MADBALL LIVE REVIEW

Posted by admin On April - 14 - 2011

Madball2MADBALL Live Review, Bringing Back The Glory 2 Essener Jugendzentrum (JZE), 26.03.2011, kurz nach 23 Uhr. Ein letztes Mal an diesem Abend gehen die Hallenlichter aus. Das Publikum ist bereits müde und verschwitzt von einem Tag voller Hardcore-Action. Kein Wunder, von 12 Uhr mittags an wurde der Menge von über 20 verschiedenen Bands unterschiedlichster Herkunft ordentlich eingeheizt. Darunter illustre Namen wie TRAPPED UNDER ICE, ALL FOR NOTHING und BORN FROM PAIN, nur um wenige zu nennen.

Madball3Doch alle Müdigkeit ist sofort wie weggeblasen als Freddy Madball und seine drei Mitstreiter auf die Bühne springen und mit ‚Invigorate’ vom jüngsten Album „Empire“ in einen energiegeladenen, mitreißenden Set durchstarten. Mit einem Derwisch wie dem jüngeren Halbbruder von AGNOSTIC FRONT-Legende Roger Miret als Frontmann kann aber eigentlich kaum etwas schief gehen. Unglaublich, wie Mr. Madball von einer Seite der Bühne zur anderen rast und irgendwie überall gleichzeitig zu sein scheint. Dass seine drei Sidekicks demgegenüber ruhige Gegenpole darstellen fällt daneben nicht wirklich auf. Die Energie geht ohne Umwege direkt auf das Publikum über, welches bis an die Grenze der eigenen Kräfte mitgeht und ordentlichst Party macht.

Madball6Gefördert wird die allgemein gute Stimmung mit Sicherheit durch eine gelungen zusammengestellte Setlist, die schwerpunktmäßig aus Songs des Debüts „Set It Off“ und der 2005er Glanztat „Legacy“ besteht. Weitere Highlights wie ‚We The People’, ‚Look My Way’, ‚Demonstrating My Style’ oder das gelungene THE ANIMALS-Cover ‘It’s My Life’ fehlen jedoch genauso wenig. Das mittlerweile eigentlich in ein Sauerstoffzelt gehörende Publikum macht dementsprechend bis zum bitteren Ende mit.

Madball4Nach einer knappen Stunde werden also auch noch die fünf Zugaben, erwähnenswert insbesondere ‚Smell The Bacon’ und ‚Set It Off’, ordnungsgemäß zelebriert, woraufhin die Zuschauer mit dem abschließenden ‚Hardcore Still Lives’ in den absolut verdienten Feierabend geschickt werden. Eine denkwürdige Show an deren Ende sich der ein oder andere Besucher sicherlich wie Mel Brooks’ Dracula gefühlt haben dürfte: „Tot aber glücklich“.

Setlist MADBALL

Invigorate

For My Enemies

We The People

Can’t Stop Won’t Stop

Hold It Down

Empire

Spit On Your Grave

R.A.H.C.

Infiltrate The System

Lockdown

All Or Nothing

Get Out

Look My Way

Heaven Hell

Down By Law

100%

DMS

It’s My Life

NYC

Smell The Bacon

Set It Off

Hardcore Pride

Pride

Hardcore Still Lives

Thomas

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