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ROCKHARZ FESTIVAL 2017

Posted by Stefanie On Juli - 19 - 2017

UnknownNordMensch In Concerts war fĂŒr uns auf dem Rockharz Festival. Stefanie wird berichten wie es dort so war: Anreisetag war fĂŒr mich der Donnerstag. Dieser aber leider mit einer Autopanne versehen und einer Ankunft somit auf dem FestivalgelĂ€nde erst um 20:00 Uhr.  Shit happens!

Auf dem Infield der Festival-Area angekommen, konnte ich noch zwei Songs von LACUNA COIL genießen. Sie lieferten eine tolle Show mit viel BĂŒhnenaktivitĂ€t und es war eine Freunde ihnen zuzusehen und zuzuhören. Es war in diesem Jahr mein erstes ROCKHARZ und ich spĂŒrte bereits bei Ankunft diese besondere AthmosphĂ€re, von welcher mir im Vorwege schon berichtet wurde. Mit ca. 15.000 Besuchern ist das Festival angenehm ĂŒbersichtlich, kurze Wege, nettes Personal, eine klasse Auswahl an kulinarischen StĂ€nden, einer schnellen Bedienung an den GetrĂ€nkestĂ€nden, gemĂŒtlichen Sitzmöglichkeiten im Biergarten des „Mutantenstadl“ uvm.. Gut fand ich auch die BĂŒhnensituation der ZwillingsbĂŒhne. Hier ist es dem Publikum dann, ohne lange Wegstrecke und ohne zeitliche Überschneidungen der Bands, möglich, in kurzer Zeit vor der anderen BĂŒhne zu stehen und somit nichts zu verpassen.

Kadavar6Beginnen wir also mit KADAVAR, die auf der Rockstage spielten. Die drei Berliner Mannen entwickelten eine solch irre tolle Stimmung. Stoner-/Psychedelic-Rock vom Feinsten. Lupus, das Mammut und der Tiger (so ihre Spitznamen) lieferten lĂ€ssig und sauber ab und spielten u.a. Songs, wie „The Old Man“, „Come back life“ und auch die „Doomsday Machine“ fehlte nicht. SUPREME ! Alles von hinten bis vorne. Freuen wir uns auf die Berliner im Herbst, denn dann touren sie wieder.




ArchEnemy1Gut eingestimmt ging es weiter auf der Darkstage mit ARCH ENEMY. Hier fĂŒllte es sich natĂŒrlich erheblich, denn diese Band war u.a. der heutige Headliner. Frontfrau Alissa White-Gluz war von der ersten Sekunde an prĂ€sent und zeigte sich sexy und mit einer klasse Performance dem Rockharz-Publikum. Es fehlte an nichts. Ein gutes BĂŒhnenbild mit Feuereinsatz aus Kanonen rundeten dann die Show ab. PERFEKT !

Next Stop danach dann IN EXTREMO. Ein weiterer Headliner des Abends. IN EXTREMO gaben ebenfalls eine absolut perfekte Show ab. Ein Feuerwerk der Musik, als auch ein Feuerwerk „on stage“. Die Pipes wurden gespielt, die Harfe erklang und bekannte Songs, wie „Vollmond“, „Spielmannsfluch“ oder aber gar die unvergessenen „Merseburger ZaubersprĂŒche“ stimmten die Fans glĂŒckselig. NatĂŒrlich haben sich In Extremo ĂŒber die Jahre verĂ€ndert. Oftmals hatte man das GefĂŒhl, dass Frontmann, Michael Rhein, gleich von seiner Gestikulierung her anfing zu rappen. Alles in allem aber von der Show und auch der Songauswahl her, ein Daumen, der nach oben geht. Diese Band weiß genau was sie tut und dieser Funken sprang auf jeden ĂŒber.InExtremo4

FiddlersGreen7Den Abschluss des Donnerstags gaben dann FIDDLERS GREEN. Mit einer absolut guten Show bei eher „schwachem“ Licht kredenzte die bunt gemixte Truppe fröhliches Liedgut, bei dem der eine oder andere mit anfing zu tanzen oder noch kurz vorm „Licht ausmachen“, das eine oder andere Bier zu trank. FĂŒr mich hieß es nun auch, den ersten langen Tag Revue passieren zu lassen und mich zu meinem Auto zu begeben, um dann totmĂŒde (aber zufrieden) in mein Bett zu fallen.

Am Freitag ging es dann weiter in den Nachmittagsstunden. Ein warmer schwĂŒler Tag, dennoch ließ die Laune der Besucher und das Treiben keinen Abbruch nehmen. Zunehmend waren deutlich mehr Rock- und Metalheads auf dem GelĂ€nde. Es flossen noch mehr GetrĂ€nke und man sah oftmals den einen oder die andere mit neonfarbenen Wassereisstangen umherspazieren. Kurzum: Eine AbkĂŒhlung war dringend notwendig, aber diese ließ auf sich warten.

Unzucht6Um 15:25 standen dann UNZUCHT auf meinem Programm und das nicht nur fĂŒr mich. Es wurde voll und man sah schon, dass diese Band ihre Fangemeinde hat. Da stand er nun mit seinem charmanten aber auch mystischen Blick und die MĂ€dels himmelten in an. Frontmann Daniel Schulz. Geben wir es doch zu, MĂ€dels, er ist ist schon ein heisser Feger. SouverĂ€n lieferten sie bekannte Songs ab und als dann auch noch Mr. HOT sich in den Graben begab, die Absperrung erklamm und ins Publikum sprang und dieses ihn „auf HĂ€nden trug“ war das Ding gewonnen. Hut ab ! Hat mir sehr gut gefallen. Nun bin ich auch ein Unzucht-Fan geworden.

OstFront2Auf der Darkstage sollten wir nun auf OST + FRONT treffen. Ganz ehrlich: Das war nie so meines und ist es auch nach diesem Auftritt nicht geworden. Ihre AnhĂ€nger feierten sie ab, musikalisch und auch textlich weiss ich allerdings bis heute nicht so recht, wo ich diese Combo ablegen kann. Aber zum GlĂŒck ist alles im Leben Geschmackssache und sie lieferten eine blutig-bunte Show.

Nordisch ging es dann weiter mit VARG. Eine sehr sympathische Truppe aus Oberfranken, die aber seit Jahren die nordische Mythologie in ihren Songs verarbeitet. Von daher sind sie schon im  Herzen  der Nordfrau (und damit meine ich mich).  Musikalisch wirklich alles gegeben und von mir fĂŒr gut befunden, dennoch fiel mir aber auch bei Varg auf, dass die Musiker, wie auch bei vielen Bands zuvor, diese wie festgewachsen auf ihren PlĂ€tzen auf der BĂŒhne oftmals die ganze Show stehen blieben. MerkwĂŒrdig war das schon. Insofern hierfĂŒr kleine Abzugspunkte.Varg1

Da der Vortag mir wohl noch in den Knochen lag und die SchwĂŒle am Freitag den Nachmittag ĂŒberdeckte und die Sonne brannte, gab dann mein Kreislauf ein wenig nach und ich entschied mich (wenn auch traurig), kurz vor Lord of the Lost die Segel zu setzen und fuhr in mein Quartier um fĂŒr den Samstag, fĂŒr alles was da noch kommen sollte, wieder fit zu sein. Schade war es allerdings um Bands, wie Iced Earth, Pain oder Heaven Shall Burn, die ich nun leider verpasste.

Die Auszeit tat auf jeden Fall gut und der Samstag konnte kommen. Es war deutlich voller am Samstag. Der Tagesparkplatz musste erweitert werden und der Weg zum Infield wurde etwas lÀnger, aber immer noch nicht der Rede wert und vollkommen in Ordnung. Kennen wir doch von Wacken & Co. ganz andere Wegstrecken.

Die letzten zwei/drei Songs von ASPHYX, der Doom-Death-Metaller aus den Niederlanden, konnten wir noch mit anhören. Sie gefielen zumindest meiner Begleitung absolut gut und genug Publikum zogen sie ebenfalls.

Moonspell5Nun aber schnell rĂŒbergeschwenkt zu den Portugiesen von MOONSPELL. Eine Band, auf die ich live gespannt war, denn von den Alben her, begeisterten sie mich. Umso enttĂ€uschter war ich von ihrer BĂŒhnenprĂ€senz. Sagen wir es einmal so, sie waren sicherlich in ihrem Tun gut, aber sie holten nicht ab. Dies merkte man auch am Publikum, das nun lieber den gerade einsetzenden 20minĂŒtigen Regen nutzte, um in diesem zu tanzen, als weiter aufmerksam der Band zu folgen.

Und nun ging es im ZickZack der beiden BĂŒhnen hin und her. INSOMNIUM betraten die Darkstage und mit den ersten GitarrenklĂ€ngen und Gesangsparts hatte diese Band mich total in den Bann gezogen. Gutaussehende Finnen, die auch musikalisch glĂ€nzten und die ich vorweg gar nicht so recht auf dem Schirm hatte. Melodic Death Metal. Klasse! Ich bin sonst nicht der Freund von NUR Death Metal, aber hier spielten wirklich schöne Melodic-Moments ein und nahmen mich mit auf ihre musikalische Reise. Man ließ sich zufrieden ins Gras  plumpsen und verfolgte die Finnen bis zum Ende. Mein Fazit: Daumen nach oben und gerne wieder!Insomnium5

GraveGigger8Nun schnell aufgestanden, Gras von den Klamotten geputzt und ab zu GRAVE DIGGER. Man kennt die Urgesteine des True Metals und man mag sie oder nicht. Von der Menge vor der BĂŒhne ausgehend, waren aber viele AnhĂ€nger anwesend und feierten ihre Band. Eine fröhlich-freundlich und sympathische Metalband, die sehr fotogen ist und uns Fotografen das eine oder andere schöne Bild schenkten. Das Publikum schien ebenfalls rundum zufrieden und sang mit bei Songs, wie  „Vahalla“ oder aber auch „Excalibur“.

Nach Grave Digger ging zu meinem Highlight des Festivals. Sie waren mein absolutes Zugpferd. KORPIKLAANI „on stage“ now. Mit dem ersten Sprung auf die BĂŒhne eroberte Jonne mit seinem Gefolge die Fans und natĂŒrlich auch mich. „Pilli On Pajusta Tehty“ wurde gespielt und mit einem Male bewegten sich Musiker. Es war pure Action und die schönsten Songs der KorpiklaaniÂŽs wurden abgefeuert. Man trank zusammen gedanklich „Vodka“, ließ sich mitnehmen in die finnische MĂ€rchenwelt bei „ÄmmĂ€nhauta“ oder meinem Lieblingssong „Lempo“. Alles war dabei, nichts fehlte. Diese Band ist und bleibt eine absolute Freude und ich bin dankbar, sie im kommenden Februar wieder zu sehen.Korpiklaani3

DARK TRANQUILLITY waren danach Programm. Sicherlich waren sie mir von einigen Songs her gelĂ€ufig, aber was ich nun erlebte, war der Hammer. Das Publikum war heiss auf die Schweden. Das merkte man sofort und die Band war 100% von Anfang an da. Schon nach zwei Songs war ich begeistert. Eine solche Ausstrahlung hatte Frontmann Mikael Stanne. „Forward Momentum“, ein Song der live so berĂŒhrte. Die Stimme von Mikael Stanne einfach genial. Dark Tranquillity haben mit Sicherheit seit dem Rockharz den einen oder anderen AnhĂ€nger mehr und ich glaube, das war nicht das letzte Mal, dass ich diese Band sah. Großes Kompliment !

eluveitie11ELUVEITIE nun als einer der Headliner des Samstags. Es wurde deutlicher voller vor der BĂŒhne oder sagen wir vor den BĂŒhnen, denn natĂŒrlich sammelten sich auch schon einige fĂŒr den weiteren Headliner. Dazu spĂ€ter jedoch mehr. Gesang, Harfe, Geige, Leiher und Flöte waren nun im Groben angesagt. Wie bei allen Headlinern wurde das Licht total grell. Dies tat natĂŒrlich der Band und ihrer Musik keinen Abbruch. Sie prĂ€sentierten wundervolles Liedgut und gerade auch Fabienne Erni verzauberte mit einer besonderen Klangfarbe und einem schönen Harfenspiel. Alles in allem: Eluveitie kamen, spielten und ĂŒberzeugten. Danke auch dafĂŒr.

blindguardian4Bevor es mit BLIND GUARDIAN losgehen sollte, bedankte sich das Rockharz-Team nun bei allen Helfern, KĂŒnstlern und natĂŒrlich den Fans. Ein schöner Abschluss und ein nahtloser Übergang zu den eigentlichen Headlinern. Diese Band begleitet ĂŒber Jahre doch einige Metalhearts. Es war auf dem Infield brechend voll. Alle waren gekommen. Eine wahnsinnige Stimmung. Die Fans feierten ihre Heroes und sangen laut mit voller Inbrunst „Vahalla“ oder aber auch „Nightfall“. Als vorletzter Song gab es natĂŒrlich „The BardÂŽs Song“ und die Fans lagen sich teils in den Armen. Ein schönes Abschlussbild eines einfach tollen Festivals, das meiner Meinung nach nicht viel grĂ¶ĂŸer werden sollte, denn dann verliert es seinen Charme fĂŒr viele, denen Wacken und andere Festivals einfach zu groß wurden.

feuerschwanz3Nach Blind Guardian leerte sich das Infield in einer rasanten Geschwindigkeit und einige Wenige blieben noch, um FEUERSCHWANZ zu sehen. Ein letztes Aufzucken der Fans und eine bunte „Sex is Muss“-Show der FeuerschwĂ€nze in ihren Rittergewandungen folgte. Trinkliederstimmung, wie ich immer sage. HĂŒbsch bunt, aber die Kraft bei vielen, weiter zuzuhören war nicht mehr vorhanden. Platte FĂŒĂŸe trugen mich zum Auto. Man drehte sich auf der Anhöhe des Parkplatzes noch einmal um, schaute auf das Lichtermeer des FestivalsgelĂ€ndes und fĂŒr die Nordfrau es war Zeit zu sagen:

TschĂŒĂŸ Rockharz und Danke ! Wir sehen uns 2018 wieder ! Stefanie

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