VOICES OF DESTINY- INTERVIEW

Posted by Radu On Februar - 14 - 2012

VOICES OF DESTINY

Solide Lässigkeit

Voices Of destiny BandAls Newcomerband hat man es oft nicht leicht; Reizüberflutung auf dem Musikermarkt, Promotionkämpfe um neue Fans und Vergleiche mit bereits bekannten Bands. Mit „Power Dive“ melden sich VOICES OF DESTINY lautstark zurück. Jens nahm sich für uns etwas Zeit, um über Bandgeschehen und Entwicklung am Telefon zu plaudern.

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail und hier wurde ordentlich zugelangt. Neben den bereits hart abgemischten Gitarren, gibt´s vor allem Experimente am Gesang und in den orchestralen Ebenen zu hören. „Wir wollen einiges ausprobieren und nicht auf einem Entwicklungsstand stehen bleiben. Daher haben wir auch mal ein Keyboardsolo eingebaut, um kein starres Songwriting zu haben.Man hört im Vergleich zum Vorgänger deutlich raus, dass wir eine Entwicklung durchgemacht haben.“ Dabei spielt auch der Faktor Zeit eine große Rolle. „Bei unserem Erstling entstanden die Songs im Laufe vieler Jahre. Dieses Mal liegen gerade wenige Monate zwischen den Stücken.“ Neben dem Songwriting wurde aber auch großen Wert auf die Produktion gelegt. „Jedes Instrument soll klar hörbar sein, damit die Songs auch gescheit rüberkommen. Dadurch kommt das Gesamtbild gut zur Geltung.“ Herausgekommen ist dabei eine gesunde Mischung aus Härte und Symphonie inklusive progressivem Einschlag (siehe auch Review).

Voices Of DestinyVergleiche zu bereits bekannten Bands sind leider unumgänglich. „Viele vergleichen uns mit NIGHTWISH und ähnlichen Bands, obwohl wir einen eigenen Sound haben. Anfangs hat es schon genervt, aber mittlerweile sehen wir es lockerer. Man liest es in vielen Reviews raus, ob sich der Schreiber mit der Musik beschäftigt hat oder nicht. Wir freuen uns über jeden, der unsere Musik mag.“ Neben einer Langrille ist auch Live Präsenz von entscheidender Bedeutung. „Leider haben wir noch keine großartige Tour hinter uns. Einige lokale Auftritte, aber wir sind zur Zeit fleißig am planen.“ Auf die Frage des schrägsten Live Erlebnisses berichtet Jens lachend „ Das war beim City Fest in Ludwigsburg. Wir sind auf einem Anhänger voller Blumen aufgetreten und haben drei Songs zum besten gegeben. Atmosphäre sieht wirklich anders aus.“ Neben Live Erfahrungen gibt´s auch ein Video zum Song „My Separation“. Gerade für eine Newcomerband kein günstiges Unterfangen. „Wir haben einen Kumpel, der Medientechnik studiert. Daher haben wir es zu einem sehr guten Preis bekommen.“ Auch im Hinblick auf Promotion gibt man Vollgas. „Man muss immer auf dem laufenden sein. Bei Facebook bekommt man den ersten Eindruck von einer Band. Daher auch professionelle Fotos und das Video.“ Hier wird nichts dem Zufall überlassen.

Rückblickend auf die Anfänge der Band kommt gerade die grundfeste Einstellung zur Geltung. „Wir haben mit VOICES OF DESTINY angefangen, ohne andere Projekte zu haben. Wir waren im Schnitt ca. 16 Jahre alt und haben uns weiterentwickelt. Wir machen Musik, weil wir es wollen und es uns Spaß macht.“ Dabei werden Kritiken zwar beachtet, die Musik aber nicht komplett auf Reaktionen umgeschrieben. „Wir freuen uns über Feedback unserer Hörer, dann wissen wir, wo wir stehen und wie man sich verbessern kann. Allerdings würden wir nicht unser gesamtes Konzept umwerfen, weil es in einigen Reviews stehen würde.“ Viele Einflüsse auch aus dem nichtmetallischen Bereich fließen bei der Band mit rein. Das Songwriting geht dabei jedoch sehr strukturiert zu. „Die Vorarbeit leistet Chris, der mit den Ideen zu uns kommt. Das meiste ist dabei fertig strukturiert und wir spielen es noch ein. Beim Spielen wird dann noch Verfeinert.“ 8 Monate hat es gedauert, bis „Power Dive“ dabei fertig gestellt wurde. „Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis und schon gespannt, wie unsere Hörer es aufnehmen werden.“
Ein Album, das Lust auf mehr macht und das Potential der Newcomerband bereits mehr als andeutet. Man darf sich also auf die Weiterentwicklung und Live Präsenz freuen. Als Abschiedsworte gab Jens zu Protokoll: „Ja, wir hoffen euch gefällt unser Album und wir sehen uns auf Tour!“ Direkte Worte, wir freuen uns auf mehr.

Radu

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