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Das war das 4. Sørdfest Open Air

Posted by Stefanie On Mai - 20 - 2018

27022009_1980441222207774_8261724231268156954_oAm vergangenen Samstag, dem 12.05.2018, hieß es für mich einmal wieder „Support your local bands“. Unterwegs war ich zum  SØRDFEST OPEN AIR in  Flethsee, gelegen im Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein. Um 16:30 Uhr erreichte ich die heilige Wiese und wurde von glücklichen Kühen mit einem freundlichen Muhen begrüßt. Die Bühne des  Sørdfest Open Air´s war schon vom Parkplatz aus zu erkennen und die ersten Klänge des Openers, der Band STEEL CRUSHER, zu hören. Also, schnell Fototasche geschultert und ab auf das Gelände. Schon am Einlass wurde man wirklich herzlich begrüßt und ich hatte schon gleich das Gefühl auf einem großen Familientreffen angekommen zu sein. Sehr gemütlich alles. Eine kleine Fläche mit Bühne, saftigem grünen Gras, das zum Chillen einlud, Getränkestände und einer Bude fürs leibliche Wohl. Ein großes langes Pavillion-Zelt mit Tischen und Bänken sorgte als Platz zur Rast und zum Verzehr und der Rest sollte sich eh vor der Bühne abspielen. Kurzum: Was will man mehr. Alles war da, was das Metal- und Rock-Herz begehrt.

STEEL CRUSHER, eine Heavy-Rock-Band aus Husum, die sich im Jahre 2014 gründete, spielte vor noch etwas wenig Publikum. Aber egal! Es war früh am Tage und diejenigen,  die schon vor Ort waren, feierten die Husumer. Ich selbst erlebte die Band das erste Mal live und war sichtlich angetan. Neben eigenen Songs wie z.B. `The Steelcrusher´ oder aber auch `Stone from the sky´, wurden auch zwei  Cover-Songs, wie zu einen der Klassiker der Pointers Sisters `I am so excited´ und Black Sabbath´s `Paranoid´ gespielt. Und das wirklich richtig gut. Mich konnte die Band vor allem gesangsmäßig abholen. Lob an den Vocalisten Daniel.

Nach kurzer Umbaupause starteten die Kieler der Band INNER AXIS. Neben einer absolut geilen Performance – hier wurde auch etwas dem Auge und meiner Kamera geboten – erreichte sauber gespielter, hymnenhafter Metal meine Ohren. Im Vordergrund standen für mich die Gitarrenparts. Flinke Hände der Gitarristen Zack und Dirk wussten zu überzeugen. INNER AXIS präsentierten Songs ihrer beiden veröffentlichten Alben, wie z.B. `Storm Lords´, `Killing Lullaby´ oder aber `All is one´. Am 09.06.2018 spielen sie z.B. in Hamburg-Harburg in „Marias Ballroom“. Also, wer Zeit hat, sollte sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen und ein Konzert der Kieler Band INNER AXIS aufsuchen.

Die Sonne brachte noch immer eine angenehme Hitze mit sich und das eine oder andere Bier ging über den Tresen. Ein kleines Filmteam hielt nebenher die Sørdfest-Momente ebenfalls fest. Ich denke, hier kann man sich in Kürze über ein Video freuen.

Als nun um 19:10 Uhr die fünf Mannen der Rendsburger Band POWERHEAD auf die Bühne kamen, füllte sich der Platz vor der Bühne. Diese Band begleite ich schon eine Weile und wer die Rendsburger kennt, weiß es erwartet einen Spaß und eine ordentliche Portion Metal. Stimmung können die Jungs von POWERHEAD immer entfachen und das gelang ihnen auch an diesem Abend. Songs, wie `Raise hell´, `Knights of steel´ oder aber `Time runs out´ kennt man und konnte man dementsprechend auch gut mitsingen. Mir gefielen die Jungs, obwohl schon einige Male gesehen und gehört, beim  Sørdfest Open Air richtig gut – vielleicht lag es an dem neuen Dreadlock-Look des Sängers Brede? Jungs, ich kann nur sagen: Daumen nach oben und weiter machen !

Nach der Power der Band zuvor, ging es in eine – sagen wir – ruhigere Phase des Sørdfest. Nunmehr standen DAYFLY´S DIARY aus Wilster auf dem Programm. Eine Progressive Rockband, die zurückversetzt teilweise in die 70er Jahre. Im Jahre 2016 nahmen sie am Hamburger OXMOX-Bandcontest teil, erreichten das Finale und man wurde aufmerksam auf diese Band. Ich nutzte die angenehme Stimmung und setzte mich in Gesellschaft auf eine der Bänke und genoß DAYFLY´s DIARY gemütlich bei einem Kaffee. Die Sonne ging unter, nebenher bot sich ein wunderschöner Schleswig-Holsteiner Horizont und man schaute über das flache Land und erkannte die Silhouetten der Windkraftanlagen. Ich als Steven Wilson Fan bekam dann bei der Covernummer von `Harmony Korine´ eine absolute Gänsehaut. Sich an diesen Song heranzuwagen und diesen dann auch noch so gut abzuliefern, war ganz großes Kino. Ebenfalls präsentierten sie als Pink Flyod-Cover `Comfortably Numb´. Wenn ich diese Band an diesem Abend zwischen einer Power-Metal-Band und einer Thrash-Metal-Band etwas deplatziert fand, so war ich wirklich angetan von ihrem Tun und werde sie mir in anderer Athmosphäre bei anderer Gelegenheit gerne noch einmal wieder ansehen. Ich bin immer wieder begeistert, was wir in Schleswig-Holstein an guten Bands haben. Eine dieser Bands ist DAYFLY´s DIARY.

Nach dieser Rockeinlage ging es nun über zum härtesten Brett des Abends. TYSON aus Kiel sollten nun noch einmal das Publikum vor die Bühne ziehen und amtliches Headbanging war angesagt und Pflicht. TYSON gaben einige Songs ihrer älteren Alben zum Besten und ebenfalls einige Songs ihres im Februar erschienenem neusten Albums `Unbreakable´. Das Publikum war begeistert und moshte mal so richtig schön vor der Bühne ab. Für mich sind die Kieler von TYSON – seitdem ich sie vor gut 2 Jahren kennenlernte – schlicht und ergreifend des Nordens Thrash-Metal-Perle. Wo sie aufschlagen, ist eine solche Kraft zu spüren, die jeden anspringt, der diese Spezies des Metals liebt. Jeder der vier TYSON-Mitglieder begeistert für sich. Grandioses Gitarrenspiel von „Pierre Diddy“, „Tom Banx“ an den Drums immer eine echte Nummer und die Stimme von „Kochi van Tyson“ von Anbeginn genau meines. Auch „Zed Doomhammer“ hat sich super in die Truppe eingespielt. Ich bin immer noch der Meinung, umso mehr ich TYSON höre und auch erlebe und sehe, wie sie das Publikum begeistern, dass sie einen Platz weiter oben auf größeren Bühnen verdienen und auch erreichen werden. Mein Tipp: Einfach gucken, wo die Jungs live spielen und Pferde satteln.

Als krönenden Abschluss des Abends – wie in jedem Jahr – kam dann die hauseigene Band des Sørdfest Open Air´s, die Band SØRDLICH, auf die Bühne. Sie selbst sagen über sich, sie machen Bar-Rock. Aus meiner Sicht lockerer deutschsprachiger Punkrock, der Laune macht.

Ich muss an dieser Stelle sagen: LEIDER war ich in diesem Jahr das erste Mal beim Sørdfest Open Air. Aber ich sage schon an dieser Stelle, es wird auch mein Anlaufpunkt im kommenden Jahr sein. Ich wünsche den Machern des Sørdfest Open Air´s Jahr für Jahr nunmehr eine tendenziell steigende Besucherzahl und einen langen Atem. Hier ist sehr viel Engagement, Leidenschaft und Herz für eine in meinen Augen tolle Sache zu sehen. Nachwuchsbands sind Zukunft und brauchen eine Plattform. Diese Plattform bereitet Ihr und das ist etwas Großes. Gerne werden wir vom Metal Impressions Magazine und NordMensch in Concerts Euch weiterhin unterstützen.

DANKE Sørdfest!!!

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