin sehr gespannt, da mir die ÔÇ×Symphonic Terror ÔÇô Live at Wacken 2017ÔÇť Scheibe sehr gut gef├Ąllt. Zudem ist es mein erstes Konzert der Band ohne Urgestein Peter Baltes. Schon ein komisches Gef├╝hl. Mit Martin Motnik konnte aber ein wirklich renommierter Ersatz f├╝r die Tour und dar├╝ber hinaus verpflichtet werden. Hier kann ich mal vorwegnehmen, dass er sich gut in die Band eingef├╝gt hat. Vielleicht noch etwas zur├╝ckhaltend, aber das ist in dieser fr├╝hen Phase vielleicht auch normal. Als Musiker passt er auf jeden Fall perfekt!

ACC3aDas Konzert war anders aufgeteilt als das in Wacken seinerzeit – nicht in drei Teile. Hier begann es┬ágleich mit dem Orchester, das links auf der B├╝hne seinen Platz fand. Die Musiker waren wie Skelette geschminkt. THE ORCHESTRA OF DEATH eben! Ich war im Vorfeld sehr gespannt, wie sich die Akustik im Mehr!Theater macht. Schlie├člich haben wir hier in Hamburg mit unserer “Elphi” ja ein Aush├Ąngeschild, was Klang bzw. Akustik f├╝r ein klassisches Orchester angeht. Und ich kann auch ein bisschen mitreden, weil ich bereits einige Konzerte in der Elbphilharmonie erleben durfte. Aber was soll ich sagen? Aus der Kombination zwischen Metalband und Orchester haben die Tontechniker einen wahrlich guten Sound kreiert. Unerwartet in der Umgebung, aber echt gut! Auch wenn am Anfang die Solo-Violine etwas leiser als die Gitarre Hoffmann┬┤s war. Dies wurde aber schnell korrigiert.

Die Reise in die Klassik begann mit MUSSORGSKY ÔÇ×Night of Bald MountainÔÇť. Wenn man Metalheads nach CHOPIN, BEETHOVEN, VIVALDI oder MOZART fragen w├╝rde; ich bin mir sicher, kaum einer k├Ânnte die nun folgenden Songs den richtigen Komponisten zuordnen. Aber das zeichnet wiederum den Metalhead aus. Wenn die Mucke stimmt, wird gefeiert. Auch wenn es teilweise schwerere Kost war, als gewohnt. Die Arrangements von “Scherzo” von CHOPIN oder MOZARTS ÔÇ×40. SymphonieÔÇť waren absolut genial. Und das lag unter anderen daran, dass ACCEPT die weltbekannte Violinistin Ava-Rebekah Rahmann als Solistin verpflichten konnte. Die Dame, die seit ihrem zehnten Lebensjahr auf der B├╝hne steht, hat auch in dieser f├╝r sie sicher ungewohnten Umgebung, gro├čartig abgeliefert. Die Kombination aus E-Gitarre und Violine brachte beide Welten toll zusammen, was gerade im Duett mit Wolf Hoffmann ├╝berzeugen konnte. Anders als auf der CD fehlte heute der PROKOFIEV Klassiker “Romeo und Julia”. Nach dem etwa 20-min├╝tigen Auftakt ging es mit dem Orchester und Songs aus dem Repertoire ACCEPT┬┤s weiter.

Nun trat auch Mark Tornillo das erste Mal in Erscheinung. Der erste “echte” ACCEPT-Song war “Princess of the Dawn” und es wurde sofort mitgesungen. Es folgten drei weitere ACCEPT-Klassiker. Die Reihe endete mit “Breaker” und einem furiosem Gitarrenbattle. Dann gab es wieder einen l├Ąngeren Teil mit klassischen St├╝cken, der nach “Schwanensee” von TSCHAIKOWSKY durch “Shadow Soldiers” unterbrochen wurde. An dieser Stelle muss ich nun einen Kritikpunkt einf├╝gen: Es gab nach meinem Empfinden an dieser Stelle wirklich zu lange Passagen, bei denen Gitarre und Violine soliert haben. Alles auf einem hohen musikalischem Niveau, aber es hat etwas auf die Stimmung gedr├╝ckt.

Das ├Ąnderte sich dann bei “Metal Heart” wieder. Nach weiteren drei Songs war das Konzert etwas ├╝berraschend mit “Fast as a Shark” zu Ende. Da eben so ├╝berraschend, dauerte es auch ein wenig,┬á bis dann die Zugabe-Rufe einsetzten. Aber diese wurden erh├Ârt und es gab noch einmal drei Songs oben drauf. Bei “Balls to the Wall”, dem letzten Song des Abends, hielt es dann keinen mehr auf den Sitzen und endlich war die Stimmung da, die ich mir schon eher gew├╝nscht h├Ątte. Jetzt wurde heftigst gefeiert. Konzerte im Sitzen sind wohl doch nicht so Sache eines echten Metalheads. Naja – au├čer bei denen, die sitzen m├╝ssen, so wie ich und trotzdem am Ende des Abends pitschenass sind.

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Kommen wir zu meinem pers├Ânlichen Fazit des Abends:

Die Show war schon ein Metal-Konzert, hatte aber einen gewaltig klassischen Anstrich. Nach meinem Geschmack mit etwas zu langen Passagen. Der Aufbau in Wacken hatte mir besser gefallen. Ich fand die Idee trotzdem gut und war┬á ├╝berrascht, dass nicht mehr als 600 Besucher den Weg ins Mehr!Theater gefunden haben. Diese Crossover-Show h├Ątte deutlich mehr an Aufmerksamkeit verdient.

Noch ein Wort zum Mehr!Theater in Hamburg: Leider schlie├čt das Mehr!Theater schon bald seine Tore. Es wird umgebaut, da im n├Ąchsten Jahr dort eine Theaterst├╝ck – dessen Name noch nicht genannt werden darf -┬á aufgef├╝hrt wird. Sehr schade um diese wirklich sch├Âne Venue. Mehr!Theater, Du wirst mir fehlen!

Achso und noch etwas – falls es jemanden interessiert: Ich habe nach nicht einmal drei Stunden Schlaf totm├╝de den Flieger erreicht und bin derzeit in Sachen Metal im Mittelmeer unterwegs. Da jammere ich nat├╝rlich ├╝berhaupt nicht, denn hier warten ebenfalls so geile Bands, wie z.B. DESTRUCTION, THUNDERMOTHER oder TRI STATE CORNER uvm. auf mich. Ich sage einstweilen AHOI und bis zum n├Ąchsten Mal !

ACCEPT AND THE ORCHESTRA OF DEATH – SETLIST 22.04.2019 – Mehr!Theather Hamburg:

1. Die by the Sword – The Rise of Chaos – 2017
2. Restless and Wild – Restless and Wild – 1982
3. Koolaid – The Rise of Chaos – 2017
4. Pandemic – Blood Of the Nations – 2010
5. Final Journey – Blind Rage – 2014
Wolf Hoffmann solo with Czech National Symphony Orchestra
6. Night on Bald Mountain (Modest Mussorgsky Cover)
7. Scherzo (Fryderyk Chopin Cover)
8. Romeo and Juliet (Sergei Sergeyevich Prokofiev Cover)
9. Path├ętique (Ludwig van Beethoven Cover)
10. Double Cello Concerto in G Minor (Antonio Vivaldi cover)
11. Symphony No. 40 in G Minor – K.550 (Wolfgang Amadeus Mozart cover)
12. Princess of the Dawn – Restless and Wild – 1982
13. Stalingrad ÔÇô Stalingrad – 2012
14. Dark Side of My Heart – Blind Rage – 2014
15. Breaker- Breaker – 1981
16. Shadow Soldiers ÔÇô Stalingrad – 2012
17. Dying Breed – Blind Rage – 2014
18. Fast as a Shark – Restless and Wild – 1982
19. Metal Heart- Metal Heart – 1985
20. Teutonic Terror – Blood Of the Nations – 2010
21. Balls to the Wall ÔÇô Ball to the Wall -1983

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ



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MARC J├ťRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERS

Nach 17 Jahren beehren DARE zu ihrem 30 j├Ąhrigen Band-Jubil├Ąum einmal wieder Hamburg! Die LaSy GbR – in Person von Oliver Lange und Carsten Syllwasschy – machte es m├Âglich. Die beiden Hamburger haben in der Tat einen echt guten Riecher in punkto AOR-Musik und man ist gerne auf Konzerten, die von ihnen organisiert werden.

Heute, am 12. April 2019, sollte es ins Hamburger LOGO gehen. Als ich dort eintraf, warteten schon einige Fans frierend vor der T├╝r. Hamburg zeigte sich frostig an diesem Abend. In der Location selbst war es dann aber herrlich warm. Das sollte sich im Laufe des Abends noch zu einem “hei├č” steigern. Nicht umsonst bezeichnen Kenner diesen Rockschuppen als “die lauteste Sauna Hamburgs”. Das Jubil├Ąum lockte ├╝ber 350 Fans in den proppevollen Club, sogar G├Ąste aus D├╝sseldorf waren dort, nur um DARE einmal wieder live zu sehen, an die Elbe gekommen!

FERDY DORNBERG - MARC J├ťRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERSAls Vorgruppe kamen p├╝nktlich┬áMARC J├ťRS AND A BUNCH OF HEARTBREAKERS auf die B├╝hne. Neben Marc J├╝rs sind noch Marc Nickel (Gitarre), Torben Brand (Bass)┬áund die Drummer-Legende Norbert `Panza┬┤ Lehmann auf der B├╝hne. Und aaah – wer war das da denn noch – direkt vor mir mit der Gitarre?┬á Das ist doch Ferdy Doernberg. Der Keyboarder von Axel Rudi Pell oder aber auch Rough Silk geh├Ârt eigentlich nicht zur Band, hat aber die aktuelle CD “Music For The Working Class” mit eingespielt und sich f├╝r heute Abend Zeit genommen, um mit auf der B├╝hne zu sein. Eine sch├Âne ├ťberraschung! Eine dreiviertel Stunde lang gab es eine interessante Mischung aus Pop, Country und Rock zu h├Âren, die dem Publikum im LOGO sichtlich gefiel.

Dare4Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann DARE mit ihren Frontmann Darren Wharton. Die B├╝hne machte einen sehr aufger├Ąumten, fast leeren Eindruck. Das lag aber in erster Linie am fehlenden Gitarren-AMP. Heute spielen viele Gitarristen direkt ins Pult. Ein beeindruckendes Marshall-Stack hat Vinny Burns ehrlich gesagt auch nicht n├Âtig. Wer mit ASIA getourt hat und eines der Mitglieder von ULTRAVOX war, ist eh ├╝ber jeden Zweifel erhaben, was Gitarrensound angeht. Aber zur├╝ck zu DARE im Logo. Auf uns wartete AOR vom Feinsten. Die Stimme des ehemaligen THIN LIZZY Keyboarder war einschmeichelnd und setzte sich im Logo sehr gut durch!

metal_rollz-7-DareDie Meute feierte von der ersten Sekunde an ihre alten Helden. Und ja, wir waren alle nicht mehr die J├╝ngsten an diesem Abend, aber gut gealtert! Er├Âffnet wurde das Konzert mit `Home┬┤ vom 2016er Album ÔÇ×Sacred GroundÔÇť. Auch die n├Ąchsten f├╝nf Songs stammten von diesem Album. Die Band ├╝berzeugt dabei nicht nur durch die tolle Leadstimme, auch die Gitarrensounds und der exzellente Chorgesang ├╝berzeugen nach 30 Jahren noch immer. Mit `Sea of Roses┬┤ ging es dann ins Jahr 2004, das Ver├Âffentlichungsjahr von ÔÇ×Beneath the Shining WaterÔÇť. Von diesem Album stammte auch der n├Ąchste Song.

Dare2Wie schon so oft, so war auch bei DARE an diesem Abend, das Hamburger Publikum absolut textsicher. Das begeisterte Mr. Wharton sichtlich. Er lie├č dies immer wieder durchblicken. Vom n├Ąchsten Song war ich dann pers├Ânlich beeindruckt. Es war die Cover-Version des THIN LIZZY Songs`Emerald┬┤. Die Band hat eine gro├čartige eigene Version gespielt. Ich bin ja generell kein Freund von Cover-Songs, aber diese hatte ihre absolute Berechtigung! Neugierig? Ihr findet den Song auf dem 2009er Album ÔÇ×Arc Of The DawnÔÇť. Noch weiter zur├╝ck ging es dann mit den n├Ąchsten beiden Songs. Wir sind jetzt im Jahr 1991 angekommen. `Wings of Fire┬┤ und `We don┬┤t need a reason┬┤ kommen aus dieser Zeit.

DAREDie letzten vier Songs sind dann der Sprung aus dem Jahr 1988 zur├╝ck zu 2018. Die Songs stammen vom Deb├╝t-Album ÔÇ×Out Of The SilenceÔÇť, das seinerzeit die Rockcharts st├╝rmte. 2018 erschien ÔÇ×Out Of The Silence IIÔÇť, eine neue┬á Auflage der 30 Jahre zuvor erschienenen Scheibe. Das Konzert endete mit `King of Spades┬┤.┬á Nat├╝rlich wollte Niemand ohne eine Zugabe nach Hause gehen. Und das Publikum wurde nat├╝rlich auch nicht entt├Ąuscht. DARE entlie├čen ihre Hamburger Fans mit `Stormwind┬┤ und `Return The Heart┬┤ und in dem Wissen, dass ein n├Ąchstes Zusammentreffen nicht wieder so lange auf sich warten l├Ąsst, gl├╝cklich und zufrieden in die Nacht.

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ

Tobias Sammet┬┤s Avantasia – Moonglow in Hamburg

Posted by Metal Rollz On April - 16 - 2019

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Die ├╝berwiegende Mehrheit der 3500 begeisterten Metalfans verlie├č am vergangenen Samstag (13. April 2019) ersch├Âpft und vollkommen nass geschwitzt nach ├╝ber 3 Stunden Symphonic-Metal ala Tobias Sammet das Hamburger Mehr! Theater. Es war der Wahnsinn. Was f├╝r eine Show !

Aber lasst mich erst einmal von Anfang an beginnen:

P11Nach drei Jahren macht das AllStar-Metalband-Projekt AVANTASIA auf seiner MOONGLOW WORLD TOUR 2019 ebenfalls auch Halt in Hamburg. Das Konzert im Mehr! Theater war bereits vorweg lange ausverkauft. Laut Tobias Sammet war Hamburg, das als erstes ausverkaufte Konzert der gesamten Tour. Super Hamburg!

Kurz nach 20:00 Uhr erlosch das Licht des Saales und Beethovens `Ode an die Freude┬┤ erklang unter dem Jubel aller Anwesenden. Zu `Ghost in the Moon┬┤, welches im ├╝brigen auch der Opener des aktuellem No.1 Albums”Moonglow” ist, fiel der tiefblaue Vorhang mit einem riesigen AVANTASIA-Schriftzug zu einer, wie ich mal vorwegnehmen m├Âchte, hinrei├čenden Show und gab den Blick auf ein imposantes B├╝hnenbild frei. Links und rechts neben dem Schlagzeug jeweils eine Treppe. Diese f├╝hrten auf einer erh├Âhten Ebene vor rechts nach links ├╝ber die gesamte B├╝hnenbreite. Das B├╝hnenbild war dem Moonglow-Cover sehr stilvoll nachempfunden. Eine wechselnde Videoshow passend zu den Songs rundetet das Bild ab.

P13Auf der B├╝hne standen die ├╝blichen Verd├Ąchtigen. Gitarrist Oliver Hartmann, von Anbeginn bei AVANTASIA dabei, auf der rechten B├╝hnenseite. Links Sascha Paeth, mit seiner silbernen Duesenberg Gitarre und wie auch vor drei Jahren┬áAndre Neygenfind am Bass. Ebenso links Miro Rodenberg mit seiner “Keyboardburg”. Am Schlagzeug nicht unerwartet Felix Bohnke . Die Backing Vocals lieferten Herbie Langhans, der vor 3 Jahren das erste Mal bei AVANTASIA mitgesungen hat sowie die wunderbare┬áIna Morgan als auch die Frontstimme von Sascha Paeth┬┤s neuer Band MASTER OF CEREMONY,die wundervolle┬áAdrienne Cowan. Alle drei mit gro├čartigen Stimmen ausgestattet, die, wie sich sp├Ąter noch zeigen sollte, nicht nur im Chor ├╝berzeugen konnten. Ein jeder bekam im Laufe des Abends einen Solopart!

P49Zum zweiten Song kam dann “danish dynamite” auf die B├╝hne. Der PRETTY MAIDS S├Ąnger Ronnie Atkins performte mit seiner rauchigen Stimme perfekt `Starlight┬┤ und auch `Book of ShallowsÔÇś. Wer bei `Book of Shallows┬┤ Hansi K├╝rsch, Frontman bei BLIND GUARDIAN, vermutet hatte, wurde durch die hervorragende Performance von Jorn Lande entsch├Ądigt. Diese Songs, als auch der ├╝berwiegende Teil der in der ersten Konzerth├Ąlfte gespielten Songs, stammen vom aktuellem Album “Moonglow” . Grunds├Ątzlich ist das ja bei Konzerten h├Ąufig immer so ein kleiner “Downer”, nicht jedoch so in Hamburg.

Wie bei AVANTASIA ├╝blich, gaben sich w├Ąhrend des ganzen Abends, neben Tobias Sammet, weitere erstklassige S├Ąnger die Klinke in die Hand. Mit von der Partie waren der bereits erw├Ąhnte Ronnie Atkins (Pretty Maids), J├Şrn Lande (Masterplan / Pentakill), Eric Martin (Mr. Big), Geoff Tate (Queensr├┐che) und Bob Catley (Magnum).

Die zweite H├Ąlfte der Setlist war dann ein Streifzug durch ├Ąltere Songs. Ein Querschnitt durch das gesamte Schaffen und Tun von AVANTASIA. St├╝cke vom “Scarecrow” Album, “Wicked Symphony” und “Ghostlight” fanden ihren Platz!

P42kleinerZur Band gibt es nicht viel zu sagen! Alle der Anwesenden haben Ihr K├Ânnen bereits an vielen Stellen unter Beweis gestellt. Neygenfind und Bohnke bilden das bekannte solide Fundament und grooven durch die Nacht, was das Zeug h├Ąlt. Da bleibt niemand still stehen. Zudem ist der sehr intensive Spielstil von Felix Bohnke auch noch toll anzusehen! Miro Rodenberg, Keyboarder und Soundt├╝ftler bei AVANTASIA war nat├╝rlich f├╝r das Orchestrale zust├Ąndig. Einen fetten Applaus holte er sich f├╝r sein geiles Keyboardsolo ab. Die Gitarrenarbeit von Hartmann und Paeth ist perfekt und es fanden einige gemeinsame Gitarrensolis ihren H├Âhepunkt. Dabei ist der Sound wirklich bei beiden grandios. Wie ├╝brigens der gesamte Sound im Mehr! Theater ebenfalls excellent war. Das war mit Sicherheit auch ein Grund, warum das Publikum die Show von der ersten bis zur letzten Minute feierte. Dies wiederum ging auch an den Musiker nicht spurlos vor├╝ber. Es wurden auf der B├╝hne Faxen gemacht und Tobi lobte das Hamburger Publikum mehrfach ├╝ber den gr├╝nen Klee! Nicht zu unrecht, wie ich fand. Ich war schlie├člich zuvor auch schon in Berlin dabei und ich muss sagen, die Punkte gehen in diesem Fall klar nach Hamburg.

P6Nach den schon erw├Ąhnten drei Stunden fand das Konzert mit `Lost in Space┬┤ einen sehr w├╝rdigen Abschluss. Das Publikum quittierte mit lauten Applaus. Und nach kurzer Wartezeit gab es dann nat├╝rlich noch eine Zugabe. Zu den Songs `Farewell┬┤und `Sign of the Cross┬┤ gab es wie gewohnt die Vorstellung der Band. Und danach, zu `The Seven Angels┬┤ kamen dann noch einmal alle S├Ąnger auf die B├╝hne und der Abend endete dann mit einem gigantischen Konfettiregen.

P12Mein Gesamtfazit zum Konzert in Hamburg:┬áAVANTASIA ist technisch brillant gespielter Symphonic-Metal. Die Songs sind erstklassig produziert und werden von gut ausgew├Ąhlten S├Ąngerinnen und S├Ąngern pr├Ąsentiert. Wenn ihr also auf diese Musik abfahrt und Euch mal eine Metal-Opera anschauen wollt, dann nutzt unbedingt die Chance und besucht noch eines der Konzerte der aktuellen Tour von AVANTASIA oder versucht diese Show auf einem Festival zu sehen. Die Shows von und mit Tobias Sammet machen Laune, animieren zum Mitsingen und sind jeden Cent wert! Kleine Warnung vielleicht an dieser Stelle – dies aber mit einen nett gemeinten Zwinkerer: Der gut gelaunte Tobias Sammet spricht gern ein paar Zeilen l├Ąnger zwischen den Songs, was aber den Fans von EDGUY und AVANTASIA sicherlich bekannt sein d├╝rfte. Mir pers├Ânlich gefallen seine kleinen am├╝santen Einlagen und ich finde den Tobi einfach unterhaltsam.

Das Hamburger Mehr! Theater hat bei mir wieder einmal einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Nicht umsonst hat auch Tobias Sammet in der Show schon beklagt, dass die Halle wegen eines dort ab 2020 dauerhaft stattfindenden Theaterst├╝ckes nicht mehr f├╝r den Konzertbetrieb zur Verf├╝gung steht. Das ist auch aus meiner Sicht als Rollstuhlfahrer wirklich sehr sehr schade. Die Halle ist barrierefrei und die Rollstuhl-Trib├╝ne sucht ihresgleichen – nicht nur in Hamburg.

P5kleinZum Abschluss noch ein kleiner “FanFact” von mir: Auf der B├╝hne war die neue Band von Sascha Paeth MASTER OF CEREMONY fast komplett vertreten. Es fehlte eigentlich nur noch Corvin Bahn. Bereits in Berlin traf ich auf Sascha und dieser verriet mir, dass er mit seiner neuen Band nach Ver├Âffentlichung der ersten Scheibe im Herbst auf Tour gehen wird. Man darf also gespannt sein!

Berichterstattung / PhotoCredits: “MetalRollz”

Beast in Black – “From Hell with Love” in Berlin

Posted by Metal Rollz On M├Ąrz - 14 - 2019

ÔÇ×FROM HELL WITH LOVEÔÇť – Das Tourende der ersten Headliner-Tour in Mittel-Europa f├╝r BEAST IN BLACK. Was vor 14 Tagen in Hamburg fulminant begann, endete am 11.03.2019 ebenso ├╝berzeugend im vollen Columbia Theater in Berlin.

metal_rollz-8Der Abend begann mit TURMION K├äTIL├ľT als Support. Elektro-Metal aus Finnland und wie 14 Tage zuvor in der Markthalle in Hamburg sind auch die Berliner – trotz des Techno-Crossovers – sofort auf Seiten der Finnen.┬á Das liegt ganz sicher nicht nur an der Reminiszenz, die Hannu ÔÇ×Master BatesÔÇť Voutilainen im Angus Young-Outfit lieferte. Apropos Kleidung: Nach dem Konzert wurde ├╝berall, wo ich auch hinh├Ârte, ger├Ątselt, ob┬áSaku ÔÇ×Shaq-UÔÇť Solin nun etwas unter dem Kilt trug oder nicht? Dies wird uns wohl weiterhin auch ein R├Ątsel bleiben! Kein R├Ątsel blieb jedoch der Opener; es war `Grand Ball┬┤ von der 2011 erschienenen “Perstechnique”.

53873366_334234387205229_3784974452547125248_oInteressanterweise ein anderer Opener als zuvor in Hamburg. Der Opener aus Hamburg hatte es beim Berliner Konzert nicht einmal auf die Setlist geschafft. Aber egal, die Band hat┬á aus ├╝ber 15 Jahren Musikgeschichte genug Material und alles rockt so herrlich heftig. Das Besondere an TURMION K├äTIL├ľT┬á ist, dass die beiden S├Ąnger Saku ÔÇ×Shaq-UÔÇť Solin und ┬áPetja ÔÇ×MC Raaka PeeÔÇť Turunen beim Gesang sprachlich immer zwischen Englisch und Finnisch wechselten. Das tat der Freude jedoch keinen Abbruch; ganz im Gegenteil: Das Berliner Publikum ist von der ┬ája auch als “Kehlkopfverletzung” durchgehenden finnischen Sprache begeistert, ebenso wie vom Gesangsbattle der beiden! Insgesamt merkt man der der Band die Freude ├╝ber die Begeisterung des Publikums auch nach 13 Konzerten au├čerhalb von Skandinavien immer noch an. Nach 45 Minuten und 11 Songs ist dann Schluss mit der finnischen Techno-Metal-Party.

metal_rollz-5Kurze Umbaupause: Und da stehen sie nun - BEAST IN BLACK auf ihrer als K├Ąfig dargestellten B├╝hne. Totenk├Âpfe auf den Pfahlspitzen betonen den Tourtitel┬á”FROM HELL WITH LOVE”. Und es geht gleich richtig fett zur Sache. Der Opener der aktuellen Scheibe ÔÇ×From Hell with LoveÔÇť ist auch die Nummer eins auf der Setlist beim Konzert in Berlin. `Cry out for a Hero┬┤ legt klar fest, worum es heute Abend gehen wird. Metal “rulez” the world! Der zweite Song `Unlimited Sin┬┤ kommt ebenfalls von der zuvor genannten neuen Scheibe. Und auch wenn in der einschl├Ągigen Presse die Stimme von S├Ąnger Yannis Papadopoulus als ├╝berfordert bezeichnet wurde, live ist er eine absolute Bank.

54361819_334242037204464_8381366006534111232_oWie ├╝brigens die ganze Band, die vor Spielfreude fast platzt. Der Spa├č kommt total r├╝ber. Es werden Grimassen geschnitten, solange bis das Smartphonebild im Kasten ist. Und das Publikum geht absolut mit. Ich habe das Gef├╝hl, die haben zur Vorband nochmals zwei Schippen drauf gelegt. Es wird gefeiert und gesungen was das Zeug h├Ąlt. Nicht ├╝berraschend besteht die Frontrow ├╝berwiegend aus jungen Damen, die┬á absolut textsicher sind. Faszinierend f├╝r eine Band, die gerade ihre erste Headliner-Tour spielt! Aber zum einem machen die f├╝nf optisch etwas her und zum anderen denke ich, aufgrund der vielen Nightwish-Shirts an diesem Abend, dass sich der Support von BEAST IN BLACK von Nightwish ausgezahlt hat. Ich jedenfalls┬á habe BEAST IN BLACK auch das erste Mal bei Nightwish live gesehen und f├╝r gut befunden! Einziger Wehrmutstropfen ist allerdings dieses ewige Eingespiele von Keyboard-Tracks. Das hat die Band eigentlich nicht n├Âtig. Sie sind aber nicht die einzigen, die das so machen. Nun ja…kann, aber muss nicht.

metal_rollz-4Nach 16 energiegeladenen Songs war dann mit dem Titelsong der aktuellen CD von `From Hell With Love┬┤ Schlu├č. Nat├╝rlich forderte das Publikum frenetisch nach einer Zugabe. Diese lie├č auch nicht lange auf sich warten. Nach `No surrender┬┤, `Blind and Frozen┬┤ und `End of the World┬┤ war dann aber wirklich Schlu├č. Zur├╝ck blieben eine offentsichtlich gl├╝ckliche Band und ein Publikum, das voll auf seine Kosten kam. Leider haben die Bands nach dem Konzert keine Autogrammstunde gegeben. Eigentlich wirklich schade nach solch einem Abend!

Mein Fazit: Die Fahrt nach Berlin, um dort BEAST IN BLACK zu sehen, hat sich wirklich gelohnt. Live sind die Herren um Anton Kabanen irre gut! Dieser scheint die Trennung von Battle Beast offensichtlich sehr gut verarbeitet zu haben und hat aus meiner Sicht mit BEAST IN BLACK eine ebenb├╝rtige Band aufgebaut! Auf jeden Fall meine “Geht bitte hin!-Empfehlung”, denn sie kommen garantiert bald wieder.

metal_rollz-2Da ich selbst Rollstuhlfahrer bin, m├Âchte ich hier die Gelegenheit kurz noch nutzen, um etwas zur Barrierefreiheit der Venue in Berlin – dem Columbia Theater – zu schreiben. Ich habe mehrere Rollstuhlfahrende dort gesehen. Der Zugang zum Columbia Theater geht ├╝ber einen separaten Eingang an der Seite. Ihr m├╝sst Euch nur beim Einlass bemerkbar machen, dann werdet Ihr durch den ÔÇ×GartenÔÇť zum Rolli-Eingang gef├╝hrt. Es gibt auch eine f├╝r Rollstuhlfahrer geeignete Toilette. Diese ist immer abgeschlossen, also kurz der Bar melden, dann klappt das wunderbar! Es gibt keine Trib├╝ne, aber ich durfte als Aktivrollstuhlfahrer nach getaner Arbeit im Fotograben (dem sogenannten “Pit”) verbleiben und von dort aus den Rest des Konzertes genie├čen. Ich werde auf jeden Fall wieder ins Columbia Theater gehen. Der Daumen geht somit nach oben !

Berichterstattung / PhotoCredits: METAL ROLLZ

KROMLEK INTERVIEW

Posted by admin On M├Ąrz - 23 - 2011

Kromlek Interview 12.3.2011 Anl├Ąsslich des, von Fans lang erwarteten, zweiten vollwertigen Studioalbums der Schweinfurter Pagan-Metaller von Kromlek, lag es Metal-Impressions am Herzen, an dieser Stelle eine junge, aufstrebende und vor allem sympathische Band zu ihrem neuen Werk und dem damit verbundenen Drumerherum zu befragen. Als Sprachrohr stellt sich Gitarrist Robert, besser bekannt unter dem Pseudonym ‘Nhevann’, zur Verf├╝gung.

C.: Hallo Robert! Sch├Ân, dass du dir an diesem Samstag Morgen die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Zuerst sei da nat├╝rlich zu erw├Ąhnen, das am 8. April euer neues Album ├╝ber Trollzorn erscheint, ├╝ber die bisher alle eurer Ver├Âffentlichungen liefen.

R: Richtig, wir hatten 2005 unsere ersten Auftritte und bereits da kam das Label auf uns zu, wobei der Deal zustande kam, dass wir die ersten Songs, die eigentlich als Demo zu bewerbungszwecken gedacht waren, direkt dort produzieren konnten. Daraus wurde dann eine EP, da wir nun durch den entstandenen Vertrag kein Demo mehr brauchten. Das war dann eben unsere erste CD.

C.: Und f├╝hlt ihr euch bei Trollzorn bisher gut aufgehoben?

R.: Ja, wir sind sehr zufrieden. Wir kennen die Leute auch privat, waren auch schon bei denen zuhause und so weiter… Wir k├Ânnen da jederzeit anrufen und ├╝ber alles reden, bisher gab es da noch keine Probleme. Sind alles sehr nette Leute.

C.: Das ist doch sch├Ân zu h├Âren! Ihr hattet das Album ja bereits 2009 angek├╝ndigt, auf Youtube z.B. gab es zu diesem Zweck ein Video in dem ihr euch ├╝ber die neue Bandsituation und das Album ├Ąu├čert. Wodurch kam die Verz├Âgerung zustande?

R.: (lacht) Ja… wir haben irgendwann beschlossen, das ganze bei den Helion Studios zu machen, wo auch Equilibrium aufnehmen und deren Gitarrist Ren├ę auch arbeitet. Anfangs hatten wir angedacht, das Schlagzeug zu programmieren, allerdings wurde uns durch das Studio dann angeraten, das ganze doch richtig einzuspielen. Daf├╝r haben wir uns dann noch ein wenig Zeit genommen, um den Sound entsprechend professionell klingen zu lassen.

C.: Zur Entwicklung der Songs: Meines Wissens nach bist du hauptverantwortlich f├╝r eure Kompositionen?

R.: Die genaue Aufteilung kann man eigentlich so nicht bestimmen, es ist immer anders. Es kommt aber nicht vor, dass jemand einen Song komplett alleine schreibt, und jemand anders dann den n├Ąchsten. Aber prinzipiell sind unser Keyboarder und ich die Hauptkomponisten, wobei sich unser Schlagzeuger mittlerweile auch abseits der Schlagzeuspur immer ├Âfter einbringt. Allerdings war das beim aktuellen Material noch nicht so h├Ąufig der Fall, da ein Teil der Songs entstanden ist, bevor er dazu kam,

C.: Der Titel des Albums lautet FINIS TERRAE. Kann man das als eine Art roten Faden sehen, der sich durch s├Ąmtliche Songs zieht?

R.: Das kann man so sagen. Thematisch dreht es sich um den Weltuntergang, was ja ein gro├čer Begriff ist. Wir verarbeiten da viele Stimmungen bez├╝glich sozialer Geschichten oder beispielweise dem ├Âkologischen Super-Gau, eben Dinge, die immer irgendwie pr├Ąsent sind. Das steht ein bisschen im Kontrast zu unseren alten Texten, die sich eher mit den typischen Pagan-Thematiken befassen. Wir fanden einfach, dass es in dieser Szene mal Zeit f├╝r etwas frischen Wind wird und man nicht immer mehr oder weniger auf den gleichen Sachen rumreitet.

C.: Damit nimmst du schon meine n├Ąchste Frage vorweg: Bei einer genreverwandten Band z.B. lassen sich ja jetzt ├Ąhnliche Tendenzen feststellen, allerdings auch mit kleinen Abstechern in mehr oder weniger politische Richtungen.

R.: Mit Politik haben unsere Texte bisher nichts zutun gehabt und das wollen wir auch beibehalten. Wir sind der Ansicht, dass soetwas da nichts zu suchen hat und Punkt. Die Musik ist unser Hobby und wir verarbeiten da Erfahrungen aus unserem Leben und nichts anderes. Aber das muss nat├╝rlich jede Band f├╝r sich selbst entscheiden.

C.: Das ist doch mal eine klare Einstellung. Gerade die Pagan-Szene erlebt ja gerade einen beachtlichen Hype, was die Musik mancher Bands einfach zu einer Massenproduktion verkommen l├Ąsst, die sich ├╝berwiegend an Klischee-Themen bedient.

R.: Ja, aber das ist mit anderen Musikrichtungen auch passiert und wenn du mich fragst, war das nur eine Frage der Zeit. Du hast etwas neues, die Leute springen drauf an und irgendwann stagniert es und wird uninteressant. So ist das nunmal mit Trends. Nat├╝rlich gibt es da die Leute, die das durchziehen und sich auf Altbew├Ąhrtes berufen, aber man muss auch manchmal ein wenig mit der Zeit gehen, Neues ausprobieren und sich dadurch herauskristallisieren. Man will sich mit seiner Musik auch weiterentwickeln und nicht 20 Jahre das Gleiche machen. Au├čerdem kommen durch den unterschiedlichen Geschmack der Bandmitglieder immer neue Einfl├╝sse, die die ganze Komposition auch ein wenig aufmischen.

C.: Im eben erw├Ąhnten Trailer-Video sagt ihr, das neue Album w├╝rde polarisieren. Ist das auf die unkonvetionellen Texte bezogen oder spielt ihr damit auch auf andere Punkte an.

R.: Nat├╝rlich spielen die Texte dabei eine gro├če Rolle, die sehr umfangreich und teilweise auch recht kryptisch gehalten sind. Wir haben noch nie stupides Textmaterial verwendet und man muss schon ein wenig nachdenken, um sich alles erschlie├čen zu k├Ânnen. Genauso ist damit auch der neuzeitliche Musikstil gemeint, der gerade in unserem Genre nicht allt├Ąglich ist. In dieser Hinsicht sehen wir uns da schon ein bisschen als Vorreiter. Man wird auf dem neuen Album auch viel Neues entdecken, immerhin sind seit der letzten Ver├Âffentlichung 4 Jahre vergangen, was vielleicht etwas befremdlich wirken k├Ânnte. Aber nat├╝rlich wirst du beim H├Âren auch Kromlek-typische Parts entdecken, an denen man uns wiedererkennt. Wir sind sehr gespannt auf die Reaktionen unserer H├Ârerschaft. Bisher gab es im engeren Bekanntenkreis bez├╝glich des neuen Materials aber durchweg positive Resonanzen. Gerade beim Ausprobieren verschiedener Keyboard-Sounds sind wir auf Vieles gesto├čen, was uns gefallen hat und was wir gern einbauen wollten, dementsprechend gibt es einige neue Elemente.

C.: Man durfte ja bereits erfahren, dass ihr ein paar G├Ąste f├╝r die Aufnahmen gewinnen konntet. So ├╝bernehmen Ren├ę von Equilibrium und Mark und Joris von Heidevolk einzelne Gesangsparts. Wie stehen die Kontakte zu den entsprechenden Bands?

R.: Bei Equilibrium war es so, dass wir anfangs nicht richtig warm miteinander geworden sind, uns mittlerweile aber gut verstehen. Ich pers├Ânlich bin auch privat mit Ren├ę befreundet und durch das Album haben wir momentan umso h├Ąufiger Kontakt. Allerdings hat er sich lediglich um den angesprochenen Gesangspart gek├╝mmert, kompositorisch gab es da keine direkte Zusammenarbeit, wie man vielleicht meinen k├Ânnte. Und an der Produktion war er nat├╝rlich ma├čgeblich beteiligt.

Mark und Joris haben wir auf einem Konzert einfach mal angesprochen, nachdem wir bandintern beschlossen haben, dass wir gern Gasts├Ąnger haben m├Âchten. Das war beim Release-Gig von Black Messiah im Essener Turock, wo Heidevolk als Vorband gespielt haben. Die fanden die Idee auch auf Anhieb gut und wir haben ihnen dann eine Vorabversion und den Text zugeschickt. Den Rest haben die beiden ziemlich selbstst├Ąndig erledigt und wir waren von dem Ergebnis sofort ├╝berzeugt. Und genau diese erste Version befindet sich nun auch auf dem Album. Au├čerdem werden die beiden auf der anstehenden Tour, und zwar bei den beiden Konzerten in Holland, dazukommen und bei diesem Song live mitwirken.

C.: Das ist doch eine sehr gute ├ťberleitung. Kurz nach Release geht es f├╝r euch zusammen mit Skyforger, Gernotshagen und ein paar anderen Bands auf die ‘Black Trolls Over Europe’ Tour. Den Auftakt macht hier das Konzert im Oberhausener Helvete Metal Club am 15. April. Wie umfangreich waren eure bisherigen Touren denn so?

R.: Im Prinzip ist das die erste “gro├če” Tour. Wir hatten schon ein paar kleinere, aber bei dieser geht es 10 Tage lang durch Deutschland, ├ľsterreich, Holland, Tschechien und die Schweiz. In diesen L├Ąndern haben wir allerdings schon gespielt, z.B. als Support f├╝r Ensiferum oder Eluveitie und auf kleineren Festivals. Dort haben wir gute Erfahrungen gemacht und sind jetzt sehr gespannt auf die Tour und freuen uns darauf. In Prag und Deggendorf werden sich au├čerdem Wolfchant zum Lineup gesellen, was f├╝r manche auch interessant sein d├╝rfte.

C.: Gibt es sonst noch etwas, das du zum Abschluss sagen m├Âchtest?

R.: Wir sind wie gesagt sehr gespannt auf die Resonanzen zum neuen Album, und hoffen, dass das neue Material gut ankommt. Wir sind auch schon wieder flei├čig dabei, neue Ideen zu sammeln, damit es bis zur n├Ąchsten Scheibe nicht wieder so lang dauert.

C.: Dann w├╝nsche ich mal im Namen von Metal-Impressions alles Gute f├╝r die Tour und euch und eurem neuen Longplayer den gr├Â├čtm├Âglichen Erfolg!

KROMLEK ÔÇô FINIS TERRAE Release: 08.04.2011 ├╝ber Trollzorn / SMP Records

Tour:

Black Trolls Over Europe

SKYFORGER, HELJAREYGA; GERNOTSHAGEN, KROMLEK, NORTHLAND, NOTHGARD

+Special Guest: WOLFCHANT*

15.04. Oberhausen – Helvete

16.04. (CH) Zug – Industrie 45

17.04. Deggendorf – Alpha et Omega*

18.04. N├╝rnberg – Hirsch

19.04. (AT) Traun – Spinnerei

20.04. (CZ) Prag – Prostor Abaton* (ohne SKYFORGER)

21.04. Jena – F-Haus

22.04. (NL) Arnheim – Luxor

23.04. (NL) Leuwarden – Poppodium Romein

24.04. Berlin – K17

25.04. Bonn – Klangstation