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REVIEW: CRYPTOPSY

Posted by Radu On November - 10 - 2015

Cryptopsy small

BOOK OF SUFFERING – TOME 1

Mit CRYPTOPSY ist es so eine Sache; hämmerten sie in ihren Anfangstagen ordentlich die Nackenwirbel aus der Verankerung, um sowohl dem Death Metal, als auch dem Grind den Stinkefinger zu zeigen, so wurde es in den letzten Jahren holprig um die Kanadier. Nach seiner Rückkehr bei „Once was not“ strich Sänger Lord Worm erneut die Segel und Matt McGachy röchlt nun ins Mikro. Statt mit einem neuen Album im Gepäck, lässt man die EP Serie „The Book of Suffering“ von der Kette.

Die gute Nachricht vorweg: es klingt wie CRYPTOPSY, obwohl es erneut wieder polarisieren dürfte. Das kranke Gesangsspektrum des Lord Worm wird zwar leider nicht erreicht, aber es wird ausreichend Hass über die Songs geschüttet. Progressiv und eigenbrödlerisch waren die Kanadier schon immer, allerdings klingen hier teilweise noch einige Nebenwirkungen vom letzten Album nach: zwischen Geballer und verschachteltem Songwriting blitzt mal ein Metalcore Moment auf oder schleicht sich ein modernes Songwriting ein. Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll, denn der Traditionalist in mir schreit „nein“, während die Songs bei meiner Neugierde offene Türen einrennen. Auf jeden Fall sind die Songs nicht vorhersehbar und halten einiges an Überraschungen für die Nackenwirbel bereit.

Auch wenn mein Lieblingssänger Lord Worm nicht mehr an Bord ist und die letzte Scheibe an mir vorbeigeschossen ist, hege ich Hoffnungen, dass CRYPOPSY sich erneut als feste Größe in meine Sammlung spielen. Das aktuelle Material lässt mich jedenfalls erneut Vertrauen fassen.

4/6 Punkten
Radu

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