PRO PAIN TUROCK REVIEW

Posted by admin On Juli - 14 - 2011



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Pro-Pain, 20th Anniversary Tour 2011, Turock, Essen, 13.05. Ein lauer Frühsommerabend im Essener Turock. Aus Anlaß des 20jährigen Bestehens luden Amerika’s Metalcore-Veteranen PRO-PAIN zum Tanztee der besonderen Art ein. Das Debütalbum „Foul Taste Of Freedom“ in voller Länge plus eine Handvoll weiterer Live-Smasher. So das Versprechen auf der Bandhomepage.

Den Auftakt machten an diesem Abend COLD SNAP aus Kroatien. Auch wenn sie mit ihrer Mischung aus KORN und SEPULTURA-Sounds heutzutage keine Katze mehr hinter ihrem geliebten Ofen hervorlocken dürften, so muss man dennoch den Hut vor den vier Jungs ziehen. Aufgrund der frühen Spielzeit fanden sich sage und schreibe drei Leute vor der Bühne ein. Der Spielfreude auf der Bühne tat dies aber keinerlei Abbruch. Hoch motiviert und professionell wurde hier Gas gegeben und eine energiegeladene Show dargeboten.  Unter den beschriebenen Umständen verdient das jede Menge Respekt. Das Songmaterial hingegen erwies sich als gefällig aber wenig eigenständig. Besonders im Ohr geblieben ist mir der eingängige Stampfer ‚Mea Culpa’. Alles in allem waren COLD SNAP ein ganz netter Anheizer von dem aber niemand ernsthaft eine längere Spielzeit gewünscht hätte.

Setlist COLD SNAP:
Intro (sample)
You Failed
Bury The Hatchet
Snap
Genocide
We Are (sample)
T.S.O.M.
Mea Culpa
Bongo Bong

Weiter ging es mit TENSIDE aus Bayern. Die vier Jungs drückten gleich ordentlich aufs Gaspedal wobei musikalisch schon eher in die gleiche Kerbe geschlagen wurde wie beim späteren Hauptact. Sehr routiniert wurden Songs wie ‚Tear Down Your Fears’, ‚Grenade Of Hate’ und ‚One Bullet Left’ in Richtung Publikum geschmettert. Man merkt der Band ihre vorhandene Liveerfahrung deutlich an. Vom immer voller werdenden Turock wurde dies dankend aufgenommen. Unterm Strich ein solider Auftritt, der Laune auf den Headliner machte.

Setlist TENSIDE:
Intro
Tear Down Your Fears
Armed’N’Dangerous
Burning Heart
Grenade Of Hate
Arrested
No Tears For You
I HATE IT
Rock Song
One Bullet Left

IMG_0920Im Anschluss gab es dann satte 1,5 Stunden die PRO-PAIN-Vollbedienung. Auch wenn das Quartett nunmehr seit zwanzig Jahren eine verlässliche Livegranate darstellt, war ich dennoch etwas skeptisch, wie die Band den gesundheitsbedingten Ausfall von Gründungsgitarrist Tom Klimchuck verkraften würde. Jegliche Bedenken wurden allerdings schon nach den ersten Sekunden des Auftritts komplett zerstreut. Ersatzmann Adam Phillips (INDORPHINE) fügte sich nahtlos in die Livepower der übrigen Bandmitglieder ein und ist sogar in Sachen Ausstrahlung ein würdiger Vertreter seines Vorgängers.

IMG_0999Nachdem diese Sorge also frühzeitig beseitigt wurde, stand erst mal der Genuss des an einem Stück dargebotenen Erstlingswerk „Foul Taste Of Freedom“ auf der Tagesordnung. Jeder der das geniale Debütwerk kennt, weiß hier jagt ein Kracher den anderen. Favoriten hat vermutlich jeder seine eigenen, ich persönlich freute mich besonders über ein „Wiedersehen“ mit den Songs ‚Death On The Dancefloor’, ‚Every Good Boy Does Fine’ und dem Tom Klimchuck gewidmeten ‚Johnny Black’. Die Band gab dabei alles, versprühte Spielfreude ohne Ende und Frontsau Gary schwitzte sich wahrlich das gesamte Hemd vom Leib. Das Publikum honorierte das, ging vom ersten bis zum letzten Ton mit und bekam sogar einen beachtlichen Moshpit zustande.

IMG_0839-2Von dieser Resonanz weiter angestachelt, bretterten Pro-Pain im Anschluss noch ein feines Best-Of Programm in die Runde. Mit ‚Unrestrained’ vom aktuellen Album beginnend, über die Hits ‚In For The Kill’ und ‚Unamerican’ bis zum abschließenden ‚All For King George’ groovte man sich weiter durch die Botanik, dass es eine wahre Freude war. Wieder einmal ein denkwürdiger Auftritt einer Band, die man sich live gar nicht oft genug reinziehen kann. Glücklicherweise gilt dies auch noch ohne Tom Klimchuck. Und auch wenn er sich um seine ehemaligen Recken in dieser Form keinerlei Sorgen machen muss: Get well soon!

Setlist PRO-PAIN:
Foul Taste Of Freedom
Death On The Dancefloor
Murder 101
Pound For Pound
Every Good Boy Does Fine
Death Goes On
Rawhead
The Stench Of Piss
Picture This
Iraqnophobia
Johnny Black
Lesson Learned
God Only Knows
Unrestrained
Three Minutes Hate
In For The Kill
Neocon
No Way Out
Can You Feel It
Unamerican
All For King George

Thomas

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