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Review: Koroded

Posted by Samir On MĂ€rz - 13 - 2013

koroded_to_have_and_to_unhold_cover_02To Have And To Unhold

Manche Bands erreichen sehr schnell das Ziel, einen vielversprechenden Plattenvertrag zu ergattern, bei anderen dauert dies erstaunlicherweise eine Ewigkeit. Die Band KORODED aus dem DĂŒrener Raum wurde bereits 1997 gegrĂŒndet, wurde jedoch erst 2006 von Silverdust Records unter Vertrag genommen. Diese veröffentlichten damals das vierte Album “To Have And To Unhold”, doch wechselte man zu Noizegate Records. Um die Wartezeit auf das neue Album zu verkĂŒrzen, wurden die letzten beiden Alben rereleased und eines sei gesagt, das vorliegende “To Have And To Unhold” ist keineswegs in die Jahre gekommen.

Brachial steigt man mit “Zero Minus Zero” in das Album ein. Was sofort auffĂ€llt, sind die wummernde Bassdrum, sowie der einprĂ€gsame Gesang, der zunĂ€chst an Rob Flynn erinnert. Der Opener macht Lust auf mehr und man wird auch durch das anschließende “Scaretrade” nicht enttĂ€uscht. Hierbei erinnern die Vocals immer mehr an Corey Taylor, speziell wenn auf cleanen Gesang zurĂŒckgegriffen wird.

“Embers” unterstreicht nochmals eindrucksvoll, zu was SĂ€nger Jan im Stande ist. Sowohl klare, als auch raue Vocals begeistern jeden Hörer und  zeugen von ganz viel ProfessionalitĂ€t.  Auch die Ballade “In Love With Memories” hĂ€lt dem hohen Niveau Stand, doch erinnert der Sound hier wesentlich mehr an neuere SLIPKNOT.

Ansonsten halten sich die Songs grĂ¶ĂŸtenteils im höheren Tempo auf und werden durch groovige oder melodische Parts ergĂ€nzt. Hierbei langweilt man sich nie, jedoch wĂŒrde noch etwas mehr Abwechslung speziell bei den Riffs, gut zum Gesamtsound passen.

Alles was an diesem Album zu beanstanden ist, zÀhlt ohne Zweifel zum Meckern auf hohem Niveau. Leichte SchwÀchen beim Riffing werden durch die ansonsten hochwertige Instrumentierung, den brillanten Gesang und die druckvolle Produktion absolut wett gemacht.

Die Songs bleiben grĂ¶ĂŸtenteils im GedĂ€chtnis und man merkt der Band absolut ihre Erfahrung an. EinflĂŒsse anderer Bands, wie SLIPKNOT, MACHINE HEAD oder FEAR FACTORY (speziell in “People Of The Abyss”)  sind nicht von der Hand zu weisen, doch kopieren KORODED keinesfalls, sondern ergĂ€nzen das Beste der Vorbilder zu ihrem eigenen Sound. So wird ein Song wie “The Good Old Bad Times” zu einem beschwingten, spielerisch anspruchsvollem und tiefgrĂŒndigem Werk, das sich zu hören lohnt.

Insgesamt bleibt zu bemerken, das Koroded auf jeden Fall das Zeug dazu haben, ganz oben mitzuspielen. Die Band ist absolut professionell und “To Have And To Unhold” eine absolute Kaufempfehlung. Man sollte sich jetzt schon auf das kommende Album freuen und die Jungs definitiv unterstĂŒtzen!

5,5/6 Punkten

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