HYRAX “YES OFFENCE” REVIEW

Posted by admin On Juli - 21 - 2010

2010-07-21 Hyrax - Yes Offense! (Review)HYRAX – nicht zu verwechseln mit den Thrashern HIRAX – sind eine junge Band aus Nürnberg, die sich stilistisch nur schwer in eine Schublade stecken lässt. Will man ja eigentlich auch nicht, aber ich würde sie jetzt mal grob Richtung Metalcore einordnen. Und schon hört man die Ersten stöhnen: „Schon wieder eine neue Metalcore-Band? Muss das denn sein?“ Ja, es muss, denn wenn man sich ihre neueste EP „Yes Offense!“ anhört, merkt man schnell, dass HYRAX keineswegs „08/15“ sind, sondern ihren ganz eigenen Sound haben – und der haut gewaltig rein!

Der erste Song ‚Breakdown‘ ist, wie der Name schon sagt, eigentlich nichts anderes als ein einziger Breakdown und im Grunde mehr ein Intro, welches bereits nach 51 Sekunden in den zweiten Song ‚Slippery When Wet‘ übergeht. Hier bekommt der Hörer eine ausgewogene Mischung zwischen harten Parts und melodischen Riffs geboten, die für mich ziemlich genau den Begriff „Metalcore“ verkörpert. Zudem beweist Frontmann Felix, dass er nicht nur schreien und kreischen, sondern auch noch ziemlich gut singen kann. Das macht Lust auf mehr!

Mit ‚I Never Thought‘ setzen HYRAX dann gleich noch eins drauf. Groovig bis zum geht nicht mehr und Riffs, von denen sich einige viel bekanntere Bands was abschauen könnten. Zwar verwenden HYRAX recht viele Samples und Effekte, diese sind jedoch perfekt in die Songstruktur eingebaut. Klasse!

Der nächste Song ‚Blind Alley‘ überzeugt vor allem durch Abwechslung. Nach einem absolut geilen Intro wird die nächste Minute erst mal im Highspeed durchgejagt, es folgt der Refrain, der durch den gefühlvollen Gesang von Felix besticht. Dann hört man Herzklopfen und melodische, beinahe melancholische Riffs, bis der Song nach über fünf Minuten langsam ausklingt.

Lied Nummer 5 nennt sich ‚Lovesong‘. Der Titel – bestimmt schon tausendmal dagewesen. Das Eingangsriff auch. Aber der Song als Ganzes ist dennoch einmalig. Das abgehackte Riffing während des Verses wechselt ab mit dem melodischen Refrain, um dann sogar in einen ganz langsamen Part mit einigen gesprochenen Zeilen überzugehen. Beim „Finale“ wird Felix hier von Gastsängerin Judith Geissler unterstützt.

Payoff‘ präsentiert sich wieder wesentlich aggressiver. In knackigen zwei Minuten bekommt der Hörer hier ordentlich eins auf den Deckel gehaut. Schnell, ziemlich durchgeknallt, aber gerade deshalb letztendlich eine weitere klasse Nummer.

Der letzte Song ‚Soaking‘ kommt wesentlich langsamer und melodischer daher als die Lieder zuvor und kann leider auch nicht ganz mit den Vorgängern mithalten. Sehr schlimm ist das allerdings auch nicht. Eine gute Ballade schadet schließlich keiner Metal-Scheibe und erst recht nicht bei Felix‘ Gesang.

Ich denke, ich brauche hier nicht mehr erwähnen, dass mir „Yes Offense!“ richtig gut gefällt, zudem ist die Scheibe auch noch ziemlich fett produziert. Und nicht nur das. Ich hatte auch schon das Glück, HYRAX als Vorgruppe von J.B.O. zu erleben, und kann somit sagen, dass die Jungs auch live eine klasse Performance abliefern. Wenn man mich fragt, hat diese Band richtig viel Potential, und ich hoffe, schon bald eine LP von HYRAX in den Plattenläden stehen zu sehen.

5,5/6 Punkten

Anna

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