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INFESTING SWARM “DEMO”

Posted by admin On Juni - 7 - 2011

15121INFESTING SWARM – “Demo”  Im Jahr 2007 von Schreihals/Gitarrist Dante aus der Taufe gehoben, lassen INFESTING SWARM nun ihr erstes Lebenszeichen in Form einer Demo von der Leine. Die mittlerweile vierköpfige Kombo aus Dortmund konnte auch live bereits erste Erfahrungen im Rahmen vom Exile Festival 2010 sammeln und erfreut sich der Krönung als Bester Newcomers auf dem Legacy Metalfest 2011. Ein kurzes Intro bereitet die Ohrmuscheln auf fĂĽnf Songs vor, die dann auf den Hörer einprasseln.

Zu Beginn klingt es etwas chaotisch, als würden die Jungs nicht wissen, in welche Richtung ihre Musik gehen würde; erst im Laufe des ersten Songs „Maelstrom“ wird klar, dass diese Songstruktur beabsichtigt ist, um den Hörer in eine andere Klangwelt zu katapultieren. Der Gesang klingt zu Beginn leicht gewöhnungsbedürftig, aber spätestens ab dem Solo platzt dann endgültig der Knoten und der Song entfaltet schlagartig seine ganze Kraft. Das schnelle Schlagzeug wird von getragenen, teils doomigen Gitarren begleitet und der Gesang peitsch hasserfüllt durch die Gehörgänge. Danach haben INFESTING SWARM den Hörer im (und auch am) Sack, denn je länger der Song geht, desto geiler wird er.

Frisch eingewöhnt an den Sound der Jungs stürzt man sich in die weiteren Songs und erlebt einige Überraschungen. Gleich zu Beginn wird mit „Infernal“ das Tier aus dem Käfig gelassen, um sich ordentlich im Player auszutoben und danach wieder in eingängige Doom Riffs zu verfallen. Faszinierend dabei ist, dass der Spannungsbogen dabei locker gehalten wird und das Kochrezept zwischen langsameren Gitarren und ballerndem Schlagzeug richtig aufgeht.

Mit „Funeral March“ geht´s zu Beginn an langsam Richtung Verdammnis, bevor gelegentliche Ausbrüche den Marsch in einen hektischen Galopp verwandeln. Was sich seit dem ersten Song angekündigt hat, wird auch hier weiter bestätigt; je weiter die Demo fortschreitet, desto schwieriger wird es, sich den Songs zu entziehen. Mit „Catacombs“ wird dann die Doom Rutsche gefahren, was dem Gesamteindruck noch weitere Pluspunkte im Rahmen von Abwechslung gibt. Mit „Relay“ wird sich ein letztes Mal ordentlich ausgeschissen, damit der Aggressions Faktor auf der Demo auch nicht zu kurz kommt.

Stilistisch wird hier ein interessanter Black/Death Metal Cocktail mit einer ordentlichen Packung Doom gemixt. Die Songs sind komplex, aber leicht nachvollziehbar. Besonders gelungen ist die Balance zwischen rasendem Schlagzeug und teils schnellen, teils langsamen Gitarren. Der Gesang ist zu Beginn recht gewöhnungsbedürftig, passt aber im Laufe der Demo gut in die Rahmenbedingungen der Songs rein. Soundtechnisch geht die Produktion in Ordnung (gerade für eine Demo!); sollte produktionstechnisch noch eine Schüppe draufgepackt werden, dürften die Songs richtig übel knallen. Einige hohen Gitarrenläufe klingen manchmal etwas fehl am Platz, machen aber dem Gesamteindruck der Demo nichts negatives aus.

Fazit: Mit ihrer Demo werden INFESTING SWARM auf jeden Fall für Aufsehen sorgen. Sofern eine fettere Produktion ihnen in Zukunft den Rücken stärkt, dürften ihre Klänge auch sehr schnell weitere Kreise ziehen. Neben Atmosphäre haben die Jungs außerdem etwas, was man bei vielen Newcomern vermisst, nämlich einen eigenen, unvergleichlichen Stil. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

4,5/6 Punkten

Radu

1 Response so far
  1. » Blog Archive » INFESTING SWARM INTERVIEW Said,

    [...] Ehrlich gesagt ist in erster Linie der Sound einer Band sehr wichtig. Man hört einigen Bands einfach an, dass sie ehrliche Musik machen und der Sound ist das Markenzeichen. Man kann noch so gut produzieren und technisch noch so versiert sein, das alles hilft nicht wirklich, wenn die Musik nicht direkt aus einem selbst heraus kommt. Die Szene an sich beeinflusst uns nicht beim Songwriting, weil wir an keine Erwartungen gebunden sind, außer an die eigenen uns selbst gegenüber. Wir ziehen unser Ding durch und als Ergebnis ist uns die Reaktion der Hörer wichtig. Dabei kommt es uns nicht auf Bestätigung durch positives Feedback an, sondern gerade die kritischen Reaktionen zeigen uns, wo wir etwas optimieren können, um unsere Musik zugänglicher zu machen, ohne uns jedoch von unseren eigenen Erwartungen zu sehr zu entfernen. Bis jetzt haben wir die meisten Reaktionen aus unserem engeren Bekanntenkreis und aus 2 Reviews (eins davon bei http://www.metal-impressions.de/?p=14046. [...]

    Posted on Juni 20th, 2011 at 20:58

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