Interview: SOIL

Posted by Paola On Januar - 24 - 2018

Eigentlich kann ich es ja selbst nicht glauben, dass das geklappt hat, aber ich habe hier exclusiv für euch mein Interview mit einer meiner Lieblingsbands: SOIL! (Danke an dieser Stelle an Anna Walter von AFM Records, dass du mir das ermöglicht hast!)

Tim King, der Bassist, hat sich die Zeit genommen, und mir ein paar Fragen beantwortet.

Soil

2017 war das Jahr, in dem SOIL ihr 20 jähriges Jubiläum feierten. Wie fühlt sich das an, wenn man so weit kommt als Band?
20 Jahre sind so ein Meilenstein! Ich dachte nie, dass wir 5 Jahre bestehen würden, geschweige denn 20! Es ist einfach so ein tolles Gefühl und eine Ehre, dass wir das noch immer machen können.

Was wĂĽrdet ihr arbeiten, wenn ihr nicht Musik machen wĂĽrdet?
Wir alle machen heutzutage Dinge außerhalb von SOIL. Es ist zu schwer zu überleben, nur Musik zu spielen, es sei denn, du tourst 9 Monate im Jahr und das ist einfach zu viel für uns. Es gibt einige Einschränkungen, die nach 20 Jahren kommen! hahaha
Ich habe ein Plattenlabel namens Pavement Entertainment, das ich mit meinem Label-Partner und einem guten Freund fĂĽhre. Mark Nawara. Ryan hat gerade ein Musikberatungsunternehmen namens “37 House” gegrĂĽndet und Adam besitzt ein BĂĽromöbelinstallationsfirma.
Aber wenn ich nicht Musik machen wĂĽrde, wĂĽrde ich zur Marine gehen oder ans Meer. Das ist eine Leidenschaft von mir auĂźerhalb der Musik.

Denkt mal an eure frühen Jahre. Was würdet ihr einem jungen Musiker sagen? Habt ihr irgend welche Ratschläge?
Die Dinge haben sich so sehr verändert, seit wir junge Musiker waren, also was wir getan haben, um es damals “zu machen” funktioniert nicht in der heutigen Welt. Mein bester Rat ist, gute Musik zu machen. Nicht gute Musik. Tolle Musik. Dann ist es eine Unmenge an Kleinarbeit in Social Media und Marketing, um deinen Namen zu bekommen und gesehen zu werden.
Zweitens, nachdem du angefangen hast, loszulegen und eine Basis aufgebaut hast, brauchst du ein Team auf deiner Seite, um gefördert zu werden und das nächste Level zu erreichen. Ein Plattenlabel ist ideal, wenn ihr von einem signiert werden könnt. Jeder denkt, dass man das selbst hinbekommt und kein Label braucht, aber das ist nicht wahr. Label sind immer noch sehr brauchbar und notwendig.
Und ich sage das nicht nur, weil ich eins habe!

Was war das lustigste Ereignis auf Tour ĂĽberhaupt?
Oh, da sind so viel, da kann ich nicht mal sagen, welche Geschichte die beste ist. Touring ist, als würdest du auf ein Rock´n´Roll Sommercamp gehen, mit all deinen Kumpels, nur ohne elterliche Aufsicht.
Es wäre einfach zu viel, darüber zu schreiben, über die lustigen, teilweise dummen Dinge, die wir gemacht haben im Laufe der Jahre.

Vermisst ihr das Tourleben wenn ihr wieder daheim seid?
Es ist so ein zweischneidiges Schwert. In diesen Tagen, wenn ich zuhause bin, möchte ich wieder auf Tour sein, weil ich es satt habe, das Gleiche jeden Tag zu tun. Die Routine. Dann, wenn ich unterwegs bin, möchte ich einfach zu Hause sein und wieder Struktur haben. Hahaha – es ist wie verhext!

Wenn ihr eine Person treffen würdet, die eurer Album „SCREAM: The Essentials“ noch nicht angehört hat, was würdet ihr dieser Person sagen, damit sie es kauft?
Es ist die gesamte SOIL-Erfahrung, alles in einer Version zusammengefasst. Es gibt euch Einblick in das, was wir von 1997 bis 2017 bisher erreicht haben. Alles in einem Paket.

Wo seht ihr euch in zehn Jahren?
Hoffentlich können wir uns immer noch als Band zusammenfinden und einige Shows hier und da zum Spaß spielen. Ich möchte an diesem Punkt weiterhin zum Spaß spielen.

Wollt ihr euren Fans noch was sagen?
Ja. Danke aus tiefstem Herzen für 20 Jahre Wahnsinn, Chaos und Metal! Ich liebe euch. Wir wären jetzt ohne euch nicht hier.

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