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REVIEW: SUN OF THE SLEEPLESS

Posted by Samir On August - 1 - 2017

SOTS_-_ToTheElements_2000x2000To The Elements

Man könnte meinen, dass manche Menschen einfach vor KreativitĂ€t platzen könnten. Bestes Beispiel ist Markus Stock aka Ulf Theodor Schwadorf, der den meisten aus seinen Hauptbands EMPYRIUM und THE VISION BLEAK bekannt sein sollte und die hĂ€rteren Gefilde des deutschen Metal seit Jahren begleitet und prĂ€gt, sei es als Vordenker besagter Kapellen oder als Produzent von beispielsweise HELRUNAR und DORNENREICH. Als ob das alles nicht genug ist, prĂ€sentiert er mit „To The Elements“ das DebĂŒtalbum seiner seit Ender der 90er Jahre bestehenden Band SUN OF THE SLEEPLESS und wird damit so manchem Schwarzmetaller zum Grinsen bringen.

Nach dem stimmungsvoll dichten Einstieg ‚The Burden‘ wird mit ‚Motions‘ das erste Mal Vollgas gegeben und ein eigentlich recht simples Riff durch vielfache Wiederholung fast hypnotisch dargeboten. Dadurch entsteht eine eisige AtmosphĂ€re, die durch den dezenten Einsatz von Keyboards im Hintergrund und dem keifenden Peitschen der Stimme ergĂ€nzt wird. Dieser Grundstimmung wird in ‚The Owl‘ eine gewisse Hoffnungslosigkeit beigefĂŒgt, die in wilder Raserei mĂŒndet und durch ein sanftes Intermezzo wiederum auseinandergerissen wird. Dieser Songaufbau ist an sich einfach, aber dennoch effektiv.

‚Where In My Childhood Lived A Witch‘ prĂ€sentiert sich zunĂ€chst wesentlich weniger rasant als die vorherigen Lieder und fokussiert sich eher auf einen anfĂ€nglichen Groove, der nach einer tragenden Passage in typisches Black Metal Geballer ausartet. Dadurch entsteht ein beachtlicher Spannungsbogen, der sich wohl am besten als eine Mischung aus Black Metal und schwedischem Death Metal beschreiben ließe.

‚Forest Crown‘ bildet die ruhige Mitte des Albums und gönnt dem Hörer etwas Entspannung, bevor es mit ‚In The Realm Of The Bark‘ gleich wieder in die Vollen geht und eine modernere BATHORY Version geboten wird. Ganz großes Kino!

‚Phoenix Rise‘ markiert das Ende des etwa 40 minĂŒtigen Spektakels und ist wohl das melodischste Lied des ganzen Albums (wenn man vom ruhigen ‚Forest Crown‘ absieht). Besonders in der zweiten HĂ€lfte des Songs verzaubert die Gitarre mit einem trĂ€umerischen Part und sorgt somit fĂŒr einen absolut perfekten Abschluss.

Da Markus Stock das Werk auch selbst produziert hat und bekannt ist, dass er etwas von seinem Handwerk versteht, ist der Sound perfekt auf die Songs abgestimmt. Schwarzmetallische Passagen werden angenehm roh und dennoch druckvoll kredenzt, wÀhrend auch die melodischen Elemente genug Platz eingerÀumt bekommen um sich zu entfalten.

Insgesamt ist „To The Elements“ ein wirklich beachtliches Werk geworden, das den alten Geist von Black Metal aufgreift und mit folklorischen Elementen vereint. Fans von BATHORY, ULVER und auch HELRUNAR werden hier sicherlich ihre Freude dran haben.

5,5/6 Punkten

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