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Review: AOAL

Posted by Samir On Mai - 22 - 2013

Cover_frontGreen

ASHES OF A LIFETIME zählen in fränkischen Landen zu den beständigsten und beliebtesten Bands und kaum ein Metaller in der Region wird den FĂĽnfer nicht mindestens einmal live erlebt haben dĂĽrfen. Auch auf Platte konnte man, auf bisher zwei Alben, ĂĽberzeugen und sogar einen Plattenvertrag an Land ziehen. Nach dem letzten Langspieler “When All Goes Up In Flames”  (2009) wurde es jedoch ruhig um die Band und es folgten einige Besetzungswechsel. Trotz, oder gerade durch, größtenteils livetechnische Abstinenz, konnte man sich auf das Schreiben neuer Songs konzentrieren und präsentiert mit “Green” nun die neuste EP.

“An Anthem For A Broken Heart” markiert zu Anfang nicht etwa eine Ballade, sondern ein Intro, das den Hörer mit Klavier und dĂĽsterer Atmosphäre in den ersten Song “Shock” begleitet. Dieser bricht im Anschluss herein und zeigt von Anfang an die wichtigste Neuerung im Sound von ASHES OF A LIFETIME. Vom einst Hardcore- lastigen Sound, hat man sich schon auf dem letzten Album mehr zu EinflĂĽssen des Thrash, Death und auch Progressive Metals entwickelt, ohne jedoch die eigenen Wurzeln zu vernachlässigen. Dieser Weg wird auch auf dem neusten Output konsequent weitergefĂĽhrt und ausgebaut.

Ein weiteres Beispiel hierfĂĽr ist auch “Illusion”. Zwar beginnt man mit einem SUCH A SURGE- ähnlichem, gesprochenen Part, doch wird auch hier erneut das Tempo angezogen und Sänger Nils brĂĽllt sich die Seele aus dem Leib. Garniert wird das Ganze durch einen Zwischenpart, der wohl am ehesten dem Sound des modernem Hardcore zuzuordnen ist, aber den Song wunderbar ergänzt.

“Nemesis” verdeutlicht anschlieĂźend einen weiteren wichtigen Fortschritt, nämlich im Bereich der Vocals. Im Vergleich zu vorherigen Veröffentlichungen, wird hier wesentlich variabler agiert und zu den ursprĂĽnglichen Hardcore Shouts, Growling und sogar fast schon  klarer Gesang hinzugefĂĽgt. Dadurch macht man den gesamten Sound eingängiger und, im Vergleich zum letzten Album, zugänglicher. Dies wird auch von der Tatsache unterstĂĽtzt, dass ASHES OF A LIFETIME in “Shock” und “Nemesis” zum ersten Mal fast schon konventionelle Songstrukturen, inklusive Refrain, verwenden.

Dass man es hier aber keineswegs mit einer gewöhnlichen Band zu tun hat, wird erneut bei “Continuation” deutlich. Der Song strotzt nur so vor Ideen und komplexen Spielereien, ohne dabei ĂĽberladen zu wirken. Die Gangshouts, die auch bei den ĂĽbrigen Songs verwendet wurden, verleihen dem Ganzen dabei noch eine Live- Atmosphäre, die komplett zum Sound passt.

Wie könnte man eine solche EP wohl besser beenden, als mit einem Cover? Richtig, mit einem MACHINE HEAD Cover! Dies gibt es in Form von “Davidian” und man schafft es, den Sound des Originals mit dem eigenen zu verbinden, ohne dabei aufgesetzt zu klingen. GroĂźes Kino!

Auch in Sachen Produktion spielt diese Band ohne Probleme bei den Großen mit. Der Sound, der von André Hofmann in den Fortefortissimo Studios kreiert wurde, ist druckvoll und transparent und setzt die Songs gekonnt in Szene.

Insgesamt liefern ASHES OF A LIFETIME eine beachtliche EP ab. Die Songs sind eingängiger als in der Vergangenheit, ohne dabei an Komplexität zu verlieren und beinhalten allesamt Details, die man erst nach mehrmaligem Hören entdeckt. Dadurch wird die Scheibe auch nach einiger Zeit nicht langweilig und macht schon jetzt Lust auf das nächste Full-Length Album.

5,5/6 Punkten

1 Response so far
  1. » Blog Archive » REVIEW: AOAL Said,

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    Posted on November 2nd, 2016 at 09:38

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