REVIEW: STORMAGE

Posted by Radu On Juni - 23 - 2017

DEAD OF NIGHT

Stormage„Einmal klassischen Heavy Metal, mit einer Packung Ecken und Kanten bitte.“ Wer diese Bestellung aufgibt, dürfte mit STORMAGE seine helle Freude haben, denn das neue Album der Plettenberger hat alles, was ein amtliches Metal Album braucht: der Opener `Instinct To Defend` schmeißt sofort die Karten auf den Tisch und zieht mit sämtlichen Vorzügen direkt am Start blank. Packende Riffs wie klassischer 80er Jahre Heavy, Geschwindigkeitsrausch auf Speedmetal und die Präsenz des Power Metals vereinen sich in einer wuchtigen Produktion. `Anguish Of Mind` bleibt auf der Überholspur und glänzt durch herrliche Soli und kraftvollen Dynamik.

Auf `Prime Of Life` gibt es für mich einen Einbruch der Spaßlinie, die ich noch nicht nöher ergründen kann; Instrumente top gespielt, Songwriting im grünen Bereich und auch der Stil ist charismatisch. Im Verlauf des Albums wird mir klar, daß es der Gesang ist, der für meinen Geschmack die Handbremse zieht. Das Album ist vielfältig, kann jeden Stil problemlos knacken und überragt auch an Spielfreude. Allerdings sind es gerade die langsameren Passagen, bei denen mir das Charisma am Mikro fehlt und die Songs in meinem Kopf kippen lassen. Auch wenn das stampfende `In The Line Of Fire` die Mähne weiter kreisen lassen, so stört mich das Manko leider das gesamte Album hindurch. Kraftvolle Hymnen wie `Borne The Agony` ersticken den Zweifel zwar teilweise durch Geschwindigkeit und das gute Songwriting, aber dadurch fehlt mir das gewisse Charisma, um die Platte ins Langzeitgedächtnis zu schaufeln.

Fans moderner und kraftvoller Klänge können hier bedenkenlos zugreifen, denn die Songs killen definitiv. In wie weit es ausschließlich im Kurzzeitgedächtnis verbleibt, oder als Pflichtalbum heraus stellt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

3,5/6 Punkten
Radu

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