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REVIEW: ALCEST

Posted by Samir On Oktober - 24 - 2016

alcestkodamaKodama

StĂ©phane „Neige“ Paut ist und bleibt einfach ein VisionĂ€r, bei dem man niemals den nĂ€chsten Schritt voraussagen kann. Mit „Shelter“ aus dem Jahre 2014 hatte er mit seiner Band ALCEST einen mehrjĂ€hrigen musikalischen Wandel vom schwarzmetallischen Shoegaze der Anfangstage hin zum Post Rock abgeschlossen und verkĂŒndet, dass auch keine RĂŒckkehr zu hĂ€rteren KlĂ€ngen vorstellbar sei. Zwei Jahre spĂ€ter soll diese RĂŒckbesinnung jedoch stattfinden, doch eins nach dem anderen.

Das neuste Werk „Kodama“ ist nach japanischen Baumgeistern benannt, die viele aus dem Anime „Prinzessin Mononoke“ kennen dĂŒrften. Diese Naturmystik stellt auch einen wichtigen Teil der lyrischen Ausrichtung dar und bildet eine Art thematisches GrundgerĂŒst, auf dem der erhabene musikalische Bau errichtet werden kann.

Mit dem Titelsong wird zunĂ€chst der ruhige und beschwingte Post Rock von „Shelter“ weitergefĂŒhrt und verschmilzt beinahe nahtlos mit dem anschließenden ‚Eclosion‘, einem achtminĂŒtigen Epos, das Fans frĂŒherer Werke aufhorchen lĂ€sst. Keift Neige da etwa? In der Tat! Und es soll nicht der einzige Wutausbruch bleiben, denn auch in ‚Je suis dÂŽailleurs‘ wird mit dem Wechsel von clean gesungenen Passagen zu schwarzmetallischen Screams eine einzigartige AtmosphĂ€re geschaffen. Passend hierzu wechseln auch die Gitarren von trĂ€umerischen Melodien zu stakkato-artigem Sound, der die AggressivitĂ€t untermalt und den Hörer bannt.

Wie die Sonne dem Sturm folgt, halten mit ‚Untouched‘ die sanfteren Töne erneut Einzug und lĂ€uten die zweite HĂ€lfte des Albums ein, in der das Tempo insgesamt etwas zurĂŒckgefahren wird, ohne dabei auch nur eine Sekunde an Dichte einzubĂŒĂŸen. Bester Beweis ist hierbei ‚Oiseaux de proie‘!

ZurĂŒck in die Zukunft! So könnte man „Kodama“ am besten zusammenfassen. ALCEST besinnen sich auf alte StĂ€rken, ohne dabei die Ausrichtung der letzten Jahre zu verleugnen oder zu missachten. Heraus kommt das fĂŒr mich bislang stimmigste Werk und zweifelsohne eines der Alben des Jahres!

5,5/6 Punkten

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