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Ruhrpott Metal Meeting 2018 – NACHBERICHT

Posted by Peter Marquardt On Januar - 10 - 2019

Ruhrpott-Metal-Meeting-2018RUHRPOTT METAL MEETING 2018Bereits zum vierten Mal öffnet die Turbinenhalle in Oberhausen ihre Tore für das 2tägige Indoor-Festival. In diesem Jahr fällt es etwas thrashlastiger aus, was natürlich im Pott sehr gut ankommt.

Nach einer nassen Anreise und Wartezeit am Einlass verpasse ich leider PRIPJAT aus Köln. Auch die griechischen Thrasher von SUICIDAL ANGELS, die laut Aussagen von Freunden sehr gut ankamen, verpasse ich. Schade!

Aber jetzt erstmal Biermarken kaufen und mich in aller Ruhe umschauen. Neben dem Merchandise Stand hat man einen Tisch aufgebaut, an dem abwechselnd Musiker des Abends Autogramme verteilen. An der Theke vorbei gehts in die „Kaue”, wo man gegen GebĂĽhr seine Klamotten in SchlieĂźfächer packen kann und in der kleinen Halle rechts davon hat man einen Metalmarkt plus Foodcorner aufgebaut. Da könnte man allerdings noch etwas mehr Gas geben. FĂĽr die hungrig und zahlreich erschienene Meute gab es zu lange Wartezeiten an den jeweiligen Ständen.

48275007_1982730101796672_4546007434371530752_oAber zurĂĽck zur Musik. DEATH ANGEL laden zum Tanz. Die Halle 1, RUHRPOTT STAGE genannt, ist proppenvoll, die Stimmung fantastisch und DEATH ANGEL, werden glaube ich, niemals einen schlechten Gig spielen. So auch heute wieder einmal geben sie Vollgas und in leider viel zu kurzer Spielzeit werden alle Thrasher trotzdem glĂĽcklich gemacht.

47689488_1982729138463435_5559163930003111936_oWenn der “Knarrenheinz” als BĂĽhnendeko rechts und links neben dem Schlagzeug erscheint, wissen alle genau was jetzt kommt. Genau – SODOM!! Also Intro ab und los gehts. Denkste, denn genau als Frank Blackfire loslegen will, streikt seine Klampfe. Doch die Crew checkt das schnell und behebt das Problem. Durch die letzten Gigs im Rahmen der HEADBANGERS BALL TOUR hat sich die neue Besetzung deutlich besser einspielen können und knallt ihren Fans nun ein Oldschool Set vor den Latz. Dass zu Bandklassikern wie “Outbreak Of Evil”,”Sodomy And Lust“, “Agent Orange” auch der neue Song “Partizan” abgefeiert wird, scheint Tom sichtlich zu genieĂźen. Am Schluss wird noch die deutsche Nationalhymne gespielt und dann ist Feierabend.

So, schnell nochmal eine Runde durch die Halle, Freunde treffen und ein Bierchen zischen. Dann geht es zurĂĽck zur BĂĽhne, denn nun folgt mein Highlight dieses Festivals! EXODUS!! Mann, was freu ich mich auf die Jungs und ihren “Good Friendly Violent Fun Thrash“. FĂĽr mich ist der Inbegriff eines Thrash Albums “Bonded by Blood”.

47689353_1982729208463428_7994001248250494976_oUmso geiler natĂĽrlich, dass dieses Album heute im Fokus steht und dass Steve “Zetro” Souza als Sänger mit an Bord ist. Mit “Bonded By Blood”, “Exodus” und “And Then There Were None” gehts direkt in die Vollen. Ich könnt hier jetzt noch weiter schreiben, wie geil das war, aber ĂĽberzeugt Euch da doch besser demnächst selber einmal von den Livequalitäten von EXODUS. Und wer ist hier der Headliner, der dagegen anstinken möchte?

Nach einer langen Umbaupause plus Intro und kurzen Böllerschlägen stehen VENOM auf der BĂĽhne. Besser gesagt Cronos mit neuer Mannschaft. Nach 5 – 6 Liedern reicht mir das Dargebotene. Was zum Teufel war das? Ein fĂĽrchterlicher Sound, blödes Gepose der zwei Mietmusiker rund um den Chef und Songs, die kein Schwein kennt oder erkennt. Es ist mir egal, ob sie vielleicht noch ein paar Klassiker spielen, aber das hier ist kaum zu ertragen. So trägt man das Erbe der Kultband VENOM zu Grabe. Mir reicht es fĂĽr heute erst einmal – morgen geht es ja weiter.

Tag 2. – Derbybedingt ( Schalke – Dortmund) – etwas später und mit schlechter Laune erreiche ich die Turbinenhalle, genauer gesagt die Halle 2. Die FLĂ–Z STAGE, ist heute geöffnet und das Dortmunder Plattenlabel Century Media präsentiert zum 30jährigen Bestehen vier Bands aus eigenem Stall. BAEST hab ich verpasst und von den spanischen Thrashern ANGELUS APATIDA bleibt mir nur ein kurzer,  aber recht positiver Eindruck.

47681696_1984964258239923_8005303708092989440_oJetzt geht es zurück in die große Halle wo TANKARD gleich auf die Bühne gehen. Gerre und seine Mannen sind gern gesehene Gäste im Pott. Durch die gut gemischte Setliste und die überragenden Entertainerqualitäten von Gerre wird dieser Gig ein voller Erfolg.


47683798_1984964108239938_1377420523205558272_oIn der kleineren Halle auf der FLÖZ Stage spielen fast zeitgleich die Italiener von LACUNA COIL. Ich bin mal gespannt, wie der Alternative Metal hier ankommt. Anfangs noch etwas skeptisch, tauen Band und auch Publikum immer mehr auf. Spätestens als die Songauswahl etwas Fahrt aufnimmt und Gesangspartner Andrea Ferro mehr Anteile übernimmt, wird es eine tolle Show.48206066_1984964698239879_1923016949030191104_o

Auf D.A.D., die jetzt auf der RUHRPOTT STAGE ran dürfen, freue ich mich besonders. Das große DISNEYLAND AFTER DARK Banner wundert mich schon ein wenig, war da nicht mal was von einer drohenden Strafe von den Disneys? Egal, Party Modus an und die Stimmbänder ölen. Was für ein Hitfeuerwerk brennen Jesper Binzer und Co. da bloß ab? Auf der Bühne steppt der Bär und was macht das Publikum? Steht rum oder wandert in die andere Halle, um DARK TRANQUILITY zu sehen. Also kurz ein Blick in die andere Halle geworfen, um das zu verstehen. Okay, auch nicht von schlechten Eltern, was die Göteborger Melodic Death Band da abliefert.

47685449_1984964958239853_2879641178146340864_oVielleicht hätten die Bands die Hallen tauschen sollen, aber das weiĂź man im Vorfeld ja nie so genau. Egal, ich geh wieder rĂĽber, denn nach dem ganzen Geballer der letzten Stunden sehne ich mich einfach nach guter alter Rockmusik. Ich genieĂźe Songs wie “Sleeping My Day Away” und amĂĽsiere mich ĂĽber Jespers Ansagen und ĂĽber die ständig wechselnden “zwei-saitigen” Bässe von Stig Pedersen. Schnell noch einmal rĂĽber, um den Schluss von DARK TRANQUILLITY mitzukriegen. Der Saal kocht und die Band schwitzt, also alles in Ordnung in Halle 2.

Jetzt schliesst die FLÖZ STAGE ihre Türen und es wird richtig voll vor der RUHRPOTT STAGE. Beste Vorraussetzungen für die nächste Kapelle. ALESTORM sagte mir im Vorfeld so rein gar nichts und mir schwante auch schon Böses beim Anblick der Bühnendeko. Eine riesige Plastikente! Okay, ich scheine hier wohl einer der wenigen zu sein, der die Band nicht kennt!! Hier geht nun  aber mal so richtig die Party los. Ich selber finde diesen Folk-Fun und Kirmes-Metal einfach nur scheußlich, aber der Mehrzahl der Besucher scheint es sehr zu gefallen. Ich halte es echt nicht mehr aus und ziehe von dannen. Schade, hätte gerne noch CHILDREN OF BODOM gesehen, aber genug ist genug.

Fazit: Tolles Festival, geile Bands und friedlich feiernde Metaller. Vergrößert doch bitte nächstes Jahr den Metalmarket und den Foodcorner.

Also dann bis nächstes Jahr!!!!

Peter

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