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ALCEST NEWS

Posted by Radu On März - 13 - 2013

alcest 2012Seit dem 1. März 2013 befinden sich ALCEST im isländischen Sundlaugin Studio, um mit Produzent Birgir JĂłn Birgisson den Nachfolger zu “Les Voyages De L’Ă‚me” aufzunehmen. Bereits im vergangenen Jahr äuĂźerte sich Neige wie folgt zu den neuen Alcest-StĂĽcken:

“Man darf Musik erwarten, die sich von frĂĽheren Alcest-Veröffentlichungen unterscheidet. Ich finde keine Metal-Elemente mehr darin, obwohl es viele sehr intensive Parts gibt und die Dynamik immer noch die gleiche ist. Nur unsere Herangehensweise hat sich geändert, aber die Grundkomponenten bleiben erhalten. Mit diesem Album widmen wir uns wieder der nostalgischen Seite von Alcest. Es klingt sehr verträumt, ein wenig wie unter Wasser gehört (aquatisch) und nicht so verspielt wie die beiden Vorgänger. Die Melodien benötigen Zeit zur Entfaltung, wenn Ihr versteht, was ich meine. Ich bin schwer begeistert von diesen Songs, und finde unseren neuen Zugang sehr erfrischend.”

Als Gastmusiker konnten bereits Neil Halstead (Slowdive, Mojave 3) und Billie Lindhal (Promise And The Monster) bestätigt werden.

Das noch unbetitelte Album wird wahrscheinlich Ende 2013 oder Anfang 2014 ĂĽber Prophecy Productions erscheinen.

OCTOBER TIDE ALBUM

Posted by Radu On Februar - 20 - 2013

October Tide tunnelNostalgiker unter uns werden sich erinnern:  im Jahr 1997 lief KATATONIA Gefahr, in der Versenkung zu verschwinden weil es bandintern verschiedene Vorstellungen fĂĽr die musikalische Entwicklung gab. Zum GlĂĽck wurde dadurch OCTOBER TIDE von Jonas Renske und Fred Norrmann aus der Taufe gehoben, wobei sowohl das DebĂĽt “Rain Without End”, als auch der Nachfolger “Grey Dawn” bis heute in der Undergroundszene abgefeiert werden. Damals wurden weder Interviews gegeben, noch Promotion gemacht, weshalb die Band lange Zeit unbekannt war. Satte 11 Jahre später wurde mit neuer Besetzung “A Thin Shell” nachgeschoben und fleissig getourt. Anno 2013 ist es wieder soweit und mit neuer Besetzung wird “A Tunnel Of No Light” ĂĽber Pulverised Records nachgelegt. Einen ersten Eindruck kann man sich beim Song `Adoring Ashes` machen.

SUMMONING NEWS

Posted by Radu On Januar - 16 - 2013

Summoning-OldMorningsDawn2Ganze sechs Jahre mussten sich die Fans von SUMMONING gedulden, um endlich wieder ein Lebenszeichen zu hören. Endlich ist es soweit, und die ersten Details zum neuen Album sickern durch. Die Platte hört auf den Namen “Old Mornings Dawn” un die Aufnahmen dazu sind im vollen Gange. Gitarrenriffs und Protectors Gesangslinien sind bereits im Kasten. Silenius zieht in den nächsten Wochen mit den Gesangsaufnahmen nach. Das Coverartwork spricht dabei bereits Bände…

CALADAN BROOD-”Echoes Of Battle”

Posted by Radu On Dezember - 24 - 2012

CALADAN BROOD – „Echoes Of Battle“

caladanbrood-echoes_bigGanz großes Kino kommt im Februar 2013 auf uns zugerollt, denn hier wird ein Debüt abgeliefert, das sich gewaschen hat! Aus dem Nichts tauchen zwei Jungs aus Amerika auf und vertonen auf satten 71 Minuten das Fantasy Epos „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson. Was kann man auf einem Debüt, das sich auf sechs Songs verteilt von unbekannten Musikern erwarten?

Haupteinfluss sind definitiv Summoning, von denen man leider seit sechs Jahren nichts mehr gehört hat. Erhabene Songs schreiten bedächtig über innere Gedankenlandschaften hinweg, vorbei an gesägten Gitarrenlinien, epischen Keyboardpassagen, hymnenhaften Gesängen und eingestreuten Flötenpassagen. Obwohl fleißig gekrächzt wird, setzt man den charismatischen Klargesang ebenfalls häufig ein, was dem Album einen ordentlichen Schub verleiht. Auch von den Instrumenten und dem Songwriting wird stark auf Abwechslung gesetzt und so entstehen schnell vor dem inneren Auge Gedankenfilme, die auch ihre Langzeitwirkung nicht verfehlen.

Bereits der Opener `City Of Azure Fire` lässt Summoning Jünger ehrfürchtig auf die Knie sinken und sich darüber freuen, dass es auf diesem Album viel zu entdecken gibt. Neben dem schleppenden Marsch, beginnt der Song auf Keyboardteppichen und epischen Gesängen zu schweben und in ferne Länder zu entführen. Der Titeltrack wartet mit Schlachtgeräuschen und epischen Elementen auf, die einen (besonders über Kopfhörer) in ein Paralleluniversum befördern. Hier werden die metallischen Wurzeln ausgelotet, ohne in das Extrem zu verfallen, während Bathory und Falkenbach beim Hören dieses Albums zufrieden lächeln dürften. `Wild Autumn Wind` treibt die Reise auf die Spitze, denn die Gitarrenmelodien erklimmen auf dem Rücken sphärischer Synthesizerklänge Berge, um sich in gänsehautartigen Gesangspassagen zu verlieren.

`To Walk the Ashes of Dead Empires` ist ein derartiger Übersong, dass er ein eigenes Review verdient hätte. Das Keyboard läutet die Reise ein, bevor das Schlagzeug den Hörer auf einen 13 minütigen Marsch schickt. Ohne Vorwarnung brettern Blastbeats über die getragenen Passagen hinweg, ehe ein Soundtrack die Berglandschaft vor dem inneren Auge entstehen lässt, der den Hörer vor Erhabenheit staunen lässt. Einen Moment wird Innegehalten, ehe eine groovige Passage die Kraft des Songs aus den Boxen weiterhin entlädt. Selbst während der Entladung wird eine Spannungskurve geflogen, die in einem schwarzmetallischem Opus mündet, ehe sie zu ihrer vollen Größe explodiert. Während der Explosion begleiten uns eine Keyboardmelodie (die uns nie wieder loslässt), griffige Gitarrenlinien und epische Heldengesänge, die uns eine neue Dimension der Gänsehaut bescheren. Am Ende wird der Song mit der unsterblichen Melodie auf einer Flöte und prasselndem Lagerfeuer beendet. Alleine dieser Song ist derart genial, dass hier ganz neue Maßstäbe gesetzt werden!

`A Voice Born of Stone and Dust` lässt die schwarzmetallische Schiene vorbildlich glänzen, ohne an Epik einzubüßen und mit `Book of the Fallen` entfesseln CALADAN BROOD ein wahres Fest für mittelalterliche Klangfetischisten. Man könnte noch stundenlang über das Album philosophieren, was jedoch das Review arg sprengen würde. Das gelungene Cover und die wuchtige Produktion stehen diesem musikalischen Meisterwerk sehr gut zu Gesicht.

Fazit: Episch, bombastisch und genial! Ein Debüt wie ein Orkan, der über Berge, Gedanken und Lautsprecher hinwegfegt, um Staunen und Verblüffung zu hinterlassen. Wer auch nur ansatzweise etwas mit Fantasy anfangen kann und sich fragt, wie man es vertonen kann, muss diese Scheibe gehört haben. Ein Meisterwerk!

6/6 Punkten
Radu

BEHEMOTH NEWS

Posted by Radu On Dezember - 19 - 2012

250px-BehemothBANDBEHEMOTH Fronter Nergal, der 2010 an Leukämie erkrankt ist, hat mit Hilfe einer Knochenmarkspende die Krankheit besiegt. Im polnischen Fernsehen gibt es nun einen Mitschnitt, wie er seinen Spender Gregory trifft. Ein weiterer Beweis, dass Musik nicht nur verbindet, sondern auch zu mehr Hilfsbereitschaft und Unterstützung auffordern kann. Den Mitschnitt könnt ihr hier sehen.

DORDEDUH – “DAR DE DUH”

Posted by Radu On November - 7 - 2012

DORDEDUH –„Dar De Duh“

Dor de duhBei der Band handelt es sich um die neue musikalische Heimat der ehemaligen Negura-Bunget-Köpfe Hupogrammos und Sol Faur. Der ureigene Stil dieser Band wurde in unterschiedlichen Lagern respektiert, verehrt oder einfach nur bestaunt. Was nun daraus geworden ist, wird jetzt besprochen.

Der Titel des Albums (zu deutsch: “Geschenk des Geistes / der Seele”) weist darauf hin, dass weiterhin an dem numerologischen Konzept festgehalten wird. Inhaltlich und musikalisch befasst man sich hier vor kulturellen und esoterischen HintergrĂĽnden mit der Zahl „Sieben“ und deren symbolischer Bedeutung. Dabei bezieht man sich vorrangig auf die sieben Ebenen der spirituellen Entwicklung und das alte rumänische Brauchtum, die sieben Wochentage zu personifizieren und diese in Beziehung zu den sieben Planeten der klassischen Astrologie zu setzen. Was bereits philosophisch tiefgrĂĽndig klingt, wird musikalisch noch tiefgrĂĽndiger umgesetzt. Die Songs kommen sehr intuitiv und wenig durchdacht rĂĽber und das Songwriting ist extrem komplex. Aus dem Bauch heraus, statt vorhersehbare Elemente wird hier ganz groĂź geschrieben, was den Hörer zwar fordert, aber auch unglaublich bereichert.

In Sachen Spiellänge bringt es allein der Opener auf satte 16 Minuten und auch sonst schießt man locker über die achtminütige Grenze hinaus (Ausnahme: `Dojana`). Inhaltlich passiert in jedem Song so viel, wie bei anderen Bands auf einem ganzen Album. Einfühlsam flüsternd, hemmungslos vorpreschend, eingängig mitreißend und hypnotisch packend sind die Worte, die allein `Jind De Tronuri`beschreiben. Am Ende gibt es noch eine Überraschung in Form von schamanischen Ritualgesängen. Wenn Ambient sich mit rauem Black Metal vermischt, hat man sich zu ´Flacararii` vorgearbeitet, das sich in seiner Spielzeit zu einem richtigen Epos steigert und Bathory Fans ehrfürchtig staunen lässt. Mit ´E-an-na` gönnt man dem Hörer eine Verschnaufpause und bereitet ihn auf die weitere Reise vor. Besonders das rein akustische `Dojana` (siehe Videoclip) hat es mir angetan, zeigt es doch die Jungs kraftvoll und charismatisch zugleich, ohne ein metallisches Instrument zu gebrauchen. Während des Albums greifen die Rumänen auf viele unterschiedliche Werkzeuge zurück; sägende Gitarren, Klanghölzern, Blasinstrumente und nicht zuletzt auf die Stimme, in allen Variationen.

Einfühlsame Intros, makabres Gebretter, klare Gesänge, hemmungsloses Geschreie, traditionelle Instrumente und eine extrem dichte Atmosphäre umhüllt das Album. Gerade der sehr ungewöhnliche Mix aus rumänisch traditioneller und mystischer Musik und dem metallischen Progressiveinschlag verstört und fasziniert den Hörer gleichermaßen. Wer also einen ungewöhnlichen Trip in musikalische Hemisphären unternehmen möchte, ist hier genau richtig!

Fazit: Ungewöhnliches Album, ungewöhnliche Band, neue musikalische Pfade. Antesten!

5/6 Punkten
Radu

CRADLE OF FILTH – “The Manticore And Other Horrors”

Posted by Radu On Oktober - 28 - 2012

Cradle_Of_Filth_-_The_Manticore_&_Other_Horrors_coverCRADLE OF FILTH – „The Manticore And Other Horrors”

Kurzer Geschichtsausflug: diese Band erschuf Anfang der 90er einen eigenen Sound, den bis heute viele Bands nacheifern. Auf den Covern wurde Sex mit makabrer Dunkelheit vereint, lyrisch gab es tiefgründige Ausflüge und musikalisch wurde von opulent bis aggressiv alles abgegrast. Aus dieser Mischung kamen Meisterwerke wie „The Principle Of Evil Made Flesh“, „Dusk And Her Embrace“ und „Cruelty And the Beast“ zustande, die für viele Fans ihren Höhepunkt mit “Midian” hatten. Danach liest sich die Diskographie wie ein zweischneidiges Schwert: mehr Bombast, ausschürfende Ausflüge mit Gothic Elementen und softer angelegtes Songwriting spaltete die Fangemeinde. Einige sahen die Alben als Entwicklung, Kritiker schimpften über kommerziell orientiertes Songwriting, um die Existenz der Band zu rechtfertigen. CRADLE OF FILTH bleiben weiter am Ball und geben in regelmäßigen Abständen ein Lebenszeichen von sich. Ihr aktuelles dürfte für einigen Wirbel sorgen.

„Back To The Roots“ ist dabei das Motto und kickt gleich zu Beginn mit `The Abhorrent` in eine Achterbahn der Gefühle. Wie auf Knopfdruck bündeln sich alle Stärken der Band und prügeln den Hörer durch die ersten Minuten. Erdige Gitarren, eine Schießbude im Dauerfeuermodus und dezent eingesetzte Synthesizer pfeffern erbarmungslos nach vorne. Dani hat sich anscheinend intensiv mit seiner Gesangsarbeit befasst, denn er legt eine sehr charismatische Arbeit an den Tag und klingt seltener nach einer Katze, die gefoltert wird. Im Laufe des Albums kommen dreckige Punk- und klassische Metaleinflüsse aus den Boxen, ohne jedoch an Atmosphäre einzubüßen (`For Your Vulgar Delectation`). Insgesamt wurde der Bombast zurückgefahren und sich mehr auf erdige Riffs und prägende Gitarrensoli konzentriert, was den Songs sehr zugute kommt. Gemessen an den Anfangstagen hat man das Gefühl, ein Metaller träumt Anfang der 90er davon, wie erwachsener Metal im Jahr 2012 klingen sollte. Natürlich gibt es auch hier wieder die obligatorischen Trademarks (tiefe Erzählerstimme und Frauengestöhne), um die Kette nicht zu brechen. CRADLE OF FILTH nehmen sich nicht all zu ernst und gehen weitaus weniger verbissen zu Werke, wobei der Spaß beim Songwriting hängen geblieben ist. Mit `Manticore` wagt man sich auch leicht in orientalische Gefilde vor, ehe es wieder in den düsteren Bombastabgrund geht, ohne an Härte einzubüßen. Die Songs tragen sich wie von selbst und lassen Kritiker (zu denen ich selbst auch gehöre) daran denken, warum man diese Band eigentlich früher gerne gehört hat.

Eingängigkeit gibt´s ebenfalls auf dem Album, was das untere Video beweist (`Frost On Her Pillow`). Das extreme Songs auch schnell im Ohr hängen bleiben wird mit `Pallid Reflection` deutlich, das mit klassischem Heavy Metal Riffing beginnt und sich gänsehautartig steigert, ohne aus dem Midtempo auszubrechen. Wer die „Vempire“ EP vergöttert, dürfte mit `Siding With The Titans` ehrfurchtsvoll auf die Knie sinken. Den Befreiungsschlag aller Zweifel zerstreut `Succumb To This`; saugeile Gitarrenleads, ein arschtretender Hassbrocken und zu guter Letzt die geilste Gesangsarbeit in der gesamten Bandkarriere (inkl. makabrem Duett mit Gänsehautgarantie). Mit `Sinfonia` wird das Album orchestral abgeschlossen, ehe es erneut auf die Play Taste geht.

In diesem Jahr erheben sich einige legendäre Bands, um eine neue Scheibe abzuliefern und zwar mit unterschiedlichen Erfolgen. Auch CRADLE OF FILTH haben zusammen mit jenen Bands (My Dying Bride, Katatonia, Anathema) die hiesige Musikszene erschaffen und gestaltet. Ihr aktuelles Album ist ein Befreiungsschlag für alle Kritiker, die krampfhaft versuchen Musik in Sparten einzuordnen, oder Erfolg an legendäre Alben zu messen. CRADLE OF FILTH nehmen sich die Zeit, um erneut zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Dass der Schritt zurück zu den Wurzeln gleichzeitig zwei Schritte nach vorne ist, hätte wohl kaum jemand erwartet. Für mich persönlich war diese Band nach „Thornography“ tot und abgeschrieben. Mit dem aktuellen Album wird jedoch auf ein wichtiges Thema in dieser schnelllebigen Welt hingewiesen: sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Zeit zu nehmen, um mit Gelassenheit geile Musik zu machen und zu hören!

Fazit: An dieser Stelle bleibt nur noch der Aufruf, sich das Album anzuhören und ohne Vergleiche auf sich wirken zu lassen. Wer sich darauf einlässt, wird mit dem besten CRADLE OF FILTH Album seit langem belohnt, egal ob Kritiker, oder langjähriger Fan. Die Balance zwischen Dunkelheit, Aggression und Bombast lässt diese Scheibe nicht mehr aus meinem Player. Sehr geiles Teil!

5,5/6 Punkten
Radu

DORNENREICH NEWS

Posted by Radu On Oktober - 24 - 2012

dornenreichDie Arbeiten am nächsten Longplayer “Freiheit” laufen bereits auf Hochtouren. Um uns die Wartezeit zu verkĂĽrzen, gehen DORNENREICH mit einem mystischen Set auf Tour. Hier das Statement der Band:

“Im FrĂĽhjahr 2013 kehren wir auf die BĂĽhne zurĂĽck – und zwar in auĂźergewöhnlichem Rahmen: An besonders beseelten Orten fĂĽhren wir das weiter, was wir mit unserem Auftritt während des Wave-Gotik-Treffens in der Krypta des Völkerschlachtdenkmals zu Leipzig 2007 begannen: eindringliche und hoch emotionale Akustikkonzerte.

Noch lange vor der Veröffentlichung unseres 8.Studioalbums “Freiheit” präsentieren wir Ausschnitte dieses Albums und binden sie in ein umfangreiches Programm aus StĂĽcken unserer bewegten Bandgeschichte ein.”
18.01.’13 AT – Traun / Spinnerei
25.01.’13 DE – Berlin / St. Bartholomäuskirche
26.01.’13 DE – Leipzig / UT Connewitz
15.02.’13 DE – Erfurt / Predigerkeller
16.02.’13 DE – Dortmund / Pauluskirche

ALCEST NEWS

Posted by Radu On August - 8 - 2012

alcest 2012Neues aus den Proberäumen von ALCEST. Mastermind Neige gab einige Details zu den aktuellen Arbeiten am neuen Album bekannt:

Hallo da drauĂźen! Vor einigen Tagen haben Winterhalter und ich Demos fĂĽr das nächste ALCEST Album, fĂĽr welches wir mit dem Songwriting schon fast fertig sind, aufgenommen. Nur noch ein paar Arrangements wie auch die Lyrics fehlen uns noch … Die Lyrics schreiben wir immer erst am Ende des Prozesses. Wie ich schon kĂĽrzlich in Interviews gesagt habe, kann man sich etwas erwarten, das sich von den frĂĽheren ALCEST Alben unterscheiden wird. Ich glaube nicht, dass es noch [viele] metallische Elemente beeinhalten wird, obwohl es sehr viele intensive und dynamische Teile geben wird. Die Dinge wurden einfach auf eine andere Art und Weise gemacht, aber der Kern der Sache bleibt der selbe. Das Album wird zurĂĽckkehren zur nostalgischen Seite von ALCEST – es ist sehr verträumt, aquatisch und etwas weniger progressiv als die letzten beiden Alben. Melodien brauchen ihre Zeit, um zu wachsen, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich bin sehr aufgeregt, was diese neuen Songs betrifft und die neue Herangehensweise fĂĽhlt sich sehr erfrischend an. Ich kann auch schon sagen, dass das Album nächsten März in Island in den Sundlaugin Studios [das Studio von SIGUR ROS] aufgenommen werden wird. Produzent wird Birgir JĂłn Birgisson sein. Es wird auch verschiedene Gast-Auftritte geben – mehr Infos darĂĽber werde ich später bekannt geben. Ich werde euch auf dem Laufenden halten!

HERETOIR “Substanz”

Posted by Radu On Juli - 30 - 2012

HERETOIR – „Substanz“

HERETOIR SUBSTANZBereits mit ihrem Debüt-Album „Heretoir“ stieß die Band auf neugierige Ohren. Nach einigen Liveauftritten (u.a. mit ALCEST und LES DISCRETS) ging es an die Wiederveröffentlichung alter Tracks, der „Existenz“ EP und einigen Bonustracks. Herausgekommen ist dabei eine weitere Perle für alle avantgardistischen Black Metal Fetischisten.

Gleich zu Beginn stellen HERETOIR den Hörer auf eine Geduldsprobe und trennen auf ihre Art die Spreu vom Weizen. Oberflächliche Hörer stempeln den ersten Eindruck als 08/15 Black Metal ab, während man sich bei genauerem Hinhören innerhalb weniger Sekunden in dem hypnotischen Songgeflecht von „Erwachen im Dunkel“ verliert. Die dreckige Produktion ist bewusst gewählt und verleiht der Melancholie einen guten Schwung Härte. Zwischendurch wird sich auch mal in einen Song reingeblastet, um den Hörer aus einer verträumten Atmosphäre herauszureißen und die Matte zum Kreisen zu bringen. Am Mikro gibt es alles, was das Herz begehrt: krankes Geschrei, mystisches Flüstern, aber auch richtig geilen Gänsehautgesang. Verteilt auf zwei CDs macht die Compilation auch vom Umfang einiges her, wobei auch auf die Stimmigkeit geachtet wurde: Auf der ersten Scheibe geht´s räudiger zur Sache, während man bei dem zweiten Silberling auf eine saubere Produktion gesetzt hat.

Die Musik erschließt sich bereits beim ersten Durchhören, entfaltet ihre Wirkung allerdings gerade bei mehrmaligem Hören. Spätestens nach dem zweiten Durchlauf bemerkt man die Mischung aus Gänsehaut, Aggression und Melancholie und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hypnotische Gitarrenmelodien, rabiates Hasenfick-Drumming, Schreie und gesprochene Passagen, aber auch erhabene Momente geben sich hier die Klinke in die Hand. Jeder Song für sich ist Stimmung, aber HERETOIR beherrschen zusätzlich die Kunst auf den Gesamteindruck zu achten und der ist einfach nur grandios. Die aktuelle Scheibe ist ein Bastard aus ULVER und KATATONIA, der mit einem eigenen Herzschlag aufwarten kann und somit absoluter Pflichtkauf ist. Anspieltipps sind von der Laune des Zuhörers abhängig, aber hier wird definitiv jeder bedient. Freunde der vorher genannten Bands sollten einfach nur den Song `Aura` antesten, der für sich alleine schon Grund genug ist, sich diese Scheibe zuzulegen.

Fazit: Was bereits beim Debüt-Album angedeutet wurde, verfestigt sich in dem aktuellen Output. HERETOIR stehen für mich ab sofort für emotionalen und genreübergreifenden Metal der eigenen Sorte. In ihrer Musik spiegeln sich viele Facetten des Lebens wider und die Jungs konzentrieren sich auf das, was bei den meisten Outputs leider fehlt: das Gefühl, das man bei der Musik verspüren kann, in seiner eigenen Welt versunken und sich seiner „Existenz“ bewusst werden.

6/6 Punkten
Radu