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InFLAMMARE REVIEW

Posted by admin On April - 25 - 2010

INFLAMMARE“In Memory Of Inflammare” Ok, was haben wir hier…? Soso, „INFLAMMARE“ heißt die Band… sagt mir irgendwie nichts. Kann es auch nicht, denn die Band existiert seit gut 10 Jahren nicht mehr! Warum kommt dann diese Promo ins Haus geflattert? Hatte die Post geschlampt? Hatte diese CD eine 10 Jahre lange Reise durch die Republik hinter sich? Mitnichten!
Laut beigefĂŒgtem Infoblatt grĂŒndeten sich INFLAMMARE im Jahre 1994, um sich 6 Jahre spĂ€ter nach einem Leben im Underground wieder aufzulösen. Einen echten TontrĂ€ger hatte man bis dato noch nicht unter das Volk gebracht. Das wollte man nun nachholen. Ob dies aus nostalgischen GrĂŒnden oder aufgrund einer anstehenden Reunion geschah (man sieht sich immer noch als Band) ist nicht offensichtlich.
Jedenfalls fand sich das Original-Lineup abermals zusammen, um ihre Werke neu aufzunehmen.
Das Ergebnis ist ein professionell aufgemachtes Digipack nebst Beiblatt und Texten.
LĂ€sst man dann den Silberling im Player rotieren, fĂ€llt einem als Erstes die ausgewogene Produktion ins Ohr. Als nĂ€chstes fragt man sich: „Was spielen die Jungs da?!“ So richtig zuordnen lĂ€sst sich dieser Mix aus Black-, (Schweden-) Death-, Pagan- und klassischem Heavy-Metal nĂ€mlich nicht und genau das ist von der Band auch so gewollt. Sich als „Freidenker“ bezeichnend spielt man laut eigenen Angaben einfach ehrlichen „Fucking Heavy Metal“, was auch mit der Wahl des Covermotivs gut korrespondiert (bin ich eigentlich der Einzige, dem beim Cover Erinnerungen an The Crowns „Hell is here“ aufkommen?).
Die Musik kann trotz der frischen Produktion nicht verbergen, daß sie bereits ĂŒber 10 Jahre auf dem Buckel hat. Da gibt es Riffs und Songstrukturen, die so nicht mehr dermaßen zĂŒnden wie damals. Doch trotz oder gerade weil schon eine leichte Patina die Songs umgibt, kommen bei mir Erinnerungen aus meinen Anfangstagen als Metaller hoch und hinterlassen ein warmes GefĂŒhl im Bauch, wie es sonst nur die Currywurst an meiner Lieblingsbude kann.
MĂŒsste ich die Band in eine Schublade stecken, wĂŒrde ich sie am Ehesten mit den Apokalyptischen Reitern auf ihren ersten zwei Alben vergleichen, wenngleich INFLAMMARE die eruptive Wildheit und das Chaos der Reiter etwas abgehen.
Fazit: ein (leider zu spĂ€tes) Album mit abwechslungsreichen Songs, welche bierseligen auf Metal-Partys und bei Ă€lteren Semestern ab und zu durchaus ein Grinsen ins Gesicht zaubern können. Gegen aktuelle Releases wird es dieses Album jedoch schwer haben. Aber das wird die Band wohl nur wenig jucken…

Dirk

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