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KNIGHTFEST 2018 REVIEW

Posted by Stefanie On April - 17 - 2018

29983074_1812663565439498_3574809854489719161_oDas KNIGHTFEST – ein Hamburger Metal-Benefizfestival zugunsten des Kinderhospiz SternenbrĂĽcke – stand nunmehr zum dritten Male in den Startlöchern. Anpfiff war 14:00 Uhr am Samstag, den 14. April 2018. Diesmal sollte die Benefiz-Sause in Hamburg-Harburg stattfinden, genauer gesagt “Open Air” auf dem Gelände der Tipsy Apes Hamburg (weltweit ältester Heavy Metal Club).

Bevor ich jedoch hier auf das eigentliche Event eingehe, soll Euch dieser Image-Film der Sternenbrücke in Hamburg kurz zeigen, was das Kinderhospiz Sternenbrücke überhaupt für eine Einrichtung ist. Ein Film, der sicherlich den einen oder anderen – genau wie mich – sehr berühren wird. Von daher war es uns vom Metal Impressions Magazine auch wirklich sehr wichtig, mit vor Ort zu sein, zu fotografieren, Momente festzuhalten und zu berichten.

Umso mehr zeigt mir diese Aktion der Metal-Szene einmal wieder mehr, dass gerade in dieser Szene ein unwahrscheinlich groĂźes Herz in all den rauhen Typen der moshenden, headbangenden Musiker oder auch Fans schlummert. Meines Erachtens ein groĂźer Faktor, der eben u.a. auch diese Szene ausmacht. Nicht nur kopfschĂĽttelndes schwarz-buntes Volk, sondern ein Musikbereich mit groĂźer helfender Hand. Nun aber zum eigentlichen Event:

Bereits am Samstagvormittag meinte es Odin mit uns im Norden nicht wirklich gut. Im Nachhinein denke ich jedoch, er wollte uns Nordfrauen und Nordmänner nur prüfen. Um 14:00 Uhr war Einlass, um 15:00 Uhr stand dann bereits die erste Band auf der Bühne. Hier präsentierten sich bei Regenfall und vor doch noch wenig Besuchern die Flensburger von WARCHILD. Für Musiker und Fans des Nordens war Aufgeben keine Option, denn wir Nordmenschen „machen es auch im Regen“! Die Jungs von WARCHILD waren ein guter Opener und man konnte sich auf weitere fünf Bands freuen.

Kurze Umbauphase. Um 16:30 Uhr war es Zeit fĂĽr die Hamburger Industrial Metalband SECTOR. Zu diesem Zeitpunkt erreichte auch ich endlich das Gelände „Am Radeland“ in Harburg. Schon klitschnass von einem kurzen FuĂźweg, begrĂĽĂźte ich mit triefenden Haar ein paar Bekannte und zog in die Fotoschlacht Richtung BĂĽhne. Auch fĂĽr mich war „in den Sack hauen“ keine Option. Ging es hier doch heute um einen solch guten Zweck. Und meine Wetter-App sagte auĂźerdem voraus, dass es ab 19:00 Uhr trocken sein sollte. SECTOR fand ich wirklich gut und interessant. Eine Mixtur von Synthesizer-Klängen und ordentlichen Metal-Gitarrenriffs. Ein wenig der Stil der Nine Inch Nails oder Rammstein, um es denjenigen zu erklären, denen der Begriff Industrial Metal nicht so geläufig ist. Auch die Mannen von SECTOR trotzten dem Regen und gaben wirklich alles auf der – nennen wir sie derzeit noch – „WET-Stage“.

Erneute kleine Umbaupause, es regnete natĂĽrlich weiter (war ja noch nicht 19:00 Uhr) und wir konnten als nächstes die Band CLEAR SKY NAILSTORM aus Bremen begrĂĽĂźen. Sie waren mir zuvor noch gar nicht bekannt, aber gefielen mir sehr gut. Kleine Hamburg-Bremen-Späßchen wurden vom Sänger noch kurz eingebaut und die Hamburger Regengemeinde durfte eine Stunde lang Thrash-Metal “grĂĽn/weiss” genieĂźen. Eine wirklich sympathische Gruppe, klasse Einsatz auf der BĂĽhne, man bewegte sich und sauber gespielter Trash-Metal. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Daumen nach oben. Apropos oben: Ich schaute in den Himmel und als hätten CLEAR SKY NAILSTORM damit etwas zu tun gehabt, der Himmel wurde deutlich heller.

Ein Moment, der auf der Bühne zum Umbau genutzt wurde und ein Moment, den der Club der „Eifelkrawallos“ nutzte und auf der Bühne einen Scheck in Höhe von 250,00 Euro überreichte. Eine wirklich tolle Geste und eine sehr schöne Summe. Nun war es Zeit für des Nordens heißeste „Glücksfee“ Laszlo. In der Hand haltend eine von Tim Eckhorst, dem allseits bekannten Wacken-Zeichner, gespendete Lemmy Kilmister-Zeichnung. Es folgte eine Verlosung. Eine versiegelte Sammelbüchse der Sternenbrücke wanderte nun durch das Publikum. 2,00 Euro-Münzen galt es zu spenden und in die Büchse zu werfen. Eine Stoppuhr lief und wer als letztes sein 2,00 Euro-Stück mit Ablauf der Zeit eingeworfen hatte, gewann dieses Bild von Lemmy. Es war klar, den Lemmy wollten sich die Eifelkrawallos einsacken und es plumpsten Unmengen von 2,00 Euro-Münzen in die Spendendose. Tolle Sache. Die Dose war schnell bis zum Rand gefüllt, die Eifelkrawallos hatten clever auf Zeit gespielt und Glück gehabt. Somit ging der Lemmy in die Eifel.

Da die Wege und auch der Boden des Geländes schon recht matschig waren, es aber aufgehört hatte zu regnen, nutzte ein wirklich toll organisiertes Team den Moment und rollte vor der Bühne und auf dem Weg bis hin zur Straße einen Stroh-Teppich aus und ein gut gelauntes Publikum sprang rein wie zu Kindertagen und verteilte es auf dem Boden, aber auch zugleich im Haar. Im Hintergrund dieses Treibens hatten sich auf der Bühne die DRUNKEN SWALLOWS aufgebaut und begannen zu spielen. Die Hamburger Punks sind auf diversen Festivals gerne gesehen, bringen immer Spaß und gute Laune mit und das Publikum rutschte nun endlich weiter vor in Richtung Bühne. Es war trocken, man hatte pogenden Spaß im Stroh und das miese Wetter von vorhin war vergessen. So ist eben der Norden. Odin´s Prüfung war bestanden. Die Feier konnte weiter gehen.

Nach den Drunken Swallows sollten nun die Luxemburger von SLEEPERS´ GUILT spielen. Kleine technische Probleme ließen die Pause etwas größer ausfallen und es war erneut Verlosungszeit. Diesmal eine vom Wacken Open Air gespendete Gitarre. Eine Epiphone, signiert von Doro Pesch, Subway to Sally und Heaven Shall Burn. In dieser Runde sollten 5,00 Euro-Scheine eingeworfen werden. Da es ja schon etwas später war, dachte man, da fließt nun nicht mehr so viel an Spenden in den Pott: Weit gefehlt! Da krabbelten noch einige 5,00 Euro-Scheine in die Sternenbrücken-Büchse. Es ging einem echt das Herz auf, mitzubekommen, wie viele dort Anwesende in großartiger Spendenlaune waren. Der Wahnsinn !!! Die Zeit war um, die Gitarre wanderte diesmal nach Hagenow.

Jetzt war es angerichtet für die Band, die die weiteste Anreise hatte. Schon im Vorwege hatte ich mir einiges der Alben von Sleepers´ Guilt angehört. Sie waren meine Favoriten des Abends. Als sie dann aber loslegten, war ich total begeistert. Melodic Death Metal. Tolle Intros, allerbeste Gitarrenarbeit, schöne Soli und kraftvoller Gesang von Patrick Schaul. Ich konnte gar nicht genug bekommen. Wirklich eine Band, die meines Erachtens irres Potential nach oben hat und die mehr von Veranstaltern gebucht werden sollte. Ihre Perfomance „on stage“ als auch ihre Leidenschaft in all ihrem Tun begeistern. Ich bekam noch eine Promo-CD von Patrick in die Hand gedrückt, die er im Publikum verteilte und dann war eine Stunde Spielzeit auch wie im Fluge vergangen. Mehr bitte von Sleepers´ Guilt in Zukunft und wir drücken die Daumen für den Sieg des Wacken Open Air Battles.

Für 22:30 Uhr waren die Headliner des Abends angekündigt. WARPATH – die Hamburger Thrash Metaler sollten den finalen Ausklang eines wunderbaren Events geben. Die letzte Umbauphase auf der wirklich auch gut beleuchteten Bühne ging in die Vollen. An dieser Stelle auch ein dickes Lob zum wirklich guten Sound des Tages. Ein letztes Mal sprang Björn Schreiber moderierend auf die Bühne, ein letztes Mal fand eine Verlosung statt. Zu Anfang am Einlass wanderten nämlich die Abrisse aller Tickets der Besucher in einen Eimer und man nahm mit den Ticketnummern automatisch an dieser Verlosung teil. Hier wurden z.B. Tickets für das Reload Festival in Sulingen, dem HeathenRock in Hamburg und vielen anderen anstehenden Veranstaltungen verlost. Danach fand noch eine offizielle Übergabe des amtierenden Captains der Knights of Thor, Björn Schreiber, an dessen Nachfolger, Stephan Lücken, statt. Der Vize-President der Tipsy Apes und der President der Knights auf Thor, Rene „Odin“ Kohlmann verkündeten dann zusammen auf der Bühne, dass diese Kooperation zwischen den Tipsy Apes und den Knights of Thor fortgeführt und das KNIGHTFEST auch in 2019 wieder in Hamburg-Harburg stattfinden werde.

„Last but not least“ zogen dann WARPATH auf die Bühne und gaben zum Ende hin noch einmal so richtig Gas. In ordentlich Nebel verhüllt begeisterten Flint, Dirk, Norman und Sören ihre Hamburger mit bekannten Songs, wie z.B. `Believe´ oder aber `Reborn´. Ich konnte allerdings nicht bis zum Schluß von WARPATH bleiben; Schleswig-Holstein rief und mein Rücken und meine Beine dankten es ebenfalls.

Zusammenfassung: Es war nass, es war kalt, aber der Norden kann es auch im Regen. FĂĽr einen guten Zweck, tollen Spendeneinnahmen und 6 absolut guten Metal-Bands war das KNIGHTFEST ein groĂźartiger Open Air Auftakt. Wir freuen uns auf das KNIGHTFEST 2019 und drĂĽcken die Daumen fĂĽr einen gut gefĂĽllten Spendentopf, der dann am 01. Mai 2018 dem Kinderhospiz SternenbrĂĽcke ĂĽbergeben wird. Wir vom Metal Impressions Magazine als Partner des Knights of Thor H.M.C. danken fĂĽr die Einladung. Es war uns ein Fest !

/ Stefanie

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