LIVE REVIEW: PAPA ROACH

Posted by Samir On November - 18 - 2013

paparoachEs ist Herbst: die Tage werden kürzer, das Wetter wird kalt und unbequem. Zeit um seine Samstag Abende leise und mit einem guten Buch zu verbringen. Falsch gedacht! Vergangenen Sonnabend baten nämlich PAPA ROACH endlich wieder ihr deutsches Publikum zum Tanz und dieses nahm die Einladung dankend an.

Bereits im Vorfeld wurde deutlich, dass dieses Konzert wohl eher zur kuscheligen Kategorie gehören und die Rockfabrik NĂĽrnberg nicht ganz leer stehend bleiben wĂĽrde. Deshalb hieĂź es Wochen vorher “Ausverkauft” und die Weichen fĂĽr einen gelungenen Abend waren gelegt.

Pünktlich um halb acht startete mit MIDDLE CLASS RUT auch der erste der beiden Support Acts. Schon zu dieser frühen Stunde war die Halle ordentlich gefüllt und lauschte dem Alternative-Rock Duo aus Sacramento. Die Reaktionen waren zunächst noch etwas verhalten, jedoch für den ersten Act akzeptabel.

Die Zurückhaltung fiel jedoch schon mit der zweiten Vorband GLAMOUR OF THE KILL. Die Engländer, dessen Debütalbum von der Presse hoch gelobt wurde, legten von Beginn an ohne Gnade los und präsentierten ihren Crossover aus BULLET FOR MY VALENTINE, AVENGED SEVENFOLD und einer Prise BLINK 182 der tanzenden Menge. Dabei wurden beide bisherigen Alben abgegrast und in etwa 45 Minuten keine Verschnaufpause gegönnt. Hier wird man definitiv ein paar neue Fans dazu gewonnen haben.

Kurz vor 22 Uhr war es dann Zeit fĂĽr PAPA ROACH. Diese gingen mit dem Doppelpack “Burn” und “Silence Ist The Enemy” gleich in die Vollen und läuteten eine Best-Of Show vom Allerfeinsten ein. Die Band um Frontsau Jacoby Shaddix feiert dieses Jahr zwanzigjähriges Jubiläum und möchte aus diesem Anlass einen Querschnitt durch das eigene Schaffen präsentieren. Wie auch schon bei Rock im Park wurden dabei neue Songs wie “Where Did The Angels Go” genauso gespielt wie Evergreens der Marke “Between Angels And Insects”. Im Gegensatz zum Festival hatte man jedoch natĂĽrlich um einiges mehr Zeit und konnte somit auch unbekanntere Songs wie “Born With Nothing, Die With Everything” unters Volk bringen. Bei diesem Song kam es aufgrund technischer Probleme zu einer kurzen Unterbrechung, welche das Publikum mit Fangesängen ĂĽberbrĂĽckt. Daumen hoch fĂĽr die Fans! Nach wenigen Minuten ging es auch weiter und PAPA ROACH knĂĽpften nahtlos an den angespielten Song an. Das nenne ich professionelle Musiker. Bei aller Professionalität, die sich die Jungs aus Kalifornien in den Jahren erspielt haben, verlieren sie jedoch zu keiner Zeit die Lust und tobten voller Spielfreude ĂĽber die BĂĽhne. Die Fans dankten es ihnen und feierten jeden einzelnen Song frenetisch ab, bis der Auftritt mit “Last Resort” sein gewohntes Ende fand.

Was bleibt einem nach diesem Abend noch zu sagen? Coole Location, passende Supports und ein überragender Headliner, mehr braucht man einfach nicht. In dieser Form können PAPA ROACH gerne noch weitere zwanzig Jahre touren!

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