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OPETH VIDEO
OPETH beglĂĽcken uns mit einer visuellen Singleauskopplung ihres aktuellen Albums “Heritage”. Der Track “The Devil`s Orchard” wurde hier psychedelisch festgehalten.
Watch below!
Opeth – “The Devil’s Orchard” from Phil Mucci on Vimeo.
ANATHEMA REVIEW
Nach der langen Abstinenz vor der Veröffentlichung von ‚Hindsight’ im Jahre 2008 sind ANATHEMA ganz schön fleißig geworden. Wo andere Bands allerdings schnell überpräsent werden, bin zumindest ich im Falle der Liverpooler Klangkathedralenbauer hoch erfreut über die momentane Entwicklung. So veröffentlicht man nun, gerade mal ein Jahr nach dem grandiosen „We’re Here Because We’re Here“, bereits das nächste Opus.
„Falling Deeper“ knüpft genau da an, wo „Hindsight“ aufgehört hatte. Auch hier handelt es sich um eine Compilation, bei der frühere Songs komplett umarrangiert und in sphärischer, semi-akkustischer Form neu aufgenommen wurden. Im Unterschied zu „Hindsight“ bedient man sich aber diesmal nicht am späteren Repertoire, sondern vielmehr an der rauen Frühphase des Bandfundus. Eigentlich logisch, dass diese Umstrukturierung noch eine ganze Ecke spannender ist als diejenige auf „Hindsight“.
Die Tracks auf „Falling Deeper“ zeigen dann auch äußerst eindrucksvoll, welch großartige Melodien die alten Stampfer schon beherbergt haben. Von der Debut-EP gibt es ‚Crestfallen’, ‚Everwake’ und ‚They Die’‚ von „Serenades“ erstrahlen ‚Sleep In Sanity’ sowie ‚J’ai Fait Une Promesse’ in neuem Licht. Die EP „Pentecost III“ findet mit ‚Kingdom’ und ‚We, The Gods’ Beachtung, während „The Silent Enigma“ mittels ‚…Alone’ und ‚Sunset Of The Age’ neues Leben zuteil wird.
Was bereits bei den vorherigen Neueinspielungen funktionierte wird auf „Falling Deeper“ nunmehr perfektioniert. Die ausgewählten Songs klingen als hätten sie seit jeher auf diese Arrangements gewartet. Wo in den 90ern stumpfer Doom Tiefgang erzwungen hat, berühren die heutigen Versionen durch ihre zarte und zerbrechliche Schönheit ungleich tiefer.
Lee Douglas Stimme ist dabei endgültig zu einem festen Bestandteil des ANATHEMA-Sounds verschmolzen und nicht mehr wegzudenken. Bei ‚Everwake’ bedient man sich zwar zusätzlich der Dienste von Stimmakrobatin Anneke Van Giersbergen (AGUA DE ANNIQUE, Ex-THE GATHERING), einen herausragenden Gewinn gegenüber der bandeigenen Goldkehle stellt dieser Schachzug erstaunlicherweise aber gar nicht dar.
Der zweite Teil des Experiments Neuerschaffung von Altem ist meines Erachtens überaus geglückt. ANATHEMA haben hier wieder einmal etwas ganz Besonderes erschaffen.Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gibt, dann sind es allenfalls die knapp 40 Minuten Spielzeit. Derartigen Klängen hätte man gerne noch länger gelauscht bzw. noch weitere vergessene Perlen neu entdeckt. Aber was soll’s, ich könnte eh noch mal die alten Alben rauskramen…
Ohne Wertung
Thomas
CORONATUS VIDEO
Ohrwurmalarm fĂĽr alle Gothic Anhänger! CORONATUS jagen uns mit “Fernes Land” einen Vorgeschmack auf das im November erscheinende Album “Terra Incognita” um die Ohren.
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EDGUY “AGE OF THE JOKER”
EDGUY, die fünf Spaßvögel aus Fulda sind wieder da. Bewaffnet mit einem bunten Strauß ansteckender Melodien läuten sie das Zeitalter des Narren ein. Was gleich positiv auffällt: Man geht wieder spürbar vielseitiger zu Werke. War „Tinnitus Sanctus“ doch eine gewisse Geradlinigkeit zu eigen, so geht „Age Of The Joker“ wieder mehr in Richtung des genial-chaotischen Wahnsinns von „Rocket Ride“.
Zwar hätte man als Opener etwas Eindringlicheres als den mit IRON MAIDEN-Longtracks liebäugelnden ‚Robin Hood’ auswählen können, doch ist dieser Track trotz aller Langatmigkeit durchaus sympathisch. Wollen wir mal nicht zu kleinlich sein. Schließlich pfeifen Tobi und seine Mannen ja schon seit Jahren authentisch auf alle denkbaren Trends oder Anbiederungen. Man zieht einfach konsequent sein eigenes Ding durch.
Und genau diese Einstellung ist, was die auf den Strumpfhosenhelden folgenden 40 Minuten so reizvoll machen. Egal ob das flotte ‚Nobody’s Hero’, das episch-folkige ‚Rock Of Cashel’, der entspannte Bombastrocker ‚Pandora’s Box’ oder auch die gelungene STRATOVARIUS-Verneigung ‚Break’. Auf dem Album gibt es einfach wenig, was nicht begeistert. Erstaunlich auch, zu welch vielfältigen Sounds Herrn Sammets Stimme doch passt. Dass selbige in Topform brilliert versteht sich ja quasi von selbst. Weiteres Schmankerl: ‚’Two Out Of Seven’, in dem man sich auf ironische Art mit dem Treiben der Musikpresse auseinandersetzt. Finde ich sehr gelungen.
Neben der wiederentdeckten Vielfalt sind aber vor allem anderen die Gitarren die großen Gewinner auf „Age Of The Joker“. Ich kann mich an kein EDGUY-Album erinnern, auf dem die Sechssaiter derart versiert, liebevoll detailliert und virtuos zu Werke gingen. Auch in dieser Hinsicht bietet man schillernde Vielfalt, die einfach extrem Spaß bereitet. Prädikat „besonders wertvoll“.
Einige balladeske Momente sind leider mal wieder schmerzhaft jenseits der Kitschgrenze angesiedelt. Diese Problematik hatte ich persönlich bei EDGUY allerdings schon immer. Daran wird sich vermutlich auch in diesem Leben nichts mehr ändern. Zudem haben sich gegen Ende der Platte auch einige Längen eingeschlichen. Im Prinzip war’s das dann aber auch schon mit Minuspunkten.
Durch den Rückspiegel betrachtet ist „Age Of The Joker“ ein sehr gelungenes Album voller kurzweiliger Unterhaltung, welches allen Freunden klassischerer Metalklänge wärmstens ans Herz gelegt werden kann. Für Fans der Band ist es ohnehin ein Pflichtkauf.
5/6
Thomas
NIGHTRAGE “Insidious” Review
NIGHTRAGE „Insidious“ Was uns das schwedisch-griechische Konglomerat NIGHTRAGE hier vorlegt ist wahrlich ganz großes Kino! Auf eindrucksvolle Art und Weise belebt das Quartett den Spirit skandinavischen Death Metals der 90er Jahre wieder. Elemente alter IN FLAMES und DARK TRANQUILLITY tauchen immer wieder auf, ohne allerdings die NIGHTRAGE-typischen Trademarks zu verdrängen. Es wird nicht bloß lau aufgewärmt, sondern aus dem bewährten Liebgewonnenen eine neue Leidenschaft erarbeitet. So wird das Ganze zu einer homogenen Mischung. Einem Bastard, dessen unwiderstehlicher Attraktivität sich kein Freund gediegenen Death Metals entziehen kann.
Das Faszinierendste an „Insidious“ ist, dass es trotz extremer Eingängigkeit jede Menge zu entdecken gibt. Zunächst wäre da die überragend gute Gitarrenarbeit von Marios Illiopoulos und Olof Mörck zu erwähnen, die auf dem Grundgerüst von garstig groovenden Riffgewittern eine Unzahl großer Melodien aufbauen. Shouter Antony Hämäläinen bellt dazu wie Anders Fridén (IN FLAMES) in seinen besten Zeiten, während gefühlvolle Guest-Vocals von EVERGREY’s Tom S. Englund (atemberaubend!) unter anderem ‚Wrapped In Deceitful Dreams’ und Apollo Papathanasio (FIREWIND) und Thomas Lindberg (AT THE GATES, ex-NIGHTRAGE) ‚This World Is Coming To An End’ veredeln. Instrumental bringt sich das ehemalige Bandmitglied Gus G. (FIREWIND) mal wieder gekonnt ein. Dankbarerweise klingt das Album aber absolut wie aus einem Guss, so dass alle Anschuldigungen eines billigen Namedroppings ins Leere gehen müssen.
Unterm Strich bietet “Insidious” 53 durchweg spannende Minuten, welche in perfektem Soundgewand glänzen. Diese permanent hohe Qualität des Materials macht das Nennen von Anspieltipps prinzipiell überflüssig. Dennoch möchte ich es versuchen. Neben den bereits namentlich genannten Songs begeistern mich besonders das kompakte ‚Sham Piety’, der Ohrwurm ‚Hate Turns Black’ und das furiose Finale ‚Solar Corona’.
Auch wenn NIGHTRAGE seit dem umjubelten Debüt „Sweet Vengeange“ noch keine wirklich schlechte Veröffentlichung herausgebracht haben, bin ich von diesem zukünftigen Referenzwerk in Sachen Schwedentod doch sehr überrascht. Dieses Album wird NIGHTRAGE mit einem fetten Ausrufezeichen zurück auf die Death Metal-Landkarte bringen. KAUFEN, HÖREN, LIEB HABEN!!!
Veröffentlichung: 23.09.2011
5,5/6 Punkten
Thomas
METALFEST OPEN AIRS 2012
Und auch fĂĽr die Metalfest Open Airs 2012 wurden mittlerweile die ersten Bands bekannt gegeben.
Das bisherige Line-Up liest sich wie folgt:
BLIND GUARDIAN (auĂźer Metalfest Germany East)
KREATOR
HYPOCRISY
LEGION OF THE DAMNED
SALTATIO MORTIS
ENSIFERUM
Die Tickets gibt’s wie immer zu unschlagbaren Preisen bei HARDTICKET.EU. Hier die zeitlich gestaffelten Angebote:
ab 01.09.2011 – solange der Vorrat reicht
Early Bird Package (Ticket inkl. Camping + Shirt + CD) für 54,- € + VVK Gebühr (1000 Tickets)
Wenn Early Bird Package ausverkauft – 28.02.2012
Ticket für 59,- € + VVK Gebühr
Fanpack (Ticket inkl. Camping + Shirt + CD) für 69,- € + VVK Gebühr
01.03.2012 – 31.03.2012
Ticket um 64,- € + VVK Gebühr
Fanpack (Ticket inkl. Camping + Shirt + CD) für 74,- € + VVK Gebühr
01.04.2012 – 30.04.2012
Ticket um 69,- € + VVK Gebühr
Fanpack (Ticket inkl. Camping + Shirt + CD) für 79,- € + VVK Gebühr
01.05.2012 – 31.05.2012
Ticket um 74,- € + VVK Gebühr
Fanpack (Ticket inkl. Camping + Shirt + CD) für 84,- € + VVK Gebühr
BRAINSTORM VIDEO
Die deutschen Power Metaller BRAINSTORM habe ihr  neues Video `In These Walls` veröffentlicht.  Der Song stammt vom kommenden Album “On The Spur Of The Moment”, welches am 30. September erscheint. Watch Below!
ARP-Video
AXEL RUDI PELL veröffentlicht einen neuen Videoclip. Hierbei handelt es sich um eine Coverversion vom LEONARD COHEN Klassiker `Hallelujah`. Der Song stammt vom kommenden Album “The Ballads IV”, welches am 23. September das Licht der Welt erblickt!! Watch Below!
DOMINANZ – AS I SHINE
DOMINANZ – „As I Shine“
Aus Norwegen wird uns dieses Industrialschmankerl kredenzt. Ohne großes Intro geht es sofort zur Sache; treibende Gitarren, fließende Keyboardteppiche, eine dunkle (manchmal verzerrte) Stimme und eine Prise Gothic Metal. Die Melodien greifen auch sofort nach dem Hörer, lassen ihn aber leider auch wieder all zu schnell los. Die Ansätze sind gut, auch die Produktion lässt keine Wünsche offen, aber der Konkurrenzdruck scheint hier einfach zu groß zu sein, weil es bereits Acts wie SAMAEL oder PAIN erfolgreicher vorgemacht haben.
Die eingestreuten Gothic Parts wirken an den haaren herbeigezogen und man hat insgesamt den Eindruck, als würden sich DOMINANZ in den 90ern verirrt haben, wo sie richtig ordentlich Erfolge abfeiern könnten. Leider ist der Trend bereits vorbei und die Wiese abgegrast, weshalb hier nur noch Resteverwertung angesagt ist.
Fazit: Gute Ansätze, Produktion geht mehr als in Ordnung, leider kaum Atmosphäre. Meiner Meinung haben DOMINANZ sehr gutes Potential, um ihren eigenen Weg zu gehen. Freunde der vorher genannten Bands können bedenkenlos zugreifen, der Rest geht leider leer aus.
3/6 Punkten
Radu
CTHONIC – TAKASAGO ARMY
CHTONIC – „Takasago Army“
Eine für mich unbekannte Band schließt ab sofort eine Bildungslücke, denn mit „Takasago Army“ zeigen die Tawainesen von CHTONIC, welche Entwicklung sie in den 16 jährigem Bandbestehen hinter sich haben.
Hinter der „Takasago Army“ verbirgt sich eine legendäre taiwanesische Guerillaeinheit, die den Japanern im zweiten Weltkrieg beisteht. In den Lyrics wird die Geschichte des jungen Stammeskriegers Wubus Bawan erzählt, der eben dieser Armee beitritt. Historisch und politisch wird hier einiges durch den Denkkasten gejagt, was auf der textlichen Seite ordentlich Pluspunkte abräumt. Musikalisch wird hier ganz großes Kino geboten. Die Death Metal Riffs zerren eine wahre Bestie aus den Boxen, gepaart mit  tightem Schlagzeuggeballer, deftigen Growls und einer ordentlichen Dosis Folkloreeinschlag. Zwischendurch wird mit Power Metal Solis und groovigen Riffs einen halben Gang runtergeschaltet, bevor sich mit deftigem Gekreische und Blastbea(s)ts die geballte Energie des Albums entlädt.
Obwohl der Härtegrad auf der Messlatte hier sehr hoch liegt, wird er durch die gezielten Einsätze von Folkloreelementen und Keyboardpassagen abgerundet, ohne an Dynamik zu verlieren. Der Mix aus derbem Geknüppel und nachvollziehbaren Melodien ist hier sehr gut gelungen und die Dynamik raubt dem Hörer unter dem Kopfhörer schlichtweg den Atem.
In der Vergangenheit mussten sich CHTONIC viel Kritik zu Herzen nehmen, was den eigenen Stil angeht; oft kopiert und nie erreicht wurde ihnen vorgeworfen. Offensichtlich haben sie sich die Kritik zu Herzen genommen und eine astreine Schreibe hingelegt.
Fazit: geile Riffs, markante Atmosphäre, und einen ordentlichen Voll-auf-die-Fresse-Faktor. CHTONIC haben hier alles richtig gemacht. Dieses Album hinterlässt verbrannte Erde und glückliche Hörer im Extrem Sektor!
5,5/6 Punkten
Radu



