REVIEW: END OF GREEN

Posted by Stefanie On August - 5 - 2017

End OF GreenVOID ESTATE

Am 18. August 2017 erscheint nun das neunte END OF GREEN Album „Void Estate“ pünktlich zum 25jährigen Bandjubiläum via Napalm Records. So viel schon einmal vorweg genommen: Das Warten hat sich gelohnt!

Fangen wir gleich einmal mit dem ersten Song des Albums an, in dem es um den Clown geht, der Clown, der in schweren Zeiten, in Zeiten von Verlust, Ängsten, Schmerz, oftmals derjenige ist, der uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert. ´Send in the clowns‘ – für mich eine wahnsinnig traurig berührende Nummer, die sehr tief geht und dennoch mit einer gewissen rockigen Lässigkeit zum Ende führt und einem das Gefühl gibt, dass alles gut wird. Bei ‚Darkside of the sun` höre ich nur die ersten Klänge und der dann einsetzende Gesang von Michelle Darkness haut mich komplett um. Wow! Wüsste ich nicht, dass Peter Steele schon länger nicht mehr unter uns weilt, wäre ich davon ausgegangen, dass ich Type O Negative höre. Ich bin eh ein großer Fan von dieser rauchig tiefen Stimme of „Mr. Darkness“. Der Bass spielt ebenso dazu, als sei hier Peter Steele am Werke. Gänsehaut pur dieser Titel und eine Stimme die ihresgleichen sucht.

Naja, dann denkste, nachdem diese Nummer endet, da geht ja fast nicht mehr, da kommt „BAMM“ Track 3 daher. The Door‘ beginnt mit einem unbeschwerten und leichten Sound. Man schließt die Augen und ich ertappe mich, dass mich schon der Anfang komplett mitnimmt. Heißt es hier doch so schön „Wenn du gehst, dann schließe auch die Tür“. Ich interpretiere diesen Song in der uns immer wieder von End of Green übermittelten Botschaft: „Jede Dunkelheit hat am Ende ein Licht“. In diesem Fall wäre es vielleicht: „Wenn du mich verlässt, schließe die Tür, damit ich bereit und offen bin für Neues“. Für mich der EINE Song dieses Albums, den ich nun schon gefühlte 50mal gehört habe und der nicht wirklich Melancholie transportiert, sondern kraftvoll zum Ende hin in den Gitarrenparts mitreißt.

Drei Hammer-Songs an den Anfang des Albums gesetzt und ich hatte fast Angst weiter zu hören, denn oftmals folgt dann eine Enttäuschung. Aber nein, es geht gut und rockig weiter. Hier Songs wie die dann folgende Ballade `Head Down` oder der im American Rock-Style daherkommende Song ´Crossroads‘, bei dem man das Gefühl hat in einem offenen Cabriolet eine lange, niemals endende Straße zu befahren und der Wind pustet durch das Haar.

Fasse ich einmal zusammen: Es ist wieder alles drin und verschiedenste Genrebereiche wurden angefasst und verarbeitet. Einfach so, wie man es von End of Green gewohnt ist und vor allem wie man sie liebt. Sie waren nie eine Schubladen-Band und sind es auch mit diesem Album nach 25 Jahren nicht geworden. Ich verneige mich vor diesem Album und auch vor der göttlichen Stimme von Michelle Darkness. Ich vergebe guten Gewissens nachstehende Punkte-Bewertung und freue mich auf die kommende Deutschland-Tour im November 2017.

5 / 6 Punkten

Stefanie

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