REVIEW: NARBELETH

Posted by Samir On Juli - 29 - 2015

narbeleth_through_blackness_and_remote_placesThrough Blackness, And Remote Places

Kuba gehört nicht unbedingt zu den Ländern, in denen man Metal Bands vermutet oder nach neuen Schätzen der Szene sucht. Trotzdem oder eben genau deswegen sind NARBELETH mit ihrem neusten Werk “Through Blackness, And Remote Places” interessant und beweisen, dass das Land auch schwarzmetallisch einiges auf dem Kasten hat.

Betrachtet man das “Line-Up” fällt zunächst auf, dass NARBELETH lediglich aus dem Musiker Dakkar bestehen, der im Studio alle Instrumente selbst aufgenommen hat und sich nur fĂĽr die Live-Umsetzung UnterstĂĽtzung ins Boot holt. Schon allein diese Tatsache ist aller Ehren wert, doch was bietet die Scheibe?

Musikalisch wird roher Black Metal geboten und auf allzu groĂźe Experimente verzichtet. Gelegentlich sind rockige EinflĂĽsse wie in ‘Sons Of The Grand Cosmic Emanation’ oder ‘An Unholy Gathering’ zu finden, doch bedient sich Dakkar sonst ausgiebig in den Tiefen des schwarzmetallischen Baukastens. Dies mag natĂĽrlich nicht die originellsten Songs hervorbringen, Langeweile kommt dennoch zu keinem Zeitpunkt auf. Ganz im Gegenteil, Songs wie ‘The Eternal Return’ und der Titeltrack sollten jedem Fan des Genres gefallen und stehen den Outputs von Bands wie INQUISITION in Nichts nach.

Auch in Sachen Produktion halten sich NARBELETH an das bewährte Muster und bieten einen rohen, aber dennoch differenzierten Sound. Das Gesamtwerk wird durch ein schlichtes und stimmungsvolles Artwork abgerundet. Daumen hoch!

NARBELETH bieten mit “Through Blackness, And Remote Places” ein klassisches Black Metal Album, das nicht durch Innovation sondern mit Authentizität und solidem Songwriting punktet und durchgehend zu unterhalten weiĂź. Schwarzmetallfans sollten hier definitiv reinhören!

4,5/6 Punkten

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