NOX AUREA “ASCENDING IN……

Posted by admin On Juni - 30 - 2010

ACENDINGNOX AUREA – „Ascending In Triumph“ Im Jahr 2005 entschlossen sich Peter Laustsen und Grim Vindkall musikalisch und textlich für ein Konzept, das Seinesgleichen sucht; hinter der Idee, das Leben ist kein Geschenk, sondern ein Kerker des höheren Geistes, wurde NOX AUREA gegründet. Übersetzt bedeutet dies `Goldene Nacht`, symbolisch für die dunkle Ewigkeit, in der sich Freiheit und Chaos gleichermaßen umarmen und widersprechen. Musikalisch wird man hier mit einem Paralleluniversum sondergleichen konfrontiert.

Allein der Opener explodiert gleich im Hörgang und schafft Platz für eine langsame, alles umwälzende Doombestie, die kraftvoll aus den Boxen kriecht; ein dominanter Keyboardteppich, eingängige Gitarrenmelodien und ein schleppendes Schlagzeug ziehen den Hörer direkt in den Bann, bis der abgrundtief perverse Gesang, der problemlos in jeder Todeskapelle ein sicheres Zuhause finden könnte, alles um sich herum in einen alles verschlingenden Abgrund reißt. Mit so einem Start fängt die Platte bereits im Vorfeld an Spaß zu machen, der sich auch über das gesamt Album durchziehen soll. NOX AUREA begnügen sich nicht damit, einfach tief gestimmte Gitarrenriffs aneinanderzureihen, sondern zaubern über 8 Songs hinweg ihr gesamtes Spektrum an Abwechslung durch die Boxen. Hypnotische Keyboardpassagen, ausufernde Doublebassattacken, düstere Sprechpassagen und ein gelungener Einsatz einer Frauenstimme runden den Gesamteindruck ab.

Auch die Tatsache, dass jeder Song völlig unterschiedlich eingeleitet wird, macht das Album zu einem echten Schmankerl. Die Doomfraktion dürfte mit diesem Album tagelang nicht mehr von der heimischen Anlage wegzukriegen sein. Anderen Hörern verlangt das Album aufgrund der (teils extrem in die Länge gezogenen) langsamen Passagen einiges an Geduld ab, was aber durch das abwechslungsreiche Songwriting zum größten Teil wieder wett gemacht wird und nach einigen Durchgängen gut zündet.

Setzt man sich textlich mehr mit NOX AUREA auseinander, wird man feststellen, dass der Bandname auch als ´Nächtliches Gold` interpretiert werden  kann, was die Symbolik eines aufgeklärten Geistes in den Mittelpunkt der Bandphilosophie rückt. Dieser Eindruck wird durch das überaus gelungene Cover nochmals unterstrichen.

Fazit: Geile Platte! Doomjünger sollten diese Platte dringend antesten, allen anderen sollten zumindest ein Ohr (und auch etwas Zeit) riskieren. „Ascending In Triumph“ trifft´s sehr gut, denn mit der Platte im Gepäck dürften die Jungs auf einigen Ohren einen triumphalen Erfolg feiern.

5 Punkte

Sebastian GroĂź

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