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SEPULTURA LIVE REVIEW

Posted by Hendrik On November - 18 - 2015

Sepultura_1377537725162Es begab sich aber an einem trĂĽben Herbstnieselregensonntag im Rosenhof zu OsnabrĂĽck, dass alle Welt… ok, die Metal-Welt zu einem echten Highlight pilgerte: SEPULTURA. Am Abend fanden sich ungefähr 250 eingefleischte Fans, zum Teil mit 500 km Anreise, im Club ein. Das Zuschauerspektrum reichte von 20-50 Jahre und auf der T-Shirt-Skala wurde von IRON MAIDEN ĂĽber DISTURBED bis – natĂĽrlich SEPULTURA, KREATOR und SLAYER alles präsentiert.

Auch die unvermeidliche Kutte war vereinzelt zu sehen, wurde aber wegen steigender Drehzahl bald abgelegt. Während ganz Osnabrück draußen zu schlafen schien, wurde drinnen pünktlich angepfiffen. Als Einheizer der brasilianischen Grabmusiker durften zwei Lokalmatadoren zeigen, was sie konnten. Und das war nicht von schlechten Eltern! HAYSER brachten mit ihrer Hardcore-Mischung den Saal auf eine ordentliche Betriebstemperatur, danach durften SKULLHUNTER`S DIARY mit Modern Death Metal weiter aufdrehen. Die Jungs würde ich im Auge behalten!

12272828_10207975671540253_2031074223_nSEPULTURA starteten dann atmosphärisch korrekt im blauen Scheinwerferlicht mit ´Troops of Doom´ und gaben richtig Vollgas! Als nach zwei Liedern ein Zuschauer spaßeshalber „Lauter!“ rief, erhörte der Tontechniker das Flehen und jetzt bebte der Boden. Vor der Bühne wurde gleich zu Beginn die Garderobe abgelegt, das Haar gelockert und wild gepogt und mitgebrüllt. Die Brasilianer bretterten derweil weiter munter durch fast die gesamte Biographie mit ´Inner self´, ´From The Past Comes The Storm´, ´Kairos´ und natürlich ´Arise´ und ´Refuse / Resist´!

12166564_10207975676700382_633727607_nZwischendurch gab es eine kleine Unterbrechung wegen Problemen am Schlagzeug, in der sich Andreas Kisser und Derrick Green als Improvisationskünstler entpuppten, die mal eben eine beschwingte Akustiknummer zum Besten gaben und Green als Entertainer einen netten Song über einen Zuschauer spontan zusammentextete. Überhaupt, Kisser! … ein Gitarrist, der viel zu selten in den Bestenlisten seines Genres auftaucht. Und Green ist einfach ein sehr sympathischer Entertainer mit einer charismatischen Bühnenpräsenz, nicht nur wegen seiner Statur.

12243750_10207975602538528_957741298_nZwischendurch unterlegte auch er mit einer Trommel percussionmäßig die Stücke. Eloy Casagrande bearbeitete die Felle extrem engagiert, während Paulo Jr. eher zurückhaltend in Erscheinung trat. Natürlich gab es ´Roots´ als Zugabe und während es Zuhörer gab, die nach drei Stunden stoischem Sitzen, Bier trinken und Fingerwippen ihren Barhocker verließen (und die Ohrenstöpsel entfernten), trockneten andere ihren Schweiß, sammelten ihre Haare ein und verließen mit gelockerten Halswirbeln den Rosenhof.

SEPULTURA haben ihrem Ruf alle Ehre gemacht, immer Vollgas zu geben, egal ob sie vor 200 oder 20 000 Menschen spielen. Keine ĂĽbertriebenen StarallĂĽren, sondern immer noch mit viel Bodenständigkeit und Freude bei der Sache! Hoffentlich ist die 30th Anniversary – Tour nicht die letzte!

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